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Full text of "Illustrirtes Handbuch der Obstkunde"

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i 



^ 



3iinfttxttts 



^aniinHi ber Obfifunbe. 



III. 




mihi\ itx $b|lkttn)e. 



ijMtt if^viKm mkutt^ |l>mlti«( Mf ntt|<i*l«i( 



sott 



^itcctoT be< Jßomol« ^niHtuK in IReatlinsen. 6npcrtnicnb«iil in ^einfcn bei Hannover. 



Pritter 9an): $ttiniii|l. 
#irfd|<« Jn. 1-109. '^Ilottmeii In. 1—117. 

fkü 226 8ef(^ret(un3en unb 229 SiMIbungen. 






ftutieart. 1875. 

SS e r l a 3 d o n @ u g e n U l w e r. 






•■• .» 



' iDricf Ut (&, SKaiev'f^en 9u^bnitfeTei ((^ujen SlSelget) in 8taven«burj. 



Jl 1 n> r t 



Xa mit bem }egt ooHenbeten britten Stetnobft^efte ba§ IBerf, i\i\ol^t beS 
feiner 3«t ougflegcbenen gJrofpccteS, al§ obgefc^Ioffcn 3u betrad^tcn ifl, fo möge 
e$ mir erlaubt fein, ben britten 93anb be§ ^onbbuc^eS mit einem furaen Sßor- 
»orte 3u begleiten; um babur4 bem äBerfe felbft mo mSglid^ mel^r ben 9Beg au 
Bahnen, menigftenS aum JBerftSnbnife Neffen, waS bisher ongeftrebt unb geleiftet 
tp, beigutragen. 

S)a8, maS ie|t vorliegt, entfprid!)t bem ausgegebenen $rofpecte mobi naäf 
bem Umfange, nic^t jeboc^ ebenfo na4 bem ^nl^alte, unb bot eS bamit folgenbe 
Semanbtntg. — ^er oon ber ®otboer ©erfammlung gefaxte S9ef(!blu6 ging, roie 
erfnnerlid^ fein mirb, gunllcbft babitt, ein ooHflanbtged, bem je^igen Stanbpunfte 
ber ffitffenfd^aft entfprecbenbeS ^anbbuc(l ber Homologie, ^^nlid^ bem S)ittricb'f(ben 
^anbbucbe unb etma aud^ von bemfelben Umfange, au liefern, baS mo mSglicib in 
brei 3abren fertig fein fottte. ©ei einiger j^enntnifi befi gegenwärtigen , fo ge^ 
»altig angemac^fenen Umfang§ ber Homologie fonnte man oorauSfeben, ba^ 
ttn SBerf von bem Umfange ber brei Sanbe bed S)ittricl^'f(^en ^anbbucbeS, felbft 
in berfelben ffieife bearbeitet unb mit bemfelben engen Drurfe, nidj^t birtreicben 
f9nne, ermaS für ben gegenm&rtigen (Stanbpunft ber Sßomologie {^inreicbenbeS, 
{o nur ©raud^bareS au tiefem, unb fonnte i^ mid^ au^erbcm für ben urfprQng* 
liä^tn ipian ni(bt begeiftem, ba feine Stuöfübfung nur buri eine neue, bet 
^ittri(^'f(|en Arbeit gana fibnlid^e Kompilation aud anbern SBerfen mdglicb ge? 
»efen wftre, @S finb bober — a^mal audji bie beiben anbern SWitrebactoren au 
einem fold^en ffierte fld^ ferner entfAIiefeen motten, bauptfficblicb öuf mein ©e* 
treiben, uno felbfl not^ wäbtenb ber von ^rrn ©arten^änfpector fticaS mit ber 
t^erlag3bu(!^]^anblung vereinbarte $rofpect fd^on erfd^ienen mar^ nocb mefentlicbe 
SSeränbeoingen mit bem urfptftnglid&en ?Iane, — unb icb boffe^ triebt aum 
6<!baben ber äSiffenfd^aft unb ber ©efl^M: bed ^anbbudjied, vorgegangen, unb 
würbe befdbloffen, aunftdiift nur felbftpänbig gefertigte ©efdjiretbungen von Obft, 
baS ieber felbft f annte unb gebaut b^tte, au liefern, ieber Sefdbreibung einen Um^ 
ti§ ober ^ur(!^fd6nitt9aei(^nung ber betreffenben @orte beiaugeben unb bad $anbs 
bu(^ nad^ biefem ißtane fo meit au voQenben, al8 ftraft unb Seben eS geftatten 
ȟrven. ^a feiner ber 9{ebactoren fold^e Surc^fcbnittSacid^mingen irgenv in 
3WebraobI f<^on fertig b^tte, — mir felbft feblten fie no* gana, — fo fonnte 
bei ber 9Babl ber au befc^reibtnben Obftforten aud^ fein aUgemeiner burcb bad 



VI «orwort. 

^cmit S^erf ftc^ entioicfeinber ißlan, etioa na(( irgenb einem Spfieme, tnne ^ts^ 
galten »erben (mefi^alb an>^ Seiten ^u jeber Sorte genommen würben, um 
bad 3ufammenge^drenbe fpfiter sufammenbringen )U fdnnen), fonbem eS lieferte 
ein 3eber Sef^reibungen ber fjfrüd^te, bie er eben in (^arafteriftif^en G^em? 
ploren felbft embtete ober erl^alten fonnte, unb {inb mehrere fc^led^te Obfternbten 
Urfa^e gewefen, ha% ed bamit nic^t raf4 finiug ging unb »ir nur fo nie! » i e 
mdglic^ bad befte unb gangbarfte Obft immer auerft geben fonnten. !CienSl^ere 
diebactton ber ^rf^en- unb Sflaumen^efte au übernebmen erf Ifirte icb mtd^ gern 
bereit, tl^eild wtxl i4 oud^ barin ein iiemlid^ reid^ed Sortiment botte. t^eilf meil 
icb-boffen burfte, in ben SebenSiabten , bie ®ott mir nod^ oieQeicbt na(^ feiner 
®üte oertei^t, bei biefen aucb rafd^cr trogenben 9rü(!^ten mit ^abng ^ülfe md^ 
am erften' etmad SoUftönbigcreS au liefern. 3nbe6 bobe icb , f ooicl meine 3eit 
eg geftattete, audji bei ben l^ernobftl^eften mitaumirfen gefugt, oon benen smei 
neue im SRanufcript htxitit9 mieber fertig finb, au benen i(b etma 80 Sefcbreibungen 
lief erte. — SBag ben brittenSanb bed^anbbud^g betrifft, fo mar ed urfprünglid^ 
$(an, im britten ßefte ißfirc^en unb ^prifofen au geben; ba bie^ inbe^ fpSter 
wegen noC^ au f^^^ feblenber Vorarbeiten ficb nt^t fo raf(b tl^un lieg, mürbe 
beliebt, im britten ^efte l^alb iHrfcben, balb Pflaumen au geben, unb ift, um bie 
Sitate in ben Slrtifeln iiber Siteratur oerftSnbliA au nutd^en, nunmehr aud^ eine 
Ueberftd^t ber im ^anbbud^ aUegirten Sd^riften gegeben, bie ftd^ aunacfif! mobl auf 
ben britten Sanb beaiebt oorl&ufig inbeg au4 für bie ^ernobftbefte genügen Dürfte. 
^ai ba8 ^anbbud^ b^ter 2)em, voa% mir gern geleiftet ^Stten, immer 
no(!^ aurü(f geblieben fei, ffi^lt 9liemanb mel^r, ald bie 9tebaction felbft; bod^ 
baben mir mit ^Inftrengung au leiften gefu(!6t, »ad unter ben gegebenen Um:; 
ftfinben mdgli^ mar. & mar urfprünglic^ fteiner auf bie ^eraudgabe eine& 
Sßerfeg, mie bag oorliegenbe, menigfteng btnreicbenb unb ooQftSnbig gerüftet, 
ba fteiner mit bem $Iane ber ^erou^obe eineS folcben SBerfeg nAb^ ums 
gegangen mar unb mir einfad^ geftrebt l^atten, unS m5glid^ft ausgebreitete Obfls 
fenntnifi au ermerben. Z)a8 Bufammentragen ber literarifcben &tait unb ber 
Spnonpme in alp^^abetifc^e Glataloge, um bei jeber ä^efc^reibung an a0eg fte 
Setreff enbe (ingefü^rt au merben, mar eine mü^eooHe, jeitraubenbe älrbeit» 
unb mar nod^ nidftt einmal binreidjienb ooSenbet, al8, um bie Ungebulb beft 
Sßublifumg au befriebigen unb menigfteng ein fiebenftaeid^en au geben, bog mir an 
ber 3(rbeit feien, bie erfien (^efte f<bon auggegeben merben mußten, ^abei er» 
meiterte mSl^renb ber Slrbeit bie SEBiffenf^aft ftc^ fortmSbrenb burd^ im. ^u8s 
lanbe erfcbeinenbe bebeutenbere pomologif<be SSerfe, fo ha% f(bon iett, noments 
lieb au ben literarifd^en Slrtifeln ber erften ^efte, mond^e 9ta<bträge gegeben 
merben fdnnten. 9Ut§erbem aber fann hti ber ie|t oorliegenben gemaltigen S^il 
oon Obftf Ollen Mner einer oottftfinbigen Cbftfenntni§ fid^ rübmen, )u beren 
Erlangung, fo lange grbgere pomologifd^e ®Srten fehlen, ein SRenf^enleben 
nicbt binreicbt; man lernt immerfort felbft, fo mie man mciter arbeitet, unb ifi 
ilberl^aupt bie 9ßiffenfd^aft felbft noc^ längfl nidtit auf bem 6tanbpun!te an« 
gelangt, ba§ SoQenbeteS unb aud^ einer fpateren 3^^^ l^inreicbenb (8enügenbei 
bereits gegeben merben !5nnte. 2)ie 9^ad^melt mug ttnmal ooUenben, wa^ toiz 
angeftrebt (oben. 



Corwort. VII 

3n me^TfaiHgcT äSBeife oirb Hibcfi bie mf\tni^aft bo4 Mmt butc^ baS, 
oaS Icftt oorlte0t unb xotittx 9on un9 gegiben »irb , gcf drbert feitu (&i oitb 
}una<bft bur4 baS ^anbbud^ eine in bemfelben SSerfe oereinte ntd^lid^ft ooOs 
fifinbige Ueberftitt über bie Obftfunbe, unb |iDar auf eine fru(btbarerc ffieife, 
als in bem Z)Ütrid^'f4en ffierfe, unter btnaudefommenen eigenen fortfiefe^ten 
SforfAungen angebahnt ~ (Sobann ftnb bie iBeobaifetungen aber baS Dbfi unb 
bie Cbffbefifereibungen bur^ bie neue genaue Keoifion oud bem ©tabio berouS« 
getreten, wo fte nur crfl SBabmcbmungen dnaelner aKftnner entbielten, bie, 
mie forgfftitig fie au4 arbeiteten, bo4 nur UKtbrnabmen, roit baS Obft in 9cs 
f^ott, 3et(bnun0 unb ®üte gerabe in ibrer @egenb unb l^oben fi(^ oerbielt; 
manclbe in oubern @egenben conftont gefunbene ^»ei(bungen ftnb je^t be^ 
merflii^ gemalt, unb bie neue Keoifton b^t mebr baS beroorgebobenr roa^ aud^ 
an anberen Orten W^ eben fo f anb, aI8 bei bem erften 9eoba<bter , wobei auc^ 
bie groben ObßaudfteOungen unferer Seit bo^u beitrugen, ben l^Iicf )u f(b&rfen. 

— iRi<bt weniger fcb^inen mir bie, mit SKübe unb 3eitaufmanb ausgearbeiteten 
Itterarif(ben ^vtita, wie fie iefet vorliegen, bie aRand^r oieOeicbt filr ftberflüfftg 
bauen m5<bte, eine wefent[i<be gferberung ber SBtffenfcbaft unb ber Obftfunbe 
|u fein. ®ie geben nid^t nur mBgUdbft f orgf dltige Iiterarif(be Zitate , noment^ 
li<b aus ben bei und gangbarften i>omologtf(ben SSerfen, bie obne bad (S^egebene 
bem fünftigen 3forf(|er rin verborgener @4ati bleiben wikrben , ben )u beben 
er immer mit grofier WHüfit oon ü^euem beginnen mo<bte, fonbern fie bedten 
aud^ bie ^ffitt früb^ter pomologifcber SBerfe auf, bamit /deiner, ber fie beftbt, 
burcb fte getftufc^t unb oerwirrt weroe, unb geben eine moglid^ft ooQftSnbige 
Ueboüdbt ber (S^nonvme, fo weit fold^ iebt fi^on ft(b geben lieg, inbew an 
ibrer 3uf<>^nientragung bie Set^tjeit oucb im äludlanbe nocb immer arbeitet. 
Huib ift biefe Ueberft<bt nicbt bloS in tobter unb bIo6er BufammenfteEung oon 
92amen gegeben, bie f&r ben nad^fommenben iJorfcber nur unerwiefene ^e^ 
bauptungen geblieben wftren, bereu äßabrbeit ober UnAcbtigfeit er feinerfeitS 
erft wieber (atte nacbforfdften muffen. 6oa oerbfttet werben, ha% nid^t unabs 
Ififfig unter neueren fflamtn angepriefeneg Obft auS bem ^udlonbe unb felbfi 
3nlanbe bei und einbringt, inbem man )ule|t nur ftnbet, waS wir langft fc^on 
batten, (bie ^infübrungdfud^t ift obnel^in bei unS nod^ immer weit grSger, 
als fie aum SBortbeile beS CbftbaueS fein bürfte unb ilberwiegt baS confer^ 
oatioe SIement fo febr« ba% ^emanb nur neue Obftf orten etwas tbeurer alS 
anbere (Stdmme auSaubieten braucbt, um eineS guten ^bfa^eS gewig gu fein,) 

— ja ! foll jemals btefer gana gewaltige, für bie ^ra^iS nur b^nberlicbe IBaUaft, 
minbeftenS für bie Praxis ufib baS obftbouenbe ^iublifum über ^orb geworfen 
unb felbft für bte ffiiffenfcbaft enblicb in bie Slntk)uitatenfammer geftellt werben, 
fo mü|ten äße ©orten ie|t aunSd^ft mSglicbft ooDftänbig unb unter 9^ad^s 
f orfcbuttg na(b ibter Sticbtigfeit ober Unritbtigfeit aufammengeftedt werben , unb 
lieg ft(b baau um fo mebr etwaS tbun, ba gegenw&rttg weit mebr, als früber, 
aud^ in bie pomologifd^e d^omenclatur beS SftuSlanbeS ber (Sinblid geöffnet ift, 
unb fi(b burdd 9teiferbeaiebungen, oieSeicbt aud^ burtb ^uStaufcb oon Obfi^ 
coHectionen nod^ immer mebr Bffnen wirb. iRur burcb Sorgfalt in bicfem 
fünfte fann bie aSiffenfd^aft oereinfacbt unb mebr aur Sf^ube unb Stabilität 



vm »orwort 

fidangen. ©elbft ble ^orm bct Wöcgebencti, uu^fÜlJrKd^ Kegifiet wirb 
loefentUd^ ba^u Mtragen, bit ^enntnifi ber ©^non^me au erldd^tem unb tebec 
^TUd^t ernen ^ouptTtomen M un9 aUgctndner au fi^erti. 

9(u4 bie beioegebenen Figuren (alte i4 für bfe Db^funbc gor ni(|t unwiilHg, 
unb ftnb fte toetiigftenfl bad ^Tnatge, toaS bie tbeuercn unb babei boc^ fo oft r>txi 
ftfflttn unb bie l^enntnig einer Sorte oft nur erf^ioerenben, iauminirten Tupfer 
erfe^en fann, unb fdnnen baau beitragen, gar manche Errungen fünftig au vergüten. 

a^an^e l^ben, ftatt grdgerer Ihlrae, umgef el^rt no<4 tnebr ^oafiftnbigf dt oon 
bem {^anbbud^e gewünf^t; a- ^« no<( m^^r Angaben fiber redete $flüdPeadt, befle 
Unterlage k., wie fte in mdner „^nldtung" fidj fänbni; ober mtfft Eingaben 
fiber bie Unterfd^iebe gegen äbnli^e 3frü(^te. SJ^an^eft oon bem gegen miO^ ge« 
vünfd^ten* blieb iwtdm&%x% weg, wie a. 0. bie ^ücfeadt, bie in oerfd^iebenen 
@egenben ^eutfd^lanbd oerfd^ieben ift; @inaeIneS mu^tt oft bed 9iaumt» rotqca 
wegbleiben, ba bie im ghrofDect angenommenen atod ®dten für jebe Dbftforte oft 
bei Keinem ^nuf faum btnreic^ten, baS 9^otbwenbige au geben, unb würben 
namentlid^ bie 16erglei(^ungen hti ben aal^lrd^en Sorten be8 j^emobfteS adau 
oiel Slaum Eingenommen baber, fie laffen fi(!b tbeüd mit SBorten ober für lebt 
genau genug gar nicbt geben, ba bie äBal^rnebmungen borüber no^ nid^ ab* 
gefcbloffen ftnb, (aben aud^ für jet)t nicf^t ben SBert^, ben man baoon erwartd, 
ba bie angegebenen Unterfd^iebe nacb furaer 3dt burc^ neu auftommenbe ftbtiHdfte 
Sorten oft iHuforifcb werben. SSkiS barüber jet^t mit iRui^en gefagt werben 
fonnte, ift bdgebrad^t. — ^rrig ift aud^ bie bin unb wieber oon bem {^anbbu(!b 
gefogte ^Inftdbt, bafi ed nur bie auiSgefud^teften Sorten bringe. ^ foOte ein 
möglid&fl ooSft&nbigcd werben, mugte fdbft oor manchen fdftCec^tem Sorten 
warnen, unb befd^ränf t fid^ barauf, anaugeben, wdd^ SBertb überl^upt objiectio, 
nid^t relatio gegen anbere, }ebe Sorte b^t. Angaben, weldt^ed Cbft unter ädern 
anbem baS fd^&lbarfle unb am meiften onaubauenbe fei, müisten neben bem ^nb« 
bud^e b^rgeben, unb ftnb au^ bie f^forfcbungen barüber l&ngft nocb nid^t als 
abgefdbloffen au betrad^ten, ha iebe @egenb, f elbft jeber lOoben bartn Sigem 
tbümlid^eiS bat. 

üRBge bemt bad ^nbbud^ oidfacbe SBerbreitung finben unb anr Hebung 
ber Obftfunbe unb beS ObßbauS bdtragen! 

geinfen, ^nbe Sfiooember 1861. 

Slttmerkuttf bet Perlagil^tttbluns. 

Stelfad^ aufgef orbert , burd^ mdtere gortfetjung bem ald abgefd^loffen be^ 
ita(bteten^,Qanbbud) ber Dbftfunbe* im Sntereffe ber äBtffenfd^aft unb ber be> 
t^eiligten Xbne^mer beffelben eine ml^aUf^^ etrd^bare Sodft&ttbiafeit auoerteibeo, 
baben wie un^ entfd^Ioffen, nad^ (Srforbemig bed anoefammelten lll^atettald, wettete 
Sieferungen etfc^einen ;u laffen, welche {i($ in Se^anbtung unb Knorbnung bem 
Vorgänge genau anf^Uefien werben. « 

Stuttgart im 2)ecember 1861. 



9a» %ttinobfL 



(£ i tt I e i t tt n g. 

5Dft8 @teino6{i l^t fthten ftamtn Don bem in ber fleif^igen ^^U 
ipOe ttegenbeti Steine. SSS^renb bei bem JCetnob^te bie JCerne in einer 
aus ntel^reten ^c^rn gebilbeten ftapfet ft4 ftnben, bem Sttxnfym\t, in 
»eitlem bie 9B&nbe ber ^d^er nur mit einer oft jumr etmoS pergament« 
artigen, immer aber bod^ nur bünnen unb wdc^tn i^aut audgef leibet 
finb, iilbft fic^ um ben Jtern beS 6tetnobfleS eine l^arte, tno(^artige, 
au|en balb me^r glatte, balb au^ unebene unb rau^e ^Wit, tu« gmei 
^ften befte^nb, bie beim fteimen beS ftern^ ftd^ iffnen, unb in mU 
cpfr Sttxnfi&Ut aOermeift and^ nur 1 ouS itoA @cnnenlappen gn^ammen« 
gefegter tttvn liegt, gumeilen jmei (mie bieft bei manchen ätprilofen, ber 
SBilben rot^ @flBtirf<i^e u. oorlommi), nie aber no(^ mehrere« — 
Son bem ©(^olenobfte, al8 9lfiffen, QRanbeln, mo auc^ eine l^rte ipAHe 
bcS ftemS fi^ ftnbet, unterfd^eibet bad @teinobft fic^ micber baburd^, 
bog bie ben @tein umgebenbe ^c^t^fiHe {(eifrig unb eßbar ift, »&^renb 
M bem ©d^alenobfte nur ber eigentliche ftern bad &ttAt%iaxt unb für 
ben iBenufi @efud^te auftmad^t* — (Sd unterfd|eibet aber baS Steinobft 
non bem jtemobfte fid^ aud^ no^ burd^ meitere jtennjetd^en : 

1) SB%enb bei bem itemobfie fteld^ unb »iilt^e oben auf ber 
fangen, nac^ ber Sefruc^tung fU^ nerbidenben unb mad^fenben ^<|t 
^^n, OD mir ben Jteld^ nod^ im reifen ^n^tatibc ber f^rud^t finben, be^ 
gbfint bei bem @teinobfte ber fteld^ unter bem $ruc|ttnoten, bilbet juerft 
nm biefen eine gufammen^&ngenbe , balb giemlid^ baud^ige, glodknartige 
mtb 0ben felbfl mieber etmaS verengerte (fo g. S). am meiften bei ben 
Jtirfii^); balb eine nid^ gang jo bauchige mel^r c^tinberartige (mand^c 

^ SBaS bie SRanbeln betrifft, fo wdre ed freiließ Botanifd^ eigentlich tid^tiget, 
fte gu ben $fir[($en gu red^nen, ba ber 8anm mit bem ^fltf^enbaume fe^r na^e oer« 
oanbt'tft 



2 (SinleHtttig« 

Slprtfofen) Uml^üaung ber jungen t$ni(i^t, unb t^eitt M ^^^ erft in 
feine 5 ©egmente. SDie 8)lumenbl&tter unb @loubfäben enttpringen an 
ber innern @eite biejei: burc^ ben Htläf gebilbeten ^uQe um bie junge 
t^rud^t, neben ober eben unter ber Stelle, wo biefe ^flOe in bie 6 @eg< 
mente bed jleld^ed fic^ audcinanbcrlegt — S)ie n>ad^fenbe junge grud^ 
burc^bric^t unb Sprengt aflniQ^Itg "ben fie üml^ullenben J^elc^, ber bann 
oerborrt unb obt&Ot, n>d^renb jte((^unb@taubfaben ((etftere iebo(^ f(|on 
unter gune^menbem SSerborren) uod^ eine 3^i^I^"S f^^^^^ bleiben, nac!^ 
bem nacb bem Stbblü^en bie CIumenbI$tter fc^on abgefallen Pnb* — 
SDiefeS Unterfc^eibungSmerfmäl ift in mancher ^inftc^t nodi d^arafterifti^ 
fd^ unb bur^gteifeuber/ atö ber @tein, ba cd einjelne Sitten bc9 @tein# 
obftcd gibt, bie einen fel^r unoollt^uimenen Stein bitben unb fisft ftetn^ 
log ftnb. 

Qi ift angenf&Oig, bc^ bei bct frühen ®tut§egeit beS 6teinobgeS 
bie burd^ ben fiek^ gebilbete ^üHt um bie junge gruc^t b€tn burift %xp^ 
fe^r leidet jerftorten ^rud^tlnoten einigen @^u^ gegen bie bann oft nod^ 
eintretenben 9iac^tfr5fte gen)a^ren \o\l, unb »enn man au(^ einmeAbcn 
totiau, bal bad Steinobß gro^tent^eiU, nam^ntlid^ ^firfc^en unb Kpci^ 
Cofen, aud einem »armen ^lima ftamoie, m ed cined fotd^en @^y^ 
nic^t beburfle, unemolfil bod^ oud^ bort bie Sl&d^te o\im^ iiemUd^ lalt 
fein med^ten, fo ^inbert nid^tS, anjunel^men, ba§ ber €^pfer,.ber IH 
Slnlage ber Steinto^Ienfl&tc fa fi^tb^x in grauer Utjeit för nnffre ^eit 
forgte, bem Gteinobftbaume eine Ginrid^tung gegeben ^abe, bie i|m in 
ben t&Ueren ©egenben nik^n foKte, n^o^in nac^ bem SBiOen beS ©(l^öyfarS 
dud^ bie in »firmeren Alimalcn cntfprunfienen SIrten beffetben einfl ;fle> 
langen foQten. SDiefe Sufid^t mirb no^ baburc^ befitartt^ bag bei ben 
$firfd^n unb Xprttofen, meiere unter bem ©icinobfie »ieber am frü^eßen 
Uü^en, bie @taubfdben fid^'^unäc^ft in einem eimo^d gel^enben fanften 
Sogen gegen baS $iftill l^in trümmen, ftc^ an baffelbe faß bi^t ani> 
legen unb bann erft oudeinonber biegen^ fo ba| bi^byrc^ bie oon htm 
JteU^e «ebitbete $iUIe um bie juttge ^rud^t gang gefc^lojfen mirb, »ftj^# 
renb bei Jtirfd^n unb Pflaumen bie Siaufff&ben pon i^ter JBafij^ ab 
faft gerabe in bie ^.5^e ge^rn, pber f\^ gleich ein SBenigei nadft o»^ 
biegen nnb um bae ^iftiS eine Keine Oeffnung .{offeiv barc| oeh|e «nn 
in8 dienere ber ^ülle (ineinfc^en unb bje jun0e ^ruc^t erblidten lonn, 
ja bagf niie man l^ingufe^en fafiii, tri b)m'$|Ifiüinen, Vie'UtiWbem 
@teinobfte »ieber am fpateften bluten, ^ie 'Surc^'ben ktl^ iitSii^itt 
®(ode um ba8 PftiQ (emm nid^t nur eine etmag mebere Oeffnuitg tä|t, 



M Im iMk^ß^, f onbern ontl^ eht SSknigeB flitffic x% m%M^i, ^ie 

fr {d^mtfiat'tQniiQediunter bet @(pt^e b(t fiiitgcii ^i«i|tteiMet. - 
2) flßd^renb bei km ^txrmb^tm^t, ^mi^nUt^ ^^^f^lOmiät, 
'^efAfjAlßlt (Wbfii, :]^t iki« ^trinob^ ci«r efaim ftaif ;imb -Qerobe in bie 
,%Utt fUfpafem ^Oflffd, ttr im^ *eü flSiififö^ >iltoellt ^ »Hb «uf ^ler 
f §nl^ '«isitt VMiblldii« etomo, gend^ntti^ ttmoB c^^0ii^>9M, tm 
6tctipfl|»tnl^ jgutUtttt. 'Um 9luiiiai^t'.|ieoon miu^imnr 'ging «bM 
>|tlm nOartni,.!!. ')B. I>ie HtonqmtcuMrelle nift ibie 4Bebi|q^'4inimlIe 

r0(ftt|ai ffew^ frt^ gu:lD:eiben, ible .2^ labd ber «oqfittomnrdfe «11^ 
ufill«^ (fit^l tM 12 i^ifliQe ^en, ionb tami üutfy ^^ufig M^ite 
.[g)]A4ie an tlM^tten HBtidlc intfe^n. JOiffelbt Stoomalkttiflnbctt^, 
^«0 hB SRMfMUfttitine ibi^ae gofainnienenDai^fene ^ticd^lel^pfiau^ 
mcn, $fir{(^en ic auf bemfelben ©tiele fii^ bilkit 

3) rObiftei ^ffiOMem be8 Baunte finben )fid^ iitonnH^ «ei aOen 
^takeBpiabcr.-^M^ (fa^ >|iift0: ^Dcftfeo, b. i(..iUine mortenii^iriid^ Jlult» 
•4«, flemuiic iktM^tet ^«elfi :fU^ii(W5nnlge i^^eni«^ imeU^e 

am eiottftiele uub meifl ba ftd^ ;9eÜkt)l^akR, >tnM bw itnjsm Slott» 
taub on^tai WM^ M oäitid^Iie^. SHefer(iiibtbnr4äl^i:iSQi:(anbcn< 
icm obcft^S^QlUi^.fDioie bni^ il^ie ^0i#ab<bnlbMl^Triimb^itaibiiiaMiu> 
:<fcniifl) ^ niüMwirlii^ bei nbet €la|fi{ieation ber ^ffhil^in ifiU|ti9«anmbm. 

4)'idaa^eiHrti| btt^ »nb itAgt i^npüliK^Ui^ m bm i«n«0n 

il^^, «Ainb tmititfbli^ imb fltttnaen ^^ iftfürrboS t gwl^ titi ge tt 

sIlN^ ««taMiiiiid^oimb littet ^w^^ ben ®onMnartiiib.;fid^ Aber bli^etten 

*4Mni<B:^kttfi)|«iiifi^|e0rtri^^ jja ifettftitieibtm antlidiiie^lH 

t4U«nbi(fU«nl|«H#m iUiRm:^(^iwl^^e^btd'^eiMlrfie6/ii^ fQgeniMkn 

tSMptet«»eitl/«Mrn.rniit i^nnSiäü^n te^ji^lril^ <et»a«ii9cte Mv. 

HB l^h bir-.imc^ teS"«tdn^fta8rMmentUt^^r fp0cmmnle i^nrilt^ 

< te<|CK, ^iMriM M bcin/Ae«iobfte Ammx inrftbeoSQiHMr^MbAUt^ 

*4nDfyeii {i((5«MoMeto «ünncn. :!San bum mmif nify onf %tm ttmic^ 

t|i^ i ^klieifni., tH6 ^aA'^IW' fUiiferm «finouiectviebin bei ^tebtt lp ei 

;f|U('J|ii4| ifrrrbcR ^iSfÜm :<infi AnboogcB «Idi^ r 1 a^bar i2)rJetM^ 

iflntektthi, $ia Aid^ titftmi 'itn^ 'M4 bau» Snulmge kngnttfilKn int'iine 

.iMb|e ^Uiiviill^ CdüHUngS' mnb Shri8iQs«ni||ett),i ntt^aüb bo64tefndb{l 

^ nur in felteneten gAQen an ben @ontmertrieben fd^ott > tinjeine 

»JMHOf TjUmkMK mmnUU^tf^ iber)insBbr»ta»^lhtp oat^ber SiritK 

•»1« eimwttiMcSntiMr^4MÜMi«4l^ «»«m^ ^M obtrfbflifHie 



M ZtkM M bem €teiiio^e Ui tiormalem SBtt^ aScuMlettt Sani» 
wtgt gmr gottldtitiig ha StiebeS ift, feUfi iDemt aitd^ (ivk ). S. u 
bea Mnncveii ^tnd^rtttl^ ber $fitf(!^en) oon t^ abioftttS bor gonse 
.^wig mir eifttl^eidtioSpm attnriMt l^aben ^oKie. 

Die Vbtin^i^t awifc^eit bm oerf(^iebeitcn Xrteit be( SteinobfifS^ 
bell füxS<^, Ißflaitmeii, ^tfd^en unb SprOofen, etfo^t bie 8nf d^oumig. 
19 ber SHoiur leii^er, atS {te fid^ burd^ fpcciftfd^ iteiisqeu|eii in Sßotten 
geben loffen« Skr onil^ nur bie Slfttter ber Sbtme biefer nier $m#t« 
OiKttttngen tc{e|en l^at, bo» runUU^, oft gfemlid^ lergfSmtige^ longfiülige, 
fttpfÜklaüV^lUI^ Sinrilofenblott, baB lange ^ f dentale, gOntnibe ^ßfit» 
{^cnblttt, bai run|lid^ ^ßflounienblatt k., btnn itld|t s»elfel^ft febi^ 
)tt n»el<|er ber vier obgd^ad^ten 6teinobjl{orten er einen 6telnobfStaint 
re<l^n foOe. Sill num genauere «j^ardterifiifd^e ftenngeic^en geben, fa 
^abta bie ^^nnalogen nod^ »eiter leine allgemeiner bnn|greifenbe ttnttr» 
fii^iebe auffinben lönnen, al8 ba^: 

1) ^ßfirfd^* unb S(|»:ibfen auffl^be 9Ifitl^ l^ben (burd^ einen 
gos} httf/tn Stiel f afi unmittelbar auf bem B^9I^ auffi^^b ; eine Vni« 
nalme l^ienim nuu|t nur bie Armeniaca dasycarpn^ Silben.), Räumen 
unb itirfd^ bagegen Ungere Stiele; 

2) bag bie Blätl^ ber Sprilofen unb fiftrfd^en einzeln flehen; 
bie Pflaume gnmr aud^ AfterS rtngeln fiel^nbe eUW^ide tteibt, mei« 
ftenS aber unb in ber großen Steget, ja auf mand^en SMnnten faft immer 
aus einem gong lurgen gemeinfc^aftli^en Stielenbe gmei Slfitl^ftiele 
^emortreibt, feiten mehrere; bie Mrfd^e bagegen smar b^fig aud^ gmei^ 
oft aber aud^ nod^ «el^rere, fo ba^eine 8 1 fit l^enbojbe entfielt, mobei 
Me ittrfd^ nid^t nur einen nod^ meit Iftngeren Stiel 1^, (äi bie Pflaume 
(einige eiujdne Sorten mit gang lurxem Stiele auggenommcn), fonbetn 
bei wandten Sauedirfd^narten, norjdglid^ ben Sä^meid^f etn, ber gemein^ 
fd^Iid^e Stiel, anS bem meliere »lütl^ nnb ^d^tftiele fid| ent* 
nHdteln, fid^ l^fig mtOHtt nerlftngett (oft felbfi Mt gegen 1 3oIQ unb 
in feiner Sftnge gern nod^ 1 ober 2 Keine eOtttd^ Mibet Ob biefe 
Serlingemng bed gemeinfc^aftlid^en StielenbeS geringer ober betrii^t« 
lid^ f ein merbe, imgleid^en ob mel^rere t^d|te, ober nur eine an bem 
gemeinfd^ttd^en Stiele fi^en bleiben merben, l^ngt inbeg fel^ non ber 
SBitterung bei (SntmidKung ber »latl^ nnb bem aSud^e beB »ou^ 
mei ab; 

3) bag Ue^^mmenfrad^entit (mei§lid^ bttuftd^, xK^ViiStem) 
Xhifle oft re^t fiaxf übergogen finb, ber bei bem ttrigcn Steinolfte 



«Mlettwi§. 6 

W^f V fcH^fl ^^ BommtvtAtU htx Räumen mit unbel^aatten Xricktt 
m Sommer M gutem fluttet mit einem feinen SHtfte lelegt fink, Me 
Sriebe ber S>ama8cetten aber, ma8 mieber bei bem anbent ®tein0l(te 
fe|tt, behaart finb, unb enblid^ bie 9fterblAtter ber Räumen in (»el 
mi^ei<l^ Xbfd^tle fld^ tJ^eilen, ober gegen il^e tDafiS l^in einen ter» 
IfaiOerlen €&gego^n l^aben, mftl^renb bie Kfterblitter ber itirfd^ unb 
S^rrttofe beten geoftl^nlid^ mel^rere l^aben. Se^tereS SRerlmal fc^nt wk 
iiÄcg ni<^ gong conftont, ba Uf an ben afterbldttem bec ^onmen 
om^ mitunter ntel^rere oerliingerte Sdgeg&^ne gegen bie 9)a{lt ^in bemetll 
i^c (Sonftonter mSd^e no<i^ folgenbe, bei Unterführung ber 81ät]|en 
Mn mir unb «nil^ f<ron Don i^m. Dn Siegel &. 58 feineS 1. ^ßflanmen^ 
l^efteS bemerHi^ gemachten Unterfc^iebc fein: 

4) bei ber ftirf^e, fobalb bte »ttt^e fld^ gang auffc^tie^t, fd^logen 
btc Jtelc^auSfcInttte fid^ abnnirtS ganj gurüct unb legen ft«^ an bie unter 
i^nen fi^nbe itetc^glocte an, m&l^renb bei Räumen fie ^<fy mel^r |orli 
gontol legen, bei ^rfd^^en unb SIpritofen bagegen meiftenS felbft bk 
^ocigontale Sage nii^t erreid^en unb nadt> bem Sbfidlen bin: fetalen ber 
aUt^ f elbft etnxrt n^ mieber in bie i^b^e rid^ten ; 

5) bei ber Pflaume, ^rfd^e unb aprltofe faden bie &|uppenbcr 
8Isit^tnof|>e, fobalb Ue »Iflkl^e M entmidelt, ab uttb ber Stiel bet 
Slfitbe fie^t tal^I; bei ber ftitfc^e bagegen entmideln eflld^e Sc^uppett 
ber itnofpe fid| blattartig als Heine unDoOtommene Sl&tter, bie an ber 
SoftS beS eiAt^fiieleS fielen unb erft fpftter nad^ mel^reren SBo^ 
nerborren, fo ba^ fie gur (httmidlung ber jungen grud^t beigutragen 
f^nen. 

Sbul^ fd^on an ben Steinen ber nerfd^iebenen <£laffen beS Stein« 
obfleft finbet fld^ ein merltid^er Unterfc^ieb, unb mirb man fie ni^t mit 
cinonber Dermed^feln. S)er Airfd^en« unb atpritofenflein bot ^^^^t g^* 
Ud^ glatte Sadfcn; fener ift bicttadig unb ^at ftumpfe Sifidententen» 
bi^er ift flai^badtig unb ^at fd^&rfere Kfid enlanten , unter benen Me 
SNttellante ^uflg flatt unb fd^atf Dorfieljit. S)er ^{laumenftein, ber 
anc!^ in feinen (Beftalien meit me^r oariirt, fo ba^ man oiele Räumen* 
orten f d[|on an bem Steine lennen fann unb eS gmetf m&gig ifl, fi<l^ eine 
Sammlung oon Steinen ber nerfd^iebenen 9$flanmenarten angulegen, l^at 
»fc %Mi fo iftene, oft giemtid^ rau^e Saden unb fiftrtere, oft giemSid^ 
fd^e 8lflden(anten, unb ber fe^r raul^e, tief gefurd^te ^rfd^enflein 
bot mieber fhimpfe 8tfid(en(anten. 2)er Stein ber ^ftaume* unb ^rfc^c 
IM aud| auf ber ben StAdentonten entgegenftel^nben eoud^fette eine 



6r . 

^tlid^^ bete» Wftnber Bei' fcen ißfloiBmen ISufig: gtonUiff fl^f gefetlfc 
ftfAr, M> bec $fivf^6 bo^enr ftavle iitib fbumf^ gerinibete: ftecBen 

Stjiiii; iMWiiDO' 08 ftbev 2Ni<<^» ^^^ ^^^ c^f^ >^# l^i^ %vwBih^\ 
giCrmni fam. £er lateini^e Käme ber 3(pttfof6ti md^ ^ «uf 9«* 
intfikii, ber bcf $ftti(|e oiif $etften^ bev ^aumc auf tXmatiiA mib 
b«i^ Aii^ Oiif (Serafuirt hi ftUitiofteu , Don im ber Xsliimfil^tor inm 
cvfitijl' 74 D0t dl^o ben etflm ftirf^enbaimi ttt^ 3taUm btat^üi 
€8 ift inbefiir «nimtelmni, ba§ bfeS nuc ber ©mterfiff^tniNiiun mnv 
bm^ «Wim er' om^ |e(^t ia unfem aB&tbetm ebenf gut »Uft »Ad^t aiS< 
ber loilbe ©ä^firjc^enbdum , bie Sotanitet bo^ ald ritt €lartfagao5i^ 
beiiwi bettttdMeit unb'PniiMis G^rasiis tieiumii. SBle faibc^ gong fidler 
uifeiM; ^lel^e (@^or|b«fnt) unb rno^t nii^ meldete utan» i^r A^m* 
lUKr,. obet wetiiget ebb ^au^n ein Urerjeugiil^ ^Deutfc^tonbd jinb^ 
nwliti tul^ Fnums iBsititia ge^iveti nHc^, fo ^n ttnigii tt^tontlnr 
a«4t Wgetiymnmt^ bog bev toilbe ©ftgtirfd^beiu» (Promis aviom^ 
unb bie toilbe Sßeidd^fd (Geraeiis intennedia) ttn Um|Migiii6 unllßtet 
fBUiUK. \am, unb |at biefe 9nfi(|t neuei^ing.^ ei«« inct(»dfbise Sei» 
ftitiflUiKi er|«(ttm 9la(| ftiier dmi $vn. i^omi 9M SRifcnfi^^ onft 
QifWMiriKVn im @ept 1858 bei ber SEkrfammtung beutf^ ®ilf(I^U|tl» 
un^ attterl^umSfotfd^ec )u iBecltn nofgetragepen X^anblMlg ibtx btac 
ii>. ben. tvotfenen ^a^^n 1867 unb 18&8 im 93obm{M Ml«JMrIe«ten «)% 
atttfi* Sßfa|Ibauten , bie n^ dim, »oS b«rin aufgifitf^ben iDurbt , «ft 
einer 3^t j^errul^ren, n)o bie S(nn)o^ner beS SBobenfeeS mit ViaaMm< 
1^^ fiftnjHi^ unbermnt maren^ ^aben ^Uff^ in blefcn gtfoKlKitni» non 
biiiin «an fd^lieien mng, bag {ie bur<$ ^wc jrrftirt motbin {}n)^ putift 
4>aufat nerlo^er ^üd^te, Werfte, VMiytn, <ett^e(n« twb aud| nmc 
J^^Mlemen (efunben, fo ba| man bort Kirnen \l)OKi fri^ lange nmr 
SnfuUui i^eiten mu^ gel|abt l^ben. 

S>ii ^uBgmetfc^e nnrb auB bem n5rbli<|en %^m yi on» geEornnwa 
S^, ba baS SBort B»etf4^ in oOen fUnifd^ $9va#en Tl* fi^i^^# in 
UtMiam unb ©lavomm banon gange SEßitber e^ftiirn foHen^ um)^ fie nii# 
JCcntfdgtanb om (Snbe beS 17. 3a|r]|unbertS bnt# ntftfttcinbäetf^t 
@olbaten in nettet4anif (|en 2)ienfien getommen fein foQli bb MB SRma 
3i9elfd^enftctne mit nod^ ^ufe broci^ten» 

S)fr SBaum bei 6teinabfte» bleibt im fUt/mk^tf$ 1M»t, ot» botr 
beB ftemobftei, mirb au4 ^4^« mi^ ^ obg^ba(^ niel vafil^erMi 



\ 



8f«rtrft*<«fc fc?^ *^<rt^^«& iildfet ^ alt ©(luerBrfdJftt unb dWc ^au^ 
niqi^ ^om|nf q in/;i|b^d I(uim fibcr 30 3^§ve ij^red 3(lter8 (litiaug ; ^fir« 
fdJKii . 1^ Sji^rilpfeii l^abeti, bjefonbeti» n(id^ bcr i^ncn gen)i|n(id^ gu 2:^eit 
VQ^enjö^. ^6^!)t)^q8 unb bur^ \Ajt bei un$ il^nen oft oerberblid^en 
.SS^V^ i;ie,l^.e|9^ ng^ (Atgere &6enSbauer, unb ^auptfac^Iid^ nur ber 
€ä^Q^tefibfi!Ui9 erntet in pQf[cn^em 93oben eine anje^nlici^e @rö^e 
vafil^ lagere i^^eboucf , unb b^b^ i(b bereu jetbft bei 9tienbur^ nid^ 
nifi^ge fieff^üti bie im Stamme bie 2)i({e eineg 3){anned Ratten, ah 
^^. wp\ Umf((ng ber Rrone eä ben ftärtflen älpfelbäumen glci^i tl^aten, 
xn^ ß(||ct menigftend 80 St^l^re alt maren. Sluc^ $r. ®artenin{pector 
!^^ t|eitt mir ein Seifpiel eine^ ^u^ttrfc^enbaumeg mit, oon folc^er 
^Bff ba^ W^ ^it dauern 3<^^U für 4d f[. j^lrfc^en bqoon nerfaufte. 
— (^. ift bo^er qoi^ftgltfl^ bei bcm ^teinobfte eine jeitige unb perio^ 
MM^ ^erjüi^gung be8 üBaume^ not^ig, inbem man, fobalb ber Saum 
ii|i SBif(^|e ju fe^ nac^tagt, [tariere tiefte nad^ unb nac^ (nic^t auf 
^iiuiu^, vfüi ben £ob beS SqumeS nad^ fi(!| )ie^en fSnnte), befonberä 
loenn SBaffertriebe on bemfelbett ^eroorgefommen m&ren, megnimmt, um 
iungie, Ik^ mi^ empor^pacblen }u laffen. Sei ber ßirfd^e, bie auS 
a(^ ^Ige ^toer ouStreibt, l^at baS bie meifte 6(!^n)ierigTeit , unb 
mt f}^ 9^ ^^^^^ "^4 ^^ Sßei^jeln auefül^ren« 37lan lann burdg baS 
Senjyiiiigen bie fiebengbduer beS ffiaumeS merflidj; Derl&ngern, unb erbSIt 
iftg^cU^ tpieber ^ine. junge 0rü<^te. Pfarrer ^ofinger ft^rieb barüber 
eifie^{^e@(|rift: i,2)ie S^erjüngungelunfit ber CbfibSume/ Sin}, 1833. 
Uifter ben Brautzeiten ber ©teinobftbaume ift DteOetclZt bie fdgtimmfie 
ber, fHtrjflu^, un)^ unter beti ^nfecten fc^abet i^nen mo^l am meiften 
bie. 9latttau9, bie burcd ^tx^litn ber jungen i$:riebe gleichfalls ein 
6tp<ten beS @aftej( l^erbeif ü^rt , melc^eä leicht ben Stob nad^ ftc^ jie^t, 
vien« glei^ aucb burd^ mehrere ^oiftt l^inter einanber mieber^otlen 
9b(upen|rai oft ^i^an^ungen von ©trinobftbäumen ju ©runbe ge^en. — 
S)er ^argfUig entfte^t tbeitö burd) SBefc^dbigungen be8 Saumd burd^ 
%tik% no(^ ipeit ifter aber l^abe ic^ i(n in ^t\%txi unb trodenen ^aj^ren 
entfielen fe^en, mq ^i^e unb ^\mt ben @aft gu fe^r oerbicften, ber 
b^ in ben i^^dgen ftocfte, unb |abe icb fomo^l frflbet, al8 no(^ 
nridoev in bet( trocfenen ^a^ren 1857 unb 1858, namentlich nidjit menige 
grctfl^ ^rfcbbdume gefe^en, bie baran ab^eftorben maten. Slud; im 6om« 
met 1859, »0 wir im guni unb 3uli roleber 6 SQBot^en lang ftarfc 
©flne. unb ^fifte Ratten, brac^ mir an mebteren nor anbern trodfen« 
ftf^e!|beii, feit 3 3a|ren au^gepflottjten jungen Äirfc^« unb Pflaumen» 



SUDBSic IUI (mikfrtcn mm Slcfldi mS. Ofe cS ^^*ni Omf , Mm 
AUDI bk traott (Stdit mt luqfcs SSd^mi unotcfdl wA UcfeM||Ut, 
lok angrnit^ ift, bcjiDdflc i^, imk mtb Mc8 baiwii cB^bigcn, lA 
ber GtUflOR bitr4 fciac Stoie imxfQ4 (tnMd Stierffi^^ ctofongemlnni; 
fottB aiu^ nul^t ^fen, vom brr Gd^oboi aOgfvriiicr {ooorbcit tft 
iS^ tarn cd ^ftti| bif Stinbe bcd StanseS iwrftd^ Vit go^brii^ 
Mi aufs i^I) ge^mbcn, ober nü^ lange in ginget £iiik fortlanf cnben 
^finfc^tttni 2^ vtx^tlfta, um bcoi oerbktteii €aftc SniiDege }a bc^nm 
unb neue junge Stinbe gn etjeugen, ober venu ber €i|tbes irtlk^ ifl, 
ifp rem iDeggttf ^nriben , mobet man angerol^ ^, bie Sunbc mit 
€aueramp^ anäjurriben unb bamt niKl^ mit ^^, SaunraNul^ k. ^ 
uberftrrtd^en. J^err £iete in Qitbts^^nm tSfyoBA mir al8 irrobateS SRUtd, 
namentU^ bei Saumfd^ulenftämnicn von itirf^^ bie andere Stinbe nm 
bie f4^abl^fte SteUe, bie \U^ leicht abjie^ \i%t, rorgyrar^men nnb 
babei gu unlerfu<|en, mo bie fnui!e @teÖe eigentliil^ ft^t, ba ber ^org« 
fln| gen^S^nUd^ erft etmaS tiefer ^erab auSbrid^t. 

@egen bie Slattlöufe ^be i^ bid^r bei jungen Siumen vMl^l 
burc^ 9ßaf(^u ber ^aodqit, ober nac^ oben gerid^teted Oörflen gegen 
bie auf ber aubem ©eile gegeuge^Itene flacbe ^anb mit ZdbaKIaugc 
ober ©eifeumoffer geholfen (am beflqi oon brauner ober grüner Seife, 
mo einer grmi^nlic^en SSaf^lfd^ale ooQ SBaffer, bie gut 2% SBetnbous 
teilten ood SEBajfer fa^e, ein mä|tg gekaufter (^löffet ooll braune Seife 
beigemengt mürbe), bem ^ftrf^tnbaume oft fd^on bunb mieber^UeS 
abenblid^cS ftarted 9tagf)ni^en aDer Bmeige mit ber Sraufefpri^e. 9tod| 
beffer l^lf ein red^tjeitiged Sbfc^neiben unb g[ortfd^affen ber jungen mit 
Slattläufen befehlen 3;riebe oor ^o^nnid. ©egenmartig ifl burt^ i^m. 
©erolb In SBien, ber auögebe^nte ^rf(^enpflanjungeu befiftt^ in ©ei* 
mengung oon etroag Quaffiabecoct gu Seifenmaff er , ein "SRititl gegen 
bie Slattl&ufe gefunben, bag gang fi^n unb rabifal gu ^Ifen t<i^eint, 
unb menigftend bei ©palierbdumen unb nt^t gu großen ^oc^fl&mmen 
f(^on mittelft ber Sraufefprtge, fomie no(^ leichter in ber Saumf^ule 
angemtnbt merben fann. 34l ^^^ ^ nm^probirt unb fd^eint ed nur 
barauf angufommen, bag bem @eifenmaffer nic^t gu menig Quafftabecoct 
beigemengt merbe, um bie Slattläufe fd^on burd| einmalige Slnmenbung 
fieser gu gerfioren. 3^ einer 9Baf(^f(^aIe voU Seifenmaffer (oon ber 
ubgebac^ten Beugung) gab ic^ eine aibfoc^ung oon faft 1 8ot^ (altei) 
^emic^t Vsa $i^0 C^uajfta^olg in etma 1 SBeinbouteiOe ooS S^affer. 



hierin toui^te iify Doti meisteren jungen ftirfd^BSumen unb einer Slpfel^ 
ptgitamiit bte mit SlottlSufen liatl befe^ten Spieen ber triebe (maS in 
bcr Oomnf(!^ule fe^r leidet ginge, n>enn man fUt ein flad^eS ®^&% mit 
«bicm i^tel rnad^en liege, um baS @e{fenmaffer batin fortsutragen), 
l^fft fie einen Sugenblitf barin fiiO, bamit bie glfifftgleit ge^Srig uberal 
l^btinge, unb befinri^te bann mit bem Stefte mittelfl ber Sraufefpri^e 
einen fangen ftarten, im testen ^rft^tinge verfemten, flberaO bid^t mit 
SBtattliufen befehlen ^wti^ditnianm. Säfon na(| einer @tunbe fingen 
Vk Siottlfiufe, befonberfi an ben eingetauci^ten Slattern, an eingu«» 
54^mpfen unb maren nad^ 24 ©tunben fämmttid^ Dertrodnet, morauf 
fealb neuer SBud^S in bie ^xm^t lavß. @8 gefd^al^ bied gegen Slbenb 
bei ttocfenem Skiter. S)ie gleid^e Seimifd^ung non Ouaffia gu fafl 
teppelt fo Diel ©eifenmaffer Ue§ aber einen Streit ber Stetere leben, bie 
fi^ n^ieber au^^breiteten« Xrie ftoften für bie obgebad^te ^Arlere SRifd^ung 
belonftn PdJ auf etnm Vai S;^it.* — ©ei einer gr5§em 3<*l^t ftatf be* 
b«fteter groger ©turne mirb inbe§, gumal bei ber unglaublid^en , felbjl 
<iqS ben atad^bar^&rten immer roieber^^retrutirten Setmel^rung ber ©latt« 
finfe, andi bied SHttel nid^t immer auSful^bar fein, am menigßen, 
menn bie ©lat!{au8 in ^otge merKic^erer, nod^ in ber ©Ifit^egeit ringen 
iretener ^^ifie bie ®teinobfib&ume fafi unoertilgbor Sbergiel^t, auf xoüä^t 
SBetfe nod| 1854 unb 1855 f^r viele Jtirf<9enb&ttme gu ®runbe gingen* 

SDie 3^(1 ^ Dorl^anbenen @teinobft (orten mar bis auf bie neuere 
3eit Derl^filtnißmagig fel^r gering, unb IJat flcft erft in biefem S^^^^un* 
berte burc^ bie Jternforten ganj betr&d^tlic^ unb mit red^t nieten treffe 
lii^en Sorten nerme^rt. SUtan fe^te baS @teinob{l neben bem ftemobfte 
immer etnmS gurudC, na^m eS in pomo(ogif(^en tßerten nur Vurj unb 
mel^r nur nebenbei mit burd^, mobei bie ©efd^reibungen ber ^rfld^e 
^fio unnoOfommener auefielen unb bie ©ermirrung ber 9lamen meit 
^9§er mürbe, alS bei bem fternobfie, jumal efi an aHtm fid^ern ^nl^alte 
turd^ naturgemäße Spfteme fehlte, mie mir fold^e fe^t gerabe bei bem 
€teinobfte am meiflen ^aben« ^an mug bal^er fe^t dUere pomologifd^e 
Sßerfe für baS ©teinobft noc^ meit mebr atö antiquirt betrad^ten, mie 
in ©ejie^ung auf ba8 ^emobft, unb ift eS feltem non einigem (Srfolge 
ober Stufen, mit literarifc^en (Sitaten ilber bie @teinobftfrü(^te über bie 
neueren SBerte, namentlid^ oon 2:rud^feg, Siegel, unb bei ben $ftrf(^en 
am meiften Üntoine mit feinem prad^tvoQen ftupfermerfe über bie ^ftrfd^en, 

* 9^a4f4rift: fie^e jebo($ einen toeiteren Xuffat Aber ni^t immer ftc^ere 
ImDenbnng biefeB SRitte!« in ber SRonaiftfi^rift von 1860, 6« 306. 



4A dnlciiuaii« 

l^lnauSgug^^en. 9J?tt^ij kflcf wir S:ru#6. JB^rrdbc;. j» \t\tm l^tfj^. 
Toerte g^elef en j^&en, um, ti ^ml&n^Iic^ }u ettenn^ti, »tt qiaiiaclj^tt i^, 
&Ueren IBefc^Uuiiig^ti, nvi SJibbilbimgen von ^teiitoift fbib, ^amnpt 
lid^ TD£i{et ec oft nod^ loft. QjÜ^rflddSiUc^ uifb i|:^{, bje O6j(6ef(i|i:eil^u^0(j|^ 
Don 6|riß, t§eiU burc^ äi^arfc^iKlUgeett^ ci^^ eine. Sorte g€||drig gcpijifji. 
toar, t^eilä buiid^ fx^^i. 9t^i)\(fyxtibta auä ^üd^, ob^r ^n^^ff 
fiiur neuen gonj irtifle^ ^fd^reibung burc^ 3#n^Q!<^{d|meIiea qi^ 
terer anbem, angefertigt feien« 90n n^efd^eoi ge^Ia oMd^ $U|Q^ a!^. 
gana frei blieb, o^f^ügUc^ toetin ba8 ^pionat&J^eft be& ^eutf^eo Obfitf 
g&rtnerS uicber fettig tu^b g^bmctt fein mn^te« ^S qür|t|^ bf^l^i: ^üli; 
bie erllariutg gerec^ftfertigt q:f d^ieine« , iff.i bei be;«, nod^folgemite^ ^, 
fd^reibungen Don @teinobftfiu4tten ^aupt{d(^U(| nur baim ä,ltfrc; ^^^^ 
citlrt n)erben foKet^; n>eqn man, ^ittrelc^enb gemig feintann, ba|b(^^ 
bie re<!^ie Srud^t beS fHaxxm^ bcifc^rieben ober gut obgebilbet fei| obep 
nenn ^^rung^ in ölteten SEBerlen mit @rf olg^ fi^ AufUären unb l^en\fr|- 
bar uiad^n laffen. 

9m^ ouS be^ Suiilanbe ift ba menig Sid^t ju l^Icn, ui^b miqmn» 
ti<|ttg ). IB. bie ^an)0feiF l^re JCirfcl^enforten benannten, mu| i;{an b$l 
Slrud^fel Seite 428 ff. bei bjer Boyale unb an atiberen Orten nf^l<fffjK{^ 
— (Srft ber Sret^erc %m<^'^ oon SSBe^l^aiifen , bec auf feiner Xl^f^r^ 
bürg in 3r<(.nfen fafk %flt ((ud g)ei(t{<^(anb, i|nb, \(^ ipeii eS i|Bt tn&giii^ 
n)ar, felbft au8 bem ^ufi^anbe ouf^utreib^nben ßirfd|en{oTtcn perfaqunelt 
l^atte, unb, biS ev bei june^menbem Sllter erblinbete, ia a^d^ H lU^^. 
femer, fo niel eS mü fresiben ^gen ntSglic^ roar, mit »a^r^aft muft^;^ 
iaftem ^leige fo bie aüumi; ^ie bie Srü<bte ber i(irf4en ftubirte, bA8i 
@^ao§ lic^tenb imi^ orbnenb, tnobei er an $fan:er $eim, beitt ^eraif^f 
geber bee Stru^fe|*)4^en 4tirf<$eiin)erfei$., gule^t einen au6ei;ori;ent(i($ ^^ 
eigneten ©e^fllfcn tinlt SJei^anb fanb, — fo wie^^rr Dn bieget m 
©raunou, ber ganj ©ifld^eä bei b(tn ^flanmen geleiftet IJ(it unb ff{n 
JJSerl nod^ felbft orifnen timqte« tnuffen at^ @runbleger in rid^tiger fiennff 
nig ber gSflaunren unb JCirf(|^a ^etrad^tet n)erben. 3Röd^te bie ^ud^.tj^ 
1^4 }tt geigen unb 9teue9 »u' geben # n>a8 battn oft eine Zeitlang origff 
flaunt toiii, nid^t bal^iif f ü^ren^ ben gelegten naturgemäßen ®runb ipi^ej^ 
gu nerlaffen aber umgiifto^ep 1 ffiir unfererfeitä red^nen e8 un8 jur (S^xf 
unb gum befonberen ^bie^i^e an, 0rett bei ben vofi i^nen entworfenen 
naturgemäßen ®9ftemen gu bleij^en. S)en von biefen beiben aRftnner^ 
in ber (klaffe ber Jtirfd^en unb Pflaumen aufgefteaten S^ftemen tann 
man, als ber ^atnr q^tx^t» unb bj^ ©t^bium bex ©ortet} 9fi}[^}l 



It 

cf|fcU|ta«fc}.aidibbal( .UM 9pHmm cntmairfinci tipb-in fetefm B^ j«ih. 
duieB flaMMlt 69fl<m ttt>< Uc. 13 ji«^ oa Ue Ciite. teQeit, boS 
Mft ^Wi«f4M< tfofPicifll, jt ttod^knn barm jj>a»t »oru« okr flKatt i^e. 
baft Sldji^ MOb CtiiBi aUüfi» »her niit tamfitte« nerpi^f«) ift, Ua 
eiiani.gm»|ft »faei; IMw 9UU|eB |abn, «nb bcna. SMAttor MIlnlM'. 
0btc mb) Siflfn na^^ fnk. S^in .StitteM^ in febifm ^«tblu^ 

Sie «pribffc, ttcHle f^ ZvnieM i»^ 2 Uk^fawgm n$i8t hm 
f ftfim. «b» bbteti CefilMuif« btli Ann« iobm 6t«iae vumSH^, »fl> 
Mft ii^ bM tingifle ««|g(f»ibtBt fi^^ UaM^tMin|«m^clNft( i^» 
«MtM ii«|i «af bm, f|)onaIiDtcn, bts i« bcn mxxmvt bor au^ H. 
bM» 9>l#b itfiMtbfaigB ft|r )i|lT({i|, flntwtbnw«. Sftrtm a^ 
anb Orbnung bcisfien foO. Sft baS ^toeret, aU bei Stix^n, 

aavaiftglii|. fü« bitjNB«» ^t" «i^t jel^ oufle^^^« ®v< 
|a QMota. fiB|iai> fa.«aiibe i« aiit Bu^Üftat^ k» ^rob»* 
iaiBlitit ^mtaoQUi, ber fi(| bm Sfbett 
«MBbv ba|. oatMlTitac ftfo. 



-r- 



9» 9%m#«en «aiK 1^ «if. baijinttfie. Scgut tea»mi<ifa aicTbea^ 

ia. bitf(r.^M<> 1^> ta tat ^inicttungm )v bea Xfinfe^a nah 
«Mraafllfatfc i^ «>* #nb lUf iNit«fä#t^ tmi: tif<^ tkH^t, bei bm 
€Mafifeftft ba i mb t ci soribaaneab« Vvfbriiti nfi^ sil «lUtvta, f«nift 
(iai0i aicnit^ at^sa^tai, bte ia b<a tinivitwngsn )a bon ftwaolfte 
ai4t K^ cliMm fM. ft» f(|(int ^t^iil erratlm« in liwr oa^ 
filr ba* 0lft6n« fhibOTaai lefümiMm SEBineaf<iMt ituaftewibtiitfe fo oi<l 
aii« avr iataieomAgltd^ p ammibtn^ ynb li^bw «it (in «a«? 
IftMMa «i|r «IftaKia aarft^M«! }» \ttm> »<4 ^<(6 finro ituafi« 
PHSknd, mm mt^ timi t&qßt, ^jim 8«f48t ninben tiiinea. 9W 
fiab iak<|Jl«ifiaa»M)(te atit i» txnaeibea. 

d««*4ft fiii INMir »Ri|IUai66(8(iffe. 

OI«t «ab! antft«. f>t» (i^tige «<0il^ baa»«, tai«! ui^ baS. 
4«nbM. ilitniitaM^ tfl o|nf Smrifit, boft «an W «ian gpa^t obfr 
ciiM «latta aatn ttkc eofis anM. oben (auät aiobl Jtoof . esUtt 



12 (MtttcHitt ffiri^tr 'HttHftiniMMEMIw * 

•genannt), miH^in bie entgegengefe^te €cite iftf wo MUt ICetnoi^fntd|t 
bet fteld^, bei bem eteini^bfte ber etcmpelptmlt, bei bem SMitte bk 
6|ri&e ift <S8 gel^t ittbe^ nid^t nur bie SorfteOung beS fßott» ge»5|m 
lid^ bol^n, hü^, »ad an einer ^ruil^t am Ooinne obec an einer aitf 
bem 3:ifd(ie aufflel^nben %m^t ber 6rbe fUl^ gumenbet, nnte« |u nernicn, 
unb fo g. S3. bei einer anf bem ite^e ftc|enben IBim* ober Spfelfrud^t 
bie ©tielgegenb aU ohm ga begeid^en, fonbem eS l^oben felbft ^no« 
logen biefen Segriff aboptirt, befonberd (SfyA% nnb beftnirt fdbft £ru($s 
teg: „Oben l^eigt bei einer JtirfdSie berfenige £|el(, mit vetd^em fie am 
Stiele ^ngt, unten ber enlgegengefe^te, ber nai^ ber <Stbe bin fidft 
neigt.'' gRan foOte ba^er lieber ftatt biefer leidet migoerfUnbli^ KuS^ 
brflde fogen: nad^ bem @tiele l^n, nad^ bem ftdc^e (Stemfietpuntte, 
iCo|>fe) l^in« 

@ro^ nnb (tein, tur}, lang, biet, bftnn. 3m SKgemeinett nmg 
bie flnf(|anmig oieler @ortm in ber Statur felb^ borüber eine fBor« 
fteBung geben , unb l^aben bie fßomotogen , um biefe relotloen begriffe 
ttmaS mel^r feftgufleden, fid^ bemfll^t, 8&nge, Oreite, tMt einer Srud^t 
nad^ 3<>0magen anjugeben, menn gleid^ nad$ @tanbort, ftlima, SBud^B« 
laftigteit eineS SaumS :c @r5Be non $rud^t unb Statt fel^r oariirt* 
Sei ben ftirfd^en inbe^, bie feiten aber ±" S)UTd^meffer l^aben, au(^ 
nad^ ©tonbort beS Saumed unb3a^re8»itteruiigan®rtiefel^r9ariisen, 
ift ein IDtag na^ Sinien oft laum praftifc^, unb nennt man bei ben 
Airfd^en f lein foli^e i^r&d^te, bie nid^t oiet groger finb, alS eine milbe 
Sogettirfd^e, bie al8 fel^r Hein betrod^tet »trb; fd^r gro§ bageget 
itlrfc^en, bie über 11—12"' im 2)uc^effer l^antge^en* — 6o finb 
fe^r f leine. Räumen bie, meld^ einer @elben ob«: Orflnen StirobeOe 
<tn @r5ge gleid^en, unb fel^r grog, bie ^ unb baritter meffen, mittel^ 
gro^ eine ^auSjmetf^e ober (Srope Steinccfaube. -* 2)en @tein einer 
itlrfd^e nennt Strud^fet groB, menn er bie ^Ifte ber JCirfd^ ober etmaB 
weniger aulmad^t, fel^r tlein, menn er weniger all ben ^n S^r 
ber iCirf<^ audmad^t S>en Stiel nannte Srud^fe^ fel^r tur}, menn: 
teine Sfinge weniger ober nid^t me|r betrSgt, afo bie i^i"^ ber Jlirfd^, 
lurg nod^, menn feine Singe geringer M bie bo|»pdte $59e ber Rlrf d^ 
ifL ®d mufi bemerlt werben', bog wenn bie S&nge bet Stiels bei ben 
i(irf(^en nad^ Wagen angegeben wirb, bei ben)enigen Sorten, wo mel^« 
rere ^rud^tftiele au8 einem gemeinf4aftfid|en nerUngerten Stielabfa^e 
m entwideln unb fo eine Slütl^enbolbe bitben, bie Singe beS ge^ 
meinfcbaftU^en Stielet ni(^t mit gemtffen wirb, f^|i wenn an biefem 



Crittnott ■ JM iwM f iMi l iMi h riiii 4tt 

msr cte^ni^t fitKn^diMctt »Ire. Slait fugt b«im nur: berCiiel 
^ cimi Hif<|. — S>m etiel einer ^fUttme neitm Siegel titr}, 
mnm er Mnen |aOeii ^^S mij}t, fcl^r long, tDenn er 1'' utib ba« 
tflber SSnge |at Sei ben Slftttern tiemiter mittelgroß baS Obitt 
bcr 4>anl)iDrtf^e mortMU^ gvog imb Hein fiii^ benimmt 

ffötgetartig. S)iefer SuBbruif lomitt Bei Itirfc^cn Dor uitb U^ 
bdttet, ba| vM^jk die gr&l^te oitf bem fdamat jugleid^ reifen, fonbem 
11^ gbi^^eitig reife, iM'^reife mib faft 1104 graue S^d^ auf bem 
Snitme ^ben* ffiid^ biefet iii!gleiil^)cit%e Steifen ber ^^le Iimmt^ 
ifi nod^ ni^t l^inreii^enb edttct 1860, »0 bie »Uitl^ ber Jtirfc^ 
cr^ WB^ tbifang SM eintrat nnh mfcft neittef , fo ba| i^ tM^ be^^ 
merfte, bft§ mon^e BUtl^ erft fpftter nod^ gelommen miren, reiften 
viele Itirf^enforten folgerartig , fdbft mand^e , bie eg fon^ nii^t tl^un^ 
(i. 8. Qro§e fft^e Vlai^||tir{4e, Settenburger \i^t» ^i«tirfd^), nnl^ 
nn SorofcS Slallirfd^e l^atte ein 8' langer, fel^r DOfl fi^enber Bmeig, bei 
bem ^ ein f^iMereg fbVUftn vAÜft mol^genommen l^atte, nod^ gmig grflne 
itfaid^, als bie meiflen $fM^e anf bem fbmmt fd^n tiefer rot^ »aren^ 
nnb f ftrbten bie ^rfi^te biefe« 3»eigeB {leb nm fafl 14 Xage fpater 
«It Ue gid^o^t ber ^räd^e auf bem anume. 

Oand^ nsA Räifen. Sei ben ^ßfhmmen rebet man oon Sond^ 
nnb Stftdfim, mib moDen mir andü anf bie Jtirfd^ biefelben SuSbrAdEe 
anmenben, ba man eg natnrgem&| fami nnb fie begeid^nenber «finb, al8 
ber non Xmd^feß gebrond^ SnibrndC : nont nnb hinten. — SSSaS Sand^ 
nnb Stfidhn fei, eriUrt fU( innSd^ft am befien am Steine ber ^tnd^«. 
S)en|enigen S|eS beB CteinB, mo er feine breiten, balb Rümpfen unb 
f[ad(en, balb ftirtem ftanten 1^, nonbenenbie SRittettante l^&ufig 
ftMer ober fdbft f d^ vortritt» unb gmifd^en benen ft^ mel^rere Surd^en 
beftnben, nennt man ben Kütfen beS SteinS, ben entgegengefe^ten 
S^I ben eand^, »0 pd^bei ben ftirfdftcn mit fel^ geringer SBerfd^iebeni^ 
^eit f«^ immer, nnr eine ttnlenartige, »enig oortretenbe ftante, bagegen 
bei ben 9Panmen mit me|r Serfd^ebenbeit eine bof^Ktte, ^uftg etmoS 
gegadtte ober gderbte itonte, ttnb)wifd^en biefen eine Surd^^i bie Saudg^ 
fnn^e (and^ Saud^ne,- nnb bei v. @unberobe unb 8otri(^fen ^htx^ 
rinne genannt W finbet«. Stelle ^. 1 ber angelangten S^rmentafel, 
bie ^gnr eine« ^flaumen^einB, mo bei a ber Qaud^, bei b ber Küdten 
i^ — So ^dUglt wm, bem entfinred^b, aud^ ber Aber bem Sifldten bei 
eteini liegenbe Xl^ ber ^gtvOft beten Stfttfen, bie entgegengefebte 
eeite ber 8tni^ Sft bei ber itirfd^enf irn^t 8and^ nnb Stftdten 



114 

*4Ulgetiii( mirlgct ntatttit, idtt bei 'Im Iß^MHen, tfb kirt «tat M^ 
'lalb fe^tr Mc^fl tettMi. lekiteo, mim iim^:d9lg|M( <we Mi^i^ ifo «Mit 
«liKliiciBtt , ba% «an >firi|l, itfo bie SUdMaaMi lM«ftiii« iOip/x^ 
IMx befitfh >bie 'JtM^ W tamer mi ßdtfflcit f&MB gebdlM lift. 

tDerteftige 'Shii^meffer %er ^tn^t vnb »eS^Gtand, Itr wm Wkle Mft 
^tnn 6t0Rt^eIpuii(l« ge^, ift bie S&tt;g«, (tin^ $AI^ ffsiittiiit; bar%iiA$ 
ibavttt unb Sttttm feur ^tiai^t atib bed eüetatt ^»biiT^ Qi^rthe SDitoi^« 
'Wff^fr «fe »weites tiUblwr mf MeM Imtn^ 4ie^a*e, >b«n^ iAt 
'fba*m bM ®tdirS lUibM^ ^^etibe 3)»M^effcr IHt^itfx. Cd iM§ 
«ied mf^t fefl§<^a(ren. tiMbeki, te M1ß{IttiMmt||||fa]|iir>bhaiA ab« 
'^d^t^tot*:^ ift, «1« t|nfeitte,riimmb%er«e9ft9nU4e'ae* 
i^rtff all Steite ^n)^igm OMctfHin|me^ «iifä^ «sr^^Tdli^ 

m, unb «U iDttte ben tttimttu. Sßa Ubf^ Uli t(nr>Aif9i|r,'teMt fie 
«ictiet Mi^^ #ber birf ifl, ftcM bet 4)»ti|iiit{f<v tbnt^ ^ie «CMleit 
iMi« @teliift bte «tftfjfTC 4ttiiieiipm ^t, fo i|i M^HtteifkMSiirii^e «üt« 
C)sffi0n aifben ^tmif^iMöfia Stgrlff , '«ilmii^iei ber JU^c^fpit^t Me 
€(eifen, Me ifed^W invb Uuti Iletm, imtn^unm >b<it Mui^ #iM Sbsge 
J^&lt, bie »rrite ber %ntift ^en,'urib Me Sinie Hhm^ '«oii^ Mb 
«tfiäen^Me «Mete. etiUm^9itint%ltt$Üt^^1li ülbtB «et«, ^nb M 
'ber ^«ume f^v oft ter SMrc^ffkr'tithl Saiul^ ulife atiMm^r <be« 
ttA^Uid^ete, wA bt^ tUge Siegel nU^gnA t^mmlmk^'^ Skt 
Iditite^ b^r-^tiH^ ift ootn, ber 0MixMi ^Hkteii,'ulib^«l^tnM itfr» 
wtS, 100» MM Üe ttibeitiS eilen ber gr*^ neiMt. 

Sifin^iJU^ U^ ^Uxw9 'tnAffen ntr^nlfl^ %rt Sfftrhmtien fe^ 

Hinten, wnriAier tMn finietiftoMige t^ir^^Mgett nerflift , -^Me «m bem 

€Me(enbe ^be«' CleM, tft ««^ mm ben -IMMehMiiett ifiter- Aien fS^ 

brfKHm'tetb^tegeiv bolb'iw^ Idrs fH^ r)to|it9(n.-^iaiep{ ncMibln 

tßfiaanie^chi ä|»ritof^n«rtig, ioeMi'tf/^r)ter.0leiK^enfliiriMf^ 

'^ftne 'ittmMk/flmSf rgebffidte form nmriomt mib Mi'tDHtteiMnfeiltMtr 

irivtriti; pflatfmtnkirlijg b«fqfm, loeAn arnbiet^Dm'rMnBieto dbtr 

* SMnedcMle i^nt; si9etf<9tniiriif , "^vinn 'er ^bnn -Cieine '^tx-JS^rnKh 

* 9oetf4ie"an 9otm ^i«i(|t 

ißlrciitg^brü-tfi (ftiftellniipfO im» bt^^tfgii^rftNM. .£|fi ttne 
:^i^t 'Otit «©Mle unb ®Mn^ip«nlt io ppHeninte, ikU^vb ftr^lRifeHlfl 
tinen 'S^rftcf erlitten (iMe , fo .trtgilvgrp irol t«t%rr Mt, -»nnb^ft Ut 
f)nK! ttM^ti)u)f)kitI,ifo^bag betatc^tlMNrelteiobafSiArrMMi^itr»^ 



>Mti%iuUim ''aiJTiii'tfia •giffl^ttfiih Ue 

lipL '(5Mb Väit\sta ^ 6'e-l^ (>ti jb 'tf(a^ä($t, dt« oB fte einen SDnid 
'¥i)tiften'1|&tlhi, fo^igt b<^S bTeitg^'b'T&dt 'Ktftereißomolösrn nennen 
'VbM^ iüfk f<^Wt8 'pUttgebffldt; SCrac^fÜg baüettt iebO(!0 mU Siet^t, 
'«Q Iti^cr ttttibrud fn 93ei(ttl^s taf bie €)etten breitgebrudt ^ei^en 
'Ha^. »t^l fägt'M»!: bie ^ut^t -Ift'W^tNSc, auf ben (Stilen }c 

Wtt-nb itehht titon liie ititfj^e inüb ^tdtUK, «Kim bte S^ntd^mefli» 
'Sir Sftte tatb^Brette glett^ fbtb, fugeT-i(t<n;b, niehn'^e 8 'ü[)ttr^nientr 
imte^ gtefi^ fiiib. 

^-utt^e iinb 9%ti$t. !6ci Stuften viib 'Pflaumen fnibet «nf bcm 
IgeldS^YiIic^; Wtb'bci'ben IM^fc^en ibft'sn^ m«^ auf bem Soiri^ 
-fi$ Ünc itdd^, 1(&ttfig 'duü^ meftfl^ete ''mtb ^d^er abfaOenbe, vtm 
''ISJftU 'Vii }äm ethttpet^nfie ^erofbsel^eflie 'ScttiefuAg , 'ibc% ^on * 
^U r <$ e ■ifnlnt. iCüe ^M^t i^^t '^ier , '"bi^otiBet« m ben iCMt^Jn , »ft 
-Mie lotete ^ottbt. ^'Ift'tii^t ^tbetfn^, Mei^uf^e biif bbIRdken« 
^ mä^ 9t^t guuejin^, ttte 9ftet'^^itic9tn^, iMb 'Bcünertt Sti^f«! 
'M S^ed^t, tdg'bie -'M bhn 'Wl« Ai, b^r o^fte ^v^ ifl, -umisete^ct «ft 
nüftc^cnbc, «om ©fiele %& 3unt'^®teiirp(f^u{itte'|er£b(ie^nbe,'ei»«B ci;« 
"^^SlUt 'viib 'MscÄotfine Sinic «fö'iRaQt '^'tesMi^nfat fei, "bte' gleite« 
Ito ■ ben%ifi^e(n gibt, ' ä»' ob ffie''i&(ha' Vtt ' ^f^t > ^ler |tif amWeiigena|t 
%&t, ibft-'tviift bie ino^ottl^ tiurlbutl^'tiiie iih'^nnbe %ct 3ittn|e 
MKt ■dnf \Msa «SteOe ^etlaäfe^ f»iR ■buiÜCfi» ü^fttRe Siiiie <UA' 

'%>ie^iO«tt?iTbnüen, Die 'bei «Qtlt itift jjfhti^ M8 r@teinbb{l^ «ot* 
IMnien iiAb auf bit Üttgd^ngtrn f^omeAt^ borgefMlt flAb , finb, 
-filfilMbe: 

Utihtb ober ietitnbet,'rüiifblf4/ber Sbrin eitteS'JttiÜfeB, tefp. 
'ifficT- ÜbigSet ho^e ßel^hb; bei ber ^nit^t {(^ o^nerfUil, bei bm 
HBbAt "{leb< ^0.'2'ii^b-$ii|. 1 4»tr ^orinehiiifel ler «lAier mr bete 
'<l$:f(en'l^«ne«b<fte. Scfftn- ift bfe 9«tm VbiShmnen vü^, itnb fitm 
fli ^A bbfelften ofi ' ehte 'ti4c irfber^^beniger'^ailfc'attf^^te Spl^, 
-%Ml8'(ün!^ bei i&nbevn' Stattformen botftidnit/iM ittan bAifn We '®yi(K 
^p bcr'^ortn nitbt 'te^e^het. 

tHal (ovale) ift 'tie b^aiAtie ■ ttiütb^imiflfd^ "B^Btit ein« etnttS 
•^'^idi{tlMn'itWfA/>tDO -bie-gtbgh «ü<&e'in^l»cr ORitte Higt ittib 
*f)c'^x ^a(^~betbim tieften <f»b ijI«iaMS<il ^i^iAct ^H^it). 31t 
*!kt Wm lAnttii^ in bUSUnge ^c)0i)en/1o'e^bt'W{<ttf8*»a{; HA 
"iM^it^ir'iftlNitiot^t. 



16 C«!((bniit9 tiuigtx IhmlUultefiie. 

(SUiptifcl »Are im mot^tnatlfc^en imb a{ironomif(|«t 6imie 
aud^ ber etioaS gebtfitfte unb lang gejogene £reiS, unb gibt aud^ Siegel 
in ber ^(ettutig gu feinem ^flaumenn^erle , foioo|l noc^ betftel^enber 
^0ur al8 gegebener Srltfirung baoon ben ^griff , ba| eA ein etocS 
längeres Ooal bebeuie. @8 l^aben inbeg Sotaniter unb homologen ein 
Ooat^ nyeld^eS nad^ beiben ©etten etmaS oeriüngt unb {ugefpi^t guUuft 
(fie^e gig. 4 ber gonnentafel ber eUtter non bem erften )6imen(efte 
unb aud^ b^er f$ig. 4), elliptifd^ genannt, nieUeic^t um and^ für biefe 
l^&uftg norlommenbe 8Iattform einen 9tamen gu l^aben unb fie non onol 
gu unterfd^eiben. 3n mand^en %6Sitn fd^eint bei S}iel ber HuSbrucf 
eHiptifd^ nol^l gleid^bebeutenb mit tangonat; inbeg nennt er felbft baS 
Slatt an SoIomaS i^rbftbutterbime, @t« ®ermain unb anbem, n>eId^eS 
wir rid^tiger nad^ gig« 6 ber ^ormentafel ber 93Iätter non bem erften 
Stmenl^efte al8 lancettfJrmig begeid^nen (fte^ §ig«5 unten), ellip« 
tifd^, unb fo f d^eint aud^ Siegel ben Segriff : etmaS langonal, f&r eSip« 
tifd^ md^t genau fefigei^alten gu l^aben, inbem er g. S3. baS Statt ber 
(Brogen @rfinen Steineclaube unb anberer eUiptifd^ nennt, baS nidbt ooal^ 
fonbern nad^ beiben @eiten mertlid^ nerffingt ift. 

(Si förmig (oTatam) nad^ Siegel, bod^ nic^t oillig gmedhnftgig 
gleid^bebeutenb mit eirunb (benn eirunb nmre nad^ Siegele (Srllftnumen 
über gufammengefe^te fluSbrlldte [f. meiter unten] eine ^ur, bie fid^ im 
(Stangen als runb barfieüt unb nur etmaS eifirmig gugefpi|t m&re) be« * 
beutet biefenige gemSl^nlid^ al8 (^form (Fol. .ovatnm) begeid^nete ^orm, 
»0 baS Ooal nad^ ber einen 6eite mit fanft erl^obener Sinie merllid^ 
. flftrler abnimmt, oli nad^ ber anbem , unb bie größte Sreite fic^ mc|rr 
nad^ ber nid^t oerjüngten freiSrunberen @eite l^in be^nbet (§ig» 6 unferer 
gormentafel)* ^iel^t biefe Siform mit flad^en Sinien fid^ lang aud, fo 
l^^t baS langeifirmig, unb läuft fte oieOeid^t fel^r fpi^ gu, loaB. 
beiSBldttem läufig fid^ftnbet, fo l^ei^t bag fpi^eif ftrmig, lang unb 
fpi^ eifSrmig« SefjtereS [vtfft gig. 6* @o mdre auc^ nad^ Siegel bie 
in ber ^ormentafel ber Slitter oor bem erften Simen^^e gegebene 
gig. 2 als fpi^eifirmigc faß fd^on lang unb fpi^ eiförmig gu begeid^ness^ 
mie aud^ SucaS unb id^ biefe gorm nennen, m&l^renb mir bie $ig. 3 
bafelbft als Folinm oyaJe , ober mit Siegel nod^ genauer begeid^net, al8 
. ooakeiförmig (ovali-oyatum , b* l^. an ber einen @eite gmar oerifinftV 
aber mit ber größten Sreite in ber SDätte begeid^nem — Sei ben Simen« 
. früdbten nennt man aDerbingi oft aud^ fol^e, bie in ©eftalt fid^ ber« 
jenigen eiartigen gigur n&l^em, bie mir oor^in ooal nannten, gemeinl^in. 



SutlAruiM) etiriget AunftduibrfKft. 



3llB|hui(* tintli« tu Oifitno 



J8 (Stnftrung einiger 5tunftaudbrtt<te. 

eiförmig (fte^e ^^ig. 5 ber gormcntafel ber ^rfld^te Dor bem ecften 
SBirnen^efte), -ftrenger aber foQte man {olciie grud^te aU oval U^tiifntnf 
unb eine %i%VLx ber ^xüä^t, bie mel^r ben auf ber gebadeten £afel ge^ 
gebenett ^^ormen 4 unb felbft 3 n&l^er lommt, atg eiförmige %mi^t, 
ober üielmel^r, nad^ gleich roeitet folgenber Darlegung , als umgele^rt 
eiförmig (obovatum) Bejeid^nen. 3(u^ S)ie( b^t, menigftenS bei ben 
eiförmig genannten SBWttern, fletä ben ^ier gegebenen fflegriff feft« 
gel^atten. 

@tne ^rud|t ober ^latt, totlä)t aU eiförmig fd^Ied^tmeg begeid^net 
n}irb ; mu^ bad bicfere @nbe ber (Siform nad^ bem Stiele l^in l^aben ; 
liegt bagegen bad fd^malere nerjängte Snbe nac!^ bem Stiele l^in, fo 
l^cifet baä umgefc^rt eiförmig (obovatum, ficl^e gig. 7), wcld^er Unter* 
fc^ieb unb Sejetd^nung fe^r gmedCmö^tg fd^eint, bei Siegel aber n)ol^ll^aupt^ 
fac^lid^ nur bei ber grud^t norlommt. ©elten runbet fid^ baS umgefel^rt 
eiförmige Slatt am breiten @iibe ganj gu, fonbern geigt ba meifteng eine 
aufgefegte ober aud^ felbft faft auöloufcnbe ©pifec (^ig. 8). ^ S)ie JBlSttcr 
ber ißflaumen unb ^irfc^en l^aben l^auftg eine gro^e 9leigung, fid^ ber 
umgefel^rten Siform gu nabern , fo ba^ g. S3. ein ald ediptifd^ begei(^s 
neteS $f[aumenblatt bod^ b&ufig unb in nielen (S^emplaren am Saume 
bie größte ^Breite etmaS mel^r nad^ ber @pi^e l^in l^at« S)ad, »aS Siegel 
bei ber ^^rud^it umgelel^rt eiförmig nennt, nennt er @. 49 beS erften 
^efted feinet $f[aumenn)erleg bei bem SSfatte (^^ig. 25) I&nglid^^eiförmig 
(oblongo-ovatum, b. 1^. eiförmig, aber gegen ben (Stiel Derl&ngert unb 
Derjungt); eS fd^eint aber, bag man beffer ll^äte unb bie ©ad^e mett 
leidster bem an botanifd^e ^nftauäbrude nic^t gemöl^nten bloßen Sieb* 
l^aber oerftdnblid^ ma^te , menn man aud^ biefe §orm, j[e na(| S&nge 
beS Slatted umgelel^rt eiförmig, umgefe^rt langeiförmig begei^net; fo 
ift t^ig. 9 ein umgelel^rt langeiförmigeS ^flaumenblatt mit aufgefegter 
@pi|e, 10 ein bergL ßirfd^enblatt mit faft auSlaufenber @pi^e. Se^* 
tereS grengt fd^on an umgefel^rt ei^Iancettlid^. Oft fc^eint bad Statt ober 
bie ^-ruc^t an ber @pi^e ftd^ eiförmig ober {reiSförmig gurunben gu 
moSen , mad^t bann aber eine mel^r ober meniger rafd^e Einbiegung 
unb lauft bann in eine lürgere ober längere @pi|e auf^. SDieg nennt 
man oorgefdgobene, ober bei ben Sl&ttern aufgefegte ®pi^e. 
aitad^t bie Sinie, mit n)el(!^er bag Statt nad^ feiner @pi^e gulfiuft, eine 
fotc^e ft&rfere Einbiegung gegen bie ©pifee f)in nur auf einer ®elte, 
nal^renb bie anbere @eite mit einer fd^tanlen fanften Einbiegung in bie 
©pi^eauäl&uft, fo ^eigt bie <Spi^e ^albaufgefe^t (^g. 13),unbl&uft 



(Ernsnmg einign ilunflatttbTfltfe. 



19 




20 <Er!l&nin^ einiger Jtim^uiiMhtfe, 

baS Statt- «uf briben Seiten mit fd^Ianfen, oieQeid^ {elbft unmerl!li<l§en 
^nbifgnngen in bieS^ri^e auS, fo nennt man bie @pi^e audlnufenb 
(Sifl. 10). 

Sancettfitmig (Unceoiatum) ifl fd^on burd^ ^g* 6 in ber 
^rmentafet ber Stdtter oor bem erften Simen^efte gut erläutert unb 
toirb auf ber l^er angefügten ^Jotmentafel burc^ ^g. 11 beieic^net. 3)er 
^ludbrud be^eid^net eine fd^male unb lange ediptifcl^e Sigur, mo bie grdgte 
Srcite in ber 3Ritte liegt. — SDenfen n)ir und ein 83Iatt, baS feine 
größte Sreite me^r nac^ bem Stiele l^in ^at, unb ft($ an bemfelben 
eiförmig }urunbet, bann aber gu einer langen f^malen ®ff\%t ftd^ ant* 
]ie^t, fo nennt man bad paffenb ei^ancettförmig (ovato - lanceo- 
latum, S'fl*12)/ ^i^fl^t V^^ ^^^ feinem ^flaumenmerle biefe ^igfiv 
unter iRr. 27 aU I&nglid^'Ianceitförmig, neld^e Sejeid^nung mir menigev 
angemeffen unb bel^ältUc^ fc^eint. ffiütbe umgete^rt ein fe^r fc^maled 
ißlatt bie größte Sreite me^r na$ feiner Spi^e ^in ^aben, atfo rote 
obgebad^t, umgele^rt eiförmig, aber bied s^gleic^ merflid^ f^mal unb 
lang unb fpi^ auglaufenb fein, fo begeicl^net man baS paffenb ald um* 
gefe](irt:^ei'(ancettU(lg '(oboYato-lanceolatum, ^$ig. 13 unb 14t\ 
^err Dr. Siegel gibt biefe g-igur oor feinem ^flaumenmerfe 9tx. 28 al8 
lancett^eiförmig, unb gugleic^ ^r«26 nod^ eine anbete, unbebeutenb ner^ 
fd^iebene ald laucettförmig , oon ber id^ faum gtaube , ba| fte \i^ in 
ber Statur, bie in i^ren i^ormen- bei ben ^Blattern auf bemfelben ^ume 
immer etroaS oariirt unb [xü^ nid^t fireng an unfere @d^ab(onen binbet, 
l^inlangUd^ unb ftc^er oon 9lr. 28 roerbe unterf(^eiben laffen, mobei e^ 
benn nad^ meiner $lnfid^t oorju^ie^en rotte, bad @eba(^tnig bed £ieb^ 
l^aberä unb ange^enbcn homologen nid^t mit nod§ einer ^igur me^r 
gu befd^roeren. 

Kegelförmig (fontfd^) fommt bei bem Steinobfte roo^l nur Sei 
ben Slugen oor, roeun biefe fd^on oon ii^rem ®runbe aud abne^menb 
jutttufen unb gugleic^ gerunbet, nid^t breitgebrucft finb. SSerbidt baS 
^uge fu^über fetner 8afiä unb lauft bann fpt^ ju, fo b^igted bauchig, 
l^er^förmtg ober, loenn ed baud^ig unb gugleid^ bteitgebriUtt ift. 33eU 
gier unb f^tanjofen begeicbnen biefe §orm beä Sluged au(^ ald btetectig, 
roaSinfofetn noc^me^r pa^t, alä man bei einer l^erjförmigen ^rucbt 
ober ffllatt (Jig. 15) fidb eine (gifotm, befonberö breitete ©iform 
benft , bie am breiten (Snbe fi(^ nid^t jurunbet, fonbern eiroaS roieber 
eingießt, b, b- eine ©inbiegung ober ©ettiefung nad^ ber 9Ritte be8 
SBlatteä ober ber gruc^t ^In mad^t, in bcrcn aratte ber Stiel flebt unb 



©rnÄtimg eraiget ShinpöiiSbrficfe. 




22 (&itl&tun^ t\m%tt Stun^auÜttüdt, 

bertn Slfinbfr gu triben Seiten ft^ tiroai mt^x erl^ebciL Sctjptele rec^t 
J^ifSnmgCT %m^\t geben in nad^^e^enben 93ef(^retbungen SBinlletd 
ori^ ^^i^\^^, 9i^€ Cclfenl^rgtirfd^e; bei Pflaumen fornntt biefe 
^orm ber grud^t feiten Dor* 3^ nad^bem biefe ^gur nodg ber Spifee 
fpi^er ober füumpfer guläuft, entfielt fpi^^c^ifitmig unb ftumpf« 
^ergfirmig, €d fd^eint^ bag S)iel unb einige anbete homologen baS 
Sdlaii ottd^ als l^rgfStmig begeid^nen, mtnn eine red^t Breite Giform am 
breitem <Snbe ftd^ fe|r flad^, faft mit einer geroben Sinie gurunbet, 
guntal , n)enn nad^ ber @pi^e l^in baS Slatt no^l fanfte gef&Dige @in^ 
Biegungen mad^t, unb mag man aud^ biefe $orm alS ^ergförmig begei(|« 
nen. Sei ben Airfd^enbefd^reibungen n^erben aud^ oft Ätrfd^enfieine, 
bie genauer genommen eiförmig {tdg barfieDen, bid^er fel^r gen>5§nlt(^ 
ab ]^ergf5rmtg begeidtinet. S)a ber jtirfdgenftein am €tielenbe fld^ ni^t 
mie bie ^rud^t, etmaä mieber eingießt, fo foOfte man biefen SudbrucT 
bei ben ^irfd^enfteinen berid^tigen, mie bei ben nad^fte^enben Sefc^reU 
bnngen gejc^e^en ift, unb möd^te er I^Sd^fienS gelten bei Steinen, bie 
am ®tielenbe ftarf abgeftumpft finb, miemol^l man aud§ ba lieber fügte : 
eifdrmig; am breitem Snbe abgeftumpft. 

jtreifelfbtmig lommt beiEirfd^en bid j|e|t nur bei einer gmd^t, 
ber ftteifelfirfd^e (Cerise tonpie) oor, oon ber ^ nur erfi (leine , oor 
ber Steife abgefallene grüd^te fal^, bie mir aüeibingS biefer g^orm }u 
entfpredden fd^icnen, be8glei(|en bei ein paar Ißflaumenforten , g. 93. ber 
jtreifelfdrmtgen ^wtt\dft. 34 min jebod^ l^ier gugleid^ bemerf en , ba^ 
Suca8 unb id^ unS bie jtreifelform nid^t gang fo benfen, aU fte in ber 
^ormentafet ber ^rüd^te oor bem erften iBirnenl^efte gegeben ifl, bie gu 
fel^r fd^on umgefel^rte <Kform ift, fonbern am ftopfe flauer, etma mie 
bei ber gig. 2 ebenbafelbft (bie, mie id^ glaube, S)iel gemöl^nlid^ iBerga^ 
mottform nennt) , unb ©mnbform eineS itreifeld ift nad^ meinen 93or» 
fteQungen {na^ Analogie eineS ftteifelis ber ^inber unb bem, mad \^ 
mir aus Diel abftral^irte) betjimige an ber @pi^ menlg abgeftumpfte 
ober mirlttd^ fpi| gulanfenbe j(egel, beffen Srette unb ^&be giemli^ 
gleich finb. ^n ber 9latur l^at inbefi bie treifelformige gmc^t immer 
etmaS gerunbete Umrif[e, fo ba| ber angegebene Unterfd^id) meniger 
merltid^ l^erDortritt, mug aber nad^ meinen SorfteOungen (maS , mie i^ 
glanbe, aud^ SDiel gu @mnbe legt) menigftenS immer auf bem breiteren 
(Snbe als SaftS fielen linnen, um Ireifelförmig gu ^ei^en, auf meld^ 
SBeife aud^ Siegel unb Dittrid^ baS Areifelförmig geid^nen, unb bei ben 
non i^nen gegebenen i$iguren nur angemertt merben mug, bag bie JCreifel^ 



(StflftTung einiger Aunftaudbrütfe* 23 

form nt^t geiobe in eine fd^mate ober felbft feine Spi^e^ DteQeid^t feI6ft 
nad^ florier Ginbiegung auägutaufen brandet, toad au^ biefe SKanner 
M gegebenen SBefc^reibungen nid^t annehmen* §crr 3RebicinaIaffeffot 
^Q^n |at mi(^, jur @m)eifung ber Sfli^tigfeit feiner $igur nnb feinefi 
8egtiff§ non freijdfSrmig barauf l^ingeroiefen , bafe g» S3» S)iel ben 
@roBen Srang5)lf(^en 5ta^enfopf in feiner §orm befonberS regetmdBig 
unb einem bidbaud^igen Reifet DoQfommen fi^nli^ nenne, allein gerabe 
bei biefer %iVL^t fagt S)iet aud^ gugteid^, ba^ biefelbe fi(| um ben ft'elc^ 
plattrunb gümÄtbe unb eine ^ad^e bilbe, auf ber fie fd^ön unb 
breit auffi^e (^eigt bei !CleI fo niel alä: auffiele). 3d^ mu^ inbeg 
betnerfen, bafe mir 5)iet eS mit feinem fireifetförmig oft ni^t fireng 
genau gu nel^men fd^ien. SDogegen finbe id^ aud| in ben Selgifc^en 
Annales de Pomologie, mo ic^ bie gmei erften SBanbe barnad^ burd^^ 
gefe^en l^abe, ba| bie hcifclförmig genonnten grüd(|te ot8 breitaufftel^enb 
borgefleDt ftnb« 

SBo non ^^orm ober ^^rbe k. S>oppeUugbrflde gebrandet mer« 
ben, ift e8 fel^r gmectma^ig, mit Siegel feftgul^aden^baB bad te^teäOSort 
in bem ^(uSbrud immer bie J^auptform , ^uptfarbe k. begeid^net, baS 
erfle SBort bagegen ba$, mc^ baS gmeite angibt, nur etmaS mobificirt. 
60 märe gelbtit^^grün ein inS ©elbe fpietenbed ®rfln, grflnogelblic^ baä 
Umgef eierte ; runb*eif5rmig bie ©form, bie burd^ Äürge unb ©reite fi(^ 
gur SRunbung neigt, aber immer nod^ mel^r alä eiförmig erf(^clnt ; eiförmige 
runb bagegen, mo baS Stunbe nur etmad eiförmig mobificirt ift unb 
eben bad ©erunbete normiegt. Suf biefe ^eife ertl&ren ftd^ au(^ bie 
Xudbrfidte tttrg«»eif5rmlg, lurg^onaf, tang«eif örmig ac, mo baS erftc SBBort 
ben Segriff nur etroa« mobificirt. ©0 niel wie mögti^ foCte man aber 
in ber Ißomologie compticirtere SuSbrüdfe lieber mieber nermeiben unb 
baffelbe lieber mit ein paar SBorten mel^r gemeinoerftänblid^ fagen. 2^ 
re^ne ba]|in mol^l aud^ nocb bie non Sieget bei ben ^f(aumenbef(^tei^ 
bungen oft gebraud^ten Sluebrfictenerfd^oben^ooal, einfeitig^onal 
K, {eneS, menn bie onale ober eQiptifd^e ^rm gemifferma^en fo nerfd^oben 
erf(|eint, bag boburd^ ber 9aud§ nat^ ber Spi^e l^in, ber Stflcfen n(d^ 
bem ©tielenbe ^in merflld^ über bie Slnic non ooal ober eCiptif d[)' ^eroor* 
• tritt; biefe8, menn ber »aud^ ber grud^t ober be8 ©leinS fefir flad^runb 
ift unb ber SRüien bagegen bie Sinie ber eiform ober beS Dnal8 bitbct 
98aS bei bem Slatte mit ben SHanbern fc^iffförmig auf« 
n&rtS gebogen bebeuie, ift fd^on nor bem erften üpfell^efte gefagt. 
Siegel unterf d^eibet banon bo8 3t i n n e n f 5 r m i g e be8 »latte«, wenn ba8 



24 (Srtldrung einiget Hunßaudbrüde. 

Statt Don bev iDlittelrippe fid^ getunbet auftoartö tpottt, lo&^venb 
er fc^iffförmig aufmärtd gebogen nennt,, roenn bie beiben SBlattfeiten mit 
ber ^ttelrippe tnel^t einen 3BinIel bUben. @S ift gut, biefen Unterfci^teb 
im 83egrif[e feftiul^alten , boc^ n^irb ftc^ Seibeä in ber Statut jd^mer 
unierfdlieiben laffen, unb bad Slatt bamad^ rool^i oQermeift al3 rinnen* 
finnig erf(!^einen. Oft feieren bie Seiten beö SlatteS ftd^ aud^ ttwcA 
nad^ ber <Srbe gu unb vDxxh eS bann umgefelfirt rinnenförmig. 

Sei ber ^affnnnQ bed Slatted unterfd^eibet man sroedmagig ge« 
\ii%U unb geterbt^geAal^nt; iened, n)enn bie 3^^^^ ^^^ i§^^ <Spi^e fid^ 
werflid^ nad^ bei* @pi$e beS Stattet l^inn^enben; biefed, tnenn fte mit 
i^rer @pi^e von ber Umgrengung be§ Slatted fi(^ mel^r in bie j^fi^e 
rid^teti. Oft §cigt 'Setter ed aix^ btod gegal^nt unb fielet bem ®ef igten 
entgegen, ober bie gefcrbte B^^^i^S i^i^^ ^^^^^ anberd erflart, miemo^l 
ber ^ier angebeutete Unterfd^ieb mir ber fa^Iid^fte unb in ber Statur 
am erften ericnnbare fd^eint. S)ie 3<^^nung fann mieber [tumpfer ober 
fpi^er, felbft giemlidd gerunbet ober bogenförmig fein. S)iel mad^t, fo 
Diel mir erinnerlich ift, ben l^ier gebadeten Unterfc^ieb nid!)t, unb fprid^t 
blod von 3<i^nung beS Stattet, mo er Keine unb feine, ober ftarte unb 
grobe, feid^te ober tiefere, fd^arfe unb fpi^e, ober ftumpfe unb gerunbete 
Rainung unterfd^eibet, fomieaud^ boppelt 'gegähnt. &e()tereS, menn 
ber 3al^n nod^ mieber einen Heineren @infd^nitt l^at. 

S>ie @ommert riebe ber ^rfd^en unb vieler Pflaumen ftnb 
la^l, b. ^. unbel^aart; bei ben Pflaumen fmb fte aber aud^ tl^eilS be* 
l^aart unb l^eigen feinl^aarig, meid^l^aarig (pubescentes) , menn 
fte meid^e, feine unb lurge ^aare l^aben, mollig (lanatae) bagegen, 
menn fie längere, metd^e, etmad traufe^aare l^aben, bie nod^ eingeln )u 
unterf (Reiben ftnb* 3)ie SBoHe, befonberd ber Sugen, nähert ftc^ au(j§ 
oft bem Y^ilg, mo turge meid^e i^aar^ fo bic^t in einanber ge^en, ba^ 
man il^re 9tic^tung nidyt me^r unterf<j^eiben lann. 9RU unbemaffnetem 
äluge laffen inbeg biefe Unterfdjiiebe, unb überl^upt bie Scl^arung eined 
3meigeS ftd^ gemö^nlio^ nid^t genau genug ermitteln. 9taul^^aarig 
begeic^net furge, fc^arfe j^aare. 

€in ©ilbetl^Qutc^en, b. 1^. ein feiner, butiner, fitberartigcr 
Qebetgug ber Öberl^aut beS @ommertriebee , finbet fxi) bei bem €tein» 
obfte feltener ata bei bem JiCemobfte , unb mo er ftc^ finbet , T^^t er 
l^ftg me^r gelbltd^, atö filbermei§ aud. S)ie fallen (nic^t be^arten) 
Siriebe ber Pflaumen fiub im (Sommer oft mit etmad 3)uft überlegt^ 
unb attermeifi finbet [\^ S)uft, b. b* ein leidster, ^Qer, meiglid^er. 



(Stfl&nutg einiget itunflauibtilAe. 25 

Mfrot^Ii^r ober l^eK6(5uIU^r @tQu6, ber ft^ a6mi{d^en l&§^, auf bot 
9r ächten ber ^ftaumcn. Z)Qd €ilber]^&»t^en jetgt ftd^ in feiner SBoO^ 
fornmen^it erft im i^rbfie, loenit bte.a3(&tter abfallen; bagegtn fftngt 
ber S)nft an ben $flaiu8en)n)eigen erft im 2^uli an« bemerfb^rer pi 
»erben, unb ift bei alten Säumen unb f^uMcben trieben menig gu 
^nben. 

Sie Slugen Hegen balb bcm ^xotx^t bid^t an — anlicgenb^ 
btlb fte^en fte nterHuJ^ bat>on ab — abftel^enb. (StfjtUn fte ftd^, 
•l^e anguUegen, giemO^ paraSei mit bem äroAit, fo l^figcn fte 
^e^enb. 

S)er Sugentr&ger (ophthahnodinm, aud^ SlottÜffen, pulvinart 
eoussinett gotanni), b. b- bie ^eroorragung am 3^ig^^ <^uf ber baS 
Suge glei^bfam gu fteben f c^int, l^eigt lo u t ft i g , n^enn er am 9tanbe 
ttttfgefdbn)oQen ift; lantfg^ menn ber äionb me|r eine @d^neibe bilbet^ 
unb ift ber Sdtgenträger allermei{l geripi^t, b. 1^. Don feiner 83afid 
giel^ fic^ meift 2 ober 3 linienfärmige (£r]^aben|eiten ben^n^ig etmaSi 
binab. 3n ber Slnfd^auung, ob bet Kugentrflger ^arf oorftel^enb ober 
fbil^ fri , liegt bei ber jeiein^eit ber ^menfioneii , mel(^ in Setra^t 
tommen, oiel ©ubiectineg, unb felbft bie fiarfere ober menigere 9tippung 
Ifingt fe^r oom SBad^ti^um ab, fo bo^ in neuerer ^e\i bie homologen 
auf biefe Seftfmmung, imgleicben auf bie nail ^Ma^t angegebene Sdngei 
bed »lottftielä , ja bed »latteS feXbft , nid^t me^r fo oiel SBert^ legen 
ald frilber, unb eä joedmaBig ift, in blefer ^inftd^t nur anzugeben, 
nni^ gegen anbere Sorten auffaDepber l^eroortritt. 

9ifif (jettig) ^ei|t bie ftirfd^e ober ^jlaume, menu fte i^te ge^ 
Irrige f^rbuttg unb bie ooOe ®&te i^reS (^efd^mad § erlaugt bot, ma^ einige 
(l^tfabrung ergeben mu^. 89ei ber gH^aume fftubigt fid^ bie ooKe (Reife 
jibon baburcb an , ha^ fie beim ©Rütteln beä Saumes lei(bt abfallt^ 
iD&^renb bie ftirfd^e, o^ne abgufalUn, am Saume mtift äbergeitig mitb, 
ober felbft nertroänen tonn. (Sine ^rjlirfi^e erbält, rnenn fie reif ift, 
erft bie redete SoQfafltgteit unb ^artbeit be« gleifd^eS; umgetel^rt Iftu' 
bigt bei ber ftnorpellirfd^e bie Steife fid^ bur^ gunebmenbe geftigfeit beB 
^leifd^S an, fomie aud^ babur^, ba| beim 3^vf<it^<ii>(^ ^^ Stu^t ber 
6aft nitbt me^r ausfliegt ; bie ©u^eid^fel ift reif, menn fie il^re @Sute 
verloren ^at; bie Sßetd^fel, ©laSfirfd^e unb KmareUe, menn bie @&ure 
liuieid^nb milbe unb ber @ef<bmad( angenehm geniorben ift, miemo^l 
mam|€ (ie^er ge^brige %ti<l^t aud^ in ooQfter Steife no^ mertlidb f^^uet 
bleiben. äBirb bie ftirf^e am Saume Abergeitig, fo oerliert bc« 



26 (Sr!(ftrung einiger itunftaudbrüde. 

(Sefc^mad hiebet an ®ut6. aOeTtnelft n>itb buT<$ gu frühes $}{ü(ffn 
ber J£irt(!§en gefehlt. Sei ben bunten ^ergürjd^en unb ßnorpeltirfd^n 
ift ed oft fe^r \d)xotT, genauer ben $untt feft}ufe^en, wo ber ®e{d^macf 
bie rec^e @Qte ^at, ba fte bagu meift giemtid^ lange am Saume l^ängen 
muffen, unb mag man fte reif nennen, fobalb fie il^re gel^orige ^^rbung 
erlangt l^aben, mag fic^ e|er beftimmen lagt. S^tmliä) ®ltx^t& gilt 
non ben SmareUen* 

S)ie ^arbe einer fttrfd^e obergjflaume ift l^aufig runbum biefelbe 
(einfarbig), diot^t, nermafd^ene Sacfe fommt bei fßfittumen fetten 
unb nur in geringer @t&rle nor; boc^ ftnben ft(^ l^aufig gr5gere rotl^ 
%ltit ober feinere rot^e ^untte. (£igentl{(i^e ©treifung ttitt bei ben 
giflaumen nur gumeilen (g. S. So^nd geftreifte SRirabeQe, lieblid^ banb# 
artig geftreift), bei ben ^irfc^en bagegen fe^r feiten unb unbcutlid^ l^et^ 
oor. S)agegen ift bei ben bunten ^irjd^cn bie 9i5tl^e in feinen $un{ten 
unb @tric§el(^en, fomie in größeren ^^led^en (getüpfelt) aufgetragen^ 
meU^e g&rbung Sirud^feg marmorirt nennt, mie aud^ fol(§e ßirfd^en 
öfter ben 9tamen SRaxmortirfc^en ^aben, menngleid^ man mit bem 3lud^ 
brud marmorirt lieber ftetS ben in ber Einleitung gu ben Sepfeln 
Seite 8 gegebenen @inn Derbinben foQte, bag ed biejenige f$drbung 
ber ^ruc^t bebeutet, mo bie bie ©runbfarbe übergiel^enbe |$arbe balb 
ftärter, balb fd^ioäc^er auftritt, uttb fiärler unb f(j^n)&d^er gef&rbte 
©teilen mit getufc^t in einanber überlaufen. S)ie SRarmorlirfc^en l^aben 
i^ren 9iamen aud| mol^l me^r banon, bafi bie ^lede unregelm&^g auf* 
getragen finb. 

S)er @ e f d^ m a d mirb befonberS bei ben ^ivf d^en of t ald ergaben 
ober pifant begeid^net. 93on einer ©ugtirfc^e gebtauc^t man biefen 
XuSbrud, menn mit i^rer ©ügigteit burc^ eine Seimifc^ung non Sttter« 
teit ober @aure eine gemiffe @(^Srfe oerbunben ift, meiere bie @efd^madd« 
meri^euge angenel^m reigt. 3)a8 @egent^it ift ber n)&f{etige ober fabe 
@ef^mad. Sei ben ©auetlirfd^en ^ei^t ber @efc^mad ergaben, votxm 
bie @Aure ober bad ^erbe bed ®efd^mad§ burc^ ©aglgteit fo gemilbert 
ift, ba§ ber ©ef^mad mirtUd^ angenel^m mirb. 

($d erteilet aud ben oorfte^enben S>arlegungen, ba| bie homologen 
mit mehreren jtunftaudbrfiden nod| einen etmad mobiftcirten @inn oer« 
binben. 2)ied ift eine unoermeiblid^e §olge baoon, bag frühere ^omo« 
logen , unb namentlid^ X)iel , ed oerfdumt ^aben , flc^ über ben @inn 
ber oon i^nen gebrauchten JlunfiauSbrfide gel^örig gu erllären (DieQeid^t 
in ber SReinung, bag bie allgemeine botaniid^ Terminologie fd^on baS 



©rliarung einiger ÄunftauSbrutfe. 27 

9t5t^ige ergebe), unb man auS ber SBergleid^ung ber Don i^nen gegebenen 
»efi^ieibungen mit ber tftatur fxS^ jel^r oft crft abftra^iren mufe, roai 
pe unter biejem ober jenem Äunflauäbiurfc üerftonben. 6tft Siegel 
maäfit ben SSerfud^ einer genaueren ^eftfteDung ber pomo(ogi{(i^en 3(u3^ 
brürfc in feiner jefet ©ergriffenen ©d^rift : „bie pomotogijcfie jturiftfprac^e, 
^affau, 1826, bei qSujiet", roel^e 1830 gu SRegenSburg Dermc^rt mieber 
aufgelegt marb unter bem Stitel: „it^iud) ber ^Pomologie, mit neuen 
JHtfc^end^arafteren" k. , fomte er aud^ in ber Einleitung gu feinem 
^aumenmexfe baS in biefer iQinfic^t 9titl^ige gegeben ^at/ 

i>a% über bie SBebeutung einiger eingelnen ÄunftouSbrüde Bei ben 
^omoIogcU; unb fo aud^ bei ben Herausgebern bed pomologif^en ^anb^ 
6u(^8 eine BoOfiSubige ^Bereinigung nod^ nic^t erfolgt ift, ift mol^t immer 
ein Heiner tlebelftanb , bod^ ftimmen ja felbft bie Sotanifer in ber 9e« 
betttung, bie fte manchen ^unftaugbrüden geben , ni(|t uberein , unb ift 
bct gebuchte Uebelfianb nid^t griger, als rotm ;3emanb überhaupt SSSerte 
9etf(^tebener homologen )ur ^nb nimmt. 9ugerbem mirb bei ben 
Qntetfuc^ngen an bem Obfte in ber Statur bie SBerfd^iebenl^eit fic^ 
getinger barfteüen , oM fle auf bem Rapiere audfiebt« @ine g&nglid^e 
Vereinbarung über bie nod^ flattfinbenben S)ifferenien lieg fic^ , o^ne 
eine 3ufammentunft ber SRebactoren beS ^anbbud^S, inmai biefeS rafd^ 
in 9(ngiiff genommen metben foDte unbmugtc, nid^t errieten; mie benn 
aud^ jeber ^auptarbeiter ein Stecht bel^alten mugte, bieienigen 83or« 
fteOungtn feftgul^alten, bie il^m bie gmecfm&gigften fd^ienen, gumal biefe 
bei bem längere ;3a^re fd^on forfc^enben homologen gugleic^ mit einer 
gtdgertn ünga^t ft^on entmorfener 99ef^reibungen gufammen^fingen, bie 
man nid^t immer änbem tann, o^ne in Unftd^erbeiten gu faden, menn 
man nid^t gugteid^ bie ^rud^t mieber babei ^at ^xAtm finb , mi^renb 
Sucad mit mir in ben ^ier gegebenen S)ar(egungen übereinftimmt , eS 
bodb nur ein poat eingelne Segriffe , nomentlid^ treifelfSrmig , eif&rmig, 
eirunb unb ooat, morin mir mit Hrn.3RebicinaIaffef[or;3^^n nid^tgang 
übereintommen, inbem er unfer ooat eiförmig unb unfer eiförmig eitunb 
nennt, aud^ {reifetförmig ftd^ am Jtopfe me^r gerunbet benft, xoai mir 
ald umgete^rt eiförmig begei(j^nen, unb menn mir ni(!§t unfererfeitS i^nt 
beitraten, fo gefd^al^ eS: 1) meit, ol8 bie S)iffereng ^eroortrat, fd^on 
bie Slpfelbefd^teibungen für gmei ^efte t^eilS gebrudCt, t^eifö im 9]>tanu« 
feript fertig maren, in benen bie Segriffe eiförmig, runbeiföimig, ooal 2C., 
mie oben bargelegt, genommen maren; 2) meit ber 9(uSbrud eirunb 
flott eiförmig für ovatum , ben aBetbingS eingetne neuere SBotanifer 



28 (Erflftrung einiger ilunflaudMkife. 

(rauchen ()• 9. au^ ^tttri<j§, Xermittologie ber p^aaer0gamtf<!|en ${Iaii)en, 
1838, @.45), und ein (unftlic^ gemad^ter, beffen Sebeutung «an ft(| 
erft merfen mug, nic^t ein aQgemein unb Uid^t verft&nbli^ec unb 
natunpiiilftger ju fein. f<l^eint, tnbem eif5nnig CSo^nd eirunb) toenig 
runb ift unb meit e^r ba§ Ooate eirunb feigen t5nnte, wa^ bogegen 
2|a^n eiförmig nennt; 3) bag ber Sudbrud eiförmig für bad lo^ 
teinif<^e o?ale, b. 1^. oool, bei 93otanifent unb homologen nid^t oor^u« 
lommen fc^elnt, aui^ bte unter 9lx. 3 ber gormentafe{ ber SBl&tter 90t 
bem erften Simen^ef te eiförmig genannte unb mit ooal gteid^bebeutenb fetit 
f ülbnbe $igur niil^t nöDig oDal, fonbern nielme^r — mie aUerbingd bad 
Dnal bei S3l&ttem in ber Slotur [vä^ rec^t l^&ujtg mobificlrt, nad^ ber 
@pite merllic^ eiförmig abne^menb bargefteOt ift, Wii n>ir mit Siegel 
genau genommen eiförmig^onat (ovali-ovatam) nennen mürben; 4)n>eil 
oon Ißomologen unb nanyntUc^ S)iel biS^r baS (Hförmig in unfetem 
<Sinne gebroud^t ift, mie mic benn bei ben bidb^r entmorfenen Sefd^rei^ 
bungen, mo er ba§ 99(att eiförmig nennt, immer genau ober menigftenS 
in altem 9Bef entließen unfere obige $igur eiförmig entgegentrat, ^rr 
ÜRebicinalaffeffor 3<t]^n ^at ben SluSbrud eirunb für unfer eiförmig fre» 
fonbern bedbatb beibel^lten, meil er fo in Sifd^ofS botanifi^er ^unft» 
jprad^e, 2. ausgäbe, 1830, einem in ber Sotanit gefd^a^en Sßerle ge* 
nommen ift; bo(^ l^at Sifd^of in ber erften SuSgabe jeineS SSerfft t>ost 
1822, nad^ <& 29 unb ben Figuren 244, 228 unb 224 bad OTatom 
unb ovale nod^ ei f ö r m i g unb ooat genannt unb beibe SuSbrqde gans 
in unferem Sinne genommen. Ob bie 9(enberung M ünibtndi eiförmig 
in eirunb in ber gmeiten SuSgabe beS SBertft eine Serbeflerung fei unb 
iahuxtif fid^ red^tfectige , ba| eiförmig nur oon eiförmigen Körpern 
gefagt merben foD, nid^t oon ^ä^r^, möd^te id| begmeif ein ; benn menn 
oon Aörpern bie SRebe ift, fo mirb bei eiförmig 9liemanb an dat^l&äift 
unb umgefel^rt bei eiförmig genannten |$l&d^en iRiemanb an einen ftöipet 
beulen, fo bag berfelbe SluSbrutf eben fo bejeic^nenb bei ^liiftn a(8 bei 
jtörpern ift. 

3{l fomit bie S)iffcrenj nid^t bebeiuenb, fo glaube id^ bod^ auf bie 
ftattfinbenbe SBerfd^iebenl^it bei einigen ItunftauSbrütfen ^kv binv^ifen 
gu muffen, bamlt S^ber n)iffe, in meld^m @inn.e fie in ben Obfitbe« 
fc^reibungen beft @inen unb beS Xnbern ju nehmen finb, morauf eS ja 
nur anfommt. Sbenfo glaubte icb auf bie SBebeutung mebreret oon 
Sieget gebrauchter ItunftauSbrütf e bier binmeif en gu muffen, menn fit aud^ 
3un&«bfi im ^anbbud^ nid^t i^ortommen joDten, ba eine Sefd^retbtmg 



'Xit Ättf(§e. 29 

mancher $|Iaiimenfedeti Don utitergeotbnetem SSertl^, meiere bte9ltbacs 
toxtn beS i^anbbuifiS wegen SSefd^rdttlt^eit i^rer ©arten ni<|t felbft 
ieft^en, bemn&d^^ DieQeM^t niogU(^ft treu mit Siegeld SBorten 3U geben 
fein wirb. ^eQeid^t tragt au$ bie SBemerni^ma^ung ber 93erj(|ieben# 
^iten bogu bei^ bag moglic^fl balb etnmol ein tieueS Sßett über bie 
pomologifd^e ^nftfprad^^ DieOeic^t nad^ einer SSereinigung ber $omo^ 
iDgen über linjelue nod^ {lattfinbenbe {^ifferenjen, anS Si^t trete, ^ox^ 
erft xo€xhe id^ nteinerfeitS mi^ bemfi^en, n>enn i(| 1t3ef$reibungen von 
Sirnen liefere, bei benjenigen Slugbrilclen, roel^^ ^<^^ bet 6in(eitutig 
}tt ben Simen in einem anbern ®inne genommen merben, ju meinem 
ftunftoiiSbrucfe ben nac^ bem erften Sirnetiiiefte ju aboptirenben in 
Jtlommern ^injujuffigen , fobalb bieg, um 3^^'u^fi^" i^ oermeiben, 
nöt^ig fd^eint. 



2)te titfdie. 

3Me Jtitfd^e ift fc^oit aU frfil^cfte Obflfrud^t bed ^a^reS gefd^S^t, 
ifi gefud^t Quf bem 3Rarlte unb ffir bie Safel, unb nid^t n)eniger braud^» 
bar für ben ^ouS^alt, fomo^t ju €ompoten unb (Sonfitflren, als auc^ 
jum 9BelIen , )ur Anfertigung oon JKirft^geift ac. Sie barf felbft von 
bemjtranfen genoffen werben, unb mirb an^ im Allgemeinen meitme^r 
angebaut , ali bie Pflaume (mit AuSnal^me ber ig)au8}metfd^e) , ia ift 
felbft f^on |{n unb roieber an Sanbftra|en angebaut , mol^in aud^ ber 
Saum red^t pagt. S)ennod^ mirb fle immer noc^ weniger angebaut, alS 
fie ed 9erbiente. iRuc in einjetnen @egenben gibt ti au^bel^ntere 
${lan)ungen, bie, wie reid^ aud^ bie jtirfd^enjlal^re auSfaOen m5gen, für 
i|re 83eft|er fel^ eintrüglid^ werben, ^n ^lorbbeutfd^lanb I5nnen ba bie 
Sieiianbe unb befonberS bad Sltelanb in ber 9la^e von ipamburg unb 
Sremen, bie @egenb von Sßie^en|aufen bei @5ttingen, von SSerber bei 
$0t8bam unb von @uben k. genannt werben (wo^er aud^ fo wandle 
tieffiid^e neue ©amenfotte und julam) , unb fo flnben ftc^ audb am 
Sobenjee, fowie in ben 9llbt]^&(ern in SBürttemberg unb im 9iemgt^a(e, 
a.O«in Keuffen, gridfenl^aufen, Sinfenl^ofen, Unter« unb Oberlenningett, 
SIemd K. auSgebe^nte, für bie gebadeten Ortf^aften fe^r eintroglid^e 
itiifd^enplbtniungen, wo 6ine ®emeiitbe fdjion iofter für 20,000 @utben 
ftirjd^en in bemjetben ^^^re vertaufte. 



30 3)ie Äirfc^e. 

S)a6 man beit ftitfc^tibaum n^t ^iufigcr pflangt, baran ift tl^eUS 
@(^ulb, boB man, norjuglid^ in iRorbbeutfd^lanb, gar nid^t gemo^nt ift, 
anbete jtir jc^en ju trottnen , alS SBeid^f ein von «nilber ©äure , ja aud^ 
biefe nur in Iteinen Quantitäten, um baoon einmal etmaS jtir^c^fuppe 
gu fod^en, mi^renb boc^ red^t reife ^erglirfd^n unb ^orpelfirfc^en ftd§ 
mit no(^ mel^r 9}ort]^it trocfnen laffen, unb mft^renb begS)orrend bur<9 
fanften S)ru(f auSgefteint unb etmaS g^^aoimengebrücft, SRoftnen geben, 
bie ben leDantinifd^ett an ©fite nid^t nad^ftel^en, fa gemad(|t oon federen 
jlirfc^en i^nen felbft gang &^nU(| ftnb. Ueberl^aupt ift mand^e SSermen« 
bung ber Äirfd^e ju ^audl^altSgmecten no(^ gar nic^t betannt ober bead^tet. 
9QßeI(^e gemaltige SJlaffen non ffleid^felbiumen (g. S3. ber SBettenburger 
Sftatte, Erfurter 9(uguft(irfc^e , ^enneberger ®rafenttr{d^e) mürben ni<!^t 
gepflangt merben fönnen, el^e bie SEBein^&nbler eä mübe merben mürben, 
bie grüc^te gut gu begal^Ien, um beren @aft für ben SRotl^mein gu be^ 
nu^en. 34 meig, bag ein Oefonom, ber in feinem ©arten mo^t 
40 Sßeid^felb&ume l^olte, gange Sßafd^tdrbe noa bad $funb gu 2V2 ©über« 
grofc^en an SBeinl^&nbler nerfaufte, unb nennt man non bie{er Senu^ungd^ 
art bei und mie au(!^ im äBürttembergifd^en bie gem5l^nlid^e, aUgemeitter 
verbreitete Sßeic^fel f elbft SBeintirfd^e ; bennoc^ meig id^ nid^t, bag irgenb 
3emanb barauf gebadet l^ätte, für biefe 93enu^ung3art eine grfigere 
äBeid^felnpflangung angulegen. — ig»auptfd(^lid^ aber liegt bie Urfad^, 
nxirum man ^rfd^en meniger pflangt, aud^ mit in ber f^urd^t not ben 
gmelbeinigen 9)ieben mit unb ol^ne glügel, bie non ben ^rüd^ten für 
ben (Sigentl^ümer bod^ nichts übrig lofjen mürben. @in guteg SRittel 
bagegen m&re mol^l fd^on, bag mer eine Jtlrfd^enpfCangung mad^en miS, 
biefe fo au8gebe^nt mad^e, bag einiget SDBad^e^alten babet jic^ bega^lt 
mad^t, unb bie 9}5gel ner^dltniBm&gig nur einen {(einen S^l^eit nel^men 
ISnnen, unter benen eigentlich nur ber fd^taue unb fo gemaltig fid^ ner» 
mel^renbe Sperling gu fürd^ten ift. Slimmt bie SBaftarb-Tlac^tigaE, Mo- 
tacilla hippolaris, mit i^ren jungen einmal ein paar ^rüd^te, fo bringt 
bad menig, * unb bie jtembeiger, bie man balb $5rt, fomie bie Staate 
l^alt man mol^l nod^ genügenb mit @d^ieggemel^r im ^aumt; leitete 
ge^en auc^ , mo fte ^inreid^enb ^S^^f^cten unb SBürmer finben f 5nnen, 
bie ft'irfd^enb&ume nid^t an, an benen id^ fie in liefiger ©egenb nod^ nid^t 
f (effen fal^ , obmolgl id^ in ©ulingen unb 9lienburg i^nen gum SRiftcn 
ig)Olg{(oben in bie 83&ume l^ing unb am'ig^aufe unter bem 2)a(|e befeftigte* 

* 3a^f! bemeidft jebo^, ba( getabe biefer Sogel, ber aud ber ganzen Oegenb 
in feinem harten 3ur Stirfd^enjeit ft(^ oerfammle, i§m »tele itirfd^en oerberbe* 



Sir (ebfirfen inbeg, xotnn bie jtirjc^e aud^ im ftteinen in ®&rten me|r 
angebaut mrben foQ, n)irlfameren (Sc^u^ gegen ©artenfreoel , fon)ie 
(hneuetung ber @efe^e ober Sieferung von @perlingelipfen. 2[d^ l^be 
m^l \<lton bei frübeter ©etegenl^it nid^t gu Diel gefogt, bag bie @per« 
Itnge, iDel^e m^ aQen meinen Seobacbtungen (namentlid^ bei 5fteret 
Qtiterfn(|ung ber £r5pf e unb 3ßägen t)on 2[ungen unb Sllten im Sommer, 
190 i^ Untere oft ^d^o^ , n)enn fte in ben Obftbiumen eben red^t. be^ 
Wöftigt gemefen waren) nur wenig Stielten frejfen, an Äorn, £ir|djen, 
SBein, ßrbfen bagegen id^rlid^i {otd^e Sl'laffen oerje^ren unb oerniditen, 
ba§ bad too^l ben ©taat^ofonomen aufmerlfam mad^en m&d^te, unb ba 
Slatbemotifer barüber wol^I in i^ren 9ted^enbüd^em neuerbingä einmal 
ein l^empel mit eingeftreut ^abcn, meld^ed in bie ^ugen leud^tete, mag 
ed gelommen ^ein, bag menigften^ in f)kf\Qtx ©egenb ba§ Siefern oon 
6perIingdI5pfen feit einigen 3^^^^^^ mieber verlangt i[t. Um ber WlaU 
lafer willen, bie ber @perling gern verje^rt , brandet man il^n nid^t gu 
f<IJonen; bicfe l^aben in lefcteren 10 — 20 Sauren, tjroft aßer Segionen 
oon ©perlingen, bereite mel^rmalä gong arge SBerwüfiungen angerichtet, 
unb werben, feitbem burd^ iBenu^ung oon §(eifd^ unb jtnod^en aUer ge# 
faOcnen Spiere gu led^nifd^en unb 5fonomijd^en ^totdtn, ^rä^en unb 
Slftem im SEBinter nidfit mel^r l^inretd^enb gu leben ^ahtn unb mertlid^ 
aine|men, aud^ nad^ ben SerIoppe(ungen bie ®d^weine nid(|t me^r nad^ 
i^rer StebllngSfpeife, ben Engerlingen, bie 9(etfer burd^wül^ten, unb bie 
Oetonomen bie SRaulwürfe burd§ bie Ißerfonen , bie au8 bem S^i^B^i^ 
ber SRaulwürfe ein @ewerbe mad^en, aOgufel^r wegfangen laffen, nod^ 
toeiter fo gunej^en, bag o^ne 3n>eifel balb bie Slotl^wenbigteit ftd^ 
^raugfteden wirb , fie burd| ZRtn\iitn in SRaffen fammeln gu laffen 
(eine gute Arbeit für bie armen unb beren Äinber), unb fonft wlrffamere 
@($u^miitel gegen fie aufgufudgen , ald burd^ ®(!^onung ber Sperlinge 
fiegen fte ftrieg gu führen. 

9uf ben Boben ift ber ßirf(|enbaum im allgemeinen nid^t eigen, 
nenn irgenb Obftbaume barin wad^fen, unb lommt ^auptf&d^lid^ nur in 
gu feud^tem naffen SBoben nid^t fort, wenngleid^ er aud^ wieber aOgu 
troitenen SBoben nid^t liebt, unb in ben gu tro(fenen IB5ben bed 9Rufd^el^ 
lolteg (g. ». gu ^efftg^eim bei Seftgl^eim) in le^teren 6 ^al^ren gange 
Staffen oon ftirfd^bAumen abgefianben finb. 

3n freier luftiger Sage, unb f o namentlid^ aud^ auf S(nl^il^en, bleibt 
ber S3aum am gefunbeften unb tragbarften , inbem er ba weniger an 
^tgfiu^ leibet, al8 in ber @bene, wenn bafelbft ber Soben ein gu 



32 S>i<i Ititf^e* 

trotfener ifl, übet oft ju ttotfen toirb, ingle^en auf %i|d^en bie 8lüt§e 
toeniger burc^ 9la(l^tfr5fte kibet, bie in ftiOen Staaten tiefer imZ^cdt 
ftd^ neit fühlbarer mad^en, unb enblid^ bie jungen ^fid^te auf 9tn^(|en 
nit|t fo leicht burd^ j^ei^e Sage @nbe SRai unb anfangt Sunt getöbtet 
»erben, burd^ xotl^t in ber €bene oft ber größte £§ei( berfelben oer« 
gUbt unb abf&at. 

3Jte^r oieKeid^t ald ber Soben |at auf @efunbl^eit unb SCragbartett 
ber Airfc^enftomme ber @runbftamm (Sinflug, auf rot^tn man fie oer^ 
ebelt, unb foQte man nac^ meinen (Srfal^rungen ©ügtirfc^en immer nur 
oerebeln auf SBilblinge oon ©ÜBlirfd^en, befonbetg folc^e, bie auS Steinen 
ber leiber faft oerloren gegangenen SBilben rotten @fi^irfc^e gebogen 
finb,* worauf \it am gcfunbeften finb unb weniger an ^arjffu^ kiben, 
als auf ©ilblingen oon fc^roarjen ^erjfirfc^en ; — fo wie anbererfeltä 
bie ©orten auS bem @auerttrfc^enbaumgef<^(ec^ie , mit SuSna^me ber 
meiften Sn^weid^fetn unb einiger ®la8Iirfc^en , nur auf SBilblinge, bie 
aud Steinen oon ^eid^fetn unb ©lagfirf^en gegogen f^nb^ t>erebelt 
werben f outen, vf^ie ©üglirfd^e auf S&ilbting oon Sauertirfc^e gebtac^t^ 
fnmmert unb trägt fic^ balb tobt; bad Umgete^rte gibt nac^ meinen 
me^rfalttgen SBeobad^tungen gmar fc^öne unb größere, aber wenig trag^ 
bare 83&ume, unb erflare id^ mir ba^er bie Unfrud^tbarteit, bie mannen 
9Beid^{e(n unb 9tmareQen (unter biefen g. 93. ben @ro6en @obet) nac|^ 
gefagt ift, i(^ auc^ genug an i^nen bemeift ^abe, w&^renb meine auf 
©auerlirfd^enwilblinge oerebelteu Stamme biefer Sorten frul^i unb fe^ 
reid^tic^ trugen. 9tud^ auf ber Settenburg würben berartigc Sorten nad^ 
Sru^feg älngaben bef onberd oft alS wenig fruchtbar bejeid^net ; f am bcA 
hwootif bag fie auf 9Bi(blinge oon Sfi^^irf c^en oerebelt waren ? (Sv fagt 
jwar, buB er aud^ a&e Sorten in SSerebelung auf ©runbftamm oon 
Sauerfirfc^en oerfuc^te , aber ti würben , wie er berid^tet , io^ fletS 
mehrere Stamme oon jeber Sorte auf Sugfirfd^enwilbUng erjogotr 
unb xAcMdft waren gerabe biefe bie auegepjlangten. Srud)fe§ felbft 
bringt fc^on einige äSa^rnel^muugen bei , bog Sorten , bie auf Sfi^^ 
lirfd^enunterlQge uufrud^tbar blieben, trugen , nad^bem fie auf Unterlage 
Don Sauertirfc^cn gcbrad^t würben, g. 99. S. 4k8 bei ber Hintglic^en 
Sä^weic^fel. & w&re an ber ^eit, über ben l^ier beregten $untt, ber 
nod^ SCiiiberftreit finbct, audgebel^ntere, abfid^tlid^e)93erfud^e gu machen, 

* 3n (erm^aufen ftnben fl(^ jeboc^ nod^ einige gto^e .)Bftume baoon unb 
tocrben toenigfifnd SamUnge gut Snguc^t oon SRuttevb&nmen ffit bie iternju^t 
no($ SU ^oben fein. 



mtd jebenfaOd ehtjelne SuSnal^iiteii fid^ futben b&rf ten , wie eS mir 
j. 8« US|cr fii^lnt, bag btc Settcnburger (glagfirfcj^e auf ©ugfir^d^en''^ 
]oi(bIing beffer gebeil^e (meine Erfahrungen barüber finb aber no6) 
Klnxtnlenb.) @o tl^cUen auc^ ^yvx (Barteninfpector Sucag unb 2lal^n mir 
mit, ia% in j^ol^nl^eim unb SReiningen f(i^5ne, fe^r tragbare, auf @üg^ 
lirf^e gerebelte ©tämme ber jt5ntglic^en XmareOe ftel^en, Don bet idj^ 
nrinerfcitä »ieber in Slienburg einen au^rorbentlic^ doS tragenben 
lungen Stamm auf Skid^felunterlage ^atte« 

3n miemeit bie SRal^alebtirfd^e eine gu empfe^lenbe Unterlage für 
iKrfd^en fei, namentlid^ an^ für feud^ten Soben, barüber finb gleichfalls 
bie 9ct€n nod^ nid^t gefc^Ioffen, unb m&l^renb biefe Unterlage neuerbingd 
mieber fe^r empfol^Ien ift, mirb non anberer @eite miberfprod^en* 9ud^ 
biefeS Jtopitel mirb nid^t el^ Ilar merben, ali bid man abfid^tlic^ SB&ume 
4mf verfd^iebene Untertagen in größerer ^a^l unb in oerfd^iebenem 93oben 
neben einanber pflanjt 

Unter . ben Jtronll^eiten ber jtirfd^biume mag l^ier nur nod^ beS 
leid^eren äierborrenS ber iüngfien @ommertriebe burd^ lalte SBinbe, 
baO» nad^ ber Slütl^eieit unb htm Sudbred^en ber Slatter, gebac^t merben. 
^ |nbe in meiner „Snleitung^ ic. , namentlid^ burc^ (Erfahrungen an 
einem ^robebaume, bargutl^un gefud^t, bag eS nur einjelne (Sorten ftnb, 
bit an biefem Uebel leiben, unb mo bie fioge ba}u gef&l^rlid^ ift, mu{5 
vMcn fotc|e ©orten nid^t pflanjen. 

i>ai £)ünger ben JClrfd^en fd^abe, eS fei benn, bag frifd^er Stau' 
bänger in n&d^fte M^t ber Sßurjeln gebrad^t merbe, babon ift man in 
nenefter ^At mo^l genügenb gurüdtgelommen. S)ünge man nur gmecf« 
mä|i0, unb ber (Srfotg mirb fub geigen! 

S)ag bie neueren, oft fo trefflid^en Obftf orten burd^ bie ©amengud^t 
gemonnen feien, ift fc^n me|rmal8 in biefem SBerte angemerft, unb 
mid^ unter ben ftirfd^en beftel^t ein ^t\i unferer fc^^barften ©orten 
aus neueren @dmHngen; j[a man l^at bei bem ©teinobfte bie SSemerfung 
gcmad^t, ha% eS burd^ bie fternfaat leidster unb b^uftger, alä bad ßern« 
•0bft, eble ^röd^te tiefere, meSl^alb man fd^on anfangen mollte, lauter 
unoerebette ©omttnge gu giel^en. SDag bieä für IIeinei;e 9lntagen nid[|t 
proCtifd^ fei, mo nur bie Snpftangung oerebetter @tamme burd(in>eg @uM 
unb baS (Semünfd^te unb ^mectm&gige tiefert, ift l^inreid^enb nad^ge# 
•niefen« SBer inbeg 9laum ^at, mag immerl^in probiten, maS aud^ cm^ 
itemen ebler ©orten gegogene fttrfc^enmilbtinge tragen, unb m&^renb 



34 S>ie Alrf^e. 

bie faDenbeit mittelmS^gen unb \^Uäfitti, nad^bem bie ^fid^te fi(i^ ge* 
geigt l^aben , — toenn mif mit etroaS grögerer ^Sft&^t burt^ Suffe^ 
rael^rerer Sfteifer unb n)0 tnigtid^ nid^t auf aDe ^roti^t in bemfelbeti 
3al^rf, — immer nod^ umgq)fropft mtrben tonnen, bel^alte er baS ge^ 
faUene n^irtlid^ 6ble. ^ol6)t ©tamme n)erben um fo gefunber unb trog* 
Barer fein. 

Um eine jlirfd^enfnid^t gel^Srig ju unterfud^en ober rici^ttg gu be« 
fd^reiben, foQ man [ie erft xt<bt reif merben laffen, aud^ ein gün^igeS 
jUrfd^enja^r bagu benu^en, n)0 bie jttifd^en in Sßel^rga^t reid^lid^ tragen, 
inbem in meniger günstigen ^^l^ren fte oft eingelne ^[bmetd^ungen geigen. 
Steif ift eine ^rfi^e , menn fte ftd^ gcl^orig unb nad^ i^rer Sigentl^üm* 
tid^teit gef&rbt unb bie DoUfommene ®äte i^red ©efc^motfS erlangt ^ot. 
SS nun biefer $untt eingetreten fei, lel^rt mel^rere Grfa^rung, befonberS 
aber bie SBemertung , bag unb mann bei einer ftirfc^e bie Ueberrdfe 
eintritt, n^ad am &in{d^rumpfen beS ©tieU, aber aud^ fd^on ber %tvL^ 
felbft, unb Sibna^me bed guten ®t\ä)mad^ [lif bemertlid^ mad^t. @e* 
mi^nlid^ mirb ber |$el^Ier gemad^t, bag man auS ^urd^t nor 93igeln bie 
^irfd^en nid^t lange genug ^dngen Iftfet. — SSei ber großen Slel^ntic^tett 
nieler Airfc^forten bleibt eine rid^tige Angabe ber Sleifgeit ein ^upt^ 
unterfd^eibungSmerfmal. S)a aber bie Steifheit nid^t nur in nirbttd^e« 
@egenbeii gar merfli^ fp&ter, aU in ©fibbeutfd^Ianb ober gar in 
^anlreid^ eintritt, ja in berfelben @egenb, j[e nad^ ber Sal^redmitterung, 
unb ber frül^eren ober fpSteren (Sntroidftung ber ©lüt^e, um 12—14 Sage 
abdnbert, fo füllte fc^on S:rud^{eg , bag bie Angabe ber Steifgeit nad| 
^tmaitn unb 3;agen nid^t nfi^en I5nne , fonbem man gu beobad^ten 
fud^en muffe, in meld^er ^Reihenfolge bie eingelnen ©orten in bem 
Sleifmerben auf einanber folgen. S)a er aber bie Steibenfolge ber ©orten 
in jleber €taffe, \a fetbft in ben eingelnen in jeber Slaffe gemad^tes 
9iubri(en oon nöQig fefigefteKten unb nod^ nid^t ^inlf nglic^ unterfud^ten 
©orten immer micber oon oom anfing, ol^ne gu fagen , mann unb mit 
meldten anbem ©orten bie erfie ©orte berfelben (Siaffe in fpfiten ober 
in fdil^en ^a'^rm geitigte, fo lommt man barin mit feinem SSud^e felbfl 
nod^ etmod weniger meit, alS bei angegdener 9ieifgeit nad| ßalenbergeit 
3dJ ^obe bal^er bereits in meiner „Anleitung* oerfud^t, bie Älrfd^en, 
fo niele id^ beren lannte, in il^rer SReil^enfoIge nod^ SBoc^en unb l^alben 
SBod^en in gemeinfamer Ueberfic^t gufammengufteOen , unb ba biefie 
3ufammenfteIIung feineSmegS bereits fo nodtommen unb umfaffenb ifi, 
um als eine enbgüttige unb genügenbe betrad^tet ^u merben, merbe id^ 



IDle Itirfc^f. 86 

« 

Me Seobac^tungfti unb jal^rlid^en 9lufjet(^uungen in guten JCirf^en« 
fahren, bie mir leibet feit 1852 er[t 18&9 unb60 nrteber lourben, fort« 
fe^en, unb bitte ani^ Knbere, bie* umfaffenbe ftir{<9en€oQectionen befi^en, 
4SIri<$ed gu tbun, um bie ZaUüt einmal DoHIommenev, DieOeid^t f^on 
^an eAIujfe biefeS «Berled ju geben. Socetfl \t>ü bie Süeifgeit ber JCirf(!^en 
fo angegeben werben, ba^ gefagt n)irb: reift in ber erften, gn)eiten, 
britten :c. SBod^e ber fi:irf(^en||eit. S)iefe Eingabe wirb in l^eigen ©ommem 
babur^ mobificirt, bog bie JCirfd^engeit bann um rcid^Iid^ eine äßod^e 
fi^ abfurgt, unb i^ babei nod^ gu bead^ten, ba{| namentli«^ bie bunten 
Itnorpeltirfd^en , nienn fie auc^ fc^on gel^örig gef&rbt finb , bod^ nod^ 
Itemliil^ linger langen m&ffen , um fügen gemflrgttid^en ®efcl|mait )tt 
Memmen, maS bie Üngabe i^rer SÄeifgeit nad^ Sagen ober l^alben 
tRo^tfi erf^mert. $at nun 3^manb beoba(|tet, nMmn bie frül^en 
Sorten, bie mir lennen , ober bie gleid^ nad^ i^nen tommenben fe|r be* 
tannten (a(8 bie überaQ gebaute diotl^ 9Raifirfd^e, aud^ S)o))pette SXoi« 
fitfd^ genonnt) in feiner ®egenb in bem ^^l^re geitigten, fo lann er 
baraud bie ^üt, mann eine fpätere @orte, folIS er bie redete erl^ett, 
geitigen mügte, giemlid^ bered^nen, unb geminnt, mer bloS @ortni fflr 
ttite gu mad^enbe ^flangung audfud^en miQ, l^inreid^enben Vnl^alt, um 
Sorten früherer unb fpiterer Steife gu m&l^len. 

<^ bleibt nod^ flbrig , baiS Struti^feg'fc^e ftirfd^enfpftem , baB ge« 
nugenbfte Obfif^flem, metd^d mir bi^l^er laben , auSeinanber gu fe^, 
meUbeS tl^eild auf richtige ftenntnig ber oerfd^iebenen Saumarten beS 
fiirfc^engef^ted^tS, tl^eilS auf über{i(^tli(|e unb lonftantere ^txtmatt an 
ber gn«Hft fid^ grflnbet. 

Sine Sintl^eitung ber Eirfd^en nad^ ben oerfc^ebenen Sanmarten 
itnter ben jtirf(|en gu mad^en, l^atte fd^on S)ul^amel oerf ud^t, unb modele 
folgenbe (Klaffen : 

I. Jtirfd^bAume mit l^ergfSrmiger ^ntd^t; 
IL ftirfd^bAume mit runber f^rud^t. 

S3e{ (Slaffe L utilerfd()ieb er mieber: 

1) ben IBalblirfc^enbaum , Merisier (ben mitben ®flgtirf(|ens 
bäum), mit 8 Sorten; 

2) ben @artentirfd^cttbaum, Gerasiis hortensis, bei bem er fot« 
genbe Unterabtbeilungen mad^te: 

a) Onignier, i^crgfirfd^enbaum , mit n)eid|fleifd^iger ^ud^t; 

b) Bigarreautier, bem SEBortfinne nad^: ftirfd^enbaum, ber 
bunte, marmorirte Jtirfd^en trAgt, mobei er jebod^ gugleid^ 



86 SHe IHrf^e. 

fefM ^fd^; als (Haffemneidnal, otma^m, ttnb bot SRoikcd 
w^lte, »eil et fd^toorge^orpeUirfd^ennml^nic^t lonnte^ 
vlelmel^r nur 6 ©orten bunter Anorpelftrfd^en |atte. S)er 
9lainc ift aber fp&ter3(nlag gemorben, bag bie^angofes 
nid^ feiten aud^ bunte »eid^fletfdgige Itirf^en Bigarreau 
nennen» 
3a <S(Qf[e IL nm^te er bie 9Ibt$eiCungen : 

1) fold^e mnbe Airfd^en, bie man in Ißarid Gerises nenne; 

2) \oUfyt, bie mit ben l^rjformigen etmaS gemein l^Stten; 

giA icbod^ bie UtUerf^eibungSlennieid^en biefer WU^ilungen nid^t 0% 
na|m auf {le bei Kufj^lung ber einzelnen ©orten feine fftUdtU^t, un)^ 
bettttiiite nur 3 ©orten ber (Stoffe IL nid^t Gerisieft fonbem Qriottier, 
fo ba| Oriotte meOeicbt ber 9lame für bie gmeite Xbtj^eitnng fein foSte. 
SOai ttngenflgenbe unb Unlogifd^e biefer Slafftfication erneuet balb; 
hi4 1^ i^^ bie Sronjofen unb SSelgier , felbft nad^bem .£rtt<|feft 
Spftem ba ifit, nid^t Aber 9)u]^mel8 (Stafftfttation l^tnauSfldontnten 
(fie^e Annales I. p. 25)« 

9Kd^t vitl beffer ift bie Stntl^ettung , meldte bie (Sngl&nber bittet 
htk i^en Klrfd^en annel^men , meldte man- am (Senflgenbften auS Z)om^ 
ningS SBerfe (Fniits and fruit trees of America) erftel^t, n^ö^renb 
ber £onboner (Satalog, ber bod^ bei ben ißftoumen menigftend iSimai 
ibet (Sintl|ei(ttng berfelben fagt, bei ben ftirfd^ borftber gar nid^i 
bemcrft. S>omning ffil^rt auf (©*165): 

L ^ütirfd^en (Heait Gherries), mo bie XBilbe SBogelÜrfd^ un^ 
©d^marge ^ergtirfd^e als Zqpen angeführt merben {innten. Soitm 
grog, |od^ in bie Suft gel^enb, mit l^ellgrftnen, etmafi J^&ngenben 
(waYOd) Sl&tlem. S^d^t mel^r ober meniger ^erjfbrmig, mit 
gemfirgreid^em (rieh), metd^en, fügen $Iei(d^e, meift \^tx>ati pon 
f^arbe. (Enthalte bie Merisiers unb Guignier ber ^rangofen« 
n. Bigarreau Gherries , mad, tro^ beS SottfinneS be8 KarnenS, bei 
ben Ißomologen je^t Jtirfd^en mit feftem gteifd^e bebeute. 8aum 
mie bei 9tr. I. Sippud baoon fei Gommon Bigarreau (unfere 
^oOdnbifd^e ^ringeffinlirfc^e). S)iefe ®[affe entl^atte bie Bigarreanx 
ber grangofen. 
nL Duke Gherries. t^rud^t gerunbet, gartl^utig, faftreid^efi, fd^met^ 
genbeS gleifd^; ®efd^ma<I nor ooller 9leife gemS^Itd^ sub-add, 
in ber Steife erhoben (rieh) unb na^egu füg. Mai Duke (unfere 
8tot|e SRailirfd^e) fei Si^yuS unb entölte bie (Slaffc bie Gerisiers 



Sie Myf4<. 87 

^ t^angofen. Saum in betr Sttgenb auftcdlt »dd^fnrfiy loetbe 
ii{<|t fo grog als ber Don 9tt/ L, imb loerben odler M ben 
SSUditm fo giemtid^ bie Jtmnseid^en ber Slfttter am XoM^fel^fd^m 
€ftgi0ei($f€(< unb ®Ia8Iirfd^etibaume angegeben. S>enii0<i^ netben^ 
fooiel idl HS j[e^t f^He^en lann, aud^ SlmareDen unb efaijetn tcd^t 
milb fäuerlid^e ^eic^feln in biejer (Slaffe wxtommm, tmb l^abe 
\^ ). Sb. unter Late Dake, in ä^egetation nnb ^^nu^t unfern iSro^en 
@obet (eine Sntaieae), betommen, wa^renb id^ unfere ®pite ^erjoten« 
ttrf ^ (SSa^e (Snglifdde ftirf 40 em)artete. SS beutet barauf on^ 
ber Sn\a1i l^in, baf ber S<mm in ber ^ugenb aufregt toad^j^ 
IV. Morollo GherrieB. Common Eentish (mol^I unfere iticine OtoS« 
tirfd^ non Wtonimoxtncrjl) unb Morello feien "Ei^pen. ^mü^t meifl 
tunb, jortl^autig, faftrei^ jartfleifd^ig unb gang add, |tiiptfid^< 
Uc^ gefc^ft^t fftr bie jlüd^e unb gum (Sinmac^en. Saunt fti ntel^r 
tiein unb breitfronig (spreading growth), ndt bunnen ^^veigen 
unb f oft bunfetgrflnen SBl&ttetn. (Sntl^aUe Oriottieis unb Ceriiiers ber 
flh^angofen. S>{efe (Stoffe n)frb alfo ^auptf (U^lid^ SSeid^feln entl^oUAt, 
mib ffi^t er bei Morello oIS ©pnon^m aud^ an: Griotte du Hordt 
»oS unfcre^roge lange Sot]^tirf(|e (2>oppe(te @<l^ttenm0rdle) ifL 
68 bebarf nieber leiner langen Ueberlegnng, um baS Ungenftgenbe 

ond^ biefe« SpflemeB, fftr meld^eS bie Statur felbfl ein beffereS gegeben 

^, gu ertennen. 

2Ba8 @i(t(er unb S^rift in eiofftfltation ber järf^ bifUen, 

ftbergel^en n^ir ^er, ba fie n)enig (SigeneS gaben, unb in fpiUeren Sp^xm 

€^t burd^ £rud^fe§ Spfieot geleitet »ar. 

Seit n&^er bem Sttd^tigen trat fd^on 6tiftSamtmann Sflttner }tt 

^Oe , in einem »uffa^e im ZX).i8f. Sb. VIL & 293 -- 906 nnb 

^61 — 889, ber ben @runb gu bem ©^fieme legte, metd^« Zrudjlfeg 

«eiter entmictette. 

5Crud^fe| l^otte burd^ Iftngere Sufmerlfandeit auf ben ffiud^ ber 

Mi^nd^me nnb burd^ bie nom (Sai teninfpector S^margtüipf gn ßofftf 

ml in n)eit größerer XuSbel^nnng non i^m felbfl gemad^en Ouafnaten 

«tn Jtirf d^nfkinen erlitnnt, ba| eS 4 nerf c^iebene ®ef d^(e(|ter bei jttifd^ 

tonnt gÄe: 

L@fttlirf<|enbaum; £inn^8 Pnmus avium, mit großem, girobt 
in Me ^i^ gel^enben 6tamme unb meifi mirtelf 5rmig (quirlf Smrig) 
ongefelten tUflen, be{onber8 aber Ienntlfa| burd^ gro^t Iingi&|< 
Mde, UalgriElne, etma» mngelige, l^mnicr^fogenbe, tief ba^ieit 



88 ^ ittrfitt« 

VjfitffUdt , unten mit feinen $&rd^en Befe^te Blätter , unb burd^ 

feine auf ber ^(i^tlnofpe aufft^enben (nur mit unbebeutenbem^ 

gong lut^em gemeiiifci^aftlid^en ©tiete für mel^rere einzelne iBlütl^en 

nevfelenen) S>o(benb(umen , beren Idnglic^ löffelformige ÜBCunien;» 

Kititx ji(i nid^t auf ben Stumentelc^ gurutf legen, fenbem beim 

ißl^tn Qiel^ gef^loffen bleiben. 

IT« S>cr ®roBe ©auerlirfd^enbaum mit gleid^faUi gerabe auf« 

re^t nmd^ jenbem , bod^ nid^t gaii^ fo großen ©lamme, al8 bei 

9tu L , aber aufredet ftel^enben ftorfen heften, unb {mar aaitfy^ 

großen, aber buntelgrünen glatten (nid^t bel^aarten), mit bet 

€|>i4e in bie $ibe gerichteten, ober menigftend magred^t 

liegenben unb ni^t l^&ngenben, aud^ am Staube meniger tief, aber 

regelmft^ger boppelt gegdbnten Sldttern; aud^ üon 3tt. I. burc^ 

mand^mal geftielte SBlumenboIben nerfd^ieben, beren ^Blumenblätter 

runbere, fd^aumlöffelfiirmige Slaiter ^aben, bie nad^ ber SntfaCtung. 

fid^ (luf ben fteldft gurudtegeu (mel^r magred^t augbreiten).. 

IIL S>er ftleine ©auerfirfd^enbaum; bem sub IL gtei<|eni^ 

burd^ bie mand^mal geftielten Stumenbolben, fomie $orm unb Sage 

ber Sldtter unb Blumenblätter, fid^ aber von bemfelben unter« 

f(!^ibenb burd^ Heineren @tamm, bünne, lange, unregelmäßig an^ 

gefegte unb bei mebrerem SBad^Stbume b^tab^&ngenbe ^vodgit 

unb um bie $alf te {leinere 83tätter. 

lY. S)er Slfltl^enfproffenbe ©auerlirft^eabaum« 3^8^^^ 

' SBlfttter mie bei 9tr. UI. ; unterf d^eibet ftd^ aber burd^ {mergartigen 

S93ud^8 unb be(onberd burd^ bie (Sigenl^eit, bag er nid^t unmittetba« 

< Slfttben, fonbem @prof[en (iunge ä^tiit) treibt, an benen jidft 

SBIiltl^en unb ^^rfid^te erft im ©ommer nad^ unb nad^ , unb fofl 

ben gangen @ommer l^inburd^ entmidetn. 9tur bie SlQerl^eiUsai^ 

litfd^e reprafentirt big je^t biefe klaffe. 

IBon jal^lreid^ @orten auS jeber biefer Staffen, beren Sb&amt 

auf ben erften SUdC rid^tig ju ertennen man fid^ nn{d^»tr gemftl^ttt^ 

mad^e Zrud^feg unter genauer {Bejeid^nung ftemfoaten , unb nxir baS 

SIefuttat, baß bie gemonnenen @tdmme burd^gel^enbS baffelbeVomu 

gefc^Ud^t, aus bem bie jterne genommen maren, miebergaben, bie Wii» 

J^iUget^rfd^e guglei«^ auc^ lauter ^mttqlfiimmt , lod^rcnb 9on aidmn 

imergartigen @auerlirfd^ aud^ große @tdmme ^len. Srud^feß flnbet 

hierin, unb mol^l mit 9ted^t, bag fid^erfte jtenngeid^en, baß man bie 4 ge« 

bauten Hirfd^banmarten als 4 oerfd^iebene @efd^led^ter (genauer m&rc 



%U «irf««» 39 

»0(1 gefagt: Vrten) fiettftd^tm bfirfe, gumal ftc in benmciter folgenben 
Üntetabtl^ttuiisen beS S^flemS bur(|| bte gemad^te jternfaat puftg in 
finanber äberginfien, @ägn)ei(^feln, }• S. @la§rir(d^en — fd^n^arge $erji* 
Rrfd^m bnnte, — Sßeid^feln Smarellen, unb umgcfe^rt gaben, rodl^renb 
nie an8 bem €tein einer 98et(|fel obec SmaTClIe eine ©lafiKrfd^e ober 
Sflgmei^fel , ober gar ^xitxx^t , unb umgetel^rt , J^eroorging* Slud^ 
meine, nenngleid^ nic^t weit audgebe^nten S3eobad^tungen an ßirfd^ien« 
fftmlbigen ^ ftintmen bamit überein , unb l^at man neuerbingS 6 Srten 
von Jtirfd^b&UBien, @(l^mar}firf<^e, Sic^tfirfd^e , äSßeiddfelttrfc^e , 3lmmer« 
lirfc^e, ©trawjfirfd^c, g^w^^^'^Hk^^ttbc Äirfc^c — ober gar, wie SJl. 3. 
Sümer , 20 Srten annehmen n)oUen, \o x\t ba(l n)tatAr(ic^ unb entbehrt 
ofied )urei(^enben ©runbeS. 

2)te n)eiteren Slbtl^eitungen im @^fteme nal^m Sirud^feg nun (er Don 
^tbe ber t$rud^t, SBefd^affenbeit beS ^-(eif^ed unb ©cjc^matt , unb jo 
entftanb bie auf umfte^enber @eite angegebene (Slaffification. 

9^^ bicfem @9fteme lernt man jiemli^ fieser unb leidet, fobalb 
man ^rud^t unb Sdaum l^inreid^enb fennt, bie (S(af[e beftimmen, in 
veldbe eine ftirfdbenfrud^t gel^ort, unb m&re ^öc^ftend bie älugftellung ju 
machen, ba^ jebe ber ^lieglid^ fft^ ergebenbrn legten Unterab«' 
t^eilungen gu einer (Slaffe erhoben ift, beren^ai;^! bei neu entftebenben 
^d^ten ft(^ felbft nod^ nermel^ren unb bie jc^tge klaffen gal^t ftnbem 
tonnte, wei^l^alb man mo^I lieber bie 4 IBaumgejd^Iec^ter ald €(affen 
betrad^tet unb baS Qebrige als Orbnungeif unb Unterorbnungen einreibt. 
3jl bied (Softem getabelt, ba^ man, um gu miffen, n)o[)in eine ßirfd^e 
gf^&re, immer auc^ eifl ben 93aum lennen milffe, ber fie gab, {0 ift 
ed in gu fangui^fd^, 00m ®d^5pfer nid^t gemäl^rleifteter Hoffnung 
gefdbe^n, eS ba^ln bringen gu tonnen, febe ©orte fc^on nad^ ben in 
ber ^ud^t fu^ finbenben SRertmalen l^inreic^enb gu beftinimeu unb fidler 
anfgufinben* ^a , menn man aud^ bie erften €(af[en auf Itcnngeid^en 
an bet 3^d^^ f^^Mt grünben moQte, jo lann man in gmeiter ^^ftang 
bennod^ mieber ben 6aum nid^t loS merben, mad gute^t gang auf einS 
^nouSlommt. O^ne l&ngeren 9lufn>anb T)on3^i^ unb 3Rfi^e lernt man 
baS Obft nid^t tennen, unb foUten mir eS oielmel^r bantbar ertennen, 
wenn und in bem liSaum nod^ fiebere Unter (d^ieibungSmertmale gegeben 
ftnb. SEBodte @ott, baS Iternobft böte in jetnen S^aumen eben {0 fiebere 
Qnterfd^eibungSmerlmale bar ,. bie Homologie ftänbe bann auf fefteren 

es tann bie ^age entfielen , ob nid^t ntedeld^t fd^on je^t hm^ 






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Me Sn^tttUirfdle wn Soeleii (Mnigitt ^ottcnfe, SaoafS flto^ $et)« 
liffd^ ac)^ brr DleOdd^ and| 110$ Ue ndr USI^ n0(| unbefannte 
€|^e]ta9^d iS^&ne unb itüil^ 1—2 anbete l^ingu tommen {5»nen, Sin« 
lol }tt einer <£meitening be0 SErud^feg^jd^en SpflemeS unb Smfd^iebung 
einer gonj neuen Staffe, ober n)ettigjtenS neuen erflen Unterafiti^ettung 
iDif(|en €fl^Iirf(^n unb SflgneU^feln norliege. ÜRan l^at bie fttrfc^ 
tMgin ^ortenfe beg^lb 0I8 9oftarbttef(^e begctd^net, nml fte 
m CtnmS bat 9RttteI jttifd^n 6ftglirfd^en unb ©loStirfd^en ^fttt , unb 
vtat geneigt war, gu glauben, ba^ fle burd^ SBemrifd^ung non bunter 
^tirfd^e, nad^ onbem non Sflgmeid^fel mit <91aS(irfd^e entftanben fein 
«M^e. — iS» betul^t inbe§ bie Snnal^me non ber Saftarbergeugung 
Ucfer ftirfi^e burd^oug nid^t auf fidlerer <Srfa]^rung dber trgenb gunet# 
ttffiger 9tad^t, unb »ftre, n)ie man angenommen l^ot, bie Mai Duke 
(Kot^e SRttif irf^e) ber Spater, fo mftre au(( leine mirltic^e )93afiarbirung 
ba, ba @fl§mei4fel unb @la8firfd^e berfetten Saumart angel^iren. SDie 
<Befc|i(^te ber ^ier froglid^n JKrfcle, bie man megen il^er @r&ge unb 
Ci^n^ immer mieber^U in neuen 8(uf[agen nerbreitete , Derliert fid^ 
Beidt* \tlfi siemlid^ in frä^ere ^eit unb ind Shtntle surfitf. 3Ran l^at 
Ue mieber^oUe neue SBerbreitung berfelben unter einem anbern Flamen 
temit ted^tfertigen unb erlldten moQen , bog fte gernft^nlid^ in gleicher 
<dtU aud bem fteme nad^e, unb fomit biejenigen, bie fte unter neuem 
9iamcn verbreiteten, fte aud^ mol^lneu ergDgen^ten. S)0d^ mug bie ^« 
IN^ng/ bag fle conftant nai^arte, erft burd^ fidlere (Erfahrungen nod^ 
ensiefen merben, nnb fetbft bieS 9tad^arten oU factifd^ angenommen, 
eilUrt unb rechtfertigt bod^ bie Sfterc iBerbreitung ber $rud^t unter 
«nem Kamen nod^ nid^t ge^foig, ba bief er unb jiener miter ben fp&tereu 
Sccbreitem bod^ m^l^l gemußt b^ben mfigte , eine gleid^ Stirfc^e f($on 
ge^t unb bereu @tein gef&et gu l^ben. Ueber^pt aber mire bie 
nur auf Sermutlung baftrenbe älnnal^me von ber Safhirbergeugung 
bi^er Siit^t gegen bie eben fo ga^lreic^en, ald mit Sorgfalt uon SCrud^« 
feb gefammelten (Erfahrungen, unb mügte bur^ abfid^Hd^ unb mit 
flenauigidt angeftdite a3erfu<^e molftl erfi noc^ ermiefen merben , ha% 
Sofiarbtnuigcn jmifd^en ben non 34iid^feg aufgejiellten ftlrfc^enbaum' 
gefi^Iedbtem fid^ ausfahren laffen« Sn ftd^ foUte man bei ae|ntid^(eit 
ber Siume on ftreugungen to^fyl glauben, aber aud^ bei ben in i^ren Sftumen 
^bcn fo &|nlii|tn ^jiattmen mac^t mon bod^ f(|on immer ga^treid^bie 
<hf>^nmg, bag gemiffe Sorten fid^ auS ibrem Steine conftant forter« 
'iai|en unb bie BeftAabung oon anbom no^el^ben g^flonmenbiumen alfo 



42 2)Uftirf^ 

nii^t annfl^men. SCugetbem f}e|t nad^ meiner Slnfi^t Me itonigitt 
^ortenje bod^ in Saum unb ^rud^t ben ©Itötirfc^ weit xAf)tx, ai^ bot 
©üglttfd^en; ba$ Slatt ift an jungen S&umen nm^l gTO§, ttul^ fhnrf 
gegal^nt unb mit ftarfen 2>tfifen oetfe^en, \a unten giemlid^ ebenfo ftorf 
behaart, als baä Slatt bet ^ergtir^en, aber bie t^ruc^t glefal^t in goifee 
unb ©eftalt ben @IaMtrf4en unb l^at nur ni(i^t ndQtg fo gorteS, gan$^ 
in @aft ft(^ aufI5fenbed ^leifd^, dtt bie ®\i^mx^\tln unb ®la8ttrf4en^ 
]^aupljä(j^ü(l^ ober l^t ber enoad^fene Saum bog fkinete fl e ^ e n b e 
Slatt ber ©ttgmeic^feln unb ®la^txx\^tn, unb finbet man aii^ kL 
jungen triebigen Sdunten anbeter (BlaStirfc^en oft eUn fo groge, ^tttf 
gejagte, mit ftärteren S)TÜfen nerfe^ene 81&tter, meh^ S)T&fen gatq. 
aud^ ben SSeid^fetn nid^t fehlen. SteQeid^it l^at ffaapi\i!ifyl\j^ nur ber 
Umftanb }u ber 9(nna^me einer @rjeugung bun^ Itreugung mit €»ft^ 
meid^fel Sniag gegeben, bog bie Oliit^enbolben biefec JCirft^e fel^ i^nfift 
mie bie ber @ügn)eiil(>fe(n gefUelt ftnb« 2>iefer Umftanb aOein ober 
bered^tigt, fo niel mir fd^eint, no(^ ni(bt )u ber Snnabme einer SafiarW 
erjeugung, ba ein Hn f a ^ gu einem gemeinfd^oftUd^en Stiele ber Stät^en^ 
bolbe fid^ an^ bei ben ^rgtirfd^n unb @laftlirfc^ finbet; unb memt 
bieder €tielabfa^ bei einer neu ergeugten 9lrt &laitix\^t, bie in ber 
9tegel ol^ne ©tielabfa^ ftnb, etmag linger mürbe, fo bemeitt bai nttrr^ 
bog bie Statur nic^t nac^ ben non und oufgefteDten Slaffenmerlnuilm 
f^offt* 3^ bie 9lad^ri4it aber ben Ursprung ber Beine Hortau» 
richtig , meldte S)ittrid^ HI. ®. 267 nodti ^^^ Hnnalen ber ißatifcr 
@ocietdt , 3uli 1838 gibt , fo ergog* ber ©ftrtner Sorofe {unftd^fl an» 
ben Steinen ber Gerise nouTelle d*AiigIetenre (einer Sftgmeiilfel) bir 
Cerise Larose , meiere id^ mobt &d^t f^ait unb eine \dfon mit Icmgcm. 
Stielobfa^ nerfel^ene f|iftt reifenbe ®la8tirf(^e ift, unb anft ben Stetem 
biefer f^ud^t bann miebcr bie it&nigin ^ortenfe. ^r je^t 1^ mir bie 
9luf fteDung einer neuen (Sloffe ba^er nod^ al8 nerfrfll^t ecfd^etncn moDen^ 
bie bis gu weiteren @rfabrungen nerfd^oben werben mag, unb b^be id^ 
für j[e|t bie ftinigin ^^rtenfe unter bie @laS(irfd^en gefegt, um etwaigt 
bemna(!^ftige KAtffd^ritte gn meiben, gumal auc^ anbere $omologen fie 
bobin gä^len unb 2)ittri(^, Siegel unb S)o(bna^l fte fc^on äii \M^ 
auffüllten. 

i^rr Itommerl^ tven €arlowi^ gu S>re8ben fanb Xrnd^fel €9^01» 
wegen feiner vielen (Stoffen in Soumfcbuien nid|t red^ anwenbbor (w^ 
man fo aber na(b Sloffen nid^t gu pflangen brandet), audb fd^werer ttß 
l^ltli^ (was , ba fi<^ CinS auS bem Slnbern natadicb entwidiat, mix ' 



«i<^ ber gfcdl f^nt) , imb vMtt e» auf f olaenbe SSeif e oereiiifai|eii^ 
»el^e Orbnung aud^ S)Utti<l^ in {einem ^nbbu^ie onnal^m: 
L @ei<^(f(^t eüglirfd^en. 
S(* 1* 9Rit ffttbenbem @afte unb einfarbiger ^aut* 

1. Otbn. @<l^iDarie ^erliirfc^en. 

2. I, t, jtnorpeUitfd^. 

(SL 2. 9Rit nid^ färbenbem @afte tinb bunter ^aut. 

1. Ocbn^ SSunte j^ergtirfd^en. 

2. ff Jtn0r)>eltoirf(^en. 

(EL 3. aRU nid^t färbenbem @afte unb einfarbiger ^out. 

1. Orbn. SBad^0lirf(^en* « 

2. ^ aSo^Slnorpettirfd^en. 
IL ®cfd^Ied^t 6attertirfd|en. 

(EL 1. 3Rtt firbenbem @a^e unb einfarbiger i^out 

1. Orbn. SRit bem großen 6(tuerlirf (|enblatt : &a%mti^\thu 

2. , ^ ^ »einen « Saki(^fe(n. 
(EL 2. aßit nid^t f&rbenbem @afte unb ^eUrot^ |>aul. 

JL Orbn, iDtit bem großen ®auer{irf(|enb(att : (StaSfirfd^cn. 

2* y f, ^ Ileinen ^ unb ^ngen^ 

ben 3n>^^<^n* SCmareOen. 
SSUt eutlenfproffenbe ftirfc^e (SOerl^Ugenlirfii^e) rairb l^ier mit 
|R ben XmareOen g^il^ fein , unb tonnte man ed aud^ iwetfmali^ 
ftnben, au8 bie{er nod^ gan) allein ftel^nben ftirf<!benart leine eigene 
(Klaffe ju bUben^ ba moo menigfiend etmad ftl^niid^ed aud^ bei bem 
ftemobfte, namentlid^ ben fogenannten gmeimal trogenben @orten finbet, 
bie im Saufe itü 6omme(S anS ben jungen trieben oft aud^ nod^ miebet 
Slflt^ entmitfetn. S)a inbe| bie aaerbeiligenltrf<|e bied immer tl^ut^ 
mib i^e i61iUI^ nie glei<^ auB ben noriä^igen 2noSpen treibt , fo 
fd^int mir bie abfonbemng biefer ftirfd^e al8 eigene (Staffe bod^ f langem 
nenigfienS angemeffen, alB nid^t burd^ fidlere (Srfal^ungen ermiefen ift, 
ba| fie m^ mit ben übrigen ftirfd^narten ftreujungen mad^e, nnb nid^t 
bloB gang glei(|e nnb ftetB amergartig bleibenbe Stamme au8 il^ren 
Steinen faden. 

S>a| au(!^ biefe oon ^txxn von (Eartomi^ gegebene älnorbnung 
loffenb unb uberftd^llid^ fei, mag nid^t geleugnet merben, Mfy fc^eint fte 

* €((on SlTtt^fe^ ^at mxtffit^t eritmett, ba(, ba eS atit^Toei^ed SBad^iSunb 
muK^t fofl Hielte IHtfd^ geH ^ ^^^ f«i» ^^ Sternen aBt^dtief^e, ber au^etbtm 
«if bie ^Ibe Pnot^ellirf 4e ebenf otoo^l pa^t, ^«tt <SMbe|tei|it9f d^e nic^t tu gebrauil^en. 






4A Sie iHrfil^e; 

mir cigetttßd^ nur ein anbereS, ni^t ein beffereS al8 baS £n»$fe^d^ 
^^ftent gu fein, unb vor bemfeI6en nid^t folc^e Sor)3ge gu l^aben , ia% 
man barflber in einer Siffenfd^aft, xoo, n>egen ber ©d^vierigleiten , bie 
iie barbietet, nte^ ali in irgenb einet anbem, ®tabilit&t geboten ifi, 
itnb man o^ne bringenbe Ittfad^e nichts inbern foSte, Don Xrud^feg 
@9fiem abgelten mJM^te , baS , inbem eS auf bie 4 von ber Statur ge* 
•gebenen Saumarten fid^ grünbet , bod^ gule^t baS naturgernft^ere fein 
mAd^te« %u(^ lann id^ bii^iufe^^n, ba§ man gr&^ere®ftume oimSßeid^ii 
1eln unb Smareden bod^ meit jid^erer an bem l^ängenben jüngeren ^olj^ 
als an bem Heineren Statte nntetf d^ibet , melc^eS mi($tigere SRerfmot 
to obiger (Stafftftcation nur at8 9iebenmertmal bei ber 2. OrbnuQg 
ber legten (Staffe erfd^eint. 

9lu(^ igerr Dr. Sieget entmarf eine in ber !monalSfd|rift 3a|t» 
gang L @. 307 mitgetl^etlte ^ufammenjieOung ber Jtirfd^en, in meU^er 
er aOe (Slaffen auf bie Srud|t unb bereu Jtenngeid^ gu grftnben fud^L 
<a ift bie folgenbe: 
L (S(. S)ie Bi^nx\«ft, mit füBem f$(eif«e. 

1. Orbn. &^mar}{irfj^e, mit bunUer ober fd^marger i^aut unb 

farbenbem @afte. 

a) ©d^marge ffieid^firf^e (Seid^), mit meid^m $(elfd^; 

b) ©c^marge ftnorpeltirfd^e (gefte), mit feflem §Ieifd^« 

2. Orbn. SBeigtirft^e, mit nid^ farbenbem ®afte nnb bunter 

ober TOtl^er $)aut. 

a) SBeige ffieid^tirfc^e (2Beid|e), mit meid^ ^leifd^; 

b) SBei^e ^ort^elttrfd^ (^^0, mit feftem ^(eifd^e. 

8. Orbn. ®elbtirfd^e, mit nid^t f irbenbem ®afte unb einfaiMgev 
gelber $aut* 

a) ®elbe affiei(^irf(|e (S33el(^e), mit »eid^em ^etf(|e; 

b) @etbe 5enorpeItirfd|c (ge^), mit feftem ^leifd^e ; 
H. (St. 3rte ^Metfirf^e^ mit faurem t^teifd^ 

1. Orbn. Gd^marge Sauerlirfd^e (Sd^morge), mit f&rbenbem 

®afte unb bunfelrotl^er ober fd^nmrger ^ut. 

a) @Agmeid^{eI, mit f&uerlc<^ fasern Softe; 

b) 89eid|fel, mit faurem 6afte. 

2. Orbn. 9tot|e ®auerlifd^e (Stotl^), mit nid|t fftrbenbem 6afK 

unb einfarbiger, meiftenfi ^eSrotl^ $auL 

a) ®Iaafirf(^, mit faft burd^fid^tiger ^t u«b ong^«d^ 
finetUil^ Safte; 



b) SmorcKe, mit etnwi ttftber $aut unb ümA WtttÜ^ 
faitrem ^eifd^e. 

Xtmk S>ie 6ü^cid^el unb ©(aStirfd^ l^aben groge Slätter unb 
gerobe ftel^enbe i^nieige; bie SBcid^fet unb SmareQe Ilemr 
9l&ttcr unb l^ngcnbc 3n'^8^'' ~ 

S^ett Dt. £iegel fägt biefem @9ftcme n^d^ folgenbc Semei^buigm 
iei: 3ebe fel^Ierfrcte Obficiaf ftfication mäf[e bie a^ertmate in bergrud^t 
oldn jittl^ (SS tßU in ber Sotanil nur (Sin (Skfd^Iedgt itivfil^; 
£cm|feg lobe pod angenommm. Sei ieber iSint^eQung mflf(e bie (£tajTe 
«knon ^^en, »%enb Srui^feg bie lejjten Unterabtl^ilungen )u @Iaf[e& 
al^beu l^be» ICann l^be er bie $eralir[(|e al8 (Segenfa^ gu ber 
ibiDTineltiTVl^, bie oud^ J^etifftmitg fei , unb verbinbe , inbem bie $ei)<' 
Kcfd^en gugteidl »eid^fletf^e fein mfigten, mit bem SSorte einen Segriff^ 
bei im SGBm^te nU^t Hege. 

& lann für ben^ ber bie itirfc^en bereits jiemlid^ (ennt unb bar» 
nQ(9 mit il^rer (Sinreibung in nerf<iicbene (Slaffcn leidster fertig mirb^ 
fd^rinen, als ob bieS Spfiem mirllid^ betrdd|tlid|e Stergage l^be. 3nbe| 
erinnert man bod^ wtl^l fd^pn nid^t mit Unred^t, bag eS bod^ aUju m\%* 
lid^ fei y boB e r fi e S^lungSprinciy auf ein fo f d^manlenbeS unb f o 
ferner genon gu begeid^nenbeS SXerlmat, mie ben ©efd^mod, gu grünben. 
68 gibt mond^e fdlmorge Jg^ergNrf d^en , bie eben fo fugf&uerlid^en ®e* 
fdftmadC ttnb faftreid^ ^leifd^ ^ben, als bie @fi^eid^feln, ()• SB. ©yite 
äRouIbeerlirfd^, ©yt^nS fd^marge ^ergürfd^e 2cO# unb »ftrbe ber Un« 
bmbige balb nid^l miff en, ob er biefe. unter ben @ägoeid^feIn , ober bie 
6fig»eid^feln unter ben @ü^lirfd^en fud^n foOe; ja red^t reife @üg< 
»dd^feln »flrbe er am erfien mpl^l unter ben @{l|Iirfd^en fu($en, mä^» 
tenb WT ooHfler {Reife mand^ i^ergtirfd^e fflgfftuerlid^ , ober bei ben 
bunten itnorpellirfd^ unb ^erglirfd^en fabe fd^medCt. SRuB id^ aber 
bie $md^ fo bmge am Saume laffen , um oon il^rer ooQenbäen Steife 
nid^ felbfi gu übergeugen unb bamad^ il^ren redeten ©efd^madC gu beup> 
t|eUen, nun 1 fo mu^ id^ |a eben gugleid^ aud^ nod^ ben Saum l^aben, unb Uam 
nad^ Kufd^auüng beffetten fd^on fidlerer meine grud^t im ®9fteme fud^en* 
— eelbft mand^ SBeid^fel ift, gel^drig reif, nid^t im aRinbeften fouer, 
unb |ot nal^u eben f o liebUd^eu ©efd^madt , als bie @ügmeid^feln , fo 
ba§ ber Unlunbige bie(e gmei (Sloffen l^oufig burd^ ben ®efd^mad aOein 
gor nid^t märbe unterfd^eiben Unnen* SBo aber bleiben gar bie völlig 
f&§en, oon Gfture freien ©laSIirfd^n, g« S. @d^ine oon (S^oüp un> 
«od^ mel^ Slotbe Oranienlirfd^e ? SS lann femer bie ^mareOe burd^ 



46 ^e mvfcH- 

trübere ^ottt ferner von ber ®ta8TiTf<l^ unterj^kbett loetben, ba i^ 
^ut t>or DoIIer Steife eben fo ^ell ift, unb .nur ein deringefi frfi^ 
trfibe mirb, al9 bei ber ©taftfirfd^e unb im 9t\i^aä mand^er Smardle 
mag man irgenb etn)ad $ittere8 ntd^ finben, ja einige, ro\t bie @ü^ 
Xmareae, ftnb im @t\itmadt mol^l no^ mitber, aß manche ©(odfirfd^eik 
SieOeid^t l^at ^err Dr. Siegel bteS felbfl gefüllt unb beg^tb bo<l| nod^ 
tine fteine nad^tr&glid^e i^inmetfung auf bie QAume not^g gelitten« 
— ©afe ber Irud^feß'ft^e ©egriff Don ^ergfirfd^ tiroa^ enthält, nw8 im 
ItBortlaute nic^t liegt, ift roal^r; aber ed li^ fid^ \a bod^ gar lei^t t^mi, 
ia% roditvt ftenngeic^en bed n>eid^en ^eifc^eiS bamit ju Derbtnben, mtb 
man f ann ber obigen Benennung SSßeid^tirfd^e benfefben Sormurf mad^en,. 
ba§ [\t nid^t aOe ftirfd^en umfaffe, bie meid^rft Steif (| l^ben. t>a% eS 
in ber ©otanil eigenißc^ nur Sin itirfc^engef^le^t gebe, tann manfelbft 
al8 gegrunbet betrachten, ol^ne Sruc^feg Softem bed^alb gu nenoerfen; 
itttn unfere {ßomologie, bie ed mit Sariet&tett berfelbrn botanifd^en 
HSpecieS gu tl^un ]^t,%irb in ade Smigleit leine Sotanit loerben, nnh 
In i^r ift rtd^tig unb felbfl geboten, mag ^\xm S^tdt fil^rt, ba fle gtt< 
iiA(^^ g&nglit^ eine praftifd^e Siffenfd^aft bleibt* 

SBir moKen blefeS ftapttet nid^t nerlaffen, ol^ne aud^ nod^ bei vim 
tin paar ©otanifem, ben i^erren 6<!^flbler unb 3Rarien8, in ber Flor» 
Würterabergensis entworfenen Äirfd^enf^ftemä loenigftenÄ ^u gebenftn, 
We in biefer ©c^rift ein Obftf^ftem für jebe ber rter ^auptHaffeti bei 
ObfteS entmarfen. 9d fd^eint, baB man non Cotanitern, bie burd^ i|re 
aSiffcnfc^aft im (Stafftficiren unb «[uffaffcn (^aracteiiltiid^er tDterfmale 
am meiften geübt finb, 93oQtommenered merbe ermarten bürfen, atft oon 
homologen; bo(^ mtd e3 mir fd^einen, bag bie eigentlid^en Sotaniftt 
in %uf fieOung uon Obftfpftemen bieder am menigflen ®lixd gehabt l^aben, 
eben meil fie (eine homologen maren unb gu fe^ nad^ 5tenntnij3 be< 
SSenigen gingen , mad au8 ber Obfttunbe i^en belatint mar. ^ftr 
'homologen mirb e§ immer 3"^^^^^ i^oben, auc^ mit ben ^er gebadeten 
tObflfpftemen fi(^ befonnt gu moci^en, bereu W&ngel bem homologen fi($ 
balb barflellen merben. 9lur fo t)iel mirb (ier noc^ gu bemerlen gmedt» 
tn&gig fein , ba§ bad bei ben Sßcid^feln uon i^en angegebene ^emi^ 
jei(^en, baft bcren ©lätter brüfenloS feien, nic^t rid^tig ift, roc8^>alb Srud^feg 
aud^ biefen Unterfc^ieb nic^t mit angibt* !Dtan fann nur fagen, ba( 
bie S)rfifen an ben SBlüttern biefer {Büume genereQ fleiner unb meniger 
entmidelt finb , aI8 an ben ©ügCirfd^en , unb bag , mie fie ^in unb 
luieber aud^ an mand^en SSlftttem eineS Sü^tirfd^baumd mangeln, f(i 



»ie m^ 47 

fnjdae Set^felotten ober ©lattirfd^en (^ier j. 8. ®d^ine Don (S^Dif^), 
«I bor 9)ie^Tgal^l il^rer Si&tter feine S)rfifen ^aitn, t»&^tenb ein anbet» 
«al üüify eifttter pon @oucrfir{(l^en fel^r entnidelte 3)nt{en geigeiu <£8 
-^cinl bo6ei , unb feUft ^inFt^tU^ ber ^om ber Sl&ttev , ä3tele8 Don 
^i^redieit unb SSittentag ^c. absu^ängen, unb ^abe td^ ^ Sd. 1859 
Jieaiertt , ba^ n>ftl^Tenb im 9Rai nol^l bie ^eJ^gal^t ber ^Blattet ber 
ittif^ mngelel^^eifftrmie über langeifirmig mit auf gefeiter tfiirgerer 
über I&ngerer ®p\1tt vor, bief e gorm bei bcn fpdter treibenben Glattem 
i^r netf^manb, unb fie ooat ober tangoDat na^ ber @pi|e neriflngt 
maren , meldte äSerjüngung oft fc^on in ber ^itte beS SlatteS , meift 
<rft me^r und) ber @pi|e |tn anl^ub. (SDer SSotaniter mürbe biegorm 
mo^t nod^ ald Folia ovato lanceolata bejeid^nen«) 

9&iT unfererfeitS l^aben bal^ in Xüdfk^t auf aDe biefe S)arlegungen 
geglaubt , in unferem j^anbbud^e bie jtirfd^en nur nQ$ bem Sirud^fe^ 
f^n @9{leme claffificiren gu muffen. ^It^t aber ^emanb eineg ber 
^ebenen anbem @9fteme Dor, fo mirb ed nad^ ber Stnreil^ung einer 
%tu^ im Xrud^feg'fd^en ©^fterne il^ mdgiid^ merben, feine ^fd^en in 
bie anbere Orbnung gu bringen. Slud^ auf bie Vegetation ber 83dttme 
^oQ bei ben nad^folgenben jtirfd^enbefd^reibungen nur {Rfidfftc^t genommen 
merben, »enn biefe irgenb etmad @tgent^flmlid^e8 barbietet, ba bie S3ege^ 
laiion im Ungemeinen fd^on burd^ bie €laffe, mobin eine t^rud^t gefegt 
mirb , l^inl&nglid^ beneid^net ift , unb. bie SJerfd^iebenl^it ber SSegetation 
ber Saume ou^ berfelben <Slaffe, menn man aud^ burd^ eigene Snf^auung 
»0^1 nod^ Qnterfc^iebe ftel^, bocb feiten fo grog ift, ba| fie fid^ mit 
fSorten ^inl&ngUc^ bejeid^nen liege. 

SEBegen ber noc^folgenben JCirfddenbefd^reibungen merbe l^ier nod^ be^ 
mertt, bag bie von mir felbft gegebenen Umrif|e non Airfc^en mit ^ülfe 
^ed )Ki|lid^en Snftrumentd (ftel^e 3RonatSf(^r. 1859, @« 288) unb fo 
entmorfen finb , bag boS 9(uge gerabe auf ber VMtte beä Saud^eS ber 
^d^t rul^te, mad mir nü|(id() f<^i(n, bamit aud^ bie SBdlbung ber 
^d^ am @tempelpttnfte , bie oft d^aralteriftif^ ift , in ber gigur fid^ 
barfieDe. Sei Pflaumen brfldt bie gegebene ®eitenanfld^t ber ^ud^t 
bad (S^rolteriftif d^e berfelben ^uftg flArler auS , alS bie Saud^anfid^t, 
b»<^ mirb eS bemerft merben, menn folc^ ©eitenanftd^t gegeben ift. 

6i^Iieglid^ mfiffen mir no^ inniges Sebauem barüber audfpred^en, 
ba^ ber non Srud^ftl nad^ unb nad^ ausgearbeitete groge Settenburger 
itirfd^catalog, fonrie oOe non ber pomologifd^en ©ejeQfd^aft iu@uben, 
<»o eine Xn}a^t Ißomologen ftd^ befonberS bem @tubium ber ilirfd^en 



48 »Uitt 

unb ber Ctgiel^g «euer toerH^ooDet Aicf^enfmlett gctoibmet ^ttte) in» 
fammeitgetragetien 9lotigen unb SBef^reibutigen als oerlorm flegangeü 
betrad^tet tDetben mfiffen. iDte f^apitxt ber Gubener eodtiit nKOcn 
an Saron aßaBcon gu ®rft^ gefanbt, non bem man niel l^offk, unb ben 
Strud^fel gu feinem {xmiologifd^en Sboptbfo^ne ernannt l^e, n»eil^Ib 
oal^rfd^nlid^ and^ ber )93etteiiburger Kirfd^cotalog an il^n geSomnen 
fein mlrb; nad^ StaBconS biber fd^on bolb erfolgtem £obe finb Uefe 
Rapiere von feinen (Srben nid^t lieber gu erlangen gemefm. 

OberbiedL 



^ur4 eine Smtng ifl auf ber etilen ^ormentafeC bte $. 16 unten aUedirtf 
%iQ. 1 (^ftaumenflein), bie iebo(^ entbehrlich fein wirb, veggebReben mib fonbe« 
ft4 babttrc^ auf ber erflen gormentafel mehrere Figuren anberft be^eiiffnet , ali 
fte in bem f<^n fertigen erfien Bogen olkgitt finb , mo ed nun 6. 10| 3<i^ 1^ 
Don oben fiatt Bfig« 6 ^ci^en mu( gig. 11; femer e6enbafe(bfi 3^^ ^ ^i^^ ^^en 
#aU gfig* ^f 9i9» iA* unb b* (loo b. langellipttfd^ bebeutet) ttnb3^i(e 9 oon 
unten ftott ^ig« 6 gig. 6 b. SRan bittet, biefe 2)rudfe^(er gu Derbeffem. 

DberbiecS. 



No- 1 9lfl|C »Otitrjtttlält. I,Ab. Xtuät\ti; Cttmatj« 4rti!irf(S*iw 





Trfi^c 9liii|)tTfhttfd)t. 



» t 1- ». b. S.S. 



^eimat^ unb SBorCommen: Uilptung ntt^t mtlir Belannt. 
Gtn|ifte|It f^ {clgr bobuti^ , ba§ fte neb^ 2 anbem biiSIier blt fiü^efte 
Äirft^e brt 3o^ie8 ift. 3ft weit Der6reitrt, leiber unter ft^t oieUtW 
namm. 

Sitctotui unb e^non^me: Xru^ftg 6. 140; 3)jttri4 n. 6.21. 
Kraft, mm brai fte Zruc^fe^ n^iett, ^t fit P. X. I. T. 1 ate eto^e frfibt aRai. 
Icrilitf^e (GnlgiiieT kauf de Hü k grai buit noir}, Itboc^ mit ju ginget fl£> 
kUbung, Mc 0114 ot4t bit teerte goniL |at. 2tu4ft| Ittfi baS ,etoge* mit Steigt 
Heg, bo4 finbet tS ^4 »dc^ wtebn m 3)icIA eatalog. e^rif) , nie gema^nli^ 
Kit me^teten XMnbenin<ien beS (Ramend unb bcr Sifi^reiEung aiä giiüCie 91iii> 
»tf*e, Ätfi^« WaijTjI- »S*Ier, S. 183, 9v. 66. 3n bet ¥ori(« SßfllionatBaunt: 
f4Hle (tote nogl ni(«l mt^t e^iftirt) bit« fie nai« Xnicfel«^ Grande goigoadeM*! 
prioo«a. SSm Sonb. Sat. 3tr. 19 unb bei Donning finbet fie fi(§ n)a^tf(§einli0 
als Bigarrean de Hai. nie fie oui^ in Zeutfi^lanb &fttc, t. S. in $enn|aufen, 
jeijt. SDie Earlj pourple Gnigne truBlSeO «nb ift fitzet «Ine anbete. Eomnina 
tbcnttficiTt Bigarrean de Ha) mit Wildera Blgairean de Hat unb Banmanni 
Hai, nxl^e 6otle con Qaumomt naC^ Kmetila lam , bilbet biefe jnav etnafl 
flemcv ob , iti^xtüt fte obei: nie obige. ?Ra^ Xoc^afilS gtl^rer S. 19 »An 
jeboii BIgarrean de Hai imb Banmanui Hü bie Sobutget frü^e f<$naT|e 
s<t)lttf4e ($anbbui$ Sobutgei äSai^erit.). Son bet €oci(tat )u $iaa erbtelt 
id obige alB Onigne noBrelle hativ» (n<ut ftü^e SPtai^erjI. in meinet Sn> 
kttMng], Bcogei ^^Hif^e, ^affaS gni^e frfl^e f^marje ^etilitfc^e (oufl StbglerB 
toEnSion) ; belom fie sui^ ali etta'^bnteet ftü^e SRai^enKtf^e , nel^e alle l^ 
xn bet Obigen, mie i^ fte nonSliel ^otte, but^ tegeimagig me^ieteXage fttt^et 
etittietenbe Metfc imtetf^eiben »oBtc, mai bi>4 nl^t nefentli^ gemefen fein 



SSatibttl CoablB« tn Oitlliimbt. IQ. 



60 

|cra!,. »ie fle |U mir na^ Wtdmn%en tarn, xft {na^ oicnna&aaK %ca%m) g«tt) 
Wefeloe, fann jeboc^ nic^t bie tt4^U 6flfte SRoi^et^. fein, b« xnui^fet biqe itU^t 
nur menli<| fpäter leitigen Iftfit, fonbem aud^ o^ Stein bidtbaiüa itnb fugelrunb 
nennt Sieine 6ü|e äRai^erai. von 2)iel fonnte i(( von ber Orolen fft|en ttai* 
h€tfi. m((t unterfi^eiben. ^te Xbbitbung, bie Xtu^Ui i« %-D,6. 22, X. 14 von 
ber 6fl^en 9Rai(er|!. %xbt, fo »ie beren 9iame in ber SBetterou (Srfies nnb gt^« 
Krf^e, fii»ri<^t »o^I ffir obige, bo^ l^e^t bie Sorm bed 6teinS au fe^r entgegen. 
SieSa^t ili auöf bie »otl^e aRai^ent. bed ^o^enMiner &ita(. (2)tttri(^ IL 6« 24) 
bie Obige, unb f^at bie Xngabe ber t)»&tem äfteifgeit ttma nur i^ren ®runb barin, 
ba| bie S^eifjeit nteift nad^ SRonaten angegeben wirb« (SnbHA erhielt i^ fte no^ 
unter bem wo^t oerf&If^ten 9tamen 8Ia|rot(e Slnatolifc^e $er}i., bei ber id^ f^rieb : 
ivfalfc^ , i{i fc^toar) unb grft^e SKai^erit', fte iebo4 uic^t Iftnger beobachtete. 
Sla^n unterf<l(eibet eine 9nato(if(^e fAnarge $er|Y. von Obiger bun^ me^r ®rd(e, 
wad, wenn eg fi(^ confiant setgt, biefer Sorte oiel SBertl^ gftbe. 

(Sefialt: (Srb^e mittelrnft^ig, oariirt na<| ben S^^^) ooKtommene Srfl(|te 
^aben bie <Brb^e obiger S^d^r. 3n ungünfHgen S^^ren entfleOen (ödE er unb Seulni 
oft bie gornt. ©eftaU etwad oer&nber(i(^, fhtmpf^erjf brmig , am Stiele merliid^, 
am Stempelpunüe, ber in ftarlem ©rubren fte^t, etmaS gebrütft. SInbere merböi 
^0(^au8fe(enb, ober mirflid^ etmad ^d^er ald breit, nac^ bem bann faft ni^toec» 
tieften 6tem|)elpunfte me^r fpi^ julaufenb, »ft^renb aubere etmad breiter aU ^o(| 
ftnb* 2)ie etn>ad gebrfitfte Soud^feite seigt flache gurc^e; bie 9iüiienfeite bagegen 
nur £inie ober aSermeifl eine aufgeworfene l^b(ferartige (Sr^b^ung, bie bei ber 
Stiel^b^e am flArlften ift nnb am meifien bei ootter Steife ^eroortritt , fo baf , 
oon ber Stiell^öl^e ab angefe^en, bie tjnic^t oft merfU^ b.reiedig erf<!^eint 

Stiel: md^ig ftarf, oft aud^flftrfer, IV*— l*/«'' lang, grün, in aiemlid^ tiefer, 
etwas enger J^ö^Ie. 

$aut: glftnjenb; in bet 9ietfe fe^r bunlelbraun unb bei ooKer Steife fajl 
fi^mar). 

9 i e i f (^ : 3art, f aftrei(^, unb f o wie ber Saft bunlelrot^. ® ef c^ma«! bei poSer 
9ieife gemür^reit^ fa^ unb fe^r angenehm, aber fc^on , wenn fie erft but^eibraun 
ifl, fü| mit feiner, erfrifd^enber S&ure. 

S)er Stein (bfet ftc^ gut vom g^eiff^e, ift länglid^, meift faft ooal, nid^t 
bidtbatfig, atemlid^ glatt, mit nur tleinen Sfterlanten. Sei ben fpif guloufenben 
^ü^ten liegt feine grb^te Oreite me^r n«d^ bem Stielenbe §in, unb ift er lang« 
eiförmig. (Sin^eln oerf^ftlert er ft(6 au(^ nac^ bem Stielenbe l^in. Sc^ mai^te 
bie Oemerhmg , ba^ in manchen Sauren bie Steine rei^t merllid!^ Heiner waren, 
ald in anbem. 

9teif aeit unb 9lutung: itiix^i ^iemlid^ )uglei(^ mit ber fdll^eften bunten 
^ergfirf^e, oor aUm anbem Itirf^en , unb flbertrifft le|tere an ©efc^mad. gür 
5tafel unb 9RarItl S^ad^ ben oerfd^iebenen gal^ren, fowie in Süb« unb 9lorb« 
beutf^lanb, oariirt bie 9ieife nac^ italenber^eit fe^r. 3q M^f^S^ ®egenb reift 
fie awif(^en 15;— 30. 3uni. 

2)er Saum wftd^dt ftadi unb gefunb unb tr&gt reid^lic^. 

Oberbiedt. 



61 




((obuigft 9iai^(t|httfi^r. **t i. n. b. Jt.3. 

« 

^eimatl^ unb SSotlotnmen: ftammt DteOeid^t quS i^ranlreic^, 
^eint jebetifaOd ttnieYnt UrfpningS ju fein. 3ft idoI^I nod^ tDenig oer^ 
breitet, Dtrbient aitx bie l^&ufigfte 9(npflan}ung , ba fie mit ber ^rül^eti 
9Rai|erj{irf^e unb oft no(^ etltd^e Stage fraget geitigt. S)a3 9leig er« 
l^ielt id^ als (Soburger ftfll^e f^arge ^etglirfi^e auä ÜReiningen unb 
oon ttrBanef flberein. 

£ttetatttr «nb S^pnonpme: ^rud^fe^ fannte fte no($ nid^t; S)ittri4 IL 
6. 22 3v<^^e fi^ivarje SQtt%t\x^d)t au9 Coburg, weichet ju lange 9lame jroedm&^ig 
loie oben abgefttibert touTbe. 6te §at tiac^i ^ttrid^ ben B'lotnen nur baoon, ba^fte 
oine 9{amen bei einem )Bft(fetineif)er 9BBitti4 gu Coburg ft4 fahb, ber ben Saunt 
90tt ben ®ebrfibem IBavmann ju SoDneiler er|o(ten ^atte. 9ta<l^ ä)o4naI3 ^l^rer 
iommt ber 92anie ald S^non^m oor von feiner SBagren frühen $er|ürf4e 9hr. 9 
(»eichen Flamen i^ nt^t paffenb finbe), bie er ald ibentifcfi angibt mit Bigarrean 
Mai, Baumanns Mai, Koire hadre de Coburg unb TrenipM pr6eooe unb abftam« 
menb aud Sranlrei((. £eiber flehen bei ber großen itür^e bed 2)o(l^na§rf4en äBerfed 
berartige Angaben immer nur ald SBe^aufitungen ba, beren 9fii(|iüglett erft mieber 
^<i(geforf4t nierben mu$. 3m £onb. dat ift obige im 9lac^trage blod genannt, 
Barlj pourple Gnigne beS £onb. (j^at. ift na^ etlichen ^rü^ten ma^rf^etiilij^ Obige. 

©eftalt: fu ift burt^fc^nittli^ ein wenig grifier al3 bie ^xüfft 
^tai^ergtirfd^e , etwad ftumpf^ergtSrntig , ineift ^od^ouSfel^enb unb bilbet 



52 

« 

oft dtt länfitid^ , am GHel unb Simptlpwam atgefhnit))fte8 OoaT, 
fo bag bie größte Sreite in ber SRitte liegt, ^vl beiben €eiten unb oft 
aud^ nur auf ber Saud^f eite ifl fte t\VM& breitgebrüA mit flad^er ^r<j^e, 
bie auf ber 9lu({enfeite nur hux^ eine Sinie angebeutet mirb. SDer fiarte 
Stempefpuntt fielet in einem fd^önen ®rübcl^en, oft aud^ etmaS gur Seite 
ber ein menig ftd^ er^ebenben ©pi^e ber ^rud^t 

S)er @tiet ifl long unb bflnn, metft 2 bi8 2^^" lang unb fi^t 
in jiemlid^ tiefer unb meiter S^SffU, 9n bem Ileinen gemeinfd^aftlid^en 
6tielabfa^e ^dngen metftenS mehrere ^c^te* 

S)ie garbe ber gl&ngenben ^ut ifi fd^marjbraun, in voQer Steife 
faft fddwarg. 

S)ad ^leifd^ ifl jart, faftrei^ unb fo mie ber @aft fe§r hnxdtU 
rot^ ; ber (Sefd^macf ift angenehm füg , burd^ eine feine @flure gemürgt. 

S>ei @tein ift in ber Sle^rgal^l breiteiförmig, giemlid^ bidtbadig 
unb merlli^ me^r gerunbet unb bidbactiger aud^ mit etmaS ftSrteren 
StüdFenfantcn alg ber ber f^cft^en SRail^erglirfd^e, ber me^r langlid^ unb 
oool ift. S)urd| ben ©tein, fomie ben bur(|fd^nittlid^ längeren Stiel 
unb etmaS mel^r, bod^ lieblid^e @dure im (Sefd^madf, meOeid^t aud^ nod(f 
burd^ burd^fc^nittUd^ etmaS frfll|eve Steife, unter{(^eibet fie {id^ dqu ber 
grül^en SÄail^ergRrfd^e. 

9teifgeit unb 9lu^ung: geitigt gang gu anfange ber jtirfd^en^ 
geit mit unb oft noc§ elmad oor ber gräl^en SRoil^rgtirfd^e. SHeQeic^t 
übertrifft fie biefe nod^ an ©fite, maS meiter beobad^tet werben mug itnb 
ift für bie Stafel unb ben SJtarlt fel^r fd^o^bar. ®eit bie Sifenbal^nen 
bie ^üdgte rafd^ meit oerfal^ren, finb fcetli(i^ fel^r frfl^e unb gugleid^ 
meniger gro^e fiirfd^en, menn fte gn 3Rar(t gebrad^t merben foKen, 
l^auptfäd^Iid^ nur in @übbeutfd^lanb in ber Ställe oon • Salinen angu« 
pflangen, bann aber aud^ gar fel^r rentabel. 1859 fal^ id^ Don ber ^tü^en 
3Rail^erg{irfd^e in Hannover am 26. 3Rai gange ftörbe noK fd^on flarl 
brauner ^^rüd^te , baS @(^oc{ gu 4 ©ilbergr. , unb lommenb auS ber 
®egenb oon granifurt, mäljrenb biefe ©orte ^ier erft am 20 — 23. ^uni 
n)irIU$ reif mar. 

S>er 83aum mftd^St gut unb ift frud^tbar. 

O b e r b i e cf . 



53 




aierter'fdie f rUl|e ||erjkirfd)e. •♦ f 2* SB. b. R.^. 

igeitnatl^ tmb S3ür!omtnen: S^rift etl^iett {le pom (inifli. pveu^* 
^nftogeng&vtner @dIo gu ®andfouci unter beut yiamtn SSerber'fd^e 
rIIerfTfl|efte ^^tonx^t ^txitit\^t unb fanbte fle an Xrud^feg 
1794. Sie lolrb bcrdtS in ben melftcn ftirfdjenpflanjunßen at8 eine 
ber frühen guten Ätrfd^en gu finben fein. 

Stieratur unb e^nonome: G^rifi $bb. III« ZufL. e. 675, 9lr. 5 
Jbeffen SBoDfl. ?om. 6. i73, Sßr. 6. SBeil ^^rlft Betett'5 ftül^cr tcifcnbc Icnnctt 

SHttnt §aite, nannte et fte 9Berbet*{((e ftfll^e f^narte ^etjfitfc^e. 3m 
|b»§. (ai et fte gang »eggeCa^en. — Xtui^ befc^teibt ^e &. 109 unb beginnt 
bamit übet^oufit {ein oottteff(i(9ed fSitd. ^ e^non.: Onigne pr^oooe de 
Werder in ^at 

©eßalt: ftumpfl^ergfSrntig, mit einet tiefen %üxiSit auf ber einen 
€etie, an beten 4nbe fld^ ein ©tempelgtübilen mit einem grauen fünfte 
finbet. 5Die ftirfd^e ifi fel^r gro^ (ftel^e unten 9emet!ungen)* 

Stiel: fnvg nnbftörf, auffoBenblid^tgtün, fl^t in einer tiefen ^6^Iung* 

$aut: glAngenb fd^n)arg, ftarl unb gdl^e. 

^leifd^: me^r l^ort aU mei^, bm!^ nid^t Inorpetig, fonbem beim 
(Effen gerfliegenb. 

Stein: groft^ eiförmig (eirunb, Saljn); am Stielenbe etma« abge# 
ftumpft unb auf ber breiten ftante am gteifd^ feßl^angenb« 

«eife ttnb »ujfung*: fie reift nac^ ber grü^ SRaJI^ergTirfdJe 

* Sfteife gleich na^ ben ftil^eflen, 2te V^od^t bet ltitf((engeit 



54 

(m^ S>{ttrtd^ 8ttfaiifl9 ohtr glitte Sunt, in SRctniitfiMi ater oft fpUer 
imb iu (Snbe ^uni , »ie benn l^t attd^ bie 3r% aRai^tirf^e , bie 
SnotoUf^e f(l^iDar)e ^erglitfd^e ttnb Dod^nal^O ro^rot^ 9Rat^ittrf<^e^ 
«ui^ Stfl^fte 9uvdt me^rmalft fd^on ott^ crfl um bie^s 3^ gur Steife 
famen — bie aber immer 8—10 Xage früher ald bie SaSetber'fcle flnb) 
nnb perbient megeii il^rer ®rö6e, mogu jlebo4 (in gftnftigeS 
Sa^x erforber(i(( ifi, meil fie in einem ungAnßisen tlein 
bleibt, wegen i^rer frühen Reife unb »egen i^reS guten Qef^modS^ 
meU^ felbfl bei anl^Itenbem Regenmetter gemärj^ bleibt, ^ftg an» 
gepflanjt ju merben* 

Cigenfd^aften beS SaumeS: berfelbe mSd^M gut unb »trb 
iiemti^ ftorl, feine Sefie trftgt er fiart aufredet unb feine SUltter gei^j^nen 
fid^ vox nieten Sorten burd^ il^re fc^rfe Segd^nung anS, fie finb auf» 
fSHig f4larf gefSgt Sudjf feine Xragbarleit ifl gut, biber erlitt man 
aber im freien, meil bie jtirf<^en ffa^ fd^on lange nor ber Reife firbett^ 
bun| ben Sefudft ber Sftgel nur geringe Smbte, nne bieS in Keineren 
^flanjungen mit aKen frfl^n ftirfdben gef((iel(t 

Bemetfvttgcn: oon bn ^rfllen Kai^eriütfdie ifl ^e «ad^ 7nu|fet, 
bfffnt Oef^rcibtuig «rir obcu UMtrinbert »iebctualnif biir(| fyAtete SIcifei »o» 
bcT 6ft|eu 9{ai^ev|lirf^f babut^, ba| fie gr^|er, fiitVet (ei^fbnnia aber 
veniger nmb i^, unb oon OflttnerS f4»at|er (er|Iirff|e, mit »eU^ 
fie viele le^nü^feit (at, bur<$ um 10 (id 12 Zage f rft^ere B^i^ttng oeif^iebeiu 
-* 2)ittri(( meint, fie fdtmte mit ber leitgenannten mo(l eine unb bie* 
feile 6otte fein, ba fl(( bie SrOiJ^te tftuf ((enb O^nlii^ fO^en; biefem mutmon 
aier »iberfin^ed^en. 8eibe finb fomo^i in ber 9form, wie im ber glr5|e unb 9leif» 
lett 9erfi(ieben, bie SflttncriS f(9»ar)e ifl fa|l 14 5Ca(|c f|»Ater, wirb ^ier aSfair* 
li^ (ebentenb grlfer, i^ abet^a«|)t viel ebCer rnib f^dner unb bilbct fitl^ fletfr 
ooniommen aul, »A^renb bie SBerbet'fd^e fe^r oft nodj unter ber oben abgebt!* 
beten 0r^e bleibt nnb, morflber on^ Obecb. Hagt, Bei aOebem bftcri nngleid^ 
tunb nnb beulig wirb. t^iefeCbe mu| auf ber Oettenburg einen befonbcra gfln* 
fügen 6tiinb geaalt ^obcn, benn ba^ fie auf bemSerufoIem bei SRetnlngen, »o^ 
^in fte Xni^fel gab unb »o(er i4 f^ belam, nid^t l^t ober oenoe^^fett gemefen 
fei, l&|t fi(^ burc^aud ni(^t annehmen. 3 ^ § >V 

Vnm. 3n bem oft beuUgen Xnfeien ber Sru^t unb ben meifl oot^anbencn 
%ttrAen fanb i<$ ni^t ]omo(( SRangel an (Sftte , M vielmehr nur einen !(einen 
^meifel, oH i^ oon 2)ie( bie rechte Gorte etl^alten l^fttte, mag bo^ ber %ül fein 
oirb. 9u ben aSermciften ga^ren »itrbe bie %tvi^i bei mir mer!li<^ flrb|er, att 
o5ige 3ei4tiung, unbmirfli«^ gro^, unb ge^drt jlebenfaEd jubenbbtj^lifc^&bbaren; 
bo(9 bin ouA io f^on geneigt gevefen, angnne^men, ba| ^ oon Knig^tg f^warier 
l^eriKrfd^ (kwighu oftrij bbiok) , bie }ng(et4 reift unb aw^ (a^fl tragbar tft» 
an ®ftte no(^ flbertroffen merbe, )umal bie Obige in an^altenbem Siegen auf* 
fpringt O* 



55 
No. 4. Sie 9$\m$ttt IRtU(ff#t I A «. ttu^feB; e^ioav^e «etsütfi^fn. 




fit Hofeiirotlie Patliuf4|e. 2)o($iiai^L * t SRai, guni 

fieimat^ unb Sorfommen: ic^ etl^ielt fie oott ^rm^Tiebt. 
3at S)i)c^ita^(, bantalS inSfleuftabt a.b. i^aarbt, ber bie StJ^einpfalg al8 
t^TC i^itnatl^ angibt. ^ fanb balb, ba^.cS eine fd^toarge ^ergtirfci^e 
fei, bie in i^rem rotten ^uftanbe f(|on ettoaS genießbar, bod^ von fabem 
bttterlid^em ©e^mod toar, unb namentlich blieb in \oia^tm 3uftanbe 
bet @tein immer am @tiele haften. 

Siteratuv unb G^noniyme: 2)oAnal^I ht\^xxeh fle in f. ga^nt in. Ob* 
6.18 mit bem Oeinomen: ^vfi^ürf^e, ^tft^c aRaifitf((e, JtCeine frft^e 
fot^c ^evaütfd^e, Ooigna roie hatire in dtat. unb @amml., Qaigne 
& fruit rose hatif, Lipp, grü^e tofenfarbene @ft^ftrf(^e, Nois Ob. 

€(eftalt: nein ober mittelgroß, ungleid^, befonberd am @tiel 
bidetig, tnnb|erjfirmig , unten am Stiele me^r ald oben abgeplattet, 
auf beiben Seiten etmaS gebrüdtt» Son einer Surii^e ift menig )u er^ 
tennen, ber ®tempetpuntt fte^t feiert, ift flein. 

@tiel: giemlic^ ftarf, grün, 1% feiten iVs'' lang, ^el^t fd^ioac^ 
oertteft. 



66 

^aitt: in SRitteaRftl fd^on rofcnforftifl, fp&tev tot^f(|iixtt) (iDurbe 
l^ier bunIelbraunrot§ ober buitlelrot^braun). 

^leifd^: nid^t gu xoti^, bie Rix\dit aber bod^ no(| eine ^er^d^e, 
aud^ nad^ S)od^na]^I l^&rtttd^ , fp&ter aber loeid^. S>er ©oft tft giemlid^ 
firbenb. 2)er ®t\^mad rein füg, o^ne Srl^abenbeit 

Stein: giemlid^ grog, eifdrmig ober tivoai eirunb (ooal ober etoaS 
eifSrmig, Oberb.), iiemlid^ bidCbiutig. 

[Reife unb ißn^ung: fie reift nod^ 2)od^nabI jn €nbe 9Rai ober 
Einfang bed 3uni, l^ier in SReiningen jebod^ nteift @nbe beS ^\mi 
(24. 3uni). 3ft befonberS n)egen ^rü^teife aI8 3Rarltfru(|t gu em- 
pfehlen* 

Gigenfd^aften beS Sanmd: berfelbe wirb mittetgrog, mad^t 
i^ngifte, tft fel^r frü^ frud^tbar. 

93 e m er f u n g e n : €ie ift mit ber 9(natoIifd^en fd^margen ^erglirfd^ 
unb aud^ mit ber frühen SRail^erjfirfd^e na^e nermanbt unb gu gleic^r 
3e{t geitig. S)te Snatolif^ie ift bie grSgte unb befte non biefen btti 
©orten. Son ben beiben anbern unterfc^eibet ftd^ bie oorliegenbe bur<l^ 
i^re mel^r mnblid^e, faft pUttrunbe @eftalt unb burc^ben etmad 
mel^r IftngUd^en ©tein. @ie l^at befonberB nur für ben ©orten« 
f ammler ^ntereffe , benn gur Snpflangung megen grü^geitigfeit ift bie 
Snatolifd^e f(!^marge ^ergtirfd^ norgugie^en , benn aud^ anbemortS wirb 
biefe ebenfo frül^ reifen. 

3 a ö n. 



57 




9ä|9iie 11011 9larintl|9l|e. o. (Srnmig^auB. ^ t tinf- 3«ii- 



Sorfommen utib 9)erireitung: btefe gute ^rud^t n>utbe in 
ber ®rog]^eTgogl. Sanbedbaumfd^ule SRarienl^Sl^e bei SBeimar au8 einem 
1836 gelegten Aeme ergogen; ber j|unge @tamm lieferte 1843 auSge^ 
gei^nete ^üd^te« 3ft n>o^l nur erft in ber ®egenb non SBeimar nerbreitet« 

Siteratur u. Gpnonpme: i|t noil^ ni^t Btfdl^riebau 

©efialt: mittelgroße jemine ^erjKrfd^e, »/t" ^^ ^^b Va'" ^*^« 
tmai nerdnberliij^, bie eine Seite gewölbter aU bie anbere. Stallt laum 
bcmerlban ^ 

@tempelpunlt: gelbbrdunlid^ , in Heiner (Sinfenlung in ber 
glitte ber ©pl^e fte^nb. 

@tiel: IV/' long, bflnn, grfln, unpunltirt, in einer anfel^nlid^en 
Sertiefnng fiel^b« 

@(l^ate: glinjenb, fd^marjrot^, gan) gleid^farbigi bünn* 



58 

%Ui](lf: tanfelrotl^, sf^en ben Stein l^ffcr, nM^, te(( fic^onbit 
JtnotpelfiTfiJ^ anttft^emb; @aft bunfeltotl^; @ef<$nia<I fe^r gut, fäg. 

Stein: longeif innig, mlttetgroB, tüidi^, o^ (Snbfpi^, ftorf gr* 
»ilbt; fe^r grog unb ooOfommen* 

Reife unb 9tu^ung: 1— 8.3uli 1857 mit ber frül^n Jt-Vma« 
xdU, bet i^ebelftnger SüefenKtfü^e n* o. Oorgfiglid^ gute SCafelfmd^t unb 
fel^ gut gunt SDSrren. 

Sigenfd^nften beS 8aume8: n>dd^t ftorl, ifl gefunb unb fe|r 
fru^tbar* Sott ffitlbling übertraf an ftartem Sßud^fe fel^r ade anbem 
Sorten, bie auf ber SRorienl^il^e cultioirt werben« 

2 u c a d. 



5» 




{^eimüt^ unb Sorrommen: bnr Stifteamtmann uitb Suftijrai^ 
Büttner gn ^aOe an berCaoIf, bem mir imSt\x]^tn* tmb^afelnug^ 
l^e fo okt neue unb trefftid^e Sorten Derbanfen , erjog bieje f^ne 
Jtttf^ ans Garnen unb gemann 1795 non bem jungen Saume bie 
ojkn Stufte. CS ift eine ber nOrjflglid^ften Sorten, bie immer me^ 
leibreitet }u werben nerbient 

Siteratur unbe^non^mc: 2:tti(|fe( Kcfd^tieb fie (eteiii im X.0.9« 
XUL e. 201, Zof. 19, unter bem »amtn eftttitet*< neue fd^mar^e get)« 
litf^e, meil er fie oom (Sr}ieter M n^tut f4war)e (er|ltrf((e^ bclom« 
3tcmU4 eben fo ^at er fie in f. iltrf^enclofrtfication 6. 122 bef^rteben unb |»av 
Ute bem oben flberf^rid^en 9>^amen« — fßtt^U C^rifl (>bmb. e. 275: Bftti» 
«cr'ft fi(»ar)e neue ^erglirfc^e; 2)ittri4 II. 6. 26 : Bflttm f«^». ^er|l., 
Onifne noire de Bflttner, CfttaL Lond.: Black Heart, BflttDert. — 
3bi %. Obfüab., Sena 1856, iil fie in ber Stunbung }u ung(ei4, neil na^rf^eitt« 
fii^ bie IttrfAe »eü bort anfam, gejei^nei. 

@e{lalt: an ben Stielen finb biefe JNrf^n biet unb noOftdubig, 
tuf ber einen Seite befonberS , bod^ avO^ auf ber anberu breitgebrfltft 
unb an ben (Snben abgerunbet« Sie finb ouf beiben Seiten gefunkt, 
tmf ber mel^r gebrfiAen Seite jlebo<l^ fiftrter; bie %nx^tn laufen unten 
in bem fi^nw^en Stempetgrflbd^en gufommen. Sie gel^ftrt }u ben 
größten JNrf^en i^rer Claffe. 



60 

Stiel: meili fel^r luxi, feiten IVi'Mong, in tiefer an Mbtn 
@eiten ber ftirfd^e oufgewoifener i^i^le. 

$aut: gl&ngenb fc^mar) (ober bunfeI{(6n)ar)braunX auf ben®etten, 
wo bie ftarleren t^itrd^en finb, geto^^nlid^ in einen roi^n @treif über^ 
9«5enb. / 

t$Ieifd^: nid^t gang n)etd^, babei faftig, fel^r bunlelrot^ unb ber 
@aft ftarl fdibenb. Ser ©efd^ntad ift fug unb Dorjüglid^ angenel^m. 

Stein: fafl runb, gum Ooal neigenb, eS bleibt n)enig Steife^ an 
{|m I^Sngen* 

Steife unb Stu^ung: bie ftirf^e reift aud^ in SReiningen mie 
bei Sfittner unb t>ifixi^ in Wltitt :3uli , oft aber av4 8 Xage fril^r, 
nad^ S)ittrid^ ungefäl^r gleid^geitig mit ber ®ro|en ffl§en 9Rai^erglirf<!^e, 
bie aber meines Sßiffend immer nod^ etmaS früher reift, unb !ann al8 
DortreffUd^e Safelfruü^ angelegentUcbft empfol^len merben. * 

Sigenf^aften beg Sautnee: berfelbe m&d^dt in ber S^genb 
freubig unb f4^5n ftumpf-p^ramibal, voixb aber l^ier nur mittelftarf unb 
ift rec^t tragbar. S>a8Slatt ifl eineg ber grdgten unb |at oerfd^iebene 
formen, baib ift eS in ber ÜRitte, balb (m'(Snit ober aud| am Stiele 
am breitefteU; bie Sega^nung ift ftarl, orbentlid^ unb befleißt in gr5|ent 
unb Heineren 3i(nen. S)ie i^lattftlele flnb felftr lang. 

SBemerlungcn: Don ben mit i^r gileic^geitig reif enben il^rer d^lofH 
ifl bie oorltegenbe nad^ £ntd^fe| burd^ mel^r S)icte au Stiele, 
iDorgäglic^e ®rige unb gerfttl^ete %uv^tn 0erf<|ieben, uob e§ 
bitrften bied, nHe Oberb. angibt, etma: ^rafer'd tartorifd^e, t^omm'd 
unb JSronenberger fd^marge iperglirfd^e fein. — Sel^r Al^nttd^ flnb i^t in 
§orm unb ®ri|e JCrflger'd unb Spi^en'd fd^marge ^ergtirfd^e, bod^ ftnb 
beibe elmad fiSrfer am jtopfe abgerunbet unb aud^ etmag fpfiter reif. — 
®ne §aupttugenb ber ootliegenben ift, ba§ fie fid^ aud^ in ungflnfligen 
Sauren bod§ immer gut auSbilbet , mä^renb oiele anbete Sorten bann 
laum gu ertennen ftnb. 

* 9{eif)eit 9[nfang8 ber 9.SBo<l^e ber Itirfi^engeit. C. 



j 



6t 
No. 7. ettmtait rtrtnifitr. I, A «. Ztu^fcl; ettmorjc ^ttiKtf^tn. 




Htmtx^t Cortatifi^r. *• ff Knf. k. 3. n. b. «.3. 
^fcr'« Xottorif^c li|nat|c (<T)ttTf 4«. X t n i( f e ^ 

^eimat^ unb aSoiIommen: ftammt auä ülaurien. 3:iuc^ftg 
et^elt hieff ^ic^ft fc^a^bare ©orte aug bct ron ßaff(rt'(^en ©aumfc^ule 
)u &tt\tn tm aßedlcnduTgifi^m unlet btc 9mtnuun(| ^afnS $artari{ä(K 
fi^inttje ^njtirf^c, unb Umtvlt, bog fle meber bem Stamen itoi^ bef 
Ckf^rtUhtng not^ In irgenb einer ^omologll^en (mtJgte ^ei^en bcutfd^ni 
pomolAgifcfien) @(E|rlft fi^ finbe, er fli^ iebcK^ erinnere, in einem ^out' 
nate son einer fc^marjen unb einer rotten Sinrtarifi^en ßirjd^e gelefen 
in ^bcn, bie ein Sttglänbn au8 Zautien mitgelnaii^t ^aben foQe. SDag 
Äc jueift in Snglanb eingeffl^rt ift, ifl tlt^tig; bcnn ni<$t nur '^ot fie 
ber £onboner Solalos alS Black Tartarian, unb lentmt {ie auc^ bei 
anbem engl. ©d^rift^eKent not, fonbem £)i)n)ning , ber fie unter bcm« 
felben Stamen ^at, bemerft auii^ n&^ec, bag fie rufflf^n ober meftafia* 
tii^n UrfpninsS fei, unb um 1796 naii^i englanb, {omte 20 S^a^vt 
fpAler nai^ Slmerita gebraut {d, nw fie beieitS in ollen ©Arten beliebt 
fei. grafer mtrb fit guerfl in Snfllanb »rbrcitet ^bcn. ^eln SteiS 
er^elt i($ von S)iel unb au8 SReiningen tlbcrein. 

2itcTatuc vnb eqnon^mcXru^lefie.lÖO.SiafnlXartarif^tfitnixne 



^nf4t. 92a4 bem Sdisoxs« btS Sonbonci CdtalogS uiib jl^nll(^31aintn, ) 
isctfte Cponift^e, niib eü triaubt frin, btn iti langen Kamen alt oben afi)uIflTiiii> 
SlUtrit^ IL @. 26; Sonb. lEatal. €.64, Kr. 72 unb Xomnin« 6.170 Black Tu- 



62 

heart, Bonaids large blaek heart, Ciroataian, Black CireasiiaBf Saparbe Oir* 
caasian, Black Bnsrian, 9^afeT*8 t;artarif(^e fd^ioot^e (erilttffjje. IDomnina (f 
merft moc^ , ba| {ie Black Ruanan in etiglifcben , aber nic^t in amerüantfdliett 
(SAtten ^ei^e. Sud^ in Sranheid^ !ommt lie ald Giroässienne unb Onigne noira 
de Rnsaie oor. SioovtS Xlbunt Mlbet fle III. 6. 107 re<!^t gut ah, mit ber 9t* 
nennung Noire de Tartarie, Tartarian blaok. Stttd^ bie Annalea YL 6* 59 geben 
liemlic^ gute Sbbilbung. 

®e[talt: bie t^nid^t i[t grog uitb l^atte iäf fte fd|on noc^ ettoad 
ixbittf als obige §igur, fo loie !Comnttig fie merfUc^ gr5§er barjleOt, 
»ie i^ fte iebod^ eben fo gcog bisher nid^t l^atte« 9(m Stiele ifl fte 
flart abgeftumpft unb ein n^enig ^er)fdnnig eingejogen. 3tci^ bem 
©tempelpunite nimmt fle fiumpflergfitmig , oft au^ mit erhoben ge« 
tunbeten Sinien ab unb fielet ber Stempelpunlt nur fel^r flod^ uertieft. 
SMe Stütfenfeite ifl [tarl breitgebrü({t unb jeigt meifl nur eine Sinie ol^ne 
^ur^e, ober nur ftellenn)et{e @puren einer i^utd^e. SDie 8au<$fette er^ 
l^ebt fid^ gu einer ftumpfen, gegen ben@tiel l^in am fi&rlften unb brei« 
teften ^eroortreienben B^ntiht (mie bic8 burc^ einige @(j^attitung in 
obiger gigur nur angebeutet ift), beren beibe @eitenfli<!^en faft gong 
flad^ ftnb, moburd^ bie ftirfc^e, befonberd uom ®tietenbe ab angefe^en, 
eine merflic^ breiedFige $orm annimmt , mad bie ^^rud^t d^aralteriftrt, 
menngleii^ mand^e unb namentlid^ Heinere ^^räd^te biefe §orm audb nrieber 
meniger l^aben. 

©ttel: mittelftar!; lid^tgrfltt; mel^r furg al3 lang, ft|t in flacher 
§5l^lung. 

§aut: gtfinjenb, in ooffer Weife fafl fd^warg. 

^a8 i^Ieifd^ ift gart, unb fo mie ber reid^Iid^ oor^anbene €aft 
je^r buntelrotb; ber ©efd^madt angenel^m füg unb norgflglid^. 

S)CT Stein ifl fiumpf|ergf5rmtg, giemlid^ bidtbadfig, am ©tielenbe 
giemli(b ftarl abgeftumpft mit giemlid^ ftarfen 9lüdenfanten* 

9leifgeit unb Slu^ung: geittgt etliche Za^t nad^ SfittnerS 
fd^roargcr unb 5EBinfter8 meiner §erjfirfd^e, oft mit biefen glemlic^ gleid^* 
geitig gu Slnfang ber 8. SBod^e ber ftirfd^engeit, gel^Srt alfo nod^ )u ben 
giemlic^ frühen ©orten« f^ftr Siafel unb j^auSl^aÜ braudgbar. 

S)er Saum m&d^St rafd^ unb gefunb unb tragt fel^ reid^Hd^. 
S)ie i^rud^t fielet im SBert^e ben beften fd^margen i^rgfirfc^en gleid^ unb 
unterfd^eibet fi(^ non ben gleid^geitig reifenben burd^ i^re eigentl^ämlid^e 
^orm. 

Oberbiecf. 



63 




^eitnatl^ uitb SSotlommen: biefe f^S^bare grud^t gel^irt gu 

toi in @uben geioonnenen trefflid^ett Samenforten , utib iDenn fie au$ 

nii^t bie <Sxh%t erlongt , roit hn fnii^tbaren ®u6etict lOoben , loo bie 

(Bubener Don tl^r angegeben l^aben, bag f!e bie ®röge ber SouermannS« 

Itrf<i^e erlange (DieOeid^t n^or bieä nur auf bem 9hittetftamme ber ^aO), 

fo ift jte bod^, nenn ber SBaum nid^t aQju noO tragt, groß« ®ie emi* 

yfie^b fid^ bnrd^ jAl^rltd^e reid^e £ragbarleit , Sraud^barteit ffir ben 

^auS^alt unb Dorjfiglid^en ®efd^ad( gn red^t l^&ufiger Slnpflanjung, ift 

<Aer 190^1 nod^ n)enig toetbreitet. Wein 9iet8 erl^telt i^ ani JDleiningen 

unb von 995b{ter in !0teppen überein. 

Literatur unb^^non^nte: S^ru^fe^ &. i64 unb Sf^a^iraa 6. 674, 
2>ittn4 IL e. 24, 9?r. 6. ^ittric^ fagt felbft Don i^t, ba( in einem naffen gal^re, 
wo anbete 5tirf(^en aitffinrangen ttnb oerbaroen, obige fid^ gut gehalten ^a(e unb 
i^ven guten 9efd^matf behielt 

@e.ftalt: n>enn ber Saum nic^t aUgu noD l^ongt, erlangt fte bie 
®tSge obiger gigur; bleibt au(!^ bei noüfter S:ragbairiteit me^r ald ntittel# 
gtog. @{e ift ftumpf^gformig , meift l^o^audfebenb , nur fe^r eingetn 
breiter alS |od^; am ©tiele ift fle ftarl, am @tempe(punlte nur n)enig 



64 

abaeftumpft , ine^r gerunbet , gu Beiben Seilen ein)aS breitgebiuctt, am 
fidtiften auf ber Stüdenf eite ; bie fRanxi}\ntt jeigt eine merlUd^e, io^ 
fia^t %üxi)t, bie Stüdenfeite ge»ö§ntid| nid^t, ober nur na$ bent Stiele 
Dber nad^ bem ©tempelpunite l^in, voSÜfxtnh in ber 3)Utte bet fyniö^t, 
oft felbft vüm Stiele bid junt Stempelptinfie , l^ier l^&uftg eine aufge^ 
ootfene Sinie fid^ ftnbet, ober ein breiter ^eif($^2i^er etn^aS oortrttt 
Ueberl^aupt l^aben gro^e ^üd^te etmaS SeuIigeS. S)er Stempelpunit 
fi^t oben auf ber ein ®eringed oorgef^obenen Spi^e; feltener {le^t er 
in einem ®rfibd^en unb ift bie Spi^e bann ein ©eringeS eingejogen. 

Stiel: mittelftarl, gelblid^ grün, fetten etwa« gerot^ IVa— 2" 
lang , ft^t in voAttx unb tiefer , auf ben Seiten etn)Qd aufgeworfener 
^Sl^lung* fDtel^rere grüd^te, gen}ol^nlid^ 2, fi^en an einem furgen ge^ 
meinfc^aftlid^en Stiele. 

g d r b u n g : buntelfd^n^orgbraun, (ei ooQer SReif e f afl gldngenb f d^marg. 

!0a3 t^leifc^ unb ber reid^Iid^ oorl^anbene Saft ftnb fel^r bunteU 
rot$; ber ®efd^mad ift oorjüglic^, gerourgreid^ füg, bur^ feine Sdure 
erl^aben. 

2)er Stein ift mittelmäßig gro§, bidCbadig, giemlid^ breiteifSrmtg, 
mit breiten, meift ftarfen SRüdentanten unb mel^reren Sfterlanten* 

SÜeifgeit unb 9lu^ung: fte reift balb nad^ ben nod^ frä^ften 
jtirfd^en , als ber Sßerber'ft^en fräl^en fd^margen i^^rgtirfd^e , Jhtigl^tS 
fd^marger igerglirfd^e zc, nod^ ttxoai oor ftrügerS fd^roarger i&ergfirfd^e, 
9[nfang8 ber 3. SBod^e ber ^rfd^engeit S)ittrid^ fe^t bie {Reife Smtte 
3uni. 9lad^ Zrud^feg geitigten etlid^e erfte g^d^te erfl 3Ritte ^uli, woS 
Spätlinge gewefen fein muffen, faOä 3uti nid^t Sd^rcibfel^ler ftattj^^uni 
ift Pr 5tafel unb ^aui^aU fc^ä^bar. 

Sigenfd^aften bed SaumeS: biefer md^St in ber Saumfd^ule 
rafd^ unb gefunb, geid^net burd^ ftarfe lange triebe {id^ auS unb ner^ 
fprid^t red^t groß gu merben. ^ie ^robegmeige trugen mir felbft in 
ungünftigen ^l^l^ren ooQ. 

Oberbied. 

9nnu 1860 §atte id^ an einem Saumfd^u(en{lamm 2 grttd^te, no^ mettLi^ 
gr5|er al8 obige %\g}ix, breitet M §od^, oon gönn ber %%g;wc tec^td, unb eine? 
2auetmanndlitf(|e an ®r5|e »itfUd^ |iemUd^ g(ei<l^. 



65 




^eimat^ unb SBorfommen: biefe treffUc^e, bur^ te(|t merk 
tif^e ©fi^tgleit audgejeid^nete Sorte entftanb auiS ber ^emjaat, bie 
Znid^feB 1794 modele unb gioar Don bem @tdtie einer fd^Ied^ten i(l^n)ar2en 
^er^d^^ 3ft »o^I j^on siemlicl verbreitet, verbient möf l^&u^ge 
Xnpflanjung. S)oS Steid erl^ielt idf von Z)iel, au$ non S)redbenp unb 
geigte fid^ i^t 

Siteratur unb 69non9me: 2;rU(l^fe| 6. 115, SettenBurget ftoar^e 
$cr|ftrf<l^e; S)ittri(^ II. 6. 21 nur nad^ 2^ru(^fe(. 2)a eS feine anbere Setiene 
target^mürf^e atbt, fo »iTb badSetwort famorie im 9lamen wegfallen I5nnen. 
Z.O.CEaa. 3. Sief . 911. 2 gibt leiblich gute VBMCbung. $>err SRebicinalalTefror Sa^n 
fcsb (na4 9ii)natdf<$r«L6. 162) unter ben oon ^apeleu erhaltenen jtirfd^enfortcn 
(ine Gnigne TabMoon , bie mit ber Obigen fi(( fiberein geigte, ^a bie Sorte 
ben Sßeg ind SluStanb too^l noc^ laum fanb , um unter einem anbem 9{amen 
»ieber |U erf(^einen , fo möchte bie Gnigne Tabasoon loo^l nur ald gu A^nlid^, 
ntd^t gerabe alft biefelbe^u betrad^ten fein. 

®efialt: ifi nad^ Xrud^feg jel^r gro^, au^ ^alte id^ fte mel§r« 
»als nod^ utertlid^ größer a(S obige nod^ t^rüd^ten eined nod^ nid^t ftart 
load^fenben eoumed gejeid^nete S^gur, tonnte fie in anbern ^^ren aber 
aud^ »ieber blod grog nennen. @eftalt ftumpf, l^&ufig etmaS Q^erunbet 
l^fSrmig unb breiter ald l^od^, am Stiele ftarl abgeftumpft unb etn)aft 
dngqogen, am Gtempelpunbe, ber in merSiil^en ®räbd^en ftel^t, etmoB 

31IafltiTtt« ^««blM^ bcT Oi^tnnbc. III. 5 



66 

gebrüdt, ouf bdben Seiten breit gebrüclt, auf ber 9iü(tenfeite am flfttffien. 

S)ie Saud^^dte geigt flad^ ^urd^e, bie Stüdenfeite meift eine Sinie, gu- 
n)ei(en 9lal^t. S)ie Obetflad^e ift oft etn)ad beulig. 

@tiel: lut}, ti(btgrfln, in flad^er ^ö^Iung. 

S)ie ^aut g&^e, tief, buntelbraun, mit lüfteten ©teilen ; in noSer 
Reife faft gau} fd^marg. 

2>ad Sleifd^ meid^, faftreid^, bun!elrot§, in gehöriger Keife non 
ftarl fügem notaüglid^in ®t\^raadt. 

S)er @tein ift mittelgroB, f oft Hein, giemlid^ bidbadFig, nad^Xrud^« 
feg beinal^e runb, genauer breit eif5rmig , oft ju {urjooal neigenb, am 
@tielenbe abgeftumpft, mit flad^en, breiten Stücfenfanten. 

Steifgeit unb 9tu^ung: reift nad^ Strud^feg nod^ etmad oor 
©üttnerä fd&marjer §erjfirfd^e , bei mir giemlid^ juglcid^ mit berfelben, 
ber großen fügen 9Rai]^er)Iirf d^e , unb ^raferd 2:artarifd^er fd^marjer 
ig^erglirfd^e in ber 3. SBod^e ber ßirfd^engeit. S)er Urftamm }eitigte mol^I 
etmad frül^er. 

SDer 93aum mdd^St gefunb unb ifl fel^r tragbar, l^at in feinem 
SBad^gtl^ume etmaS Sperrl^afted unb bilbet leine fc^bne ^ron^ S>abur^ 
unb burd^ [tariere ©ügigleit unterfd^eibet fic fld^ befonberö non anbem 
gteic^jcitig reifenbcn. 

Obcrbicrf 



67 



No. 10. ftdgn'« |^ef|H(f4t I, A a. %xu^U^\ e^toar^e «evafttf^en. 




Srttjer« i|erfkttfil|e. •• ff Snbe be? 3. SB. b. Ä.3. 

^clmatl^ unb SBorlommcn: aud^ bicfc btfonberS jii^dfebarc 
€orte, bie man foft aU bie befie fd^roarje ^erjlirfi^e betrad^ten barf, 
würbe erjogen in ®uben, mober fte 3;rud^feg 1810 erl^ielt, il^re ©Ate 
]ebo^ nod^ nid^t erlannte« 3ft nod^ n)emg belannt, Derbieut aber aQ« 
gcmetnfte SSerbreitung. SJleln Steig erbielt id^ auS ^einingen. 

• 

Siteratur unb Spnonpme: Sru^fel @. 161, ilrügerd fc^ioane ^eq« 
firfc^e. 2)a ed feine j^rftgerd roelBe^etgürf begibt, fo roirb b ad Setwort fd^n^at^e 
im ^tarnen wegfaEen lönnen. SDittrid^ II. @. 35 §at, wie in ber Slegef, nur 
XTU(&fe6 nieber^olt. — 3ft etil in meiner ,, Einleitung " @. 502 me§r empfohlen, 
itnb Durc^ $)errn 9aumf<^ulen6eft^er Siele gu gilbed^eim im $annooet*fc^en oieC 
oer5rettet, nie fie ouc^ bei 3Reiningen gleite ®üte jeigte. ^er Sonboner (Satatog 
fü^rt Pe 6. 60 dlt. 57 bcm 9^amen nad^ als Ärügct« ^erjürfd^e }U granlfurt 
mit ouf, §at aber nac^ ben beigefe^ten S^erlmaleu nid^t bie Siechte, fonbern rool^t 
€ine bunte Pnor;)fIIitf($e. 



©eftalt: bie grud^t ift grofe , oft nod) größer alä obige e^igur, 
ftumpfberiförmig, meift runbl^crgfirmig, ctroaS breiter atS ^od^, am ©ticte 
ftarl, am @tempelpnntte nur menig abgeftumpft unb me^r getunbet, 
manche etmaS mel^r ftumpffpi^ }ulaufenb; an Saud^ unb Sftücfen etroad 
gebriidt, auf bcr SBauc^feltc flad^e gurd&e, auf ber gifldenfcite nac!^ bcm 
nur fladb, oft gar nid^t oertieft fte^enben @tempelpunfte bin oft felbft 
rinc SRdbt ober'fiinie. 

©tiel: Hd, lurj, IV4— IVi" lang, Hc^tgrün, in mäfeig liefer §5bfe- 



68 

8>ie ^arbe ber nxntg gl&ngniben ^nt^t \ft %ex noDer 9Mfe, ge» 
nauer Befe^n, ftorf rotl^ geflrtd^elt, in ber SReife fafi fd^toargTOt^. 

Z)ad SUif(^ ifi gart uitb, foioie ber teid^Iid^ oorj^onbene 6aft, 
fel^r buntetrotl^, ber @ef(^tnadt jüg geiD&r)rrid^, fafl f&t loeinartig. 2^ 
ntond^en S^i^ren i{l baS ^Icifd^ confifteiiter unb nftl^rt fid^ etioaS bcm 
ber JtnDrpelKrfd^. 

S>er @tein ift oer^Itni|mft6ig Rein, runbttd^, }um Onal neigenb,. 
md^ifi bidbactig, Stflcfentdnten flac^ , bo<l^ Breit , bie ReBenlonten etioo» 
vorftel^enb* 

ateifgeit nnb ißu^ung: geitigt gegen Snbe ber 3. fBHo^t ber 
^rfc^enjeit. %ix Zaftl unb $au8^alt fd^a^bor. 

S>er fel^r fnid^tbare 8aum vA^ii befonberS tr&ftig unb geii^net 
burd^ gerabe oufftrebenben SEBu(|8 unbftarfe, nad^ oben n)enig obnel^menbt 
gerabe unb fteife ©ommertriebe {Id^ au8. ^ieburd^ , \oro\t burd^. ®rige 
nnb ntel^r Stunbung ift {ie unter anbem gleidbjeitig reifenben fd^marjeti 
^ergfirfd^en lenntlid^* 

Oberbieif. 



Nf. 11. Ürtt D^a^eumWc I, A «. aru^ftg; g<j»at|e ftnantft^CT. 




9u lMt(t*iftx\m*tt' 



• tt I 3. 



I. b. K^. 



^etmati unb SSoctommen: 3:i:u4ft| erl^itU )ie 1785 aug btr 
^m^iirfer Ca«m()^ule unter lwin(ri6en Slameit , toiU^ vot^tn i^ttc 
<Sidge unb fierjfinniaen ®epalt ied|t paffttib ift, unb butt^ ael^ 
le^tRt fie rt(^ HOT vitfni anbeten Airf^en auSsei^net. 

Siletotut unb Snnonvme: Xtu($[e$ €. 133. EemcTit. 

ftnfc sott Xnbeien, \eib^ DOn e^iijt, bunteJCnoi; 
9tinn<n Dii\tn^ttilix\ätt auägegfEien motben, abttCf 
cmpfangenn SeU&ninB burifi bra gftti^cnn ogii Xtui 
e. 663, St. 16, iii&tig, icboc^ unUilitT 3fa<^tn Stnenn 
^etglirt^e, 04t£n^et)Iuf <^e urtb 6(^'iDaT)e# 
tnüc^em SSeinomen aber 3 d^nli^c anbete Jtitft^en uonZ 
3m niTtttlüäi ^at fie bann SEiiifl einfach alS O^feiiBei 

äl^It — 3n b« ^attfn »al. »«umfiftute nannte mos fie 
let Boenfi, im £onb. Sat. fiat fie bie £>}ainen Oz £- 

Ballooks Heait, Tery Large Haart. — Snal. noifi 3)itti. U. S. 30, 
Oteib. 6. 608, £t(B. Hnl. S. 162. — X.D.®. XVII. S. 237 2af. 12 fi^eint nai* 
ber Sbbitbung (ine anbete 3nii$t )u ^atien, 

QleflaCt: long, fpijt^ttif finnig, auf bn einen 6eite tat^ialiauf betanbeteM 
fiieitgebifldt unb auf bet Eieitgebifldten mt^ obn iDcnlget gefuit^t %m 6tiele 
ift fie an breiteten; bet 6tnnf el;wilt fle^t obenauf betSptle in einem Ilelnen 
Statinen, nai abet bei manchen giltt^ten laum bemeilbar ift — S)te Stix\^t ift 
f^t St^r rine bct gt^gten i^tet Claffe. 

ettcl: lang, gftflbtT3", ehottigrtoflcn, li^tgtan mit iftt^Ii^en S(<<«><i blc 



i. au^., 

^matje 
funtet 
™ M). 
I, aufgc 
Inigne 



70 

mit bev UeBeneife unb beim Siegen bet abgeiiommenen üitfd^ an Slbt^e lu^ 
nehmen, nic^t tief« aber fefl auf ber ^rud^t aufft^^enb. 

$aut: ftavt unb )&§e, Bei ooHlommenet 9leife olftngenb f(l(wat|. 

Sfleifc^: etmad feftet a(d bei anbeten iJ^ev klaffe, f^maritot^ , ooE eine^ 
ebenfo f&tbenben ^afted, x»on etvad ptTantem, «ortrefflid^en (Befc^matf; nuf im 
noc^ nid^t oöKig reifen 3u|ianbe bemerft man baran etmail Sittered, wel^^ <^^ 
bie 61l(tg!eit bei noSIommener Sieife ergaben mac^t, unb moburc^ bei (ftngerent 
$ftngen ber %tn(lii ber ®ef(|macf um fo pilanter mirb. 

©tein: breit 1^ erjfbrmig , unten mit einer merHic^en 6)>i4(e; an ber 3fa(^eit 
itante bedfeCben, bie ftarl aufgeworfen \% bleibt viel S(eif<^ ft(en« 

9ieife unb 9{u(ung: bie jtirfc^e reift au« $ier mie bei 2)ittri(( in SSitte 
befi 3u(i, oft aber je nad^ ber SBitterung au<| etmad fpAter unb «erbient na<l^ 
2;ruc^fe| megen il^rer @rö(e unb fp&ten 9ieife xt^t j^duftg angepflanzt )u »erben*) 

(Sigenf(^aften beg )i3aumeg: berfetbe mft^gt ^ar!, ge^t ^04 unb i^ 
unter meinen oielen Gfl^Iirf^enbftumen einer ber grb^ten, au^ trftgt er re^t gut. 
greilic^ mflffen eg gute Itirfd^enjjal^re fein, menn bie %tüis^U i|re ge^brige 9r5fte 
erlangen follen. 

Qemerfungen: bie D4fen$er)Iirf<be unterf Reibet ^^, »ie Xru((fe( nod^ 
|in)ufflgt, oon aSen anbern i^rer (Klaffe t^eitS burc^ i|re ®r5Be, fpifM*}« 
drmige ®eftalt unb gl&nienb f^mar^e f^arbe, t^eiU bnrc^ ibr fefleft 
jleifd^ unb i^re fp&te Steife (fie f(^eint bemnad^ bei i|m gemb^nli«^ fpAter 
atg oben angegeben gereift ju fein). Xrud^fe^ mad^te tcn biefer IKrfcJ^e befonberg 
bie Bemerfung , ba( an ni^t gehörig auggebilbeten gtftd^ten bie ^urc^^ gtb^er 
unb tiefer merben, unb felbft auf ben leiten ent^e^en, mo beirooIKommener (Srö^e 
feine ftnb, mie bieg auc^ bei anberen Porten oorlommt. — 3(t felbft miO tto<^ 
bemertlid^ macben, ba( id^ von ^m. Oberförfter 6($mibt bie (Sro^e f<j^mar|e 
der^lirf^e befj^e, meiere auf bemSerufalem nic^t me^r oorl|anben war. S)iefe 
ift aber oon ber oorliegenben in feiner Steife (au<ll^ in ber Reif}eit im^ 
in ber gorm beg Gteineg nic^t) oerfc^ieben unb mo^l fann eg beg^alb fein, 
bafi ^|rifi nid^t ttnrcd^t ^atte, beibe jufammensufaffen. S)o(b mitb bag Gcbmarge 
^aubenl^er), bie {mar ebenfallg Al^nli^ aber frfl^eri mit ber Serber*f(ben |ttglei<^ 
rei^enb tft , unb fid^ befonberg bur(^ ibre ftarfen ^rd^en audieic^nete , getrennt 
bleiben mflffen. SRan oergleicbe bie fllbbilbung unb Befd^retbung ber ®ro(en 
f((;marsen Äer^firfd^e im tJ).(3. IT., 6. 303, Xaf. 15. S^re 9leife fttttt, wie ^^ 
Biditt augbrfidti me^rent^eilg in ben 3«Ii »nb i:rud^fe( gibt alg einjigen Unter« 
fd^ieb imifd^en ipr unb ber oorliegenben bie frfll^ere SReife berfelben an. Ueber« 
^aupt aber fd^eint bie DAfenl^eriftrf^e bei ^rud^fef fpAter alg ^ier unb in ®otba 
aereift |u fein« benn ben barflber niebergefc^riebenen Cemerfungen lur golge ^atte 
%± fte in bem ffil^leren Gommer 1855 giemlid^ glei<b}eitig mit ber ®ro^en glftngenben 
f^margen (erfftrfd^e reif. §. 

9lnmerfung. 9u(9 id^ (abe big^er bag 6((n)ar)e ^^aubenl^eri wie idf eg 
oon S)ittrt(^ erhielt, unb bie @rofie glftnaenb fc^warae $er)firfd)e oon ber Od^fen* 
ber|firfd^e nid^t unterfcbeiben fönnen. 1860 neigte fl^ weiter aud^ bie 9ro|^ 
fc^warge ^ergfirfd^e (Xnid^fe^ e. 142, unb %.0.(B. IT., 2:af. 15) mit berfelben 
gani unoerfennbar in reider ^d^tegal^l ibentifcb- G^rift nennt aud$ fowo^l bie 
Od(fen^firf<(e alg bie ®robe f<bmar|e ^er|ftrf<be e^warjeg Sauben^et), fowie 
wieber fBta^tt fein Gcbworjeg ^tauben^erg lugleid^ ®ro(e f<^ar)e $ef|firf(be 
nannte. 2)ie 6orte mad^t, fub befonberg au(^ baburcb fenntli^, baft fie fdbon 
|iemli(^ lange eor ber Steife ftd^ färbt, unb in mand^en 2labren anfangg aug nid^t 
viel me$r alg (aut unb Stein )U (efiel^en fd^eint, worauf fie benn fii^ aud^ gu 
red^ter 0rb(e ni<^t entwitfelt C. 

*) üeift in ber 8. flBodfte ber itirfd^enfeit, O. 



71 
No. 12. evi^CBl ^er surfet. I, Aa. 2:vu4fe^; e^natae ^et^ürfc^en. 




Jetlkitfte. •• tt «nbe ber S. SB. b. «.3. 



^eimatl^ unb Sorlommen: ftammt mi bett Kernfaaten in 
@u6eii, 190 {te luu^ il^tem (Sr)te^er benannt i{l, nnb gel^irt gu ben fd^S^^ 
ftarften @ubener ©ommetforten. ^'\t nod^ I&ngft nid^t \o Detbrettet, 
als fic burd^ tbre @äte t^ netbient. JCotn 1810 an Zxuä^\z% ber fie 
mtr erft fo n>e{t beobad^ten lonnte, bag et menigfiend i^re ®üte er# 
tamite. l&aS Steig erbielt i(| oon S)iel. 

£ttctatur unb Bn^nont^me: Xtud^M 6. 160 unb ^a^txaa @. 673 
Spttend f4ioat)e ^erslitfc^e. 2)ittTt4 II. 6. 32 befdbrieb fte f4on oouftänbiget. 
9ia^ einet aRttt^eilung gal^nd ift bie SCbbilbtmg int ifL Ob|i«<Sab. nid^t getat^en. 

@e{lalt: fiumpfl^ergfitmig, gu beiben Seiten tmafi, bod^ auf bet 
RndTenfeite ftSrler, breitgebtudCt, am @tiele merllicb, meiftend felbft ftati 
obgeftumpft unb nad^ bem nid^it gang in ber SRitte fi^enben gelbgronen, 
nur wenig nnb oft wirlUdd nic^t vertieften @tempelpun(te in etnaS er* 
l^ener (Sirledinie )ugerunbet unb meift nur n)enig, oft aud^ giemlii!^ 
abgeffatmpft. @t|t ber Saum nid^t aOgu noa, fo ift bie grud^t mirflid^ 
groB; S)ittt{dg nennt fte fe^t gro^, n>a8 ic^ nid^t fanb, nergleic^t fie 
ober aud^ nur in ©ri^e mit ber ®ro^en fc^margen SnorpetHrf d^e , bie 
an <Brö6e oon mand^en !(nbem noi!^ übertroffen mirb. 9)ie Saud^feite 
geigt flache $urd^e, bie Stfidenfeite l^auftg nur Sinie ober felbfi 9ta|t. 



72 

@tiel: mittelftart, 2" lotig, J^eCgrün, an feiner »aflS oft eknaS 
titl^lid^, in rotlitv fiad^et ^Sl^lung. 

^aut: gldngenb, nid^t ftart, I&^t ftd^ iebod^ afegiel^en; %axltivivXtU 
fd^n)ar}braun , mit lichteren Stellen an ben ^urc^en , bei DoDer Steife 
faft fd^roarg. 

i>a^ %ltx\^, roxt ber teid^lid^ oorl^anbene Saft, finb bunlelrotl^, 
unb ber ©efd^mad beS garten , faft gerfliegenben ^(eifc^eg fd^on in ber 
3eit ber 83raunr5t]^ guderfüg unb fel^r angenehm, in ooDer. Steife ge^ 
n)ür)reid^ füg, burd^ eine feine erquidenbe ©iure erl^aben unb bem be& 
@d^n)ar}en 9lb(erS giemltd^ fil^nlid^. 

©er ©t ein ift für bie grud^t nur mittelmäßig groß, glatt, giem* 
lid^ bidbadCig, eiförmig ober faft ooal, mit feiner @pi^e. (£§ bleibt 
beim ®enuffe ein SBenigeS ^eifd^ an il^m l^&ngen. ^n obiger ^igur 
ift er etmaS gu groß bargefteHt. 

Steifgeit unb i)ftu^ung: geittgt mit ber Od^fen^erglirfd^e unb 
etmaS Dor ber @paten 3Rautbeer{irfd^e, @nbe ber 3. SEBoc^e ber Eirfd^en- 
geit. SDaß fte gu ben frül^ geitigenben gel^Sre, mie £rud^feß im Stod^« 
trage angibt, ift ein S^l^m, ber baburc^ entftanben fein n^irb, baß bte 
©orte aderbingS, niaB fc^on bie (Bubencr bemerlt l^aben, etmad $o(ger» 
artige^ l^at, mag jebod^ bei mir nid^t [tarier ^eroortrat alg bei mel^reren 
onbem ^crgfirf^en, fo baß baS Steifen ber grüd^te boc^ ^ftuflg giemlid^ 
g(ei(^geitig eintritt. ??ürS:afel unb§au8]^a!t fel^r fd^ä^bar unb oerbient 
in iebem ©arten eine ©tette. 

$)cr Saum mdd^öt rafdj unb gefunb, bilbet eine fd^5ne, ret^net* 
grocigtc, aber ntc^t in blc ©reite ge^enbe , f onbem mit ben Slcfien rafc^ 
in bie Suft ftrebenbe ^rone, unb ift fru^ unbaußerft fruchtbar. S)urd^ 
bie ftarle Slbftumpfung am @ticl, il^r garteS, faftreici^ed ^Id]^ unb bie 
erquidenb feine, fuße @äure im ®efd|mad, mie auc^ bur(^ ben SBu($8 
bed Saumes uuterfd^eibet fte fi(^ t)on anbern gleid^geitig reifenben. 

Oberbifd. 



78 



No. IS. ftcie £)4(«lmH(f4e. 1,^9^ %tu^\fi; B^mwcitf^et^ix^^^^ 




Ibue «iJ^fetfpttilwMe. 



• • 



t 4. SD. )>. Jt^ 



4>eimat]^ unb SBorfommen: ic^ erhielt [ie cui^ ^rn^ttfen 
imier bem 3lamtn ®ro|e fd^marje $er}Ittf(!^e aud Qamtn, unb f anb fie 
att4 iDo^I in rec^t großen iSaumen in ^anjungen, 2^ »eU^en bie 
@tämme n)al^{(]^einlid^ aud ^errnl^aufen bcjogen vooxtn. S)a ber Der^ 
ftüTbenc gJIantagenmeifteT ^^ gegen mid^ bie SBevnmtl^g audfprac^, 
ba^ fie in ^erml^auien oud ©amen entftanben jein »erbe, nannte i^ 
fie i^erm^aufer neue 0(!^f enl^erjf irfd^e , xotld^tx 9lame paffenb roit oben 
obgefärgt wirb. — SDle grnd^t würbe burc^ ©rJge unb Sc^önl^eit, aud^ 
®file beS ®efdgma<fS bie aügemeinfte SSerbreitung nerbienen, wenn ber 
fe^r grog werbenbe JBaum nod^ etmaft tragbarer wäre. SSieüeic^t ift 
bad inbeg in anbern ©egenben mel^r ber %afl, unb wo ni^t, pa^t bie 
§Tu4it b0(| fel^r in groge @arten, um fflr ben Obftlorb auf ber £afe( 
eine burd^ ®röge unb ©eftalt auSgegeic^nete ^rud^t )u liefern« 

2iteratut unb e^nonpme: t{% nur etß in meiner ^Slnleitung" 6. 508 
enoft^nt unb finbe i^ in 6(^nften nid^td i^r Xe^nli^ed. 

®eftaU: bie S^ud^t ge^irt }u ben trogen, unb ift burdg i^re 
ff>i^tgf5tmig^ Sigur fel^r Irid^t lenntlid^, 9(m @tiele ift fte giemlid^ 
ftort abgeftumpft, nimmt, an SDicfe gegen bie SRitte ber ^d^t meift noc^ 
€twa8 gu, fo ba^ bie größte Sreite etwad mel^r nad^ bem Stiele l^in 
liegt, unb nimmt bann fanft unb nad^ ber Spi^e ^in immer raf(^r ab, 



74 

iDOifi bie eignttltd^ oUxfit @i% oft loie aufgefe^ crfc^nt. S)cr 
@teinpelpimlt fielet ol^ne, ober in geringer Settiefung auf ber @pi^e. 
3tt betben Seiten ifl bie ^rud^t nur ttroaS, unb auf ber Städenfeite am 
ft&r!fien breitgebrfldC t. Die Saud^feite geigt eine flat^e , bie Rüdenfette 
^iuftg eine ftdrtere ^rd^e mit gerunbet unb )iemli<^ raf$ aufgemorf enen 
Selten unb einer ftarlen im @runbe ber ^rd^e l^rge^enben Sinie. 
^ufig ift ober audd bie ^urd^e auf ber Stfidenfeite burd^ ^^leifd^beulen 
nerbr&ngt, fo bo^ f!$ bafelbft nur eine Sinie jeigt, unb ^at überhaupt 
bie ^(^t nad^ ber @pi^ ^in gern tixoai a^eultgcl. 

Stiel: gegen 2" lang, bfinn, J^Qgrün, ft^t in fafl meitet unb 
tiefer ^ö^Iung. 

Die garbe ber {iemlid^ gl&ngenben ^ut ift bunfelbraun, jule^ 
f(|nKiribraun. 

Das ^U\\<l^ ift buntelrot^, }art unb faftreid^, ber Saft fiarl gefirbt 
unb ber @efd^mad fel^r angenehm, n)eintg \i% unb mirtlid^ oorjäglid^. 

Der Stein ift fpi^» unb ^iemlid^ langeifirmtg, mit ffcarfen, jiemlid^ 
breiten StudenlantAu (St ift in obiger ^gur nid^t red^ lenntUc^ bargeftdit. 

9teif}eit unb 9lut(ung: bie Steife tritt in ber 4. 9Bo(^e ber 
jtirfd^engeit, giemlid^ gugleid^ mit ber eigentlid^en Od^fenl^rgHrfc^ ein« 

Sigenfd^aften bed 8aumeS: biefer mirbgrog unb ift gefunb. 
SBaS bie Urfad^e feiner geringem Stragbarteit ifl, ob etma bie 8lüt^ 
Irid^t burd^ Sfta^tfrifle leibet, babe id^ no(^ nic^t ermittelt , ba eine ge« 
raunte ^tii l^inburd^ id^ bie ftirfd^e au8 meinem Sortimente vok\>tt 
verloren l^tte. 

Oberbiedf. 



75 




Spate INanllieerkttfilie. <* • 1 1 ^- SB. b. jt.3. 

^eintat^ utib iBotrommen: Srud^fcg erhielt fie oon giafior 
Sinter in (BunSleben im ^aUerftablifd^en, ber fie aitS ^arid empfing. 
Sod^ )n>cifelt Zxu^\t^, ba§ fie n>irf lid^ eine f ranjififc^e ftirfd^e fei, weil 
flti^ in 2)n^mel unb im <EotaU ber (Sart^dufer ber SRame ni^t ftnbet. 

£tteratut unb 6nnonome: Slrud^fe^ 6, 185, 6pftte 9Rau(&eer^en!trfiJ^e; 
2)itir. n. 6. 34; G^nft, ^btob. 6. 276, beffen $bb. 3. Stifl 6. 709 P^r. 88; 
Cberb. e. 522. - 6i)non9ine: Gpftte 9KauUeetfirf4e aud ^atid, SRauU 
beetürf^c au8 ^avU, La Qaigne miiro de Paris. — ^ffnid^tSRa^et» 
StMnt !Ratt(bcer!tr(4e in Pom. Franoon n. & 28 iab. 7, auc^ ni^i bie VtauU 
beerfitfcte »fittnerd im %.C.&. YII. e. 368 92r. 5. — S)o4 ^at fte Xrud^fe^ im 
2.0.0. leb. XXII. 6. 204 befc^ticben. Suc^ ift fte im 9leuen Cbftfab. v. 9RauH, 
IIL6ect, 2.£ief., tia^ ffrfld^ten oon mir abgebilbct. 2eiber blieben bie jtirfc^en 
in jenem ^a^xe ungevö^nK^ Kein unb finb fo ni^t rec^t IenntU((. — ^a e8 
v^t pdt^ig ift, im dlamtn gufllei^ bie dla^c ber gnic^t auftjubrfltfen, fo ifl et 
nie oben ab^efftrjt, mobutt^ er au^ leidster au^iufpred^en ifi. 

(Beftalt: fel^r audge^eid^net , am ©tiele wie abgef^nitten , oben 
iRe|r platt aß abgevunbet, auf beiben ©eilen fel^r breitgebrüdt, fa 
ba^ bie ftirfd^e breit nierecfig erfd^eint, in ^rm ber Stoll^en ^Rolfen«* 
firfd^e äl^nlid^. 3^ ®rb^ oerfd^ieben , nid^t alle gro§, {um^eil aud^ 
nein. 9uf ber breitgebrfidten ®eite bemertt man DOm Stiele ouSge^enbc 
unb um bie ^rud^t ^erumlaufeube ^urd^en. @tempelgrübd^en fd^mad^ 



76 

I 

@tiel: \iaxt, gerabe, oft aber P/^" lang, l^llgrOtt, meift xi^üit 
angelaufett, in xmitt flad^er i^^ö^tung. 

ipaut: ehpad gäl^e, jel^r f^maTg, aber nid^t ftarl glftngenb. 

Slelfd^: fel^t votii^, faftooD, bunlelf^natgrotl^ , ber @aft {latl 
fftrbenb. S>er ©efd^mad ift ganj eigent^ümlid^ unb norjügUd^; ble 
Sügigfeit ifi mit einer erl^abenen pifanten ©dure oerbunben, »ie er 
nid^t ben @ü§tirfd^en, fonbem nur ben @ugroeid^feln eigen ift, unb bo« 
^er bie jtirfd^e in ben erften 9tang erl^ebt. 

@tein: Hein bi(f eiförmig, faft ninb, mit einer tleinen ©pi^e, gut 
nom Sleifd^e I5glid^. 

aieifeunbSRufeungibie Äirf d^ reift meift «ttbe 3uK, bisweilen 
früher (fo ^attc id^ cingelne 1858 f $on ben 12. Sali reif) bisweilen audj 
fpiter, fo bafe Slnf. Slug. l^erauSßmmt.*) ®ie geitigt fiberl^aupt ungleidji, 
unb neben oodig reifen ftnbet man oft nod^ meldte, bie meit gur Ad ftnb. 
@ie f&rbt ftd^ aud^ gemö^^lid^ lange oor ber B^itigung fd^marge, fd^wiSt 
aber erfi gule^t nod^i rM^t an unb erlangt bann ij^ ooUe SSortreffliil^feit, 
bie fie ium rollen ®cnug unb gu allen l^äuftlid^en 3n>e(Ien fel^r geeignet 
mad^t. 9Ran barf [xt \>af)tx ni^t gu früj^ ernbteiu 

@igen{d^aften beS S3aumeS: biefer mSd^dt Ir&ftig, bod^ im 
®angen gebt er weniger l^oc^ als anbere oerebelte ®fl§tirf(ben unb er 
mai^t eine me^r breite ftrone. S)ie ^ragbarleit ift fel^r reid^li^ unb 
ber SBaum liefert oft nod^ Smbien, wenn anbere Porten feblfd^togen. 

SBemertungen: burd^ i^e eigentb&mlid^ breiigebr&dCter faft ledige 
®eftalt unb burcjg bie pitant erhabene &&ure im @efd^mad, ber aber etji 
bann gu würbigen ift, wenn bie Airfd^e i^re noQige Steife erlangt ^at, 
unterfd^eibet fi«^ bie oorliegenbe @ortc oor oielen anbern unb au($ bie 
^rud^tbarteit beS SaumeS empfieblt biejen gur l^dufigen Supflangung. 
9Beit fie fd^on etwas fp&ter reift, ftnb bie größte aud^ nid^t ben 3iafy 
fteOungen ber äJogel fo ftarl auSgefe^t. ^cL^tu 

STntnerTung. SBenngleic^ bie oMge ^c^t ^nic^fe^ £ie(nng8ftrf4e »ar, 
fo blieb fie — luA^renb id^ an Xet^t^eit metner oon^iel erhaltenen 6orte nid^t gioeifedi 
!ann — boc^ in meiner ©egenb ni^i nux faft Kein, fonbem »aren bie faumctnpoot 
Xage oorange^enben ©orten, ©pitenS fd^war^e ^ergtirfc^e unb f^marjer Übler, na4 
meinem @ef c^made and^ merflic^ beüf ater . 2)a8 f&uerlid^ SDZautbeerartige im ®ef c^made 
ber Obigen fagt mir nic^t jn. Sei 9(nbern mag eS aber flnberS fein. D. 

*3 9tt($ bei mir erfl in ber 4. Sßo^e ber Kirfd^engeit. O. 



77 
No. 15. {^elflfil0et Kieffnntf^t I« A b. Stru^fel; 64nai)e ihtotpeffirf^en. 




lefeelfiaiirt ütffeftkttfä|t* ^*tt enbe ber 3» 9B. b. it.3. 

ipeimat^ unb Sorlommeu: Mefe fel^r groge aufigeidd^net gute 
Jtfai<|e, bie eine tpirOid^e SBereidlerung ber Homologie \% lam ocoA ^ebel^ 
fbig^ an SucaS, untet bem Flamen SB3a|Ietnrf(|e, unb ift fie auS $o§etu 
gefall unter obiger ^Benennung fd^on mel^rfa(^ oerfanbt. 3n pomolo* 
gifd^ Gd^riften flnbet M nufttd il^r 9(e^nli($e8 unb ifl p^ fidler eine 
boitf^e @amenf0rte neuem UrfprungS. Sie n>irb bie frül^efte groge 
\SjiMxyt Jtnorpellirfcle be8 2l<4re8 jein unb nod^ ntetllid^ nor ber@e(I« 
iad^ ipb felbft ber fd^on bur($ ®r5§e fd^A^baren SampenS fd^nKtrjen 
itnorpellirfc^e seitigen. 1868 nntt jie in ^o^enl^eim 4. ^vXx reif, unb 
aeitigt bort %mh\vX\äi Anfang bid SRitte ^uli, n>a8 na($ Seinfer ftirfd^en* 
reifg^t mit bem (Snbe ber 3. 3Sot§e ber ftirtd^engeit correfponbiren mildste« 
Site« aittt rnib 69 non^me: i{l iio<9 tlirgenbd fiefd^ebeiu CH^n. fBa^letürfd^e. 

®eflalt: gel^irt gu ben fel^r großen, ift no^gu 1" breit unb l^od^, 
l^od^Sfe^enb unb neigt ß&rler gu einem an beiben (Snben abgefiumpften 
Onal, als gur ftumpfen ^rgform. 9m Stiele ift fie abgeßumpft, an 
bem nur flacfi oertieften , oft ni^t vertieften @tempelpunfte , ber auf 
ober ^ufig ein SBenigeB neben ber eigentlid^en Spitze fielet, mel^r flat^ 



78 

gerunbet , px beiben Selten merllid^ , auf ber äiilctcnfeite am ftdrtften 
breitgebrücft; bie SBaud^fei^^ i^ifi^ ^<^^^ S^^^^f bte Stfidenfeite adecmeift 
nur fiinie, ober eine ^urd^e entfielt erft naä) bem @ltele (in. 

©tiet: ^eOgrün, faft 2" lang, miltelftarf, bei fe^r besonnten oft 
etn)ad rotl^Iid^ angelaufen, fte^t in }iemUc^ tiefer, aber nid)t roeiter, Der« 
l^&ltnigmagtg enger ^o^tung, beren 9tanb nad^ ber SRücfenfeite l^in ftarl 
abfdQt. @8 l^&ngen oft mehrere i^rüd^te an einem ganj turjen ©tielabfa^* 

$aut: glängenb, gd^e, bunletbraun, in ooOer Sfieife faft f<!(mar}; 
fie geigt burd^fd^immernbe l^eüerrotl^e feine giunTte. 

S)a8 f^leifd^ ift buntelrotl^, mit federn gibern burc^gogen, um 
ben @tein l^erum faft fcj^margtotl^, etmaS meieret aU bei manchen anbern 
ftnorpeltirfclien, bod^ noc^ fo conftftent, bag fie oillig gu ben ^orpel« 
lirfd^en gu g&]()Ien ift. S)er reic^Uc^ oorl^anbene (Saft ift bunfelrotl^, ber 
©efd^madC oorgügUd^, gemürgt tiwa^ meinartig füg. 

S)er Stein, an bem beim @enuffe ^iti\^ ftfecn bleibt, ift grog 
unb lang, l^dufig mel^r etmad langooal at3 langeif 5rmig , am @tielenbe 
etmaS abgeftumpft. S)ie Stucfentauten finb flad^. 

Steifgeit unb 9lu^ung: geitigt unter ben jhtorpellirfc^en mit am 
frül^eften, etma in ber brüten SJBoc^e ber Äirf d^cnjeit ; ift für bie 5Cafel 
fel^r fd^üftbar unb mirb eben fo brauchbar für ben ^audl^aU ftim ^te 
%xn^i l^dlt fiel faft 3 SSßod^en auf bem Saume, ^n an^altcnbem Stegen 
fpringt fte, n)ie fo mand^e anbere gute jtirfd^e auf. 

SCer ©aum rolrb feljr grog unb ift faft id^rlid^ fel^r fruchtbar, 
©eine ftarf belaubten 3(efte fielen in fpi^en 9Sfnfeln ab. 

Suca§. Oberbiecf. 



79 




tokats fd^toar^e Jtiior]ieUiufd|e« 2)Utric^ * * (Snbe Sunt. C. b. ^ n. b. jt.8. 

^eimatl^ unb SBorlommen: id^ erl^ielt bte ^fropfteifer burc^ 
bie ®üte bcÄ §rn. ObcrfSrftcr ©d^mibt in ötumbcrg* Siicfctbcn Ii<* 
fertm 1858 btc crftcn grüßte, burc^ beren ©d^ön^cit, ®üte unb frü^c 
Steife id^ angenehm üben:a|(^t n^orben bin. 

£iteraiur unb ^^non^me: ^ittrtc^ fü^rt bie Boxte S3b. ü. 6. 48 nur 
bem 9{amen%a4 M au3 f^rauenborf ftammenb auf. — $r. Sc^mibt iat 
jle in feinem SBetjet^ni^ untet 3lv, 26, unb cittrt ba5ei au(^ nur 2)ittrt4 » dibt 
ttr }iDar L Kang , aber fonft nic^td über i§re Sleifjeit an. — Xnbered l^obe id^ 
td^t über {te gefunben. 

@eftalt: n)ie eben gejei^net fd^Sn ^ergförmig, etoad ftumpffpi^, 
auf beiben @eiten gebrüctt, auf ber einen me^r qI3 auf ber anbern unb 
Quf biefet ift aud^ eine f leine, bod^ fd^n>ad^e ^urc^e, oft nur al8 @trtd^ 
bemcrni^* S)er @tempelpun{t ift giemtid^ grog, gelbbraun, fte^t ttmai 
eingefenit» S)ie ^rfd^e ift Don guter mittlerer ®r5ge. 

©ticl: bt8 IV2" long, nid^t ftarf , grün in einer weiten^ mel^r 
ober weniger vertieften $5§Iung. 

^aut: fd^in gldnjenb, bunfel rotl^braun. 

%Ui]d): nid^t gu l^art, bunfelblutrot^ , ©aft ftart fdrbenb. S>er 
@efd^mad[ ift red^t gut, ergaben füg. 

©tein: Hein, runblic^, fel^r wenig breitgebrücft, ftumpffpi^, faft 
runb nie eine Srbfe. 



80 

gteife'ttnb Ku^uttg: bie jtitf^ reifte 1858 ht ien (e^teti Sagen 
bed 3uni, )ugleid^ mit ber ^(amertiner, loonad^ [it eine fe§r frü^e JCtrfd^e 
unb n)a^tf(|einttd^ bie fe^t belannte frü^fte fi^imtrje ftnorpelfirfd^e tft* 
S)ie ungleld^ {(einere, bis j|e^t nad^ ber ©edbad^er aß frü^fle no^ aiu> 
gettommene ^rü^e f($n)ar)e ftnorpetltrfc^e lourbe erft 6 Zage fpöter jettig 
unb n)irb bur<!^ bie oorliegenbe entbel^rlic^ , iDeU^e au(| loeit beffer x% 

Sigenf(!^aften be3 ®aumed: einige funge S3aume in ber 
Sauntjd^ule n)ad^fen traftig unb fd^ön aufredet tkber bie Stragboxleit 
{ann td^ nor ber ^anb iebod^ nid^t uril^eilen , ba id^ bie Sorte jeit^r 
nur mit anbern auf einem Sßrobebaum l^atte/ auf melt^em anbete Sorten 
oHerbingS fd^on Sfter als bie oorltegenbe trugen, n)oraud aber im SQ^ 
gemeinen bod^ lein rid^tiger @(^Iug gejogen merben fann, inbem fe^r oft 
ein 9ft me^r alt beranbere gefunb ift unb \o feinen 3n>rtg(n auc^oer« 
meierte SRo^rung jufül^rt. i^offentlid^ mirb fie auf einem felbftft&nbigen 
SBaume gegen anbere in ber (Sxgiebigfeit nid^t nad^fiel^en« 

Semerlungen: S)ie @edbad^er jtirfd^e ift Keiner unb frfl^ 
^^ff bi^ ^ti'^t fd^marje ftnorpelfirfd^e ifi äknfaHd Keiner, mS^ 
oben no<!^ ft&rler ftumpffpij), aud^ um ben@tiet me^'r plattrunb unbi^ 
Stein fel^r grog unb Idngttd^ runb. ^ie fpäter in ber Steife folgenbe 
Sl^r&nenmuglateUer aber ift ftatler ptattrunb, am Stiele mie ab« 
gefd^nitten unb ber Stein bidfeiförmig. ^^x Saum ift burd^ feine l^öngen» 
ben 3ioeige d^arafteriftifd^, menn anbere 3]ilerf male nSt^ig merben foDten. 

• s. 



81 

Ko. 17. X^SteB 'StinateVtt« I, Ab. 2:rud^fe$; e^xoat^t Stnovptmx^ä^zn. 



•«^ 




tl|taiir!i«!Ktt«kaietter» C^rift. • ♦ t «nf. b. 4. «B. b, ä^* 

^eimatl^ unb aSortommen: (S^rift erl^telt fte vom Sanbtatl^ 
t)Ott ©djulcnburg ju Jlnflem bei ajlagbcburg 1798 mit ber SJlad^rid^t, 
ba| fte aud ber ;3nfel STiiitorfa nad^ 3)eutj[(^Ianb gebrad^t tDOrben \zi. 
Sie ifl butd^ bie l^&ngenben ^toÄ^t bed SBaumeS auSgeje^net , voo^tx 
bie Sorte aud^ ben 3tamtn ^at. 

Siteratur unb (S9non9me: Xvu^Uf^ @. 174. — (Sbrifi, $bb* 8. 683 
3lt. 94, beffen ©bwb. 6. 276. — D6etb. 6. Ö24. — S)ittt» 11. ©. 39. — 6911. 
Ovigoe miitoat des larmes de llsle de Minorqne, S)ittri(l^; %^xa» 
nerd SRuSlaieller aui SRinorfa, (Sat. 2onb., »0 ber beutfdbe 9^ame falfd^ 
gelefen i^, Guignier k rameanx pendants, Bon Jard.; Öü^firfd^en* 
Saum mit (Angenben Steigen, vlo\\, (Sartenb. 

@eftalt: anjel^nlid^ grog, ber $onn nad^ am ®tiete mie abge^ 
f^iiitteii, auf beibeit ©eben nid^t ftart, bod^ auf ber einen mel^r, alS 
anf ber anbem Breitgebrüdt unb gefurd^t. 

©tiel: lang; oft Aber 2Va'\ jiemlid^ ftarl, gefrflmmt, auf ber 
oberen 6eite braunr5tl^Ud^, in glatter feid^ter j^öl^lung. 

J^aut: vhfü% reif buntelbraunrotl^. 

^leifd^: fefl, bod^ nid^t gan) fo ^art, mie bei anbem 5tnorpel« 

3Viiflrttte< ^anMvi( bcv Cilktenbc m. 6 



82 
{itffl^tt , ober fafrig unb »ie b€t 6aft bmdtfiot^ tkx ®e{(l^mitf i|l 

6t ein: bMeirunb (eiförmig O.)- 

Reife unb Slu^ung: fte reift ftfterB f^on Sbifangt, ober biS 
9Htte 3uH, bisweilen ober vei^bgert fi(b bie Seitignng etnafi tinger, fo 
ba| ber 1&— 20. ^uli beraniftmmt. (ES Ift eine ber aaemor)fig(i4ftm 
itirfd^en , bie fid^ burd^ i^r weniger l^artet ^eifd^ nnb bunj^ i^re bmnu 
r0t^ %ca!bt non anbem fc^warjen ftnotpenirfd^en unterfil^ibet 

<Sigenfd^aften beS 8aumeB: oom Oanme bemertt Zruil^ 
^olgenbeS : berfetbe ift, aud^ wenn er teine grilc^te trdgt, fe^ IenitlB<l^ 
fo»o|I an feinen 3^0^r ^^ ^^ feinen Otittem. S)ie 8 litt er finb 
fel^r lang unb fd^mal nnb il^netn ben gSfirfid^btSttem. S>le B^^eige 
fingen, fo lange ber Qanm no(| jung ift^ l^abvdrtS; nenn er ober 
ilter wirb, gel^ fie me^r in bie ^ilftt , bleiben {ebod^ meifl in einer 
»agred^ten Steiotung, wie bei ber Oranientirfd^e, f o ba| ber Vüu^i immer 
fperrl^aft ifU Sßid^t nur wegen biefeS fonberboren äBuc^feS, fonbem an4 
wegen ber (8xi%t unb ®fite ber ^nu^t oerbient bie Sorte Serbreitnng. 
tkt Saum trügt aud^ frül^ unb reid^Hd^, nur ift eS @d^abe, ba§ er, je 
alter er wirb, befto empflnbttd^er gegen bie SSitterung ifl unb htS^ 
non {einer großen 2)auer gu fein fc^eint. 

Seme rtun gen: bad @efagte trifft aOeS gu, nur finbe id( nid^, 
ba| ber Saum, wenn er Slter wirb, weniger l^ngenbe ^xo^t nuu^t, 
benn wenn er burd^ einige fid^ oerticat er^ebenbe ^xotiqit ou^ l^b^ 
wftd^t, fo geigen bie fid^ bUbenben Seitengweige bod^ immer baS Se« 
fheben, fid^ gur (Srbe gu neigen, unb id^ finbe aud^ nid^t, bag er gegen 
unfere Sßinter empfinblid^, als bie meifien anbem guten ®ä|Iirfd^n, ifi« 

3a bn. 



83 , 
Na 1& niilkMMMf|ftlttiiltflttf#r»I,AKS;t«4fe{; 64«Nii|e ITttociicIlL 




^eimat^ unb SBorlommen: eine ®amenfru(|t ker pomo(ogU 
t^cn (Sffeafd^aft )u @nUxt, Sie fanb {i^ in bem Siru^feg'f^en ®or« 
dment auf bem ^^nifaleift 6ei SAeininseti unb ift mit biefem in meinen 
Sefit gelangt. 



£iietatttv unb Snnon^me: Xru4fr| (efd^tiei fe iii(|t me^t, fonbetn 
fioB nur hxtit Slad^xx^t üSer fte 6. 206, mib im 9la((iraä 6.676, ba^ f!e nftm» 
u^ hmjbetffix^^, loe^t er fie auft OuBen empfing, foiwent eine itnov^Oitf^e 



(ei, bie ra noi^ ben SRitibeUunoen Aber fie bur(| i^?e langen Stiele ati^ieic^nete. 
— 2)ittn^ (IL 9b. 6. 40) Itefette na^ ben oon i|^m erlogenen l^rücpten eine 
9ef4veibuna, ble icb mit einigen SBorten oeYOoBjlAnbiae. — 8efa(.0berb.6.öl8; 
äegel, 9bit von 1826 6. IM. 

(Beftatt: breite unb flumpfi^)f5rmig, am Stiele breit abgefdfinitten, 
i^ben flumpf abgetunbet, mit einem tleinen (Sinbrud auf ber Spi^e, in 
md^tt ber 6lempeli>untt ni(i^t gang auf ber ÜRitte ber Spi^e ^t^L S)ie 
'M^ iß gtog (^ier fel^r grog , etmaS über '/«" 1ft>^ , ±" breit unb 
etmaS Aber Vi'' bid), auf beiben Seiten ift fie etmad , bo^ nur menig 
gebrädt nnb fomit faft runb , auf einer Seite \zio^ mit einer ftod^en 
^utd^ oetfe^en, fo bag fie l^er it>^ etmaS gebrflctter aI8 auf ber anbem 
ausfielet. 

Stiel: aQerbingB an man<l^en ^ü^ten, mie i^n bie ®ubener be# 
jfi^neten, fe^ long, bi8 2", bO(^ ift bieS nicbt bei allen, an mel^reren 



84 

ifl er ott^ nur i", 8 Vi &'' taut. %% 9¥ «bMi fW(, in einem 
Heinen @rfiB<!^en, ift grün, ol^e ffihüft ober ^etfen. 

$aut: etioad ftart, gl&ngenb btanntot^ ober ^d^nmrjbrautu 

gleijd^: }ieinli(| feft, buntelrjrtl, eüoaS Itd^ter, lott bri ber @ro§en 
fd^narjen itnoq)€ltitf(l^e , bcr @aft ebenfo unb nur toenig farbenb , oon 
angenehmem, ffl^li(||fauren, etmaS gemftrj^ften @t\^mad (i<l^ ^aht mir 
i^n aU \t^x füg unb angenehm notirt). 

@tein: onal, ba, mo ber @tiel gefeffen, etmad meniged breiter 
obgerunbet, aU nad^ bem enlgegengefe^ten €nbe; bie breite JCante ^at 
etmag gleijd^an^ng, ift in ber SRitie ergaben, mit einer feinen SRinne, 
auf betben @eiten mit fiad^en gurd^en begrengt , bie ®egentante ift eine 
feine erhabene fiinie. — 3d^ 1^ mir ben @teiti al8 nerl^Itni^&gig 
Kein, etmoS breitgebrüdtt , mit einer ftumpfen @pi^ niebergefd^rieben. 

Sfteife unb 9iu^ung: S;TU(^{e^ l^atte fc^on am 3. 3uli einigt 
nittig reife grfld^te, §ier reift fie fpfiter, 1858 ben 14. 3ult, 1855 aber 
erft ben 25. ^\iü\ fie mar aber immer nod^ etmad nor ber ©rogen 
fd^marjen Änorpelfirj^ reif. 3ft eine gr^fee ©iMctrefftid^e Stafclfrud^t. 

(Sigenfd^aften beg Saumed: berfelbe geid^net ftd^ gerabe in 
9lid^tä nor anbern eblen ©ügtirfd^enbdumen auS, ge^t giemlic^ ^o^, tfl 
aber leiber bi8 bal^er menig tragbar geroejcn, woran oteDcid^t ber ®tanb« 
ort, ber ctmaS bflftcr unb fd^attig ifl, Urfad^e Jfl. 

©emerfungen: ber Srei^rr Xruc^fefe l^at biefe Älrfd^e, wie ti 
fd^eint, nid^t in i^rer SSoDtommenl^eit gefe^en unb erlannt , benn fie i% 
wie i(^ fie IJier 1857 erjog , in guten ©ommem bie gr66te oon allen 
f d^margen $erg « unb JtnorpeUir{d^en , unb eS fiel biefe @orte aud^ in 
einem Sortimente oon 80 (Sorten, baS id^ in jenem Sommer gu einer 
lanbwirtl^fd^aftlid^en SuSfieOung nad^ ©otba fanbte , n&d^ft ber Sanct» 
mann uub einigen anberen grftfimn Kirfd^en am meifien in bie Slugen. 

3tt*tt- 

9(nmer!ung. 2)te nld^t l^tnreid^enbe Xtagbarfeit bed (ei mir fd^ott gtemnd^ 
großen iBoumed (eflftügte ft<^ in ben testen 2 ganfHgen Ittrfc^enial^en and) 5ei mir. 



86 
No. 19. 9iikti8ml|e9itm^enitf4e;i,Ab.2;vtt4fe|; ^^(xt^^ttpüW^m. 




• 

i^eimatl^ unb SSotlommen: biefe fel^r gute Aitjd^e erl^ielt 
^rud^feg burc^ Sut(i§arbt ouS ber Saumfd^ule beS ^farrerS Sll^let ju 
<8(afoio, unb jd^eint über i^re $erfunft welter nichts betannt ju fein. 
8ur^arbt9 latugabe, bag fle bei fel^r bunf (er Färbung bennod^ nid^t fdr« 
benben @aft begatte, l^at fid^ ntd^t beftfttigt* @ie bitbet jebod^ einiget* 
mo^m einen Uebergang oon ben jd^roarjen }u ben bunten ^ergürfd^en. 
Verbreitet ift fte n)Ol^I nod^ roenig, Derbient ober l^dujtge Knp^anjung. 

2tteratur unb ©^nonnme: Xru(|fe6 @.340unb683. 3)ittri(|^ U. @. 41. 
5Dad %.0.(^ab. 2tef. S 92r. 4 gi(t eine 9(66i(buna, bie fo )iemK4 bie §ru($t bar* 
fteSt ^a^ SRonatdfc^r. I. 6. 162 toftre bie Gerue belle de Ribeanoonrt, toeCc^e 
^err WeDicinalaffeffor 3a§n aud äBetteren er^ieli, i^r fe^r ft^nlid^ unb oieUei^t 
mit i^r ibentifc^. @el^r viele 9e^nlic^!eit mit obiaer fc^eint aud^ bie x>on Itraft 
2. 7 abgebtibete (Sro^e bunf (e braunrot^e jtramelltrfd^e , Bigarreau & gros firoit 
roBge tr^s fonc6, ju $aben. 

@eftalt: bie ^^ruc^t ift groii, runb^erjförmig, am ®tiele nterlUd^ 
obgeftumpft, auf beiben ©eiten oft fel^r mertUd^ , am ftftrtften auf ber 
SRfldtenfeiie breitgebrflcft , auf ber Saud^feite breitgefurd^t. S)ie Sfiftdten^ 
fette ifl ni(|t gefurcht unb finbet fi($ fiier el^er eine Heine (Sr^ö^'ung. 
S)er ©tempelpunit fte^t nic^t nertieft ober in einem unmerHid^en ©rübd^en. 

®tiet: bünn, Hc^tgrün, IV3— 2" lang, fifet in red^t weiter, glem^ 
ü^ flad^er $5^Iung, bie nad^ ber 9lü(fenfeite merllid^ abfidt. Sdfi^en 
tneiftenS mehrere grüd^te an bemfelben Keinen @tielabfa^e. 



86 

S>ic gatiftc bct gUnjeitbeii, fttvlni^a«t ifi ta poOtr Steife bnnM 
(raunrotl^, faft inB 6$iDdr)ti<i^ gel^b, unb pafit infofern bet Stome 
«td^t red^t , ben htbe§ Znt^fe^ beibe^Itm (ot. 6ie ifi Mr tnbem 
fd^oargeti ftnorpelfitfj^ baran fenntlid^, ba§ fie Ui manütm 3<kI^ 
jd^o« iitvAiify lange oor ber Steife, fo wie bie ^aut fiö^ merflid^ rSt^, 
jal^Irei^e bunlelrotl^ ^etfd^en l^t utib »ie gefprengelt erfd^int, mibf» 
toie bie oDgemrine Rit^e bunfler loirb^ (utd^ biefe gtecN^en nod^ bititner 
mrben, bis bie aDgemeine ^rbimg von ben Rieden »eni§ »el^ obfHd^t 

2>aS 3Ieif4 i{i tni^is M, l^er rotl^, aU bie i^nt; berCafl 
fftrbenb, bo$ ni^t fo bunlel, ott bei anbem fd^nKir)ett itnot|ie(flcfd^ett ; 
ber (Befd^matf i)or)figl{$, etiooS «einig fflg unb gemürjt. 

Sbtt ettin {{i 9er^ltni§Qii6ig Hein, breitgebtfitft, m^ ooolal» 
elf5nnig, mit migig ftarten Rfldenfftnten. 

Steif geit unb 9tn()nng: )eitigt etnniS not ber®ro|en ^üfmaxim 
itnorpellirf^, in ber 5. IBod^ ber Itirf d^enieit. $ftr Zafet unb l^ouS» 
1^ braud^bar. 

tkx 8aum ifi gefnnb mtb red^t frudfttbor, »id^t aud^ rafd^unb 
bflrfte grog »erben. 

Oberbietl. 



87 
No, 20. 64Mf}e e)Httif#e. I,Ab. XYu^fe^; e(|war}e Jtn4)n»eI!iTf4ett. 




MnDat}t SjNittifilie. « * 1 1 O- 9B- b. it.3. 

Charge f|Mmifi(e KnoYi^eOirfil^. t;ru<(fe(. 

^eimatl^ nnb Sortomiiien: fie ftamntt oom ^aftor ^neim 
(oKerflftMfil^cn , bcr ober nid^t atigibt , i99^er er fk Belom. @{e ift 
eine bcr ebelften Itirfd^ im SCrud^{e|'f(i^eii Sortiment unb nerbient QU« 
l^neine Verbreitung. 

Sittratnt unb e^nonymti Xnt^feft 0. 177; (ernte, Kmoeifuttg k., 
fioHe, 1796, 6. 846. Riefet nannte fle SpAte $erft!irfd^e, S^vatie 
ei!anif4e, jtnupperlirf^e. — Setgl. noi^ X.C.®. Yn.6. 368 fhr.6, bod^ 
fft^rt fie &\<tt€t, rap. 0üttner. bet fie barin 5efd^rieb, tote ^tvnä^M bemerft, ali 
•ro^e f^ioarie Pnotpellttfc^e auf. — G^rtll nannte fie im $bw(. 6.276 
bie 9ro|e fd^oatge |^er)!irf4e mit feflem jlleif^, unb oetmengtc fie mit 
bet 9xo%ta f^manen itnotpeilttfAe. -^ S)ittri4 II.e.46: Siegel Xnl 6. 164; 
Otobictf e. 517. — 91. 05flca(. 18Ö6. IIL &tcU, 2. 2ief. 

0efialt: am Stiele bitf, auf beiben Seiten plattgebrüdt, bod^ 
anf ber einen me^r al3 auf ber anbem, l^fli^en unb brfiben aud^ gefur(|t, 
M^ nid^ fiart, oft aud^ nur ouf ber breiter gebrüAen Seite; um baS 
Stempelgrftbd^en fhtm)>f {ugerunbet. Die Itirfd^e ift grofi* 

Stiel: tura, burd^aud grün, in balb tieferer, balb f[ad|erer ^ft^tung. 

^aut: ungteid^ gefärbt^ oom Dunlelbraunrotl^ bis )um Sd^marjen, 
in ben i^nrd^ ftetS lichter. 

gteif^: meic^er üi bei anbem ItnorpelHrfd^/ f<l^n)ar)rotl^, ber 



88 

®oft ebenfo gefärbt; {larl f&r(enb. S)er ®t\^xa(vi täger atö bei anbern 
i|ter Slbtl^eilung. 

Stein: na^ Serl^&Unig ber ®r5ge bev ftitfd^e fel^r {(ein, eirunb 
(eifSmiig O), \t^x breitgebrüdt unb feft am ^leifd^e l^ängenb. 

Keife unb giufeung: We Ätrfd^e reift TOitte 3uli, btS wetten 
gegen ©nbe be8 ÜRonatä, fo 1855. 3m Sa^re 1858 war jle anjtfd^m 
bem 15. unb 20. 3uU getttg. — 68 ift eine fcl^r norjüglid^e ^rud^ unb 
gu lnHen ^XDtdtn red^t braud^bar. 

Sigenfd^aften bed SBaunteS: biefer nftd^St febr ftatt, ge^t 
bod^ unb breitet feine Äefte weit au8, er tft ber fldrtfte geworben unter 
aQen meinen mit ibm gleic^geitig gepf(angten vitUn übrigen ©A^Ürfcben. 
@r ift in ber Sfütl^e nid^t empftnbltd^ unb trägt beö^alb immer flei^* 

SBemerlungen: burd^ ibren burc^uS grünen ®tie(, burd^ baS 
gegen anbere ftnorpelÜrfcben nid^t gong fefte ^(eif^, aud^ bur(b ben 
breitgebrüdften Keinen ©tcin «nb ii^re notgügtid^e ®ü§tgfeit unterfd&eibct 
fie fid^; wie 2:rud^fe§ bemerft, t)on aQen anbern biefer (Stoffe, Dorgüglidb 
aber non ber ©ro^en fd^worjen Änorpetfirfd^e, bei^- jif abnlid^ iji f owobl 
in t^orm wie Färbung, aber fte wirb aud^ immer etwad früher a(g bie 

obengenannte reif. 

Sa^n. 



89 




. > 



Scole fi^mar^e Jtnoryttkufi^e, «ff fnbe bev & IB. b. 113. 

$eimat^ unb S^orfornmen: ift burd^ i^ren befonberen SBertl^ 
bereite iDeit oerireitet, leiber toieber unter gar mand^erlei S^enerniungen, 
ttub »erbicnt bic aögcmcinfte älnpftangung. — Wltin Steig crl^icU iij^ 
öon J5icL 

£iteratur unb ©^non^me: ^Itud^fe^ @. 180 ®ro|e fc^roatge Stnorpel^ 
Htf^e ; !Dtttti(^ II. 6. 43. ^xe oklen Stningcn, toel^e ftber biefc Äirf^e ftatt» 
aefunben ^a6en, muffen bei %vud)Ub nac^gelefen mecben, unb laffen mit bie odSt^ 
falf^en 92amen gam loea. (Sr Mam fte au§ l^erm^aufen ald ^norpeUitfc^e, 
6pftte Braune f^anift^e Setjürfd^e unb Gaderopie Ken; oon (Kbtifi a(d 6<|n)Qt)e 
^t^I:rf(^«, IU14 Vtut^enürf^e, SpAte braune ^aste eepieoibetfulc^e unb @(&iliar|f 
bttterad^e$erälirf(^e; »pn HRager al§ ©ro^e f c^roar je (Slanjfirfc^e (Pomon. Franc 
e. 34 gitr. 6 unb töf. 12 nidjt re($t fenntrtcft abgebilbet), al8 «fut^eri!irf(^e (ble 
nötiger eine 9uute ^eriiitrjc^e ift) ; pon eidler ald 5liioryelItr(<|e, O^coBe fcboarje 
|erjfirf(5e mit feflem gieift^e (unter weld^em SRamen fte im ^.D.Q. Vi. 6. 212 
Wt unb a:ttf . 5Ö gan^ gut abflebilbet Ift ; 00m ^nbelftgftrtner ^crt^ier in »len 
•id ®ro|e fc^ttarie Jtramelf. 6^ri^ J|at ^e in feinen frfl^eften S^riften oieOeic^ 
ald SeberÜrfd^e, n)ie fte auc^ im^annooer^fc^en ^ftuftg genannt wirb, 'bod^ exgitnU 
ß4 oHe fd^narjen Jlnorpetftrfd^en fo beaeid^net »erben. 2)a tlruci^fe^ bie Obiae 
luerfi für bie rechte Oaderopse ^ieit (bte ipo^i eine bunte fie«}!. ift) unb fte G^nft 
)o mttt^eilte, fo §at er Obige alS Gaderops $anbb. 1. tufl. e. 549, 1 Slufi. 
6. 662, aber ba Süttner auö $erm§aufen eine anbere Oader«Dee ermatten ^it^ 
^ie er im %.0.&. VII. 6,. 371 befc^rieb, (atG^rift feine »ef^leibwia berGade- 
wpse bama(5 mobificirt ©onbbud^ 3. «ufl. B. 709 unb SBörterb, ©. 277. ferner 
N fle e^rifl Janbb. 3 »ufl. @ 677 olä ©roßeÄnorpclI., ©roje f<ijnjarje ^erA 
mit feftem gleifc^ (ogl, oben X.©.®.) unb tjonft ^omor. ©. nSflr. l2mlt trudj» 
feS Benennung, ©üttner f^ot fte nac^ ben ^ruc^fef; mitget^eiltcn Sflcifem im 
t.0.®. VII. 6. 371 ald «raune Änorpetf., wftjrenb er unter bem S^Jamen ©roje 
f4»ar|e BiunptU. bafelbft @. 368 9{r. 6 bie ed^warje fpanifc^e JtnorpeCf. (atte. 
9lö(Ier ^at fte ido§I S. 170 ald ecbwarje £ot^l. unb 6. 180 ald Gaderopse. 
S)ie ^arifet 9{ationa(baumf(^uIe nannte fte ncd^ Feuil. du Cultir. 1804 9. 137 



90 

Q«lgM Doire Mrlil«flo«M^ to £»nb. 6at 6. M 9hr. 20 twb lD09tiiiia 6. 168 
»ecoen fie ^abcn aM TardeManto blaek lieart, mit ben ei^nowfmen mokbon, 
Blokhora of Maryland, Larg^ blaek Bigarreaa, Bigarroa« gm nair, 9te%€ 
fc^»ar)e ftnotptSt. mit fafti()em 9(eif((e (»ob! verlefen flatt fefleflem 9(ctf4e). 
0n9ifrete« !awt man e^itc 9Uiferbe|iel^ttiia ni^t fogen, ba bec Sanb. <S«t. 0rb^, 
Oikte uiib XvagbatHteit tabelt, »A^renb ifonming bieft Xleft fe^v vft^mt (Bcoi^ 
ift, bat bafi 9on SDittrid) angefft^rte 69nan, Hartfortabira haart oharrj nxd^t oiif 



Obige pe^t (oal. £onb» Gat 9hr. 36.#- 2)ad X-CSab 3. £ief. 9hr. 5 dtbt f^Ie^tc 
ab« fatfi|e HbbUbung. Sitte oon Urbane! erhaltene 6|ttcfev fc^toar)« ftnorpcObfAe, 
bic tfarboitef mir M eine iuigarif<^ 9tattona(fnid^t fanbte, mav 1860 mit Obiger fllcmiL 

(Beftalt: ifi nad^ tnid^fel Semertungcii mel^t «IS anbete na^ 
be« 3ci|r(it fat ®ril|c unb Ocfiatt , fclbfl (Befd^wad 9eri«bttl{(9 , (pit 
geiiKUl^fen: gro^, am 6ttete ftact abgefhimi^f t , bie gt5gte Breite etnniB 
luu^ bem6tiele |iii, auf bdben Seiten unbom {ISrtfen auf betStftden^ 
feite brettgebriUtt ; auf ber Oouil^fcite meiftenS Sut^e, auf ber ftftitem 
feite oft nur Sinie. ^n guten ^itfd^ jähren {tnb bie ^urd^en ntinber 
gro^ unb netfilwinben auf ber 8au(|feite gonj, wo oielme^r berBon^ 
att fhimpfe Gd^neibe fid^ ergebt, fo bag bie ^nu^t bann eine etmaS bteU 
eddge (Befiatt annimmt. Xm @tempelpuntte runbet fie fid^ fhtmpf {u 
unb 1^ ein Gtempelgrübd^, neben bem oft no(| 1—2 anbere <Brilbd^ 
fi<| flnben. 

6tiel: furg, feiten Aber lVa'^ V^ti, ttmai braun angelaufen, 
fl%i in nic^t tiefer ih^U, bereu SRanb nad^ bem StfidCen etUHift abfUIt 

^ a u t : je nad^ bem ®rabe ber Steife ober ftirf em Sef onnung bun* 
Idbraunrotb HB sum Cd^morgen. S)ie ®tempelgrflbd^en ^aben oft etnMA 
fd^mu^ig meile Ceft&ubung. 

^leifd^: fefl, bo<^ nid^t fo fiart al8 bei^ einigen bunten ICnorpd^ 
Ürfd^en , . faftreid^ , nebfi bem Gafte fd^n>ar)rotl^« <Befd^ma<t oorgflglidft 
fel^r ffi^ unb burd^ etmoS 6&ure unb feine, laum merftid^e Bltterleit pifant. 

6t ein: Hein, etmod linger alS breit, mft^g bicfbactig, eifftrmig, mei^ 
mel^ 2um Ooat neigenb, am Stielenbe nur menig obgefiumpft, dtUttOß 
lauten breit aber {lad^, erl^eben ftd^ ein Geringes nad^ bem @tielenbe l^in* 

Keifaeit unb Slu^ung: geitigt ^&t, (Snbe ber 5. ober in ber 
6. SBod^ ber ftirfd^njeit, «nbe ^uli ober Snf. Vugufl. $fir 3;afet unb 
j>audbalt flleid^ fd^d^bar. 

Ter Sauin loirb gro^, ift gefuiib unb fel^r tragbar. 

Snmerfttng. Z)ur4 ben etioa^ r5t^Üc(en 6iie(, baft fefiere Sleif4 unb 
ben »eniger breitgebrfitften 6tein unterfc^eibet fie ^^ oon ber 64mar)en 6|Ntni« 
Men, bie aiu^ etioad oot i^r reift, burd^ bad nic^t gau) fo fefte Jteif^ t>on ber 
(9ta|en f^ipftr^en itnorpeltirfd^e mit bem fefieflen 9Ieif(9e. 

Cberbictf* 



91 




♦ 

^fimat^ itnb SBortoiiiineii: fic befonb fld^ in bem von ^m. 
^ßttpeleu in Sßettetcn (Sdgtrn) oor mel^tcfii ^al^rfii ^ifl^et* gelangteti 
6arti«ienlc. S)er iuime Saum trug ierettB nte^rmalS reü^t gro^ uub 
«oOffonimenc S^d^te^ loomid^ i<| il^rc 8efd^ctihmg liefem unb auc^ Ue 
6orte a(fi eine neue \t^x gro^, gute, fp&te, buntelbraunrot^ KnoqieC« 

ic empf^bn lonn. 

£iieratttr unb €i9n9n^mt^ in floyeUtt*! Satoloa »ifb {U nur bMi 
ictt na^ «(et aU (ev|!ttf4t aufgnft^It unter bet tfettenmutg Gulga« 
Bftvrigiiy. WU »eitere Sta^rid^t ühtt ju fe^U imb oergeMi(| ^a5e ie^mi^in 
m^bcm Catatogen tmb Gil^ften no^ einem Vn^aUdpunhe untgefe^en. — gm %U 
bm 9. Siomrt ni. 0.129 füib unter bem Flamen Cerise tardive dn Mout 
unb oli Bigarrtftu d*Oetobr« 2 ft»dte bitnfeCttefdrbtt ltnorpe(!irf($en Bc 
fAriebcn. 8cibe finb aber nur fleinc ^rft^te, au4 anberft 0cf ((ilbert unb Ibnnen 
wAt bie torüegenbe IKrf^e fein. Qu beiben ftnb, »ie id^ nebenbei bemerfen »iS, 
riem gro^e 0(&tter, )U ber Bigtnre*« d'Oetobre eineft von 8'* Sdnae unb Ober 
S" Breite, alfo no4 fft^b^^ M bafl eiott ber IHrfi^e 4 auf 1 ^fb., biniugemalt, 
»obnr4 ober bie 2uft gu ber fleinen Itirfd^e nid^t grbfter wirb. 

9eßatt: wie oben gejeid^net, Unglic^, ftumpf^erjfbrmtg. S)ie Jtirfd^e 
ifk oaf ber gurd^feite befonberS, i^ aud^ auf ber onbern Seite breit* 
gebrütf t S){e gurd^e ift beutlic^ fid^tbar, iü^ ift fie nid^t \t^x tief. S)et 
Stewpelpunlt ftel^ auf ber @pi^e ber ^rud^t in einer {leinen Vertiefung. 

etiet: |at oerfd^iebene Sdnge, biSlV«"r ift ftart fleif unb grfln. 
<Er fi^t in einer engen unb giemtit^ tiefen ^5^Ie. 



92 

rot^ marmovirt. 

§lctf(^: \t^x feft, bunletWutrot^, jaftrcid^^ ©er ©aft ift fiart 
f&rbcnb. S)cr Ocfc^macf ift tc^t gut. 

Stein: nic^t gu groß, Wnglid^ eirunb (el^ODal £)♦) mit einer 
jiemlld^ Weinen gpl^e. ©r I58t fic^ giemlic^ gut oom gleifd^e. 

Steife unb Stu^ung: bie förf^e begann 1858 gu reifen gtei$< 
geitig mit ber a)lcininger fpdten bunten Änorpelfirfd^c gu 6nbe 3uli, in 
n)eniger marmen Sommern bürfte i^re ateife meift erft ^itte Suguß 
fein unb an einem fd^qttigen Stanborte n»irb \it ftd^ ftd^erlid^ lange am 
Saume Italien, fo bag fit n)Ol^( bie {p&tefle in ber Staffe ber fd^margen 
Änor})elßrjd^en fein bürfte ♦) unb man fie ber ^itbeä^eimer gang fpdteu 
bunten jhtorpelfirfcfe u. \. m. gugefeSen tann. * ^ieburd^ mirb fie, ba fte 
nebenbei fd^ön, gro^ unb gut ift, fe|r fci^Sfebar. 

Sigenf d^aft^n be§ Säumet: ber junge. 93aum , meldten id^ 
frfll^er alg ?:opfbaum l^atte , in rocld^em 3^^^"^^ ^^ ^^^^ ^W weiter 
n)ad^fen modte, bemeist fi(!^ fe^t auSgetopft fel^ fiarlmfld^ng unb ^at in 
biefem Sommer @ommer{cl^oge non iVs €0(^9 S&nge getrieben, an 
wtl^tn, nerl^ältnifem&feig gu ber ®r5fee ber Äirft^e, bie SBldtter in ber 
aRitte beS ^meiged fe^r grog 3" breit unb öVa'' lang flnb. Steid^Ud^ 
getragen ^ot berfelbe unter btn geitl^rigen Ser^&Ctniffen gnmr nod^ trid^, 
bod^ ift angune^men , ba§ er , menn er fein l^auptfad^U(^d äBod^dtbum 
beenbigt l^ot, anbern femer <S(affe in ber ^^tbarleit ntd^t nad^fte^en 
»erbe. 3- 

*) S)ie obige reifte bei mir aitc^ fpftt, bo4 zeitigen eine ©ro^e fpflte fc^tDarje 
lhtort>eIütT<J^e, »elc^e i<$ ^aBe, unb bie in Keine Itod^d fpftte fc^ocirae Itnorpel« 
Rrf4e noc^ mextli^ fpftter. C. 



98 




JrlHe|le bunte letikkfdie. ••!.©. b. Ä.3. 

i&eitnat^ itnb »oxlornnten: bic^ jroor nur mittelörogc, aber 
ten^ i^re 8Wl5s«rt8Wt fc^ftftbare «rjtljc, bie mit ber Stufen Wai^erj^ 
Rrf(5e unb in ben nteiften Sauren f clbft noc!^ cht potor Jage frfll^cr rei^ 
fo ba§ fte bann bic erflc Äirfd^cnfrud^t bcd gol^rcft ift, erhielt SCru^fe^ 
»rni Äraft jn ffiien. 6ie fc^eint jo twbrcitct nld^t gu fein ate bie grü^c 
äRai^cr jfirfd^ , bie aud^ mctpenS no<S) tixoai ffl^er unb gewürjreid^er 
iß , Derbient iebod^ Slnpffanjung , bef onberS ba , wo man 93erlauf auf 
SRSrlten beabfic^Hgt. 

Siteratur unb G^nonpme: 3;nt4fe( 6. 209unter obigem Ftamctu ^itt» 
fifb n. 6. 48. Kraft Xaf. 9 gig. 1 a(8 iBet^e unb rotl^e gro^e %et)lirf4e, Gnig- 
Bi^r ä gros fruit blano et roDge. SDie 9l6bilbung ifi )U gro(, |U tot^ unb bat 
«i^t Jana bie recbte gotm. %,D,(S.ah. 8. £ief. 9ix, 7 )u Hein unb wenig lenntlitb» 
2.0.0* It Xal 9 SbbUbung ou^ »entg gut. G^tifi SBdrterb. @. 277, ^oU% 
90m. 6. I81 unb an anbem Orten atö ^§efle oet|e unb rot^e $er)firf4e. 
9töBIer e« 186 97r. 76 unter Jh:aft8 Benennung. 3n berfarifer 9lationa(baum« 
f^ttle ffltete jie, wie Xrud^fe^ na^ FeniUe du Cvltirat 1804 p. 137 (emerft, ben 
ftttmm OoigDeronge et blanche tionet^e preodoe. S)o»ning §at ^t^bö^ftwahx* 

aeinli^ @. 173 ajd Early white Heart mit ben 69non9menArdeDa early white 
iart> White Hert (Coze^ PriDo4e Pom. et Man.), 3)er £onb. ^ai. fd^etnt fte 
iii^t Hfl l^aben unb ^at 9^r. 78 eine erft Snbe 3u(l reif enbe White Heart, meS^alb 
S)o»ning auf biefe unb i^re 69nott9me bei feiner ?Hru($t mit einem g^ageieiAen 
(inweidt. — SRu^ nic^t oerme^felt »erben mit bergft&ien bunten j^erjKrfqe, bic 
ium nnterf^iebe beffer i^ren ftlteren 9lamen Stfl^e lange »ei^e ^er}Iirf c^e beJ^fttt. 

®e{ialt: ntittelm&|ig gro|, ftumpfberjförmig , an» Stiele etnMiB 



fjjtMiätf am e^mptifmAt, kr in einem fd^nen Of&U|ett ^t, me^ 
gernnbet, 3u Beiben ®eUen brettgebr&dtt unb etmoS gefurzt 

Stiel: mittetmftgig lang, gemS^Ud^lVa^ oft etnmS lilr ja, grftn 
ttttb nnr bei langem 4>ftngen ber Jlirfd^e am 9aum etmoS gerftt^, fi^ in einer 
engen, tiefen ^i^lung, beren Stanb nad^ bem Müden (in meift merHid^ abfftOt 

^ant: meiggelb mit Sloti^; baS 9lot( ifl nod^ bem 6tiele ^ 
mel^r fein unb nennafd^ geftrid^Ü, nad^ bem Gtempelpuntte l^in md^r 
fein pnnftlrt aufgetragen. 

Z)aS Sfleifd^ ift mri^getb, ber ®aft ^üe, ber0efd^maif bei red^ter 
{Reife fü^ unb angenebm. ^ngt bie ^ud^t ju lange, fo mirb fie nn< 
fd^maif^aft« 

Stein: }iemlid( (lein, faft eifdrmig, etmaS jum Ooat neigcnb mit 
flad|en Rfidtenbnten ; l^ngt auf ben Kanten giemlid^ mit bem ^leifd^e 
jufammen. 

Reifgeit unb Slu^nng: jeitigt, mie fd^on obgebad^t, in ben 
meifien ^nJ^rtn nor aSen anbem itirfd^en ; ift babutd^ non aDenanbem 
bunten 4>erilirfd^ )n unterfd^eiben. Sefonberd gute 9tarftfrud^t. ®leid^< 
)eitig mit i(r fd^rint j[ebod^* j[e|t nod^ eine neuere unb gerül^mte ^d^t, 
Goft Tranaparent, ju 3^itigen, bie mit i(r aud^ in biefetbe (Staffe ge» 
^rt unb an ©ef^madC nod^ norgügUd^er fd^icn, mir aber erfl (Einmal 
etlid^ StAd^ic trug^ fa bag aud^ Aber bie nnterfd^iebe unter beiben fld^ 
nod^ nid^t genau urt^eilen U§t 

Skr Caum mftd^St flart, mirb grog unb ift fel^ frud^tbar« 

Oberbiecf. 



95 




« 
l^eimat^ unb Qorlommcn: git^ixt ju bcn fel^t guten, fd^on 
totige betannten €0rteiu Ueber i^re ^Herfuiift, foQS nid^t etnxi ber 
9l(une batiutf l^inweitt, I&gt fi^ nid^tB me^r tagen. Sirud^fe^ etl^iett 
kS ateiS Don ß^rift 3ft no(| (ftngft nid^t fo verbreitet, al8 fle e* 
perbicnt: 

SiteratnT »nb 6niionome: Ztu^fel 6. 211 inttcr oH^ew Stomeii: 
ID^r. II. 6. 49. S)ad ^JD.Sab. aibt 3. 8ief. 9tr. 6 gute Sbbilbttiig. ^^Tifl 
|tt ftc in feinen «evfc^iebenen Sänften aU Slamenünev, ^ftmifc^e ltirf(|e, obev 
«4 unter bem falfc^en 9tainen ülefprentette feeid^feL 7>tx %S>.^. f^at fie but^ 
eine von G^ttß cnUfle^enbe SleiferoeciDed^dUing 8b. XY. 6« l54 ali XnvKne 
(o0t 9:ru(fife| 6. 2l3), »clc^e £e|tere eine aan| anbete itirfc^e i{L ^te IbHU 
bitng ifl (eibK(^ gut Xuc^in ber $a¥ifer Stattonalbonrnf^ule (ottefie, »ieZnul(» 
fe| nofb FeniU« dn CnlHrat 1804 p. 137 bemerit, ben Kamen L% FluMndn. 
S)ecl^onooner Dialog tniA2)onming »erben fie ni((t fmnen unb iß beren Ftomitk 
ber Oi owe Qobet 

• 

®eflalt: Ue $ru$t i{l oon guter ®r5Be, \^bn, bod^ etwaB ftumpf 
^fftmtig, am Stiele ntigig aigeftumpft, am 6tempelpuntte f afl gerun< 
bet, ^uflg lod^auBfe^b. fluf briben Seiten ift ^e bttitgebrfldt, auf 
ber einen Seite ftftrter alB auf ber onbem unb iji fie baburd^ etmai 
breiter dB biet. Suf beiben Seiten flnbet fid^ eine %m6)t. tkt Sttmpet* 
pnntt ^t^t m einem fd^inen @rübd^en ober einer Krt oon Spalt, »eld^ 
burd^ bie j^blaufenbe 3ur((e gebitbet mirb. 

Stiel: grün, nimmt felbfl menn bie itirf^e fdgon einige Xage 



1 

96 

abgenonufteit ift, Itine Stille an, IV3 bilS 2^' lang^ unk fi^t in einer 
engen ^o^Iung, beten 9ianb nac^ ber SRücfenfeite l^in abfallt. 

gSrbung: ©runbfarbe gelb, bei red^t ftarl reifen ^rüd^ten ifl ba* 
90n nur auf ber ©d^attenfeite etroad }u feigen unb bie grud^t über ben 
grSgeren Z^Al ber Oberflä^e gerötl^et mit giemlid^ bunflem Slotl^, xotlöft^ 
in bie @runbfarbe me^r punftirt aU lamxt t)erläuft, aber nicj^ts Öt- 
ftrid^elt(d l^ot; bei nid^t überreifen aber bo(^ fc^on jeitigen, fd^mad^aften 
grüd^ten ift bie rotl^e garbe lid^ter unb baS ®elbe me^r ftc^tbar* 

tia^ %ltl\ii ift Totxd), faftrei^, ber 6aft fftSi, ber ©efd^mad füg 
unb angenel^m, geniürgreid^ jebod^ nur in guten jtitfd^en)a^ren. 

SDer (Stein ift grog, jiemlid^ bidbacftgi neigt ftart gum Onal unb 
|at fd^ine afterfanten. STn ben j^anten beffelben bleibt beim ©enuffe 
etmaä gleifd^ fxlitn. 

SReifgeit unb 9lu^ung: fte geitigt gleid^ nad^ ben frfll^eflen 
©orten @nbe ber 2* lEBod^e ber ßirfd^engeit mit StUgenerd rotier ^rg* 
Krfd^e unb ber il^r fe^r ül^nlid^en 9otban§ frühen meigen ^ergfirfd^ 
Gd^ft^bar für Safel unb ^arlt, aud^ braud^bar im ^audl^alt. 

S)er Saum n&d^St ftart unb trägt fe^t teid^Ud^. @r mad^t eine 

bufd^ige« gut nergmelgte jtrone unb bieg, fomie burd^fd^nittlid^ ehnaS 

I&ngere Sonn ber t$rud^t unterfd^eibet fte oon SBorbanS gleid^geitig reifen* 

ber früher meiner ^ergKrfd^e, bie runber ift uttb bereu Saum me^r eine 

etn)a8 fperrige jltone mad^t. Seibe ©orten finb gleid^ fd^a^bar. Obige 

leibet nad^ meinen Semerlungen etoaS leidet burd^ i^i^e 6nbe SRai unb 

Snf angS SSf^xAf bod^ fe^t fie f noQ an, bag immer nod^ eine gute Smbte 

Bleibt. 

Oberbied. 



97 



No. 25. 80t(<it9 l^etitlrfftc I, B. a. Ttu^Uh ®«nte §er;^!trWcn. 




IßwAüUM 9er|kirf4e« • • t 2* SB. b. R^S- 



^eimatl^ unb aSorlommen: loutbe Don einem ^^errn Sorban 
in ®itben erjogen, nnb gehört ju ben Doqfiglid^ fd^a^baren \c^x frfl^en 
htnten ^ergtirfd^en. Steift gteic^geitig mit ber glamentiner, ber fie an 
SBert^ glei^ fielet, unb oieHeid^t biefelbe on Sttagborleit noc^ etmaS 
äicrttifft. $)a8 ateid erl^ielt i^i t)on bem \tl Sufttjrat^ eurti^aTbt gu 
Eonbdberg an ber SBartl^e, ber bie Sorte auS bem nal^e liegenben 
eubeti l^aHe. 

Sitevatnr unb Cpnon^me: ijl nw; erfl in meinet Snleüun^ 6.198 Be« 
fcl^el^eit ald SrobanS ftfl^e ioei|e ^er^Iisfc^e, unb finbe i4 fte fonft nid^i ^er 
Bcrid^t ühtt bie Stamnbutget XuSfleSuna gebenft eined ItaufmannS Sotban mtli 
Ottben, unb l^abe i^ oieSeit^t ben von ^rc^arbt etnaft iinbeutKd^ gefd^tiebenen 
9t«men nic^t ganj ri^tig gelefen gehabt Sba efi feine peite von IBotban ey» 
logene Ittrfd^e gibt, lamt bevfelbe »ie oben abgelflr)t »eroen. 

®efiatt: ge|5rt }U ben gro^ unb ift oft nod^ etmaS gr5§er al8 
Mqjt ^igur. ^onn ftumpfl^gfbrmig, ober noc^ 5fter am Stiete abge< 
Rümpft, am Stempelpunite me^r gerunbet; an ben Seiten nur menig 
itettgebTfidt. Oaud^ unb fRMm, oft nur Unterer, geigen fladge gurd^en* 
S>cr Stempelpuntt ft|t faft oben auf. 

dlifMstei ^Mikta# bn Olffambc. III. 7 



98 

®tie(: mittelftarr, 1%" lang, gtan, fetten mit etwaS Sftotl^e, fi|t 
in weiter, giemltd^ tiefer ^ö^Ie, beren 9tanb gu beiben @eiten ftd^ etuMA 
erl^ebt, unb na<^ a3au$ unb Sflflcfen etmaS abf&St 

i^aut: gl&ngenb, getblid^, mit 9tot$ ftarl punitirt unb geflr{(|elt, 
}moeiIen fo fkrf, bag bie ®runbfarbe rotb gu fein fd^eint unb baS 
®elb nur in yunltirter ober gefirid^elter ÜRanier fld^ barfleOt Se» 
fd^ttete nel^men inbeg nur n)enig ythi^t an. 

^leifd^: meid^, s^l^^^^ ®^fi farbloS; ®ef<l^mad fd^mad^ toeints 
füg, fel^r angenel^QL 

@tein: mittelgroß, eifirmig, rnnbbacfig; Stüdenlanten breit, nid^t 
DOrftel^enb, erl^eben fld^ jebod^ etmaS nad^ bem Gtielenbe l^in. 

S^eifgeit unb 9tu^ung: gcitigt gleid^nad^ben fräl^eftenitirf(^, 
gugleid^ mit ber ^amentiner, in ber 2. SSod^e ber Itirfd^engeit 

S)er Saum m&d^St freubig, fd^eint nad^ bem jungen @tamme, bea 
\i8t in Slienburg l^atte, eine lid^te, xAi^i reid^ oergmeigte ^one gu mad^, 
unb ifi frül^ unb fel^r frud^tbar; burd^ ben mel^r fperrigen SSud^S beS 
SoumS unb me^r S^unbung ber ^rud^t unterfd^eibet fie fid^ ^inreid^enb 
Don ber Slamentiner. 

Oberbied. 



99 



^»A^ 



Ko. 25 b« 'ittMl l^eflHfMt I. B. *. Xtu4fe»; »rniU ««e^<(ciu 



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MJ I * 



• • ' «» ' ., 



Jlbotitf 9er}Mrfd|t. • * 2 fS. b. it.3. 



^eimatl^ unb Sorfommen: fd^int neuem englifd^en UrffnntttgB 
|a fein unb ftnbe id^ fie nur im fionboner iSatalog ffto. 1* S)a8 SReiS 
trl^iett id^ non 3. Cootl^ gu ^otBecf unb ift bie Sorte nad^ ben Xn< 
tjoben beS Sonboner SatatogS ftc^t 3ft nur mittelgroß, ^ inbeg bod( 
terd^ Anwerft reid^e Zragbarfeit, fel^r garteS Sleifd^ unb re<!^t merlHd^e 
Cfigigteit o^ne ©iure, SSertl^. ©leicht barin ber Alteren S)anfelm(mn8« 
fhi(^, aud^ ber ißerI]^erillTf(|ie. ®ie geiligt hur wenige Xoge nad^ ber 
Srfil^en SRai^Hid^e. 

Siteratut unb C^^noni^me: Sonb. Cot 9hr. 1. Adams Orown* ^ no^ 
«k^t bef((tUben. IDonming ^at fle ntc^t S)(n engUfAen 9tamtn bur^ mmni 
lh»iiltrf<^e itt flBerfe^en, trug iil^ Sebenlen, ha me ibonütfi^eii aani onberet 
tbck fnb. SteOeid^t f o8tc et uni anbeuten, ha^ oBige bie 6efle unter i^ecni 9bamft 
Cftmfuigeit fei. — IDie son $tn. % 8oot^ gu |>am(urg erhaltene SotoperS fcü^e 
4cc|ltrf(^ (£oitb* Cat 6. 64 9h:. 22) fanb i^ mit öliger ibetitlf4|. 

®eflalt: mittelgroß, runbl^eraförmig, am Stiele giemlid^ jhtri ai^ 
gfffatmpft, am Ctempelpunlte, ber in einem \^intn ®rilbd^en fU% ein 
IBcringed eingebogen; an beiben Seilen nur etmaS breitgebrfltft ; bie 
9ait4ifeite geigt fel^r fiad^e gurd^e, bie Siadlenfeite meifi nur Sinie* 

Stiel: bünn, 2^ lang, gelbgrün, unb l^&ngen ^ufig meistere 
^pAd^te an einem gang furgen Stielabfa^e. 

i|>aut: gl&ngenb| bfinn, fieüenmeife {el^r burd^fd^dnenb, ba| man 
hk Sibem beS SIeif(!(|eB fe^en fann. (Brunbfarbe n)eißtid( gelb unb 



100 

(al^en Bcfd^attete ^frfi^te loenig 9Uil^; befonnte flnb an bet gatijm 
6ottnenfeite Hrf^rot]^ punIHrt unb gefiridgelt, oft fafl getufd^t. 

Sleif^: mattfldb, fe^r sctrt, bet rdd^Iid^ Dotl^bene 6aft loaffer^ 
I^II. (Sefd^mad anfangt angenel^m ffi^, o^ne gerabe oorsflgttd| gu \Aa, 
bod^ gewinnt er an red^t mernid^r @ft§igle{t bei noller Steife bet %tii^ 
unb »irb oorgügtid^. S^At bernftl^rttn (Sutfd^meder^ bie Sperlinge, ge^ 
nod^ ilftr felbfl unter 9te^e. 

S)er 6tein ifi eifitmig, am Gtielenbe ttmai abgefhtmpft, siemttd^ 
«bidCbadig mit fiarlen SMictentantett. 

Steifheit unb 9tu^ung: geitigt nod^ nor ber SBinSerB melgen 
4>er)(irfd^, Stotl^en SRailirfd^e unb onbem, menigftenS mirb fie rafd^ 
{ü|, SnfongS ber 2. SBod^ ber JHrfd^enieit 3ft mobt nur 5DifeIforte. 

S)er Saum ma(|Bt fiorl unb l^ot mir fd^on frfil^ in ber Saumfilule 
unb fel^r reid^tic^ getragen« (Sr p^t aQjiftl^Ud^ noQ. 

ObetbiedL 



101 



No. 26. flBiinctf mtitt tttffitiHt. J,B.a. Xtuctfe»; fBunU f^ttfix\Hfiu 




Piiikleri »ri|t 9eT)kitf4e. * * f t 3. n. b. Jta« 



^eimatl^ unb Sotlommen: biefe fd^ft^bare 6orte nmtbc er^ 
)Ogfn DDfl ^rm SSHntter in ®nUn, unb trug auf ber Settenburg juerfi 
1816. $at fU^ but(| @T5ge unb Gd^in^eit fd^on fe|r oerbreitet unb 
DetUent bie l^ftuflgfle Snpflanjung. iBon ber gteid^faDS auS (Suben 
flammenben Silgenerl rotl^en ^r)Iirf(l^e ift fie in ber ^ud^t fe^r fd^mer 
^ber iti<$t )u unterfd^eiben ; im SBoume f(^int ber Unterfd^ieb gu feit^ 
%fig Uc S;ilgeiier eine breite mit ben tieften fid^ etmaS l^ngenbe itrone 
iM^t, Obige bagegen beffer in bie Suft ge^t unb gmar eine breite b(N$ 
md^ emporflreftenbe jtrone mad^t .34 '^^^^^ ^^^ Sorten fomobl von 
KHel als aus mel^reren anbern guten OueOen unb ^e immer baffdbe 
«r^ten. (Sine oon beiben lann )n)edhnS|ig nur bleiben« 

Sitetfttut nnb Gpnonpme: Xnt4fc|6.278 mibfia^ttag 6,878. 5Kttß 

«14 6. er. 

9efia{t: bie^d^t ili grog, in mand^m Beben re<!(t grog, fd^n^ 
unb girmlid^ fpt^^trgfftrmig, avx Stiele giemtid^ abgeffatmpft unb l^erg« 
^irmig eingebogen, gu beiben Seiten etmaS breitgebrüA; ^rd^en finben 
^^ nid^t ober erfd^nen erft nad^ bem Stempelpunlte b^n alB Heine 
f[ad|e SBerttcfuiH} auf ber einen Seite; ftber bie Sl&ctenfeite Ubtft eine 



I f 



102 

Xeitte Sinie; 'ter Stempelpanft fl^t ül^ne ®rü(d^ett oben auf bec @pt|e 
tibtx ein SBenigeS neben berfelben. 

S)er Stiel ift oerJ^ältnigmägig bflnn, i%Ui 2^* lang, gewSl^nlid^ 
ttaai gelrümmt, oft etmad tot^ angelaufen unb ft^t in xoeiitx unb tiefer 
^ftl^Iung. 

S)ie ^fttbung ber gl&njenben ^aut ift gefftOtg unb f<|5n« ®ntnb^ 
färbe gelb, rotl^t aber bei ben nteiften Srfi($ten Aber ben grigeten £1^1 
berObeTP<|e mit einem f<|inen, freunbltd^en SRotl^ punitirt ifl, mdü^ 
an ben ftftrtjien ©onnenfteQen faft getu{(|t gufammen lauft, fo bag bie 
<Btunbfarbe aß gelbe ^flnltd^en unb ©trid^eld^en barin etfc^eint. 9lacl^ 
ben lädieren SteOen nerläuft baS Kot^ fein punitirt* 

S)aS gleif^ ffl aart, foftreid^, mattgelb unb ber ®aft l^eO. S)er 
®efd^mad( bei gel^öriger Steife fftg, burd^ etmaS S&ure gemärjt unb lunr» 
güglid^. \ 

5C)er @teiK ift nerl^SttnigmS^g nid^t gro^, bltfbadig, gur Sifom 
tieigenb, elnjetn oti^ig eifSrndg mit giemlid^ ftarten unb breiten 9UUtau 
lauten unb ^&ufigen, ^Yfen tlftertanten. 

Sttifseit unb ^lu^ung: geitigt balb n0ul§ ben ^l^efien harten 

iDenig nad^ber^iSflameniiner, SSctber'fdIen frft^en fd^mori^en ^erjürf^e 

unb 9nbem, XnfangS ber 3. 9Bo<)|e ber ftirfdbengcit S>{e 9tetfe 1^ 

S^4f<;6r b^. bie grud^t no^ gH menig beobod^tete, i^nb nail^ i^mS>itttid| 

gm,.fpSjt wge^^eben, bod^ erlangt fit^, w\t fafl alle. bunten ^g< «^ 

il|r^)rpe^ir{^e^^ .npr}ug(id^en ©efd^madt tx%,xomxt man fie etnmd lamj^ 

n0j)em. fie fd^(^ oöaig gef&rbi ift, l^angen ia|t. pr siafel unb ^lOtiS^ 

i^olt fd^a^bar unb anlodfenbe SDlarltfrud^t. ,j.ot, 

.^ $ei;^^#ttm! m&d^^t fd^5n ^nb gejunb unb. ifl frül^ unb jal^i^ 

)^^ ,frud^bar| . @ei|^r ^ronfnbilbung, fo »eit id^ biefe bü jie^t beobad^tan 

lonntf/ ift fd^on oben gebadet» ,. , - ,. 

OberbiecL 



103 




CUgenerf l^x^kitfift. * * itf 2. 9B. b. ft.3. 

^eimat^ unb iBorlommett: biefe ]^S(!^{1 fd^ft^fiare, gu QhAii 
um einem ^emt Xtlgener ergogetic ftitfc^e l^at Sru^fe^ no^ ®tb%t 
Wh aSBett^ nüSf tih^ ge^Stifl getannt. ®ie |at bie gr5gte Sk^nlid^eit 
mit ber gleichfalls gu ®uben etjogenen 9Bint(erS loeigcn ^erjfirfd^e, 
l^eint ftd^ ober von il^r , baburd^ ]u unterfd^etben , bag fie in DoOer 
Steife nod^ mel^r fftit^t l^t unb faft rot^ wirb, waffTtiA bie SSinKer 
eine n)iTfIic^ bunte j^rglirfd^e bleibt, unb befonberS bag ber a3aum ber 
Dbigen eine breite fttone mit tiroaS l^&ngenben tieften ntac^t, wAl^tenb 
ber ber SSBinller gnnir oud^ eine etmaB breite, tugelartige ^one mod^t, 
ober mit ben tieften beff er in bie Suft gel^t. S)ur(^ (Srbge unb ®flte 
|Qt fie ftc^ f<(on gtemlic^ nerbreitet. 

Sitetatur unb 69non9me: Znt^fe^ 6.254.S(tiß, ooTO. flom. 6* 18I» 
tU(|fiicr0 m^f^t^ttnqU r^t^c ^er^lrfd^e. 2)ittnA n. 6. 62 gibt nur baft 90tt 
€^fi unb %vi^]t% (Sefagte mieber. Xu^ ber Sonboner Katalog (at fie aü 
tU^ers white Hearl mit bem C^non. i:i(9er'8 rot§e $et)fiff4e. 

®ef}alt: bie grud^t gehört gu ben fe^r großen. <8ute <l|remplare 
^ben ni^t feiten l'' »reite unb ift bie ^xn^t jiemlid^ fo breit alS 
^d^, unb nebft ber aßinllerS wti^tn i&erjlirf(|e gegen anbere bunte 
^Hrfd^en tetmttid^ burd^ il^re fpit^erjffirmige @eftalt. Xm Stiele i|l 
^e ^arl abgeftumpft; ber Stempelpunlt ji]^t oben auf ber Spitze ober 



104 

gleid^ neben berfelben* 3u beiben ®eiten ifl {U breitgebrfldt unb l^t 
flad^e i^urd^en, oft nur auf ber Sauc^feite. 

@tiet: l^Ogrun, neTj^aitm^ma^tg nic^tftatf, batb nur IVs'i h(äh 
gegen 2" lang, l^&ufig etnmd getrümmt, ft^t bei guten ^ftd^ten in 
nmter, gtemlt^ tiefer ^i^Iung. ©emöl^ntld^ fl^n mel^cere ^rfl^te an 
einem lurgen, gemeinfd^aftUd^en @tielabfa^e* 

X)ie garbe ber glingenben ^aut t[t giemlid^ getb. Aber nieli|e 
©mnbfarbe punititt unb geftrtddelt unb bei gunel^menber Steife immer 
ftftrier unb laoirt ein f(|5ned ytoiff ft<j6 oerbreitet, fo bag bie t^rud^t jn« 
letjt faft gang rot^ ifi* $at bie Xitl^e fd^on gugenommen, fo fd^eint bie 
©runbfarbe ald b^Oerrotbe ober gelbliche %Ud^tn unb ®tridl|ield^en bur^. 

S)a8 SIeif<^ ift mattmet^, faftreid^, gart; ber ®aft farbtoS unb 
ber (Sefd^mad bei noQer Steife gemürgt, ^ug unb oorguglit^. 

S)er @tein ift etmad gugefpi^t eifirmig, bictbactig, mit giemlid^ 
ftarlen Stüdenfanten unb merllic^en afterlonten. 

Steif geit unb Stu^ung: bie Sttelfgeit tritt ein ba(b nad^ ben 
frfil^eften ^irfd^en, nienig nad^ ber 3Berber'fd[|en fd^margen ^ergtirfd^ 
^amentiner ic, in ber 3. SBod^e ber fiirf<$engeit« ^an mug , xtxii 
Don ben meiften bunten j^erglirft^en gilt, bie am Saume fi^ gut 1^ 
tenbe |$ruc^t nid^t gu frflb pfluden, menn fie i^ren guten ®ejd^mail 
laben foH 

@igenfd^aften beS Säumet: ber Caum mSd^St gefunb, ifi ^r 
tragbar unb mac^t eine breite Jtrone mit etmad fid^ j^&ngenben Scftau 

Oberbiedf^ 



J 



105 



No. 28. eiteimrf^e. I, B. •. tru<5feS; Sbunit ^tnW^m. 




$etmttt]^utib»Drlommcii: ifl e«ftlU<^n Urfpnmft» uiibnmrbe 
itn 1806 CTjogen buvd^ e^q. Änig^t, gJraflbciiteii ier ßonboncr ®artm^ 
fcmgefcßlt^, buT(| Mnftme »efnw^tHtig, iiibem er Wc Bigarrew 
«Te Graffion (uiiferc ^oUxih. 5ßriiij#ii) mit ber White heart (mcUM 
wuj ©o^na^l« gurret bic grfi^ »enifieiiif itf<^e mite, ieboc^ DUDeU|i 
<tae ^tjJHrf«^ fein bflrfie) beftftttbte. ®el^rt ju bm ted^t j<i&a<>batai 
€orten, i^ In (Stißtenb unb fbm^a W B<W4*t unb lonn M ui*. 
«c gtt Iricbt burcl ben IWnficn ©rud flcdtlfl »erbenbe ©Ü8e @p«irlf^ 
cijrfem. a»eitt «riS «^* 1<I fcwwl^ *ni. Jßfotrer Uibandt ©on bcr 
amb, ®ottcnb.s®cfeaf(b., unb burd& ©crm S^cl^rcn« in Siwcmünbe (ait# 
n»^ loehet au8 SonbM l^omncnb) ftferehu 

Siteratttvunb ©^«oii^me: SDitteUJ m. 6. 456 «ton« bimteÄnwtfc 
«»f*e- 5Dittti(^, bet bU Snöfct tiic^t in De« Slotut lannte, »ernwt^ä na(5 ben 
Htt^ttben tnqU ICutorcn, baj Sie »eneimunö ÄnorpeÜirfCie' uiupHtta letit wDo«, 
bie 01144 el»a nttt bojer fü§«t, boj im «ufllonbe attd| ^w«*« J&«^f?ff*w ntt» 
}eö«i M Bigarreau be)et4«let »erben. Sonb. aatal. ©.56 S(lr.34 «Itonj ebei^o 
t>ma^a 6. 186; Pomologio Maga«. H. »r. 92; Sonbon« (gttcpctopable 6. 9^ 
Ute. 13; Hooken Pomona e. 9. 2)ie Attniües 1858 6- 28 g^en |SDar tatdttAe 
»bilbung, aber in ehier <Slrb|e »nb e<|bn(cit i »ie bie gfni^t oieOeid^t i»o^( «^ 
39el0ien oorifommen mag (colorirt faft gan^ getuf^t lad^enb rDt^, na($ ber Gpile 
4dbr) bei und inbei M fc^nerlid^ finbei 

®rfiQlt: bie ^<l^t fott fe^r flro| fein; i<| ^atte fie bt»ber ni^t 
flT%r Ott aUse ^eic^nung angibt, unb auc^ S>on)ning yM^ntt fte laum . 



106 

^ttwai groger. (Si ifl mehreren Sämlingen md^ beS ^evm ftnlgl^t f» 
gegangen, bog fie, auf anbecn Stdmmen fovtgrpflanjt, nic^t gonj Ue 
<BTige be^ietten, bie {te am Urftamme Ratten. £)ie ®eftaU ifl langlid^ 
]^}f5rmig, etmod gugefpi^t, meift ^5^er a(ft breit Sm Stiele ift fte 
ctioa8 abgeftumpft, )u beiben (Seiten nur menig breitgebrficft, bie S^au^^ 
{fite geigt nur \La^ Keine gurc^e, bie Stüdenfeite mrtft nur Sinie ; bcr 
Gtempelpunit ft^t oben auf ber @pi|e unb fte^t ttUKS oor. 

©tiet: IV4— 2" lang, mittelftatf, gelbgrün unb fifet in fCad^er 
4^5§Iung, beren Stanb nad^ ber Sftücfenfelte [tarC abfällt. 

$aut: glängenb, m&gig ftart; bie giemlid^ l^od^gelbe (Srunbforbe 
i|i mit einem {(leinen f reunbUc^en fttrf^rotl^ in giemlid^ langen ©tric^elc^ 
unb punftirt nerlaufenb über ben größeren Streit ber gruc^t gegeic^net, 
unb nur fteHenmeife, unb befonberS nac^ bem ©tempelpuntte ^in, ifl bie 
(Brunbfarbe reiner. 

S)a8 glelfd^ ift na^ bem Pomological Mag. gmar giemlic^ fe^, 
aber nid^t fo feft aU baS ber SBeigen itnorpelfirfc^e, nac^ 2onb* (Sot. aber 
V9tx^, füg unb faftrei^, unb Don löftlic^em ©efd^mad. S)on)ning fagl, 
ed fei 9(nfang8 etmaS feft, merbe aber fpäter gart« Sben fo mie S>o»^ 
Hing' urtbeilen bie Annales nnb ^abe aucb ift iaß ^tifd^ bei ge^5rigct 
Steife gart nnb meld^ gefunben unb nur 18ö9, in bünrec ^tit, n)0 Me 
9tud^t au(| fleiner blieb, blieb e8 giemlid^ fefl. 3>en ®(^^müd f«^ 
iäf fel^r füg, bur(^ ein IBenige8 Saute ergaben ; X)on)ning fagt, bag Ut 
%tti^t in @efc|mac( unb @fite burd^ leine anbere übertroffen merbe» 

Skv Stein, an bem i^teifd^ ft^n bleibt, ift langeif btmig , 
Ctfelenbe etmaS abgeftumpft, mit giemli<^ ftorCrn bod^ nu^t 
ttfltfmtanten unb einigen Vfterfanten. SRan(be fmb nad^ ber €)% 
nCid^ ilemli(^ breit unb neigen etmad gnm Qval, bie ^ttelfante tvttt 
öOeinneift merni(| not. 

Steif geit unb Slutung: geitigt balb noc^SBinHecS »eiier^^«}» 
lttfd|e, etiDd gl€U|gdtig mit SAttnerS fd^nnirger ^rgfirfd^e unb ber 
^ü|en Spdnif(|en in ber 3. SBod^e ber Jtirf(^engeit. f^fir bie SCkfel 
^iljIbQX unb mirb au(^ für ben i(>att8^att fe^r broud^bar feiu* 

SDer So^um iDS<^dt nad( bem Uri^eUe bet eaglifcten homologen {tat!, vAt^ 
fBO| imb i^ fe(r baueri^aft. Xlowning ftimmt bem M unb ^emerfi noi^r ^n$ bie 
^liiU an ben flatV bunfelrot^en Giielen bc« eiftttet fenntlu^ fei. ^ie funfpsL 
Sitime flnb mir gut genad^fen, unb ^robeiioeige, fd »ie ein ^teftgev iuttget S3(|sm 
leigeti an, ba^ bie Itrone nt<^t rei($ vergioeigt ift unb fpetr^äft nftc^St. säd^t 
te(4e 9nt4tbat!elt 6eftftfigte ^ mt<( M wir« 

Oberbiecf. 



107 




litctenkitfi^. • • t 3. ». b. Ä.3: 

n';4^S^3»Äi| ytib^ffiprlommcn: Wcfc trcp^^c ©orte, toctdjc jit 
kjiijkllji^ i^b^.|bj|{!otepni Rltfdjfen ße^ort^ unb in Icincm ©arten fc^lc^ 
tollte, ha fle'buTdjl ^^l^r tfnicä^.gtcitdö. «^^ \^^l^f üorjfiglid^en ©efd^madf 
fi(| au8)ei(6net, . erhielt iCruqfe^ 1806 tion bem Slentmeifter lleQner auf 
bem wn ©d^euter'fc^en @ute 9Lli Süneburg im igerjogt^uin SSrenten^ 
ber fle in ber bottigen ®egenb anfgefunben l^atte. ^m Studlanbe f<^t 
fie nod^ gar ni(^t Befannt, unb felbft im 3^Idnbe nur n)tnig nerbteitet* 
Vi lein. 3Rein Steig erhielt id^ Don S)iel. 

Siteraiut unb epnonpme: 3:tu4fef & 228 Sucienürf^e; S)ittv{cl^ n^ 
6. 68 nur na^ ^tnutfe^. 6imfi geben!! i^rer no<$ Siegel Io5eiib in ber XnL €(• 167«. 

®eftalt: bie grud^t iji non anfelgnlitl^er ©rSge^ oft no<i^ etnmS 
tiA%tt al8 obige Sigur, j^umpf^ergförmig, mel[t l^od^auSfel^nb, auf beiben 
6eiten, bo<l6 auf ber Stficfenfeite etmad ft&rler, Bveitgebrfia. S)er @tem^ 
pelpuntt fielet meifienS oben auf, ober nur in einem fe^r Keinen @rfib« 
4^« 9uf ber Saud^feite, bie Srud^feg al3 ungefurd^t begeid^net, fanb* 
i^ bod^ meifl eine flache ^urd^e ; bie SHüdtenfeite jeigt aOermeifi nur Sbtie*. 

@tie(: nad^ Slrud^f e^ lur}, nar bei mir bod^ immer giemlid^ lang^ 
l'/t— 2^^, )iemli($ bftnn, gelbgrfln, nur jumeiten an feiner SBoflS etn)a& 



^ 



• 



108 

Totl^, unb fl€$t in faft feid^ter J^S^lung, beren Stank tia<| hm fftiOm 
J^tn tltoai fi&rlet afifSUt 

$aut: giftitjenb, gart bod^ jd^e, trilb loeiggelb, ryaüf Zrad^feg 
ftart mit einem trüben 9totl^ Dermifd^t, baS gegen ben ^tie( gefhid^elt; 
<iuf bem übrigen Stalte ber grud^ ctmaS mormorirt (b. 1^. nad^ Smd^fcg 
ne^r gefleA)* tfl. ^d^ notirte, bog eine etmaft trübe StStl^ geflrid^elt 
unb punttiri, unb fp&ter ftftrler mit burd^fd^einenben fünften unb Strid^el« 
^en ber Orunbfarbe, ftftrler befonnte ^^üd^te fafi runbum überjiel^ 
n)ft$renb befd^attele lädier gefärbt bleiben unb fteSemndfe bie GrmÄ* 
färbe faft rein feigen. 

S>a8^leifd^ ijl ftu|er{l gart, doII tieblid^n GafteS, am S>ttrdft* 
Id^nitte etmad gelbgrau; ber@aft nld^t fftrbenb; berOef^ouut fü^ fa^ 
pifant, ol^ne Sittecfelt unb vorgüglid^. 

S)er Stein ifl Kein, tangeifSrmig, t^eitt bicf, tl^ilt breitlid^, am 
Jtopfe mit fd^mad^er @pi^e, am Stielenbe nur wenig abgeffatmpft mit 
nidbt breiten, aber }iemti(^ ftarten Stüdknianten unb etttd^n ICftertantciu 
<S» bleibt ein SEBenigeS ^leifd^ an i^m fi|en. 

Steifgeit unb Stu^ung: geitigt giemlid^ gleid^geitig mit Sronmi 
Id^marger ^glirf^e, für) nad^ SBintlerS meiner ^rglirfd^e in ber 8. 
lEBodl^e ber JCirfd^engeit. ^auptfftd^tid^ , m»|l SCafelfrud^t, bod^ »erim 
mit bem S)irren nod^ feine SSerfud^e gemad^t {ein. 

S)er Saum mftd^St rajd^ unb gut unb iß teid^ tragbar. OUbct 
mit ber 3^^^ <^^^8 l^ftngenbe tiefte. SJon ber fßerlfirfd^e, bie ibm fo 
partes ^leifc^ l^at, unterfc|eibet fie {!($ leidet bur^ etma8 frühere 9telf^ 
mel^r ®rige, unb meniger ftart ^ergfSrmige ®e{lalt* 

Oberbied 



109 



No. Sa Sic ^ltlia^ I, B. a. Stttclfefi; »unie «n^fitfd^en. 




Wi^ Üitkint. ^ -f t ^t)e SuH, lUncUen frfll^et; 9* SB. b. jr.3. 



4>e{inat$ unb Cotlommen: {ie laut 90m IßtantogengSrttier 
6dIo in @anfijoud unter bem obigen fftamtn unb mit bem SBeinamen 
Stunbe nei§e fpate itirfd^e an (S^rift, bet: fie 1795 wieber an 
txail^\c% abgab. 

Siicratttt tm^ C^ttoti^me: G^ri^ Bef4rie( fle fai feinen fAmmtH^ett 
IBerfen. am oenaiieflen in f« SoS^ $omoI. e. 193 9hr« 1?8, »etc^e Befdbteibung. 
2ni4fe| 6.^6 »dttliA aufgenommen bat« Seral. ^ttir. II. 6. 66. gnt 
X.0.9. XY. 6. 164 i^ftotf bcr tUMnt (bte eeflo ait^ Sütfif <te llirf(^e 
nannte mtb»eUI$e in bcr Sarifer S^attonaUaumf^ule La Tnrkine, na42)ittn(^ 
aui^ La Tvrqnlae (eift) bie glamentinet befc^tieben unb aSgeBtlbet, unb 
ei |e|t bie (e|tere a«d biefem <9ruttbe in bet Oegenb oon ®et^a ned) M Xftrfint» 
— XttS ISetteren empfieng i^ unter bem ^amzn Ceriee Haiard blano bie« 
feile JMrfc^e, glaubte aber et^, ei fei bie 2)anle(manni!irfd^e, mei( fie mir an 
einem SCopfbaume nngewb^icb Hein blieb. (Tbe Maaard ift ftbrigeni eigentü^^ 
»ie no4 bemetft werben mtt|, na(( 6idf(eT, C^rijl unb auc^ Sat. Sonb. ein. 
69nint9M ber IBilben Sogeffirfqe.) 

0eflalt: fel^r breit l^erjf innig mit unmertlidj^er gurj^e, mittelgroß. 

etiel: mittel lang, nad^ Strud^feß ^ufa^ meifl Aber 2" lang, 
bilitn, gebogen, in nid^t tiefer, oft aber ungleid^er ^il^Ie. 

^ a u t : (peDrotl^ unb gelb getfipfelt, bfterg gang rot^, auf ber @d^atten^ 
feite bagegen gelb, barinnen rotl^ punltirt, man<i^mal ganjmeigncb gelb* 

Sleif<^: oeniger mei^ aI8 bei anbem i^glirf^ (moburc^ bie 



HO 

jtirfd^e ben Uefiergang gu ben Jtitorpelfirf(fien mad^t), mit lodBem ffifm 
^ft üon fc$r gutem ©ejd^morf. f ^t , - r. 

^tein: nad^ ber Sefd^reibung ift u bttf, rutiblid^ dfStmiSf oben 
unb unten fafl gleid^ abgefiumpft. — ^i^ fanb i$n mie oben gejeld^ 
fafl runb mit einev {leinen ©pi^je unb bie $aupt!ante {latl vorttcteilb. 

9ieife iinb iRu^ung: bie jtitfd^e reift in iDleiningen (toie te 
^üt|a) in roarmeti Sommern SRitte Suli, 1859 mar pe jiä&on ben lO.,^ 
1855,' mo ber ©ommer lül^ter mar, ben 21. ^M jeitig, fo bag bomi 
4n anbem S^^^^^^"' ^^^ £rud^fe§ nad^ @§rift angab, a\x^ Snbe ^jaü 
^eraudlömmt. S)ie jtirfd^e ift jmar Heiner aI|oie(e anbere @&gKrf(^, 
ber ©el^mad ift aber rec^t gut unb megen il^rcS ni($t gu mei(^n ^teifd^ 
'ertrogt f.e gut ben 5£ranSport auf bie SRdrtte, mo {U i^rer @^n^ 
megen guten Sbgang finbet. 

(Sigenfd^aftenbegSaumeS: bei Sruilfeg l^atten bie S&ume bbi 
^teS SEBad^dtl^um, Iranlelten unb trugen feiten. — iSad^ ^ittric^ geld^net 
ier 83aum ftc| burd^ fperr^aften magered^ten äBudgi itt^rod^t, bie fU^ 
burd^ il^re Steifl^it Dor anbent d^nlid^en @ü|tirj(l^en tenntlic^ ma^, 
«uS unb trägt nid^t rei^Iic^. — allein Saum bagegen miic^d auf @ü|» 
tlrfd^en^Unterlage in ber ^ugenb tergengerabe in bie ^o^ uub gmot 
mel^r aU mir lieb mar, fo bag id^ feinen ©ipfel abgeftu^t l^abe. SBeim 
<cr feine ^lebengmeige aber auc^ etmaS magerest trSgt, fo ift bied bo^ 
ri$t mel^r atS bei t)telen anbem feiner »tt. VlAtv feine $:rd[g6ttrWt 
fann id^ mtc^ aber gar xAdji bej(!^meren,"'er trftgt' gemdl^nnd^ rdd^i^ct 
•atö anbere, duB melt^em le^teren drunbe M(i bie Sorte ^üi SitpftAtgung 
l^ptfa($H($ empfel^len miC. "" " ' ' '"^ 

tBemertungenf bürd^ il^r meniger meid^eB ^eif^, bunl^ t|ie 
eifeii5er#cmlge 'feeftalt, Qr getüpfctteÄ Slrite^ek/ löoSfabet tft'mhttte» 
JSia^reri iwc^ fiarle Sbme(^Btttng Don tebj^ftem 9tot^ >nit nod^SdV|ätt» 
benem (Sktb "re$t buni mtrb, unb burc^ i^re t))ftter^|^i^ttguA'ä lUb^ 
id^ibet' fie ^d^ «Ott attbent S^Iid^eu Kirfd^en; bUrd^ iej^itete fe^bevi 
DÖn ber il^r tnber't^orm dl^nlid^en nur meit (teitierth/^anfefrf^ffttis 
firfd^e, bie 1857 mit ber 9«otben aJtaitirfd^e unb SSinller'fd^imlQci^ 
ÄKtf^e gteic^grttig fc^ofi gelKg mürbe. ' ' ''''''''"' "" '' 5?" ' 

., ^ @ibt bie 8, fßo(^ ber Itirfc^enjeU. 0. 



111 

Ko. 31. fnlfftfAr. I. B. •: Xru^feB; %ttntc $eT)!irf4en. 



■ i ■- - r i - - -*-* ...Ji...* 




, ^rrlMtf^ie. • • (jnbe b« 3. SB. b. Ä.8- 



.J^eimatl^ unb Sorlommen: Rammt ^»id^li aüS. ^rmlM^^tt. 
^^Tt gu bcn f^oii Unget briamiten @ot|eii unh i^ iiemli^ oetMtet 
Cnq^l^It fi(| gut Snpflaiiguiig bur4 Bd)in^\t, teid^ ^tagbarf^U unk 
bcn .bei gutem aSBettei fft^en Oefc^mad 

^ite«at»v«iob69nftii9met3:nM^f<t0*237uttteroM«m9tameiu Miti^ 
JL e. 61. %>a t^ aud^ eine VetlhiorpellirfA^ aibt, nitb obtge l^ftuflii $ef(^er^ 
ütfd^e genannt, hibe( flnb %evlfirfcl^e unb $erifnotpeIHrf($e, tote jAön m^f^ 
tcwerit, |»ei ipol^I ttt luOettoetbenbe flamm. S;.Dbjpt.e. X21. Xof • ^- %^litt%* 
fisfd^e ifl nii^t bie OMge, fonbern bie ^erllnorf^emTf^e; rid^tig ftnbet fte ^^ 
oficr iat %£>.&. TU. e. 963 9{r. 8 von »flttner bef(^rieben. Xtu^t^t er^fclt fie 
mti ^^cttn^oufen ali Sänge »eiie ^er^Iivfdl^e unb ^tttHt\^t bie perfd^teben fein 
festen (pte ei bemi au4 eine 9^^e lange »ei^e ^eriürf^e [Sftfl^e bunte f^^ 
fbtf^e xmclfeH gibt), ficb ober fibetein geigten. (E^rift na^m, nie gewb^nlid^ oor» 
ffttig, im ^nbbwle 6.64!2 unb $anbbu4 2. SlufL 6*667 beibe Sorten att »et* 
{Rieben auf. 3n ber 3. StufU bei ^onbbu^d 6. 681 unb im SBörterbuc^ 6. 278 
jawie fßoUfL ^ornoL 6. 192 ^at er fte nötiger aI8 ferllirfi^e ober ^erl^erglirf Ae. 
4lott^arb 6. Ii7, m|(er e. 186, ^eineten 6. 186 folgen ber eattner*f4en »e< 
f Areibung. 2)ie Ißarif er Kattonalbaumf^ule benannte fte naA Feuille da CnlÜT« 
1804 p. 188 Chdjnia de Perle. IDer 2onboner (Satatog unb ibomnina fc^einen fU 
^aU^t |tt lernten, muc^ bie X^anlelmannilirf^e »irb Keine »ei^etperllirf<te genannt 

® e fi alt : Srucbfeg g&^It bie JTirfd^e gu ben grigerm; bei mir l^atteii 
im 9tienburg unb SarbomU nur bie Dodtommenften (S^emplare bie ®r5ge 
M%tt ^igur« Sorm fel^r fd^ftn (ergförmig; auf bciben ©eiten ift fie 
licbgebrflctt nnb gefurd^t, auf ber einen ®eite ftftrfer ali auf ber anbenu 



112 

9lad| bem &tmiftlpanüt läuft fte fanft obnel^menb timai fpt|fig }it, fa 
iag man fie alä bie Wlntttt ber fpi^ gulaufenben Sorten Zilgenerfi tmb 
SBinfletd n>ei^ec ^trgfirfd^j betrad^ten mSd^te. S>ur(i^ bie ftarlen %ax<lien 
oirb fle roie in gwei ^dlften get^eilt, bie ft^ am ©tiel in biA Sadni 
ouSbel^nen, unb über bie @tiell^o^e erl^eben. S)er ©tenqielpimtt fie^ 
in fd^mad^em @rübd^6n. itleinere, ni<i^t red^t ooDtommene ^riU^e fbil^ 
oft etmaS l^Sderig. 

£er Stiel ift IV3'' lang, lid^tgrün, etmoS gebogen nnb fi^ in 
flad^er ^5]^lung, menig feft auf ber ^d^t. 

S)ie ^arbe ber porgeHanartig gUngenben j>aut ifi ein I^IIeS S9M|^ 
gelb, metd^eS am Stiele unb auf ber Sonnenfette mit einem I^Qen 8tot| 
in feinen nermafd^enen Strid^en flberjogen ift. S)ie Spi^e unb bte 
Sd^ottenfeite jkib oft gong meig, mft^renb red|t befonnte m^r 8UM|r 
onnel^men* 

S)a8 ^Ui\if \ft febr gart, faftreid^, n>eiggeI6, ber Saft I^Oe. tkt 
®efd^mad( bei najfer 3^^^ fabe, bei günfliger SBitterung bagegen ttnb- 
red^ter Steife füg unb erl^aben. S)urd^ ibre fanfte, gefällige ^rbung, 
bie fd^ine 4>eriform unb ben ffigen, non Sfiure freien ©efc^mad untere 
fd^eibet fle fi^ non anbern glei^geitig reifenben. 

S)er Stein ijl nerfittniBmigig grog, lang« unb fpifteifirmig, am 
Stielenbe etmaS abgeßumpft, giemlid^ bidtbadKg unb Ufet fid^ gut war 
BfWfdJe. 

Steifgeit unb 9lu^ung: geitigt etmaS oor ber ^oDinbifd^en ^^» 
gfffinfitfd^e gn (Snbe ber 3. SBo<|e ber Jtirf(^ettgeit. 8ei i^ mctd^ 
^eifd^e l^auptfAd^lid^ nur Safelfrud^t 

S)er ®aum n)Sd^St gefunb unb tr&gt fel^r reid^Hd^. 

Oberbiedt 



113 
No. 32. 8(]tlicrs!itf4e. I, B. a. Xxu^Ui\ «unte ^eraÜT^cn. 




iie lltttljeqkirfdie. •• ! t *. M 5. aö. b. Ä.3. 



• ^cimat^ unb SJorfotnmcn: fic fam Don §errn^aufcn 1785 
mit ben SSenennungen Heart Cherry Bleeding unb Slutl^erj« 
tirf^e an 3;nid^fe^ unb ift ^onad; n)a]^Tf<j^eii>(i(!^ eine englifc^e T^tud^t 

Sttetaiut unb e^nonp'me: %x\x^U^ 8. 224; ^itttic^II. 6.53; (S^riftd 
^bwb. e. 278 ; beffrn ^anbb. II. «ufl. e. 667 SRr. 26. — 3n bcr ^atifct 'Jlac 
ti0nalboumf($ule ffifirte fte ben 9^amen: La Guigne Sanguinole. — gm 
2onh. (^ot. f^ai bie Bleeding Heart )iim $auptncim«n GaseoigneB Heart 
unb }u Qi^now^m not^ Red Heart (of some)« Heref orda.hire Heart, 
Gnigne rooge h&tiye, boc^ ift zweifelhaft, oB biefe unfere a9Iut^ers!ir|(^e 
x^, ha fte ald mittelgroß , (ang^ergldtmig , bunfelrot^ unb an ber Spi^e nie in 
einem Stopfen ftd^ cnbigenb befd^vieben wirb. — ^m Cbftcab. oon SRaufe ift fte 
in III. @ect. 3. 2ief. von 1856 jiemlidSi Qut, bod^ ebenfaüd }U !(ein abgebilbet. 

• @eftalt: am Stiele bid unb breit, bod^ in berSRitte no($ ftarfer, 
auf ber entgegenge^e^len @eite mit breiter @pi^e enbigenb. SJKttetgroB. 
— Suf ber einen @eite ift eine T^urdje , giemlic^ ber ganjen ßicfc^e 
entlong. Sluf ber anbeten Seite ift ftatt ber ^^urd^e oft nur ein erl^abener 
etii(|, eine SRal^t bemerflid^. S)a3 ©tempelgrübd^en fe^lt ober ift 

©tiel: mittellang, feiten über 2** , bünn, auf ber einen Seite 

SQiiflThteS ^antts^ Ux C&ftlvntf. III. 6 



114 

röt^dd^, in ungleid^ eingebogener ^i^Iung, bie nad^ ber SRäcfenfeite ftart 
aBf&at 

$aut: incarnat^ ober blutrot)^ auf weingelbem ®runbe, auf ber 
breitgebrfldten Seite unb on ber ©pi^e i{l bad SRotl^ l^eller unb glei(9^* 
fam in gerf(of[enen fünften aufgetragen. 3ia ber Ueberreife n)irb eS 
ringsum bunfler unb ber gelblid^e ©d^immer fel^It ofterS faft. 83e< 
fd^attete bagegen, befonberft tünftlid^ burd^ Ißapter befd^attete, tiel^men 
nur an ben Seiten eine leidste, punttirt aufgetragene Stötl^e an, unb 
fmb grögtent^eild gelb. 

^leifd^: n)ei§gelb, roeid^ unb faftig. ®t\^mad füg, mit etmaS 
@dure gemifd^t, bod^ ol^ne (Srl^abenl^eit. 

Stein: nid^t grog, bretteiformig unb an ben jtantcn* bleibt ^etf($ 
ftften.' S)ie 3Ritte(fante erbebt ftd^ nad^ bem Stielenbe etnxii. 

9teife unb 9la^ung: bie ^rfc^e reift angeblid^ gu @nbe ^mti 
ober ?lnf. Quli unb fie »or auc^ 1858 in SRciningen am 8. 3uU jeitig, 
1855 bagegen erft ben 20. ^\xl\* , fo bafe fid^ bei i^r nrte bei anberen 
bie Steifjeit bod^ aud^ oft meit l^inauSfd^iebt. — (£d ift übrigens eine 
fe^r fc^öne ^irfd^e, auf n)eld^e ber ©drtner (Sger^ gu ^[erufalem immer 
ein grogeg Stücf l^ielt unb menn fie gehörig audgegeitigt ifl, fo fann 
man ben ©efd^mad fo erl^aben, mte an anbem i^rer jtlaffe nennen. 

@igenfd^afteu bed SaumeS: berfelbe mirb mittelgroß, 1^ 
tttoa^ Steigung, feine Sefte magered^t gu tragen, ift red^t frud^tbar, bod^ 
gegen l^obe j(&ltegrabe empfinbtic!^. 

SBemertungen: bie ftirfd^e nntecf(!^ibet fid^ nad^ üErud^feg Don 
anbem abnlid^en burc^ baS @igne ibreS Sflotl^e^, baS mel^r @eftri$elte8 
a(d gJunItirted ^at unb burd^ bie i^rem fügen Safte beigemifd^te Sfture* 
- Se^r d^nlic^ ift l^r bie $unftirte SflßKrfcle mit feftem S^leif^e, 
ebenfo aud^ bie ®ottorper ICirfd^e, bod^ menn aud^ baS i^Ieifd^ ber S(ut» 
l^ergttrfd^e (au(| nad^ bem Sonb. €at.) nur l^albmeidl ift, fo tft bod^ baS 
ber ©ottorper befonberd , fd^on ungleid^ fefter unb fie (bie ®ottorper) 
]^at etmaS frül^ere S'leifgeit, einen türgeren Stiel unb aud^ bie g&rbung 

ift n)eniger rot^. S^^^tt. 

« 

* ^ie ©orte, toeld^e i^ aud äJ^etningen l^abe, reifte aud^ 5ei mir fp&t, |.9. 
1859 erft 16.— 18. 3ult, (M>e ber 4. unb Slnfangd ber 5. äßod^e bet itirfc^enjeft. 
Srud^fe^ fett bie Steife ttod^ Dor bie ber £ucien!irfd^e. 9ü^ bie 9letf)eit metner 
ton 2)ittti(^ erhaltenen ®(ut^erafirfd^e, bie mir »ieber einging, fiel in bie )nette 
$&(fte bes Sttli C. 



115 



No. 33. ^B|€|firf4e. I, B. «. 2* ut^fe^; »unte SetjfttMen. 




yrill}ef|kuf(i|e, SAttnet. * t 4. 9B. b. lt.3. 



ißeimatl^ unb aSorfommen: fie ftammt mi ^etrnl^aufen. 
«uttncr fanbtc pe 1798 an Sruti^fcfe. 

Sitevatuv unb ^anonpme: Sattnec beft^vUb fle im X.O.®. TIL 
S; 364 9{r. 10. — Snid^fe| na^m biefe ^efc^teibung in fein Jtirfcfienmetf 6. 261 
auf. 8erg(. (S^rtfld ^bio6. e. 279 ; S)ittr. IL <5. 58. — 3(6 |ie(t bie jtitf^e 
Iftngere^eit für ibenttfc^ mit bc( Sucienfirfd^e, benn fie reift faffc plei^ieitig 
unb ift faft ebenfo gro| unb gut unb moEte in folt^er $inft($t nic^t mtt ber )Bes 
fil^retbting flimmen. ^ie £uctenlirf4e ift na4 neueren Beobachtungen aber bot^ 
otrf c^ieben unb bie oorliegenbe iebenfaSd bie richtige. 9ßon n>ei| , ba^ ®r5|e 
unb ©efc^mad gar fe^r bur^ ^ufftHigleiten ab&nbern. 6($on ^rud^fe^ fanb 
etitiaeiB an i^r gegen 99flttnerS 0ef(^reibung anberd unb i($ nerbe bie von mir 
6eo0a((teten Stbmei^ungen oon Büttnerd Sefc^reibung ebenfo bem2:este mit einfügen. 

@eflalt: am @ttele ift fie breit unb bicf, auf beiben ©eilen p(att 
(breit) gebrüdt , unb I&uf t fpi^ig aud , f bag fte red^t J^erjf örmig er«» 
fd^etnt @ie gel^drt gu ben fleinen ftirfd^en (»aS aber nac^ obiger 
3ei(^nun8 in 3Reiningen nid^t ber gaO ift). S)ie ^urd^e ift nid^t fe^r 
iemertlic^ — bei Zruc^feg Ratten bie jlirf^en iebod^ eine merflic^e Surd§e 
(bie an meinen grflc^ten ebenfaOS menig l^eroortrat) , bagegen fiel mir 
befonberg ber auf einer (leinen oorgefd^obenen ©pifee ftel^enbe Stempel« 
punft auf. 

@tiel: fe^r lang. Sluf ber 93ettenburg Italien aber bie i^tüd^te 
leine befonberS langen Stiele, roie aud^ bei mir nic^t» 



■ 116 

^ani: in oMItger Steife färbt ftc fid^ ganj rotlj'; icbö<§ fdöimmcrt 
bie gelbliche ©lunöfarbe überall burc^. (^n bem {onnigen ©ornmer 
1858 Toar fic jicmlt^ ringSum lid^t purpurrot)^ martnorirt.) 

i^Ietjd^: gati) xod^, doQ xoti^tn @Qfteg, bet anfinglid^ bitterlich 
unb unatigenel^m i[t, no^l^er aber fel^r {flg unb angenel^m roirb. (€aft 
Tiidjt föTfÖcnb, fcl^r gut, ergaben ffl§, tüenigftenS 1858.) 

(Stein: eirunb gugefpi^jt (fpi^eiformig O.), roxt oben gejeici^net. 

Steife unb 9lu^ung: fle mug fe^r lange am SBaume Rängen, 
el^e [xt einen reci^t fügen @aft belommt. S)aber fte faft 4 SEQo<$en bauert 
T)on bcr crften ^filfte beä Suli an. {^vx gen. Saläre roar fte in TOei« 
ningen am 21. ^\xlx geitig.) — ^f* ^^^ ©üttncr eine gut eintrdgli(i§e 
Airjd^e, bod^ nie befottberS belicat. 

Sigeufd^aften bed SBaumeS: berfelbe bleibt in meinem ©arten 
nur mittelgroß, mad)t giemlid^ biefelben l^&ngenben i^ioeige nie bie Sucien* 
firfd^e, tragt aud^ wie blefe reic^li^. — Stad^ Süttner tragt er erftaun^ 
lic^ ooU unb fd^ISgt nie fe^I , n)eld^eS le^tere aber £rud^feg in 3[brebe 
gefteQt ^at unb mol^l au$ nur in gang gefd^ü^ter Sage oorlommen nirb. 

93emerfungen: fle geid^net ftd^ gnmr nad^93. , menn nfan fte 
gegen anbere fttrfd^en l^ält , fe^r beutli(^ aud , aber i^re Unterfd^iebe 
Pnb fc^roer auSgubrücfen. ^^x langer Stiel, i^re fd^öne ^^ffc SWöt^c 
ünb i^re mel^rete ßleinl^eit mad^en fte lenntUd^; bodg bleibt oon biefen 
3Werfmaten nad^ oben wenig übrig, ©ie jlel^t ber Suclenfirfd^e unter 
aKen am meiften ä^nlld^, bod^ reift bie Sßringeglirfd^e meift etmaä fpäter 
unb id^ lonnte an ber Sucienfirfd^e geitl^er bie Heine oorgefd^obene @pi^e, 
worauf ber (StempelpunJt fte^t, nidjt bemerlen.* 

* 9lud^ (ei mir ^at bie Sucienlitfd^e ein folc^ed oorgefc^obeneä Spitd^en ni(|t 
unb runbet fid^ am @tempe(punfte me^r ju. O« 



— ^ 



117 
No 34. 3)ie ©UrtfirWM, B. b. Xttti^jreS; »unte itnotpeUirfc^en. 




Jlte SpeAhirfdie. • • t 3- 2B. b. Ä.3. 

ii>etinat]^ unb SSorlommen: Srud^fe^ erl^ielt jle 1785 auB 
^erm^aufen unter ber SBenennung Gerise Garon. Unter biefem 
9tamtn ^atte ober Sftttner im Z.£).®. YU. ®. 368 bie Don Ztaclifeg 
& 149 befi^riebene (Snglif^e fd^marje ^onl^erjfirjcl^e abgel^anbett unb 
Zrud^feg l^ielt eS fflr gut, fie unter bem beutfi^en 9tamen Spedfirfd^e 
3u bcfil^reiben, ba Garon auf ^'angSßfd^ ebenfaOS SpedF bebeutet 9(ud^ 
biefe Atrf(^e ge]^6rt mit gu ben beften^ unb nerblent wegen i^rer reid^en 
Strogbarleit in jjebeS ftirfc^enfortiment aufgenommen ju »erben. 

Siteraiur unb S^nüni^nie: tni^f e( e. 267 ; 2)ittTi4n. @.71; Siegels 
9iiL &. 158; Oberb. 6. 627. — gn bet ^arifer 92ationol5aumf ($u(e nannte man 
^t, nie- Xru^fet Cna(6 Feoille da Gultir. 1804 p. 138) ntitt^etU, Bigarrean 
du Lard (nod Gpecffnotpelürf^e audbrfldtt). 

@eftalt: fie ift ntd^t glei(|. 9(uf einem unb bemfelben 93aume 
finben ftd^ Diele t^rfl^te loon betr&d^tlid^er ®rige, anbete Diel Keiner unb 
leitete l^aben au4^ eine anbete %txm. SDie größeren fiub bteitgebtüctt, 
bod^ auf bet einen Seite mel^t olB auf bet anbetn unb tunben fid^ 
unten ftumpf^etgfStmig gu. S>ie Keineten bagegen ftnb beinal^e lugel^ 
runb, nur am @tiele ein wenig platt, auf bet einen @eite aber laum 
merflid^ breitgebrücTt. 

©tiel: gegen iVt^ I<^ng, getblid^ gtfin, o^mfRoi^, fi^t in flachet 
^5^Iung auf ber §rud^t. 



118 

j^aut: buntelblutrotl^^ mit l^eHrotl^en uitb unten an ber ®pi|e 
mit gelblichen glecfen, n)orin ftd^ in bem fRoi'fy fc^n^ad^e gclbroeige unb 
in bem ®elb gang mei^e Sßunite befinben. 

^leifd^: bei nod^ nid^t DÖdiger Steife ifl eS no(§ etmaS mei$ unb 
nur bie ipaut feft unb gftl^e. SDte $&rte beg gletfd^eS nimmt aber gu, 
je DoDfommener fie reift, mie ed bei aDen ffnorpellirfd^en ber %o!H ifi 
€9 ift n)eiggelbli($ unb lagt n)enig Saft fal^ren, menn mon bie ^nid^t 
burd^fd^neibet. S)er ©efd^madt l^at bei T)5IIiger Steife etmaS @figfauer^ 
lid^eS unb erl^&It baburd^ eine gemiffe Srl^abenl^eit. 

©tein: giemlid^ grog, langeirunb (langeiförmig 0.)i mit fd^oncn, 
feinen Slfterlanten; fflr eine l^artfleifd^ige jtirfd^e gut ablöSlid^. 

JReifeunbSlufeung: bieÄirfd^e reift aRitte 3uU* unb ift »egcn 
il^reS l^arten ^^leifd^eS gur meitem SBerfenbung befonberg geeignet, morauf 
befonberg bei'grSOcren jtirfd^enpflangungen SiudEftd^t gu nel^men ift. 

@igenfd^aften beS S3aume8: berfetbe geid^net ftd^ in meinem 
©arten befonberg burd^ feinen nertifal oufftrebenben SBud^S au3, ift 
gefunb^ giemlid^ ftarl unb reid^Iid^ tragbar. 

Semerlungen: bie ©pedfirfd^e unterfd^eibet ft(!§, mie !Crud^feB 
ttod^ bemerlt, t)on ber dtoi^tn 9Rai!nprpeIIirf(^e, bie il^r in feinem Airfd^en^ 
merfe t)Drauegel^nb abgel^anbelt ift, bur$ oermel^rte @rftge unb fpiten 
Keife unb oon onbern bunten ftnorpellirfc^en burd^ bie Der&nberlld^e 
©efialt ber ^ftd^te an bem n&mlid^en Saume. — S)er ©dttner (Sgeti 
auf S^mfalem l^at auf biefe ©orte m^gen i§rer großen grud^tbarleit fiet^ 
ein großes ©tfld gel^alten. -- ^l^r fel^r Sl^nUd^ ift (SltonS bunte JCnorpel' 
Itrfd^e, mie id^ fte alft Bigaireau d'£lton auS SBetteren beft^e* 2)od^ 
mar biefe le^tere etmaS frfil^er geitig unb baS %lA\i^ fd^ien etmaS meniger 
feft« S)iefe fommt als Sltonlirfd^e im i^anbbud^e t)or. 

Sal^n. 

* 3. SBod^e ber jtirfd^enseit. D. 



119 




j^eimat^ unb SBorf amtnen: fie ftammt na^ intern S^amen 
val^rfd^etttUd^ au8 bem ^etgogtl^um ipolfiein, bod^ (efam fte ber 
5rei|€tr Jrudjfeg tit^t üon bort^fr, fonbcrn burd^ ben dtaiff Uj ju 
Soburg auS ber ^antafte bei SBa^reutl^. Sd^on 3:ni<j^feg ma^te 
batauf aufmerlfatn, \>a% ftc eine ber DorgugHd^fien il^rer €(affe ift, unb 
empfle^U beren fleiBigc «npflanjung, iDril [xt J^dufiß unb felbft in ÜRig^ 
iahten DoQtragt 

£tteraiur unb ©^nonpme: ^rut^fe^ (efc^rieb fte 6.289. 3)anacl^ ^a6en 
fU au4 3)ittri(^ II. 6. 72 unb Siegel 9InL 6. 159. — 3n anbevn pomoloaifc^en 
64nften finbet man nichts über fte. S9ei 6al)mann {ommt 6. 48 9{r. 16 eine 
®an3 rot^e gro^e l^arte fpontfd^e jtnotpellirfc^emit bemSeinamen 
9oiiorper vor, boc^ fann bcefe fd^on nac^ i^tet Benennung ^^ani tot^e* 
«id^i bte ootliegenbe fein. 

@eftalt: bie l^rfld^te l^aben auf einem unb bemfelbeu SBaume eine 
t)eTfd^tebene $orm unb®(öge. Sie grögeren flnb breitqebrfidCt, auf einer 
@eite mel^r ali auf ber anbern unb runben f^d^ nac^ bem (Stempeln 
punttenbe fe^r ftumpfl^ergf irmig }u ; bie f (eineren bagegen finb faft fuget- 
runb, nur am @tiete ein roenig ptalt, auf ber@eite aber !aum merlHd^ 
brettgebrfidt. 

©tiel: furg; IV»" fang, bönn, ganjgerobe, roeifelic!^ grün, pfe* *» 
fiad^er, nur an ber breitgebrüd(ten @eite bert^rud^t ein roenig erl^afiener 
^5$Ie. 



120 

i£) a u t : f el^r gSl^e, itid&t leidet gertci|ettb, man lann Mö gum ©tctnc 
cinbcifeen, e^c fic bcrftct; bic %axU ift mciftenä Icb^afteö Sid^trotlJ mit 
®cI6 marmorirt; auf ber ©d^attcnfcite , wcld^cä bie breitere Seite ift, 
ift bie garbe lid^tgelb, manchmal tDeiglid^, . um bie ©tiell^S^Iuttg ^erum 
faft gati} rotl^, gutoeUen mit geTblid^en fünften. SDod^ nimmt bie JCirfii^e 
nid^t ade ;Sa]^re fo niel 9iötbe an, baS ®elb ift bann Ixäfitx, manchmal 
VDtx^, and) bad 3tot^ ift bann oft matt unb fd^mu^ig. 

i^leifd^: mel^r n)eig aU n)eiBS^Ibnd^, nid^t fel^r feft, aber bedun« 
gead^tet faftiger aB bei anbern ^orpellirf^en , unb ber auSgebrudtte 
@aft ift frpftaü^elle. ©efd^mad fel^r füg , menn aud^ meniger ergaben 
a(0 bei anbern biefer 6(affe ; bei 3Rangel an ©onne gur 3^^^ ^^^ ^^f^ 
ift ec fogar faft mafferig unb unjd^madd^aft« 

6t ein: Kein, breitrunb (eiförmig O,), gut oom S^eifd^e losließ. 

Steife unb blutjung: bie £irfd^e reift meifient^eiU inSRitte bed 
^uli,'*' bidmeiten roit 1859 etmag frül^er, in fül^Iecen S^i^ren au<| etmad 
fpdter. (Sä ift immer eine ber ft^önften Jtirfd^en bed itrudtife&M<^€n 
©ortimentä unb menn eS mögtid^ ift, fie rcd^t reifmerben gu loffen, fo 
ift fie in guten @ommcrn auc^ red^t belicat. 

Sigenfd^aften be§ IBaumeg: berfelbe mirb nid^t fel^r gro§, 
trägt aber felbft in ungünftigen 3<i§^^ augerorbentlid^ reid^. @r b(ä^t 
fo ftaif, ia^ ber 93aum nidE|t aQe f^räd^te emabren fann, n^ed^alb t>on 
ibnen niete, felbft fd^on audgebilbete abfaOen, e^e ftt gur Steife lommen, 
n}Ogu aud^ baö beiträgt, bag ber93aum nom Siüffelläfer, ber bief^rud^t» 
ftiele bur^ftic^t, fel^r ^cimgefud^t mirb* ^m Stegenmetter, roenn eS ge« 
rabe !urg nor ber Steife einfädt, fpringt fie ftarl auf, bo(^ gefi^iel^t bie§ 
au(^ bei ben meifteu anbern ^norpelfirfd^en. 

!6emerlungen: bur^ il^rtoeic^ereä ^leiftj^, obet befto festere $aut, 
bur(^ votl^e fie oorjügtid^ gu ben ftnorpelfirfc^engej^firt, toieXwL^- 
fe( no(^ bemerft, burc^ i^re blaff ere S^rbe, bur4 bie ^Breite bet gr&s 
(eten unb bie Siünbe ber flein e ren glückte, toie oitd^ burd^ bie glatte 
loeg f(^me(fenbe 6a^igleit untetfd^eibct fte ft^ oon aOen anbern biefer Gilaffe 
unb burc^ i^re fpfttere Sleife noc^ befonberS r>on ber Spedtürfc^e unb 
Biotinen SRailnorpelürf c^e. — 3^r fel^r &^n(i(^, boc^etna 63^age fpäter 
reif; auc^ flftrler gerottet unb (Snger geflielt iftbieSSIut^ersütfc^e, 
bie mit ber i§r faft gleid^en ^unltitten ©aBIirfc^e mit f eftem gleif^e 
bie (Sigenfd^aft l^at, nid^t gang neic^es ^leifc^ )U beft^en, mo fte gerabe ber oor< 
liegenben nad^ ben oon mir 1855 barfiber niebergef(^riebenen Semerfungen fo na^e 
txidt, ba^ man bei ntc^t genauer 9eoba($tung beibe für einerlei galten lönnte. 

3. 

* 4. SBoc^e ber jtirfc^engeit. D. 



121 



Ko. 36. 3KiiIe((0t|e ftll0t)irnivf4e* I,B. b. ttud^feft; »unte itnorpellitf^en. 




Punhetrotiie |ttioriiflkirf(i|e« Sruc^feB ** f ! 4. 9B. b. ies. 



^eimat^ unb SBorlommen: fte lam alS eine frani5ftf($e 
©orte unter bem Jiamen Bigarreau violet auä ^errnl&aufcn, 1790 
an Xmc^feg unb trug 1797 bei tl^m jum erften "SJlaU, )ebo(^ eine längere 
Steige oon S^^ren l^nburd^ nur fparfam unb er ^at erft jpSt nod^ i^re 
©ortrcffnc^reit erfannt, roeSl^alB er fle im ^la^trag nod^ Befd&rieB. Sie 
mar aber feineSroegd niolett sefarbt, »e^^alb berfelbe ben Flamen in ben 
Dbigen ummanbette. ®.te ift ebenfalls eine ber fc^onften unb ebelften 
bcd Zxw!^W\^tn Äirfd&etifortimenta. 

£iteratttr unb (Spnon^me: ^nu^fe^ 6. 680; 3)ittrid^ ü. 6. 72. — 
— 89non9me auler bem obengenannten ftnb ni(|t (efannt 

©eftatt: am Stiele breit, in ber SWitte langüd^, unten ftumpf* 
^erjf5nnig. Auf ber einen Seite ift fie fcljr ftar!, auf ber anbcrn laum 
merni(| breitgebrüttt. «uf ber breiteren Seite läuft nom Stiele bid gum 
Stempelgrübd^en eine breite, oft tiefe f^urd^e l^erunter , n)eld^e am Stiele 
fo fiarl ift, bafe [it bie ftirfc^e bafelbft in 2 §dlften ju tl^eilen fd^eint. 
auf ber weniger breiten, me^r runben Seite ift bie gurc^e faum mcrN 



122 

Itd^ , oft gar ttid^t Dorl^anbeti. — S)ie jtirfd^e ifi anfel^nlid^ groB (fai 
guten JCirfd^enia^ren XDXt obett gejeic^net). 

®ttel: Derfd^ieben, fibcrl^aupt lang, meiftenS übet 2" , ntd^t gonj 
grün, etn)Q8 braunflecfig. S!)ie $5^tung, n)orin er auf ber ^rud^t |i|t, 
ift bei fel^r reifen ^^rüd^ten giemlid^ flad^, bei minber reifen tief unb eng. 

^ a u t : ftarl, bo$ nid^t ^fft, bur^aud rotl^, überl^aupt fel^r bunleU 
rotl^ unb nur auf ber ftarfgefurc^ten Seite unb an ber @pt^e etniaS ^eDer. 

gleif^: gelblid^mei^ unb feft, ber auägebrädFte @aft voü% , Igett 
unb ^aftg. S>er ®efd^mad( ift nortreffUd^. 

Stein: Kein, nac^ S:rud^feg im Umfang runb^ unten mit einer 
fleinen ©pifte unb löst fidgi gut nom Slelfd^c. (3d& fanb il^n wie nebenan 
gegei^net, ot)al, f aft malgenförmig, menig breitgebrüdCt, maä n»a|r^ 
fd^einlidd aud^ ba§ „runb im Umfang'' frtn mirb.) 

SReife unb SRufeung: bie ftirfd^e reift in gRitle besgull (1858 
war fte bcn 18. 3uli reif* unb »erbient wegen i^rer ©rS&e unb treff^^ 
lid^en @efd^matf3 me^r befannt unb l^iufig angepflanzt gu merben, mogu 
n)ir fie, in ber Hoffnung, bag ber Saum, votnn er älter mtrb, rei^lid^er 
tragen nerbe, l^iemit beftend empfel^len. @o befd^reibt fie Strud^feg unb 
tann id^ feine ipoffnungen in Setreff bed Saumed beft&tigen. 

(Sigenfc^aften beä SBaumeS: berfelbe m&d^St ftart, gel^t ^odb 

unb bemeiSt ftcb in meinem ©arten aud^ recl^t tragbar, ^n einem ber 

legten {alten SQßinter litt er gmar giemlid^ unb eS würben gange tiefte 

an i^m bürr, inbeffen lam bieg aud^ an einl^eimifd^en ©orten nor unb 

liegt ed mobt alfo ntd^t an feiner füblid^en Slbfunft. 

Semet!ungen: ton ber €Sped(Itrf($e, mit ber bie DorUegenbe jugleic^^ 
reift unb bie ftd^ auc^ fe^ rot^f&rbt, unterf (Reibet fte ft^ bur<j^ i§r bunllere» 
9iot§, oonOflttnerdfpftter rotier ftnorpelfirf^e, »el^e au4 ein buitfCed 
9lot^ f^at, burd^ frül^ere Reife (oud^ ift bad ^leifd^ ber (e^tgenannteii 
feft er), Don aKen anberit burd^ längere Stiele, burc^ bad 6tar!gefu tilgte 
ber breiteren Seite unb burc^ bad $t!ante im ©efc^mad. S)iefen :8emer' 
langen be6 ^reil^erm ^ruc^fe^ »tS ic^ nur noc^ ^in)ufflgen, ba^ ftd^ bie ilirf^e 
vor allen anbem ft^nlid^en burc^ i^re gleic^fam vieredEige 3orm,.meAn man 
fte auf ber ^urd^enf eite , mit bem Stiele etmad nad) ft(| geneigt betröd^tet, aud' 
)eic^net. 3)ie jttrf djie ift nemlit^ an t^rer Spi(e auf ber gurc^enfette immer ehoad 
eingebrfldEt unb auf ber ^r(^enfeite felbfi abgeplattet 2)ie gurc^e fellft i{l oft 
ftarl audgeprftgt unb gegenüber thtn auc^ etioad angebeutet, n)oburcl^ bie eitige 
^orm entfielt, hierauf , a(ä auf ein (^araUerifüf^eg 9Rerfmal, ^at mi(^ fd^on 
ber (^ftrtner @ger8 gu '^ttu^alem, ber forgfame Pfleger beiS 2:rud^fe^'fd(en Sorti« 
mentS aufmerlfam gemalt. 3a ^n. 

* yta^ ber 3^itigung mit ber Spedürfd^e fäHt bie 9ieife in bie 3. fQod^e 
ber jtirfd^engeit 1860 geitigte fte mir erfi @nbe ber i. SBßod^e. O. 



123 
No. 36 b. euRetne IRftmotHrfl^e. I, B. b. Xtud^fc*; Sunt« Änorpeffirf^en. 




KMneine glarmorkirfdif* goft •♦ unb tf ®nbe b. 3. m, b. jr.g. 

iE»cimat]^ unb ©orlommcn: biefe gute ©orte erl^ielt Irud^fcg 
1796 Don ^ayn in SBürjburj. S5a Stud^fcß fic no^ ni^t ^inrcid^cnb 
beobad^tete unb ben Saum nid^t tragbar genug fanb , aud^ S)tttrid^, 
bcr fic jfl^r rid^tifl unb genauer bc|(|ireibt alä 2:ru(i^fe6, bte Sragbarteit 
ftteiddfoßä nic^t genugenb fanb, ift fic njcnig nerbreitct, SDa8 9lciS er» 
^ielt i4 t)on S)ittrid^ unb trugen meine $robe}n)eigc in Siienburg faft 
ja^rlicj^ voO , aud^ famen bie fd^5nen ^^rfid^te an ®r5ge ber ©rof^en 
^ringeffinflrfd^e (ßaucrniannS jtirfd^c) fcl^r nal^c ; ba [\t iiibefe im ©onjen 
bicfcr gu d^nlic^ unb nit^t bcffer ift, bleibt fle auS einem engeren ®or* 
limente oorerft boc^ lieber roeg. 

Siteratur unbS^non^me: ^rud^fe^ @. 391 unt« obigem 92amen; ^ittrid^ 
n. e. 73» ^ai 2>.D.(lah. gibt 4* £tef. §lx, 36. ITbMIbuufl, bte gu !(ein unb nic^t 
lenntltc^ i{l. SXa^er nannte fte ©ro^e genteine SRarmorfirfc^e , Gros Bigarrean 
eomman, fAIfd^üc^ au^ Ütocmontet jtitfc^e (Belle de Roomont) unb SBunteS iauben« 
bet) (Coenret on Coear de Pigeon) unb jagt, bog fte bie gr&^te, Befle unb fc^&nfte 
«rt unter ben 9?arntorfirfc^fn fei. gn feiner ttbbilbung ^af. 16 f)ai er ober, 
»ie auc^ Znu^fel anmerlt, ben geiler gemalt, bag er groei offenbar gong vex^ 
fcj^iebene Strien oon Jtirft^en borfteCt, unter benen nur bie gu beiben Seiten ah* 
gebilbeten eimelnen großen f^rfi^te bte obige giemUc^ gut, nur ttroa^ gu gro^ 
barftellen. Sfa^er oerweifet auf ^u^ame(d Bigarrcantier commnn (ß. 124 ber 
beutf^en Ueberfefung), wrlc^eS obige Sorte immerhin fetn lann. 3n S>i^tn ^ei|t 
fte, na4 2)oc^na§td ^fi^rer, Gemeine 5lnorpe(firf($e. 



124 

® e ftal t ; in guten ^ciffxtn unb'günftigem Soben gto^, etmaS längti<| 
^erjförmig, am Stiele breit, in ber ^tle jugerunbet unb nad^ ber 
@pi|e l^ergfimtig abnel^ntenb. Suf beiben Seiten etwas breitgebrucft, 
auf ler SRüdenfeite Iduft in einer unbebeutehben ^urc^e, bie oft gon) 
fel^It, eine rot^e Sinie gu bem nid^t Dertieft auf ber @pi^e fte^nbm 
Stempelpunite l^in; aud^ auf ber SBau<i|feite ifl bie ^nx^ nur flad^ unb 
meift nid^t über, ben 9aud^ ^in ge^enb. 

Stiel: mittelm&gig fiart igelbgrün, iVa" lang, feiten etmaä xtt^ 
punitirt, ft^t in giemlid^ tiefer unb weiter i^ö^lung. 

9)ie t^&rbung ber gtängenben $aut ift fel^r fd^ön. Xuf ber 1^ 
wad^Sgelben ®runbfarbe ftnb ftar! befonnte grüd^te auf beiben Seiten mit 
einem etwaS buntlen Stoti^ punittrt unb geftrid^elt gegeic^net, bad punitirt 
in bie ©ntnbfarbe oerlduft unb an ben fiftriflen SonnenfteUen fo gufammen 
I&uft, bag bie ©Tunbfarbe nur alS gelbe ^ünltd^en unb Strid^eld^ 
burd^fd^eint. Oft fielet man aud^ bunflere rotl^ ftreiSd^en ober %lcd* 
d^en in ber SRötl^e. iBefd^attete ^räc^te finb nur auf einer Seite gc« 
rdtl^et unb bie ©runbfarbe wirb» bafelbft nur etmaS golbartiger. 

SDaS illeifd^ ift feft, gelblich wei^, ber Saft ^ell, ber ®ef<$mad( 
nad^ S)ittrid^ fuglic^ unb nid^t auSgegeid^net, nad| meinen SBal^rne^mungen 
bei red^ter 9%eife etwaS weinig fäg unb fel^r gut. 9lud^ Zru^feg fanb 
ben ©efd^madt gut. 

S)er Stein ift langeiförmig, etwaS breitgebrfldCt, am Stiele breit 
abgeftumpft, am jtopfe gugefpi^t, mit feiner Spi^e. 5Die IRüctentanioi 
ftnb giemlic^ ftarf. 

9teifgeit unb iRu^ung: geitigt xioä) etwas Dor ber 0rogen 
$ringefftnlirfd|e, @nbe ber 3. ober $(nfangS ber 4. SQod^ ber ilirf(6en^ 
gett ; giemlic^ gleic^geitig mit ber SpecRirfd^e , Don ber fie fid^ buvd^ 
Üd^tere Färbung unterfc^eibet. SBirb für Stafel unb ^auS^alt fel^r braud^ 
bar fein. 

SDer ä3aum wirb nad^ S)ittrid^ gro^ unb fotl etwaS lieinereS 
Statt ^aben als anbere Sü^tirf(^enb&ume , waS id^ wenigftcnS an ben 
Iraftig wad^fenben Stammen in ber SBaumfd^uIe nid^t bemertte. 

Cberbied* 



125 



No. 37. (gti(e Vtlaiefttnntfl^t. I, B. b. Xtu^fe^-, «untc Änorpelfirft^en, 




Crofie ||nn}ef|Snktrfi4e. • • 1 1 4. SB. b. Ä.3. 

^eimatl^ unb SSorlommen: {ur ^mpfel^Iung biefer, ntd^t mit 
^ ^ringcfjInÜTfd^c fd^ted^trocg gu Dcrroc^fclnben ^rud^t batf nid^tä 
mlp jcfagt TOCTbcn, ba fic bereits bie tücitcftc SBerbrcitung gcfunbcn 
^, aud^ leiten in einer etroaS Betr&d^tli^eren Jlirfdgenpflangung fel^tt. 
@ie empfiel^lt fld^ eben fo fe^r bnxi^ i^xt ®ä)hn^t\t unb ®röge (Srud^:" 
tt J^Ott in ©raaboben grfld&te Don 14''' »reite unb 13'" ^bf)t !) alÄ 
in geringer Steife burd^ Dorgfigli^en ©efd^madF unb 9raud^6arleit gu 
oeif^iebenen Qan^al\^xotdtn , n)Ogu fte nod^ lange nidgt genug Der^ 
loanbt n)irb. @ie gel^ort gu bcn alten ^rüd^ten^ beren Urfprung nid^t 
me^r befannt ift, 

SiteratUT unbS^non^me: S^nu^fe^ 6. 295 JgoUftnbtfd^e gto^e ^tingefftn* 
^4^1 »cld^en Flamen man ol^ne 9la(^t(eil loie oben ablür^en !ann, wie fte au^ 
in ^oUanb Groote Priooess l^eifit. Slllaem. %. ©artenmagaain 1804 S. 378 mit 
Stttet, von Xxuä)Ui f^^^ft gectebener SCboilbung, beren ®r5^e tnbe( biegrudlt in 
nm^m (9eaenben gan} erretten wirb, ^tttric^ @. 81 ; Sl^rift ooSft. $omoL 
6. 200; £.D.(S;a(. 3. Sief. 92t. 11 9tbbin>nn9, gu Hein unb im (Kolorit ^u gran. 
2)te 69non9me ftnb ga^treic^. ^in $annot)erf($en ift fie neuerbingg irrig al^ 
(SrafSRflnftetd Jtirf^e viel verbreitet unb ifi ald £auermanndlitfd^e oafelbfi fd^on 
lange belannt, bte aud^ £a(ermann3lirf4e ^etgt. Slruc^fe^ unterfd^eibet gvar bie 
SouermannSIirfc^e oon obi^ter, iebo4 nur in ©rb^e, unb btefe ifl nad) bem @tanb» 
orte bcd Qaumed fe^r Derfcbieben. 0eibe ^rüd^te, bie aucb bad 2;.D.Cab. oon 
dlei^et ®ro^e unb ®efta(t nur beibe )u !Iein gibt, würben mir auf bemfelben 
Vrobebaum üon gleid^er ®rö|e, unb ba id^ beibe Sorten aUetn oon ^ie( ^atte, 



126 

^ejog id^ bte £auermann an^ aud 9Reintng«n, loo man je^t bie Sbentit&i Beiber 
aud^ aner!ennt, unb roax aud^ biefe.1860 mit o6iger aAn)I^<$ ü6erein. (£d i^ 
no4 sab b. oben eine oon $erm ^ofgartenmeifter ^or(^erd gefertigte Umrt^s 
l^ei^nung ber ^errn^aufer Sauermann neben bie sab a. gegebene Reid^nun% ber 
Obigen gefteSt. 3n ber ^arifer 9{ationa(baumf4u(e l^atte fte naq Pedille d« 
«nltiTat. 1804 p. 138 ben 92amen Le gros Bigarreau de Princeeso d'HoUaDde, 
unb ift neuerbingS n)0^l von ^an!rei$ §er au($ ald Bigarrean Napoleon Der* 
breitet, bie iebo($ in ber Sbbilbung in ben Jbina]es63, p. 25 anberd bargeiteSt 
ift unb um 1820 t)on ^armentier erlogen fein foK; babei ifi freiließ an|umer!en, 
ba^ eine in ^errnbaufen ft(^ ftnbenbe JBigarreaa Pannentier unfere obige gprud^t 
ift, unb aucQ ber igonb. (lat bei Bigarrean Napoleon (!Rr. 12) bie Spnon^me 
Bigarreaa Lauermann« SauermannSürf (^e , 2auermaniid $er)!irf($e gibt S)te 
@ro^e ^rinjefftnfirf^e ^at ber Sonb. (Eat a(d Bigarreau fc^le^tmeg C9tr. 8) mit 
ben ^^non^men: Qroote Princess, Bigarrean de Hoilande, Gros Bigarrean de 
Prioeess de Heilande, ^oSänbifcbe gro^e ^rinjefftnlirfc^e, Bigarreaa rojal, 
Bigarreaa tardif, Bigarreaa gros, Tarkey Bigarreaa, Italian Heart, HarrisoM 
Heart, West's white Heart, TraDfq[>areDt (of some) unb Qrafflon. ^ru($fe{i fü^ 
unter ben nic^t ^in(Sngli(^ unterfud^ten jlirfc^en @. 338 ein^ Graffion alö Bunte 
ilnorpeCIirft^e auf, bie UeUner au^ (Snglanb erl^alten ^atte unb ber SRetnung 
mar, ba( fte mit Forerths Graffion unb einer gleid^faUd aud (Snglanb erhaltenen 
Tarkej Heart ibentifc^ fei, maä nad^ ben Spnonpmen bed Sonb. (Sat. Tu) be« 
ftfttigt. — 9la(fi 3)on)ning @. 170, ber bie meiften S^non. bed Sonb. 6at mit 
aufführt, unb fo au($ bie ^ollftnb. gro^e $rin;ief finl. , ^ei^t fte in 9mert!a faf 
allgemein Yellow Spanisb, bei Stanning unb Äenrid White Bigarreaa, bei Go^e 
Amber or Imperial. S^omning §at aber neben ber Bigarreaa S. 83 no(^ eine 
Holland Bigarreaa, t)on Noisette im Jardin fraitier aufgeführt unb aud %tindi 
rei(^ na($ 9lmert!a gelommen, bie er oon ber Uigarrean unterfc^eiben wiO bun| 
etmad frühere Steife, bie inbe| bo(^ btefelbe unb obige fein mirb. 3a^n erhielt 
fte enblic^ noc^ oon^a^elen atö Gnigne deFer (äSon. Sc^r.I. @. 157) oteOeiiit 
jeboc^ fö(fc^Uc|. Gdperend jtnorpeüitfc^e ift i^r fe^r d^nlic^, aeitigt au<!^ glei^« 
zeitig, ift aber nid^t gan) fo gro^ unb bei i^r entbebrUc^. 

©eftalt: fe^r ^eraförmig, bo($ nid^t fpit^r^fbrmig ; bie grb^te Breite etmoft 
nac^ bem Stiele ^in; am Stiele flarl abgeflumpft, am @tempelpunlte ^erjförmig 
gerunbet; auf beiben Seiten breitgebrüdCt, auf ber 3%^d(enfette meiftend amflftrfflen, 
mo bann bie gurc^e fe^lt, mft^renb bie 99au($fette eine ftad^e, breite 'S^t^t ^at 
Xex ftarfe Stempelpunit ftt^t in einem gan^ flad^en ©rübd^en* 

Stiel: ftarf, bo($ oer^Altni^rnft^ig ntc^t ftart, Vß" lang, (ellgrfin; fetten 
ettbad gerottet, unb ft|t in meiter, nic^t tiefer, nad^ ben Seiten $in etnad auf« 
gemorfener $ö|(ung. 

jpaut: ftarf glftn^enb, nic^t abgie^bar, unanfe^nlic^ gelb, meldte ©runbforbe 
bei fiarf befonnten ^umeUen fafl runbum mit einem fc^Önen ^irfd^rot^, nadf bem 
(Stiele l^in mel^r punitirt unb geflri^elt, nac^ bem Stempelpunfte §in me^ mar» 
morirt überbedt ift» 9ln ben rechten ©onnenflellen mirb bie 9t5t(e f a^ gan^ getufc^t 

gieif(^: roei^gelb, faftreidj, in »oller Steife fefl, bodj nit^t IJart; Saft ^eff; 
<9efd^matf 'ber ge^brig reifen ^rud^t gemürjreid^ ffl|, mit f(|n)a(|er Sfture gemif<i(t 
unb oorjügiic^. ^dlt ft(| am Baume lange. 

^er Stein ift fär bieO^rö^e ber grud^t Hein, lang unb jiemlid^ fpi(eif5nnig, 
unb Ibfet ftd^ gut oom f$fleifd^e. 

Steifheit unb 92utung: geitigt in ber 4. SBod^e bet jtirfc^enjett. ^ür 
Xafel unb ipauSl^alt gleich f(^ä<}bar. 

^er B a um ift gefunb, gebetet in aSeilei Boben, mirb gro^ unb ift fe|r fruchtbar. 

OberbiecL 



127 
No. 38. Seife S^tifi^e* I, B. b. ^Cru^feB; 9unte jtnotpettirf^en. 




i0et^e S^nifdie« « • t 4. SB. b. 5^.3. 

$eimat]^ unb SSorlotnmen: ftammt l^er auS ^aftot Renne'S 
^oQection, ber fie unter obigem 9lamen befd^rleben l^at. $at \t^x Dtele 
SU|nli(|leit mit einigen anbem gugleid^ reif enben bunten JCnorpelHrfi^enr 
namentlich ber @ottotper unb ©ubener Semfteinfirf d^e , fo bag von 
btefen @otten am beften nur eine beibehalten n)irb. — $at bereits 
jiemlid^ allgemeine SSerbreitung gefunben. SRein 9teiS l^abe id^ von 
Sur^arbt (unb biefer oon Srud^feg) fomie aud SJteiningen. 

2ttetatuv unb Si^nonpme: ^tuAfe^ @. 817. SOßei^e Bpan'x^^t, 
$eimC| Smoeifung @. 349. Bigarreau blano, SBei^e @panifd^e, 5C«D.@. 
m @. 365 9hc. 11. (S^rift, $bb. 3. Slufl. @. 685 unb SSoHft. Som. ®. 199; 
2Httri(i( IL e. 75. S)ad 2;.C.a. aiht Stef. Hl. 9{t. 10 ganj gute »[bbUbung. — 
£onb. Gat. Sir. 80 White Spanish. 

®eftatt: faft, ober mirtlid^ grog, batb etmaS l^ergfSrmig, meiji 
me^r gerunbet, am ©tiele mertli^, am ©tempelpuntte etmaS abgeftumpft; 
{u beiben @eiten etmaä breitgebrfidt« S>er ©tempelpunft fl^t meiji 
locnig ober gar ni^t oertieft, bei red^t großen ^rfid^ten in eintm flad^en 
@rub(|en« 

@tiet: IVa^'Iang, mittelm&gig ftarl, oft faft bünn, gelblid^ grün, 
in meiter, ma^ig tiefer i^bblung, bie nad^ beiben @eiten flad^ aufge^ 
norfen ift unb nad^ ber Süldenfeite am ft&rfften abfdUt 

§ ar be ber glangenben ^aut ein giemlid^ reineS, ^eOeS, mad^Sartigeg 



128 

®eI6 ; biefeS @elfi fliergiel^t an ben besonnten Stellen ein f<l^ineS ^x\^* 
rotl^, xotl^t^ diotf) anfangs mcl^r getüpfelt unb fein geftric^elt erf<^eittt, 
bei gunel^menbec SReife ober an ber @onnenfeite tnel^r gufammeniduft 
jRed^t bcfonnte grüd^te Hnnen gulefet über ben gtöfeeren Streit ber Ober* 
ftad^e rotl^ mit burd^fd^immernber ©runbfarbe erfc^einen, bod^ bleiben bie 
meiften auf ber @(^attenfeite gelb unb behalt bie 9t5t^e genau befe^n 
immer etmaS ^unftirted unb ©eftrid^elteS* 

fcaä gleifd^ ift matt gelblid^, bei voUtx Meife fo fonpftent, ba§ 
man bie grud^t DÖItig gu ben Änorpeüirfd^en gäl^len barf: ber reid^lidj 
oorl^anbene ®aft ifl jü^ unb angenel^m. 

S3cr ©lein ift mittelmäßig groß, giemlid^ eiförmig, gum Doal nei* 
genb, unb l^at giemlid^ ftarte unb fd^arf l^eroortretenbe SRüdentanten. 

SReifgeit unb Siuftung: gcüigt in ber 4. 5DBod^e ber Äirf(|en» 
geit unb muß nid^t gu frül^ geppücft werben (mie faft aUe bunten ^erj* 
unb ^norpelltrfd^en), um il^ren guten fußen ®efd^mact gu ^aben. ^dlt 
ftd^ am 93aume mehrere SEBod^en. S)aß, mie ^enne mid, bie abgenommenen 
f^rüd^te fe^r rafd^ flecfig mürben, l^abe id^ nid^t bemerlt, ma8 DieQei^t 
in 93em)ed(|dtung mit ber Süßen @panifd^en gefagt ift. 

5)er ©aum roddjgt rafd^ unb gefunb, mirb aber nad^ S5ittrid^ niti^t 
groß. S)aß er in ber SBIüt^e befonberg empfinblic^ märe, §abc id^ nicftt 
bemetft, unb trug bie Sorte gern unb ooH. 

Oberbiedt. * 



129 

1^0. 89. fciIllmtPtlliff^t I, B, b. S:9tt4fc|; »itiite ttmepMx^^m. 




^eimatl^ itnk Serlomtnen: 6UHet Mant fie mtB bev 8mniii 
^vik oo« tt^rig )tt Rafc^nrtft itnb tl^Ue fie meber bem grei^emt 
&»Meg mit. 



^gitetatMt itnb e^noitttme: Xntd^f 4 6. 806. — 6id((er ^i 1UtmX.0.0« 
TTT. e. 27791c» LVIL unter VemHomtit 9erl(et§!itf(9e (efAfiebeit, »dc^e 
BcsemiutHl Znu^fel «(er, »eil ei einetoocpeUirf Ae ift, unb »tu auA Mtinet 
leteW Hn SJD.O. Vn. 6. 868 9hr. YIH. eine <>ertfirf(l^e M Verlrtrfc^e ht* 
jMeWn %tdU, in ben oMgen ttmiii»anbcfai fftt gut fonb« — 8eyaL S)itir. IL 
«. 80; OBerb. 6. 624. 

eeftalt: ei»a< breitet »ie (od^, W" Uüt, 9"' ^ unb h\ä. 
Huf bec einen Seite {lebt man nitr bei einigen eine l^rbftnne Sinie 
wm Stiele na<b bem anbem Cnbe gib» nnb mo fie ou^tt, ein gtaneS 
tj^nlt^en o^ne ®rfib($en« (34 b^be mir bei ^^tx 3<i4nttng onge« 
merlt, ba§ fie omb bfterS no(b fi&tf er fpi^b^rgf bnnig, als fie eben wt« 
fiegt, ft<b baut TAt %ux^ ift febr ^rl unb tief nnb ou^ auf bcr 
gegen&berfie^enben Seite ne<b etOHil fiibtbar)« 

Stiel: in gerftnmiger fla<l^ (bo^ »ie iibbiefetbe Mn Semfolem 
ieflbe, «ft ott^ in fe|t tiefer) (Hnfenfttng, bflnn, grfin, foum 2 Otal 
f kttg, ntt bie jtirf^ b^^ ift 

^ant: fhoff Aber bat 9teif(| gcffonnt, )iemli4 ll^ ^nb PsvC 



^ 



180 

Stttt}enb. ®rttnbfat6e wai^tqiAb, ouf bet 6otmenfeite J^Srot^, imtcr 
«cUftesi baS @€lb in ben gartefteti fßfinttd^eti 9etDorteu<i^tet , fo ho^ 
fit, befotibert an l^eQen SteDen, gong bamH befprengt ju jein fdjidnt 

^leifd^: feft, meiggdb, unb eine Sinie tief unter ber ^out nod^ 
bem Steine gu befinbet fi^ ein meiner Jtrong non siemlic^ ftaTf en ^ttenu 
Z)er 6tein f^int ans bem ^eif^e r5tl^ttd^ "^ttvox. — X)er €aft fttrl^ 
Io8, wn fel^r angenel^mem, fügen @efd^ma<f. 

Stein: nod^ Strud^feg I&nglid^, unten fhimpffpi^ abgerunbet itnb^ 
oben etnmS breiter. (SRad^ meinen Semerlungen {{i er ji^mlid^ grog^ 
^if innig, mie oben obgebitbet.) @r ift oon ^arbe etmaS rötblid^.^, 

{Reife unb SHu^ung: bie Jtirfd^e rrift ®nbe ^uli unb ifl eine 
fel^r gute Säfeltirfd^e. — 3n SRetningen mar fle 1858 ben 18. ^uli geitig. 

Sigenf^aften beS Saumet: mein Saum mad^t fein fiarft& 
(Sem&^B unb Ift^ ed aud^ mit bem Slüben unb Strogen an fic!^ fommen^ 
fo bag oon 3^ 8^ 3^^ ^^^^91^ %vüiS)\t an il^m etmad ©eltened ftnb. 2)0^ 
fielet er von anbetjt itma% unterbrfidt unb mad^t ftd^ mo^I unter beffern 
Serl^ittniffen aud^ anberS. 

Semerlungen: mie S;rud^feg gu ber non @id(Ter oet fugten 9t* 
fd^reibung bemerlt, mug man bie itirf(|e bei fd^bttr odQiger Steife 
nod^ einige Sage b&ngen laffen, menn man baS ^orpetartige beS 
SKfildM üerfpdren miS (mtb eS ift bann, mie idft felbfi finbe, ba»^ 
SJeif^ felbft jicmtid^ (art). 8on ber iiir am na^ften fte^cnben Sr%n 
Semfteintirfd^e ift {!e burd^ mehrere fftbifft unterfd^ieben. — Sßenit 
flfirigend pd^ aud meinen obigen SDlitt^lutigen aud^ einige 2)ifferei|2en. 
gigen Stifter ergeben, fo gmeifte id^ bod^ nid^t, bag id^ bie Sorte vid^ig. 
^abe, inbem ße fonft mit beffen S^fd^reib^ng trifft. 

^ ei(Utt fd^ilbert t|n weiter: bie (reite Jtonte Qat in ber SRitie eine sicmlu^ 
büe €rl^5fung mib auf 6eiben €^eiten dne fla^t fd^male S^ertiefmtg, bie but^ 
fc^tfe aufoenm^fcne Sinien no^ ^en Botfenfeiten (egren|t werben. S)ie Keint* 
tenl# IMMist 11^ anH einer, focttn onj^fiPorfeiieiL l^lniew 



131 



No 40. 9iütttt 9tt|toiB|ltf4e* I, B. b. tcud^feS; Ounte itnorpcOirf^en. 



* ^ 




9 

^eimatl^ tttib SBorlomineii: flammt, wie Moii bcr 9lame It^ 
fcgt, aus bett feubtticr Äcmfaatett. ©cl^ärt butiä^ gru(|tbarfelt utib 
^attbarlrit am ©airaic gu bcn red^t guten ©orten, wenngleich ^ ^t 
gmbe nic^t beffer nennen lann alS bie SBetge Spanifd^e, bie ^ecU 
ftwrpemrfci^ unb ©ottotper, bie i^r fo fi^nlic^ fmb, baß btc Unter« 
WJiAe fi^roer anzugeben flnb. ©3 fc^hien biir(| bfc jternfaat übctl^aupt 
hfonberg le^t bunte §crj^ unb ftnorpelfir^d^n gu faßen. 9Rein SRe» 
et|ie(t i^ vtm Cittridfil unb au9 ÜReiningen fiberein. 

_^2lteratuY unb Sonotipme: Xntc^f. ffll}ri{le6.342unb Stad^trog 6.685 

etjl lui^ auf, unb f^mite Mo^ befl&ticien, bat fle fd)ftt^<^ f^t unb ^u ben 

ten Anorpe[fitf(|en gebdre« 2)ittti(l^ Ü. 6. 77 gibt fc^on «oO^&nbke 9e« 

(Ihtna nad^ ^tß^ten bte et embtete. @onft wirb fie in pomologtfd^en äBerfen 

I tMommin, aid nur in uwinev Inleitung. 

©cflaft: ge^Srt )u ben grogen, »enngleid^ bei re((t nollem tragen 
Mf Saume« bie ^^te mir ifter nod^ ein ©eringeB tleiner blieben 
^ Aifl« ^^t. 5Die ^üxm ifl ftumpf^ergfirmig ober me^t tunbl^erg« 
förmig, am Stiele ifi fie ftart abgeftumpft, nac^ bem 6tempe(punfte 
nmbet |!e fl<!^ me^r gu, ift aber au(^ ba ojft flarl gebtfidt. 9tad^ Ditt^ 
xi^ ifi fie nur auf ber Stfldenfeite breitgebrüA, mo fidf eine Sinie llnbet; 
bei mir geigte {i(^ |ftufig au(^ nod^ auf ber Saud^feite eine f^ac^e ^unl^e. 
Ser @tempelpimtt fi^t fia^, oft faft nid^t vertieft« 



132 

® t i e t : iiemtt(| flart, 1 ^It—V* (aitg, j^arfln mit ebt)e(]ieit (rauum 
{ßftnltd^ unb fi^t in {lo^et, mcitcr 4>i|tttng. 

^aut: gUnjcnb, etiiKifl ftorf; ®nmbfarie ein fi^Sndl SBdfigdl^ 
oft au(^ etioaS unanfc^tii^ Oelb, ml^eS auf ket 6oiiiteiifcik etmtf 
bimner nrtrb, unb an ber Gonnenfeite , bei voller Steife ober iber gut 
Ys ber Oberju^e ber $nt^ mit einer ^en Jtarminritl^ ftfi {|ftiif(|t 
ftberaogen ifi, bie mS^ ber 6dM^frtte \ll9mkfyx »kb mA wie looict 
fi(i^ vertiert, fo bag grftBm eteUen ber ®runbfarbe rein bleiben* Snf 
ber Sonnenfeite f d^eint bie (Brnnbfarbe no^ in feinen {dbli^^n funftai 
unb Strid^eld^ burd^* 

Z)a8 Sleifd^, meines SMttrit^ fej^r ^ nennt, fmb i4 «i^t 
l^&rter als bei vielen anbem jtnorpelfirfd^ ; eS ift unmfel^ii^ \tVi%6b 
mit ftarten f^ibem burd^iogenj faftreid^ nnb ber ®ef((ma4 ongenel^m ffi§ 
mit etnniB ®&ure gemengt SHe grud^t, »eU^e fid^ fd^on giemlid^ frü^ 
ibtl^t, nm^ inbeg lange am Canme j^&ngen, wenn ber ®efd^nuut »Ut 
lid^e ®fite erlangen foll, wA man in naffen Salären unb mo bie 
jtirfd^en ben StacbfÜeOungen ber 65get auSgefe|t finb, einen ^cl^Ier 
nennen, im gegentfeiligen SaSe att lange ^altbarfeit ber Sru^t o» 
Saume betrauten lann« 

S)er 6tein neigt gurCiform, ifl aber oft faft ooal, am6tietesbe 
ein SSScnig abgeftumpft; bie breiten, aber flad^en Stüdenfanten fiel^ 
nad^ bem Stielenbe l^in etmaS vor. 

Sfieifgeit unb 9tu^ung: geitigt mit ber ^ollftnbifd^en ^riits 
geffinlirfclie unb Al^nlic^en in ber 4. SBod^e ber jtirf(|en}eit unb er^&tt 
rechte ®üte be8 ®ef(^ma(fs eigentlidg trft no4 ctmaS fpftter alB bie ge* 
badete grSgere Sorte. 3ft filr bie £afel angenel^m unb aud^ im $aaS» 
l^te brauchbar. 

SDer Öaum mid^St lebhaft unb gut, unb menn S>ittr{d^ mdnt, b«| 
er nid^t voll gu tragen fd^eine, fo lann id^ baS @egentl^eil beftfttigen. 

(Benfigenbe, burc^ SSorte ^inreid^enb auigebrüAe, lonfiante üntevi 
fd^iebe unter ben obgebod^ten ftl^Ii^en Sorten »ei§ i$ jur 3<^ Md^ 
nic^t ge^rig anzugeben. (£8 mftrbe g»ed(m&§ig nur (line etma beiiii* 
bd^lten fein* S)ie ®ottorper mirb fi(( inbeg no4 gotfigenb bux4 
fnU^ete Sle^e unterfd^eiben. 

Oberbied. 



1S3 



Ho. 41. MUmt» title ttm^Bbid^ I,B.b.Sctt4feB;«ttnieltiiorpcmrfi|cii. 



d' . 




Pitt»» t9Üfi UtiiflPflkif^. « « 1 t «nf. b. 6. S. b. Jt.3* 



$eimat| unb Vorlommeii: brr oerftotbene StiftSamtmatm 
DSttner in ^oOe, ein grogcr itirfd^nfreunb unb ftenncr, eriiog fie au8 
6ainetu 3ft alS eine ber Beften unb fc^Snften Jtirfd^en bercitd in ben 
mriften i({tf<(enjammlungen gn finben. 

£iietatttt unb 69nno9me: 8flttnet bef^ne^ flefelBfl imXJD.®. YIL 
6.S889lr.53 al§ 9teue toi^e itnorpellirf^e, bo$ etgftnjte £tu($fe( 6. 299 
Mefc »ef^ibttti^. — ^|ti{l (at {ie im ^bb. 8. «ufL. 6. 066 9{r. 35 9i o t ^ e It n o r* 
yelütf^e aud @amen, unb 9üttnetd rot§€ neue 5tnorpeltirf(|e, 
in ber SoOft Vom. 6.203 9{r. 35 fHot^t neue 5tnorpelfirf (|e auit 6amen 
fcntnnt — ®ott|arb e. U7 9lr. 1 nannte {te ®ro|e rot^e jtnoryeltirfc^c 

— 2)ie 9<>^f^ lßotionaIbaumf((uIe nannte fte, oie Xmc^fet na<l^ Fenille da 
CoItiT. p. 138 bemer!t, Le Bigarrean oartilaginenx de Bnttnerronge. 

— IB^L n04 Eteg. fKxd. von 1826 6. 161; Obetb. 6. 612. 

et^alt: fie ift auf beiben Seiten, bo<^ auf ber Slüdhnfeite me$¥ 
Ai auf ber anbem breitgebrüctt, am Stiele fluntpf ober platt abge» 
fi^nitten, oben, n)0 fid^ ein graueft Stempelgrfib^en befinbet, ebenfo 
^att abgetunbet SDie %üxitm auf ben brettgebrfltften Seiten ^nb mtr 
an ben unreifen itirfc^en ft(^tbar. 2)ie Jtirfd^e gehört gu ben gvbgtem 
S)ie ^5(e nnb S)i(te berfelben ifl gleich gtog, aber i^re »reite ift um 
Vi «r»6er. 



134 

Stiel: me^r lut} als lang, gegen Vl%\ ni(|t ftarf, etmaS gebogen^ 
Beinahe ganj flad^ ftel^enb. 

$ a u t : VQ^o^^ / i^od^ f d^immert bie gelbe @runbf arbe oorjügli^ 
auf ber einen @eite burc^, unb bad fftoify ift mit feinen getben Strichen 
gejeidSinet, n)eld^e am ®tiele in längeren Sinien gufammenloufen. 

gleifd^: l^art unb foroie ber@aft, ber n)egen beS garten ^ifd^S 
nid^t l^äufig ift, oon n^eigUc^er ^arbe. S)eT ®ef($ma<f ift bei pdaigcr 
Steife er^ben füg ober pitant 

@tein: nac^ Strud^feg bicf^ergfiimig (bod^ ni5d§te id^ i^n, nie er 
|ier norliegt: eirunb [eiffti;mig O«], Turj gugefpi^t nennen)* 

9leife unb 92u^ung: bie ^irfd^e reift p (Snbe ^utt ober yi 
UnfQng beä «ugnft. SBenn jur ^cit ber {Reife lein SRcgenwetter eintritt, 
bei xDÜ^tm bie ^rüd^te roit alle ftnorpeltirfd^en leidet auffpringen unb 
unbrauchbar n^rben, fo l^alt fte ftc^ mcl^rere Sföod^en am Saume unb 
nimmt an trefflichem (Sefd^mad immer mel^r gu. 9lud biefer Urfo^e 
unb megea il^rer atifel^nlid^en @r5ge oetbient fte aOgemein betonnt unb 
l^ftuftg angepftangt gu merben* 

<Sigenf(^aften beS Saume«: berft I6e mfld^t giemtid^ geinaglgt, 
er lagt mentgftend nad^ einiger 3^it ^^ SBad^dtl^um nad^ unb fc^elnt 
uberl^aupt gegen l^o^ere fiältegrabe empflnbli^er olS anbere &]^nlii|e 
©orten gu fein. @g gingen mir bereite fd^on 2 giemttd^ ftarteSidmott 
mieber gu ©runbe« ^m Uebrigen trägt berfelbe, menn bie Slütl^e, mie 
eS oorfommt, im @p&tfroft tiic^t leibet, in guten jtirfc^enia^ren eben 
fo DOS XDU anbete Sorten unb fann ic^ mic^ über fparfamen (Srtrag 
tiid^t mie Siegel befd^meren. 

Semertungen: oon ber SauermannS ftirfd^e, mit vkU^tt 
bie itirfd^e in ^arbe unb C^röge Se^nlic^Ieit l^at, unterfd^eibet fte fi^ 
baburd^ , bog i^r Stiel fUid^ auf fi^t unb bag fle oben, unb unten »c|r 
plottgebrüdft ift, unb oon ber ^oll&nbif dgen $ringeg ift fie no^ 
2;rud&feg burd^ i^re geringere @roge nitb gelbgeftrid^te 9i5tl^ oet« 
fdftieben. — @0lieglid^ miS id^ nod^ barauf aufmerlfam nuu^, bag 
^ biefelbe ftirfc^e früher mehrmals M Bigarreau inarbr6 nerfenbet 
l^be, unter meld^em 9tamen ic^ fte oom oerftorbenen SBommuiler empfing 
unb meüer oerbreitete, benn bie «orliegenbe mar mir bamafö noc^ vU^t, 
betomiL 



135 



^ •' f ■ • • ■ ' • ■ .'■■■* , • &■ I,.-, 




9xoUi leimte fenoq>emtf((e. S;«tt($fcB. 

^cimatl^ unb SBoitommtn: out t>icfe fti^ gute gcu^t fkomart 
«d ken €kiiiiai)ifd(teii ber 4ociet&t pi ®iAtm, unb tji fmwM nad^ 

^t borin, bog ^t erft eftoa« no^ ber ©rolm^mgeffltilllrfd^ geiMgt 
^n an^Uenbc« Siegen fvttaifit bie gmd^tf n»ie bie snelpm J^noifeU 
tir{(|m gern auf. — «ein Weis ec|iät U^ tm 



Siierotur unb ^ntion^me: ttu^t^ 6« d28. t)ittrid^ C ^. 77« 
fM^, 9^fi. Vomol. e« 18&, wo fie faqd^licl wnUüt bie Bimim $e9|Ii?f d^t« 
S^t|t t{l unb beit ttnpaffenben SRatnen 2ouerittann8lirf(|e aud Santeit 
«Bit »eifern SIe{f<|e (at. (ei^toud^Mod G^roIU gvo^e, ober wS^tttA^ 
€und §90|e hunit Itnotfreieirfi^e» 

^eftalt: bie ^rud^t ift grogi oft nod^ ein Geringes gr}|er nie 
obiger Umrig. ®e{laU t^eil8 ftumph unb am Stempelpunlte gerunbet 
I^f5rtn{g , t^eitö etwaB fpt^]^er)f5rmig , ft^nlid^ wU bie ^ryurrot^ 
itnorpeltirfi^e ober ZitgenerS rotljie i^eratirfd^e« 9m Stiele ifi ße ate«^ 
Ii<| ftort abgefhtmpft , am Stempelpuiilte nid^t, ber meifien8 eboaS pst 
€eite ber eigentlid^ @pi^e ber grud^t na^ ber KädTenfeite ^n fi|t 
mb als frineS epi^d^en vorfiel 3tt ieiben Seiten i{i fie merOidft 
treitgebrfldt , am llftrljlen auf ber Stüdenfeitc. Z)ie e«ii|feüc ^ eine 
V«^i fe^r flai^ Sntd^, We RAdBenfette eine (reite unb fbd^ l^tufld 
tttdi eine t^ere ober \t^x brebe ^ifsni^t, bie noife bc» 6tieb ^a m 



496 

STdtc imb tiefe gttiiinttiit mb ht beieit 9ruitbe fi^ efaie IKitk ^ 
|ic(t. 2)ie fpi^re i^erifonii untevf^ri^t fie V^m (intftntifat wn bcr 
i|T SfyAU!^ SottermminS Mrfd^e (®t»gm ^Mtt|<1flttKrf4e> Xrn^fel 
gttt snm ttntctf^^Ube oufcibnii no^ dimt keitttd^creii 6triii an itnb 
diM lU^tm ^jftibmig. 8d|^teter tbitetfi^kb ifi tt^t l^itfa^enb fi^cr; 
«febtag« i^ fie ^ufigl^aer itobmd^r nut fiutft rotl^Ii^oirt, bod^ fidk 
fie m oft otd^ )ie«(i4 bunteL 

S>er 6tiel ^l fjätH^ gri», ituoeilen dnuiS tSt^ti^ mgelanfei^ 
giemli^ fiotf, l*/t bil 2" lotis imb fi^^t in loeitct ^M^ ^^brnq, 
beten Ronb gn beiben Ceitm am flftetflen aufgemotfen i^. nod^ ber 
Banil^e eboai, am. fifttfftnt na^ ber ROdenfeite |ln abfiut 

Sie Sftrbnng ifi ber ber <Bro§en ißtinjefflntitf^e äinVUi, (btflg 
inHir etaKit ^Der gefbbt, bod^ nimmt bie B^rud^ bei gutev Sittentn^ 
and| mel^r 8tM^ an mA finb befMttte aft fa^ rnnbum mit fc^em 
Itirfil^t^ pnnttirt nnb geßri^elt ftberbectt, meldte ^fttbnng an ben 
fifttlßm 6omienfleQen fdfl getnf <(t mivb, ober all nod^ bunHere ^ßU^ 
nnng in ber allgemeinen Kttl^e etfd^eint 

Sbai %lt\\(lt ifi gelber alB bei oleten anbem bunten itnorpelf 
ttrfd^ nnb nid^t px l^rt; ber reii^Iid^ norJ^anbene, nid^ ^benbeSaft 
bd wOer 9ieife gemfirirei^, etnMiB meinartig fü^ 

Ser Stein ifl giemlid^ f<|lht eifbrmig, om Cttelenbe ^ nid$t 
i^epuntfrft, gegenftber fat ein feineS Opibd^en etibigenb, mS^tg bitfBoAg. 
ZHe aiftdetifaiiten nerbreitem fii9 noib ber ®|rite ^n merfttii^ nnb er^ 
leben fid| no^ bem Gtielenbe |in nnt menig; bie 9leben&inten treten 
morürt ^emor, bie Stittdfantc flel^ nnr fla<| nor. 

Steif) ei t nnb 9ltt|ung: zeitigt in ber 5. f3od|e ber jKrfd^ 
leit nnb i&tt bei gutem SBetter fid^ lange am Saume, ^r Zofe! nnb 
4^au<]^It braii($bar. 

stkx Saum m&(|8t rafd^ unbgefunb unb iflfrfi|unb fe$r fru<|tbar. 

Oberbiedb 



187 




i^cinall vtib Sottomweii: Mefeftkf^e lam itai| mdnittgm 
«nS ^roiienborf att 9oUgelbe ^er}(itf^e. SHc fthrfd^e Uefei 
StmniS fel^tte nemlU^ in bm feiiji s^^^^^ «oOfMbtbigcn GoYtimfiitr 
beS Sfteil^emi XntdHe^ ttuf bem Senijak m unb tofar fin^tm fte oan boit 
•tt* s» ersSngnu €te ftfantiite ober nU^ mit Stud^fel Bef^tribititg 
bn Otnanntni C^. 860, wtV^ii ritte fvfll^et trifenbe buitfeigfibe JtiYf(|e 
«it i9(fa|eiii glrifd^ ol^e baft ntlnbefhe 8tot$ l^e fein mftnen, bie^ 
»k cB i^nt, tutd^ rnibmofttlB t&ti2liil& Mrlorm geaangen ift.* 3^ 
atoifitt bie ittrf(|en itibeffeti ali ritte fe^r f(!^Sb^t<S>^^ fpik I^unte 
JküoqKlRrfd^ tmb ^obe fie wel^aii^ unter bem obigen SRomen, frfll^r 
ta^ nlS (Solbgelbe ^ersltrfile au8 ^^^^^^n^^^f nerfenbetmib 
in tMittcm Sergei^n^ unter 9tr. 87 onfgejA^ 

Sfictatitt imb S^tton^met im Keuen betitf<|en Obikabltiet 9tna 1608 
in. Ccct 6. Sief. ifl fle Ott 6|»4tt bunte ttnotptllix^iit auft gfvati««* 
borf Icibn nid^t te^t lentitttd^ tmb etioaB fMn, »eil baft 3a^t ntc^t gfttilHg »av« 
«bgebilbf t, oiiil^ gab ic^ einige 9ioii|en |iir Bef d^reibung, bie iil^ ^iet oerooOftAnbigt. 

^eftolt: J^fftrmig, noc^ bem Stiele ju {iemli^l^arl abgeplattet^ 

CK bem entgegengefebten 6nbe fhtnipf abgerunbet, onf briben 6eitett 

^ 34 befok bie •olbgefbe (er^^e oon l^ittri^ «o(l gou) ftd^t, («It 
Jk olei^ Ott gn üein «nb tti<(t »ert(9oK, eingeben (äffen. 0. 



TS8 

^ttSNtd gebrnA, bod^ ttitf bor ^lui^eiifcitc ^itftr. SHe^itnJ^e tfl bcutlU^ 
bcmerllid^, bodft ni^t tief, qjäft akr M pm &tmfüfmtt iinb bie 
iUrfc^e i^ ^ am netfieit gebrfiitti fo bag bor tletiic bnuine Stempeln 
yimtt in eiset (letiien Settiefmig etioaft feitiofatS ße|t 3i^ irngflnfti^eft 
^Ja^reii ifi bie ^i^t Keiner nnb erfd^eint bann ctnioS ttnglfal^ l^ecy 
fStmig; fonft iß fie gut niitteIgro§» 

6tiel: oerfd^iebea lang, bftnn, »ei|ttd^grftn, in einer engen, nfal^ 
tiefen i^^nng. 

i^aut: »eiBUd^gdb, in oSURger Steif e bla§goIbg^, an ber Sonnen» 
^te latfarüg bunfelcarmDifinrot^ , an ben anbeten Stellen lid^tet nnb 
mit Uafferem 9M^ marmotirt, fo bag oft mm ber Onmbfatbe nti^tt 
jn erlennen i^ 

Steifd^: felftr feß, »ei§gelb, nntet bet ^ut t8t)Ii(bmi|, bnt^ 
t^einenb, faftteid^, 6aft nic^t fftrbenb, von xtH^t angoid^mem, [t^fici^ 
In guten Sollten aud^ ec^obtnen @cf<l^d* 

Stein: etnxtS gto^, bod^ roenn bie JUajc^t ffa^ gut auabilbet, m> 
l^ttnigmdgig , tunbUd^ I^if5tmig, gemAl^nlid^ mit etnmS Sbifc^on^ang. 

9tti\t nnb 9lu|ung; bie Jtirfd^e teift in nnttmen Sommern 
tiie 1858 gn (Snbe beS 3alt, meift aber etfT Im Stuguft unb bie Steifheit 
M^gnt fid^ oft Md Sefrtember, fo ba| id^ nor einigen Saluten ben 
18. September nod^ einen S;eOer noS l^otte» Sie |&lt fldft am 8amw^ 
loeiui lein Steg^ einfüllt, fe^r lange gut 

<Si9€nf4^aften beS iBaumeS: b^ietbe midist flari; »irb fttol 
nnb ift xtäit fmd^tbar, wai befonberS and^ barin feinen ©runb ^ 
)a| ber Saum ^t, unter oOen Sug{irfd|enarten am {piteften {um 
91A^en lommt nnb f omit ben fo oft no<^ bei unS nortommenben Sptt* 
f rbflen entgeJ^t* 9lu8 biefem ®mnbe befonberS miS id^ bie Sorte, mell^ 
an einem fc^igen Orte nml^rfd^einUdl i^m {(riU^te eben fo fp&t fm 
iüAit bringt, mie bie Belle Agatbe de Notembre nnb beS^oIb am 
€nbe gleid^n lE^ectl^ mit biefer in ben SBergeid^ntffen fe^t nie l ®enannlen 
l^at, au(b gu rec^t 9lelfad|er Sitpflantung empfe^. üben fo fyftt mie 
l^t geitigt am^ bie ^ilbeSl^imer gang fp&te bunte Jtnorpetttrfd^e, bod^ 
trogt biefe meniget reid^, uttb i^ Sleif<| ifl no^ (ftrter af8 bat Mt 
Cbrliegenben« 

Sa^n. 



1^ 

ITO. 44. {^Hkrttthütt niüte ftnttirmtfile. I,B. b. X tupfet: fSunte jtnotpeO. 



^ I I I » »■ 



<l ■*! 




• * 



^tlbtil^nur fjiäte %mxptMxfilt. * * (Snbe Sug. oft eept unb fpttcv. 
^Ubed^eimer gan| fpäte itnorpeUitf^e. S;ruc^fe|. 

^eimat^ unb SBorlommen: ile xtmxht t)om ©uperintcitbenten 
ClttbiuSiu^UbeSl^eim, ald t|eoIogtf(t/er unb äft^ettfd^er @d^t{ft« 
ftfUer rü^mlic^jl bclannt, gur jlenntuig beS pomologtjd^en Sßublilumd 
fckac^t. S>uT(l^ €|rtft, an ben ^e (SlubutS gund^ift fanbte, erl^ fte 
1796 aud^ trut^Ug. 

Siteratur unb eonon^me: €(ubtu8 bef^rteb {tefe(5|l imS:0.®*XlX. 
€^131 unb ^ab. 11 ifi ^e retbt tceffenb abgebKbet, unb )ii»ar unter bem oon 
€tibtui debranc^ten 9temen. ^ie 6pdte ^ilbeftl^eimer aRatmorlivf^e; 
{Sint Xb^iimmg noib ^Mt^ten oon mit im 9leuen Obfttob. ?|ena 1868 ift venia 
lebm^en. 2)ad ga^t 1857 mar )U troden). Sergl au(^ Xruc^feg 6. 321 ui^ 
9)ittrie^ e. 84. 2)iefer nennt fte $ilbeS^eimer gani fp&te bunte KnOt« 
felürfc^e. Obetb. G. 515 befi^t unter bem Flamen jlrato*« itnörperfirf<|« 
par nic^t biefelbe, bo4 eine A^niic^e fiiftte gru^t 3n Gbtiftd $bmb. e. 381 
Qet|t fte mit Unre^t, mei( fte nic^t gelb ober meif ift, ^ilbedbeimer gan) 
{p&te mei^e Slnorpellirf^e unb na4 bemSonb. C^ot Bigarreaa Tardif 
•de Hildesheim, Öigarrean blano Tardif de Hildeaheim. 

^eflalt: b^ifbrmig, mei^ auf betben Seiten ctmaS gebrüdt, auf ber einen i^ 
iie Jurc^e ^temU^ bemerflic^, auf ber anbem ift auc^ bie Stallt et^tmeber aU 
!(^oa<l^e Sertiefun^ ober ald bunfler gef&rbter 6tri(^ }u er!ennen, 2)er 6tem)»tU 
?»ntt fte^t gemöbnUd^ in einer giemlid^en Vertiefung. 

ttiel: 2" lang (im 2.0.(9. ift er attaulang abgebiCbet), bann, oft etwai 
gebogen, in einer f^ma^en Vertiefung flebenb. 



140 

ftoiit: fCftüifitb l^cSrv^' ^ ^ 6mmenfclte hmf e!Wirtr0l§ ^ bqMf^m 
fc§Y fei» »d^ gefbri^elt, in htm |eXKcteti 9lot( bcr C^attenfeltt finbe» fU( biMMf 
fot|f 9tt«Kt. 9hit §ati| bef^attcte ober no^ ttnteife 9cfti(tc fbib «od^ «db «a^ 
wc^ obet veiilgev wii 9lot( ttummwiet. 

8Ieif4: fe^v fefl utib ^avt, %ab, ni^t ftbtig fafäg, «ber fc(r fflf tmb «m 
•Oftce|fII<l^ tfef d^matf. 

6t eint fiemflc^ gtot» Ito({li<i, pIotlgebtftdK, 1l»mpffi»i|, bie bfctte Jtanle it 
9enlg gefurzt uiib ble QhqttOanU bilbet eine nnr wenig erhobene £inic Wm 
dein bleibt gevSbnll^ etoai V^^ Iftngen. 

Keife nnb 9(nbnng: bieltlrfi(e reift Cnbe Ingttfl Uilnftngi Gc^tcMicrr 
te bef^«tteter2nge tber er^ imOCtober vnb (ilt M bii fnai 9}o9ettiber, fo b«| 
■HUI bie f^bnfien 6(t(lirfi(en noi^ neben $|l«tmen, 9^f <Httr SBeintronben n. f. v, 
Vben fonn, »ie fld^ ^bibing augbrftift, ttobun^ fie fttr (errf^aftfiibe Xe^ein 
f e^ f 4A|bar »irb* 

•igenfi^aften beft Baunieg: biefer M^it ft$a «nfwArti flrebenb «^ 
fe|t «v4 bie Xe^ fpi|9inie(ig an. eeine Öonnneririebe finb fMt, bie BttUer 
gröl, tn «ttigewo^fenen Mnmen |ebo4 nU^t gt ft|er oli an vielen mbem €tt|« 
Srfi^en, er trftgt an^ no4 ((Inbing fBi^tÜdf unb f aft iainier ooB. 

Bemerfnngen: nnc^ Sittric^ (at bie Itirfd^e nitr oegen ibrcr fpftten SMfr 
Sert( nnb Ivnnte berfelbe i^e gro|e Xragborfeit bomali no<| nii^i cft^Men. 
XnM(fe| erhielt cnid^ nnr nmiig Srüi^te von feinem Vonme. n«^4einli4 war 
ber 6tttnnn bei beib'en no4 im in florlen fBa<bfen begriffen, benn i(b finbe ^tt 
gegen niele anbere Porten in ber S^gbarleit leinen Unierf <bieb. — S)ie Bef org^ 
bei 9rei(erm Zmd^fel, bofi ei fi^ioer (alten wetbe, bie Kirf^e bii |ur CMangnng 
i^rer fpftten Steife oor offen 3ttf&B<n {U bewahren, finbe i^ nnbegrflnbet, bcmi 
bie f)>ftter reifenben Sorten, befonberi bie |artfleifi(tgen, «erben, »eil ei f^on 
Birnen nnb anberei 0(ft giebt, oon 85geln nnb Snfei^en bei oeitem nidlt f» 
arg (eimgefml^t» — gu bamoliger 3eit mar biei bie ein)ige fo ftpftt reifenbe e^ 
lirf^e, boil^ (aben »ir ingmifc^en me|rere {emien gelernt U finb biei i* 8. 
|>efteri gan| ffiftte bunte itnor^elfirf^be (2)ittr. L6. 86; leiber fonnte 
i4 fie |. 3* ni((t &4t (efommen, S SRa( erhielt i(( bafflr bie 9ro|e fd^morie 
lbiorf)eI!irf(be) , gfirfti fc^warae 6e9itember§er|tirf((e l2it%M UiOät 
6« 111; ifi nur na^ Cberb. 6. 627 nicbt grb^er a(i geiob^nlii^e SogeRtrf«^)^ 
SKeininger ffiftte bunte Pnorpelirf^e (Befc^reibnng folgt in biefem^i^ 
vnb fe§r gefpannt bin i^ anf Bolle Agathe de ITovembre (Aan.dePom« 
m» p. 9; i^ erhielt fie aui 8rftffel, fa( aber |. 3. no^ Veine fj^riUbte) aber 
au4 auf bie oon (m, Xlfreb 2;o^f in(lrfurt a(i9Reu(eit angezeigte MerTeilU 
de 8eptembre «erben mir nnfer Sbigenmerl riij^ten mftffen« 

Sa^tt. 

Knmerfnng: bie Belle Agathe de Korembie (abe i^ oon ber Boolefci vn» 
Mona unb oon gfreunb 3abn im tBu^fe flberein. gene trug 1859 4 Sfra^te^ bit 
fd^on 9(nf. 9ttg. fel^r bunIe(rot( waren, Kein «ir Soge(firf($en unb SRitle DHL 
nod^ ganz eben fo »aren; bie S^lunft mu| me^ lehren. 2)ie McrreiBn ia 
Septembre, wie fy:. %op^ fie in ®ot(a am 3veige ouigepellt (atte, war mittel« 
jröli aber fe(r gut* D. 



i41 





•etbe 9ef}ki(fi4e« ^ * 8nbe bcr 3. ». b. «^ 



4>eimat( unb Sotlommen: eine fefonberi in ^toidtn trab 
Gliben olOelanntf, biml^ i^TC gelbe ^rBc f^bon verbteitde imb n«# 
mefaiem Uxiffält butcb biefe garbe unb^ibren guten ®ef<bmatf gut 9n» 
yffftngung in jebem gtigeren ®arten, oorgflglkb aud^ als 3^^^^ f^ 
bie Xofcl gtt enq^e^lenbe $nti!^t. 

Sitttotur unb eononsme: ttuA]€te.^2i SHüricb IL 6. 86; %S>M. 
rSL e. 862 3tt. 65, TUt 6. 281 Xal 13 9tt. 10, 96bUb. gut; Pomon. Fraiio 
S:ti\. 11 fe^ oiä, 5C.O.ea5. 9hr. 12 ülei^faUd femttli« a^oebitbet. 3in! ^ai 
11c «a^rf<l$eiiiu4 in bev Uebetfe|ttii0 von itnoojpil Homologie 6. 41 %at 11 
Hr. 103 M 9Bei(e fpanif^e ^etjifirf^c, Pomon* Awtr. S^af. 4 9i0« i 
«tt 9vof e »cite alAngenbe tevilirfÄe. WMlb. ft»a6 Kein, (^b^: iwn 
SfEawnng ac. X^eU 1. 6. 270 9tr« 7 e^toefelürf^e, «elbe $eT»!uf4e, 
«OQbO. «ufL 6. 666 9tT. 23 (Selbe <>et|Iirf<(e, SBacbfttirf^e, S^SfL 
»L 6. 206 Kv. 37 ttsib in anbem feinet Cdrciften. aib^ler & 186 9hr. 77 tc. 
Cpnim^me flnb mitbin 6(biDefe(!trf4e, IBaA6lirf^e, 9e(be ititfc^c, 
ielbe obev »ei^e 9ev|!irfd^e, au^ (8oIb!tvfc^e (bei Signier) •clbe 
flitnif^e (ef|!irf((e ic; boA flnb »egen bet mc^Vfm gelbfn INrf iben »enl(« 
btnmter genott beici^nenb« 3n ^ranltei^ ^ei^t fle Gnlg ■• JAUne de Dn- 
liamel, Cerli« k tonfre. IDer 2onbonev (Katalog f^ai fit o^nefhimnier nnb 
Bewcrtimg {ebo^ »o|I fUitt aU OnigB« janne. I^owning lennt fie ni^t, 
(mibcRi nur Mttnefg gelbe Itnoryelfirf^e unb eine Lndy Bantlinmptoan 
xtlUw, bie awerUamfc^cn Urffmingg fc^eint, jlebo^ nic^t gelobt wirb. 

<Be{ialt: bei gftnpigor Bittening ge^rt fle gu ben (9v5|eren. 



Ha 

<Bef}aIt fc^f ^erjfSraig , auf bcibeit 6eitett ctma* itnb wiftent osf bcr 
Stäcfnifette am ftirlften brebgebrAcft unb {Ugleid^ fd^ioac^ 8^fu^** Oft 
flitbet fid| flad^e $ttr<l^ aud^ auf ber ^aud^feitc 9[m Stempetpuntle, 
ber in einem nur lleinen Grübd^en fie^t, Iftuft fie l^ergfSrmig ju. 

@tiel: lang, melßenS über 2'% etmaS gebogen, lic^tgrftn, ol^ 
SRStl^e, fi^t in flad^er ipS^Iung. 

S)ie (^atbung ber gtftnjenben, giemlt^ feinen i^aat ifl l^eSgd^, 
o^ne Kitl^, auf ber @onnenfeite nur enoaS gelber. 

2>a8 §Ieif^ ift etnmdl^eaer gelb aU bie^aut, faftrei<!§, jiemlid^ 
jart, ber @aft l^ell, ber ©efc^mad nor DoDer SReife fabe, in VDOer 
Steife angenel^m \i%, bei ber Ueberreife »ieber fabe. 

Z)er 6t ein ijl nid^t grog, langeiförmig, am ftopfe mit einer 
@9i^e unb löfet fl(^ gut nom ^leifij^e. 

Steifgeit unb Stauung: geitigt gu Snbe ber 3. ober XnfongS 
ber 4 Sßod^e ber ftirfd^geit* igauptt&(^Iid^ nur für bie 3;ofeL 

S)er Saum mftti^dt gut unb geigte fld^ aud^ bei mir rec^t fntd^ti 
bar. Seine Stridbe finb, mie bie von Süttneri^ gelber JCnorpeIttrfi|e, 
ftnmS gelbli(|er ald bie anbrer ^ergfirf d^en , unb treibt ber Saum im 
f^^Iing /giemlid^ am frül^eflen unter ollen. Son ber aud^ niel tCetneren 
©olbgelben ^ergltrfd^e unterf(^etbet fte fid^ burd^ l^eSered ®elb unb ]^erg> 
fbrmigere ©eftalt. SSon ber ®e(ben Sßad^dlirfd^e baburc!^, bog ouc^ 
biefe bemerflid^ fpSter reift unb ettto6 feßereü ^ld\^ l^at. iffiertl^ ^at 
unter ben 0etben l^ergKrfd^cn nur Obige. 

Oberbiedf. 



143 

< 1 1 



Ho. 46. qtUß» Sn#|U|li|e. I, a •. Xr>i4fe«{ •*»< »«^<»«n. 



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■11 H i'i' I 



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Sal^f 9ntii|ftil|t{ge. S^^n * f Knf. Sun. 



^ftntatl^ unb S^orlommen: mein oerftorbener pomot ^reunb^ 
kr ^OttS^ofmeifter Bernde l^ie^, erjog fle ou8 Gameiu S>a ber jvtige 
ffism fi^ 4mter mel^rrTen «Du il^m sleid^seitig erl^tenm ^oipUngm 
blllf^ Hrid^Tftiic leifttl^ aii8)6id^nete. Heg id^ benf eltai umer^It , j^len. 

Siittotttv unb Cfnoni^m«: inbtiil8ft9<inMuii^ettb«98ereinafftt9etneL 
nb OartenB. in aReiniiiaen $eft Y. 6. 66 ^h if( beteitt ftailM^t «an bitfin^' 
IKrf((t mib fanMe au4 graste an $m. SRauie in Sena , ber fie im 91. O&ftcab. 
nL 6ect 6. Stef. 1868 cA^thittti %aU — 6el^ intereffant ili ed mir gesoefen, 
iBS)oamin(|6.177 unter bem9lam(n Tranftparent Q'nigne mit 8e|ii$na^me 
cmf Forftb nnb Prinoe't Pomol. Manoal mit bem e^nonpm Transparent 
Oean, Trantpareal eine ber Befd^rciBrnig no<^ gang A^niii^e ^((t gu ftnben, 
bie er old Id^lid^e Keine itirf ^e, mtl^t oon aSen Siebfabem bemunbert »erbe^ (obt 

(Seftalt: ntnbl^ fierif innig, am Stiele nur {c^mac^ abgeplattet, 
an bem gegenflberfiel^enben ^nbe jiemlid^ breit abgerunbet; bie ^r(|e 
^ vmx buT^ eine bnnflete Sinie angebentet. S)er Stempelpuntt ift 
jNiIi^ bemerfli^, Pe^toud^ ifterS etmaS et^ft^t S>ie ftitfd^e ift ttein. 

6tiel: grfln, giemlic^ ^art nnb long; er fi^t in einer engen, ni^t 
Hefen ^Sl^lnng. 

^out: btlnn, bnt<!^j(|einenb, non f^arbe »eber gelb nod^ rotl^^ fon« 
bem ein ÜRittelbing )nrifd^en beiben, d^moid ober ifabeOgelb. 

%Ui\^: gelblid^meil mit rit(li($em @(l^immer, mei^, faftre^ 



141 

mib tMm tcc^t (iiigfiifl^iiicni ®€fd^tt<t| nnt in fd^U^tcn Goonncnt nb 
iii^t ge^rig nif IM <* <tn>a* Sittms: 6aft nU^t fitieiih. 

etciti: eiftrmis (üool O«)» «tt fbu^ Surfen, er ifl uedftUii 
tiiM^M 8^0^, Ufet fi^ ofiet gut oont ^eifd^ 

Steife ttvb 9itt^ttiig: Ue ltirf((e reift in gemt^tiilM Social 
VätU 3tdi; 1868 »Mtr fie oter f^oii ju Viifaii(| bei :3^i jeüig.^ 

Cifl^nf^ttftcs^ b<* Salines: berfette v&^it gut^ imu^eiMi 
«ufce^ten ^|eit 6taimii imb i{i reil^t tragbar. IDai Sattb beffeOe« 
ftok ben bleuten Gibimaier ber Bfitinerg gelben KnerpeUirf^e. 

Semerlnngen: wub ibrent meldten ^Ufd^e unb m^ ber inner 
md^ gelben att rüt^en gacbe ber f^asä, aud^ nad^ ber Uibten Betaaimig 
beg IBaumet ma^ man bie 6orte (u ben Oelben ^^erj^tben fidlen. 
SHe Kirfibe unterfcbeibet {14 bnrd^ ibre g&rbung um allen anbem unb 
«in ZrSubet baoon jnifd^en f^bworgenr bnnten unb gelben itirfib^n flc|t 
re<l^ bAM4 ttttg. S>{e ii>aut nnb boS gleifd^ finb fb bnnbfitbtig, b4 
man, gegen baS SUgt gelten, ben Gtein in ber ^nubt erlennen tonn. 
Vttg biefem (Brunbe, unb voüL biefelbe bod^ immer na<b einmal \o gtro^ 
ütS eine ge»5bnli<!^e Sogdfirj^e ifi, mirb biefe intereffonte aSarietit in 
«inem Jtirf<benfortimente immerbin beibel^alten gn »erben nerUenen. 

Xnmerintid: ba eil meiere JNrf^en mit Stamm S>ttr4fUlfttlee gi5t, |. IL 
•mi^ CoSg Tnaipumit, cHie fe|^ f(l(ft|(are, glei^ieltig mit bet ^rO^elleii Matal 
^ttftt^t leltigeiibt limte (eeiürf^e, fo (abe i^ mir tHaxM, bitv^ IMfe|«i| 
^eft Stonenft i^teS elgetttaiHn J8v|ie(etft unb erp«nBcM«elbet< bkfc gem^t wa 
•onbem gUid^namigeii fu «nterfc^dben. 

Dberbicd. 

* IBflrbc bie & S^od^e bir itfof^enieit geben. . O. 






I n {■ i t« mn ■ ! j ' i 'i M » 1 1 



. ; j 




]lihit||reiif jelbe flnoriielliirfi^r« ♦• f 6. »• b. st.Q. 



^cimat^ unb SBorfommen: Me j^erfunft ift nid^t ganj ie^ 
iümmt Uimnt, flammt tnbe^ looi^rfd^cinlid^ ^tv auS ben Amifaaten gu 
'<Ba6en unb ift nod^ i^rem @r)iel^et bntmmt ^ebenfoin Ift fie bftttfi|en 
ntfpningd. 6ie |at ^ burd^ S)ittric$ f(|K)R ctoMti Derbi«it€f, i^ iebod^ 
^»4 (&ngfi nid^t genug betannt. ttnter ben gelben ftitf(|en ^t fle »o|( 
'Me befle, unb jinb bk getben jtirf<j^en, namentli^ mit anbcm gemengt, 
'dni nxt^re 3tetbe bed ObfitovbeS. Wein fftti» erstell k^ flietein oon 
fXttri^ unb auB Sfteiningett. 

Siteratut ttnb ^^non^me: ^ruc^feB fantite fie m(( nfd^l; SHtttkB 5e« 
1<^e6 fie unter o(4fiem 9lamen ü. @. 89. SCu^crbem finbet fte ft4 nur nod^ aufgeffll^rt 
4a Stegetd f^ftem. 91n(. gur Itenntni^ bev ooqüal. Obftf. @. 162 unb in meinet 
blcttung 6. 612. ^en 9lamen fbnnte man nocQ fftrjer f äffen: S)ie 2)dniffen* 

(Seftalt: fiumpf^eTjförmig, l^&ufig felbft nod^ bem @tempetpun(te 
laß gerunbet, )u beiben Seiten etmad, oft merfüd^ unb auf ber 9tüden< 
Idte am ftfitfßen breitgebrücft. S)te SBauc^feite jetgt flad^e gurd^e, ber 
Xfiden eine Sinie ober gan) flad^e, breite ^^urd^e. Sm Stiele ift [xt 
fatt obgeflumpft, nac^ bem Stempetpunfte gerunbet, ober, menn ber 



,H6 
oifnpct)Piniii ui ciHcui wnuniftm \vBfCf cui «^c^igf» cmfQOflPi m^ 

6 ti e I : mdgig Ud, |effgrihi, von Mtf^tckner Sbigr, 1 Vf ^' I«ft 
iinb {€Ufl oft borflfter, fi^t in wtün unb ffad^ ^fl^Iitng, bereit 9tanb 
nad^ fdani^ itnb Rüitat etioaS abf &IIt unb «iebriger ifl als on ben Cdtau 

^attt: gUbigatb, {hoff anaciOften etivoS bitrd^(|fiiiciib, fd^in geO^ 
nSl^ett ftd^ bei mriler Steift etioaS bem i^o<(geIben, \o bog »enigflcitf 
bie @otiiienfeite intenfioev ober vAt etioaS gotbgelb erf(|eint. 6((ioad^ 
6d^imiiier oon eigentliil^ fRit^t, beffen X)ittr{ij^ gc^^iA, fo| i^ no^ 
nid^t als nur bei einiger tteberrrife. »ei fiorlen ffiinben er^ bie 
Sd^ale leidet et»aB gleftnartigeS nnb verliert bie Itirfd^ an Gd^öi^cit 

S)a8 Sleifd^ ift fd^ftn geU, etwas »etd^ mie bei »andren anbem 
ftnor|)0firf<^ ^ ber 6aft waffer^ *unb ber <Bcfd|ma(f bei ge^riger 
tReife \i%, mit et»aS 62ure gewürgt unb fel^r angenel^nt. 

S)er @tein^ an bem beim ®eintf[e etmaS ^leifc^ fi^ bleibt, t^ 
}iemlid^ eif Srmig, m&§ig bidEbacttg ; bie siemlid^ flad^ 9täd(en{anten er» 
^eben fU^ etmaS nad^ bem 6tiele l^in, mo ber 6tein ein SSSenig abge^ 
ftunq^ft ifi. Sfterfanten |lnb nur Kein. 

8leif)eit unb 9lu^ung: jettigt giemlid^ IHMHf mit ber®ro|eft 
ff^margen itnorpelfirfc^e fobie mit SflttnerS gelber jCnorpeUirfd^e in ber 
5. ffiod^e ber ftirfi^engeit 3f^ «'o^I l^ouptfAd^Iii^ nur ftlr bie Xofel 
Id^&^bar, bod^ ftnb mit bem Strodfnen ber JMrfd^e, um SRofinen gu be^ 
teiteni nod^ leine SSerfud^e gemad^t 

^er Saum m&d^St rafd^ unb gefunb, bilbet eine fdl&ne^ reid^oec 
gmeigte j^rone unb menn X)itttid^ bemerlt, ba| er bei i^m noc^ ni^t 
reid^Iic^ getragen 1^ , \t> tmn id^ fomo^t burd^ bie ^rob^metge ia 
9tienburg , als meinen l^iefigcn jungen Saum beffen frü^e unb teid^Ui|e 
S:ragbarleit beftätigen. 9)urd^ mehrere @rö{ie unterfd^eibet {ie fU^ ^ 
rcid^enb oon SättnerS gelber ftnorpelfirfdUe, unb i^ felbft mieber etnwS- 
meniger gro^ als S)roganS gelbe Anor))elIirfd^, bie and^ bie J^eBgettcpr 
unter ben S)reien ifi 

OberbiedC 



147 



^4fi, SniMfltlltftllintlKnilf^.I, C. b. Zttt4f<j ®<(6e ftnotpHütT^M. 




I ' . 



9toiaw selbe lftnarpelkttfrf|e. •* f ß- ©• ^- Ä,«3. 



ßeimat^ unb SBotfommen: aud^ btefe fd^a^bare ^rud^t, bie 
mtr ben ehien %t^tx ^i, bag fie, tote mand^e anbete, bei an^altenbem 
9tegeniDettfr giemlid^ Iei(^t aufspringt, unb jonft fid^ burd^ ®r5ge unb 
6d^5n]^it auftjetd^net, ftammt auS ben ®u6ener Jternfooten, unb mürbe 
von einem ^erm S)rogan erjagen , beut n)ir auc^ eine l^Sc^ft fd^d^bare 
nei§e JbiorpeIItrfd|e unb eine {d^marje ftnorpellirfd^e nerbanlen. 

Sitevatuv unb e^non^me: Xru(^fe( fannte fte no($ nic^t; 3>tttr(d^ je« 
beqlt i^rer ü. (5. 91 nur in 2 3ei(en. SCu^erbem lommt {te vor in 2)ie(d doß 
taloQ old SDroganS gro^e gelbe Stn oxptliix\^t unb erhielt id^ baut SieUl 
9011 JIHcL 8ef$ctcben ift fie nod^ nitgenbd. 

(Seftalt: lann fel^r grol genannt »erben, ifl oft nod^ gri§er alB 
rtige Sigur, unb mi^t bie »reite nid^t fetten 14'" unb bie ^b^t ±'\ 
8n beiben Reiten ift fie etwad gebrücft, am Stiele giemlid^ abgeftumpft, 
am Dctticft ftel^nben Stempelpuntte gleii^fadS etnxiS, unb ^ier ein 
StorigeS eingesogen. t>ii Soud^feite jeigt fladge gurc^e, bie SRfldenfeite 
Vhtfig nur eine Sinie« 

Stiel: jiemHd^ fiarl, l^eBgrün, 1^4-2'' lang, filt in siemlid^ 
tiefer unb meiter Sih^U, beten Kanb nadd bem Slüden l^in etma8 abf&Ot 

l^aut: iiemtii^ gl&njenb, ßraff angegogcn, ^eOgett unbctmaiHeOer 



148 

^i bei SftttnerS uttb CintffenS getben Jtnorpelfftfd^ , bod^ iM^mcii 
befonnte Srfid^te bei on^altenb trod ener SBitterung unb Idngetem $&it0Cii 
am Saume gteid^faOd eine mcJ^r golbartige ^rbung an ber ^omies* 
feite Ott« 

S)a8 ffleifc^ ifl siemlid^ feft, l^Ogetb, ber @aft »offerl^a, ber 
&f\^mad fe^r angenehm , füg iebod^ erft bei opaiommeaer 8^fe ber 

Z)er ®teitt gleid^t bem ber S>5niffen, ift |ebo(^ mel^r bir3oiNi( 
afiS eif&rmig, licmlic^ bictbacfig, am Stielenbe menig abgeftumiift. Sie 
Stflctenfanteti treten merlUc^ ^trwc, am meiften bie ÜRUtellante, unb 
erl^eben fxdf etmaS noc^ bem @tie(ettbe ^in. SRcl^rere marKrte Sfter* 
fanten gelten 90n ben SRfitfenlanten aud. 

Steif jett unb 9tu^ung: geitigt ein paar £age na(b ber S>ötti{{en 
unb ®ro|en fd^marjen iCnorpel(irf<i^e in ber 5. SBo<^ ber fitirf^euiett. 

S)er Saum n)ft(|dt faft ftaif, fo bag er grog merben bftrfte, unb 
trugen ^robegm^e, fomie ein |unger Saum in SuUngen, me^rmott 
KetteDoD. 

5Die gruc^t unterT($etbet fid^ non ben beiben- •otibem gelben StnotftU 
tirfd^en burcb me^r @röge, etmaS b^Here f$arbe unb baburd^, ba^ obige 
bie größte breite meiflenS in ber ^itte ^at , n)dl^renb biefe bd ber 
S)5niffen ficb etmaS mel^r nac^ bem Stiele l^in fxnbet* 

Oberbied 






• ■ >*^ t 



• \ 




2patitf4|r 3rttl)hirf4et •• tf 2. SB. b. Äg. 

64»ar)e fpanifc^c Srfl^lirfc^e. ^ru((fe|. 

(eimatl^ unb Sorfommen: btefe auBerorbentÜ^ fc^fttbate @orte, beten 
(erhinft tiicl^t nft^er Befannt ifl, {% wie ti f^etnt, gtemn^ verbreitet, toitb aber 
(foftg mit ber Uoi^tn SRatlirf^e, ber ^e fel^r ft^nlic^ ift, Deme^fett, mit ber {le 
ou|^ (ett ^o^nol^I in feinem S^^er )u(ammennlrft« Gie unterfd^eibet fld^ aber 
tum berfeCbcn 1) burd^ ettpad frohere auc^ tafelet etntretenbe Steife unb no4 bttnf^ 
lere S&tbung in voller Steife, 2) burc^ merfli^ (ftnqeren, nic^i gerunbeten, fonbem 
f<i|l ovalen 6iein , natl) welchem atic^ bie ^ru^l feKjl ^ttufig etvaS Dvaled Qat 
mb i(re Qr5|te Breite fafl in ber Vtitte (iegt, wft^renb bei ber 9lot^en Staifirf^e 
ite größte Breite affermeifl ettvaS nac^ bem 6tiele ^in liegt, 8) baburd^, ba^ fU 
in ber SHeife ntc^td gotgerartigeS ^at, vielmel^r bie ^rfl^te loeit me^r gieic^aettig 
ft^ rbt^en unb reifen , »ad , no man Qerfauf ouf IRAtften beabflc^tigt , unb |ti 
fe^r. bie Slad^fteKungen von Sperlingen , 6taaren :e. }u für^ten l^ot , felbfl ein 
Sortug ifl , m&^renb bei ber Stotl^en SRaifirf^e , n)0 man biefe 9tfi(ffl4ten nid^t 
)n n^Mn ^at , bad gfolgerartige in tßrivatgftrten ben (9enu^ verfftngert B^t 
A^nli^ t^ betben gebauten Sorten au4 no4 bie gleid^faKft glei^geitig tetfenbe 
^(e von ber ^aiitg unterfc^etbet fld^ aber von betben babur^, ba( fic mi4 ^ 
Mfen ni^td Jofg erarttged ^at, ni6)t gan) fo bunfelrotl^ »trb, in €leflalt ^M[^ 
mfft ein abgerunbeted 8tered( bitbet unb ber6texn faft fogetunbet ifl oM berb^ 
Slotl^en SBoÜirfi^e, nie benn au<9 i^r Saum unter ben JHrfc^en mft am ffrftttfM 
hü^et« 2)ad Sfleid ber Obigen erhielt i^ von Bbbifer in 9fle|>fren unb oh« 9lti» 
«i«gen ftbcrcin, §abe fic alf^ flehet &(^t 



im 

9vü6!ivf (9e; ba {te nt^t ii»itlt4 \^v>ox^j fonbern imr fo b unM rpt ^ oifb ob' 
bie 9Kot^e 3Raifivf((e, f^eini bad Seiwort f^oorie fftgliift »eab(ci6eit |ii fdaacR 
unb uitterf (Reibet fie ati4 fo noA tot Flamen fi4 oon ber Bpontfd^m ^t^wn^üt 
bie gleichfalls tmpaffenb bad Betoort f^ittrae (atte. S>tttn4 n. 6. 96. %vi^^ 
fe( erhielt fie aud G^toeinfurtl^ ald SRat^Sdnaretle tiitb oon G(riß oft 
e^waxie f^atiif4e ^tüi^exilit^ä^t, wtldiet ftamt aber fo »eaig sott 
41» ber erfle, ba fie feine $er)(irf4e ifl» <S&ri|l bef (^tie( fiejuerft al«69aiti|4e 
(erglirff^e (oon ^flamtmg 2. X(. S. 160) im ^anbb. €>. 641 aU 6((var}e 
fpanif(te Wrü(l^er;|!trf(fie itnb fel^t fte unter bie f^narnen ^erjKrf dien. ^ 
SBdrterbu<9 6. 282 unb SoSft. $onu 6. 211 9lr. 42 ^t er fie unter ri^tiffcrem 
Spanten; ipetnefen (at fie @. 193 M Sc^ioarae ffianif(9e Srfi^ftrfi^e, MllerS. 182 
noc^ M ^erglirfc^e. ^ie $artfer 9^ationalbaumf(^u(e nannte fie, na(| Xtui^* 
feft, Geriie batife d'Espagne noire. 05 fie unter ben englif^en Dnkea 
9orXomme, bezweifle i^. 

(Seftalt: in guten Sauren oon anfe^nli^ev (9r5|e, ftber^oupt ok 0c^r 
ber Siotl^en SRaifirfc^e glei^, ftumpf, fa^ gerunbet Htifbrmig, am 6tteCe «ift^if 
abgeflum|>ft unb ehoad ^erjfbrmtg eingebogen, om @temf»el|mii!te me|r §tnaibct, 
itt beiben 6eiten merdtd^ breitgebrütft ; auf ber Sauc^feite flache Sfu^^^r ^f^ i*>^ 
Sinie , auf ber Slfitfenfeite tiefere unb loeite %ut(it , bie fi^ bii ^nm &Umpü» 
punfte §in|te|t unb bie itirf c^e, ftl^nti« »ie bei ber 3lot|en SRamrf^e, in 2 ^r 
itn }U t^eiten fc^eint. 6tem))erpun!t fift in fc^bnem ®rfib(|en unb i|| bie illif<|c 
bei i(m ettoad eingebogen. 

6tiel: bflnn, IVi bis l*/4'' lang, grfin, in ^iemlidi flauer unb enger ^ft^bms. 

2)ie 9ar,be ber glftntenben, feinen unb bO(( ijB^tn, gegen 2)rutf ^ol^ortn 
$aut ifl in ooQer 9lelfe febr bunleltot^, fafi fd^ioatjtot^. Sor ooSer 9ieif« leifes 
bie ^urc^en meift eine etoaii Untere ^fttbung. 

Xa& 3leif(( i{i )art, faftrei4, beim Qenuffe serfüe^enb, ber Qfef^matf bent 
ber 9iot^en SRailtrfc^e ganj ft^iiUc^, f^on oenn fte braunrot^ ifl fel^r angene|nt 
unb erquicfenb, in ooKer 9ieife füB, bur(( eine erquidCenbe feine 6Aure erhoben» 

^er (Stein ift Iftngtic^, oon ^orm 3iemli(^ opa(, ni^l^t bttfbadig unb |tem[i^ 
eben, mit feinen ^fterfanten. 

fteif^eit unb S^^utuiig: ^eitigt gleich na4 ben frül^efien Itirfd^en mit ber 
Slamentiner, Berber*[c^en fragen fc^ioar^en $er^irf((e ic, noc^ aiemCic^ mit b<;r 
9iotben SSaüirfc^e, ber fte jeboc^ in ber Steife etioat ooraneitt 

^er Saum »A^dt Irftftig unb gefunb, ganj wie ber ber Stot^en ItaiHrf^e, 
ui^ geigte ft4 foioo§I in SReppen bei $rn. Obergent^tdbtrettor Sbbifer, aif au4 
in Sßeiningen unb bei mir Au^erfl fruchtbar. 9la4 (^^rtfi mirb er wegen au^er* 
or)^fntli(|er gru^tborteit nic^t gro(. 

SlnmerEung: nac^ einer 9ta((n4t bed ^nu 9tebicina(affeffori S^^n trift 
bort ber Saum xoo^i m manchen Sauren ooH, ift aber gegen fiorfen ^toft in ben 
tttntermonaten nocb emp^obUc^er ald ber ber 9iotl^en StaÜirf^e, unb leibe« ge« 
«d^nU<^ bie Stftt^enlnofpen fo, baB fpftter fie ft4 ni^t enfalten, flbrigen« nennt 
aw^ er bie obige eine ber beCilateflen jtirf^en; Sei mir ^at ber Saum o^ne be- 
merfteit Schaben SQBinterfrb^ aujlge^alten , in benen manche Simp^ramibcli |U 
flhnwbe fingen unb mie aud^ Sbbüer bie 6orte mir fe^r lobte, fo mbc^te |I4 
iiifx micber geigen , ba| ber ^oft in ben Serggegenbeu oft oerberbli^er nititt 
unb einielnc Obftarten me^r angreift, aU im ^(a^tanbe. Ob erb. 







T((on fe^ alten %tfi^Un, bie buri^ 9efmib|eii unb 2;ra0bafffU bei OaumeH bie 

^cotie oöii bem oSm&^Ugeii Setattem bct D6^fovten oibesUflctu Sie intev 

bell üirMeii eft|i9f Unfein im SOtemeinett bie «etflin SM^oler flnben , f |at 

nie« be« 60fi9ei(^fe(» mit Stecht bie obi^e biit# SvA^ieitifilfeit unb Mte no^ 

mieber bie oSgcmeinfle imb weitefle SSetbreitung gefunben. Scv biefe Itirfd^ 

Uebt, pffanie, mn 9Uifefo{(|e |tt ^oben, mit Mqtt befonberi no4 bie 3^Igevfivf(|e 

«üb 9UI|e SuMiteacf • — »ein Seid er^ett iii Mn S)Ul tmb ^tttic» flbeccin. 

Siteratttt unb 69non9me: 5&nutf. S.377; S)ittr. 6. 98; bad %.O.^cib. 
flifcrt 9tr. IS eine \n %otm ti^tige, rast su bunfel cototttte SlbbiKbung. ^^bel 
M M ben meiflen AUeten, bo<| bikufif unter unvt^tfgev Senenmtng. 3(^ felbfl 
«4i<ll jRe iie4^ttIiBef(inecaRnilitrc|e, ^te^buvgetSraiieei^fel, S)o^« 
fette aRatlicf dfte (nie fie im (annooet'f^en aS^emein unb au4 anbenoftttd 
f tnmit vHrb) unb 0er !•« prie<Voe. Sebtever 9rame mitb mehreren jtitftben 
fegten, unb be|cif^net na^ ZnUi^et unb S)tt§amel gunftd^il eine mnlli^ fpdtet 
cctjbibeKma teile, ben GetiiieiMintiT auc^ Oerfee prgoAee deMai genannt 
<5fos4fe( e. 657 unb fi74). «n^ IDoppeite SRailirf^e tvetben meutere anbete 
pfft#ii genannt, I« 8. bei €^ft bie eflf[e SRai|etjYitf4e unb bie 9te|e 
tM« Wai^etffitf^e» XttK^eb bebieit baber aiS Hamtn, bet untere 3ttt4t 
allein beMicbnet, ben obigen, unter bem fie f^on ^ien Vüttncr, 9lbbler (e. I6B 
fl. 3), #Dtt|ar» re. 149 9ti. Vi. C^^rifl ndcl «ftttner, (anbb. % infL 6* 669 
9iu 83 , SoO^. 9mn. €k !H0 fb* 41; S:tnd^fe| meifet aber 6. 864 m^, ha% 
^tnft biefe mi^t noA unter manl^erlei anbetn 9iamen mieber^ptt bef^rieben 
bitte, ein Srwel, bar ^Hat. »te ungenau Cl^rtli arbeitete ; (in ben BeÜr. )ur 2. %v^ 
be8 ^bb. e. 212 ^at €fn1l feine mannigfaltigen 3rrtl(flmer Aber biefe ^ru^t be« 
8h9llgt). SDn^amei ^ unfete - 6arte 6. 145 nur erm^nt a(8 Bojroie batiTe^ 
Duo da Mai« unb lommt fie bei Voiseib ald Aoflelorra bativa vor; bet 1JD.8I. 
«Ol flt^IL 6b 065 Xaf. 9 all Oro|e fRaitirf((ei <>irf^felb 6.11 9lt.2) ali 



m 



^. i, »9 bte SbMnmtiigi ahn gu torta iltib f\x NT motMlll) äld Iper^fitf^ir 
Wt\i)i\, Cerise Gaigne. £ru(^ff| erhielt ne 1104 unter ben »irUtc^en S^no» 



ti^men Cerise d*6earlate, 64otla<(ftvf4e (^ttrn^aufen, aud^anttetc^ flaut» 
ineiib% ®ro(e totbe aReff lertirfil^e r92e6na'f<fie «aumfc^ule), 9lot^e£ot(* 
üvf^e rUeOner), ffianftieber rot|e $rfi^firf4-e ((^(rifl), 6ucccffion^ 
I It f (( e C^enne), fomie unter ben gan^ anberen ^rüc^len gufommenben Senennun^cR 
Oerite A Tin (|>erm^aufen), |>o(ianb. SBei(^fe( unb Coularde (Stapel), $r a« 
aif^e SRuSIateUer (ij^enne 6. 883), Boyale, Royale aBcienDe (^^ri^l^ 
Royal niiteat (SBil^elmStote), Aroh. Duke (UcOner aud (^glanb belogen). 2)te 
fiarifer 9lationaI6auinf(&uIe nannte fte , na^ %ru(9fe( , Groeee Cerise de Mai» 
Set Sonb. Cataloa uno S)o»ning (@. 191) ^aben fte o^ne 3®<^f^^ C^efonberi^ 
luu^ S)on)ntnad ISef^reibung, nacb ber fle au^ in Xmerila überaD ftc^ finbet) ali> 
May Dnke mit einer ^iemlid^en inta^l rotrlüc^er , fomte an^ unri^tiger 69110» 
ttpme, unb wirb Aroh. Doke mit ocm Gononpm Late Dake unb bei S)omni«g. 
notb Oriotte de Portugal eine fp&ter reifenbe ittrf^e fein. S[(d Mai Duke er»^ 
Itelt Zru4fe| aud^ feine grfi^e SKaüirfc^e (6. 891). SBaft aber bie «ngtdnber 
unter i^ren oerfc^ebenen Unke» ^aben , ifl mir no4 nic^t voSftftnbig MaxmL 
Late Dnke ift na4 SSegetation unb gftu^t unfer ®ro|er <Bobet; Arob. Dmk» 
eine (errlii^e, ber Siotben SRaitirf ($e &bnli<l^e , etmad fpdter jeiHaenbe , oieHeiil^t 
mit unferer ^ol^etfirf^e aufammentreffenbe Sru^t; Royal Dake fe^r ft§nli4 ber 
frühen Le Meroier, 2)onm. t^eilt bie im 2otib. €ataL bei May Dake angegebene«, 
^pnonpme in foCc^e . bie in ^anlret<b / ttnb joi^t , bie vx &nglanb üblicp feien. 
3tt Jenen aft^it er : Koyale hatife, Cenae Gaigne, Okerry Dake (of aome) Co«* 
larde, de UoUaode, d'Kepagoa,. Oriotte ffroeee noire, Griotte d^Bapagne (of aome)» 
Gfiotte pr6c6oe (of tome). — ^u biefen rechnet er: Early Dake, Large Mai 
Doke, Morris. Doke^ Mfrris «ptriy Dake, JledkMse fine tmtlf Dake, Thomaoaa^ 
Dake, Portagal Dake, Boohanaos early Doke, Milleta late beert Dake, S>er 
S(Mb(Mier UtaK^g ^atauBer btefen t^pnon. nod) BSarly Mal Dake unb Anglaiae» 

(Seftalt: bte gtucfit (d^It in gflnfligen Sauren gu ben großen« 9m €fieU 
ifl fle MMd fitattaebrftit fabge^umpft) ; nac^ bettt Stempel^ntte, ber in eincnc 
l^Mpf timm tirfttt Orikbaen fift, ift fle fugerunbet un^ bnr<^ bat flarle ®te«^ 
£elarfib<|eu aSermeift mcrllufi einge|ogen, fo ba^ fU wie ttmoM gefpalten erfil^etal^' 
VuT beiben Reiten, unb auf ber einen me§r aU auf ber anbern, ifi fU cimn^ 
bteitgebtütft. puä^en ftnben ftc^ ntc^t immer, boc^ ^ftufig ouf ber fl&rter b»Ht« 

E" idieft Seife, unb geigen meifl itc^trre $fttbung ber ^aut 3n ungflnfHgcnr 
en ifl bie ^nti^t weniger breitgebtMt, me^r tunbli^-, tiAt |cr« vettilü' 
, dlg bo<(* 

ibtt ®tiet ifl von oerf($icbnier 8ftnge unb Stdrle» fetten Aber ^" lang. S«* 
einem lursen gemeinfc^aftU^en Stiele, ber l^iufi« 1—2 tieine 0(dtt<(en ^|, fb^ 
alUrmeif^ mehrere grAc^te mit i^ren @ti<(en lefefkigt» »eU^e anf ber Sniä^ k^ 
enger, ni^t tiefer $5|lung ftfen. 

iie garbe ber i^ngenben, gicmli4^ feinen |>ant if^ bei ootter 9leife tenltU 
braunrot^ 

i>ali Sleif il^ lart, unb, fomie ber reid^idi oor^anbene ®aft, bunlelroi^, ber 
(tkfd^acf meinartig \üf^ geofti}reii^ unb erfnf^^enb. 

i>tt @tein ijt ateiflend ni^t groft, gerunbct unb eto^ft breitfebrfttf^ ««bftt 



finb btcKbadiger. x)ie Mdenfanten finb mft^ig breit unb flo^; M^crfanle« 
9aupifd<^li(l^ oem Stielenbe ma* 

9letf)eit unb Itutung: bie oeOe Mfe tritt ti« Infangi ber a. tto^i^ 
ber ÄirfdenjeU ober (Snbe ber %'y ober menn fle nod^ Ürfi|rol§ iß, moi | fci # 
na^ K^^e ber allerfrfl^eflen ItirfAen ber ^dSi i^, iß fk fum (Benufie lra«il«g> 
(^ reifen ni<bt aSe gfrftd^te $ugleu( unb (at fic im Steifen etmaft Solgerofttfii«» 
€0 {Ad|bar fflr bie Zafel m )U mowten It^i^MtiiBHdnL 

mt Oa«m lommt ftbereil:gut fort, mti^ ftenili^ gro| 4Mib feii^ft 
4Mfttnb§ei^ ^ouerl^aftigteU unb Sragborlett ^ w§. 



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V*i-H. •■ 9il|rim'l«'llMl^r]|^iL«#tt#r«|r«l|WeM!Mn. 



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mtet bem 9iamen ^rül^ DDn bct Statte auS Sdnen auS <sWfMKl 
«I %ifl, ^ tfr^ %xi% ^o|l »tt Ke^ legveifctt, bo^ ftd oKS bem. 
Gtciae dm f Stotte. cutfihwbm feist iii5|f, ba Ue blatten ^ ben9ßem(ta 
|i|ftifn «Hb lAngeibeSmise Iftcdkit. £)eT Oeifa^ im«'@(iiiien ift bal^ 
9K SHAryma ittm mcestfal^. SerteeiUI ift flc tno^I »od^ nenig^ 
fk|t inbel «n €i4be «iib Xrofiftiirfeit ber flUot^ea ÜRdilirff^ {icmU^ 
lW<lf mM8lci# {ie bei bic{cf imb ber ^patiiMeii . 9tü(ttrf 4e liiegia 
arofttt a«|iiK4fii^ «MH^ tifbn; vegfainr. laAc^ -- 2)ad SM« tc« 
l^lt \ä^ von SHttric^ unb wA ißrag üteieiiu 

£fltil^«M Mb eptiütittnte: Zni(|fe& 6. 413; S^iUr. 6. 99; S^ft 
6biD(. 6. 283; SoD^ fom. S. 2l4 9{r. 46 unb in anbem fetner Schriften v 
^elHi e. 199 9tr. 25. 9iite Qcff^reibung lieferte bifi^er niic Gfinfk, ba bie 
6Mic auf ber Qcttoibinrg »entg trug. 

®efla(t: <Br% nel^T als mittetmft^B , oft siemtti^ obsefhmtyft 
Ictifinttig, biM( nm^ ifter iitbet fie, loie bte 9totl^ ültoltenflTf (^e, jiem« 
B^ ein oigefiuiiivfte4 Sietcd unb imtcrfd^eibet jid^ befonberS babutt^p. 
fonk biiril^ ben 9R«ttfl^l beS Solgeroitig^n in ber Steife unb fpitere 



1U 



beB 9attme8, ruiibeteti 6ttbi, me^t I^et)f5miige 9^tüt tmb nU^t gan} 
fo hnvilt ^riuns au<!^ von '-hex 6panif(^ Srftprf^e, Ue ctnittS 
fluider reift Hm Stiele ift {k ftfttl a&tefiunpft, o» Gtemvcl^ 
Vttntte giemlidl fiarl, unb fte^ ber (Stem))d[pitiift i» einent fd^foeit Ortt« 
<^, lODburd^ bie ftirfd^ m ber Spi^ mer(ti# dnsoogen tx^i^dnt. 
Huf beiben Seilen ifi fie breitgebrüdCt/ auf ber SMitenf <tte cm ^ftclflm; 
bie grilte breite liegt meiftenl etmoi nod^ bem CStiele 1^ itnb i^ fi» 
meiftenS breiter olA l^od^ ^ %uxifft auf ber Sond^feite ift fM^p «nf 
ber niUEeiifeite ^fig tief unb vaf4 abfaOenb, fo ia% bie $nu|t «k 
«t»aS gefpalten erf d^itt. 

Stiel: grfln, verJ^ttniBmogig {kri unb long, fofl gerobe, IVs 
bis IV I«i8i f^i in giemli^ mittr imb tiefer 4>5^lttiig* We^TCte 
t$rft(|te fifeen an einem garten, aiemliil^ bngaif gemeinfd^afdid^ 9tUU 
<ibfa^e. 

SHe Sarbe ber g^njenben feinen S^cxA i^ bunleORrfd^rotl, iulcfft 
buntetbraun; ber <Befd^ma(f enptiaenb, fSuertt^ fflg unb t)or}ftgttd^. 

S)er Stein i{l}iemtt(l^ eiförmig, oft fafi gernnbet, m^ittnitmftgift 
ni^t gro§ unb l^at giemlid^ {larle unb f^arfe ftftdtnfanten, oon bcmoi 
bie SRittellante na($ bem StMenbe l^in eloisf f(|arf Dortritt 

iReifgeit unb.9lu4}ung: bie9leif)eit f&tttetUNd na^ berSftofl^ 
flldlirf(|e anS 6nbe ber 2. ffioc^e bet Jtirf^Nt^ SP ffe Safd mtb 
4^S^ fe|t brmnl^bar. 

Ser Saum mi^tt in ber Qoumfit^ttle gut unb gefnnb unb gdgt 
fuj^ bie Sorte bei mir fmd^bor. <Sin iunger, erft fftnf Solare ^e^tar 
4po^amm trug fomo^t 1858 , »o faft aOe jRtfd^ menig <^ vU^ 
lieferten, nid mt^ 1859 nrieber ooB, fd^eint in ber fBOtl^ nid^t em^ 
l^li^ uäb felbfl in l^etgen Sogen <Snbe tRol mib Hnfdng Jani fd^t 
Uc Sorte nid^ flarl {U leiben. (Sr blfi|et mit unter bcn (pftte^ wA 
^at nod^ itt|{reid^ S>otben not| iiid^ geftffneter Ibnofpen; mcnn attbeti^ 
itirfd^en fc^on ausgeblutet l^n. 

Cbecbiedt 



1W 



N*- Ml jH j uanti t« B» A. «»inifilt «oMiVMr. 




9ri|nkiff(k>. 



» • X 
I 



t a. ssu K $t^ 



^eimatl^ unb Sorlommen: btefc fel^t fc^S^bare @orte crljielt 
Xnul^jcB 178ö aui^ ficrrn^ufeiL SDic auf bie @(|Teibart Solgetlirfd^ 
opii einigen gcgrOnbcte Sertnut^ung, ba| fie auB ^ttanb abfiammai 
möge, ift lool^l irrig« $irf(i&feib, ber fte beS^alb $oaanbi{ii^e gotger« 
fif{(|e Qcnnt^ unb bei feiner Stotl^n SRaitirfc^e II. ®* 11 il^rer gebetilt, 
eiSirt ben iUmen bol^er, bag bie ^(|tc noät jatJ/t al9 bie bet Kotl^ 
IRaitirfc^e f olgerartig reiften. S>ag bieS in einem befonbem ®rabe ber 
%ta \ü, befi&tigt Zru^ije^ »enigftenS ni^t, ber biefe mx\^t erfl in 
feiacr 2. Stubrtl anffu^rt, unb ^obe id^ barunter etmaS Ungen)3^Bli($eS 
bei tl^ wdf nid^t wo^rgenDutmen, ja einmal, mo i(| einen gkmli^! 
großen, noStragenben Voum, auS meiner Saumfc^ule entnommen, \a!^, 
wätt ti mir f<^ineii, bag fie bie gebadete Sigenjd^aft meniger ^be aU 
Me Vtox^t SRaitirfc^e. S)er Käme tann, mie f^on Xrud^feft bemertt, 
etva oud^ non einem Vlanne Solger l^ertji|ren, unb no<^ mifyc^i^VUiftt 
fc^ebit ei mir, ba^ man gan) analog mit golgererbfe fie golgerftrf^ 
«enimat ^ , meil fie in ber Reif seit gteid^ onf bie »otl^ VtaiHrfd^ 
folgt, ber fie gang gleist unb nur burc^ fp&tere Seife unb longfom 



166? 

cintretenbe ktmlUSUbttttg, DkOrid^ n^ bMBi^ m^ ettttS mt^x &xi%t 
TfdJ Don i^r untei^rfbct. — gWctn SRrf^ erJ^icU id^ dou ©fet 

Siieratur unb 69n^ii^me^£ru4fe6 S* 415 gotgcifirf^e. e^miltnM)^ 
<5; lö ^flt eine Yolgerken, "Me noi^ ))ec 8ef$tei6ini0, nament(i<( ben KnaoBcn, 
bafi {te tDAfferig fei unb bet 9attm ^ftni^enbe Rm^^t ^abt , otiqt niij^t i%, — 
Z.0.0. Vn. e. d86 von eatinec bef(9ne»en. ^^rift $bb. 2. XufL 6. 675 fi^U 
Iftnbifc^e 9o((|erfivf((e, »o bad 8ehoort, nac^ bec Bemerkung Aber Anoopd toI- 
gerkers ni^t tiAtig ifi, bad er ba^et ®5rter5. 6. 283, 3. XufL bei (anbb. 
e. 691 unb SßoUft, Vom. 92r. 45 »eglie^. 9ott(arb 6. IM. unb MtUf e. 17i 
laben fit , mit ettttner« »efc^reibung qC6 Soigertirfc^e. 2)ie $arifer 9latioMU 
baumf^ule nannte fie nac^ Penille du Gultlr. 1804 p. 138, meit man Bogler» 
liefere (telefen (aben mod^ie, Cerise de Poiteleur. gfi ba< ftar! golgerarttfre 
bet eorte tic^tid , fo (at fte 2)u^amel oieflei^t 6. 247 unb 2;af . lO Kr. 2 aU 
Cerise Onigne rarietö. Ob bie dnglftnber fte fennen, we\% i^ no(| ni(|t, »leSei^t 
ift e< beten Aroh. Duke, bie i((i nur erft 1869 unb 60 bcobo^tete; bo(| |ei<(net 
biefe fic^ but(( tiefe, oft fpaUattige fjfuv^e auf bet Mcfenfeite auA. 

<Beftalt: %tß%, in gfinftigen 3^^i^ )iciiiliil$^ runb, am Stiele 
afegeftumpft uni^ auf brr Ktkrenfette etmaS gebrüctt, in toeniger gflnfUgrn 
SAittn aud^ am 6tfmpelpunfte etnMiB unb )u btiben leiten ftirfrr 
gebrflA mit merftic^en t^urd^en. Stempelpunit iit f^iSnem Otfibf^nt 

6tiel: ^tmliii ftart unb lur), bod^ aud^ IV«^' Iftug, in giemUd^ 
toeüer ^t^tung; ba^ ec« roit Süitner roiH, mü bem @tcin< fefi |ufam» 
menl^inge, bemerfte id^ nic^t. 

i^aut: gldnamb, siemttd^ jart, Slnfangl glallfa^enrot^, firfrtfici^ 
menn man bie i^nid^t lange genug am SBaume Idgt, eben fo bunfeltm^ 
als bie dtoi^ SRailtTfc^e, unb ^t bann benfelben belifoten, ffigen, bnrd^ 
feine 6dure pifanten ®t\äfmad. 

Stein: fut) unb bidt, eif5rihig runb; am Stietenbe treten Irie 
St&cfenlanten metlUc^ nor nnb netfd^ieben etnaS bie Stunbutfg. Wajktt 
Steine finb tttoai Idnger unb neigen ftatt 3Um CtxiU 

Steifgeit uiib 9tu^un g: fdtbt fi^ tixöai fpäter aUi bie 0tot|e 
gJailirfd^e; ifi 8 tage nad^ biefer, in bet 8. SBod^e ber 5titfd^en)ebr 
iiemli^ aU reif )u betrad^ien^ l^dtt fid^ aber bann nod^ Idnger am 
Saume unb geminnt nod^ an defd^macf. pr 5tafel unb ^auä^olt 

S)er 8aum gleid^t gan) bem bet 9tot^ ÜRaititfd^ unb tft den 
fo gefunb unb frud^tbar. 

OberbiedL 



im 



No. 58. $ri|e »rmttrtm ir. a trttc^r'fe*; «JüSweicJfetn. 




JxH\it Ikmercier. • rt a. tt. W M» 

^fimatl^ unb 93 orlomoieii: bUfe belilote unb fe^t f(|a&bau 
Jtliiii^e ift neuerlic^ft in granlreic^ ei-gOj}en, unb lom Qon 9toijett( {u 
$aTid juerft n(u$ STlrininacn, n>o^er i(^ baS ffitii ^obt @ic fte^t einiger« 
«agfii iroiid^en ben ®ladliv[(^en unb @ugn)n(^feln in ®e{4imcut unb 
Sftrbung in ber STlitte; Tt^ ift f<l|on {e^c fc^madf^oft, mjenn fie glo»« 
^(^enroll ift , mirb abev gule^ fo bunbt aU eine reife rot^e aBuSto« 
ttler, unb ^at bann au<j^ fo ftort gefatbten ©oft, ba^ man fie »Ms 
^ btn ©ügrwelil^feln gd^len mag. — 3^ft nur erp non SRciningen aud 
unb burc^ mxdf in S)eutfcl^lanb nerbreitet unb nod^ {e^r meuig belannt, 

oerbtent aber adgcmrine ^Inpftangung. 

£iiefaiuf unb e^non^m«: ifi in beutfc^en pomoL Sdbriften no<| ni^t 
bcf^rie^en. ^n ben Annalea de Pomologie 1854 p. 19 ift eine Cerise Lemeroier 
oBgedttbet unb von fjvn. Xug. Jbennau 6ef trieben, beten Srgie^et $r. SR. (S. gamain 
|B flftfU fff , «e^e ^OKit mU ber Obigen mon^e ««InU^f eit ^ot unb Aei ber 
«»mentli(( Ober bie Segetation be« iBatmied tte^i^e« bmecft vivb. Ott |ier 
ipcUec unlen, bie inbe| bo4 fc^werlU^ bief elbe fein lann, be fU tutest taft f (^9«!} 
»erben unb felb^ in Selaien erß um bie HRttte bejS Sluguff aeitigen unb {t^ h\% 
Cnbe Kngttfi am Oaume, (falten foll. 3(^ ^be bief e Lemerof er ber Annalea biB^ 
tiD^ itk|t MMmien HmtH. 9M (rti* 43ape(eu« CoUcflion' |tt aßettem -n^kU 
. 9Rebicina(a{fef(or^a^n eine Bigarrean Lemeroier, in be« «r igintU^I i^t 
rsfirf^e eriaiinie (Slon. 64r. I. 6. 120 unb 162); bie( mag febo^ auf einer 
ifer9enve<|tlung berufen, ba in ipopeleud (Sotolog bie Sorte aU bunfel \^QX% 




158 

im ii^atalog von ^amaitt ^uronb ju Boarg U Reinej ald G^nonvm oon Biis* 
Hortense unb Monitreiue de Ba^ay oor. 9Ran totrb alfo ben berühmten 9tamm 
»o(I mehreren guten Jtirf^fit beigeUttt ^aben unb !ann oot ber ^aiib über Obige 
iiO(^ tiii^td toeitereiS gefagt loerben, oocb wirb ed 3ioe(fma^ig fein, nm fie von 
mtbern 6ortctt betft ^tamen^, unb namentlich ben fpftt ^eitigenben gu unterfc^dben^ 
fie bie ^^e £entercier }tt nennen« dla^ freiU4 nur wenigen 1860 geernDteten 
Srfl^ten ooOte bie Royal Duke ber (Sngl&nber mir mit Obiger ibenttfc^ fd^ein«. 

®e{tatt: %\t gni^t ift gro^, oot red^ter SReife einer bonidtett 
SlaSlIrfd^e etiooS i^Iid^, bod^ ettoaS gtfi^er unb mit längeren Stielen, 
fint Stiele unb am €tempelpunlte ift {te ftarl aigeftumpft unb etfd^t 
oft etmaS mie ein abgetunbeteS Vierecf. ^u beiben Seiten ift fte etwaS 
unb auf ber {Rädenfeite am ft&rfften breitgebrüdt. Suf ber eau<!^te 
ift eine fiai^ Sutd^, bie l^ftuflg aber au<l^ fel^r menig bemerfiit^ ift; 
auf ber Rädfenfeite ydqlt [x^ mtifienS nur eine bunller rot^ Sinie mi^ 
erft gegen ben Stempelpunlt l^in feine ^rd^e. SXr ftorfe Slemiicl' 
imnft fl^t in meitem, f[ad^en (Brübd^em 

i^arbe ber glong^nben, feinen ^ut Xnfangd gla8tirf d^enrotl^ , fo 
ba| fie etaer ©laSfirfd^ fe^ ifnlic^ fiel^, unb geigt babei bonn fel^r 
feine ^nttd^en unb Strid^eld^en ; bei Iftngerem 4>ftngen ber itirf(|e am. 
iBaume mirb fie übet tenteltot^« 

S>aS Steif d^ ifi bfagrotl^^ gart, mit loeitmaj^igen Vbtm bnrd^^ 
gogen; ber ttüfüi^ oor^anbene Saft ift Ünfangd faft ^0, fpftter aier 
faft eben fo buntet gefdrbt als bei einer Slotl^en 3Ru@fatelIer* SDer fd^on 
frttl^er f&g meinartige erqnictenbe Saft geminnt in ooQer !Reife xu^ 
merllid^ an Sä|igteit unb ©emftrg unb ift bann fel^r belitdt. 

S^er 6t ein, mtl^et feKfl fd^on im gan) reif en gufianbe ber ^rud^t ftc^ iunI^ 
mit bem 6tie(e aud ber 5Hrt<l^ ^eroudiie^en Ift^t, ifi foft umgete^rt eifdrmig, mn^ 
bem 6tie(ettbc etioad veriangt unb abgefiun^>^, tto ft(| <mf bet «bgefhunffien 
JKantc eine runbli^e, fiat^e (d^Iung finbet. Die SRitteUante tritt unttr ben taiten 
unb fia^m SltadEenfanten etmaS oor unb mirft am @tie(enbe ^ et»a9 auf. 

Keifgett unb 92utung: ifi f(|on fe§r fd^mod^aft 9(nfangd ber 3. 9Bod^ 
ber Kirfcben^eit, ndEig reif aber in ber l., einige Xage oor ber ®ro|en fc^nor^en 
Itnorpellirfi^e unb SOöniffend gelber ltnor|>eCKrf<$e» 

^er Saum »ftd^t gut, fd^eHtt j[^o<^ auf SBSilbftngen T)on6auerfitfd^en nt^t 
gut fortgulommen. (Sr ift babur^ fenntlid) , ba^ bie gveige bei Urone ia ijum- 
It4 fpilKn SB^iitfeln bitl^i neben einanber in bie ^d^e ge^en, fo ba| bie Urone fit^ 
cfft ni^i te^t oufbrliten vM tmb mon mit bem SReffer niM^^cffnt mu^. $}U 
Commertriebe finb ftorf, fe(r gerabe unb nehmen' an iöide na^ oben menig ab. 
3« ber Qlflt^egeit ge|brt er }U ben f)^t blfll^enben itirf^en unb fftrbt bie fbt&^t 
te XbbiOlen ft^ otmaft col^ 9la«( ben btH«vigen ißu^t^ohm ift ber 
ffft( unb rt 4t fm^tbof. 

OberbiecL 



W9 




KofV IBtiJkatitter. • • 1 1 ««f. b. *• ®- *• ^3- 

^eimatl^ uitb Sorlommen: biefe an ©cfd^motf, @ftte mi^ 
9rou(|BaTfeU b€t 9lot]^ aRdÜtMe mh Solsetlirifil^e gleUffflel^e 
S^d^t, loeU^e oHgetiteine SSerbteitung veTbient, aber tiDii^ loenig bef atint 
l^int, er^t 3:riK|^fc$ au» ber ij^erm^ufer {aanmfd^ule. ^bre $ev» 
lunft i{i itid^t loeitet bclattnt — Stein dMi erl^ielt {(^ Don S)iet. 

Sitevatttv unb Sonontiine: %mtbUi S. 380 Stütze aRuÜatedtir; 
SHilrut e. 94 9h:. 117; €6tifl $b(. e. £34 ir{t. 2, 2. SlufL e. 672 9tr. 44. 
3. ««fL e. 690; IB5rteT(. 6. 283, Mtler @. 169 9h;. 14 na^ d^xxft. IDie tm 
Z.0.0. Xm. 6. 368 Mf^eBette ttnb t^af. 19 a6ae5ilbetc e|)ftif H»ai!ltf4.e 
9 nfl(( a;ntc^feB eeoba^tunoen^öc^^ iDa^<(einIi<9 bie Obige, bie man iahten* 
MbmiQ «1(9 »o^I etfennt 3n ber ^arifer 9{at{ona(baumf(!(uCe tourbe fte na4 Fenille 
te ealtfr. 1804 p. 139 Mmkat rovic« genantii l^uiamel $at fie oteOett^i 6. 2|a 
i:af. 16 «tt CmeOnigDe, reift SRiite ^uni, beren etein er a(S ooal be^eic^net 
mb fle mit ber Boyale ber Partner unb ber Gerlte BoaTeD« d' Angleterre ftberein 
t&It 0( ber Sonb. Hat uitb 2)oionin0 fte unter ben oerf(|iebenen Dnkes (oben, 
ilt vnqtmli, luib Bc|ioetf[c {^ cd. S)o4na(l im fii^em ^^rer »irft {le irrig mit 
ber 9lot(eii WtafXt^^ itifammeit unb fft^rt fie M eigene Gorte nic^t auf. 

(Seflalt: ifl in guten Sagten gro§, oft gr5§er als bie Stotl^e Vtai« 
litfc^e, bie %ma na$ Zru(|fe6 runb, am 6tie(e etmaS eingesogen , am 
6temf«Iimttfte, ber in flartem @rüb(|en fie^t, gugerunbet, auf belben 
Ceiien ctnHiS, oft mertlid^ breitgebrädt. Son ber Seite angefel^en et^ 
Meint fie l^fig breiter otS ^oif, ift aber na^ «einen Seoba^tungen 



"iio 

tejonberd WbiiT# txunilk^r hti^fit \iMiovA UiApaikifd^ Scft^thi^e 

-l^aufig ein ettoad abgeftumpfteS Ooal barfleSt unb felbfi ^oc^auS^^nW 
Ift. SDie SBorberfeiie geigt f[a<i^e %^^t, bie SMdenfeite telb nur eiiiif, 
balb ftatte ^uxift befonberd nad^ bem Stiele l^in. 

@tiel: mittelftarf, von oer fd^iebenet fi&tige, IV4— 2'' (anfl# fi^ te 
loeiter unb bei ben mel^r ovaUn in enger ^Ji^lung, beren Kanb noi^ ber 
:8ta(Ienf eite mertlic^ abfaat. S)er SiieUbta^ ift ni(^t fetten ftart unb (ans. 

$aut: gl&ngenb, in ber Steife buntelbraunrotl^, gang nne bei ber 
^ot^n iDtaitirfd^e. %n ben ^urd^en ifi l^duftg lichtere ^arbe. 

SDaä ^leifcb iß am S)ur(^{c^nitte blutrot^^ gart, faftrel^; ber 
iSt^mai bei guter SSitterung belicot unb bem ber SHotl^ SRoitirf^e 
•gang fi^nlid^. 

9)er Stein, on bem bei xtd^Ux {Reife »enig ^eif<9 fi^ bleibt, 
ifi Don bem ber 9iotben 9RaiIirf(!^e fel^r Derfd^ieben, tingli(^, ^^r oIS 
breit, faft oval, f(a^adig, nac^ bem Stietenbe ^in meift nod^ fbuber 
^18 nad^ ber ®pi^e ^n, ober ber 8aud^ liegt aQ($ in ber Witte, ik 
DtüdCenlanten ftnb f(^ma( unb oerbreitem fid^ nad^ ber Striae ^in, n>S^ 
renb fie nat^ bem @Ue(enbe beS @tein8 j^in,f(|m&Ur.necben, wo ber 
Stein ein SBenigeS abgeftumpft ift. 3)ie 9leben(anten treten nac^ ber 
•Spifee l^in ftärfer ^eroor. 

Sfteifgeit unb 9tu$ung: grttigt etnmS na^ ber Stetigen Slttt' 
'Urfd^e unb fMbft no^ oft na<^ ber f^olgerf irfc^e , in ber 3. ober tbif. 
ber 4. 9Bo(be ber Jtirf^engeit« ^ j|ebem ®ebrau^« 

^er 8a um ro&c^t eben fo rafc^ unb fcbbn afö ber ber Slotl^eii 
SKaifirft^e unb ift eben fo f rud^tbar. Son ber 9totben Vlaifirftbe unter« 
;^d^eibet fte fid^ nid^t nur burcb fp&tere Steife, foobem nou birfer unb 
ber i^olgertirfc^e befouberj burd^ @eftalt ber ^ruc^t unb noc^ me^r beS 
steine» ; oon bet J^rj^ogSfivfc^e, bie ibr in ®eftatt ber ^rud^t unb beS 
Steines fi^nlid^ ift, unb aaermeift mxlüA fpater reift ali 2;ru($feg an^ 
.<(|ibt, hutitt mel^r (Sroge. 

Oberbiedt. 



Iftt 



I^. &|i: -Btffllllfde, B, A Xtu<9f c«; 6ftB»(U|feIii. 




ydfftithfil^t. 



• • 



1 1 1 4. SB* b, «.8. 



^eitnatl^ uab SSortoutmen: flamnit tQO^rjcj^nlid^ au3 bet 
St^npfal) (n>0 ^e «ted^ jiemlid^ DetSrdtet lein jelQ^ benn ]le l^gt aud^ 
Bfiljct Äitf ^c, »ooon OWgeö etn wrpümnictter Warne ift ©et»» 
Wort bic ttngcmeinpc Verbreitung, benn blc Äirfc^c ift fe^r fdjon, rcc^t 
gut ttnb bet Saum tr&gt fe^r tcid^» 

Sit etatut unb G^nonpme: Xtud^fe^ 6. 594; $enne, ton toeld^em fte 
trw^fe^ 5e!am, (at fte in f« 9lnit. 6. 336—38 Sftr. n. nuerft bef^rieBen. — lOal. 
«ttift «bv5. 6. 283, Sieg. t(n(. 6. 165, beffenSnn. e. U'^, X,0.& VILe.38<2 
Xc 2ß, 06etb. 6. 628. — ^tt Spnon* llnb f^on nac^ ^rud^f.: 90anftieber 
IBeiAfel, Settoorfene fb. ^. audgeartete) IRaitirfd^e in bet 6aal(|egenb, 
Seifet itxxS^t, YelBer Ken. gn neueren (Sat finbet man fle ald Oerite 
4oiio« d« Palatinat. 

(Befialt: einet ^etjdKrf<l|e Al^nlid^^ am @tiete fiumpf, auf beiben 
6ettm duttS bteit^ebrudt , oben (bem Stiele gegenübet) fid^ ftumpf« 
betg^yrmig enbigenb. Sic ift auf beiben Seiten gefurcht, iofS^ auf bet 
rhten mel^r olS auf ber anbem, am ©tempelgrfibd^en am ftfirfften, fo 
bog fie bafelbft gefpalten erfci^etnt* S)]e ®r&ge ift me6t afö mittel. 

®ttet: uieift bid 2" lang, gebogen, lid^tgrün, ol^ne 9iot^, in einet 



%6t 

loeitnt, itid^ tkfm fi^^ns* 2)iAttTd^, tet Ue Mfitl^bolbe nefUett 
ift, ^atoi bie Stiele einen «bfa^ mü 1—2 Stitt^en. 

i^aut: fdrbt Tt^ fp&t, ift «iifangd nur li^trot^, M pSaidor 9Wfe 
fc^narjrot^, metft iebod^ nDi!^ mit Ud^teren SieQen auf be« bmtgebdUttai 
Seiten* 

Sleifd^: bunteteotl^, baS ^ferngemebe ifi etnwS ftovf, b^ ooS« 
faftig, ber auegebrüctte Saft li^^tblutrotl^ e^mad fAg, mit jo oU 
S&ure gemifc^t, um angenebm, erbaben^ \a nortttffli<l| gn »erben. 

Stein: tlein, aber fe^r breiteirunb, (breiteifürmig) unb Ufet ^ 
nid^t gut uom glei[($; am Stiele b&ndt er fo feft, bag er bei oNfiger 
unb äberm&§iger Steife fl<| an bemfelben auft ber Jtirf^ )ie^ U|t 

Steife nnb 9tu^ung: 2>ittTi<b gibt mo^rfd^einlid^ na<9 &tgtl 
bie 9fleife ju Snfang beS ^uti an. ^ier in ^einingen reift fie inetft 
2U 6nbe bed 3ult,* nur 1858 ^tte i(b fie fd^on ben 18. ^uli geitig. — 
Sie l^ot niele SBorgflge, fagt Znu^feB, ibr oartteffluler ®ef(bma(( au^ 
in ungünftigen 3<^b^en, i^e gtoge Sragbarteit unb i^re S>auer am Baume 
em|>fe^[en fie gum ausgebreiteten 9(nbau. ^n biefer SBArbigung fttmmctt 
alle homologen überein, bie non ibr gefc^rieben l^aben. 

<ligenf(l^afteti bei» IBaumeS: bet|e((e oft^M gut, tvicb auf 6ft(ficf ^|ca» 
unterläge liemlid^ gto^ unb ift batauf ni^t oeniger tragbar, iDe|§aCI feine Wtß 
pPantung befonbers in fok^er gorm fe^r an)urat|en i^ 

I3einertungen: fie iuiterfd^eibet fld^ ton aUen anbem 6ftB»ei(!(fe(n bur^ 
i^re §er}f5niiiQe Oefialt, ungleid^e garbe ber f^atd unb ben Qeinht, b^f^evig 
breitgebrüitten ®tein. Xnu^fe^. — S>iefem »tU i^ anfOgen, ba| bie <SngClf c|e 
fd^»ar|e itron§er)!irf4^, »ie i(( fie Dor mehreren labten von ^b^tu DUtß 
fbrfter @d^mibt empfing, nad^ meinen Beobachtungen 1858 in ni^tS oon bcs 8c(f«r 
itirf(|e )u unterfc^eiben mar* 2:ru4fe| 6. 149 bef(^teiit fie na^ Sfittner M 
fel^r breitgebrflät, fe^r Hein, fie ^abe eine tiefe 9iinne unb fei fe$r ^bderig, qUm 
genb f<i(n)ar|, gleif^ wei^, Saft fe^r fdrbenb unb fOf, gegen aRitte Slugitß reif. 
— ^ad (öierige !5mmt bei ber SBelfer oft vor, oenn fie ftijt ni<l^t red^t anabilbc^ 
unb auc^ i^re Steife !ann fi4 bid aRitte Sluguft oerf<|teben. 8ei i^rer bet}fbntti|a 
^eftalt lonn fte (eid^t für eine »irlUd^e iperjütf (^ gehalten »erben unb ou^ t^ 
Oelaubuttg ift ben @flilirf(^en ft^ntic^« 

Sabtt. 

* aRein 9ieiS ^ammt oon Siegel unb (abe attfl( id^ bie Sfteifiett in oanncs 
Sorten aRitte Suli (1 aRoI nod^ frft^er), in fftlteren gegen Citbe 3nli notlrt, tn 
ber 4. 9Bo(^e ber itirf4en)eit, fo baf; bie Stetfaeit mit ber uon Sänd^fcl m» 
gegebenen ^xxmU, ber fie gmtfd^en bie 9iot§e aRudloteUer unb Präger aRudfateKcr 
fett ^er Stein meiner 6orte l^at aber anbere Sform unb ift langooal, ftaij^« 
bacfig, mit fc^maUn 9ittdenlanten, fo ba^ etvoa^ ungewiß »irb, ob meine €orte 
bie Xru4^fe^*fd^e ift O. 



im 

Uff« ML 9mäHmanmun,Bi%tum^f^^iMMi^^ 




Pinselte •Iftiiiu^e« « • f «n^ i>n 3* IB. b. jr.S. 

4>eimat^ unb ajortommeii: attd^ (ei btejet JtitY<|e geugen il^ 
tocite Scr&rettiitig imb ^rc maiMl^rlei Seiteiinungni f&v t|teti gTOgen 
ttect^. ®e|&ft }tt ben aUen S^^ttn, über beten Utfprung nid^tS tne^ 
Ubmnt VH. fRein SRett ^e id^ überein Don SMel unb oud SReiningen* 

Siteratnr unb 6pnonnme: SrutfeB 6. 440 doppelte ©CaSürfAe; 
S)tttctc| e. 146; <£^fk $bvb. 6. 292; Soa^.^om.e. 343; %S)MAY. ^.293 
Z«f. 14 als (Strome 9mavc(Ie, Sbbilbuitg nid|t rec^t gelungen; bad S).0.(Sab. 
9{r.36 gibt leibOcb guteXbMIbung. SBir!(i$e Spnon., untev oenen fle 9or(ommt 
-wAicIfelb^lit erhielt, flnb:$o(ntf(be Aitf^e, $ornif4e grofe Beid^fel^ 
Otraft 2:af.20, Wbilbung gu flein). SCmerilanifd^e Oenürglirfd^e, 9kot$e 
4l(angfirf((e (deibe Setteren erhielt i4 oon2)ittr{c$ unb gafiengam bie Obige). 
Soi de PrftMie (fo bdam t^ jie aud SRelgetd tSoKectton oon fstag); Ztu^fqi 
erbielt jie »eiter ald Yolgera Swolse, Zwolseken ($aflor iBinter fu (Bundleben), 
^^rifl ttörterb. 6. 992, SBoIIft. $om. e. 238 9hr. 38, Stnoop e. 15, SaUmann 
6. 46. 3n be« $arifer 9lationa(banmff^tt(e (atte fle, »ie 2:nt6fe( nac^ reuille 
4a CaltiT. 1804 6. 149 bemer!t, ben 9tatnen Ceriae double de Yerre, ^ei|t au(( 
Double Traosparenie unb Goiudoli&re. 2)er 9tame <Bla8l{tf<J$e oon ber 
Statte entftaub nur buti^ Keiferoerwec^dlung (2;ru<^fe| 6. 470). ffalf^c, ri($« 
tiger onbem grüßten nifommenbe ^Benennungen, untev benen Xrud^fel Jle erhielt, 
ilnb: Gre^e %xti^Ux]dftf <£nglif(^e @T)l^eraoggfirf($e ((S^rift; mon 
uni^ »iebev bei Xvuc^fel 6. 448 na^lefen, n>f l((e Bermiming in (S^riftS ed^tiften 
ftber unfeve 9^4t ^errfc^t), ®ro|e Slmavelle, Cerisier k gros fruit ronge 
pAle(6tcSler; nacb^ittric^ vitb jie no(!^ je^t in^^firingen allgemein bie ®rofe 
«mmer genannt), %ta^t rotbmelivte Xmavelle (9tebng*f(^ SBaumf^ulc), 

* S)er ftanie, untev bem au(( id^ f e uon Uvbanef be^og, tfl^tt ba^r, baf {tt 
m Idolen «nb namentlid^ bet Ouüowhia fi(^ in ben SBftlbem uon felbft fort« 
9ftoi|en foS; bod^ »irb ^olnif«^ IBeic^fel au(( bie Griotte de Kleparow genannt» 



. 164 

CMm li«M»lt.«ieM riMMrt' |tt ttrimiw) /!»<»» 'W«illvf4«' ((m^ 
4l[iii9fifmi(| 6. 841; bie ®To|e mib He SbtVTftHt 0laBfiTfttt loccbot«» 
je|t dftevS §eüenfeUi( vtmt^Mtt imb i^ bie «(Mtbima im 5C.0.«* XXIL Xcf.7 
efier bie Stofe 01a«ticfd|e). IDev Sot^oiret Katalog f(|eiiit Obige fo »enig di 
bie 9to|e Olagftrf((e |u ^Ben, e< fei bemt im Sto^ttage 6. 10 od De Pfw ee» 
B<ii de Prallt. Iui4 S)o»nitig lemit fle ni^t 

Oeflalt: Ue gnt^t ifl gro^, am Gticie fiatt, am 6tniit>et9ttiilte 
etmoS meniger plattgebrflcft, gu (eibeti Seilen etioaS ttnb auf ber 9tüden^ 
fette am Prlfien Breitgebrfldt. S)er 6tempel|mitft fi^t in einem f^nen 
®rfibd^en, meiftenS nU^t gani auf ber 6pi^ ber %xn^t, f onbern etmoS 
nad^ ber SRücfenfeite |ln, unb (fiuft 9on ber 6tieI^5I^Ie ju i^m l^eroft 
ollermelfl eine ^urd^e, bie oft rafc^er abf&Dt, tiefe« mirb unb bleiKtf<^ 
wie in 2 i^ftlften tl^eilt Z)te eöud^feite ift mel^ gerunbet 

etiel: fiart, gerabe, ti(|tgrfln, meift nur IVi^ bod^ aud^ IVt^ 
lang, bei red^t großen S^t^ gemi^nlid^ am Iftrseften, fi^t in netter^ 
giemtid^ tiefer i^Sl^Iung. (h i{i an ben S^^i ^"^ ^^ ^^^^ ^^^ 
tCbfa^e befeftigt, unb fi^en bie ^ri^te an biefem flbfo^ tl^ei» eingeliti. 
tl^eitö gepaart 

S)ie $arbe ber gISn}enbett burd^{id()ttgen ^aut, bie fid^ ab)iel^ 
USt unb untcf btr man bk ^leifd^ifieni liegen ticl^,/i{t «nfne» lid^ 
TOtl^, bei nvDer Sfieife tiemlid^ bttntelraü^ utri> ift lUdbmn bec.€^aft m^ 
fd^mod^ grrifl^t ttnb bai geIbUd|e ^leifd^. n^^ ber ^nt ^n jd^M^ 
i5tl^id^* S>ie gnrd^e M^fttt immer eine etmoS ttd^teie ^rbc 

S)a8 $Ieifd^ ifl gart, fe^r faftreid^, unb l^at in noOer Steife eine 
gmar ned^ fel^r merQid^e, bod^ milbe, erfrifd^enbe, Don IBielen befonbert 
geliebte ®Sure. 

S)er Stein ifl giemltd^ grog, gerunbet, mit einem feinen Spieen 
am ftopfe unb einer SBertiefung am @tielenbe; bie Slüdfenfanten ftnb 
flad^, bod^ tritt bie aRittel!ante merllid^ oor. SBor noOer 9Mfe bleibt fr 
beim ®enuffe ber grud^t am Stiele Rängen, ISgt aber in notier Steift 
leidet banon cib. 

9ieif)eit unb 9tu^ung: bie Steifaeit tritt ein gletd^ nad^ ber 
^ouquetamareQe gegen <Snbe ber 8. SfBo<^e ber jtirfd^enseit. ^ür Xoftf 
nnb i^audl^alt fel^r fd^d^bat Sie ^rud^t l^t [lü^ lange am Saumer 
tonn aud^ leidet anSgejieint nnb fo mit ^uder eingemad^t ober gebortt 
merben« 

S)er JBaum mirb gro§, lommt flberaO, mo ftirfd^en madgfen, gut 
fort ifl gelunb unb frud^tbar. 

OberbiecL ' 



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K9.67. •üftCWRiMe m II«IMMM|. X^ B Sni^f«^ ( ««iiiMm 



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* ^ei«i4tl^ ttiit a»0tU«iiif n: fd^en M 4)it|mel fisitni fU| 2 
üeriflierii 4» Maötmöraicf , 1) €• 134 Cerisier de Montmorenejr k 
gro9 frnit ou (j^ros Oobet, mld^eS unfet ©roger ®obet (ou^ itttr^<> 
fUeÜge. 3XimliiioteiiC9, iei ben (SnQUnbcm Flemish gienaniU) ip, imb 
^ e» 136 ein GeDSJw de Montnoraify ol^ ®ctfa4^ £vtt4{c| {»^ 
]B emxi^^ bag bie fp&tmn SbHonn, bie eine VtoiitminmiC9 mfftl^icii^ 
teknAtx cHie gaii) falf^ 9^4t, ober ^e itleiite (8Iaifirf<^ vra 
9tontinotetiC9 ^aben, bie er mol^I mit Steigt fflr bie jule^t gebtfd^e 
Sulomel'fcl^t. gnu^t (ätt. ®ciite ®roge GlaSlirfd^e 9M S'lotitmmitqi 
«likUt Xn^jfcl MB @l<tUr, imb biejer wn JBraim i» Xiefeiit|«t mb 
ei^et , btt| fCud^mel biefe Ora^ (Blail. «im SRontau nttlt tarnte^ 
bie irgtnbiDO imr, loeil fie fn ^orm utib ®tl%t bem Oro^ Oobet 
liteid^t, ben 9tamen tRonimorenc9 erl^alten ^at, {ebod^ \ifjft nerbient er^ 
JSlftlten }tt n)erben, ba bie Sorte grog unb gut ifL jRein oon S)iel k« 
Maus aiii< «erlor \it »ieber unb ^be picU ^n^re mi^ necfclli^ 
bonfl^, bie 6#rte nrieber gtt er|altm, U< iil^ fie enbfi<| bei (cmi 
0rganlften 9Mfd^ ta 8ft{t tol^ber betam, ber bie von Stn^feft er» 
btttfsen JttrHenf ort i n in bma^rcn ftfnd^ l^at »A mir 1869 cuid^ 
^^fidjte fanblei nt^ betten oftige 3^l^^^8 S^qhuI^ ifi. 

£ilet«tfir nnl 69non9»e* SmAf. €. M^ mite oM« StneaMmf ; 
l^ittv. e. li»'» ber ieb0<^ bie aani f aMe liiMbe |ft^ b«| fU febe 3nß HMfi» 
SX).«. XL e. 840 Saf. 18 Sei((fet oon 9RoiitmoreiiC9, CMm da Moal« 



■ m. . 

»•ND^t Common rod KeoÜdi'Okdffy. IDic mo^iilig \^ lUmOil |iit, mr m 
hmdtl gesattelt. S)ie epnonpmc aber ftnb infofctn ttnri((ttg, ali S)u9ama^ 
Ceritier de Montmorenor o^ne Beifa| bU Obige nid^t fein tann, mtb oiU^ Vi» 
Kentifh ber (EngUnbct (Sonb. (Sat. €^60, bie bafelb^|tt6iinoii9meii(otCoaaiOtt 
Sodt KoDtish red, Flemkh [ot maay] Yirgiaimi Mai, Emrlj Bichmoiid, Pi» 
Cherry, Sossez, de Moatmorenor, Hontmorenoj i loogne qoene, eommsmo k 
\ troohet, eommoae, iinb gati| irng oitib noA MtiteAt de Prftqse) »eit e|er bie 
iUeine ®(a6lirf(^e oon 9Roittmerenc9 i^ (mogli^ an± ber frfifie 9ob€t), bo fle 
aii4 nac( bcm Senb. ^t ntnb unb oen 1 w&fte ifl, fe bot aif^ M< fftmmtli^e» 

E' ten Gonoimme auf Obige iti^t paffen. 9^a<9 Xlercrembic in 2flberg ttctfc* 
6. 061 foS bie itirf<|e oon itent f elbft f 4»ar)rot( »erben. Kraft Xaf. 16 
ift giei^faKd bie iUeine (Slinft!. o. SRontmer.; Pom. Frone. 6. 89 9tt.iT 
bie Kleine O(a0L o. Rontotor. ober eine flBei<(|fe(. S)ie in ber Pom. Frono. 
6. 88 Str. 16 oorfommenbe ^gl. IBei((fe( ober SRontmorencn. bie Zru<l^fe| oor 
Slo^er er|ie(t, ift ber ^(e ®obet Srtt^fet »eifct 6. 468 no^, »ie e^nft 
oui( bei ben oon i(m betriebenen SRontmorenq^'ft fi(( man^erfei Unri^Ügleiten 
|at |tt 6(^ulben iommen (offen, unb bie Obige ri^tig nur i^At ttdrierb. 6. 2KL 
wo er bie im Z.0.9. XL 6. 340 gegebene 8ef<ltreibttna oieber gibt, aber babci 
oBeft citirt unb buriieinanbcnDirft, »oft nur irgenb ben 9Zamen SRontmorcnc» 
enthalt, unb «bb. 8. XufL e. 702 9hr. 71, unb 8oSft.9om. ®. d42 9tr. 73. ol 
unter 6al)manni 2 aRontmorencp'i» @. 45 Obige fei, lA^t {ic| nii^t entfc^efben. 
M^ler 6. 175 ^at bie Kleine SRentmor. gn ber tporifet atotionatbaumf^ulc 
»urbe Obiae, »ie Snu^fel na^ Fenille da Cnltir. 1804 6. 146 bemerft, Lo. 
eeitet dl ibnimoreieby genaniit* — Ob. bie CMdmr de Itoutmorräagr XLD.Ccb^ 
81. tt. 82. 2ieferung, Obtge i% fie^t ba^in. 

. •eft^ft: ifl fMft ttib «04 WtMen burtH»dttH4 gtb|ff äfft bi» »oiipeae 
Olattirf^e, breiler ott ^o^ ui^ ni^t fo biit a£4 breU; 091 6ti<Ce fiart geMUEtr 
oft »ie obgefd^nitten, am Ctem^^elpuntte »miger florl gebrüdt, ja »eil ber Keine 
fia^ oertiefte 6tempe(f>un!t me§r na^ ber 9iüdenfeite ^in jlt^, »bCbt fle ^^, 
oon ber Saui^feite angefe^en, na^ ber 6pitf e liemli^ fi^^ gerunbet 3U ; }n bei« 
ben €eilen etmoft g^rfttft, auf ber 9lft<fettfeite meifl fiorf, »0 bd ber SRe^otC' 
M eiue breite floite ober tiefere Surd^e leigt 

6tie(: mittetftarli grftn, in flauer, bei gro|en glrft^len »eiter ^^Unis, 
^aut: gl((n)etib, fein, oon %atf>t einer doppelten Öladlirf^e gan| d^nlu|-- 
SUtf 4: mattgeCbli^, fort unb faftrei^, bo^ rt»a$ conflflenter alA ba<ber 
S)opp. ®Iadf.; 6aft ^eS; Oef^madt oon fe^r milber 6fture, bei re^t reifen foft fft^ 
6t ein: Ibfet fl^ gut oomgfleif^e, bod^ fanb i^ an SNif^en« gfft^ten wA^ 
BffMttiati bat » wit bem atiete fid( aud ber 8^4t iie^en laffe; er if^ faflhifd« 
tunb, am etmaft abge^mpften 6ticlenbe leigtfU) eineflai^f, UUigli^eSecttefwif^ 
Siadenfanten breite bie SRitteßante jle^t fla^ vor ut^ am fiftriflen na^ ber efl|e 
(in* 9)ie 6teine ber dro|en ©ladt unb 2)oppetten 9Mt flnb »eniger groft 
ttiib bidbadig unb tritt bie SRittelfante ßftrfer unb am flArfjiett na^ bem 6tiefe 
i$tt oor« (ieburd^, fomie buri^ a»a6 fpdiero 9Uife urtb mel|r eafigleU natcr» 
filfibet fie fi^ oon ber htri oor i^r reife«ben fl)oppefften Oialfirfd^. 

Keif leit: 8. jffio^e Cnbe, ober Snfang ^er 4« Ko^ ber Jtirf4ei«clt gftr 
5Cafe( unb Igau8(a(t 

8)er Baum, berbeiZrud|fe( venia tnio, trftgt oml^ beilNII^tR ni^^ ^^^V^' 
VUi voUf boA liemKd^ gut, ift aber auf 6i|ftrf<(6nunterUge perebe(t| unb «^ uc 
oerfud^en, ob oie 6orte auf Unterlage oon 6auerfirfd^en nt(^t tragbarer »iro. 
S)ir ntir^efanbten fn^cn, fieifen, »enig abne^menben lleifer mit mtfer Bp^m^ 
Hflfpe gm(en benen ber fcager SMeateOa. Oberbietf. 



1«7 



No. f*. ftlffigtn ^rtnfla. ir, n !trttc6feS; (SJI(i*Tirf«en. 




lUrmsttt 9arteii|ia. • • 4« ffi. b. ir.3. 

^eimit^ uiib Sotfommen: biefe treffttc^e Sfru^t, beren STtier flc^ id^t 
Ü5er 1812 (inaufbatitt, ijl in Qclgien ober $ranhet(^ ergogen. 93o? unb oott 
«cmf \fk toeiti unfiAcr. 6{e Iioi ftc^ raf^ loetter oerbreltet unb ffat, tBeild 
«tU mos bfn teerten xomen ni(]^i !annte, t^eild «14 too^I burc^ ®en)innfu4t 
bcr ^anbclftgOrtner, eine }iemli(&e Xnja^l 9lamen erhalten. 3)ata Ü6et Urfpruna 
W^ ^MtiW bicfet itirfd^c geben bie Annalet de Pomologie 18Ö8 6. 26 uno 
bit AnnalM bet tßarifec 6octetftt Sugujl 184 k 9la4 leiteten toftre fle ittfptftng^ 
6(( itin 1816 9on einem IBtn^er Lonis-Gros-Jean, im %^alt oon Stontmotencf 
ia feinem Seiiibergr «ttfgeni«<^fea geftuiben, ber jie Lonis XTUI. nannte; man 
(itte ober bei i^rer er^en SBefanntmac^ung bur(( bie AnnaJes de Flore et Po- 
■Otto tuäm %em JÜMtun Reine Horteaee, ald ^gie^ec betrautet Qemi ®itauli, 
gewttwt Sarofe, 0ftttne( ber ftaiferin ^ofep^ine, berflebenn aud einem Gteiiie 
ber |tic«9 neu ii^ genomtenen Ceriee Larose feinet (BiaSH\x\^t, fte^e biefe) et« 
fegen unb be? belannten jlönigin ^ortenfe gu S^ren benannt ^aben foDte. ^ 
bcs Amieies bemettt bagegen £ett 2. be Saoap, bat bie Monstrense de Baray, 
»eI4e im SotmetitedlofUv }tt Silootbe aufgefuuben fein merbe, fc^on um 1812 
im Beft|e feine6 3Batcti$ gemefen fei, unbfi^ oon ba naASaecfen oetbreitet ^abe* 
9ltii mH bie 9Ctf($iebenen Angaben baburc^ oeteinigen, ba( biefe t$ru(bt flc^ con« 
ftttBt Mü bem üetne teptobucite, unb fo mo^i an mehreren Drten oirttuf etiogen 
fei, hai ohit tttttur bcn me|tma(igen Reprobuctionen ein mefentlic^er ttnterfdjfieb 
aii^ fkattfinbc. Setgl. (Anleitung 6. 41. 

2itert<ttt »nb G^nonpme: bie Annales am a. 0* unter 9tamen Beine 



1ft8 

äortoüM §Atn tute «(5ilbuiig nnV p$ax fc^t «eofe gn^kt vom ^»csataaBe 
U'" I^ntt unb 15'«' (xx^. 3^ felb^ erhielt ^e untet ben uitBefltitkiieii 69m» 
nttmen: Belle Hortenee« Monttreiifle de BeTej, Hybride de LaeJcen «Mb L»«U 
Pbilippe (bet biefe ^tu0^i befonberd oem gcgeffen §at). ete beiftt ab« oitib 
no(b Louis XVIIL, Beine des ceriies, ttonttreiiBe unb Belle de Jodoignei Belle 
de Laeken, Seiie 4 U ÜTre (2enb* (Eat.)} Merettin, Bomrm' (.Zl^iett^ |u (acta 
f^tcibi BoaTToj)« Oniffoe de petit Brie, ^ttt SRebieiiMlaffeffor 3a^ «(ictt fie 
(9ton.>S4r. L 6. 182) aoft $opereu« (EoSection alS anindonx de U BooheUe 
unb Cerise de Suyelot. 6te tonmi femer aU Donna Maria unb De Spaa» luub 
3)o4na§(8 ^omona 1856 au(( ofiS Grosse de Wagnelee unb Belle Audifeai»e 
vor. TtnUr ben 3 erflen ftamen (oben j[ebo(( bie Catalooe non Jamain et Dniwsd 
jiu Bonry-la-reine unb noit IC^tem) |u ^oelen eigene ^rft^te neben ber Obtücn. 
3)er (Dialog oon Jamain Durand Hat auc^ bad Spnonvm Lemereier, unter 
oelc^em 9lamen ic^ burc^ ^a^n ouS ^arift eine a^ni anbere fdfiU^e ^itnAi iabt 
Cfte^e biefe), unb bie Annaiea IL 6. 19 no^ »ieber eine anbere ^<$t obbUben. 
2)ie Vton.*B^t. 1860 6« 860 gibt einen Ku^iu^ aud einer »ef^retbuns ber gnubt 
9on aiobert $ogg, ber Beile Andigeoise, Grosse de Waipselee, Belle aaprtats. 
Belle de Prapean, Cerise d'Aremberg Fisohbaeh feoie atti| Lemeroler wt^tt 
ben fcbon gebac^^ten ald 69non. angibt. — Seral. nocb SDUtriA III. G. 267. 

®ef alt: fe^r gro^, unb erlangt fte felbff bei mir auf ^oi^ftamm 1'' ober 
etmad niebr Breite unb^ö^e. SRetftendbo<(attiKfebenb; einzeln abgestumpft, |cr|< 
fbrmig, meifleng aber ein Doal bilbenb, beffen ftftrffte »reite in ber Stitte ober 
nur etmag mebr nacb bem 6tiele, juweilen au4 etwaft mel^r no4 bem 6tempd* 
pnnfte ^in liegt 9lm 6tiele §iemU(^ fiart, am fkarfen, balb gar ni^t, balb wm^k 
vertieft fle|enoen Gtempelpuntte etoal^ abgeftumpft ober me^r jugerunbett ouf 
beiben Seiten unb auf ber 9iütfenfeite am $Arf fiten breitgebrfl<!t Oau^feite |eigt 
meiftcng flat^e gurcbe, mtfenfeite bagegen nur Sinte, ober bie gunte leigt fi4 
erfl etroai in ber 91ft^e Deg @tempe(pun{ted. 

etxtli oer^Artnibm&^ig mnn, Vit" meifi 2" unb feCbft barüberltng« 0^* 
grfln, oft etroa^ ger5tbet, ft^^t in itemli^ tiefer unb »eiter ^b^iung, beren 9tnb 
na^ ber Siiftfenfeite ^m betr&c^Uid^ ftftrier abfaat. S)ie Olfitbe treibt p »ie bei 
ben 6&(»ei4feln, meifleng eine ftart geftielteSUimenbolbe; bo^ bleibt faft innes 
nur 1 gnu^t an ieber ^oibe ftten. 

t^drbung: bie feine, fe$r giftnaenbe, )iem(i4 burdfi^tige (aut ^t atatttteOc 
iSrunbfarbe, bie oor ooQer Steife nocb etmag tu feben Ifl, nHH^enb in oofler Steife 
eine ber »öt^e ber Otasfirf^en aon) A^nlicbe 9i51§e, bie auerft nur griin^cb 
unb punitirt auftritt, bie gan^e ^rtuAt über^ie^t, mob» an meniger Hfoimtai 
fkeSen bie ©runbfarbe no4 bur^f^etnt 

8Ieif(b: ift mattgeK, fe^r »ort unb faftreiifi, rin 4krinaei eonflfkuter ili 
bei anbem Q^Iadficfd^en; Saft ni($t fftrbenb; (Hefd^matf fflf, bu«^ mitbt €Mbw 
erfrifcbetib unb belUat 

6t ein: bilbet aiemlt^ ein Iftnga<beg Ooal, ober ift no^ bem €(tiele«be |ta 
etioag vetiflngt unb abgeftumpft; bie Baden finb fla<b, bie SUlcfenfaitttn fUU^ mb 
Hitft breit. » 1 -^ » 

Steifheit unb 9tubuttg: )eitigt in ber 4. IBo^e berKü^f^eiHflt #iim 

borjflqti^e 2;afelfru4t. 

2)er Baum, übet beffenBegetotion fc^on in ber Einleitung S. 42 ba#9N4n« 
ff«fogt if^, mfictiet raf4 uub gefunb. 6eine tjm^tbarfeit rniH moit inbet fcC^I in 
Beigten je|t fc^on ntc^t me^r genflgenb loben, unb finb mt^ in 2>eutf4laitb Me 
Ütt^eiJe torflber get^eiU. 9ta4 meinen (^tfabtungen fie^ er freiftebenb aaenmht 
mentg an unb liebt ben 6(^ub einer Sßonb. &lbft in bem au(^ gftit^eiit ani^ 
reiben INrf(f)enja6re 18ö0, »0 bie Blfttbejett erft 8. 9Rai mar, trug mdit bilbt 
am $oufe meftli^ . ftebeuber, 10 i^ub ^o^er, 8 %m breiter 3«ieT(|baum, ber «i^^t 
me^ ^orf treibt, na^ rei^fter Bltti^e m^t 150 Srficbte. ^t. f>irector •<(«&»< 
iP^in au 2)armftabt ma^te jebo(| md^ 9Kon.'6(^r. 186O auf einer 9nbb^ est« 
0egengefe«te %)coba4tung. 2)ie eorte bUibt fe^r ftbftbbar, bo<b ift fU üAffer 
etmaa 3« oi«l gcpricfen. 6te^e au4 aRon.«ecbir. 186O, e. 817. 

0berMeit 



169 






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ttctterm, m brffeir fr&$erei» Betjelii^iffe fle mit ke« Haweii ikk^ Mi» 
firgektt toat. — 2i^ttix\^xn finb^ niie thit ^t. S^r* o. S^teif^ 
£in. bair. Jt&mmerer in ÜRün^en, ein loatferf r |$ctun^ anb itenfier ber 
Jtirftgm, fd^teibt, auf brn Xafeln bet ^bfftttn 6fftnbe attgetf^^meV) al8 
ffrft^e mit farbenbem €aft^, »eS^otb e8 au^ ati^meffen ift, bie ti^ 
taa^enben Bmtti biefer €Ia{fe ouejubcuttti imb Ue bfffercoi letettnt 

6tteT*tilv Hub- e^fi^livmes i« 1^*ptlmB niuttimi 9il|d4«d| i^.fU 
fififlMlr f«#0fl9fi$ie«, fo *H( 14 wi AM9(| mmtmt, »ar b«9lameD«oK#Af ^ 
«e PaluAK j^rutft. snb'enoftttd ftnbe tA fle nur Im Catalo^e fwerAl dw 
BptliiteTCi #07ri«t.deYilYiMrdefftv «8M/7, l^fr^cltlfle JDaakesa« d* F«lruma 
Hb «i i|t «etai^i Pa^fceuf Br«t#iiii9Aa ctng^fAIoffen. fo baft bicfet alfa 
»o(( ber tftgi^^et ober (Entbetfet ift. SieShn^t toiri M ]Ax fito^, ^ft^iig, 
MMi#, bUnllltot^, i: DngO.» IHHc Sutii teii btr «(«iiii M Ub^% f» dtt 
Smcn §tdt;ntt ^cft^eri — 3<t crgog fle oie folgt: 

@epalt: plottrunb, auf beiben 6eiten ttxoai gebrfldt, ft&rter {e^ 
bo4 auf ber gutc^enfeite. S>{e ^u^^^ ^f^ f^iOA^i unb meift nur an 
ben nid^t gang reifen Airfc^en ft(btbar. 2>er Stempelpuntt fte^t etnKiS 
eingrfentt neben ber Sf^t^e ber ^ruc^t. !Cie ftirf^e ^ält in ber ®rige 
bieSJliiie 2oi{4ien @lag{iri(^en unb SlmareUen, man lann fle mol^l fc^on 
%co^ nennen. 

Stiel: 1— 1'//' lang, jiemli(^ ftart unbbefonberi ba, mo er auf 
ber ftirf(^ auffitt, fejir bid, grün, er fte^t in »eiter, aber f eit^ter Sinfentnng. 



170 

4>attt: bfotTi gkndUl bsr^fd^eiiieiib livb f Iftugenk, »on^rbe W^tß 
^mtpurtof^, ttwat bunfler alB bie oon @lafitirf(bfn ober flmarcflät^ 
b0<| fftrben fl<l^ bie legieren in ber Ueberrtife i^nlit^. 

^leifd^: rSt^Iid^ gej|b, burd^fd^eincnb, toeic^, faftooH, ber 6aft tfl 
f^ad^ rttl^Iid^ meig unb flar. ÖtS^mad f&iterl^ ffi|, »enifter ffi^ 
imb aud^ n^t fo pif ant wie ber manc^ ®lQ8l{r{d[ieit, bo<i^ immer tm^ 
{ftg alB faiier, unb bod^ nod^ red^t gut, olfo mel^r bem ber @IaS(trf<l^ 
alt bem ber KmareUen naJ^eRel^enb« 

6tein: nerb&Itnigm&gig tiein, runblid^, mit Heiner, fe^r {iampfet 
6pi^, er ISfet fU^ t^&ttig oom t^Ieifc^, nur, menn bie tüx\^ «nI^ 
nid^t sani reif ift, bleibt er am (Stiele fingen. 

{Reife unb 9lu^ung: bie %vuäii reifte 1858 ben30^ 1859 be» 
15. 3l^i, alfo fpiter alft «on il^r angegeben ift, voai wo^l ber nntcr* 
f4ieb bcS (SlimaS bebingt. Qu i^er 3eit nKiren bereits aOeSmarelleii 
1859 norftber; mit nod^ nor^anbenen anbem <8la8ftti(j^en ^atte bie Mt* 
liegenbe teine fiel^nlid^leit 

(Sigenfd^aften beS SaumeS: berfelbe ift auf SRa^ateblirMe 
Mrebelt, »ft^M borauf gut unb ift gefttnb, trug aud^ bereits einige 9Rol 
Sicinlid^ noS, bo(^ iAeint bie Sarte gorabe leinen großen Saum fi 
madlai unb ^t we^r bie Segetation ber SlmareOen, aber bod^ fd^n 
etwas breitere Slitler« 

Oemetlungen: es ergibt fi<$ auS Obigem, bagbieJKrfc^e'md^ 
yt ben ®taSlirfd^en dS SmareOen ge^irt, ober man tann {ie a(8 cb 
SXittclbing jnrtfc^en beiben betrauten. 3^ erinnere mid^ nicbt, unter 
ben mir belannt geworbenen ©laStirfd^en eine fil^nlid^e, bie ftd^ bind^ 
ben etmaS fftnerlidlcn @efd^ma(t unb burilb bie einniS but^er totl^ 
l^autfarbe auSgeid^net, in welcbem lefteren fünfte fie aber ber Aenfioffil 
für mid^ neuen @cbftnen oon (^m^ nod^ teineSwegS gleid^ lömmt (bie 
f((on ungleid^ me^r ju ber ^orbe ber SBeid^feln l^imieigt), gefe^ |b 
^en, nnb l^Ue fie, nHe bie ebengenannte, für eine neue eigent^au 
tid^e eorte. 



171 

Ko. 60. etticsittier «bffbfft n, B ttu^UVt •MlbT^en. 




yetieiihtrger Mäikitfile* ^ • f 4. B. b. je.8- 

4>ciiiiatl^ unk 8irf 0mmeii: ifl ein OettciibtRgir S&nlfaig^ 
Mb fk( Otts ber Aemfaal, t8tf#( Sn4fe6 1794 »it foDsfiUig bqcic^f 
«tm €)ki«in tuniial^m, auB einem @teine ber ^roger SRuScateOer, olfo 
(her 6fi6iDet4feI mit ffitbenbem 6afte» iBieOeic^t tommt eS von biefer 
Ofiammung, ba§ mir bie jjtiitgen Stume auf SBeid^felmilblittden 6i8l^er 
T^t red^t forttDoOtett, itnb an SBeiil^felMttme 8^^ ^xtUiWtiQt , bie 
tIehlfanB Hein blieben, iwQ groget fd^foer ^rfid^te fagen, aber fld^ na<( 
etli^ Sauren tabttntgen. CA finb barüber Mdf meitere Sßerfud^e gu 
md^tt. ÜRein SMS ^ id^ wn S)iel unb 8urd^arbt flberein. ^ft 
mN| fel^ menig oerbreitet, aber mert^ooQ. 

Bitevat«r iiitb 69iioti9me: 5UuA\. G. 456 BettettBuraet •I«l^ 
liffÄc; DiHH4 e. 147; 2ie(|(» «nL 6. 167. 3m ««ilaiibe »Ttb fle no^ 
1« «fa^t bdatmt fein. 

Qeftatt: MeSrtt(|t ifigrog, l^at nad^ Slru^fe^. mit ber Doppelten 

(Rasnrf^e viele Sel^Ii^ett; Sieget ^at iebod^ ri(j^ig beoba^tet, menn 

er bemertt, baB ttU^t nur i^r BM gemil^nli^ etmaB Iftnger fei, fonbern 

fie miil^ grbger ifl, am 6tempelpuntte weniger gebrüctt unb mel^r juge« 

Tttiibä, nnb bie Stfliftnfeite gmar mcttU^ gebrflctt ifi, aber ni<l^t \o flarte 

Sttn^en ^ alB bieS>oppeIt^®Ia8tirf(l^e nnb oft nurSinie. Der etnHiB 

wb4 bem Stfitfen ^in fke^enbe 6tcmpetpttnlt flti^ fe^ wenig vertieft« 



172. 



1*1.^ 



IVif ^ in fhK^r ^&l^i^. 

^aut: glinjenb, }&]^, bag.{k fU^ a>|{el^ (t^t, »eiliger bitr^ 
fid^ttg unb in ber Keife etvaS bunller totl^ att bei ber S)apptflai 
«btSllrfc^e« 

SIeifA: »el^aelb, faftrei^/ bet Soft ni^t fftrbenb, ber Oefctimtf 
meriRiib füger alS bei ber S)opi^ften <EMa8ttrf^ bo^ inoner wo^ fft|* 
fSnerlid^. 

S>er Stein iß mi^g grog, fafi Ingelrunb, MAoAg, am 6tUU 
€nbe ein SBenig ootgefd^oben unb etVNiS abgefhtnq^ WUtenloata 
breit, ober fla^. ttm 6tielenbe geigt et eine ßorle rnnbe Serticfnag* 

9teifjieit unb 9tnbung: geitigt um 8—10 Zöge fySter oU bk 
S>opi)ette ®(a8lirfd^e, in ber 4. jffio^e ber ftirfd^ieit Sftr Zofet mb 
^g|^ broud^ior. 1860, n>o ou^ bie Stot^e Oronienfirf^e wenig 
<Befd^ino(t l^tte, »ar obige felbfi om 12. Sing. nik( wn »cnig gntan 
<Bef(l^motf, »A^renb bogegen bie fpiten Stmardlen, nomentli^ ber Or9|e 
<Bobet, redete ®üte beg ®ef<^n^d8 ertongten. 

X>er eoum »irb noc^ Zrud^-grog, iß trtgbor nnb 1^, vie 
bie 3Rutterforte, oon Ift er gbßomm^.eia gi|f <i[|]A{Iüieft SSf^Vt^un inb 
liorle Selaubung nitt grogen, breiten Slättenu — S>ttrd$ niel^r <8ri|e, 
tenfiere govbe unb f pfttere fl^clpe, onö^ -etiooB In bet Aißdt wtttfAeibct 
tie fiil^ oon ber S>0welten Otottirf^e, nritbec fie gdei^ ffietU^ ^ 

Cbef*ie4^ 



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««•jfe €U»littf4^ • • f 6. . Q. |). «J3, 



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lisenbe'Qr^rtv et^Mt Xttudlfe^ 1796 t)Oa Sättttet urii ier eeumluttg, 
te§ er fle wm ^ßftflor ^emie |*]&e, tmk {le von beffeK 9tofiift ekU 
ffif(|e (M Zmd^ieft Oofipette <SHaAi)irf<|e) perfd^icben teU «fittnev §f< 
fü^b fle tut Z.£).^. Vn; e. 371 Sfit. d al» «teo^ ^ItaSKtfc^,' mel* 
i(ier '9lmne fcl^t poft, ba f{e tnetltUI^ grl^r olS bie S)o]ipclte ®laSRtfc9e 
1^ &t f^ siemlU^ Bfr&rritft, g. 9. orf^ itn^i&attnovet'^^^ ntfrf> 
ober, I9{e fi^ott bei hn S)^peltett OlaSftrf^e g^S^^^ ^f^ ^^ Sebterir 
^a^ß DettDeii^fett. Vlein SMS ei^telt i^ BOit ^m; Dr* Sieget, otib 
biefer rnm Xnttbfe^. 

fitteraiur unb ^»nonnme: %tuA\t% 6. 47d ^tbße ^(aStitT^e; 
liHttrif^ II 6. 196; Z.D.9. YIL 6. 871; Sie^e» «nL 6. 168; d^ X kttf. 
M $b5. 6. 676 9Sr. 6 itai^ JBflttnevi Sefc^bun^ fe|t obo; ixü^ alft glejAfie' 
beiticnb S>o|)peIte ©taftfitfd^e l^ingit. gm fBörierBu^ 6. 29^ too S^n^ 
Me @'ro|e ®!ailirf d^e (ef^teiBen iDoIIte, oenottfelte er f A in SBiberf^itfic^e, 
ootflbev S:ni4fe^ 6. 445 nad^gelefen »erben tnut« SRit (Sl^riitS' geilem |at fte 
ond^ $eine!en 6^214 9hr. 44* Slud^ ber ®ro(e ©ob et mirb juioeilen irrig 
9ro^e <8Iadfirf(^e benannt, gend^nlid^er teboc^ jtursfiielige ®IaiKtirf<9e, 
fonie tlnlimbige anil^ bie Obige nieber lntr|fliellge ©Mhrfc^e nennen. 

©eftalt: Me gnid^t ifi gtoß, oft felbft fel^r groB, am Stiele utib 
om @em))elpunlte f}ar{ gebrüdt ; bie Sban^]d\t ift tneift ol^ne alle ^utd^e 
unb Tunb, bie Stüfenfeite mertlid^ gebrücft utib jeigt eine gurc^e. lOer 
Gtempelpunlt fielet in loeiter, fCad^er SBettiefung. 

Stiel: ^otf, lur), fi^t itt geräumiger ^ö^Iutig* Zntd^feg befiStigt 



474 

ni^t SflttncrB Xii(|a(e, ba| 014 M n^t^ Retft ber 9M \ß feß 
teilte ^angc, bog er ben 6lfiii mit aud bev %iu^t ^emiiftiicl^ 

^aut: 0t&si3enb, giemlU^ ^art SnfongS ^t0t(, »itb {iilell, ft 
viie bie ^Doppelte ®laSKrf((e, )iemli(( bunlelrot^. 

Steif dg: mottgelbtii^, )Qtt uttb gerfUegenb ; ber xA^lU^ oor^onbcne 
"Coft Igat in gäriger Steife ber ^xn^t eine ntUbe, pt&nde nnb oiig^ 
«el^e ®&ure, nnb wirb anlegt dooS firbenb. 

S)er @tein iß faft (ugelninb, biftboctig, am Gtietenbe »le ab^ 
Hefd^nitten mit einer f[a^en ^ft^Inng, mo berGtiet inferirt mar, gegou 
itter füpareS @irf^(^en. »fidenlanten }iemlid^ breit, bie aRitteltonfc 
|le|t mertlic^ nor. 

Steif geit nnb 9lu|ttng: fSngt erfl an, fU) gn firben, mens 
l\t S)on)elte ®laS{irf<ge faft reif i% \&ibt fi4 bann )iem(i^ fc^ndl itnb 
jeitigt 8—10 Zage nadg ber S)oppelten ®taSlir{<9e. gftr Xafef unb 
4>auS]^tt fi^a^bar. 18G0 fiel bie redete ^eitigung erfl in ben Xugnft 
:flber 14 Zage nadg ber S)oppetten ©laBtirfdge. 

£et Saum mft<^t rafcb, mirb grog nnb trSgt m^ SSttner nie 
-gang noU, maS ii( aud^ an ^iefigen auf 6fl^rf(^enmttUingrn nexebdtcn 
AMumeit ber Obigen unb ber ^Doppelten ®IaSlirfdge mo^t bemertte (nm^ 
bei inbeg bei ber ®rige ber ^d^te bie 6mbte bod^ immer eine gani 
f ttte ift), m&^renb belbe @orkn auf Unterlage non @auer(ixfdgen mir 
id|on in ber Vattmfdgule ialgrlidg noD, oft fe^r noS trugen nnb ebenf« 
bie ghobejmeige an gemb^nlid^n SB3eidgfelm SHe grüd^te ft^en gemibu^ 
(idg einjeln. — Son ber 2>oppeIten ®(aMirf (be unterf Reibet fie [x^ burtb 
tArgeren @tie(, mebt ®r5ge nnb fpitere Reife; nom ®ro^n ®obet bo* 
iittrd^ bafi btefe nkbt fo grob iß, nodf lürgeren @tiet unb nikb f^itlere 
@dure l^at unb bie 2^^V ^ Saumed beS ®rogen ®obet mit bem 
SUter ftd^ bangen; bie ®roge ©(adtirf^e pon tDlontmorencq ift tbeild 
in ber %oxm, t^eilS burdg me^t @ftgiglelt, tbetlS burdg ben gibsercii 
nnb nodg bidferen Stein non i^r oetfd^ieben (flebe Se^tere). 

Obetbiedt. 



176 

■ I !■ I I ■ ■> 

No. 62. ir^lle OroiiaintfAt. It B tru4fe^; eiaftfirf(|nu 




^eimat^ unb Sorfommen: ftammt oieQetd^t ati* ^oKonb; ift 
1104 lAngft nid^t fo Dcrbreittt, ali fte burd^ il^re $ru(!^tbarlett, ®efaiib^ 
l^eü bed SSaitmei, Sc^in^eit ber- S^4lt »ttb ben f3|en ®üft, bct, fo 
tolb bie Sni<|t «ftOig gerSt^et ift, feine @&ure me^r l^at, eS oerUetit* 
tBitb f flr Siele eine Sieblingdfrud^t n^erben. Wein Sfleid ^abe i^ von SMeL 

2iieTatttv unb Cnnon^me: 2:ni4fefi 6. 456 Slot^e Dtanienl.; 
£>ittH4 6. 153; C^rift, «bob. 6. 293; SoO^. «om* e.244 9hr.76; 2;.0.€».£8L 
e. 385 ZaU 16 Ubilb. liemlid^ ftul untev bein9e«inen ^oKftnbifc^e Pttf^e; 
t).0.(^b. 9tr. 16 in gform gut, baS (Kolorit ^xhi nux tiidtt* t'on bet 2)ur(({i4tig» 
Utt ber ^aiit. t)ei|t m^ bei itiuop 6. 14 Oranje Ken unb bie fpadfev 9latii>na(« 
bottmf^ule nannte fit na^ %tv^\tt Cerise ronge d'Orange. 2)ie erfie ricbtige 
1Bef4reibung unter ohiam 9^amen oi(t $emte (Xrao. 6. 339 dtt. 3), i^m folat 
Sftttner im %.D,QL yiL6.374 9lr.28. SBisfa^e Gnnon^meftnb noA? %lti\i^ 
farbige Pirfi^e, Carnation, Xltenborfer Ittrfc^e C<S(ri{l, $bB., l.Kuft. 
6« 634 9hr. 7 unb 637 91?. 8, M^Irr 6. 170), 0ro|e f|»anif((e gewftr^te 
4ticf((e (eitfler), tEüei^e lllat9afierfirf(te(S^ri^) ItnriAÜge Benemtungen, 
unter benen Xtu^M fte erhielt» ftnb: 9)oppeIte ®laSfirf4e (^ermlaufen), 
^olUnbifd^e Pirfc^e, Ceriee de HoHaade, ou Coulorde, (X.0.@. IX. e* 336 
Zaf. 16), «elbe Dranienfirf((e, (S^rift, «bb., « «ufl. e. 678), «raffet 
fi^e rot^e, au^ ^rin^effinfirf^e (SaUmann 6. 48). 3m Mg. X. ®ar' 
tenmagajiia 1808 6eft9 e. 338 ^af. t20 finbet ftd^ eine 9iot|e Oranienlir[(be, 
«el(^ eine ^enlirfAe, aiW falf^ benannt ifl. unb mit Obiger nid^t oeroej^felt 
»erben borf. aber Sonb. (Katalog unb ^oiDnmg C^. l94) ^oben i^e M Garoa- 
tion, mit ben mei^ unrichtigen Gpnonpmcn: wax Cherry, Growo, Cerite non- 
Telle d'ADflaterre, Cerise dePortngaly Grosse Ceriae ronge pile» Griottier ronge 
pftla, Griotto de Till^nee, English bearer fof some). 9lid Gerisier & gros fruit 
to^ge pAU| Seic^felbaum mit b(ei<^rot(er gfnii^t (Pomona Anstriaea 6. 6 Tat 14 



in 

^9« l)f e^iat »»4M »oü firnft ^i<^ Qlei^VDt^ .•X««It«f «e CZni^fc^ 
.e. 476), »elc^e et aenet^t ii^, fflr ^yu^dmeld Corte M 9lamend |tt Ratten (S^ 
(omel 6. 136 9tr. 12), un^ aud bet ^arifev 9?aHoiia(6aumf^tt(e a» CeriM« IL 
gros ftnit ronge p&I« on Cerito de YilMoe» attd^ eine anbete, beM 0rof en 9o(et 
ft^nlUte gru^t (6. 487). Vtan oetgleic^e feboc^ , n>ad Znt^f. e. 482, 484 ff. 
ftbet bte gto|e ttniuDetlAfflgfett bet ftamöflfAett Rttf^enbenennunaen na4 ber 
Devolution fagi, »o et §. fi. eine mit bet 9iot(en Otanienlitfc^e vo^C 
fl^etein^immenbe Sntd^t auffa(tt, bie et aud bet fotifet 9lationaIbattmff^(e a» 
Boyalo oa Cherrj Dnko, oq Bojalo batlTe, on Dne de Mai, oa Royale terdiT«» 
ov Holmaniit Büke et^aiten l^atte, in »elften Oenennunaen offenbat äffe Jhritif 
Ottfge^btt l^at* 

@e{talt: bie grud^t gel^oct ju ben fiTO§en unb ift in maiul^m 
Salären mel^T ntnb, in onbem mt^v txtii, am Stiele giemßd^ ftarl aU 
geftumpft, am 6tempelpunfte, ber in einem (Srübd^en, etmoS np4 ber 
Stätfenfeite l^in fielet, weniger unb oft fafl gentnbet, auf beiben Seiten 
nnr etmaS breitgebrfldH, am meiflen auf ber 9tfi<fenfe{te , wo eine Sinte 
l^era&Muft ^urd^en ftnben fld^ nid^t, ober ftnb unbebeutenb. 

S)er Stiel ifi oon oerfd^iebener Sftnge, 1—2'' lang, jiemlid^ ^atf^ 
oben meifl nur mit einem Ileinen 9(bfa^, nimmt bei fiart reifen ^rfid^ten 
am Saume dlH^ an unb fi^t innii^t tiefer, aiemlid^ meiter j^5(tung. 

^arbe ber gl5n)enben ipaut XnfongS lid^troi^ unb burd^ftd^ttg^ 
bei gunel^menbet Steife bunSer, bleibt aber immer burd^fid^ig. 

SUifd^: meigUd^ gelb, fel^ faftreid^ unb »art; Saft farbloS, ®e^ 
f$mad( füg, burd^ S3eimifc^ung oon etmoS Saure ^inreid^enb gemSijt. 
Zru49^g fogt, man ftnbe nid^t bie minbefte Seimifd^ung oon S&urc, 
.Itnb lönne bo§ ber iCirfi^e einen befonbern Sßo^Igefd^madC niil^t ab^ 
.fpn^eB. S)iefe Sflgigleit l^at fie mit ber Sd^önen oon Sl^oifp gemein, 
unterfd^eibet fid^ ober oon biefer burd^ mel^r ®roge, fp&tere dit\\t, au^ 
anbete ^drbung. 

Stein oon mittlerer ©röge, ^iemlidü gerunbet, mit fd^mad^er Spi^ 
nnb ioenig flarfen JCanten. 8m Stielenbe ift eine flad^e, gerunbele Jg)obIttng. 

Sieifjeit unb SRufeung: reift gegen Cnbcber 5. ©odje ber Jtir* 
fd^en^eit, in l^eigen ^al^ren jebod^ aud^ f d^on <Snbe ber 4 äBod^e. 3^8^ 
auf bem Saume 2iemlid^ rafd^, fo bag bie Sögd tl^r nid^t oiel antoben 
ISnnen; nac^ bemSred^en l^alt fte fid^ megen jarter ^ut nid^t fo langc^ 
oIS anbere ®Ia8titfd^en. ^auptfäd^lid^ 2:afetfrud^t, mirb inbeg aud| im 
^auBbalte braud^bar fein. 

k>tx Saum m&d^St rafd^ unb gefunb, unb geigte fid^ otid^ bei mir 

fel^ frud^tbar. (St mad^ eine fd^5ne, aud^ im ^ntxn reid^ oergmctgle 

ftrone. S)ie SlOil^ tritt erji fpSt ein, menn bie meiflen ftirfd^en ab* 

gebtfi^et l^ben. 

Oberbied. 



177 



No. 63. SotDfr« «Ia«nt(*e- II, B «tuc^fej; ©laSttrftJen. 




Cerise Lurose, 92oifeite, 

^t\mai^ unb aJorfommcTi: ©Ittr. III. 6.267 M bcrSttrtt^ 
itJnigin fioricnfitt, gibt nttd^ bcn Annales de la SociöW Hoyale d*Hor- 
tia de Paris 3ull 1838 bie Sftad^ridjt, boß bcc ©arlncr ßarofc ju aieutff? 
im ^o^te 1826 eine gute Airfc^e aud bem Steine ber Cerise nouvelle 
^Aogleterre gejOgen l^abe , bie im SBuc^d bed SaumeS unb in ben 
Cigenj^aften ber $Tud;t Don ber Cerise noavelle d'Angleterre Derfd^ie« 
ken war, unb au3 beten Steinen er f^&ter loteber bie Iiftlid[fe Beine Hör« 
taise erjogen ^atte. @3 ift nun n^a^rfd^etnlicl^, ba| mr in Obiger biefe 
Cerise Larose l^aben unb \pxxdfi für biefe 83ennut|iuiig wenigftenS xi9^, 
iMig fie nie bie fionigin ißorten|e faft immer einen langen mit SlSttern 
fecfe^ten ©tieldbfa^ f^a\, menngleiiS^ fie fonft Don berfetben gar fe^r oev» 
i^ileben ift S)ie Sötte tarn oon S^oifette in $arid al8 Cerise Larose 
110(1 9Reiningen, ift olfo iebenfoUft fran}irtf(i^en UrfprungS, unb er^iett 
{$ pon ba^er baS SReid. Sie ift burd^ fp&te Steifgeiti ®rd6^ unb @ilte 
cbtt fd^&tbace ^rud^t, unb geigte ftc^ bisher bei mir beffet, als bie gu« 
(leid^ mit il^r reifenbe gerfil^mte Ihiierilaitevin Co3s late Camation. 



178 

Siteratur unb ^pnon^me: \ft nenigfletiS in beittfd^en pontofo^. IBerieii 
itO(( nid^t nft^er (ef4rie(en »nb ift berf elben ^auptf&c^lt^ nur in meinet Xnlettitng 
6. 537 aeba^t. Slod^ aRon.s6c^t. L (B. 166 n&te eine Gerise de Saxe, meta^ 
iyc. aRebtc.*9lf[ef[or ga^n aud ^apeleud (SoCeltion erhielt, von Obiger ni^t vn» 
trieben, boc6 fanb berfetbe nad^ bxitfL 9Xitt^ei(ung in neuerer 3eit no<S^ %xbiext 
Sle^nli^teit ber de Saxe mit (£§aiena9*d e^öner, bie ber oorUegenen ft^nliij^ 
ift, aber )eit§er nad^ 3a§n nic^td von beren S&ure ju erlennen gab, hie Itc^ in 
SReiningen in mehreren auf einanber gefolgten Iflblen 6ommcm an ber 24»ofe 
fü bemerllic^ ma^te, bafi man bie gruc^t bort weiter m oerbreiten m/d^t fftr 
rat^fam l^ielt. Sermut^Iic^ ^at Obige in äReiningen einen {((leckten 6tanb gehabt, 
ober ift no4 ni^t gehörig reif gencfen, benn vor gehöriger Steife §at obige ou^ bei 
mir fe^r merfUc^e ®&ure. 

(Befialt: ge^brt in guten Salären gu ben großen unb ^aben bei ooSem t^ntgen 
felbft bie Heineren gtü^te no(( immer eine fd^bne ®rö^e. ^m stiele ift fie ftatf 
abgefiumpft, nad^ bem 6tempel|mnlte meift etmad ftumpfj^ergförmig, oft auc^ me(r 
gerunbet gembibt. 2)ie grbftte breite liegt allecmeift na^ bem stiele ^in; }U 
beiben Seiten ifl fie etnafi breitgebrütft, bie fl3au<!§feite meifi fe^r wenig, bieMdea' 
feite fiftrler; ^((en auf beiben Seiten finb fc^vac^ ober fehlen ganj unb {eigt 
bie 9iüdenfeite eine Sinie. S)er Stempelpunlt {ift in einem fleinen, flachen ®rab<^ 
etmad unter ber eigentlichen 6pite unb me^r nac^ ber 9lfl(fenfeite ^in. 

6tiel: grftn, jiemlid^ ftarf, von oerf4iebener£ftnge,^t§eil^ nur IV^^r "t^l^ 
11/1 biit IV«"» vmh ft^ft in meiter, )iemlt4 tiefer ^ö^lung. (Sr ^at an feincau 
fobe einen giemlic^ langen SIbfat, an bem aUermeijt 2 Heine SlättcJ^en ft|cn. 
Son ber SBlüt^enbolbe bleibt meijt nur 1 iJfru^t fi^en, »ie bei manchen anbera 
(BlaSIirfc^en, bo^ fe(t ber IBaum fo gut an, ba| er benno4 reic^tic^ tt&gt. 

^aut: glftn^enb, fein, boc^ }&§e, giemlid^ abjie^bar, ift Slnfangft bleid^tf^ 
bie Sftbtl^e ft($ meift t>un!tirt oerbreitenb, in ooSer 9leife bnn!el glad!irf(^eiirott# 
»ie eine rec^t reife XopptlU ®lad!irf(^e. 

^leif 4: fein, faftrei«^, gelbtid^; ber 6a't ^tU unb )utet(t nur fd^oa^ %tß^ 
rbtl^et. 2)er ®enu( ifl fc^on angenehm, bo^ nod^ ftar! fftuerli($, memi bie 9nu|t 
9bnig grbt^et ift, gewinnt aber fel^r bei Iftngerem $&ngen ber grui^t unb »M 
)ule4t fft^, burc^ milbe 6Aure gehoben. 1859 gittgen i^r felbft bie SBefpen fe^v na^. 

Stein: giemlic^ 9^0^, bidbatfig, nac^ ber ^orm ber Sntc^t balb ein 9e> 
ringed (ö^er alft breit, balb fo breit ald (oc^, am Stiele etwad abgeftumpft, v» 
fi^ eine flad^eQb^lung flnbet; Siflcfenlanten jiemltc^ breit, 9{eben!anten Keiir nb 
floc^; bie SRUtellante tritt fiftrfer (eroor, bo4 nid^t f(^arf, unb ergebt ftc^ gf|ea 
bad Stielenbe ^in mttlii^, fo ba| bie gform bed Steind baburd^ metllk( »er» 
fd^oben ift. SRe^rere f^arfe Kfterlanten {ie^en fi^ vom Stielenbe bid gegci 
ben Saud^ ^in. 

9ieifaeit unb 9lu(^ung: ^eitigt fpAt, nod^ merTlid^ na^ ber 9iot|en 
Dranienfirfd^e, meift erft im Kugnft, felbft I8ö8 erfi ^8. guli unb l^fttt fi^ )ini> 
(i^ lange am Oaume« %üt Za^ei unb (auil^alt fd^d^bar. 

^er IBaum mftt^dt raf(^ unb |eigt fi(^ faft ia§rti(^ trogbat. — 8on ber 
atot^en Oranienür^e unterfc^eibet fte fic^ tl^eilS burij^ etwaiB fp&tete Steife mb 
me^r S&ure, l^auptf&d^lid^ ober bur(| i^re me^r ^ersfbrmige %ig;nx. Co6i late^ 
Gamation brachte aber nur erfl wenig ^rflc^te unb fc^eint merllic^ bunltet gefdrbt^ 
ttU(^ flAtfer fduerlic^. 

ObetbieiL 



170 



No. 64. tWtnüJ^'9 64'dHe* IT, b. 3:ru(öfcft; (^taSfirfc^en. 




^tftinü^'t iifiut. ((S§atena9.) * • 1 (Snbe Suli Bid SRitte ätug. au($ fpfttet. 



^eimat^ unb BoTfommcn: p« rourbc in Vitry-sur-Seine, nai) 

fdnen Dielen Saum|d6ulcn mid^ Vitry-aui*Arbres genannt, im Srron« 

Mflement ooit Sceauz, pon bem Saum.utd^ter Chatenay mit bem 

Srinomen le Magnifique im ^a\^xt 1795 ecjogeu, rote L. de Ba- 

vay in ben ^2(nn. ber $om. I. 61 mitti^eitt. 

Sttetaturunb S^noni^mer bie jttrf^e, i9et<^e au« DMgem er!l&rCt4 in 
Goialogen 6a(b Belle de Chatenay, balb Belle Soeaax, oberau«^ Belle 
4e Magnifique ttnb Belle magnifique genannt nirb, ift in bem genannten 
Qoitbe bfrXnn« fur| befcbtieben a(d runb, bun!elrot^ uub gtän^enb, etwa 1" 2"* 
|o4 unb 3Vt — 3S/i" im umfang (hant d'environ 3 centimecre« et d'nne eiroon- 
ferenoe de 9 a 10), S(eif(^ getblt^, fü^, etflen 9langed, (gnbeSuti bid Stug. teil 
ttHb abgcMIbet 1" 2"' breit unb gut 1'' j^o^. — S)0(^na(fl im ga^rer III. e. 55 
M«nt {le$rd(|tige(9Iadfirf4e unb gibt au^er obigen G^n. noc^ ^inju: G er i s e 
de 8pa (baraud abgeleitet unb na^rfc^einltc^ deSpaa, Gerise d*ßgpa, Belle 
de Spa, d'Bipagne) auc^ Cerise d*Agen unb S^reoe'd jtitf^e. SU 
Oerise de Bpa, »el^er 9lame 9on (Einigen auc^ bet Königin i^ortenfe gegeben 
vtrb, »a^renb anbete fle oon biefer trennen, befi|e i^ inbeffen von ^apeleu eine 
«obere fe^ fleine runblic^efpftteSlmareite* unbatd ^.reoed jt. ^abe ic^oon 
2>o<$na^(, nie Itejeft noc^ in meinem t^efi^eift, oieaeic^t burd) 9leiferoerroe(^9(ung, 
eine oon ber Oftbeimet ni(bt }U unterfc^etbenbe Itirftffe erhalten. — 9lld ^bentitAten 
ober bo4 nt((t »0^1 |u uuterf^eibenbe Kirjt^en aus $ape(eu*d Sortiment, worin au4 

? Xie aUetbingft ni^t mit ben eingaben in^^opeleud (Satalog Aber fie trifft, 
worin {le a(d L 9%anged, gro^, bunfeCrot^, ®nbe Suli reif gefc^ilbert i^, wa% 
f^on mit ber (^^atena^ )iemti4 ftimmen bftrfte* 



180 

biefe toat, !ann i4 jebocj^ nennen (nod^ me^rjai^ri^en Oeol^ad^tungen) : Angl«> 
(«rre hatiTe, Angleterre tardiTe, Gerisa de 8axe, Cerise d» 
PlAnohoary. S)ittti(^ l^atte fibriftend bie obiae f^on a(d G«riM 1a Bella 
magBifiqne, Gros de BeaoZi nannte aber II. 6. 176 blad i§ren dlomnu 

iStftalU ntnb(i((, f(^n>ad^ ^eraförmig, am @HeIe ab0e|)lattet, auf beii 
ctoaft, bo^oenig gebriitft, unb ebenfo tft bie ^rc^e bemerf li<|, bix^ ntc^t {iorf 
tieft Xtt Stempelpunit fte^t etwad feitwärtd, nic^t gan) auf ber BpiS^ bcr 
3rm((t S)ie itirfc^e i{l }tem(i(( gro^ , n>utbe aber in SR, bo<| ni(^t gti^^ oll 
oben, bad in ben Knm angegebene SRa^ fann fle wo^( nur in fe^ gutem Beben 
erlangen« 

6tiel: verfc^teben lang unb ^ar!, oft gerbtl^et in fe^r »eiter, tiefer aber 
m^ feiertet Senfung. 

^aut: etroad ftarl, in unreifem gufianbe »eifigelb mit rotten Satten, fptter 
fd^bn J^eSrot^, aber eigent^ümli^ , fa^ brennenb f c^arlac^rot^) , anberS aU btft 
9bDtl^ ber dtladürfi^en unb XmareSen) mit Keinen bunfelrot^en gleden unb funlteB 
i^ie unb ba auf manchen GteDen ber $aut. 

9Ieifc^: fc^ma^ röt^Uc^vei^, burij^fi^einenb, 6aft ^&ufig nor^anben, nt^ 
f &rbenb, gel^brig reif f e§r angenel^m fflfi, im Oef^matf bem ber 6ü|firf<|en no^ 
jie^enb, »e^l^alb bie I8dge( auä^ fel^r Ififtem na<$ biefer ^pi^i flnb. 

©tein: breit, runbli(^, fc^oad^ |er)förmig, bur(^ ftarleft Sortreten ber ^au|Pt> 
fante, bie fi(( aber ntd^t bid ^ur Spi^e beS 6teing fortfeft, glei^fam ecCig. fi 
bleibt an i^m genyö^nlid^ etn)ad ^leif^ Rängen, aui^ ^ftngt berfeGbe bfteri na^ 
-feft mit bem Stiele ^ufammem 

9ieife unb Blutung: biejtirfd^e zeitigte in ben leiten 3 »armen 6anmcn 
axi^ in SR. ^u (Snbe beg ^ulx, in ffl^Ieren 'ga^ren nergögert flc^ bie 3üeife |eb«) 
eft fe^r, fo bat f^^bffc SRitte bid @nbe 9btgu^ §erbeiIommt unb bei oDebem et» 
langt fte bann feiten i§re gute atudbiCbung , megj^alb man berfelben einen befanbcci 
f onnigen @tanb geben mug. ®e^brig reif ifl fle eine betbeßen aan aUen Itnf «^ 
3m Stegen fpringt fte mie bie Sfl^lirfc^en auf. 

(Sigenfc^aften beS SBaumed: berfelbe »ftd^dt nid^t fiarf , mod^t wün 
aSen !ßamen, unter meieren ic^ fte beftte, auf Braans Mahaleb einen Seten 
fßaim mit in ber Sugenb aufre^tfle^enben, fpftter (dngenben Sv^«* ^ 
S^ragbarleit ift gut , beffer a(d bie ber Belle de Chans, bie ä^ttli^, aber fleiacr if^ 
unb et»a 14 Sage frilber reift. 2)er 8aum ber Chatenay (at bie breiten iKttter 
ber ®(adlirf(^en unb aud^ feine Slftt^en finb il^nen gleic^. SRan wirb bie 6artt 
alfo biefen anreihen fönnen. 

3. 



i8i 



No. 65. %aHt Bioer0iiifi«fel. ni, A. a:riidjfe6; ©ei4femrf<5en. 




9tt f rB^e 3wtiWtiii^tL (^nbe SRai - 9Inf. 3unL (Snbe b. 1. 9B. b. Jt3. 

i^etmat^ unb SSorfommen: ift tDa^rfd^etuttc^ eine alte fran« 
}5fifd^e ßirfc^e tttib üuc^ In Seutfd^lonb fd|on linger befannU S)ie 
^nic^t mac^t ben Uebergang Don ben 98etd|{eln gu ben SlmareUen. 

SitcraturunbS^non^me: 2lru(^fe|@. 492 S^rfl^eSn^etgroeid^fel. 
Ka9er m $om. gtanc. iL 6. 36 dU. 11 Tab. XYll. ^at fie ald StmareCIe, 
SBBei^e ©auetfirf c^e, PetiteGeriserougepr^oooe, n>oge(ienfte2)ul]am.I. 
Ö. 125 Tab.III. Gerisier sain 4 frnitrondpreoooe, S^i'^^O^^^f^baum 
mit runber frü^geitiget Sruc^t (b. Ue6erf.j nennt. 3)ie oon IBeibcn befd^tie» 
btntn%xü6^U Itnb jebenfoQd gleich; netin ^u^am. biefemiae oud) mit tleinen 9lb» 
loeic^ungen f^ilbert, fo beutet bie angegebene Segetatton nnb grü^reife boc^ lool^l auf 
bicfelbe jtitfc^e ^in. 91u(^ an SRo^ere X5ef d^rtibvng tabclt 2:ruct)fcf), ba( SR. bie jlirfd^e 
im unreifen ^uftanbe Dor ftc^ gehabt unb alö Si(btHrf(^e betrad^tet f^aht, load ober bei 
ber (Sigent^umltc^feit ber grärbung oerjei^Ucb ift. (^^rift im $bn>b« ^. 285 nemtt 
fU äüotlie runbe fvfi|fe 3®^Vd^ci4f<^ Petite Cerise rougo pr6eooe 



182 

unb Gilbert fte iDteSKa^er. Serf^t. no4 £teaeCd «tnn.e. 169; S>ittn4 n. 6. i 10. 
— 3m ]^onb. (Sat. uitb in 2)oronin(t roitt fte ald tCarly May, mit ben @9ii. 
Sroall May, Oriottier naio pr6oooe, HatiTe, Pr^ooce, Nain Pre- 
cooe, Kain & fruit rond pr^ooo e, Petite Gerise rouge pr^oooe, 
^rü^e !leine runbe 3n»er$roei4|fel, auffäUiger SBeife auiSi nod) mit bem 
@9iu ^öniglic^e SImareQe aiifge^ftblt , meCd^e leitete man alfo irriger SBetfe bm-t 
bamit für gleich ^ält. 3c^ feibft befam fte als Cerise Indulle von ^apeleu 
unb finbe im 6ata(. oon ^amxn tinb 2)uronb in $arid ;^u biefer bad @pn. Pr^ 
oooe d^Montreuil. — ^n ber ^arifer lRationalbaumf(Jt|u(e ^ie^ fle: L« 
Petite Cerise ronde pr6oooe. 

©eftoU: in guten Sauren fomo^I am @tie(e n>ie am Stempelgtfibd^en fe^ 
ptattgebrfld t, in SRigjar^ren aber me§r runb unb auf ben leiten etioad eingejoge«. 
@ine ^xd)e ift nic^t oor^onben, boc^ bad StempclgrÜbtben fe^lt ni^t. — S)tc 
r^ruc^t ift !Iein, ^öc^ft mittelgrog. 2)ie {uerft reifenben ftnb grd|er, bie fpfttcv 
reifenben fleiner unb runber unb bie itirfd^en merben auf ©auerlirfc^enunterlage 
größer, ald auf ©ü^Tirfc^enft Ammen, mte bied bei anbern Srten meift umgete^rt ift 

@tie(e: nic^t immer oon gleictier Sänge, meift fe^r !ur), faum Va" I^uig, 
|u einer anberen 3<^it I&nger, oft biiS )U &/«" (ang, i^re garbe ift gtftn unb f» 
fi|en in einer glatten $)öf)(ung jiemU^ f<fi in ^^^ gfruc^t. 

$aut: färbt ft^ früb^eitig glängenb rot§, fo ba^ man bie %tu^t fflt eiac 
SCmareUe galten I5nnte, bo4 ift ber ©efc^macl bann nod^ fegr fauer unb ttaoA 
bitter unb ber Saft roenig färbeub. Später wirb bie $aut na^ unb nac^ bunteU 
rot^ unb ber Saft mirb, (menn au^ nic^t ftarf) färbenb. 

5(eif(^: meic^ unb faftig, in oöUiger 9leife oon rec^t angenehmem ffilfftucr» 
lid^em ®e\d)niad. 

Stein: fe^r flein, fafi ganj runb unb llbit fic^ giemlic^ gut oom ^^leifc^e. 

Steife unb 92u(ung: bie 5tirf((e reift }u SCnfang bed Suni, nac^ $apeU8 
f ((on im 3)2ai, {iemlic^ sugleic^ mit ber ebenfaUd erft im Suni )eitigenben @<^0aff}«B 
SRaineic^fel, ^u ber fte gleic^fam ba«i Seitenftfld, bo^ ntit ||eKer rotier ^^icie 
abgibt, fo bog mir i^re erfte SBefanntfdjaft oiet greube machte. 

@igenfc^aften bed Baumed: berf elbe bleibt f (ein unb (ei|t 3n)ctg»eic^feC, 
toeil er fetten über ö' ^Ö^e erreicht unb nac^ ber (Srbioeic^feC bie Üeinften IBIüt^ei 
treibt, bie mit ben Sc^ie^enblüt^en 9(e^n(i($ieit (aben. S)ie Olütl^en flnb fo ^a^lrei^« 
bag feibft bie einjährigen 3n)eige bid an bie @pi|}en bamit befe^t ftnb. S>ie^rfl(^le 
reifen nac^ unbnoc^, fo ba( fte bidtoeilen Md Sliifang beS guU bauenu KfxfUm 
Säume unb ben ©efc^mad ber äBeid^fein hebt, bem ift ber IBou biefer 6orte aif 
9Bei(^felioiib(inge gepfropft, mit @runb )u empfehlen. Xoä^ f^lägt baö Serebete 
loegen ber ^^in^eit ber S^txc^t meift nic^t gut an, auc^ ^aben bie IBäume leiae 
länge S)auer unb man mu( fid^ beg()alb 9Jhi^e geben, bie Sorte m<!^t suvecItcceB. 

Semerfunaen: Xit Kleinheit bed Baumed, bie eigent^ümlic^en fc^malei 
lanzettförmigen ^Blätter mit fc^vac^er unter fi£^ gebogener ^ega^nung unb bie 
furaftieligen , fel^r frü^ reifenben grüßte untertreiben biefe SBei^fel $inlängli4 
oon aiibern. Sie mac^t ben Uebergang )|U ben XmareKen, benn, obgleid^ fte nait 
Obigem )u ben äBeic^feln gehört, fo trägt fte boc^ au(^ 9KerImale ber SlmareSeB 
an ftc^, rote ben fur;ien (Stiel (ben übrigend, loie oben erroä^nt, ntc^t aUe ^d^ 
l^aben), bie plattaebrüctte öcftalt unb bie nitftt gan^ bitnfele, fonbern immer no^ 
ba(bri(^te unb buvc^f c^einenbe Rflrbe ber ^aut, fb ba^ man bad burd^ fte gebin«!« 
,^,-.üif(^englicb nicht oerfennett fann. 3«5n. 



183 
No. 66. eSfe %tiffWm\Ü. in, A Xrnc^f eg; Sei^feln. 




^etmat^ unb Sorlommeti: btefe l^öd^ft tDertl^ooDe ftirfd^e i{t 
^otrfl von SRa^eT in ber Pomona Franconica aufgeführt unb Saf. 18 
jjmiliä^ gut abgebilbet. S>a Strui!^feg fle nid^t empftel^It, n)ci( fie wenig 
tm^e, iDfire bie @orte DteHeid^t bereits Derloren gegangen, mtnn $r. 
Dr. Siegel, t)on bem id^ baS SReiS befam, fie nid^t erl^alten, unb auf 
i^ren SSert^ auf mertfam gemalt l^&tte. SBerbient fel^r ^dufige 9(npf{angung* 

Stteratut unb^pnonpme: Pomon. Francon. loo. oit, Sltuc^fe^ 6.536; 
<^ft 8B5rter5tu^ e. 288 mit ber a^a^er'f^en »ef^reiBung. %. C51l«aabüu 
91t. 18 gibt gute, iebo($ ein 2gentged )u Heine «bbiCbung. S)ittri4 6. 112* Sd^ 
erhielt btefe gnicfit aud^ a(g IRfi^lf elbet äBeid^f el Don Urbanef . ^r. Dr. Siegel erbiett 
ft von S^tttn 3u$i^eti»a(tet Siid^d in iBranbenburg mit bem )Bemeff en : ^rnivb aOuns 
ier erregen/ unb fagt (Sefcbreib. neuer Obftforten II. e. 128), baji fie ^^^en 
Sfinbnrg unb @4meinfurt l^ftufig auf eaatfelbetn angpef[anat fei. S)a S)ittri(^ 
^ie eft|e gftfl^etd^f el beS Sreiberm a:rud^f e^ unb bie Siegerf(be unterf^eibet, (abe 
m^ i^ in meiner Snleituna 6. 534 unb e. 601 bie obige alg £ie^eU 6ftfte 9rfl(s 
oei^fet aufgeführt. 34 flbetjeuge micb inbe^, ba| bie Unterf Cetebe in ber Bes 
ti^bung, meiere flc^ bei Xvuöi\t% fiiü>en, unwefentlicb ftnb unb oieSei^t nur 
oa9on berrfi^ren, ba^ %tvi^\t^ Saum einen fc^led^ten ^tanbort batte, »eg^alb 
^ad 8etmort ^Siegeld" oben weggetoffen ift — aRit obiger gruc^t barf bie im 
Z. 0,t&. XX, 6» 175 aufgeffl^ 6ä^e grü^weic^feC mc^t oemec^felt werben, 
»elc^e ben ^canm SBSeicbfel mit Unre^t ffl^rt unb eine fd^mar^e ^eraHrfi^e ift, 
^ie Xnti^fe^ 6. 154 ald 6a^e Srfl^^ersürf^e auffahrt unb o|ne aUen flßert^ fanb. 

<Beflalt: @TÖge ftarl miltelm&gig, bei rec^t QoOev ^vagbarleit nur 
urittelgrog; am @tiele ift bie grud^t jiemlidft ftarl, am flad^ vertieften, 



184 

fai einem Ktinen (Brflb^en jle^enbcn (Steinpelpusitte meljl nur rotni^, 
gcbrftrft, au(^ an'icibeii ©eiten nur wenig ötcit gcbrüdt. JHe ^^unl^ 
ouf beibcn Seiten flnb Wwacl^, ober fel^len bei guter ®r66e ber grucj^t goni* 

©tiel: jlcmlic^ bünn, ^eDgrün, IV4 big IV2" tätig, oft fdbft nur 
1 3o(I lang uttb bann fiirler. (roaS noc^ ©oben ober SBlttcrung gu Da« 
rllrctt fd^clnt; in SWenburg fanb ic^ bieStielc lürgcr alä bi<^r;) er fl^t 
in f[a(3^er, }iemli($ enger SSertiefung auf ber ^mdit, unb ft^en l^&ufq^ 
mebrere ^rüc^te, meift 2, nid^t feiten ober atid^ 4—5 an einem etiDaft 
Derl&ngerten, bidern, gemeinfd^aftli^en ©tietabfa^e. 

^aut bunlelbraunrotb, bei noder Steife fd^iDarjrotl^. 

S)a8 gleifd^ unb ber ©aft finb bunfelrotb unb ftarl farbenb; 
ber ©efd^mad l^at fd^on, menn bie ^aut bunfelbraun ift, eine jiemlid^ 
milbe ©dure, unb n)irb bei noder 9teife angenehm unb erfrifc^enb, fäg^ 
fSuerlidb» fo bag bie gru^t ibren tRamen mit dttä)t trägt. 

S)er ©tein, ber beim ©enuffe nom ©tie(e abtaut, ift gtemtic^ ge< 
tunbet, na($ bem ©tiele Jfxn ein SEBeniged verjüngt unb etmag abge» 
fhimpft, unb f)at nur fla^e Sflfttfenfanten« 

ffleifgeit unb 9lu^ung: geitigt fc^on gu @nbe ber 2. oberXn^ 
fangS ber 3 9Q3o$e ber ftirfd^engeit nod^ oor ber Settcnburger Statte^ 
bie aud^ merfli^ gr9^er ift; ift felbft für ben frijd^en ®tnn% ongenel^m 
unb bur$ t$tAI^}^tiiS'rtt unb reiche Sragbarfeit für ben ^auel^att febr 
fd^^bar, fpringt aud^ bei Siegenmelter nidgt leicht auf. SBon ber ©trau|* 
»ei^fet, bie bie i^nti($e ^orm l^at, unterfd^eibet f^e ftc^ baburd^, ba% 
le^tere nocb etmaS fü§er ift, in paffen bem 93oben etmad gr5§er n)irb|. 
in il^r unpaffenbem aber niel Heiner unb fd^Ied^ter bleibt. äSon ber 
©panifcben ^bn^eid^fet, bie an^ gugleid^ reift, unterfd^eibet fle fid^ ba^ 
burd^, ba§ biefe Idnger unb meniger ptatt gebrfldtt ift, mertUiib mebr ©&ure 
bel^alt unb langfamer unb etmag fpdter bie bunKe ^drbung et^dlt, fo 
baB biefe fid^ am SBaume länger mt 3lud^ im ä3aume ftnb betbe 
©orten leidet gu unterfd^elben, ba bie ©panifd&c grübmeid^fel ein längere«^ 
fd^malereS, mel^r ^eOgrüneg Statt b^t, bem bed @rogen ®obet dbnlid^ 

IDer Saum ber obigen mdd^St raf($ , ift gefunb unb ^at bie oofi 
TOoijer angegebene Cigenfdjiaft, bafe er fe^r frud^tbar ijl, unb feine mert 
lid^ l^dngenbe SCriebe mac^t. 

ObcrbiedL 



186 

Nr. 67. ftileflioreit ni, A. 9;«tt(|fe(; »eld^retn. 




f tili|e IHorelU* ^ ^ t tCnf. b. 4 »• b. ü.3« 

Heimat 1^ unb SSorlommen: fiitbct fi(| unter odgem 9lamni 
in ^errtt^aufen^ o^ne mitere Sflac^rid^t über il^re ^rfunft. ^äf glaube 
in i^r enblid^ eine feit Dielen ^al^ren von mir gefuc^fe, bSc^ft fd^&ljbare 
^$t n^iebcr gcfunben gu b^ben, bte in meiner eitern ©orten ald ©ya« 
Her an einer €ubn)anb |lanb, unb id^ aU ftnabe {}ctS als baS non pIn» 
ultra unter ben ftirfd^en an ®r5§e unb Srefflid^telt bemunberte. ftann 
fx allgemeiner Xnpjlanjung empfobten merben. 

Sitetaiur unb Sfononnme. 3(b finbe niAiS il^rHe^nnd^eS 5ei ^rud^fe|: 
^bct in anbem pomolt>ax]dftn »Kerlen. 6te irft^t in fiervn^aufen von alter gcit 
(et oH()en Jlamtn, ber t^ bleiben nAat, otrb au(^ noc^ Dafelirft Soibfirfc^e genannt, 
attt neti^etn ildamen aber f^on me (pftt teifenbe Sßetd^fet (xruc^fefi S. 595) unb 
«üc( mehrere anbere gro|e JttrfAen, fetbfl SftB^trf^en benannt roerben. Obige 
Sorte vnili nic^t «enDec^feU »erben mit ber in meiner y^Cnleitung" aufgefubrten^ 
9on mir oft oerfanbien Srfl^en 6c(attenmoreSe, bie fpftt reift unb ic^ nur tYtfll^e 
nannte in Oente^ung auf einige nod^ fpAter reifenbe 6($attenf irfcben , fo ba^ ber 
Kamentf^tpaH »ie id^ oieOeic^t au(| nod^ ben regten 9{amen gu btefer S^rud^t finbe. 

lieber ben 9lamen SRoreUe fagt 5Cru4fe6 bei ber (SpAten SmareUe, bie er 
«ud ^ermbaufen aU 6pftte SRoreUe erhalten (atte, bafi ber 9lame SRoreQe, ner<!^et 
«ic^t mit SRöreSe }tt oenoec^feln fei, ben man in ^oUanb fd^ioargen faftrei^ei» 
Sotierürf^en gebe, im $annooer'f(ben unb Sranbenburgifc^en itirf^enforten bet^ 
gelegt merbe, bie man in 6flbbeutf^(anb 9(mare0en nenne, ^ied ift wenigfienS» 
«ad baS (annoDer'fd^e betrifft, nic^t rid^tig, unb begeic^net man ^ier oielme^r mit 
htm 9?amen SRoreSe, (ber einer SCmareUe unrichtig beigelegt geioefen ift), gleich« 
foU« f^marje faftrei((e ittrf((en aud ber klaffe ber SBeic^fehi, bie, n>enn fie aa 
itorbmAnbe taugen. 6((attfnmoreaen genannt werben, |u welcher Senoenbung 
oud^ Obige taugen Dürften, l^omning leitet ben Dramen bei feiner Morello ber 
von liloruB« ba ber febr bunlle 6aft bem ber SRautbeer« gleiij^e, ober na<!^ Xn» 
httn, oon bem fronibfff^en IBorte noirelle Siegerin. 



186 

® e fl a 1 1 : gehört gu ben großen, {a iDol^I gu ben fel^r grogen ftirfd^; 
^ute (S^emplare meffen flarl 1" in bec Sreite unb 2'*' loenigec an ^5(e. 
tim Stiele ift fte ftarl abgeftumpf t , am Stempelpunfte oenig unb faft 
gugerunbet; }u beiben Seiten nur n)enig breltgebrücft, etmafi mertlii^er 
nod^ auf ber Slücfenfeite. ^urd^en fehlen fafi gang« S)er ©tempelpunlt 
ft^t in einem fe§r flad^en ©rübd^en unb l^aufig nid^t auf ber SSSüttt 
ber ©pi^e, fonbem etn^ad mel^r nac^ ber StüctenfeUe l^ln, fo ba§ bie 
IBaud^feite ftirfer ifl ald biefe. 

S)er Stiel ift lid^tgrün, Der^dltnigmagig bflnn, IVs" lang unb 
ji^t bei großen ^rud^ten in einer engen flad^en ^i^Iung, bie inbeg M 
<inbem G^emplaren aud^ mieber n>eiter unb tiefer ift. S>er gemeinfd^of^ 
lid^e bidtere Stiel für mehrere ^ruc^te ift lurj wie Bei SflgHrfd^en. 

S)ie ^arbe ber feinen gl&njenben ^aut i{l fd^margbraun unb piß 
(e^t faft fd^morj. 

S)aS ^(eifd^ ift }art, fe^r faftreid^ unb fel^r bunlelrotl^, ber Soft 
'gleid^faÜS fe^r buntelrotl^ unb ber ©efd^madC fel^r norjügtid^, erquidenb 
tflg|SuerIid^, bem ©efc^madt ber Sugn)eid^feln nal^efte^enb« 

S>er Stein ift nmbunb bidbadFig, unb l^at aiemlid^ ftarf e SRadtotf 
tauten; bie Sßittelfante tritt nod^ bem Stielenbe ^in merflid^ vor; am 
Stielenbe ift eine flad^e langlid^e ig)5^tung, n)0 ber Stiel inferirt n>ar. 

Steifgeit unb iRugung. SDie 9leif)eit tritt ein in ber 4.aSi>d^ 
ter ^irfd^engeit, etmag nad§ ber boppelten ®IadHrfd^e, etma8 nor ober 
tnit ber betr&c^tlid^ Heineren ©rogen aRoreOe. fHa^ bem ^flütfen mug 
man bie S^u<^^ ^^^ ^xnd Dermaleren unb nertrfigt fie megen 3^^*^ 
'ber ^aut unb beS ^eifd^eS meite SBerfenbung weniger« 

S>er a3aum mirb grog unb iftfel^r tragbar, bebarf ober nad^ ber 
"Semerlung beS $erm ipofgartenmeifterS 8ord^er8 )u^rm|aufen, mens 
tx &(ter mirb, einer f uccefftnen 93erj[üngung ber 3n>eige, menn bie ^rä^te 
il^re befonbere <8r5ge behalten follen« S)a8 ^ud^tl^olg ber jtrone ifi 
fein unb ftarl l^ngenb. 

Oberbiedt. 



187 



No. 68. jOnicime? SBei4frL m, A. 2;rud^fe|; äSe^fern. 




Ofliietmer $Betii|feU * * f 4. SB. b. II.3. 

(eimat^unbSorlommen: biefe allgemein gefd^ft^te gntc^t ijt Benannt noi^ 
bem OrteDfi^eim vor ber 9i^5n in^^ranlfen, roofie in größter Sludbel^nung gebaut 
vM>, unb»o^infte)ur3eit bed ©ucceiftonfilrieged burc^ einen Srgt, Dr. Uling^oms 
tan aud bet Sierra Morena in Spanien gebraut fein fofl. 60 getfl^mt fte inbeft 
\% fd^cint fte ftc6 bennoc^ an n)enigen Orten Ad^t }U finben, menigfteniS fal^ ic^ bid^ev 
nur in Sßeiningeu &4te @t&mme, n)0§er id^ fte begog, hin aud) aud ben oerfd^iebenften 
<Skgenben um murgelAc^te Stammten oft angegangen. SR5gIic^ ^at man fte öfter bur(( 
9fro|>freifer a(d burc^ S^ur3elaudl&uf er angezogen, fo ba^ fte in Ipoc^ftAmmen ftd^ vox* 
finben fömite, loie i^ einett fo(<!(en unter betn 92amen Ofl^eimer fttrfc^e in92ien6urg 
fonb. SBie inbeg gute 9ieinetten häufig gur 9fleinette t)on @orgoIiet gemacht merben, 
f «lag man auc^ mo^l gute SBeid^feln bur^ ben Flamen Dfi^eimer gern em))fel^Un« 

Biteratur unbe^nonpme: S^rud^fef 6.512;2)ittri(^ @. 120;2;.O.@.VI. 
€$. 224. Xa^. 97. VbbtCbg. etn)ad grofi unb ^u braun im GoCorit, fonft gut. Suc^ bad 
^.O.^ab. gibt 3tt. 10 gan) gute S(bbilbung. — (^^rift führte fie juerft in feinem 
IBerfe ^oon ^flonjung" tc. als S^Anüft^e, Heine Dftijeimer jtirft^e unb au(^ in anbem 
feiner ©Stiften ald Oft^eimer Jtirf(^e auf, (at aber im $anbb. 1. SCufl. @. ö3G 
S}r. 6 no4 eine ®ro(e f|>&te Oft^eimer äßeic^fel, bie man eine S^itlang fftr eigene 
Corte $te(t, von ber aber ^ruÄfe^ @. 514 na^weifet, ba^ fte nur bie Obige fei. 
3t5|ler 6. 173; ©ott^arb®. 152 9lr. 16 tc. gn ber ^artfer 9}ational«93aumf4uIe 
befam fie ben etmad uerflAmmelten 9lamen Cerise d'Olsheim. 2)er Sonboner ^atal, 
4at fie 92r. 64 alöOBtheim mit bem Spnon^m ^Anfifc^e SBuc^erlirfc^e (n)ie mau fie 
in ^annooer nannte). 2)o4na^I gibt im f^tt^ter ald 69non9me aud^ bei obiger 
Snu^t an (SrMirfc^enftrauc^, (Srb« unb 3n)ergn)ei<j^fe(, C. ChAmaeoemas unb Ab«* 
Ii((e, bie fic^ bei Slutoren aUerbin^d etwa a\x6) von obiger ftnben möaen, jebo^ richtig 
titir ber ^bmei^fel (Xrud^fe^. @. 524) gufommen, mo fie Xruc^fe^ anführt* 

Geflalt: ®r&^e ftirt mUteImA|ig, oftfaftgro^, unb f ADt fte {iemlic^ runb ini 

fbi^c; bo(^ ift fte am 6tieU giemlic^ ftarl, unb au4 an bcm in einem ©rubren 



188 

^e^enben Stempetpunfte etnaft plattgebrfltft, audi )tt Reiben Geiien, (ftuft(t 
auf bcr 9{ücfenfeite ma^me^mbarev, etioad bveitgebrfltft, fo bat ft^ ettoad breitet 
als §o(^ ifl. ^rc^en an ben 6eiten fmb f(a($. bei regtet Steife oft laum bemerfbar. 

ettel Der^aitiii^maBig flarf, IV*— iVt" lang, {te^t in flauer, gtemU^ netter 
(b^Iung unb ift oft etwas braun angelaufen. 2)te gtücbte {l(en t^eild gehaart 
«n einem futjen bitferen 6tie(e, t^eild einzeln, bad gemeinfc^aftU^e 6tie(enbe 1^ 
oft bei ber 2:^eitung in 2 etiele 1—2 Keine »Ifttic^en. 

^ie Satbe ift in voller Steife fcbwar^rotb, an ben gfutc^en meift etvad lichter» 

S)a8 %Ui\^ \\t )art, fe^r faftreid^, ber (S^efd^macf angenehm oon fe§r rnllber 
crfrifc^enber @aure. 

2)er Stein ift Kein, |iem(i4 ttmh, mit )iemH4 ftorfen Stadenfonten. Cft- 
lleibt beim @enuffe wenig ^(eifc^ an i^m fifen. 

»eifaeit unb tRu^ung: reift in ber 4.SDo<be ber Stlt^^n^M, fafl gleU)^ 

zeitig mit ber ©rfurter Suguftfirf^e, D^fen^erglirfc^e unb anbem, für l^afel waS^ 

^aufi^alt f(^ftt}^ar unb l^&(t ftc^ )temn(i^ lange am fdawn. 

2)er 99 a u m, melier ft(( burd^ SBurjelaudrAufer ft^t fortpflan|t, »aH bie Vit« 
läge grdSerer ^fiannungen oon biefer jlirfcte erlei^tert, »Ac^et nur 1hau(barts(U 
lommt ou(b in eixoa^ magerem Boben an I5ergabbangen gut fort, oertrftgt felbft 
baS Oefc^neiben mit ber $>e(Ienf(^rere, mie i($ tn äReiningen fa^, unb liefert ht 
angemeffener Sage reiche (£rnbten. 2:ru4fe( bemet!t, ba^ auf ber eettenbur(| bie 
Vftume immer nad^ ber 8lfit^e)eit burc^ SBerborren ber 3n>^^^ ^^ !alten SBinbe» 

Seßtten i^&tten. Se^tered mag na^ befonberer Oertlic^reit ber %all fein; in9lien» 
urg unb w^ bier bemerfte ic^ eS nic^t, obwohl f^itt 2 6t&mme auf einer mit 
®rag bemacbfenen 5terraffe an ber SRorbmeftfeite bed §0(bgelegenen ^aufed bett 
faUen gra^Iingdminben fe^r esponirt fte^en, mo fie, obroo^l }ug(ei(b ber lüobett 

{d^mer ift , f(bon im 3. Sa^re ju tragen anfingen unb ftc^ fruchtbar geigten , looft- 
nz 6orte aucfi in SReiningen mar* SRan !ann bie Cft^eimer au(b b<>4ftftinnti9 
auf Äirfc^eiiTOiIbünge oercbcft erstehen, wobei S)!fferenj tft, ob eüWM4««« o^of 
tteit^feltoilblinge baju genommen werben foQen. 6err Dr. Eiegel erbictt auf iencn 
bur(b Serebfung )ur itrone oute $>o4ft&mme; bab fte auf SUeic^feKwiibling nic^t 

Sebei^e, ^ahe icb ni(bt bemerft. gm %«D6fl.*®. Sb. 16. e. 333 unb in Sbrifl« 
loKft. ^omoL e. 226 dloU, ift bie Slrt unb SBeife angegeben, wie gröBere 
VfCanjungen ber Cft^eimer an Sdergab^Angen onjulegen unb tu be^anbeln ftnb. 
9u4 in ben grauenborfer QCdttem oon 1856 b^t ein $err fSagud aud ZittUnii 
Snwelfung bam gegeben. 2)ie £>auptfacbe wirb fein, bie 6t&mm(ben im ^erbfle 
an fonniaen 9(b§Angen (man gibt an @üb ober Oft) 6 gug oon einanber entfernt 
im Quincanx in ben gut umgearbeiteten Soben. ber mager unb felbfl etwad fiefig 
fein lann, )u pflangen, oor SBilb )U füllten, ben Coben bfter aufutUotfern imb 
von Uniraut unb äBurgeiauöIdufern rein j|U erbalten , bamit bie ^ftan^en nicbt 
oerwilbern, nac^ 8—10 Sauren (bei awedtmAgiger !2>üngung wirb biefe ^eriobe 
fUi wol^l nocb mer!(i(b oeriangern laffen), bie ju alt unb unfruchtbar geworbenen. 
€^tdmme fucceffio ober nac^ €cb(ägen aue^uftlneiben unb bur^ iunge SSurieU 
oudlAufer %u erfe^en. 9ta(b 20 Sauren foS bie ^flanjung nacb gehörig umgear* 
beitetem 8oben gan;» erneuert unb bie 6eblinge babei fo gefegt werben, baS fie 
in bie SRttte ber bisherigen 9ieiben gu flehen fommen. ^ied wirb nicgt oiel Reifen, 
bo bie IBurneln ftc^ flberaS oerbreiten, unb wirb eS beffer fein, bie Stniage auf 
einer gann frif(^en GteSe )U machen, benn wenn ie^t inOft^eim bie Pflanzungen 
in fi^r fd^Iecbtem 3iif^<Knbe fein foDen, (9Ron.'6(br. in. 6. 88.) fo wir^ bie« 
bauptfftd^Itcb ba(er rflbren, ba( biefelben Sobenfiftc^en fd^on }u lange fflr bie 
$flan|ttngen genügt finb. 

OberbiedL 



189 



No. 69. Dtiwnnit^e Stiefel, m» A. Srud^feg; äBeld^feliu 




Uraittirotlie 9§t\itftl • f f 4. SB. b. ie.3. 



^eitnotl^ unb Sorfommen: biefe fd^&^bare ©orte l^atte Sütt< 
ner im eemburgifd&en gefunben, unb t^eilte [\t 1798 Xrucl^feg mit 
uiiifT bem tarnen SraunTOil^f Sauertirfd^e« S)ie gtud^t ift mol^t ttüd^ 
iDcnig oerbreitet, ober obmo^I fte nur von ftatt mittelm&giger @r5ge 
1% ift fte bo(^ burd^ gatteS ^leijii^, fe^t milbe 6fittre unb reid^e S:rag« 
botfeit fe^r fd^&^bat. 3$r ä^nlic^ ift bie l^eri^fSrmtge SBeid^fel, bie mit 
ifyc reift, biefe ift iebod^ me^r iersfirmtg unb beten Saum mdd^gt in 
^a eoumfd^ule fe^r f(^5n ppramibal, fi^utid^ mie ber ber SerufalemB* 
lirfd^e. 3Rein SteiS erl^ielt i^ von S)ittrt($ unb auS SReiningen uberein. 

Siteratur unb e^noitttme: ZruAfeB 6. 544; ^ittri^ 6. 129; (S^ft*§ 
4>b»». 6. 29a. Z. ObfLO. yn. e. 382 9hr. 23. »0 fie »flttnet bef^tieben ^at 
oIlK Braunrote 6auer!iirfc(e. Oott^orb 6. 161 Jtt. 12» mit abgefflrjter »efi^rei« 
(ttng nad^ Sflttnev» 

@eftalt: nad^iBflthter gebort fie gu ben großen ICirfd^en, bei mir 
mir fie bisher an ftarfen ^robejmeigen ftart mittelgroß, faft groß, mie 
^Mge gigur geigt. S)ie gorm ift jiemlic^ runb, am Stiele etmad ftärler, 
als am Stempelpunlte , abgeftumpft, auf beiben Seiten nur fel^r menig 
toitgebrü(ft. S>er etempelpnnit liegt fla($ nertieft. 



190 

etiel lang, nteifl T, Der^&ltnt^agig fiarf, fle^t in stemlid^ 
- loeiter unb tiefer ^ö^Iung. S)ie i^rfld^te fingen oft bufd^elmrife. 

S)ie f^arbe ber etn)Q8 feinen glSnaienben $aut Meibt lange braun* 
totl^ unb nirb etfl fp&t f(4n)ar}braun , fofl fd^n>or). S)ur<l§ i^re lange 
Braunrot^ bleibenbe t^arbe unb i^re angenebme, I^Sd^ft milbe €inre,, 
an<l^ fel^r garte? ^(eifd^ ift fie non anbern }uglei(!^ reifenben SSkid^feln 
ocrfd^ieben, burd^ ben aßud^S beS SBauntd non ber $ergf5miigen Wiäf^ 

S)a3 ^leifd^ ift jart, faftreid^, bunlelrot^, ber ©efc^mad ange» 
ite|m unb mitb fSuerli^. 

SDer @tein ift eiförmig, oft faß onal, mit )iemli4 fiarfen {RiidW' 
lanten unb mehreren nom ©tielenbe audge^enben üftettanten. Sn 
@ttetenbe finbet ftd^ eine runblid^c ^öl^Iung* 

Steifgeit unb 9tu^ung: jeitigt mit ber ^ergförmigen Sriiilfet^ 
i^enneberger ©rafenlirfd^e, ®rogen 9ßorelIe unb anbern in ber 4. SBod^ 
bcr^jtirfc^engeit. ^u ^ebem ©ebrauc^e im ijpauSl^alle. 

S)er SBaum m&d^St gut, mirb aber nad^ Süttner ni<l^t gro§, unb 
i^igte fid^ bei Süttner, Srud^feg unb fo auc^ bei mir fe^r frudbtbar. 

Oberbietf* 



Sn^ctt hti erfie» Äirfd|enl|tjtc«. 






1. ^Tft^e W«i^CTj«tWe . 
S. Softstgec aRat^erittif^c 

4. Vofentot^c URaifitf^e . 

5. 6d|iiic von UKatien^ö^e 
fi. eikttiirT« ^»aTSC ^fTsfiff^c 

7. e^warie laxtatif^c . » 

8. ^renni« ^ftititfAc 

9. VcüdiBuTsn ^enlirf^c 

11. O^f^tt^erifttfi^e . 
19. epi|(ii« ^rraliTf^e . 

13. Kcve 0<^f(n^ersftTf<(c . 

14. evAtc SRanltcertiTf^c 

15. «cfedfliisc* Siefentiif^e . 
16.. StaBot« e^^varse finerpelfitfl^c 

17. S^TAvcnnnCtatenet 

18. SistlcT« f^»ar)e ftnotpenirf^e 

19. tj^nrmnToi^e StnotyeUlrfi^e . 

20. e^warjc eyanif^e .' . 
Sl. •»!£ f^vane ftttOTyctllTf^ 

n. f tftfc «nie ^«TsnTfAc 

S4. ^laaesttBCi . • • • 



ecuc 

48 

51 

58 

55 

57 

59 

61 

63 

65 

67 

69 

71 

73 

75 



77 
79 
81 
88 
85 
87 
89 
91 



ecite 

101 
10» 
10» 

lor 

109 

31. V«TltiTfd^e 111 

82. eiut^erstitfe^e 113- 

83. iptinafftmf<^e 115- 

b. ennteltnoTpeniTf^cn. 



Nro. 

95l> Sbom« ^erstiif^e 

26. 2Bin((er6 aBeile ^etitiTfe^c 

27. Sltlgennrd 4>CT}(iTf^e 

28. SUontitf^e 

29. eucicntitf^c 

80. Sflrttne ... 



98 
95 
97 



84. epetffiTf^^e ^ 


iir 


85. Oottorptt 


119 


86. ICunfelTot^c ftnoTpellirf^e 


121 


86b. Oemeine aRarmoTthft^e . 


128 


87. Oro^e VriniiefrmdTf^c 


125- 


88. SBci^f eponifc^e . . . . 


127 


89. ipcxlfnorpelllr^e 


129 


40. (S^ubener eetnßeinfiTfebc . 


181 


41. Sfittnerd rotbe ITnoipettiil^c . 


188. 


42. Oions finorptniTft^e 


. 185 


48. aRelntnger fp^lte ftnoTpcIHifi^c . 


. 13T 


44. i^ilbcHeimcT Gpdtc finoTpcItirf^e 


13» 



C. ^tiht. 
ft. Oelbe ^ctifitf^en. 

45. Oelbe ^CTiHrf^c . . . i 

46. 3abii6 tJ^ut^ft^tigc .... 

1). •clBe ftBotpetliif 4en. 

47. J g ?»«iffen6r<gelbc SsoTpcnirf^c 
48. atögonTlBelbr UnotpetltTf^c . 



141 

14a 



145 

14T 



01. n. i^iüir $i«(rfirf(|cstaiv. 



Kro. 

V>. Sot^e SRaiRrf^ 
1^1. ^^c »OK b«t Hatte 

M. ^^e Scmmtn 
54. Kot^e aSnCtatcKcc . 
«5. 8df(fflif<^c . . 



B. #it>liirf4c«. 



96. doppelte Ote^fttf^e 

97. 9to^c Ventnorcnev 

98. ItdBigla ^ert€Bfia • 



ecttt 

149 
151 
ISS 
1&5 
157 
159 
161 



16S 
165 
167 



Nra. 

59. ^CTiegis »0« fkisci 

60. ecttcatiTgct •toffiifl^c 

61. •reif •Ia6ftff^c . 
61. Kot|« OcaKtniRff^ 
66. tarofe« 9laifiTf^ 
64. €^aUB(i96 64d«c . 



i6i 

171 
17» 
17» 

in 

17» 



A. »cUircl». 



65. Srft^c 3»«g»€U(fc{ 

66. eft^e S<ft^»ci^fd . 

67. ^Tft^C WOTClU . 

68. Ofl^eimcv . 

60. 0M8Sf»t(e Bd^fd 



111 






Pie Pflaumt. 

lieber bie jpeimat^ ber Pflaumen, foiote Ü6ec ba8, tooburd^ fU fld^ 
von anberem @tetnobfte untcrfd^eiben , ift fd^on iti ber (Stnleitung gtt 
bem 6teinobfte überhaupt @. 4—6 bie 9tebe geroefen. S)a8 SBort Pflaume 
lomtnt guerft x>ot bei S^cop^raft, ber biefe ^rud}t kokhümaeUa (Slpfel 
mit einem @tctu) unb prounae nannte , roeld^eS SEBort ben oftatifd^en ' 
Sprachen entnommen fein mirb, n)o bie ^f(aume Prunaon genannt fein 
{od. Sud^ in alten pomologifd^en SBerlen beigen bie $[Iaumen $ruimen, 
^rümen, n)oraud bag plattbeutfcbe Sort ^ümcn unb un(er bo<^beutf(i^e8 
geworben finb. (^nige b^^ben baä Sort prunus Don pruina, 9ietf, 
affo bem bie Pflaumen übcrjicbenben S)ufte, ferleiten TDOtitn\ eS ift 
ober paffcnbcr, aucb bie Iatelni{(!^c ^Benennung nur al3 SRad^bilbung bec 
gric^ifcben gu betrachten. 

%\x^ bie Pflaume ift ein Don nielcn n)crtbge((!^a^tc8 Obft, n)itb 
icbod^ nocb nicbt \o ^äuftg angebaut, aU fie e3 n)egen @(bönr;eit, ba fU 
in olTnt ^yarben unb bem gefdQigften Sotorit prangt, foroie roegenSSor* 
gügli^Ieit beö ®cfrf)macf^3 ber befferen Sorten blcjer (Slaffc unb n)eg€tt 
groj^cr 83Tau<l)bavtctt gu {o mand^en J^auel^altSgmecfen, gu €ompoten, 
€onfilüren, Äud}cn, Wufi (9ÄarmeIabe, Äraut) unb bejonbcrö gum 
SBelfen oerbicnt. 3lur bie (Semeine S^ti\6)t (§au§gn)etfd)c) bat, unb aÖer« 
bingä mit 9fiid;t, eine affgcmcinc SSerbreitung unb ben auägebe^nteften 
Snbau in Seutfcbtanb gefuuben, unb n)enn man nid^t aud^ anbere gute 
^paumen bäwpflcr, aU cS ber J^att ift, ppangt, fo gefcbiebt e8, tl^eilä 
xx>Al mau bie Dielen fc^djjbareit ©orten, bie eg jef^t auc^ in biefer Obfin 
fiaffe gibt, nid^t fennt, t^eitS n)eit mau nic^t gelernt l^at, fie gu mand^en 
ifimomifd^en ^rveitn gu »ermertbcn, unb ni^t im Sefitje beS bagu. 
nötbigen SlpparateS ift. Unfere €at^arinenpflaumen begießen n^ir no$ 
immer ouS bem Sluolanbe, unb fonnten bod^ rec^t roobi eben fo gute 
bereiten. €brift berid^tet, bafj bei jtronberg an ber^i^e allein in' einem 

3IifhrtTte9 ^Bb6«4 ber 0»iUanbc UI. 18 



192 2)ie VfCattme. 

eingigeii amtSgarten nid^t feiten 200 @ulben in einem So^te aaS ge«^ 
trodneten ^^tüd^ten ber ®eI6en WtixaitSit erlöset lourben; bod^ glaiiBe 
iäf, an ben meiften Orten mürbe, ioenn aud^ eine Slnjal^I biefer Sdunte- 
im ©arten ft&nbe, bie ^auäfrau ed fd^merlid^ ted^t Derfud^en, fte gtt 
trocfnen, — well e8 eben lein anberer tl^ut unb p^ e8 bö^er nidjt ge* 
feigen l^at Sei @täbten lann felbfl ber frifd^e SBerlauf ber ^{laumcit 
fel^r einträglich werben, nnb meig id^, bag in Sdarbomid oon cinent 
93Qume ber lUinen gelben ©erpfKaume unb einem anbem ber Stollen 
Sierpflaume, bie man per Sßfb gu 2V2 @8^* abfegte, mel^rmatS in 
Qinem ^al^re 20 X^lx. txlbit mürben. SBirb jegt ani ber S3attmf(|ule eint 
^aume verlangt, f 0. ifl e3 aüermeift bte ®roge SReinecIaube ; nun bleibt 
oDerbingd biefe bie ftonigin ber Pflaumen, bennod^ lann ed in leidstem. 
Soben oft gar ntc^t l^elfen, biefe @orte gu pflongen, mei( bie pflaumen» 
meSpe (Tenthredo pruni) für beren Sermel^rung lei^ter, f anbiger SBoben 
fe^r günfitg ift, gerabe bie 9%eineclaubenbaume l^auptfäd^Iidg auffud^t 
unb bie jungen ^rüd^le t)on beren äRaben oft foft fammtlid^ oerntc^tet 
werben. 3^ ^tienburg l^atte id^ im ©arten in ber @tabt 4 giemli^ 
l^erangemoc^fene Steinectaubenbüume, unb roanble felbft bie jtofien baron^ 
bie angefiod^enen jungen f^rüd^te, menn fteerbfengroßmaren, burc^ einen 
S:ageI5^ner fSmmttid^ abpflüdCen ju Iaf[en, bamit bie nod^ gefunbeu f^rüd^te 
nid^t aud^ von ben 3Rabcn Dcrnid^tet merben möd^ten, bie in ber erften 
Srud^t, meldte fie bemol^nen, noc^ nid^t i^re l^albe ©roge erlangen, unb 
nad^^er nod^ in mehrere ^rüd^te ftd^ l^incinbelgen , bei melc^em @c» 
fc^Sfte id^ fle oft traf; bcnnod^ l^abc idf) üon ben 4 Säumen burcj* 
fd^nittlid^ !aum jäl^rlid^ 1 @^odE i^rüc^te erl^attcn, unb befam in 
SärbomidF, mo bad ^bppdCen ber geftod^enen Keinen grüd^te nod^ ni(!^t 
gefd^al^, non 2 jüngeren Säumen in 5— 6 Salären, tro^j beä noUften 
anfänglid^en 9[nfa|je3, gar nldjtS, ma^renb im l^ieftgen fd^meren Sbben 
bie Sfleineclaubenbäume gut tragen. 

SDajj ^Pflaumen nid^t l^äupger gepflanjt merben, baran ifl l^aupt* 
fad^Iid^ mit baS SSoruvtl^ett fc^ulb, bag i^r i^Ietfd^ uuDerbaulid^ unb 
ungefunb fei. SDurd; ben ©cnug, unb namcnllid) gu pufigen ©enug 
fd^led^ter ippaumen mag in früherer Qtii bieg Sorurl^eil entftonben 
fein; bod^ muß ic^ §errn Dr. Siegel barin belftimmen, bag gute reife 
^Pflaumen fe^r leidet gu verbauen feien, unb ^abc id^ in ber ^Pflaumen* 
jeit, menn füßere ^paumen ba roaren, oft mehrere Sage ^intcrcinonber 
lauptfäd^lid^ oon ^Pflaumen gelebt unb bcfanb mic^ fel^r mo|l babei. 



S)te Pflaume. 195 

tei$ Ue $|((ntme i^ im allgemeinen auf ben iBobeit tiid^t eigen, 
limmert jiebo§ in ju ttoctenem Soben, mo felbft bief^rud^te ber $au8«- 
fpti^ Kein unb fd^Ced^t werben, unb verlangt, gumat bei i^ren nal^e 
mrter ber Oberfläche ber (Srbe laufenben Sßurjeln, mel^r ^ud^tigleit 
im 8oben, [a gebeizt felbft trefftic^ am Ufer t>on S3&d^en ober in gtem« 
B<!^ feud^tem SBoben, ber für ben 9lpfelbaum fd^on etmaS )u nag n)dre. 
^ fc^Anflen g^jlaumen l^atte id^ im feudgten 99oben be8 ©utinger ©ar^ 
tcnS, n)0 bie Qaume ben umgebenben, einlas moorigen SOßtefen nal^e 
flonben, unb ber Soben f<|on etmaS mit SRoort^eilen gemengt mar. 
Sie ^auSimetfd^e l^be id^ nirgenbd gröger unb fd^madf^after gefunben, 
al8 bort; bie violette ^ttu\a\tm^if^avimt mar bort fel^r grog unb löft^ 
lid^, bogegen in bem trodfenen SRlenburg nic^t ^alb fo gut unb grog, unb 
i{l felbft l^ier in meinem l^od^gelegenen , etmdSr trodfenen ©arten , tro^ 
bcB fd^meren frud^tbaren 8oben3, geringer an ®röge unb ®üte atd in 
Snlingen. — Sieget gibt an, bag feine Pflaumenbaume am gefunbeflen 
mib tragbarften in feinem oon @eb&uben eingefd^loffenen ©arten in ber 
6tabt gemefen feien, f(!^on merltid^ menlger in bem auc^ nod^ in ber 
©tabt gelegenen, aber nad^ Often nidpt ganj gefd^loffenen ©arten, mo 
bie 3«ltigung ber ^rüt^te aud^ fpäter erfolgt fei, mo^l im erften ©arten 
bie SBoume einen S^eit beS StagS binburd^ oon ©ebäuben befd^attet 
waren, — am mcnigften tragbar in bem britten, auf bem g^ftungSter« 
rain angelegten, gegen Oft unb Sflorb ganj offenen unb bem freien 
SBinbjuge beS SnnftromeS preisgegebenen ©arten. S5lefc (Srfal&rung ift 
fftr ^ponjer mistig, unb erll&rt p^ hu^* ba8 füblid^e SSaterlanb beS 
$flaumenbmim8 ; and^ mag ti oon ber marmen Sage be3 erften ©artend 
lammen, bag Siegel mand^e ^flaumenarten mit ablöftgem gleif^e l^atte, 
mtb bie ©fite i^reS ©efd^madd rfl^mt, bie bei mir nid^t abloPg unb 
wn fdjled^tcm ©efd^madt waren (j. ©. ®^arp8 ßaiferpflaume, roe^e 
fttlUd^ fetbft in meinem oon ©ebäuben cingefd^loffcncn , nur oon ber 
«ird^e ^er bem SBeftminbe flftrfer guganglld|en ©arten in SRicnburg feine 
®üte ]§atte). 3nbc§ l^abc i(ft bod^ aud^ in l^ieflger ©egenb in offenen, 
bem ungeljinberten Suftjuge auSgefefelen ©ftrlen gar oerfd^iebene SPflau^ 
wenforten l^ftufig fe^r ooO tragen fel&en, unb fanb ben ©efd^marf ber 
Srfld^te oorgflgtic^, — wie benn glcid^ mein ©arten l^ier oor bem Orte, 
»0 bie «Pflaumen gut tragen, ganj frei liegt ; \a i^ l^abe umgete^rt bie 
Don ©ebäuben ganj elngefd^toffene Sage meincä mit leidstem ©oben 
vetf eigenen SRienburger ©artcnä infofern für ungünftig gehalten, als 



194 ^^ Vflmtnic. 

S3(attl&ufe unb ^fLanmtxmtSpt ftd^ gu fel^r batin vtxm^m, unb Me 
tu)(i^ iungen grüc^te l^dufig burc^ ^i^e im 3uni i>ergi(bUtu (SS fM 
geioil in ben ^ier beregten SSe^iel^ngen noc^gar mattd^e Srfo^niimeii 
2U fammeln unb fehlen au \t^^ auS ber frü^ettn ^dt, ba erfl mit 
Siegels SQerte ble Spod^e onl^ebt, n)0 bie 9l(unen ber $flaumen{ortcii 
ftd^ ntel^r fl^iren n)erben« 

Suc^ ber Pflaumenbaum nimmt einige S)üngun0 gar ni(]^t übd, 
unb ]§at Siegel bie S)üngttng mit ^l'latjteim am »irlfamften gefunbcn^ 
ber nad^ n^eggenommenen 9tafen 2 — 3" ^o^ auf bie aufgeloderte <Srbe 
Q^n^ n)eit um benStomm l^etum auSgeftreut rourbe, moraufiSrbe unb 
fDlal^feim nod^ 5—6 SBod^en l^inburci^ dfter aufgelodert würben* 

j^inftd^tlid^ ber bem Pflaumenbaume fd^dblid^en S^^'^^n, tnofür 
inSbefonbere aud^ bie f^on geboc^te Tentbredo pruni (Thenthredo mono 
Linne,^ fomie Pyralis nigricana gel^ort, beren rSt^Iid^e 9iaupen in ben 
fd^on reifenben t^rfid^ten fid^ finben, unb bieaRittel gu beren SertUgnog 
mug id^ beS SiaumS n>egen mi^ auf ©d^mibtbergerS iBeitr&ge gur 06{i* 
baumjud^t unb gur Slalurgefd^id^le ber ben Obftb&umen fd^iblid^en 3^* 
feiten, auf Siegels ^flaumenmerl, $^ef t I. @. 29 ff., unb l^inftd^tlid^ ber 
ißjlaumenmeSpe auf meine „Einleitung'' ac non 1852 begiel^n. ^nx Set» 
tUgung ber $flaumenmegpe roirb fd^merlid^ etmaS SnbeteS l^elfen, olS 
SSuffud^en ber angefioc^enen abgefallenen, fd^on etmaS größeren jungen 
Sßf[aumen, maS inbeg gteid^ nad^ bem @d^iltte(n beS SBaumeS, ober red^t 
fvül^ SDlorgenS gefd^el^en mug, n)eil fobalb bie abgefallene Pflaume etmaS 
gelegen l^at, el^e fte nod^ roeltt, ber SBurm fte oerlfigt unb in bie &be 
hied^t. S)oc^ aud^ bieS i^ittel l^ilft nic^t, unb \^a\>et faft mel^r, fobalb 
nid^t aOe iRad^barn baffelbe tl^un, unb mufi man meiftentl^eilS auf bie 
$ilfe ber9latur märten, bie baS ^n\ttt baburd^ gerftdrt, bag, wenn eS 
adgul^auftg gemorben ift, bie 3Raben fc^on ade norl^anbenen $fl&umd^en 
auSgefreffen l^aben, menn fte nod^ Kein unb gur SSermanblung nodg nid^t 
reif flnb, morauf bann, ba .ber Pflaumenbaum ade 2|a^re neue SBlüt^n 
mad^t, unter fonft günftigen Umftdnben, mieber einige ^flamenemblen 
folgen* S)omning fü^rt als ein in Slmerila bie {leinen $flaumenfrfld|te 
fe^r gerftJrenbeS Snfeft einen Slüffelfafer auf (©• 266, Bhynchaenu» 
Nenuphar), ber feine @ier in bie junge ^ruc^t lege, bie oon ber 3Rabe 
auSgefreffen merbe, meldte ftd^ bann in ber @rbe nermanble unb im 
ndc^ften t^tü^tinge als S^f^It mieber erfd^eine; bei unS fol^ i^ bieS 
Snfrtt nod^ nid&t 



f>\t tpf[atffile« 195 

§lnftd5tH4 beS ntfpriina« bcr an bcr ^auSjwctfi^e oft in fitoger 
Stenge Pc^ finbenben {oficnannten 3:afc^en ifl man btdl^et ber Snftd^t 
(vid. fiicgel §cft I. ©• 28), bag fic x)on bcr SaW«n*a3tatttau8 (Aphis 
bnrsae) l^errü^rten, bic i^rc @ter an ^rocigc unb ÄnoSpcn lege, ©o* 
Mb bie ^flaumenbfiume btül^eten, erfd^tenen auc^ btefe S3(attläu{e, unb 
festen meliere IcbenMgc 3unge in bie grud^tfnoten ber jungen grüd^te 
ab, bie fiif bann balb barin Derntel^rten , unb burc^ i^re ©ttd^e bie 
SRonfhoftt&t ber Jungen t^rnc^t l^erDorriefen. SlQein abgefel^en banon, 
ba^ x^ nid^t einfe^e, n)ie eine junge 93(attlaud, bie bod^ nid^t mifrof^ 
lopifd^ Hein ift, mit intern welchen SMffeC unb o^nc alle gre^jangen, 
in bie junge ^^rud^t joQte ](|ineinfommen, ober, ba biefe innen bod^ 
nii^t Iftifyi ift, bariniun foOte teben unb fd^on nac^ n)cnigen S:agen fi^ 
wrmel^ren tSnnen , — ober nrie bie SRuüer o^ne allen Segeftac^el fie 
fotlte ba^inein bringen tonnen, ]o ift bod^ bie je 2lnfld^t in ber ©rfa^* 
Tung n>o^t eben \o n^enig ge grunbet, ald bie anbere, bo^ bie Wonftrof!« 
Ät BOtt einer in bcr jungen gruc^t nagenben ^abe ^errfl^re. 3^ l^abc 
l^unberte oon Safd^en ntit bcr Soupe untcrfud^t, unb fanb gmar nid^t 
feiten eine 9Rabe ber ^flaumenroeSpe barin, bie Jd^on an i^rem eigen«» 
t^ümüc^en, unangene^en ©eruc^e leidet erfenntlid^ ift, bie ia aber au($ 
fd^on nor bem SBeginn bcS monftrojhi Snfd^meQenS ber %xvL^i barin 
gevefen fein fonnte, n)ie in taufenb anbem jungen ipftaumen, bie bauon 
nidjit monftiSS au^n)ad^|eit, fanb a6er aud^ ebenfo oft leine @pnr Don 
einer SBiaht ober fonftigcn SM^^^i^r Olattläufe aber, unb gn)ar bie ge« 
iDö§nIld[ie ^flanmenblattlaulB, fanb i^ nur bann barin, n)enn bie ZQ\d)t 
bttrd^ an^altcnben Siegen aufgesprungen roar, roo baS t)or Siegen ge« 
Wft^te Swnere bergruc^t biefen 3:^leren bann ein erroünfdjtec ©d^lupf« 
minbt geworben toar. S)agegen l^abe id^ in 9lienburg ein paar üRal 
bewerft, ia| nor ber ©tabt bie Saferen an ben ^«»etjd^enbdumen fe^r 
Btt^ireid^ fid^ fanben, n>ä^renb man in ben ®drten in ber @tabt, wo 
eS immer um ein paar ®tabe n^ftrmer ift , bereu {e^r n^enige fa$ , unb 
nik^te id^ barauS ben @(|Iug gießen, bag bie Sßltterung, nieOeic^t lalte 
9tid^te, am €ntfteben ber monftrdfen ^(nfd^mellung nieler jungen ^rüd^te 
6fbutb feien, inbem 'fie bie ge^brige Silbung be8 fternd unb ©teinS 
^en, ber in ber 3:afd|e fld^ ni^t finbet. Sfia^rte bie Safd^e oon einer 
filottlauS 1^, fo b&tte fle toeit e^er in ben gefd^ü^ten ®&rten in ber 
€tabt am gablreic^flen fid; flnben muffen, tonnte aud) bei ber gemal« 
tigen aSerme^riing ber IBlattläufe nid^t fo nur in S^ntcroaOen, gnijddett 



196 S^ ^fAumu 

benen oft giemlid^ Diele ^^xt Hegen, ober fo fporabifd^ ft^ flnben, oli 
es ber gaO ift. fitegel felb[t g. S3. l^atie, loie er bemerk, tn feiam 
©arten unb bortiger ©egenb bieSiafd^en no^ nid^t iva^rgenommen unb 
in ^ieftger @egenb fa§ id^ n)eiiigftend feit 8 3^ren leine mieber. 

Ji>inrt($tlic^ ber beften Unterlage für bie eingelnen ißflaumenfoTteii, 
fo XDit ffir Ißfirfc^en unb SIprifofeu, bie man auf fßfkumen otulfar^ 
mangelt ed nod^ fe^r an l^inreid^enben unb mxtixdf guoerl&ligen <Srfal^ 
rungen. ®en>5^nlid^ n)irb bie 4><tferpflaume, ^oferlriec^e, meifi mit 
bem Seifa^e Prunus iosititia LintU, (roeld^e eine runbti<$e blaitt 
grud^t ift, roi^renb man jebod^ als ^aferpfloume aud^ eine etmaS linff^ 
lid^e, ooat blaue i^ruc^t aufgeführt finbet, unb aud^ bie 9tot^ $rfi^ 
bamaScene ^aferlriec^e l^eigt), baju gerühmt; bod^ mag man f^on au8 
ber ißerfc^ieben^eit ber t$rüc^te, bie man mit bem Flamen i^fertrie^ 
Bejeid^net, fc^liefjen, bag in biefer Angabe C^in Slutor bem tCnbcm 
]^&ufig nur nadftgefc^riebrn ^abe. Slnbere l^aben au($ bie Itirfd^pflaamc 
gur Unterlage fe^r empfohlen. SDittrid^ empfiehlt bie jtemmilblinge bei 
®elben unb Slauen ©piQingS, ber Selben (Sierpflaume, ber i^fec» 
pflaume ober Ariele, bie bie S3erebtung f&mmtUd^er ißflaumenarten gut 
annahmen; fo mie bie SBilblinge ber (Selben Gierpflaume unb SuS* 
läufer oon Pflaumen mit moOigcn trieben aud^ gern bie Ocutation mit 
Sßfirfc^en annähmen, mä^renb bie Slpritofe fic^ beffer auf ^mtt\i!^ 
loilblinge otuUren laffe; au^ mid er erfahren l^aben, bag bie @ro|e 
Sieineclaube, auf 3n>^tf(^enmilbling verebett, meit Heinere unb n^cniget 
eb(e gru(^te bringe, als auf ^.^flaumenmitblingen. S)enno(l^ r&tl^ er, ^olb 
ftc^ miberfprec^enb (ba bie @elbe @lerpflaume unb fein flauer ®p&« 
ling la^le ©ommergmeige bctben), an, bie guten fßflaumen auf flact 
treibenbe gerabeauf ma(^fenbe äBitbUnge mit molligen trieben yx 
verebeln, unb nur bie fd^led^tem Pflaumen, fo mie fdmmtli(||e ^müß 
fd^enaiten auf ^metfd^enmilbUnge. SRir felbft gingen Pflaumen, 9Mu* 
fc^en unb Slpritofen befonberS gut an auf ben SluSlaufem unb Bim 
lingen ber bicr oevbreiteten Suntcn ^yrüi^pflaume, bie aud^ ein Partner, 
ber oiele ißfufc^en unb Kprifofen gog, mit SSorliebe bagu benutzte; bo4 
fanb i($ aud^ bie Sämlinge ber Sieineclaube ber Siotben fi^ierpfiaume 
unb anbere ftf^r bran6)haXf unb menn eS gleich im SlQgemeinen »dir 
ift/ bag (SingelneS auf @ingelnem nic^t gebeil^n miO*), fo barf 



*) 60 fanb ^ bted 3a§r jum peiten SXale, ba^ i 9tetfer ber firo|ett ®Iai« 
litfi^e oon SRontmorcncp, auf 2ki<l(feK»Ubliiig< flefe|t« juoil ftoor ttoai fd^ota^ 



%^ im SOIgemetnen filtiegen, bag baS meifle gcbei^en roixh, xotrvf, 
<w^, nHe imi^wli^, in ben 9aam((|ulen ju Unterlagen genommm 
I9trb, was man eben ^at 9ta(!^ ber 9totur ber 83aume mag eS om 
paffenbfien erfd^einen, n^aS aud^ Siegel onritl^, ißflaumen ber 3i9etfd(en# 
«rttgen SSume auf d^nlic^e SBilblinge unb bie ^ßaumen mit bei^aarten 
Zrleben gleid^faQS auf bergleid^en SEBUblinge }u bringen. 3ur Untev« 
läge Don ^tfd^ l^at ^etr ©d^amal }u Sungbunjlau, aI8 geübter unb 
ifiüdliäftx Siaumgüd^ter belannt, neuerlid^ft fel^r ben gemeinen @^U^ 
htm empftf^Ien, unb auc^ Siegel fagt, ba^ Pe barauf gebei^en, emp^el^tt 
Wefe Unterlage jebod^ nur, ju 3^^^^<^ ^^^ 8^^ S:opfbaumgu(|t| mot 
Md^ n)0]^l boS 9ti(|t{ge i{L 

Ueber BuIAff^S'^'^ ^^ $flaumenauSl&ufer in Saumfd^ulen ifl pio 
imb contra geftritten; ganj mirb man, bei ber Sd^mierigleit, ^jlnumen^ 
urtlblinge in l^inreid^enber ^o!^t an}U}iel^, fie fd^merlid^ entbehre» 
fbtmtn, unb ift eS ma^r, bag aud^ auf SBilbling nerebelte $flaumeiv 
iDenn fte anfangen, im SSuddfe nad^gulaffen, }u(e4t üuSlftufer mad^en» 
t>a mon aber fc^on mand^e Sßftaumenart ^at, bie burd| SßurjelauSldnfer 
fl$ 5d^t fortpf{an}t, fo foQte man betgleid^cn SBurjelaueldufer non aSoi 
neu entftanbenen eblen ®&mttngen, fobalb ber SRutterfiamm anffln^i^ 
tbtSl&üfer }tt treiben, gu gewinnen unb fortgupftanjen fud^en, um biü 
bnrd^ ber im Srfülge bei ben fßflaumen am meiflen unfid^ern 93ereb< 
Inng immer mel^r überl^oben gu merben, jumat fold^e SuSlSufer fpSter 
fe$r tragbare S&ume geben, unb man felbft jl&l^rlid^ entfle^enbe SuB» 
ttufer an feinen S&umen bod^ ol^ne groge tOtül^e entfernen lamu 

Ueber bie mitben Urarlen, au8 benen bie nerf(l()iebenen ${lattmen< 
MrietSten entpanben flnb, fdjimebt man nod^ fe^r im SDnnteln, unb 
toirb bieS ftapitel oieEeic^t nie l^inretd^enb aufgehellt werben, ba %mm 
Ue Aemfaaten bereits gelehrt l^aben, bag mand^e $flaumenarten, }. 8* 
thwge Sieineclaube, (Selbe ^rabeSe, ^o^^nniSpflaume, ftbnigSpflanme^ 
IRot^e (Sierpflaume, ®elbe (Sierpflaume, Slpritojenpflaume, 4>au8)metfd^r, 
<Brftne italienifc^e S^^\^^ ^^f ^^^ ftemen fid^ gern ber 9tttttfrfni<|l 
^bd^t Sl^nlidji, menn aui| in (Brbge, Oftte unb Steif jeit bavon «erfd^ie^ 
ben, nad^ergengen , iebod^ m^ wieber Seifpiele nDrTmnmen, ba^ |ie 
dnjefn in ben S^pnS anberer Räumen auBatten (wie j. 9. bie geOe 
fionaenS Vprilofenpflonme nom Sftormannifd^ ^brigon einer Uaueii 

Vmn aber, ito| bed bem Kufd^ogen gtttfHgeii 3aQc<i, fftmmtnd) abflarben^ wfi|t 
tn^ ein Meid auf eftb^^^d^empimhig gefeit fogfeUb gut anfällig. 



198 ^^^ 9f[auiiiiL 

•I > 

•gtu(]^t fiel). Wlan m Ui^tx eben nur ermittelt, bag mm^t SßfbmnieiiF 
ttrt bUTC^ ©amltnge gern nachartet, unb müfjen nod^ la^trefa^ere unb 
tedjt genaue SSerfudge, unter ^u^^^^na^tne lünftl^er ^efrud^tung, im 
äSeiteren ergeben, ob mel^rere ©tammorlen unter ben. ^paumcn tmb 
metd^e? anjunel^men finb. Sei beut (iufig fid^ finbenben Stac^atte^ 
%er ^ffaumen burd^ bie JCem^uci^t i[t man einzeln bereits faft {d^Dn jn 
ber Slnnol^me geneigt gen)efen, alle unfere ^flaumenforten loiiibeii 
Imrd^ bie fternjud^t nad^artcn, unb mo eä nid^t gefd^e^e, I5mie nur eine 
^^brtbation baran fd^ulb {ein* Sdein xoit bie Erfahrungen, namentlid^ 
fidlere (Srfal^rungen in biejem fünfte no(^ niel gu n^enig jal^treid^ finb^ 
fo n?irb man bod^ nid^t alle unfere ißflaumenforten alä ebcnfo vitU 
felbftftinbige Slrten (species) betrad^ten finnen« Sluf ber anbem Seite 
toeig id^ eS ebenfo n)enig genügenb ju erlldren, xoaxum $0ribationen 
bei Pflaumen minbeftenä fel^r feiten norfornmen unb bei itirfd^en jni^ 
{d^en ben 4 Don Srud^feg angenommenen Saumarten ber ^rfd^e wU 
(eid^t nod^ (lar nid^t beflimmt ermiefen fmb, *) nia^renb fie bei bens 
ieernobfte ^dufig fid^ flnben* Sieget fagt über biefen $unft ^eft L 
®* &^* ti2^ i^ill nid^t bel^aupten, ia^ überhaupt nic^t neue Sorten 
bnrd^ bie fternjud^t erjielt merbcn tonnten; bag bieg aber dugerfl fetten 
gefd^lel^t, bemeiSt ber Umftanb, bag n)lr nod^ fo n)enig Derftl^iebene 
$paumen b^ben. 3^ ^^^^ ^^^ ^^^ Pflaume groge ICernauSfaaten ge« 
mad^t; tl^eig oon mehreren ©orten fd^on oor oielen 3^^^^i ^^^ ^^S 
IRefuIat wax immer eine bem SRutterftammc a^nlicbe, unoerlennbore 
^tud^t. @S fd^eint ein befonberS glüdlidger än\(iBi gu fein, eine gas) 
neue ©orte Pflaumen, gang nerfd^iebener ©roge, Sorm, ^rbe unb 
®efd^mad( ber ^rud^t unb ber ißegetation beS IBaumS gu et^Iten, 
Sßenn fid^ aud^ niete ber burd^ €ultur nergrSgerten eblen ©orten unferer 
QNlrten nid^t ftd^t burd^ ben ©tein f ortpflangen , fo finb eä bo($ nieber 
stebrere, bie {id^ alä Strien bemeifen, norgügttd§ bie in ben ©orten ber 
Sanbteute norfommenben gteid^fam milbmac^fenben ^rüd^te/ 

Sinn^ unb nad^ i^m bie meiften Sotaniler, fetbfl S)ecanboQe» 

^ aHon l^at aVerbingd bei ben Itirf Aen neuetlic^fl f^on eine eigene (Slaffe oon 
^Mben efri<|ten tooKen, »o^in }. B. bieitdttigin^ttenfia, bieC^ttenapiie^dneic 
ge|5ren foUten« 9Bte man inbefi Aber bie üittxn biefet ScMte eben bo4 nur 9n* 
stttt^ngen ^at, f o wirb j. 9. bei ber lldnigin fiortenfta meiftenS angenommen, jU 

tri oon bet »ot|en IRaimf^e unb einer dladKrf^e gefallen; biefe geübten aber 
eibe bem (Sfef^Ied^te bed aroben 6anet!irfAenbaumg an, tmb berartige i^bri» 
Rationen gibt eS viele tmb fanb atul^ 5Cntil^fef mitet feinen 6amen|m|ten me|tefe» 



»ieVNn»- 19» 

sol^men wn ben cisl^eimtfd^en Pflaumen brei Srten an, hk gemeine 
^tf(|e (Praniffi domesttea), W Sd^le^etipfCmttne (PruDos insiUtia) 
mb bie @(l^le^ (Pnunia q^nosa) mtb fieden unter bie etfiere alle 
«nfcre @arkn« ttnb tl^US toilb nxt(|fenben gjflaumen unb ^toetf^en 
Ott SBartet&ten. 9Bie matt ober bte^n ä.rtcti gemig f(|on bie au8 Slorb» 
omerila abflammcnbe Airfd^ppaume, bei beten eigent^flml{x$er SBegc» 
tetion, al8 loeitere litt l^ingufilflen mflgte, uttb S)omnins @* 263 no$ 
brei anbete in Smetifa mitb n^ac^fenbe efngebotene Sßflaumen auffül^tt, 
Chiksaw Plnm» Wild red, or yellow Plum und Beaeh Plum or 
mid Plum, non benen man na^ bet {utjen S9ej(|teibttng allein nt(|t 
iotrt^en {ann, inmiefem fte etgentl^ftmUd^e species begtunben, fo be» 
ncilt £ifge( (äSotrebe jum 2. ^ft, 6. YIII) fd^on mit Sted^t, bag 
bie ^ouStmeifd^e etft fp&tet betannt mutbe, nod^bem fd^on lange fnil^er 
bie Don S)amaäIuS benannte ißflaume betannt' mar, unb bag bie ^ffau« 
mm ma$r{d^inUd^ mehrere @tamnu>atet l^ben, motauf benn aud^ fd^on 
bie 9etfd^ieb<n^it bet SBaume t|e{(d mit tobten, t^ei(S mit bel^aatlen^ 
^ ftatt mei^baatigen @ommettcieben l^inmeifet« Siegel gibt in ber 
g^(|ten 93onebe an, auf meldte SBeife ein pinget {ßomologe, bet ftd^ 
jonic^fl bieS Kapitel }ttm SSormucf feiner ^otf^ungen ne^en moOtei^ 
t^te bttt^ ifteted Umfc^en, t^eit» burd^ abftogen «th^nvc SButseUt, 
f^8 butd^ SÖegno^me bet obeten Slinbe am @tamm unb B^%^ ^ 
bet Stette eine^ obet me^tetet ^oüt, befonbevS abet butd^ Sopulatioti 
ber iungen ©ämtinge aud^ fd^en in 3:5pfen ein paat 3a^te feftgemutielte ^ 
SßUblinge feine gotfd^ungen mürbe befd^teunigen, unb in 16— IS^A^teti 
ti bid }tit 4* 0eneta1ion mücbe bringen Ünnen. 

Um bie oetfc^iebenen ^fiaumenfotten balb fennen }tt lernen em« 
pftel^U audfi Si^el für ben, bet ni^t ade @otten in ^od^ft&mmen on^ 
pfianjen fann, befanbetS bie ^opfbaumjud^t,. ba bie fßflaumen in ZSpfeii 
gern ttflgen^ menn man fie nut not f^oft, Stegen unb anbetn fd^9 
lid^en Ginflüffen gu fidlem fud$e. iRit l^ot eS mit bet Sopfbaumjud^t 
^ fo gut gelingen moOen , ald mit gStobebaumen* S)ie Slopfb&utne er« 
fptbent niele SBottung, menn itioaS btaii maddlen foO, lie^n mit nod^ 
leid^tet, al8 t^nge $o(^ft&mme, in l^igen Sagen im ^uni bie ^^ 
faOen, unb ttugen, ba i(b fein ©lad^ouS, obetMon^igen gefd^u^teti 
Ott ^atte, mo Ü^ fie, menn eS niil^ig mat, not fd^&btid^en (SinPffen 
bet SBittctung |&tte fi^etn Idnnen, oiel meniget^ afö ^robeb&ume, bie^ 
Vnm fie fertig finb, feine befonbet^ $jlege me^t oetlangciu ^0)11 



$200 JMe 9{{attme» 

finb , wie aud) Siegel 6emer!t , bie ^üd|te in Z^t^en oft grSger mtb 
f d|5ner, alB an i^od^ftftmmen , unb geben fo lein fietS lld^ereB (Srgebni|, 
wag ein ^od^ftamm leißen xotxU. Xud^ meine ^robeb&nme Don JCitfd^ 
«mb Pflaumen fhib |e^t fo giemtid^ mit allen meinen Sotten verfemen, 
^on)eit id^ bie Sorten nid^t in einzelnen ^od^ftSmmen anpflonjeti tonnte^ 
tmb obn^oll nod^ ein b€tri<9tii($et S^eit ber ^roBejmeige xA^t jttr 
Ztagfiarleit gelangt ifi, ba bie Ungnnft ber SSitterung Mm 93erebetit 
in ben legten 8 3<^l^ten fih Pflaumen unb ftirfd^en gn gro^ nntr, fo 
bog no<!^ biefeS ^al^r (1860) mieber 60—70 ©orten jtirf<l^en nnb 56 
Sorten Pflaumen neu aufgefegt merben mußten, bie nun aSe größten* 
t^eits angegangen finb, l^abe i<l| bod^ biefeS ^al^r, wftl^renb id^ nun 
<rfi 6 ^al^re l^ier am Orte bin^ f<^on ben (^olg, bag ca. 150 
itirfd^enforten unb nid^t oiel weniger ^{(anmenjorten l^inreid^nben, 
|p:5^tentl^eilft fel^r reid^lidben ^rn^tertrag liefern. flu(f) voriges 3a^ 
jd^on fa^ id^ etma 100. ftitft^enforten unb 130 ^flaumenforten* 83er 
Ißrobeb&ume oon Steinobfi madjien miQ, ber nel^me momftgtid^ leine 
älteren Sdume baju, ba biefe burc^ baS Slbmerfen ber ^xod^t Ieid|t in 
Saftftodtung gerat^en unb bann ganje 3weige oerlieren, ober felbft ein^ 
selben. SBenigftenS mn^ ein grS^erer Saum nur fe^r nad^ unb n«| 
mit ^robejmeigen in mehreren S^^^ren l^intereinanber oerfe^ meiben. 
9a^ oom blo^n Umpfropfen, fo gefd^idtt id^ eS aud| mad^te, unb memi 
iSf aud^ ein S>u^enb unb noi^ me|r Steifer anf einen im Stamm nnr 
^Va'^ biden SBaum fe^te, finb mir ^uftg OSume eingegangen unb 
fiarben 1 ober 2 3^^^^^ naijl^x ab, nad^bem bie aufgefegten Steifer an^ 
gegangen nmren. Si^ mf^mt gu fßrobebdumen fflr Steinoift, fo M 
wie m5gti<9, nod^ {unge Siume, oereble fie mit ben neuen Sorten an 
Un Sommerlatten ober bünnen 3^^8^f ne^e, menn ber Stamm 
fi^on etmaS grSger ift, im erften 3a|re nur beffen eine ^tfte, im 
mdd^ften bie gmeite oor, laffe bi9 bie fßrobegoetge etnmB gr5|er gemoti 
Un finb, oon bm urfprftngHd^eu 3i9^iS^i^ ^^4 l^inreid^enb oiel ^^ 
We nur fo im ^Aume gehalten werben, bag fie bie anfgefe(}ten 8»e^ 
nid^t flberwttd|em, fejje auf ben Stamm, ie na4 feiner (Sri^e, nut 
6—12 Sorten unb eri^lte fo wud^H^# gefunbe ^robebftume. Sie 
fU^m l^ier diermeift gwifd^en ben in 24—26 %ta^ Cntfemung %tß 
pflanjten Stftmmen oon itemobfl unb werben i^e S)ienfte get^ l^en, 
wenn biefe le^teren gr5ger geworben {Inb. Z)od( l^atte id^ in Stienitttg 
aud^ einen fcbftnen gefunben mit ca. 60 Sorten, ober jel^r nn^ taak 



Wf ff cnmie* 21A 

M| (ey^yftett ^loelfd^enlattm olS ^xoUiattm, ntA in efuttngm einen 
bec||(cic^ tüx\äitnb(um, »d^reni l^er wn imi abl^ibirten, fd^on etoaS 
{rigercn 3mt1^nibAtttnen nur bet eine mit etioa 200 6orten gao} ge-» 
bi4 ber anbete mit drcn 36 Sorten in legten bittten 2la^ren bfe 
^fte ber ^mtiit verloren l^t. 

3ttr oodlommenen ®äte einer Ißflatime forbert Siegel fe^r rid^tig: 
Ij S)Qt fie oor ober no^ ber $an8pttf(ifte geitige, inbem, fobalb 
biefe reff ift, ße anbere ^ßaumen an (SSte beS ®ef^madtS nnb 
Qram^barleit überfhra^It; 

2) bat fie fcft am Saume l^&nge unb nic^t Ui^i obfaOe; 

3) bog fte im Stegen ni^t ober bod^ nld^t leicht auffpringe; 

4) bag fie ein etmoS fefteS, nic^t wdift^ ober fdEimiexigee %ld\^ 
^obt, anil^ rei(||liil^n Saft beft^e unb nid^t trodCen fei; 

5) bag jid^ baS $(eif(i^ gut oom Stein Ufe; 

6) ba| fte von @^mad \n%, ebel unb aromatif^ fei. 

7) ®rofitn gröc^ten unb frfl^ reifenben gibt man ben SSorgug out 
Ueineren anb fp&ler reifenben, unb @pitpflaumen flnb wiAn 
vorjfigUc^, fobalb bie ^ui^ioetf<^e paffirt ift. <H mog biefen 
OualitAlen nod^ 8) unb 9) @efunbl^eit unb rei(^ Sragbarlett 
bed Saumes ^injugefügt merben* 

Siegel ^ banad^ ^eft VL & ö2 fetbf^ eine Vnmeifung gegeben, 
MÜft Sorten ^emanb pftangen m5ge, unb rfttl^ benen, bie neben ber 
^B}ioet^ nur 1 bid }u 9 Sdume ppan^en I5nnten, j[e na<( ber 
SAl ber )u pflanjenben Siume folgenbe Sorten in ber il^nen ^ier ge^ 
gdenen Wei^nf olge gu mA^len : 1) A5nig8p{Iaume oon StourS, 2) Si^^Wß 
nilpflaume, 8) SBa^re ^rfi^imetfi^e, 4) ©ro^e SIeinecIaube, b) SucaB 
ittntgSppaume, 6) Statienlfc^e 3metf(!(ie, 7} Pflaume non St. (Stienne, 
8) Draunauer Stprifofenartige fßflaume, 9) SBiolette ^^^ufalemSpflaume. 
-~ Solche Snoeifiingen, n»enngte{<l^ fte bem $flan}er, ber no^ leint 
9flaumenf orten trnnt, erwflnfc^t fein werben, bellten inbeg ni<l^t blog 
immer »enigflenS GtUHiS Sub]ectioeft, fonbent »erben bo(9 aucb na<l^ 
<Elef|enb, jtlima unb Qoben ft(| fe^r ab&nbem« So ftnbe i^ liier bie 
S^danniSpf^aume, felbft nml^bem id^ oon Sieget bie redete b^be (bie oon 
fiiel er^ltene Sorte, bie i(t in meiner ^ Anleitung'' alS in |irftget 
Cegenb unbraud^bar uermarf, pagte gmar gang gut auf bie Sefc^eibung, 
Mr aber bod^ eine onbere), mentgftcnt nid^t tragbar genug, unb non 
Cefd^madt sniar gut, aber bod^ itid^t auSgejeid^net, vielmehr au fftuer« 



2(l!2 We 9fa«tiie. 

li^, ȟrbe aui^f ipenn eS tii^t Setlouf auf 9ft&rften giUte, nii|t mtMr 
9 Säumen bie SBa^e Srü^gu^etfd^e pflaniet!, pon ber <uk!^ Sirgel fagt, 
bag fte merllid^ weniger tragbar fei, ali bte ^auSgn^eifti^e unb finbe 
felbfi bte JtönigSpfCaume oon SCoutiS, bie^ {(j^ bisher non Sieget nur bur^ 
2|al^n l^atte, unb obnoljt idf an i^rer 3le(i^t(eU gar nic^t 2n)eifeCn Ion», 
1860 nod^mate blrect fommen He^, letneSn^egS Don füld^er ^ute, ui 
iä) i^x ben nodfiften ißlo^ nad^ ber ^au§|iDetf((e einräumen möd^e, fo 
ba| id^ lieber, aU bte l^ier ibeanftanbeten Sorten, pflanjen mürbe eine 
Sßei|e ^ungfernppiaume, fftoi^ (Sierpflaume, (ober nod^ lieber 9tien^ 
burger (Sierpflaume, bie im Stegen nid^t aufspringt), SSperend Gotbpflaume« 
SBSaS^ington, a)tero(0btS gelbe SleiReclaube, SRongl^eriS aXirabeOe, Seffcr^ 
fon DOn ipartmtg gelbe ^xM\itt, unb atö frä^efte €orte etnKt Vt 
S)ur(l^ri(|tige ober' ^rul^e Sieineclaube, unb ein ^err ißrofeffor i^^ut| 
gu ftiem in Sftuglanb, bem i^ oiet Steifer fanbte, fd^reibt mir, bie ^ot^ 
<£ierpf[aume fei bort oon folt^r fioftlic^Ceit gen)^en, ba§ er fte unbe« 
bingt oOen anbern auf^er ber @rogcn Steineclaube oor^tele. 9Ran iß 
mit SRatl^fd^Iägen, mie bie ||ter gegebenen, auild babunl^ in SBerlegen^eit, 
bog bie ^fjH ber fe^r ebeln unb guglric^ febr tragbaren Sorten je^t fo 
grog gemorben ift, bag man in ber Z^at (Kiu^g ni^ meig, melil^e man 
90r anbern anempfefilen foH. 

S)ie ^dfyl ber oor||anbeneR $f[aumen mar bis auf bie neuere 3^ 
gering, unb ^ängt eS bamit mo^l gufammen, bag and^ nur fe|t nng^ 
nflgenbe a^erfudde gemad^t mürben, bie Pflaumen ffftemotifc^ gu orbnot 
<Srft in neuerer ^elt ^at fic^ bie ©ortenga^t auc^i in biefer Obftt(a|fe 
burd^ ameri(anif(^e S^üc^tr, fo mie bur^ bie in iBelgien, ^rantrei^, 
<Snglanb unb SDeutfc^lanb gemonnenen neuen Sorten beträd^tUtf^ oec» 
meiert ; aber mie fiicgeld ^fiaumencoUection bei SBeitem bie grflge^e if^ 
meldte bisher e^iftirt ^at, unb feiner SoHection oon fafl 300 befd^riebe^ 
nen unb nod^ giemli^ nieten nod^ ungeprüften grflc^ten, felbfi bie im 
Sonboner <£ataloge fu^ ftnbenbe längft nid^t an bie Seite gefegt mei^ 
lann, fo $at auc^ Siegel allein burc^ feine ^emgud^ten bie (Slaffe ber 
$fUiumen um 49 neue, grögtent^eild fel^v f(||ä^bare Sorten nermc^ 
9on bencn meiter unten ein SSergeit^nig gufammengeftedt merben foS, tm, 
feine Serbienfte auib in biefer jpinftdbt anfd^ulid^r gu nuMl^n« fBüt 
moDen bi^r nur gunäd^ft eine Ueberfid^t einiger fru^n, fo nie ber oon 
Siegel felbft entmorfenen Slaffificationen ber Jßßaumen geben, unb bt 
b<i ber für bad ^nbbu<$ gebotenen ßurge auSfä|rli(^ere Vudeinanber« 



IDU Ißflattme. 20S 

fctuttgeit ni^t ftattl^aft fmb, toollen mit bieienigen, loetd^e tiod^ »eltete 
attf{(((fiffe fu^m, auf baS Dermeifeit, loaS Siegel felbft Aber biefen 
«egenftonb ^eft L ©. 62—79, i&eft IL ©. 276—289, au<^ ^eft IIL 
e 160—168 ttnb j^eft IV. @. 64 ff . gefagt H. SBir flberge^en bk 
gm) ttnooSfoinmenen Sint^eilungen bei ben alten unb ben ^mologen 
ber mittteren ^tk, unb todlen nur barlegen, »at in neuerer geit jur 
<m^ficfttion ber ^fhuunen nerfud^t tft. 

S)a lommen gunSd^fl Serfud^e nor, bie Sß^aumen, S^nlid^ »ie bei 
ben Xepfeln nad^ bem i)xtV\ä)m @9fieme, na(| gewiffen gamilien ein^' 
j/ü^dlm. Guten fold^en, aber fel^r untooIIÜommenen S^erfud^ mad^te 
JDecanboIIe in feinem botani{<|en 3BerIe Prodromus systematis natu- 
lalis regni Tegetabilis Paris 1825, Pars IL p. 532* 9la(^bem et 
9 iBf unb auSlanbifd^e Slrten ber Pflaume ftatuirt unb d^aralteriflrt $at, 
gut er non ber ij>auS3nKtfd^e (Prunus domestica Linn^ fo(genbe 
Sarietdten an: 

L 8priTojen<${(aumen, Pr. dornest. Armenioides. ^d^te guge< 
runbet, gelb ober grfingelblic^ ; fDlanbel fafl ftumpf (}« S. ®elbe 
SKirabede, Kprifoienpfiaume); 
IL Keincciauben, Pr. d. Glaudiana. ^TÜd^le etinaS ^äf gebrüdCt, 
jugerunbet, gtfln, oft rot^ gejiedt, feiten rot|; ^eif(| grüngelb 
niel^r ober, weniger gegudert, Stöbet (Stempelpunlt) taum mtttli^ 
niebergebrfidCt ; @tein lurj, tttoa^ fd^arf {ugefpi^t, g. iB. @roge 
Sfteineclaube, S^iolette [Reineclaube, Kprifofenartige fßflaume. 
IIL Sl^rabotonen, Pr. d. Hjrabolana. ^fld^te totl^, tunb, an ber 
Safts f[ad^ gebrüdt ; Slabet niebergebrücft, * Raubet etnmS f d§arf 
gugefpijjt, fteld^blatt(i^en fd^mal (Airfd^pflaume). 
IV. S)aniaScener Pflaumen, Pr. d. Damascena. ^d^te f[ad^ ge« 
brüctt^runb, niolett; SRanbel lurj, etmag lielförmtg norragenb, 
oben ftumpf (j. S. i^ermpflaume, ftSnigSpffaunte, SBafangpftaume, 
S>amad€ene non ÜJtaugerou). 
Y. SCourfer Ißflaumen, Pr. d. Touronensis. ^rfld^te untgetel^rt ei« 
fimttg ober untgelel^rt eifirmigrunb ; SJianbel oben ftumpf ober 
änwS fd^arf gefpi^t, lurg, breitrunglig, etmad ttelfirmig not« 
Tagenb, (j. 8. ^-rü^e ^errenpflourne, ftönigSpflaume non 2;outS, 
Storniannifd^er ^erbrigon, Kotiger ^erbrigon). 
TL Julians Pflaumen, Pr. d. Juliana. ^rud^te (lein, eifSrmigrunb, 
bunlelblau ober oiolett; Sldbei ni($t niebergcbrfldt; t$urd^e laum * 



204 ^ie Vf^ostme. 

ftd^tBftt; Vlanbel otn ^atfe tixoat Dortagcttb, ober etamS fd^orf 
fi^fpi^t (j. SB. €t. Julians Pflaume, grillte Don Zoixxi, 6pa« 
mf^e S>QmaBceite, 9tot|e ;Sungfernpf{Qttme). 
TII. (Satl^artnen Sßffaumen, Pr. d. Gatharinea« ^d^te utngefc^tt 
ctfSrmig runb, ober fafi runb, mad^Sgelb; 9ta6el erl^oben ; SIeif<l^ 
loettig jü§; SRanbel fa{l ftutnpf, an ber SaflS oft ettoaS oorge« 
f droben abgefhi^t, (}. 83. @elbe (Sat^adnenpflaume , fBv^, 
Sßei^ $erbtigon). 
Tm. SRbetlB ^Pflaumen, Pr. d. Aubertiana. $rttd|t eif&tmig fhimif, 
oon äugen auf beiben leiten gelb, 9tabel uiebergebrücft; SRanbd 
on ber eaftB laum merltid^ oorgefd^oben, (j. 8. ®etbe (Star» 
pflaume; ^al^tten^obe, SBetger jtoifer). 
IX. ^mi^iitn^ivmiit Pflaumen, Pr. de Pruneanliana. Xefle pi^ia? 
mibenfflrmig, ^rfld^te eifSrmig, tnel^r ober toetttger fiumpf ober 
oerlStigert, otolett; feiten grün; SRabet erl^oben, 3Äanbet parf ju« 
fammengebrfldt, oertöngert, an ber 83af{d ettoaB üorgef^otat, 
oben mel^r nnb weniger fpi(iig (j. 9. SSioIette ftaiferin, Siolette 
©iapre, SBtoIettc Äatferpflaumc , §au8 jwetf $e , gnfelpllamnc, 
SEBelSe ©lapre). 

SS bebarf fSr ben, ber otele fßflaumenforien lennt, feiner longa 
^^fung, um gu erlennen, bcg na^ biefem @9{teme, unb ben f&r Ue 
efatgelnen €(affen angegebenen ^erfmalen eS fel^r fd^miertg, I^Aufig ni^t 
miglid^ fein »ürbe, eine t^md^t aufjufinben, ba bie formen ber §rui|t 
beä @teine8 unb feiner Slitanbet in einanber übergel^en unb bieB um fo 
3fter ber ^aS ift, jemel^r bie Sortenja^I fld^ meiert, aud^ bie gege(c» 
neu Unterfd^iebe ^aufig auf einer ju n^enig inä Sluge faüenben 9>iffeTen) 
berul^en unb enblid^ bie ifler oorlommenben XuSbrüdte: faf}, etma^r 
loum, olel Unfid^ereS in bie @ad^e bringen. Siegel l^at bteS Spfhm 
gu oerbeffern gefud^t unb nirflid^ mertUd^ nerbeffert in feinem auf ber 
angefügten SCabcHe bargclegten ©^[teme V. (in Siegels SBerle aß 6, 
^fjtfication begeid^net, ba er. bie (Slafftfication S)ecanboIleS als 6. oif^ 
fahrte), er mad^t $eft II. ©. 283 bemerllid^, »eS^alb er ifter Me 
Segeii^nung oon ©eftalt; ^arbe }C. genauer gefagt ober mit biefem ober 
jenem SluSbrud oermel^rt l^abe. 9(IIein aud^ in ber oerbefferten @e^ 
flalt möchten, ber logifd^en Unooaiommen^eit biefeS ©^ftemS nii^t {U 
fitbenlen, bie Unterfd^iebe, bie baSfelbe auffteHt, bod^ gu wenig f$<urf 
ityb burd^greifenb fein, um biefeS ©pflcm praltifd^ ge||3rig braud^ior 



Sim(M|«u SMe fa{l tunben S^t<^ <^ <^a1T^ nL »ftiben wol^I 
{4ner von benen in (Elaffe VIIL gelidg }u unteTf(|eiben fein; bie 
i«t^ $nh|te OttS bicfn: eictlfe lo&rben \tffx in bie violetten auS (Staffe 
T. fiierge^ ; ebenfo mic^ten bie eif 5rmignttiben unb umgetel^rt eifSrmig» 
luaben grüd^te auä (Slaffe YL unb YII. ju nienifl oerfc^ieben fein, unt> 
i9ie ed bei ben SR^raboIonen aud^ eine <3tel6e ftirfc^pfiaume gibt, fo ^at 
Ue }u ben ^wti^ditn geb^tenbe SBiotette itaiferin einen Saum mit breiter, 
fel^r fperriger Jtrone, bie @roge Sngl* ^mtl^t unb anbete ttid^t Diet 
weniger, unb lann man felbft ben SQSud^S ber i&att8)n)etfd^e, au<i^ »enn 
ker SBoum ol^ne @d|nitt fid^ felbft ilberlaffen bleibt, menig p^rjtmibal 
nennen, wenn aud^ bie Hefte -* nxiS aber bei mand^n anbem ${Iau« 
men ebenfo ber ^aU ift, gut in bie Suft ftreben* 3lugerbem fd^eint 
vir ein ^Hauptmangel biefed unb aSer algnlid^en S^fteme gu fein, ba{^ 
el 2U wenig leidet be^altbar ift, unb baS (Sebftd^tnig mit iDlerfmalen 
ukrlabet, fo bag man, menn man einfad^ere ©yfteme luaben tann, biefe 
Mlig norgiel^en mug. 

9tid^t anberS lann id^ aud^ urt^eilen aber boS Don ben Ferren 
Sd^übler unb Sl^lartenS in ber Flora Würtembergensis aufgefteQte 
^{iem. 6ie nehmen folgenbe (Klaffen an: 

I F^rtuus Insltitla^ ^^amt, mit eOiptifd^en, gef&gten, unten 
etmaS »oQigen Sl&ttem, su gmcien fiebenben Slilt^enftielen unb 
runben ^(|ten. 

1) Prunus insititia avenaria^aferfd^lebe. ^ud^trunb,. 
f(|n)ars, blau bebuftet, ®efd^mact jufammenjiebenb, (biefe Crb^ 
nung umfagt bama(^ mobl nur Sine t^rud^t). 

2) Pr. ins. Juliana. gaftrunbe, bünreloiotcttc, Bereifte gtüci^te ; 
Slabel uorragetib; Stein fta^elfpifelg (g. ®. ©emeinfte ^flaume^ 
©idtter). 

3) Pn ins. Touronensis. lourfer Sßflaumc. grüd^te fafl 
berjförmig, tugetlg, purpurrotb, punftirt, bhu bereift; Stein 
breit unb runjiig (j. 83. jlönigäpflaume ron S;ourd). 

4) Pr. ins. Glaudiana. Sfleineclauben, mit runben ge« 
brüdten grüd^ten, bie ein grünlid^teS, guderreid^eS gleifd^ unb 
einen lurgen, ftumpffpi(jen @tein luaben» 

5) Pr. ins. Armenioidis» Sprilofenpflaumen, mit gel^ 
ben, meig bereiften, lugeligen, etmad gdrflcf ten t^rüd^ten, beren 



206 ^^ fftotniM; 

^ti\äf gotbgelb nnb ber 6tem ftumpf i{L (ßtltt Xptffofeit« 
pflaume, SRot^e Slpritofntpflaume). 

6) Pr. ins. Cerea. WtixahtUtv. 9tiebrtg von 9Bu(l^ unb 
fe^r fnt<l^tbar. %xüi)it getb, ttein, ISngli^ tunb, xod% itß 
reift, t^Ieifc^ gelb unb gut wm Steine ai^e^enb, man fe* 
merte, bag, mie gu t^mitie 5, nad^ ben angegebenen Jtenn« 
geic^en, bie ffioi^ Stpritofenpflaume gar nid^ gu galten »ftie, 
fo ed aud^ rot^c unb bunte Sflirabellen gibt). 
IL Prunus doaaestlca, S^^i^t. Saum mit eOiptifi^, ge» 

(erbt^gefdgten (crenato-serratis) ctmaS runglid^en, unten feinl^ottrigeit 

Slaltern, mit gu gmeien fte^enben 83lütl^n)'t{elen unb l&ngUd^ 

gvüd^ten* 

1) Pn dorn. Germanica. S^ti^i^t. Saum ^o^ma^^/itä!^ 
mit P9ramibenf5rmigen 9le{len; %xüäfit bunfelpurpnrrotb, Max 
bereift, an beiben (Snben abgeftumpft (g. 8. Gemeine ^nKÜ^I^t). 

2) Pr. donu mammillaris. SilleSpflaumen. Son SBuc^ 
deiner; ^ruc^t purpurrot^, meigbtau bereift, anbcrSaftd ner* 
{(^malert (g. 8. bie Ileinfte grfi^gmetfc^e). 

3) Pr. dorn, hungarica. ^Dattelpflaume. 3Rit purpuv» 
rotten, meig bereiften, teu(enförmigen, an bec Softd fd^moleren 
^rü^ten, beten ®tein lang unb faft gelrümmt erfc^eint (g. 8L 
S)atielpfiaume, ©idEler). 

4) Pr. dorn, indica. fEitx^t^ ^wti\^t. Sßit l&nglul§en, 
leilformigen, nerle^rt eirunben Cldttem, meig bebufteten feulen» 
förmigen grüc^ten unb fe^t fpij^em Steine (g. 8. Didier XY. 4. 
Steigenfteiner gelbe ^(oti\^t unb Steige S^^^f^^ Pflaume). 

5) Pr. dorn, damascena. ßaiferpflaume. SSJtxt puq)ttr» 
rotten, fel^r grogen, grau bebufteten, nerte^rt eiförmigen, gegen 
ben @tiel tUva^ nerfc^malertcn grüd^ten ; (g. 8. €tdlcr YIIL 10. 
JRotlje Gierpflaume). 

6) Pr. dorn. Aubertiana. @ierpflaume. ^it fe^r großes 
8lattern unb golbgelben, meig bebufteten, eOiptifc^en, faftreii!^ 
^rüc^ten, (g. 8. ©icfCer XL 3. ©elbe ©ierpflaumc). 

7) Pr. dorn. Catharina ^ippft^*^* 2Wit nerlc^rt ^ergfjtmig» 
eirunben ^r&d^len, bie gelb ftnb unb rot^ punftirt, @tcin runglig» 
(g. a ©idler IV. 12, ©eiger sperbrigon). 

9Ran Pe^t ed biefem ©^fteme f^ion an mannen 8enennungen unk 



^e^nungiu von 6ovten ic. an, bo§ feist Hr^etar eben leine Sßom^« 
loten nHiren, unb »te ber Jtunbige balb ertennen n)irb, bag na(j^ btn 
I]igege6entn ^ennjeidSfen mand^ ^tud^t, bie in eine ber gege6enen ^a* 
IRÜicn flehen väibe, ft^ ba nid^t unterbringen liege, fo getraue i^ 
«ir ni(^t einmal, ol^ne ^Iniuna^i bec S^u^t ali lange ober runbe, 
bie Ciume ber gioei ^auptclaffen gu unterbleiben, glaube aud^, bf| 
JB$taniIer me^ Stüctji^t auf ben 8aum l^ten nel^men mdgen. 

e^rift t^eUie im i^nbbut^e, 3« äluflage 1804, bie ißflaumen ein 
m 3nKtf(|en, S)amaBcenerpf(aumen, äRirabeden, S)iapreeS unb $erbri« 
tpni mit 6infcblug ber Steineclauben. S)ie{e unbeftimmte Sint^eilung 
oermarf er in ber noQftanbigen g^omologie non 1812, unb tl^eilt bafelbft 
bie ^ffammen ein in 1) ^mitj^ unb gmetf^^nariige Ißflaumen, 2) giflau* 
nen unb yflai^menanigc Pflaumen, 3) SRirobeOen unb mirabellenart^e 
Pflaumen« Siegel bemerlt über baS Ungenugenbe biefed ®9ftemd go^} 
^^^« fM^ €^[t< Slaffe l^at, neben einigen unbeftimmten SRerlmalen, 
gUtte^ommertriebe, obneä&olle; bie}meite6laf(e]^atgen)5^n< 
li^ unb ollermeift feinroodige 6ommertriebe, bieSddume ber britten 
£(af]e l^aben fperrigen SQuc^d, fe^r gemäßigten £rieb, Heine 

. Iraufe glatter unb ll^ne fiftfl^te. Ueberbied mirft S^rift in 
jlber (Slaffe loiige unb runbe %xäfii\t nriUturlid^ burc^einanber, unb fo 
ebenfoSd bie 9aume mit glatten unb n)ei(l^b^arigen ©ommertiieben.'' 
£e^tereS märe nun mo^t nur ein geiler (S^riftd, oeranlagt hux^ \dn 
fUMitigeö Slrbeiten uiib ben Umftanb, ba| er gor niele ddu i^m befc^rie« 
ienen ^^uc^te in ber ülatur nic^t tannte, ni(bt aber fin gebier bed @9< 

' ^em8, menn biei^d {onft braud^bor märe» SBie aber bie übrigen JCenn» 
ipä^ (ad (&L 1*: iu ber 3^genb (Stad^eln; 93latter grob, fprdbe, 
raub, ^xn^ie längUcb, %lt\\^ f efl, grob, Traf tig ; ad 61« 2. : menig ober 
leine Stacheln, Sommeririebe grän, SBlätter gtän^enb, mei(b, i$rftd^te 
rmib unb l&nglic^, gleiicb meicb; ad (S(. 8* SBu^d fperrig, \^ma^; 
Släiter tlein, (raud, %xü^tt Ilei», ruub ober l^erifSrmigO nid^t l^inrei« 
^n, bie £(af[en gtbörig gn fd^iben, ba ed ou<b runbe ißflaumen mit 
glatten Sommertrieben gibt, unb mieber mand^e ^DlirabeUen meid^^aarige 
*6o«mertTiebe l^ben, aucb in ber 3ugenb ©tackeln geigen, bie @ommer» 
triebe ber SB&ume aud (£(• 2. gar nic^t immer grün unb bie 93Iätter 
•eken nicbt glänjeuber flnb als bei nieten Säumen auA Sl. 1« k., (mie 
bergleicben äluSfteQungen flcb npc^ mond^ anbere machen liegen) fo finbe 

39»fM»ta «ft»bta^ bei OiiktHaUu IIX. 14 



^208 ^ VPomic. 

iif nid^t, bag bte Sinme bor !0Uro6fKen gerabe efaten fpertigcn Stt<ipi( 

l^ftttetT, ben nttr ein}flne gdgen, imb ifl enbtic^ fttehtl^it brt SaumcS* 

tin }u unfidleYeS Kennjeid^en, ba eS babei ju »ide Qdftctigftnte gibt mA 

' tin an fid^ grog nierbcnber Saum butd^ Umfifinbe mu9 tMt iMtat 

' lann. €8 f^l^tt bem ®9fteme cm einem efai^eitli^en ttnb bun^^n^ 

* ben SI^HungS^dp. 

Oetbeffert etfd^eint baS (S|rlflf$e elftem im ISatabte bcr fffb^ 
' tftatifd^en Obftboumjd^e im ®ro^ (Statten 31t S>re8ben unb im ^oJ^cn^ 

l^eimer (Sotaloge Don SBaller unb tfl in biefe Seftolt gebrm|t «m 
' ^erm t)on (Sarlomi^, votl^tx bie Sufpil^ Aber bie Sonmf<|ulen 

@rogen (Satten ju S^reSben tft^tte. €8 ift foIgenbeB : 

1« et 3n)etfd^en unb lingUd^e ^fUnmen. ^orm 
' Sni(|t l&ngti^; 8aum mad^t n»tfbe8®emS(^8mitS>omen; eommerttMe 

glatt, nie moSig; ^etn b» i^otjet giemlie^ gtob; Slttter flotC ^e« 
■galant getbgtfin. 

2* er« S>ama8cenet<$flaumen. %tn^t tnnb; ffiw|8 keS 
' Baumes flpirig ol^e Sotnen; ®ommetttiebe fammtottig nnb fe|r voOtg; 
' ^ol} iott; asiatt bunlelgtSn. 

8 (SL 9titabeilen nnb SleinecUnben. gtnd^t ntiib sii^ 
' ^etgfStmig, Ztifb beS SanmeS jd^nwcb o^ne 2)otnen, 6ommetteiebe frfit 

unb nut mit n>enig Sode bebetft. Siegel bemetft jn biefrat ^pflant 
'fel^t tid^tig: ^biefe btei klaffen fielen fd^Sn nnb obgemeffen auf km 

$a|riet, finb obet füt oSe $i|Iattmen ni<it bHtteic^nb. S)(e Q^tAkie 
^ bet etflen gmei €(affen flnb in jlmen ftenngelil^n^ bie ben mefentfU^fln 

ttntetfd^ieb machen toOen, ganj untiil|tig; bie (angen ^MU^te kcr 
' S38ume bet ^viä^i^tn foDen ganj glatte, unb bie ntnben ^M^tt tar 
' Z)ama8cenef$flattmen fiatf moSlge 6ommetjmeige faben. VOein e8 gut 
^ viele Siume bet 3wet{(^en, bie au($ »eic^l^atige ®ammetttiebe l^obeiv 

unb non jenen bet tunben ^d^te l^ben ebenfaQ8 mutete fc^b @on* 
' ' ntetsmeige« Die Jtennjeic^en bet btitten (Raffe fhib ebenfoltt nid^ ge> 

* nfigenb ; Ue tot|ie SRirabeSe, Siolette SMoi^te, SBeifie !ßetbtigxm k. 
' flnb (eine tunben unb {eine ^{fStmigen ^täd^e; bie Statte unb^Mbe 

* Stttobeffe, bie Ctifette baben in ber ^ugenb IDotnen; bie <8clbe Vtb 
' tobeOe, Siolette £)ioptt, 3n)eimaf ttagenbe fßflaume, SioTettet ^etbt^ 
'" i^aben fhttt mei^l^atige Stiebe nnb bie bet tot^en mapxi, be8 tU^ 
^ §en $etbtigonB, bet Jtitfc^flamne, bet Snoetgleic^Iid^en ic. finb gin} 

lal^t, fo ba| biefe8 Gyftem in allen toefentliil^n C(affen»il^n|eU|^ 






209 



MOgel^fl iiL'' 34 barf Iftinsufet^cn, bog bieeAume ber Steineclauben, 
iMMetittic^ ber bcr ®roten Sleinedauben unb i^rer fd^on mel^rfftltigen 
e&mlinae feinedtoegS fd^nrnd^ treiben unb gu ben fitogen ge|5ren: bag 
mon^e S&ume auS 6(. 1* ein eben jo bunlelgtfineS Statt l^aben alS 
tte e&iune auS €(« 2 unb auS biefer man^e 8)I&Uer eben fo flati ge^» 
20^ Pub als aus <El« 1.^ id^ mir and^ nid^t getroue, grobe nnb feine 
^dfcrn beS ^otjeS l^lnreid^enb lei^t unb fidler gu unterfd^eiben* 

Win mug eS bal^er ^errn Dr* Siegel fe^r S)ant xol^tn, bag et 
fii| befonbere unb erfolgreid^e "Sli^t gegeben l^at, beffere unb Igattbarere 
^fUuimenf^Ileme aufauftellen/unb wie niel unb lange er barübcr nac^ 
tfH^i ^, imü\m bie ixrfd^iebenen , wn t^nt aufgefteaten eiafWca^ 
ÜmtBf vM fie nad^ftel^enb bargelegt finb. 



IWerMt bei Ms »egd enttMif esn 

CU#^kattan I^ 

m4 mO^n bie tpflamnen in feinen 
(eftm getcbnet iU^« 

L0Lä»etf4i« 

«tt ttnglict eiförmigen Srfi^ien — mii 
efai|cUien nnb gepaarten Slfit^enjlielen, 
fttA geMItftem, oben unb unten me^t 
$kn «esieer fpitig oeriftngcricni steine 

1* Safte fl«etf((en 

WH fsf len C^oniuieritleben -~ nieiflenjl 
«Mas wilbct Segetation beS Boitmf , 
«tft S)«nien in ber 3«lie«b, mit aft^ 
fe^ $«ntentoi|e unb IMli^em fO^em, 
€l9ailmciaf&tterCi<l(em gp^etfif e bergni^i 

n) ((one gfrft^te, 
b)taf5e I, 

•)««Ilo » 

d) gcflne , 

e) Irnite « 

!L jban^aicenennrtigt 
3iiet{4en 

wki »ci^K«^» eommet imeigen ; meis 
fnM me^ la^e, bonmicioenartige 



Segetation beS fkmme, unb lacterea 
»ei<f er^il SCciM ber gntd^ 
•) 

W 

e) V mie od. !• 1. 

d) 

u. Somilceiett 

mit mnbf n nnb ruobli^en {fragten — 
mit gepaarten, feiten eintelnen Slfltfen' 
^ieleni gebradtem, oben nnb nnten obge« 
mnbet ftumpffpitigem, bttoeUen aber 
fixti fein ingefpittem 6teine. 
i* Smetfcfenartige SDamaft« 
eenen, 
mit {<^^ Sommecameigen. — % 
b, o, d| 6, »ie nd. I. S)ie Sege« 
tatton bed »anmeS nftf ert 1i<( {ener 
ber »a§ren Sioetf^e, 
8* «igentli^e Z)ama8cenen 
mit »eiilf aartgen Gommersmeigen, mit 
«eifk^ttfeUi» grof en, bunlcfgrftnen, be- 
haarten biden, grobabrigen, fteifen 
»(Ottern* 
«,b|e,dya|»ieadLl* 



210 



(Slafftfüation ber VftMtmcn. 



«loPkaH(tt IL 
L C^dfTe f%aimtu mit la|Iat 60ms 

mit (ftnglic^ eifdrmtgen ^c^iem 

a) Iblaue Stufte, 

b) rot^e f, 
o) gelbe , 

d) gtüne ^ 

e) hwte , 

2. 8«etf(l^fnartige 2)amad$ 
cenen 
mit ntnben gfrücj^ten. 
Untetorbnungen tote ad* L 1« 

IL 9^mmn mit mci^laitrigtit 60m« 
mettriebeii» 

1« ^amaScenetiattige 
Swetf(9en 
mit langen %tfk^ien. 
2. 2)amadcenen 

mit runben grfl^teit. 

ttnterorbnnngen Bei (eiben mie ad- 1 1., 

na^ ber %axht, 

«affifUtatton IIL 
L tpftonrnen «it l(]^Iai> S^mwin 

1. 9iit !al^ren »(ftttetn. 

A. Smetfc^en, mit longen fjrütjten. 
a biau, b tot^, geib, d grfln, e bunt 

B. 2) a m a d c e n e n, mit ntnben ^rfl<l^ten« 

a« b. 0. d. e. mie oben« 

2. SRii üben falzten, unten f^act» 

«igen 8 Iftttern. 

A, Swetfdjen, mit langen grtüdjten, 
a, b, 0, d, e miebet nad^ ber gorbe« 

B» S)ama«cenen,mitrunben^<^tem 
a, b, 0, d, e, nad^ ben gtboc^ten ^ben. 
8. SRit unten unb oben b«|^aat* 
itn 8(atterm 
A.S«etfc5en, 1 

B. JDamadcenen t - - 

a, b, 0, d, 6| bei beiben nac^ obigen Sfatben. 



IL ^jbmttai mit toei4|Msi|Ct 
S^mmntvicben« 

Prbnungen, IXnterotbnungen tc %a^ 
»ie oben ad. L 

(HaPkiiW IV. 
L 3oetf4eK. 

itetm)ei($en mie frft^et. 

U anit auf bem dtfidtn «e(t 
erhobenen 9tft((ten. 

2. a^it auf bem Baut^e «e|c 

erhobenen 9tft<l(teik 

3. aRit auf ^üdtn unb »a«i| 
glei^ etl^obenen ^rft^ten. 

^ie »eiteren Unterabt^eibmgcn «t^ 

fcrf^tdi ober j^aacigen 3^(^1^^^^ ^'^ 

oud^ na^ ben Sorben ber 8nu|t 

n. 3tma>(t»au 

DrbnungenttttbUntevorbniingentDietdL 

eiofftfikaiiim Y., 

bad @9{lem ^ecanboQed oerbefpnt 
S)ie $auä)iDet[(^e Pronua domeede^ 

A. tfiite, firltea gtSse Mm* 

L €(aRe aibe(linif(tt ^fbuiMU 

Sr&^te Kin^li^ eiförmig ober mngilflrt 
Iftngii^ eifbnitig, ftumpf , ^, Wd 
mebergebrüdtt; SRonbeX an ber Bifi^ 
tawn merflic^ oorgeM^ben. 

!• SRit fallen eommerimeigeR. 
2* 3e^t nod^. 

IL Ciaffe tMiribfai'?fbiM 

Snu^t §ugerunbei, gelb ober gtfta^A» 
Ü^, 9RanbeC faft ßum^. 

J»SRitfal^UiteomiHier|9et|#«' 

2. S)litmei(l^|^a«ngeii6oMet« 

fweigen. 



^of^flfatimi ha IßflaitmetL 



211 



HL auHätbM'f9wmtn. 

3ta4tinir(|eye(rt^f9tiiiio«tuitbi»bev fafl 

nmb, geK, ^^l n^oBen, 9Nmbe( faft 

fbntpf, an bet IBafid oft etmad Dorge« 

f4o6eit, aftgeffcu^i 

l.SRt t fa 1^1 en 60 mmergn) eigen. 
3. 9titi9ei4^aatigett9ommet« 
|]9eigen, 

IV. ^t aR^niboliftau 

Jtwft nmb, anber 8a1ig fiac^ gebrftcft, 

tot$; IRanbel ehocft f^arf gef^tt, 

ITeR^IItti^ \^maL 

l.aXitfal^Ien@ommersio eigen. 

(Kitf (^pflaume). 
1 S^U nod^. 

T* !&A«iatfteEm'V(laHtieik 

Sfw$i fliu(Qebraift«nmb| oioUtt ober 

bndelMou; SRanbe! fura, etmod Üetfdrs 

mig oorragenb, o(en ftumt)f* 

llSit(o^(en6i)mmer|iocigen« 

a. btoue iJfrüc^te, 

b. rot^e grfic^U. 

1 SRitnei(|^o(trigen®onimer4 
iweigen. 
•• blaue %tü^tt. 
b. tot^t grfld^te. 

VI. 3nifaniff4e 9f[aii«eii. 

Sni^t {fein , elf ömtigrttmb , *b u n ! e r« 
iU« ober violett, SRabet nii^t 
nicbtrgcbtfltft, gurc^e faunt fud^tbar; 
nanbel am ^alf e etioag Dortagenb, oben 
choad fd^arf gefpi^jt. 

iSBitla^Ien So mmeta» eigen. 

a. blaue ^(^te. 

b. rot^e tifrü^tf* 

3. !ltit»«i(^(aarigen 6otnmer« 
ineigtn, 
ft. blatte 9ciH(te. 
b. TOt^ SriU^te. 



VQ« Xwtftt flianmau 

tSfnt^ nmgdel^t eif&rmig über ttmge:: 
le^t eifdnnigstitnb, bimfelblau ober 
violett; IRanbel oben fhtmpf ober etmaS 
f^otf gefpitt, für), bceitrunjlig, etioad 
üeCförmig oorragenb« 

l.SRit !ab(en6ommers»eigen. 

a. blaue i^rft^te« 

b. rot^e Srü(|te. 

2. SRit»ei49aatigen@ommet^ 
aweigen. 

a. blaue tifrfic^te, 

b. rot^e ^4te. 

vui. dteitteclaiiteit. 

gntd^t ctiDod f[a4gebrfidCt«)Ugeninbet, 

§rftn, au4 gelb, oft rot^ geflectt, feiten 

tot^, %lti\df me^t ober weniger gegutfett, 

9la5et laum merüic^ niebergebvfltft ; 

6teitt Iura, etmail f(|arf oef)w|t 

l.!D(itlal^len6ontmer)m eigen« 

a« rotl^e Srüc^U, 
b. ge(be ^c^te, 

3.9iit»ei(tMarigen6ontmet9 
, lioeigen. 

J3L. Buetfi^ei. 

SCefte |)9ramibenförmig, "S^^^t tAng« 
lic^eif&tmigobetumgeleQrtlftng» 
lid^ eifbrmig, mel^r ober weniger 
fhtmpl ober oetidngert, bunletblau 
ober violett, feiten grün ober gelb; 
9label ergaben; aRanbelflarfsufammen^ 
gebrfltft, verlängert, an ber IBajld vor* 
gefc^oben, oben me^r ober meniger fpifig* 

l.aRit !a^Un6ommer»»eigeii* 

a« blaue ^((te* 
b« rotbe SrA(|te, 
©• gelbe grftcftU, 
d« grftne ^rfid^te« 



212 



iUaffifUaiioii bcr tpflcniiiieii. 



i^aitttfii CfiHitiiitt|Mict§ab 

Untetotbmmgen »ic ad. 1* 

8. 0eUe ^tft^te; 

Untetorbitutifieit »ie ad« 1. 

4. grüne ^rüc^te; 

UnteroYbnungen oft ad. !• 

0. bunte 8r«A<|te; 

Uniowcbmingett wie ad. U 



mit nmben ^d^ten. ~- Orbnungei 
ttnterorbmmgen mit ad. U 



S^fXitnei^^aayigeneammer» 
imelgen. 

a« blaue ^^te, 
b« rotl^e %tüä^tt, 
o« gelbe ^fii^te. 
d« gvftne Scflc^te. 

«apkattott YI. 

6ie(e fein $eft IIL 6. 166 unb 9Ro* 
natd«@(l^r. 1855, e. a06. 

I. 3ioet(4e 

mit Iftngticb eiförmigen S^c^ten. 
U Slaue sackte; 

A. 0ro(e, a mit falzten, b mit 
bel^aarten Gommersioeigem 

B. 9Ritte(gro^e, a mit lallen, bmtt 
behaarten Gommerjmeigeiu 

ÜRan tann auc^ bei biefen Slafrtfifaiionen ein}äite {(iiSftellsuQ« 
mad^n, aber feiner iDtcb bieä t^un, ber hntif ISngere Srfa^ruitg ^u tot 
Ueberieugung gelangt \ii*) bog v)ir (ei ben Obflforten, bie nur Sortetfttai 
bcrfelben @pccieö ober eiiigcbier loeniget urfprunglic^er SpccteS ftnb, Me 
burc^ ga^treic^e Ueb.Tgange unb ^e^ntid^felten fe^c tneinanber laufen 
unb bei btren Sr;(euguttg bie Statut, gumat fie in i^rem SBlrfen btrrd| 
ben (Einflul ber Guttur nod^ mobifigirl ift, fl4 nid^t nac^ unfern auf« 
gefteQten ®d)ab(onfn rid^iet, ja bie mand^en &cr&nbcrungeu nacji jinnifl; 
SSoben unb Unterlage au^gefe^t finb, fo lange eS nicbt gelingt, bie an« 
gubauenben Obftf rückte auf »enige, iu i^ren JCennjeic^n mögltc^^ ocf 
fd^iebene @orten ju tebucirm, in aQe Sroigleit fein Softem er^tten 
»erben, bad ber gehegten Slnforberung unb (Sroartung entfpred^en modele, 
mit feiner ^ulfe allein unb fieser tebe eingefne gructit aufittfinbeiif 
mithin n>ir mit bem relatto unb in ben non ber Statur felbft gegogenoi 
©rengeu SoOfommenften unfi n)erben begnügen muffen, au(^ um fomel^ 
begnügen foDten, o^ne fortm&^renb auf Steuerungen gu benfen, aU bt 
leinet SSiffcnf^ajt fo fe^r <Stabittt&t gu n)ünf((en ift, n»ie in ber fo 
fd^mierigen unb gum ^orttommen fo niele 3cit erfotbernben Homologie» 
3RSngel, bie mau etrea an ben Siegel'f^n ®9ftemcn noc^ bemertltd^ 

*) 3d^ »in mir aud^ bei biefer Gelegenheit bie Oemerfang erlauben, ba( ge« 
sabe Junge unb angel^enbe fomotogen in 9)etttf<(tanb am gefi^ftig^ gc»cfcK 
ftnb, neue Cbflfi^fteme ju entmerfen, »ftl^rettb bieft bie lefte Vrbcit f^an fe^v 
Stttibiger homologen fein f oSte. 



Mdjen I^Mle, wixtn }. O. f olfictiie : i) ba6# te Si^el (ßel^ L pag« 85) 
dne Sruc^t fd^on ^ ben 3i>'^M<^i<# ^^P- bamadcentnartigen ^xo^i^ 
xtfyiti, mmt Bei grogen t$tüd^ten bk j^^l^e bte Sreite um mel^ oIS 
1 Sinie übcrOelgt unb bei fldncren g^d^ten baS Sugenmaa^ ergiebi;ii 
ba^ fte mertlid^ l^o^c alS breit {inb, ber getool^nlid^e ®pTQd|ge&rau($; 
iBkU Städte, bie fo gu ben ^v>ti\d^m j&^len, aber ber ^auigtoelfd^e nid^t 
«t gorm ft^nlid^ fuib, nid^t ats 3n'^M<$^nr fonbern alä Pflaumen be< 
}ifa^ loetbe. SBie inbeg ba9 @9ftem aunid^fi ia nid^t für baS groge. 
i^iiljm, fonbem fär ben homologen ba ^ f o lonn eS biefem nid^ 
{(|»er foOen, mit bem SESorte 3^^Md&e einen etwaS ntobificirten Segriff. 
]B «erbinben, nrie bieS ). 8* aud^ bei bem ßirfd^enfffteme be8 greü^etrn 
tnid^fel mit bem äSorte ^erjlirf^e gefd^iel^t; unb für baS ^ublifnm 
i^ (SenAgenbeS gjef(^l^iiY menn ber @pecialname einer fold^en g^nd^t 
jt aid^t atS 3i^ä{<d^ fonbem als Pflaume gibt (j^ 83* gelfie Sierpflaume). 
2) 2)a| bie snr ttntereinti^ilnng gebraud^ten färben mel^rfalt^ 
ia cinanbet iibergel^en« @o mirb bie fd^margblaue ^arbe nad^ unb nad^ 
wiett unb gel^t in8 SRotbe über. 9(ud^ in naglalten ^al^ren bleiben bie 
baalelblauen ^rü^te etmaS rbt^Iid^ uni^ nel^men überl^aupt bie bunlel^ 
blaue Sorbe erft bei DoOer Steife an. iSHe gelbe gatbe; bie fd^on be$ 
^mter erfd^eint, gel^t aud^ ing S8eiglid|)e ober mel^r ©rünli^e über^ 
aab bie nod^ beftimmtere grüne f^arbe er^dlt bei voüfter SReife oft m 
ks €ommerfeite eine gelbliche SRifc^ung. SSirb inbeg eben bieS gel^orig 
badetet imb f eftgel^alten , bag Siegel bie niolelle ^arbe (rot^bloue) pf, 
ben x^ifftn red^net, unb überl^aupt eine grud^t ju ben rotl^en ^al^lt, menn» 
lobalb {ie gonj reif ift, bie S<^rbe auf ber &|attenfeite, nad^ abgemifd^» 
te« Dufte xQi^ erfd^eint, m&^renb ebenfo bei ben fd^margbtauen unb 
baaleloiatelten grüd^ten, menn fie gan} reif finb, bie blaue garbe 
\i^ beftimmt auBfpred^n mug, enblid^ ba| bieiJarbe erft nad^ abge« 
nifd^m S>ufte }u beftimmen ift, unb ba| bunt eine gelbe ober grüne 
Sntd^t nod^ nid^t genannt mirb, menn fie etma gugteid^ rotl^gefledt ifl, 
akei an ber @onnenfeite ttroai Stbtl^ annimmt, fonbem bog bunt eine 
Smd^ erft l^igt menn fte beftimmt jmei ober mehrere Derfd^iebene gor» 
ben angenommen |at ()* SB. Solang SRirabeHe, Bunter ^erbrigon, fRot^ 
d^gfernpfbuune, 9Rarmorirte (Eierpflxinme, ^efferfon), fo mirb man 
bard^ baS @9ftem f(^n gut geleitet merben. (S8 treten menigftenS bie 
Sotben bei ben Pflaumen meit beftimmter unb fd^eibenber auf alS bei 
bem Semobße« 



iii Crafftfl!ation iet $f[aumen. ' 

8) ©a| kaS Bf^öartfein bcr Commcrttiebc an mani|cn ©orten fld^ 
llf(|t beutlid^ genug 'erfenneu loffe, unb e3 aud^ ba tlebergSnge )u beut 
{fanj Italien gäbe* Siegel fagt batüber (L pag. 88): ,^bte n)eid^etc 
^aare ber @omnierin)e{ge fpre^^en fic^ bei ben meiften Sorten ent^ 
^eibenb ouS, fte »erben aber awS) bei einigen fo bann unb furj, ba| 
ihan fte nur mel^r unter bem ®Iofe bemerfen faun. @oId|e 3>^^fl^ 
nannte id^ la^t SSenn num aber mit freiem SKuge bie ^are nuc 
^mer ober nur fteOenmeife bemertt, fo nannte \^ fte fafl lal^t, alS 
bie ber ®rogen Steineclaube ; f!nb aber bie ^oare }mar furg, ober bo<J^ 
beutlid^ über bad gange 9lei8 verbreitet, fo l^eigen^e etmaS paarig» 
SBiSl^er fuib mir fol^e %Sttt nur menige notgeiommen.^ Ütun ftnb- 
äUerbingS bie 3(ugen oerf(!§ieben unb mag eS Wandlern gelten, oie mir, 
ia% nad^bem i^ bei june^menbem SKter Keine S)tnge in ber 81A^ nld^ 
die$r beutlid^ genug erlennen fonnte unb g. 93. gum Sefen Keiner S^r^t 
^ner SriQe beburfte, id^ au($ an ben Ißftaumengffieigen baS 83e§aacte 
^umeilen mit bloßen Stugen nid^t finben founte, mo eS Siegel angffit 
2[nbeg mit ij^ulfe eineS @Iafe8, namentticl einer Soupe, fanb i^ |in<» 
{td^tlidl ber Sel^aarung mit gang geringen SuSnal^men, alte 
feine Angaben gang entfpred^enb, unb glaube, bag aud^ Xnbeie^ 
beren 9(uge ni(|t fdparf genug ffir nal^e S)inge ift, bun^ bieS ^üfSmit» 
lel fidler gel^^n werben. 

' 4) S)aB Siegel ni^t au(9 «MÖStid^reit ober ttnabI98(i($IeH beS ^* 
^d^eB nom Steine unb fiberl^aupt bie 8?efd^affen^eit beS @tfin8 gn xo^ 
teren Unterobt^eilungen mit benu^t l^t, ba er felbft (L pag. 85) noit 
kern ©teine fagt : „ber Stein ift gur jtenntnig ber Pflaumen au^erfl 
toid^tig. Sßiele ft^nlid^e ^räd^te erlennt man leid^ burd^ i^ren Stein» 
toaS oft burd^ il^re inneren unb inneren ÜRertmale fd^mierig mirb* tXt 
obere unb untere Spi^e ober Sbrunbung beffelben, bie 93erfd^iebeii]^ 
ber Sorm, ber Saud^ unb 9lüdtentanten, il^re verfd^iebenen SuSbiegun» 
gen, bie Angabe ber Sage, ber grbgten S)id(e unb grftgten Sreitc bei 
Steing, baS StuSmaag beffelben, bie gtatten, raul^en ober aftetfantigot 
Saden begeid^nen niet ft^&rfer, als bie ^orm, f$arbe unb baS ^^eifj^ 
bie grudjt.^ 

3Ba8 bie «blMlid^teit ober TtnabliStid^feit beS ^etfc^eB betrifft, f» 
J^at oieHeid^t Sieget bieg SRerfmal gur (Sint^eitung nidjt mit ^erangcgo^ 
gen, meil audd er bemerfte, ba§ nad^ SSoQbmmenl^eit ober ttnnoDfom^ 
nenl^t ber grud^t, ^al^reSmittenmg, 99oben nnb ftlinm biefe tigeo» 



Wm^f^J^m^mm^ 216- 

f|«ft — S^idldl iorit teS ed^ndjcube Ikr Qfenett -^ meiffSIlis ai» 
Bereite tttib iiU§t cmpant ;eenu(( loat. S^ €teiii üUx m^ me^ 
]» riddtigett i{)iagnofe einer tingelneKi gntd^i Slulerial fMttn, atö gerobe 
fb^ eigene gt3^e Slbt^tlmigen auf feine Detf^iebene Sefd^affen^eit 
{ffinben la{|en. äSeniftfienS l^^e i$ IHS^et bo{^ m(|t i^eit imb ©elegen* 
^ ge^ofit^ eine liett&cl^tU^e 8(B|a|l ^flftuntenfteine auf ben Jiier fragil 
B^en Sßunft genauer cmgufel^n^ aiul^ fann man ben ©lein, b^ er fiii^ 
imtm OttftaMi^en Ift^t^ boil^ gor {e|r jur SDiagnofe benfi^n, »eniv 
mm ^ @omniItt)igea von ^flaummflfinen gu oerj^^affen {u<||t obei: 
MiigflenS \Ah^ anlegt 

^gt man,. n)t6|atb Siegel mel^e $f[aunieni9flente entmorfeti 
|abe, mib ed tää^t bei bem erfboi, n^lc^cS er au^ feinen ^flattinenbe» 
fd^reibungen gu ®runbe legte, unb von bem er jagt, bag ed in bea 
neifien eaurnft^nlcn unb Obftfatalogen bexeits angenottimen H l^obe 
leioenben laffen, fo tft bse ri^tige Sntroort nid^t bie, bag er bit 
fpiter entmorfenen @9fienie gerobe als voOfoinmener unb als SSerbeffe« 
tung beS tr^en ange{e|eit l^tte unb non anbeten ongefe^en n>i{{eu nwUte^ 
{onbern er wfütt bamit nur uerf^iebene SfftemS^'Smwürfe ftember unt^ 
fpdterer Snirtfieiittng Mrlegen, ob etm« ein! be.rtelbeu nie|r anfpre<|e» 
tii^te als baS ttnibere, unb tü>üdt i(^ barin ^alb <\n IDUtgel^en mit 
bem in ben ponmlogii«^ fttetfen ^rrfil^nbcn ^ei^geifte, ba no^ S)idft 
9M€f ds manerlamrte, ba§ mib beffen ©pßeme^ auf »eU^ man fi^ 
fcft^er fo fc|r uerlaffen ^atte, bie %th^t bot^ nid^t mit &4^tx^xt au^ 
gefunben toerben Ünnlen, ein befonberer SDrang unter, ben {ßomoUgen 
nitftanb> nac^ ucrbefferten unb genägenben Obftfirftemen gu \vi<fyta* — 
Setglel(^ mir Wt uecfd^ebenea (ElofjtfKatlOtten mit dnanber, fo ift 
fi nicOei^ logifil^ continner olS I, legiere aber oieOeiibt fmOß 
UM braut^retY infofem bei tingelnen Sorten baS @(att^ ober Sel^aart« 
fehl ber Zriebe ^(| ttfabt u5Sig fo tei<|t mö<l^ erlennen biffen, alS ob 
Me gh^Klbt gu ben Urogen obet runben gn g&^(en fei« @(af fifttaüan IH 
Ipftre rnni^ ein f^oftfd^rilt, mcnn baS Sel^aartfein ber Sl&tter aud^ ifxt 
3rtt ber 9ldfe ber ^c^le fu^ nocb mit ooSer Sidberbeit erfennen lie^e. 
VKt ^t es ober mOf meinen UB^erigen, menn gleidji no(| ni(|t geniU 
genben Ceobacbtungen f^einen moDen^ alS ob menigfienS oon ber Dber9> 
fette bes 81atteS bie 4>(mre leid^ abfielen, ober abregneten, unb fan^ 
iib {ie im ^erbfle (September) an, bec untern €elte beS SlatteS oft 
om^ mtr beutli^er an ben fi&rleren Suppen, bie obere Seite Poa 



216 Ckiffifttitiim %m WbWiW, 

Si&ttem, bk Siegel aI8 mUff tttn "bt^omt (m%tU, 4fer f4fl bm^wg^ 
tii^l, nxA lonitte l^öil^fteiiB Gpitren ouffltibeii, ba^ frfil^ oieae^t ds^ 
idnt ^aaxt, MwtntlÜf an beit 9iiffftn bagenefen fein ni5d^« SRnr. 
bie 69fteme lY unb VI oetbanlen i^r <Emiiel^n bem tlmftattbe^ bo^ 
in fp&tem Saluten m^ bei Sieget bk «nfii^ fi^ feftfe^te, ein doOf 
lommeneS Obftfvflem ntüffe bit untetf^^eibenben SSfUxtuwiU ntlein am 
ber Svnd^t ouffud^en. S)ein i>tmU^tt ii) wx Mauftfanmen, wem 
voix auf biefe SBeife nirllid^ ein s^^O^beS unb ffa^er IcttenbeS @9fleai 
gen^innen tonnten, »eil att<^ nid^, »k biefet Oeftceben, fU^ allein anf 
bk f^tu^t iu befd^r&nten, bamit Abereinftiinmt, ba| mm \$ tont nnbr 
n^teberl^olt ie^t forbert, bk ^molDgie, bie nnv ein S»^ ^ SotoniC 
jei, mfiffe botauif(| serfo^ren, benn ber Sotttnüer nrifebe ^mg bor 
Äanm, wenn tx leitenbe ftennsei<|en barbietet, ni^t nnbeoil^t laffen 
tmb aud| ber Sonboner Katalog unb SDomning, bk ftcitid^ ;iur f^ 
^erfl&^lid^ unb Iura einlas über bie (5(affifi{ati<m ber p[annien fagcfl^ 
fteOen aU erfkS X^lungSptincip glatte ober bel^aarte Gomniertridbe 
^h *) fon>ie jener aud^ auf be^aatie unb nnbelaarte 8UUter KftcffU^ 
nimmt. 9Reiner Snfi^t na<$ foOen mir ei banlbar erfennen, nenn bk 
iRatur att<^ in bem a3aume uni fU^ ober fettft nur giendic^ fii|er 
leitenbe ftennteii^en gegeben "fyit, unb foQten, ba in ber ißomoUigk mir 
«HeS gne(tmi|ig unb felbft geboten fi|eint,n»a8 inm Biele fft^rt, 
unfere ^auptabl^eilungrn immer auf bad grftnben, wcA am fif^et^ 
leitet. SSergleic^e id^ bk Clajflfttationen lY unb YI, fo meig i<( gur 
^eit mi4 noc^ ni^t für bie eine ober bk anbete unter btefen beibm 
gn entfd^eiDen, fie mAd^ten brfbe il^re 93orgüge unb ^Ringet l^en, »Mi 
flkid^ ti mir fd^einen »i8; ha% bk Cint^ung m^ groB», mittcU 
grofi^n unb tkinen ^rüd^en fe^r burd^ tkberginge nnb bnrd^ bk Skr» 
«nberlidftteit ber grüc^e in il^rer ®rifre na^ SBUternng, ®iUe beS So« 
benS unb Sßu^S^f tigleit be8 SaumeS fc^mantoib merbe. & »erben f<|M 
Me na<|fotgenben ®ef(^reibungen geigen, bag t$rfid^ bei mir unb S^ 
^ufig gr}^ »aren a(S bei Sieget unb »ir gor mand^ ^nubt gu bm 
<gto§en g&l^kn mftffen, bie Siegel gu ben mittelgroßen rechnete unb »n* 
überlanpt bkS Wetimal nad^ nmftanben bettftd^tli# fd|»anlenbcr aü 
IM ber Bil^aarung ber 2:rkbe ober läfttS ftnl^lfeinS. 

Kud^ $err S)od^al^t ^<u in feinem v$A|ret'' fU^ aSein auf bk 

*) «010, im Fratt lUmml gletc^fttlli. 



(Slafflfüation ber ^flaitmeti. 217 

%ta^i 6ef^r&nf t, itibem et alle $f[autneti eintl^ilt in lange ober Rmtt^^tn* 
artige unb runbUii^ei }u benen gel^iren bte SMmaScenenarttgen, Sd^lel^en« 
artigen unb jttt{($i>flaumenarttgen, bie 3<''^^f<^^n^^ii8^n unb DamaSce« 
nenarttgen ober nrieber eintl^eiU nac^ ber %axit unb t^ellS ou<^ nad^ 
ber @rige, {ebe in 5 gamitien aI8 al L ?$ru<l^t blau 1) $au8}n>etfd^e ; 
%^t gtog ober mittelgroß, rot^, 2) itaiferjmetfil^e ; ^ruc^t groß ober 
mittelgroß, gelb 3)<$iergn)etfd^e;^(l^t grfin ober gelbli^gtun 4) SBein^ 
gipetfd^f ; ^ru^l Ilein, i" unb n)eniger, gelbrot^ ober bunt, 5) Spilling; 
ad. n.: Srud^t btou 6) S)ama8cene; ^ruc^t groß ober mittelgroß, rot^, 
7) itSnigSpfllaume; $ru^t groß unb mittelgroß, gelb 8) Spritofen^* 
pfbume; il^ruc^t grfin ober gelbli^grun 9) SRelnecIaube; ^tnäft Kein, 
gelbrot^ ober bunt 10) WirabeOe« Wlix xoiVi nun fii^nen, baß bieS 
nic^ 93e{fere8 ober SSoDfommnered gebe, aI8 mag Sieget fd^on gegeben: 
l^at, unb bann eine Steuerung bStte oermieben metben mdgen, um bie 
Homologie ntd^t mit nod^ me^r Senennungen unb ©ebftc^tnißmert 
}u üb er I ab en,ma8 überhaupt burd^mego^ne erlangtenmefentti« 
^en 9lu|)en bur^ ben f^^u^ret^ gef(|ie^t. S)aiu finb bie Senennun« 
gen ber Pflaumen nad^ gamitien nod^ menig im Siolte eingebürgert, 
mib mie bie t^amilien ber S)iapr^8 unb $erbrigon8 in obiger (Sintl^ei« 
tung gar tiic^t berficfftc^tigt ftnb, {o b^t mon bid^er audb btaue SQein« 
gmetfd^en (j. S). S)o4na^IS (Snglijc^e SSeinjmetfcbe ober Torkshire 
wineBour plum), ferner rotbe, meiße ober gelbe S)ama8cenea ()« 93* 
^roße metße S)., jlleine meiße S).), toibe 9{pTifo{enp{(aumen, blaue u«b 
to^e SIeinedauben, bie bann nieber ani biefen ^mitien J^erauSgemor« 
{en merben muffen, mä^renb beren Benennungen bod^ ftel^en bleiben, 
bie btflig bann aud^ geftnbert werben mußten, unb fo bie tDlaffe ber 
Xenberungen no(^ gr3ßer mürbe, jtamen nod^ ein paar giomotogeii, bie, 
nrie £^crr JDo^nabl aQed auberten unb uoimürfen, fo mürbe fein (Sc? 
bb^tniß tne^T l^inrei^ett, bie Unjal^t ber ®enennungeu gu bebalten> 
unb mdd^ten S9iefe non ber Homologie unjuf rieben fi<^ abmenben, bie 
f^on ie^t bie gemaltige Wenge ber Spnon^me niflig nieberbrflcfenb 
ftnben. 

9Sir unfrerfeitS red^nen cd un8 ba^er mieber ald Gl^rc unb SSer^ 
bienft an, fo lange nic^t ein gang entfd^ieben ißefjcrcd gegeben 
% bei bem SiS^erigen gn bleiben unb fo namentlid^ Siegels €la|f^fa^ 
Hon I, bie er felbft feinem SSerte gum ©runbe legte, aud^ ald ^upt» 
<EIafiijifation für baS i^anbbud^ ju benu^cn. S>a inbeß Siegel f(|on um 



218 Ctafflfllatioit bet Vfiaimifit. 

1851 fideflid^ ft^ gegen ben (Sonciplentm bicfer ^inleUung bo^in fiuS^ 

\fxci^, ha^ er ficfi, um aDed nur auf bie ^rud^t gu grünben, am tnelflen 
für bie 7. in ben grauenborfer SBIattern von 1848 ©, 115 rorgclcgtc' 
Slajfififalion ent{d»clbe (auf unjerer XabeHc bie VI.) fo foll bei jeber 
$Tud^t, bereit @ielle im ©pfieme juglcid^ auc^ na($ biefer (Slafftfifattoa 
mit angegeben merben, no bann g, 83. 1. 1. A. a. bebeutete I langltc^e^ 
1 blaue, A grpge ^ruc^t^ beren 83aum a tal^Ie Sommcrgmeige ]§aL 
iSi mirb noll^iDenbtg fein, babei für gtog, mttteIgro{j, fletn ein be{Hmm< 
teS SWaaB feftgulefcen unb aOeS, roaS ni(^t ilber 1^ x)bcr 13'* m\&. 
Hei«; t)on i'' blö V/^" mittelgroß, Don IV2 big 2^^ unb baruber gröft 
gu nennen, mobei tnbe§ fd^male Srü($te, bie betrac^tlid^ menlger bi^ 
ftnb als l^oc^, nod^ gu ber nä^\i nieberen Slbtl^Uung gel^Sren mögen, 
loenn fie ba^ angegebene ^aag in ber Sdnge um 2'" übertreffen, ba 
folc^e ^-lüd^te boc^ nic^t größer inä ^uge fallen aU breitere, bie nm 
2'" niebriger fmb. 

SBitt 3^^^"^ ^^^^ ^^^ übrigen gegebenen ßlaffififaltonett norjte^ 
fo mirb eS i^m ni(]^t fd^mer merben, nad^ jeber gegebenen Oefc^rctbung, 
bie 6teBe ber gruc!)t in ber i^m me^r gufagenben eialpfifation felbfl 
ju beftimmen. 



3>f(UinHenfteSniig ber ton ^^mn Dr. Siegel am Renten es« 
jogcttett ^ffanoiett; sitt 1Betfa$ I>er 9hnRiBent l^egef«. 



417. BancalavÜ rot^e 2>amaScene, 

3S2. Sa^alidiad ^tofte ((aue SwÜld^^ 

9U. IBe^rend itSnigdpflautne. 

!^Ö3. Serletd ^^bamaSceite. 

370. Olünbtifd rotl^ ^9|metf<^e. 

416. Stalte 8tft9a»etf4e. 

176. Sraunauer neiw KprilofenpflAttme. 

101. firaunaiter aprifofenart. pflaume. 

339. Qraunauet neue So^nnidpfCaume. 

844. Su^l (SKerglJofen. 

315. Surd^^atbtd gelbe fSfra^swetfi^e. 

1M,^ SHtffenbiH^iS f (|i»ar|e 2)a»aikene; 



211. 2)0(i|mib(8 S)asnai$cene. 
210. (Sugen Sfltj)g grü^aroetfi^e. 
449. %ixhai itdnigSpflauine. 
415. 9. ^loton>d fra^efle SltrabeSe» 

125. 8'ieb^mft »t^e ^)mRftdeeiie. 
394. ®t«f (Sn^o 9on <Sg(|er. 

374. iöoffnerd JtbniggpfiauiRe* • 

130. t). $artiüi^ gelbe 3n>etf<!^e. 
68. IgoflngevS tot^e aRitobelle. 

126. $(ttbe(fS 9[prtlofenf>ftaume. 

349. Sabni^ gdbe Scnifalemd|>f[aimicw 
25a ftctnbrd Bcflj^bamatccne. 



^ 2)Ufe Stillet l^at $eft 3. e. 129 (ivclg bie 92umntet 269, mA4it >»itf» 
jBiebUttgSa^ctfc^ |u2ommt 



£Uerarif(|t unb anbete nöi^ige SBorBemerfungen. 



219 



461i iteinbrd i^tolette ^dnigSpfCaume, 
B20 Aleine Blaue Srü^^toetfc^e. 
278. jto^d gelBe ©pfttbamadcene. 
409. Dr. (Sari ilot^d ltdntgdpftamne« 
351. StooH neue ^iapr^. 
341. SaSingerd A5mgdpflaume. 
328. Songe'd SCptüofenpflanme. 
267. 2uco3 grflijawetfclje, * 
74. SKapetd tot^e ^amaScene. 
323. WtayttUi^ tot^e ^mti^^t. 
267. Onbetfod ^amadcene. 
367, $orf(^d rotl^e 3ipetf((e. 
263. Süablfoferd rot^e ^amadcene. 



297. SHang^ertS frü^e ge(5e SRlrabelTe* 
399. 9iof[9d grü^atoeifd^e. 
418..9iot§e grü^bamaScene. 
4A8. dlo^etS Slprifofenpftaume. 
255. SüubenS 8urgunber3n)et{(i^e. 
406. @ie(enfreunb8 ItBnigSpflattme. 
380. ed^mibtd tot^e groetft^e. 
419. t). ^tappd Jl5nigdpf[aume. 
115. 0. ^rautenbergd Slpntofenpflaumei 
266. S^rumnterg vxoUtie 3)ainagcene« * 
283« IXtbaneda f4n)at)e SDamaScene. 
345. 3<i§(Bru(!fnerd »iolette S)aniadcei|e» 



^em ganien ^anbBu<i^e bet ^omolü^U ^ber b«m etften Banbe jebet Obflllaffe 
foSie iWig cinScvaeu^ni^ bet bei ben JDb(ibef($?eiBung^n benutten Gd^riften, n«b{l 
SngaBe, »ie fte ab^eiflrit ottegirt «etboi^ ooran0ef(|i(ft fein, i&a inbe^ bad ^ai|b< 
i»^ von ftner giftfecen 9ln)a^I homologen beoiäBeüel i9irb| unb tnan im SoniuS 

' iii^t ipiffcn Irnrntfr »elc^e Gd^tiften biefe bemittn »ftvben unb benu^en il^ni^, 
f» »ttb ein oottfifittbiged Setaeicbnil bec hmv^ip^ ^d^ciften ficb erft fpfttc?, eboa 
ma Sd^lfe bed ^anbbud^ed^ gebtn laffen nnb l^affe id^, ba| bU bidl^er im i^9i|b« 

' Blicke »orgefmmnenen abgeUkraten 9LK£girungen von @^viften ben IDeft^em bfä« 
{eKbcn bod^ »erben DerftAnMi^ gemefen fein, ^ier ifl inbe| filr bie $efte ftber 
9fiaumen |iun Serftftnbnil ber «oriommenben Giiote unb ^uv iBeaac^nung bet 
fidleren ober gctingerett Orand^borltit ftfi^erei 6i^rifien nof^ SKe^Terei ^ bemerken. 
Siegel ;pubücirie bisher übe« bie ^fiaumen 4 ^efte» amei unter bem £tte( 
v€i9ftemati^e Snleitutig aur üamM^ ber ^ftiuimen« «ber bad ®ef(^U<|t ^tt 
f ftonmen in feinen %rien unb Uarten'*, Ißaffau bei SBinlUr 1838 unb £inB 1841, 
von benen baft erftere bie Sotlenntniffe imb (Einleitungen ent^Ut, bi^ lo^ite ^b' 

• mtfifct^rli^e nnb genaue fpflaumenbefcbretbunoen gibt; bann, aiyei anbere unter 

• bem ^tel ,eef(lbipetbttttg neuer Dbfkforten^ erfleS geft unb britted (^efi, fegend* 
fWEg bei SRona 1661 unb 1866. 2)a ei febr umfUinbac^ fein »flrbe, biefe ^efte, 
bie {ufammengelbren, not^ il^m ))erf<bid)^en iCitel ^etü |u aKegtren, fo fcbeint eft 
«ngemeffen, »ie 0ef(|eben mA, ^ bl0| i^rer 9Ui^folge nail^ mit Siegel I«^ II» 
HL IV. unb Slngabe ber 9^i>ui |it dtiren. 

^laitr btn fr&berett SBerlen, bie augletcb SCbbtlbungen geben, iDobei 2)u$amel 
«aAer norange^t, i^ in C^tflg 6l|rtfteii »enig brmubbnr (jbegen arbeiten au 
imgenott unb beffen "Slbbflbimgen a» minaig Heinunb f4(^4t finbj, etmad me^r 
im %€vH\^tn Obfkgftrtner unb Xftgemeinen %. GartenoSRogaain ui^ Neffen gort« 
fe|ung. 2)ie 90n SRo^er in ber Pononn Fnwoonica gegebenen Slbbtlbungen 
f 4 einen gut, ^aben aber bod^ rer^ftltnt^mA^ig geringen SBert^ unb na(( hm 



iBc(Yetai «oSjIdnbid folf^eit HUlhttitten, bic S^cu^fe^ M bot iliif<|c» {^ 
cingefUnbli^ nac^geoiefen l^at, tarn eft niil^t SBunbet nehmen, loenn auc^ imter 
ben ^ffaumcn folc^e X(5i(bungen fld^ fUtbett* Sßeit Beffer fc^on fiitb jtrafts ta^ 
Bilbttngeti in ber Pomona austriaca. lDa9 befle frühere 0et! Aber ^flaiiiitm 
VKt fafi bur^weg guten unb lenntlid^en XBMlbungen von frelli^ vmSOI^fUaKmeaß 
forten, Ueferien 9on Ounbetobe iinb Boff^anfen, Sannflobt 1604 nnb 180&. 9§ 
«irb obbreoüvt oSegivi »erben: (Sflnbetobe. 

ein 1831 in 9Sflmberg erf((ienenej| IBecl von G. $. 8. Steuer, $a^ f» 
. IBei^enfUibt 9or bem (of, nniev bem %\iüi JbU Dbilfrüc^te in oetglei^eiibet 

* Bttfammenflenttng nnb in ii^ren (^atoüeriftif^^en Untetf d^ieben, erfte Xbt^eUimg, bie 
3»etf(l^en nnb Pflaumen', gibt 36 ober avtijHfd^ ^Ui^ fd^Ieii^te unb menig lemtt« 
fii^e, tl^eili^ w^ falfd^ benannte ^f^aumensMbbUbungen unb ilt in ben 0» 

* fc^reibungen febt furg unb ungenau, f« ba| ed fflt bte 9Diffenf(baft faunt |tt Se» 
ci^itn i{L W »irb aSegitt »erben unter ber Be^eicbuung: ^atlor SReycr. 
Sie Selgif^ Annalei de Pomologia geben gute, fafl |U f(bbne XbbttbmgeK 
unb auib 5Decai8ne in feinem Sterte: Jardin frnitier da Jfoaenm. Paris ata. 
^i f4an dsige ^eiM4t unb gibt nicffel^ beten bolb mehrere; bo^ b^üwn Qeibt 
Seile bidl^ nur erfl »enige Kbbilbungen pon ipfiaumen gegeben. 2>enmfaigf 
Mcmnteg SBerl i{l |nr netteren KufKftrung Aber mand^e (ing^^e »nb XmcciCi^ 
nif(|e Sorten fe^r f4&^bar, unb eg ift t/U Uhmem, ba| biefev f orgfdttfgc ftom« 
löge fo frftb bur«^ Untergang einei Danq^ff^iffeg feinen 2ob l^at finben «ftf|nu 
f^ 4oggg rfitflUb iR ber llonatgfd|rift angefeigteg H^niit Mannaia Ernten 
1860 gibt viele f<Hifbare fto^d^ten, ut^ »icb aOegirt »erben: (oggA MaanL 

X)ag |tt Sena bei 9taidEe crf^ienene Stentf^e Db^abinet b^be iib f4on fri|er 
in ber SRonatf^rift feinem Sert^e na^ be)ei<|net. «g Oefert^ in beü ftAbemw 
tieften befonbefi, mawl^e gfriMbt ni(bt lenntlid^ ober falfd^ benannt^ boi| |mb 
gerabe bie fflaumen nod^ am bellen bargeftefft unb |»ar na^^ grA^ten, mefiie 
bie Ferren Siegel unb 3a(n lieferten. 9lur l^ot ber Bliil beg SlaierA ba< 9otß 
f^e^enbe nid^t immer oufgefnnben, aber eg »erben in 3»l^ft f<bo« ^bk^ gute 
Ibbilbnngen folgen, ba 9teb.sXffeff0r Sab« «uf bie ^auggabe einigen SinfKiil 
erCangt ^at M »irb »ie M^ unter ber Oeieii^nung XJD.(S;. aBegirt »ciben. 

Ku(( bie Sta^bilbnngen in ^a^iermaffe, »elcbe 2)ittri(( lieferte, fft^rcitf »ie 
ouA ben in 4, o$ne Angabe ber 3abreg}ab(, erf(^iettenen tabeSarifcben guten Be> 
f^M^ungen er(dlet, ben ICitel: |,S)eutf<^ Obflabinet, D. ^fUramen» 1* bü i% 
Lieferung/ CA entbAtt oon tpfoumen circa 72 SHad^bUbungen. Kid iib 1867 in 
Cet^a bei berfomoCogenoerfammiung »ar, fiel eA mir auf, baf bie auAßcgenben 
2)ittri<(1(ben ^flaumenna^bUbuttgen, fmoeit i(b bie eotten lannte« »eit genmut 
uti^ oon Errungen freier »aren, a(A bie Aa^bllbungeo oon Xemobjt S)ie| cAri^ 
baber, bof ^n fe(r »iete gcA^te ba|u fonbtt tnib w^ Siegel bobei mit t||tig 
gemtfen i^. CA mag ba|er |»etfmA|ig fein, bei ben oon $AM^ na^ebilbcten 
9fEanmen mi^ bie 9lnmmer, bie feine «ad^bUbung in bem Dbpiabinet trAgt, mit 
att)ttfA|ten, bamit bie SefM^er biefeA CabinetA na«|fe§en lAnnenp unb »enngiri^ 
i4 bei i^er einfelnen ftm^bilbung ni^ be^mmter jagen ionn, ob fie ri^tig unb 
UmtU^ fa, ba mir bicfe Had^bilbungen ni(|t ned^malA fur |^nb finb» fo (oben 



flllWirlfiHii wrt artqrr watlht ItittiMUfumia, !KM 

ff M| bte VüfmBttmi bn llUHitMf tentcmbie« fftv fU^ 3iitii IfaitccHH^e 
Mti bcm in$n Z» Cl^fCoMncte foKeit biefe Stai^MIbirnffn M SDitttk^ O^fl« 
Mi». {Smt. CCO B^i<|nel »«rben. 

&# |>c» Q#iimici|lt«Nit( Xni0M in Oot^a Mn^i ti«| tmb nad^ in feiiKti 
S^Mißatwfi%tn ttc(r f|Kla«incti, |k benen {d| bie gtfl^te ßcfecU unb bte ftr^ 
lifin 9Ui4Mltani9cii «a^M, mb foK gleUH^S* bie 9himmcr, bU bie flftft^te in % 
biifcM DtfMMttiU lote, mtt oHtfftict unb b«S GaHift o» «molb. 0.€. 
Hri^et «pcsbfii. 

2le§d (|tt> ifbcr f eintt ftfonMii dtie Kvmmn, bunt ml^e er fle fto fl4 
«ü IcfHmniefkcii lf|tU|^iicte» unb gtfittleU M beft^oIB in fdnen 9erfd^i^cncn 
fWwnnwctfeidMffm unb f^nflignt Stidten «unM^ Keine Xbftnbentngen bei» 
ÜMReni, bcs eine gnti^t in feinen heften Mgt, M |. 8. Orounouer Sytüofen» 
ttüge VfUttttiie nnb BtNtnnanet X)»üofenovtige S>ama0cenc; 9ian§|e(id fcftl^e 
leOe Hivoleae, fUn^^tM ffil^ StivnbeSe, Xang^erift SRivobeSe n. bergt. W 
virb bamr nft|Iii( fein» feine fllnninier bei ben in befi^reibenben f^ftonenfpc^ 
Vit Mgnfft^ten« 

Itt^ ben von ben ;betani|ebeni biefei tBesM angeferti(|ten, f<|on |ienitU( 
fi^iicld^ CWQmietten nvn WKoumen ^t nnib t^err Dr« Eiegel beren wbA red^ 
fiele nebfl ben |nge|ftrenben 6teinen geUeferti nnb |U0eft9t oon folgen Sorten, 
bie bie $€r«nBgeber nic|t felbft be{l|en, ^eren in biefem Sommer no<§ mbgU^ft 
viele onferügen ftt moSen» fftr ioe(4e frennb(i<i^e tlnterflft|ung bei l^eranigaBe 
bH (oMiMbft i^ V^ bffentiiib (er}li<ber S)anl borgebradlt »erben mufi* 6eine 
3ei4«Migcii »eidben alA foU^ ü^Uimt werben« Cd i^ bei benfelben gu be^ 
«csfeSf baft Siegel feine 3^4<nMH)M bii^er immer f o mad^te, ba^ bie Snu^t tuf 
ben Mclen gelegt »nrbe, »«g id) bei JNrf((en nnb bei mnbUiben ^flonmen mub 
immer tbaif iebod^ mo bei ipftoinnen Iknii^ nnb mtfen bemerllid^ere Kudbiegnn« 
gen m«t<"» bie 9^gnr ber 3nM(l lenntR^^ basinfteSen glanbte, »enn icb beren 
CMtcnmifli^l gtfe, gn ber, mo ei nbt|ig iff, bie Bani^nnfi^t beigefagt »erben 



Xli i^ im notigen Commer bie BegetaÜon oon circa 80 ^Pttumenforten im 
lignß nnb €Se|Htmber (intcreinnnber no<btna(g noi^fab nnb mit ^cgelg Xngaben 
' Hcgoiibf viM^U i<b bie Oemerfung, ba| bie Sfibn^^S beg Olatteg ber ffUinmen 
im XOgemeinen »enig 8erf<bieben§eii borbietet nnb foft immer fo ifii^ bat f^umi^f^ 
getttnbete g&bne fi^ et»a< na^ ber 6pibe beg Biaiteg biinfi4t^* ^^ ^^^ ^< 
3<4nttng tief ober feilet nennen »iff, bartn f<biett mir bei ber Kleinheit ber 
JDimenfiotten, tnf bie ei onlommt, nnb ba babei oie( att<b vom ftMeren ober 
t^vftibercn Vht^fe bei Bonmei ref|>. Älattdl obanbAngen f<bien, oie( 6ttb|ectioeg, 
»mig^eni fn »enig genmt Cefümmboreg gn liegen. Xnd^ bog CntferntH eten 
eber d^ftngt^en ber Ingen f<§len I^Anfig febr oom IBni(fe bei Bmtmei ab« 
fMb&ngen, nnb fanb H ni^t feiten gebrftngt fübenbe Xngen, »o Siegel fie ali 
eotfctnt angibt Mbt weniger bot ber 8Iatt1lieI fe(r »enig b e f Umm bor e 8er^ 
f4^cben|eitenbar; feine Sftngeoarürte et»ai na(b grb^ercr ober geringerer Sn^i« 
bafügleit ber BOnme oon berfelben eorte, er »ar femer fafi bnr^tteg rbt^tt^, 
»eifi unten glatt nnb oben behaart nnb gerinnelt, nnb f^ien me^r ober »eniger 



-222 £Uefatifii^ tittb waktn iiU|ff»'MttcttaAMigfB. 

fldt^e von geringerer ober iiMcrer Vefonnimg aB^tti^&ngeii. M»ai «nctr Mti» 
"Henen bie SDrüfen an Blatt unb 8(att{Ke( (ea<^tet §« »erben. Sei ber fftc btf 
$anbbu(^ ge(otenen Mrje wirb ed ba^er )we<fmft|{(| fein, in ben (ier beccglni 
ipnnüen nur angugelen, n>a9 bie Vegetation einer oorliegenben 6orte borin etoa 
<Sigent^ikmIi(^ed nnb me(r SBemetYbareS l^aft. ek^Iie^n^ toei^e no^ cno^nt, bi| 
)ur Sefd^reibung be9 Qlatte« immev bie VUlter oni bet 9itte eine! gnitt 
6o mm er ti ie6e8 genonnnen finb, tnbem oii# Siegel ber 9nfl^ iß, b«| bitfe ift 
i^rer ^otm bei Pflaumen conflanter feien, a(ft bie in Gefiolt oft gan| otoci^ 
ben nnb nte^ oartirenben Oiatter beS ^tu^ü^oliel^. Slerblngg fanb i^ bR 
Dorigen Sa^re aud^ bei ben 9Iftttem ber €h)mmertetebe, ntand^e Xboeic^iN^ 
gen Don Siegels Angaben, feibfl »enn \^ feine Terminologie babd inl 
9uge fa^te, ttnb ^abe gang biefelBen Kbmeid^ungen gefunben, aCi( UH Cnbe iHgttli 
mtb im 6ept 1800 bie Segetation von fa^ 100 tpftotmenforten no^mali m^« 
fa^. ^a id^ inbet Siegel nie ber ungenauen Beobachtung lei^ nwibe, beffiR 
flenauigfeit im Beobachten olelme^ ouil feinem ganzen filerle lUkraS |n %tf^ 
tritt, fo Ift^t {i(^ mo^C nur annehmen, ba( bad Blatt beg $f[attmenba»itel maß 
uM bad anberer Cbfiorten nac^ Boben, ®egenb tc. in feiner gorm einigen So» 
ftnberungen untenoorfen {\t, mad auc^ barin feine Beilftttgung finben mb<l^te, h^ 
bie Don mir bemerlten Sibmric^nngen Iftufig eine gemtffe 9Uge( boriegen, unb 
|. B. »0 Sieget bad Blatt eifbrmig nennt, id^ eS oSermeift eOtfitif^ foab. Ü 
»erben fo(($e Xbroeic^ungen in ber Begetation, mie in ber (Btb^t ber gni^ ii 
ben nac^folgenben Befc^reibungen immer mit Siegels Sngolen lufamwcndCpA 
toetben, »oburc^ baS ^anbbu^ fo nie bie Itenntni^ ber ^fUumen nur gewinn 
famt, unb bie Befd^reibungen jtd^ ni<^t me^r auf l^aSbefc^ftnfen^ mai an amn 
einzelnen Orte norfam. 

^uä) in ber Sftnge beS S^tditflieTg fanben fid^ man^e Keine Stoeii^mtfir 
load nid^t auffaSen lann, ba au«^ ber 6tie( ber 5tbf(^en in friner Sftnge noMt» 
Berftnberungen na^ ben UmfkAnben unterworfen ifl, Ge^ eonftcmt fd^eint bi> 
gegen bie Behaarung ober bag ita^Ifein beg {^rud^tflield |u fein, fo ba^ W^ 
DieQeic^t barauf bie Unterfd^eibung oon Crbntmgen grünben fdnnte, »emt nt^t 
M ber merflic^ größeren aRe^rja^l ber ffCaumen bie Svttd^tfHefe Behaart «tto* 
Seinfen, im ©ept 18W. * 

Oberbietf. 



Ileierftiiit itx Mn Siegel Befd|rieBenen Rannten, 



iid$ bcr JRcifjrft gf otbitct wie jle filfßet §eft IV, S. 64 unb III. ©. 163 
(fSeben l^t. 3Re^rere anbere in ber 9Ronatdf(^rift oon Siegel d^aralteriftrte 
rtet \0n\l ber Sfiebattion gefannte Sotten flnb gleid^ mit eingereiht 8iege(3 

Stummer iji beigefe^t 



L dl 3»etf4e« 

mit langn^^etförmtgen ^rfl^ten. 

L L Wa^e ?tuetfil|en 

mit fahlem 6ommcr)ioeis. 

A. Slaue ^rac^te. 

Ifö. 9e((te (aferpflaume, SR. 9[ug. 
98. 9H!itfterBanieStü^}ioetf($e,9l.flttg. 
100. IBal^re ^^smetf^e, (S. SCug. 
261. SBongen^eimd Pflaume, (S. Slug. 
240. «Obufl^an, (S. Xug. 
,288. «tofie eiaise SRültaer^dtoetf^e, 

C. 9ug. 
3U. Xhi^K eiUtH^üUn, C «ttg. 

2. Slolette a^attel^Swetf c^e, Ä 6ept. 
1(K). 2>5TteSS neue gro^e S^^^^^» 

an. 6e|it 
1S5. fEugnll'dwetfd^e, 9t. 6ept. 
94. GooperS gro^e rot^e Pflaume. 

91. 6ept. 
1021/1. 9tobtd eiottc Swetfi^t, 9t.eept. 

104. Sittliftnifc^e S^^^*» ^ ®«P^ 
116. (8TO^<®n0lif(9e8»etfil^e, 91. Sept. 

207. 9to^e blaue S^f^^t von ^<^ 

SBmmidr 91. 6epi. 
97. SHKtoer 6pftt«8»etMer 9R« €S<pt. 
30BfMrtcf«««te4^ bfr OCtBtttc. III. 



140. 2>nnfeIBIoue®{erpf{aume, 9{.@ept. 
270. ®tofe ^fl^awetfc^e, 9t. @ept 

368. ®ro(fe, 9t. 6ept. 

2131/1. 2)onauer8 groetfc^e, */fe Gept 
190. 9tfue eigener Pflaume, (^. 6ept. 
d(U. Ungarifc^e l^attefgmetfd^e, @. 6ept. 

71. eiebenbflrger Si^^tfc^e, @. &tvU 
396. 9loff99 frü^e gemeine Stoetfc^e. 
G. 6ept. 

11, Gemeine Qmttf^t (^auSjmetfc^e), 
^ 6ept. 
309. 2)oKaner 3»etfd^e, (S. €ept. 
334. fBie{inget*f(^e Stoetfc^e, (S. 6ept. 

96. ^nglifd^e Sioetfc^e, e. @ept. 

369. 8alad)f9*d epdt)iDetf ($e, ®. Cept 
60. Unpergletd^Iic^e, Cft 

B. Kot^e Srft^te. 

288. 9iot^ eptSmg, 9t. Vug. 
367. SiegeU dmelf^e, 9t. Vug. 
. 9a. 9tilltaer ^atteltmetf^e, 9t. 9ug. 
298. 9urptu^metf((p, 9t. V. 

26. epHimi^t, 9t. «vg. 

8. Xot^e jtatferpflaume, 9t. 9ug. 
367. florfi^ft cot^e 3metf4e, 9t. 9Cug. 
128. Stot^ed 3ei5etl, ü. 9Cug. 
136. fßa^re $al^nen^obe, (&. Vug. 

32. SUt^e (Sicrpflaume, (S. S(ug. 

15 



224 



Ueberftc^t ber 90ii Siegel (efc^riebencn 9f[oat»ai k. 



^Sn. 9IU)tl^e ffl^e HdnigdpfUtume, d^. 9hi($. 
(Siegel fe«t fte lY. @« 64 JRitte 
Slug., lU. @. 31 nad^ ber 9lot^en 
©ierpflaume, %nf. 6ept. ^ fte jei» 
tigt aber (ei mir flet« gang gletd^* 
leitig mit bet9iot§en(Sier|){laume.) 
73* SDöteSd neue $urpur|toetf4e, 
d. Xug. 

2261/1. (Sartenaioetfc^e, $. Sug. 

147. Sgenet Vflaume, 6. Sag. 

133. Kotier 9»ta4ti>oIIer$uling,@.Xug. 
(ni(^t biefelbe, alS »eiter unten 
ber fra^tooKe (uUng). 

121« ®eifepf[aume, (E. 9ug. 

860. 64«tbtd tot^e Sioetfc^e, 8. 9ug. 

277. »erlepfc^'d oioIetteSmetfc^e, d.Kug. 

256. 9lu(endQurgunbers3iDetf(^e,(S.9[ug. 

313. @4amalfl Sr&^^ioetf^e, <S. Slug. 

166. 9li!ttaer $a§nen^obe, X. 6ept. 

137. Violette Jtaiferpßaume, 9. 6efit 
13. »otl^e 3)iapr6, SC. 6ept 

1 19. aXatI&nbif((e5laiferpf[aume,9R.6e|)t. 
57. SioIette3erufalemdpflauine.lR.6|»t. 

206. ^adetd ©ro^e gnetf^e. SR. 6ept. 

293. S)onauerd jufammengebrftdte 
gioetfi^e, SD^. 6ept. 

169. $onbds6&m(ing, SR. @ept 

164. 9ltenburger CSterpflaume, SR. 6ept. 
33. eiaue (SietpfUiume, G. 6ept. 
66. StQlette Itaiferin,' G. ^i^i. 

403. S(bru3)en>3iDetf4e, G. eept. 

C. (Selbe ^Tfic^tf. 

88. 6canotba, X. Slug. 

45. ®elbe grü^sioetfi^e, SR. Xug. 
177. ®eibe ^rflneOe, <S. Kug. 

21. (Selbe (iierpflaunie, %, Sept. 
117. 2)btea4neuen>et(eS)iapc6,V.6ept. 
114. SDßa^te toei^e S>tapt4, 91. eept; 
130. o.^artmi^gelbeBoetf^e, 9(.(5cpt 

66. Oelbe SRaninle, %• 6ept. 

27. OeIbe3erufalemgp9aume,ail.6epi. 
349. 3a^d gelbe 3enifalemiH>{laume, 

SR. eept; 
371. fBotetloopfUmme, 91. 6epi 



229. !ßome(an|en|»etf<l^, SR. 6cpt^ 

396. 2:opad, (S. ^ti^, 

220. (SoSd tot^gefletfte ^fUntmc, 0.6cpt 

84. $(ioIenattigegeKbe8»etfi9e,(S.6pt. 

59. 0rofte gelbe 2)atte(}»eif4c, Oft. 
366. (Selbe 6pdt|»etf(te, Oft 

D. Orflne 3|cft<l^te, 

307. ^I^e grttne 3ioetf(^e, 91. 9big. 

202. (9to|e grikneffieinpflaume, 9t.9big. 

80. (Srflne Snfelpflaume, 91. €^t 
3. 3taIidttif<(egtflne3»ctfc|^er9L6ept 

156. kleine grfine ^x^ti^^^t^ 9(. 6ept. 

200. $oadnber gmetf^e, SR. eept 
CoetMieben von ber $ointnbi|(|eK 
3oetf(^ oeiter unten). 

E. »unte Sftfi(^te. 

302. Oberbietfg gefhreifte ttiect^fUne, 
S. eept. 

L 2« Pamoicenenartige ^metfilri 

mit n>ei(^§aarigen eommertrietai. 

A. 93laue Srfic^te. 

257. igucod Srü^)»etf(^e, SR. Xug. 
320. kleine blaue grü^inetfd^e, 9t9bi|. 
26^ »oblfoferg grO^aiDetf^e, SR. lug. 
274. (Sngl. Sr&^|»et{4^ SR. Xiif . 
337. »laue ftaiferin, SR. flUig. 
407. 9iobtg fta^e gro^e finafi^e, 

9. Xttg. 
228. 3<fum (Sri!, (& 9big« 
388. SDonauerd ${laumen|a»etf(l^, 

91. eept« 
332. »aialicaag gro|e blaue fivetMe, 

(^. 9lug. 
124. Siolette 2)iapr«, €< SCug. 

9. O^ro^ 8u(fer)»etf4e, ^ 9Ciig. 
146. tßflaume o^ne etein, (^. Xug. 
460. 9Kefen|metf4e, 9L @ept 
118. »elnitfec Boeftfi^e» «* 6q»t. 
210. ^enSfflrfi<3rt49i»ctf4e,9ll.6pt. 
64. KUine fitttoioctf^e, 9. Ckpt 



tU(etfi((i ^et t>on Sieget U^^^iMtnta ^9$xmw u. 



826 



326. SBUbUngoone^ropf^ice, X.6ept; 

67. JDtainantpflaume, 9C. 6ept. 
075. 8tf<l$of6mftte, SR. Gept. 

8ft. StandUbend fimetfi^e, ^. 6e|»t 

111. 8sfiiineT'3n^^tf(^^f <8^« G^t* 
5L S)ttitle(d((nte Kaiferin, (S. 6eft. 

B. 9lot|e 9Tll<l(te. 

106. 9laro!Io|if[attme, (8. 9iil. 
370. OimtbMN xot^ 9cft^i9e«f<|e, 
81. Xttg. 

ill. Skilftlcfd fßPaiime, iR. ««g. 

^7. 9lot|e fivelfc^i^ SR. S(ti§. 

IKi. Ral^e ReinecIatiK C- 9^« 
328. »a9ev5d«d Smetf^e, •. Sug. 

Bl« Surgunber doetfcle, S. Sug. 
264, e^ar^g itaifetpliaume, (g. SCug. 
;^ SfaieOa, «. @ei^t 
361 Vrtnieiid itaif ecteinedtoube^ X.ee)ii 
161« 8u)leUeltai{erpf{auiiie mit (unten 
»(fttteni, 9. 6ept. 

G. Q»el5e Srfic^te. 

41. Satalonifc^et Spilling, (S. 3tt(. 

66. Okmeinev geOct ^tfiing, K. Xtig. 
316. Burd^rbtg gel6e gcfl^wetfi^e, 
SR. gbtg. 

38. Qigbomed Sw^^h SR. 9lttg. 
38i. »(eererd geI6e 8i9etf(|e (Bteeken 

ydlow Gage) SR* Kng. 
651. toofg nette 3)iapt6, SR. «ttg. 
172. S>op^e(tet BpiSim^ 6. Vug. 

10. ®el6e dtoetfd^e, ®« Sttg. 
34t, Qing^amg ^flcmmt, (6, Ittg. 
373. Rtibol|»(6 9fkiume, (E. S«g. 
668. 9emfletii|n»etf4e, (&. «ug. 
36i @raf &nftwo von <5ggev, a[. 6epi 
326. Vrai^toofiet ^ttltng, SR, 6ept 

46. 9lei)enfirtn€t gmetfi^e, (^. 6ept. 

D. (Brftne 8fYfi(|te. 

362. Oeotggn>an>er 2)iapr6; . 
tm. »ueld £ie6Cinggfmtfc^er SR. eepi 
(Ba«le F*?orit«), 



217« XvattBenpfCaume, SR. 6e|ii 
92. @rane SDatteraisetjd^e, fDl. Gept 
23. ®rüne ge{)reifte3n)etfd^e,aR,eepjL 

200Vf ^oüfinbifc^e dioetf($e, SR. 6epl« 

B. Bunte S^ft^^^ 

203» IRarntodrte Gierp^ouine, SR. 6(, 
dS, 8»eimaltragcnbe Pflaume, X.Öepl 
2001/^ atraugcflne divetfd^e, 9. Xug. 

U. €(. S)amitf€titeit. 

6liinbe ScAc^ie» 

IL 1, 3ivttfi^tag(ii|e ^amoirfiieii 

mit l«^e« Xeiegen« 

A. eiaue Stillte. 

89. GcJ^Xe^eicpfloMte, SR. fliig« 

67. Sh^eubenbetger Pflaume, IK. 6(ng. 

166. Sänge 9telette2>a«agce«er f.Xug. 

248. »laue Rne^t mit |«(bgffflKtet 
eiftt^e, 9(. eept. 

822. jtirfe, IC. eept. 

299. 8(aue 9Beinpf[aume, 9. 6ept. 

l7ö. Hauptmann ^ir^^off, SR. 6ept. 

410. ^au^etS ItSnigdpflaume, SR,6ept* 

340: Sepine, (S. 6ept: 

606. $erbftpf[attme, D!t. 

382. SReerftranbdpftaume: 

B. Statte 8rft(|te: 

103. SHotl^e ^{ectacine, 9. 9lug. 

314, SSe^tend il5nigdpflaume, Sft, Sug. 

345. 3a§(i^nu!nerg violette ^amaScene, 

SR. 9ug. 
25a: SSerletd Sc&^bamoicene, SR. 9ug. 

74: SRaperdtot^e^amadcene, SR.Xug. 
1, 9lot§e 5!irf4pf[aume, 91. 9lug. 

19. 9lot^e SRirabeSe, SR. SCug. 
262. x).a;rauttenbergg3u(ferfa6e,SR9ug. 
211. ^oc^nal^Id ^amadcene, (S. Kug. 
184. BaUonartige rot^e 2)amagcene. 
®. Kug, 

28. 6($ieblf vS rot^e2)amo6cene,€.Xtig. 
449. givbag Jtönigdpflaume, (S. Hug* 
205. Königin SBütoria 9{r. 2, <S. 9(ug. 



226 



UeBcrfl^t ber oon Siegel Befd^riebenen Pflaumen ic 



301« 9riii|ettd tot^e fteinecloube (Prio- 

eet red Oage), (g. Slug. 
266. XrummeriS oiolette 2)amadcenc, 

0* Kitg. 
236« Itdlnif^e Pflaume, X. Bept 
261. Siegelt gniSingipflattnte. 

7* 2)amQ8ceiie oon SRaugetou, (S* 9[ug« 
808. (affnetft 5t5nig8f>f{aume, (E. 9(ug. 
241. SHütaer frfll^e lt6mgSpf[aume, 

9. 6ept 
183. (SanfToitiftre, Sf. 6ept 
115* 9. ^CroMlteiiBftgf totl^e Vfwüofett« 
pflottmer X. QepU 
? Cleefetfi tot^e ipftaume, 9L 6e|)i 
(Btoeken Seariet.) 
14. ffiot^tx fetbrigoii, ax. ee|>i 
49. IKoIette SIeinecIaube, 9R. 6e))t 
109. ®ro^e 9lo(|Nmft, 9. 6et)t 
88. 64amalft (erBflpflaume, (S. e$ept 
186. eifhnt be8 6eptciii(cr, 6e))i Oft 
81« 6<l^iDei)eo VP^tinne, Oft 

C. (Be(5e 9«fl((te. 

297. ftang^etid gelbe SRitabeffe, 9L Xug. 
239. ®((be ltitf(^pf[aume, Tl. Xug. 
37Ö. Pflaume oon 6t. Stienne, SR. Xug. 
52, grfl^e ®el(e »einecfoube, SR. Xug. 

(s=s 2>uv4fl4tige.) 
181. K^rifofencrtige iRirabette, <S.Xug. 
292. tßtiniend gelbe 9Uinec(aiibe,(S.S(itg. 

(Prinoeo yellow Gage.) 
139. Ottomanif(be Pflaume, <S. Sug. 
82. 9ro^e »ei^e J)amodcene, C.f[ug. 
381« S)i4ameUgto|eiDeij|e2)anmAeene, 

9. Sttg. 
20. @elbe f[)>ri!ofenpfIatime, ^ Kug. 
128. $[tibe<K8 KfnrUofenpfiaitme, (S.Xtig. 
448. Slopeti Sprifofenpflaume, 9. Eug. 
S98. (Ebenectabp, C^at^atine, (S. Vttg. 
72. ^5teng neue Eptifofenpflaume, 

€. Vug. Qeitigte in SReiningen 

tt. 9Hen(urg fpftter, m^ Vt. 6ept.) 

79. jtleine ge(6e ISiet|>(laume, tS.Xug. 

28. SOei^et ^etbrlgon, 0. Vng. 

42t. Sgpereng (SoIbpfCcmme, 9. 6ept 

i34. fBetge itaiferpflattme, 9. 6ept 






22. SBeijie Sungfempftaume, fL Stpt^ 
101. erattnaiieraprilofenartige^flattaicv 

K. eept. 
286. aO^onroe, 9. 6ept. 
2Ö4. ®er6e9leinecraubemU§aIbgffaHtcr 

»lüt§e, «. 6ept. 
83. Itleine ioet|e 2)ama8cen(, X. 6ept. 
242. OaSonariige gelbe 2)aiRaft€enc, 

9. eepi 
188. Pniinie OoeooiiUa, 9. 6ept. 
232. 0epet(te SRirobeHe, K, 6ept 
209. 9r!g boppelte ftitabeffe, V. Gepi 
24. XpHfofeniitttoe f^ftemne, SR. 6ept. 
42. ffiel^e 1{)iepv4, 91. 6e|il 
44. Seite Jtaifevin, SR. 6ept 
404« SRetoIbtg Steinecloiibe, €. Gept. (|ets 
tfgt lebo# {lett glet^aettig nrit 
bei apti!ofeniirtigen!Pf[aiimeO.} 
48. ®elbe (Sat^atinenpftowne, C.€$ept. 
397. (Seile (Eat^atinenpflamiie mit bun» 

ten 8lAttem, ü. 6ept 
106. l^orantonl Jtaiferiit, dt 
278. itod^d gelbe 6pAtbama8ceiie, Oft. 

E. €lr&ne Bftüc^te. 

108. 9raitgrfltte %tt^pfl0nmt, 91. 9ig» 
166. Qlribie 9)einpftoume, C 9Kg. 
163. ^ut<bfi(^tige, <S. 9i^. 
281. 9bmira( 9ign9, <S. 9iig. 

64. Saffeurft 9einec(imbe, H. Wa%. 

30. itieine Keineclattbe, 9. €kpt 
4. 9e4te (Bro^e 9einecfaube, 9. 6epi 
326. 0. Oetfepffl grtee Sciiieclaiibe, 

9. eept 
324. Oonnci grüne 9einecta«be,9.6epl.. 
330. 9cincc(aube cxtns 9. eivL 

99. San 9Ron8 9eineclcntbe, 9. BtpL 
278. BeiTieoUnde de Gnigne, 9. 6epfc. 

96. SafpiSartige ^f^tfume, 9. €(cpt 
243. ateineckiiibe o. Soboigne, 91. 6ept 

29. Qaoap'd 9eineclaube, 9t. 6ept 
187. SBei{ei fieiberi, €. 6ept 

83. 6t. (Efora, C ®ept 

S. 8unte ^«fl^te. 
289. Simte gfrfl^pfraume, 9^. 9ng. 



XUbtxfx^i bet von £iege( l^efd^nd&enen ^{(aitm^tt tcy 



m 



?6. Ounter ^etbrigon, OL Ku(|. 
106. Slot^e 9ipxxloUnvfLaumt, X. @ept« 
191. 8tmte 9f[aume, 9U €epi. 

327« So^nd gefhreifte SXiraSelle, SR. 6epi 
91. Svtfette, DU. 

II. 2. lüalirr Pamofceneii 

mit wctri^^ftovigfii Somtttevtti^cn« 

A. eraue Srttd^te. 

lö* So^orniidp^aume, <S. SuL 
311. aiioerd Sftft^pftcume, 0. SiiL • 
3&4« Srft^e ec^ioacKi SU Sht^ 

9. Xug. 

316. Blaue Srft^bamaiBcetie, 9[. Sbig. 
186. Ilel0tf(|e 2)amadcene, SR. 9lug. 

89. f^€tt€wpfLcaimtf SR. 9[U0. 

S4. (SHw^e SDamaiftcene oon S^ouvS, 
9K. Xug. 
1258. jeeinbU S^^bamodcene, (S. Sug. 
419. 0. Srap|»d ItdnigSpflattme, e. Xug. 
198. 5DDmina, (S. 9ug. 

90. e9>&U f(6»ar|e 2)ama8cene. 
127. »(enc S)vonet, 0^. 9itg. 

389. Seim^ft (laue 2)ronet, 6. 8Cttg. 
303. Gmit^iS OrleanSpflaume, t. Slug. 
263. ((^ttftd 2)ainadccne, (S. Xug. 

65. 3iaUenif(^e SDamatcene, 0. Sug. 

70. 64i9ar|e aRuMateSeti X. 6ept 
111. £uta8 lldiiig«|>flaume, 9(. BepU 
^283. lUBanetfK f^ioa^ie SDamaSceue, 

9. ee|>t. 
267. Dtibcda, a[. Btpi. 

317. Sa^re (^olebonian, X. 6q>t. 
69. 9tonii&nntf(^er $erbtigon, SR. 6epi 

250. 2)ieffenba4d f(^ioaf}e 2)aina8cene, 

m. 6ept 
346. e^atcr ferbngon, SR. eept 
^i. eeptembet«2)antadcette, (S. 6e^ 

(8a!an)pf[aunie.) 
107. K^becti ^fLaume, Oft 
226. aBeül^aarigcr ec^U^boni, Oft. 
iVß. 6i|Ie|boni, Oft. 



B« »ot^e 9fftd|te< 

125* Srieb^eimS tot^ Scfttbaiuaacene', 

(g. 3ul. 
197. 8ca§e£etp|igecS)amadcene,(&3«C 
338. 9lot]^ed SaubenJ^et), X. Xug. 
418. Svft^e lednigdpflaume, V. Slug. 
68. ^ofitigecd vot§e aRkobeSe, 9* Vug. 
365. Slot^e Svai^bamadcene, SL Slug. 
417. 8anca(arid rot^e grtäi^bamadcene, 

9. Xttg. 
331. ^ol^eUgpflaume, 9. Xug. 
137. Sl^aran (Seil, 9. SCug. 
40. Itftnigdpflaume 9. %otiti, SR^Kttgt 
53. Mnigdpflaume, (^ Sbig. 
35. SHotl^e 9teineclaube, (S. Xug^ 
46« SRo^crd itöntgdpfUmme« (S.J[ujr. 
50. Pflaume von äRontfort, iS. 8lug. 
286« X^omogpflaume, <S. Slug« 
409. <^ar( itoc^d itbttiggpftaume, 

@. Xug. 
149. $tocuteur, 8. Xng. 
406. @iebenf(ettiibd jtdnigdpflattme, 

(S. Xttg. 
341« Oraunauet itöniggpflaume, 

91. Gept. (ou^ Bttil^netd Itbnigd« 
pflaume genannt)« 
110. I31aue Sleineclaube, 9. 6epi 
143. Salendenneg, 9. 6ept. 
304« (Columbia, «. Gept 
205. itbnigin Stltotia 9hr« 1, K« eept. 
31« j^a|int^flaume, 91. 6ept 
5, Qiotetter ißetbrigon, 91. 6ept. 
341. SaSingerS KöntgSpfiaume, 9t. 6ept 
300. 6pAte iebnigdpf[aume, 9R. 6ept. 
280. epanifd^e ^amadcene, 9R. eept. 
152. 9leue ^ertenpflaume, SR. 6ept. 
234« $Hn| oon 9Bale6, SR. 6ept 
148« e<bbne oon 9ttain, C. Gept 
316. aiot^eg «etbfl'Seibetl, Olt 
285« epftte von (S^^alond, Clt« 
223. Co6g fpftte vot^e $f[auine, Oft. 
208. Stolette Oftoberpflaume, Oft. 

(2)U beiben le|ten l^at Siegel 
fpftter fftr ibenttfc^ erfl&rt.) 



228 



UeB^d^t bet von Sie^ Befd^tfeBetteit ^fCaumen u. 



0. etlht Svü^te* 
410. 9. 9foioio8 affetftü^elle StitoBeSc, 

282. ^fon80ef(e9rt$pf[attme,V.f[ttg. 
396« aHameloimee, IC. Vug, 
(aa 6i metineO 

176. Srotmattev neue ftptilofettpfaume, 

102. 9lovil[enpf[aiiine, (S. 9Cisg« 
221. £ttcoiiiM Unoetgleid^R^e, (ü* Kug* 
887. e^eneciabp. (S. Sug. 
I2L Of IBe aHiraBeSe, OL f[ug. 
16& Seile Mnigin, (Rein« blanoli«) 

4^. Xug. 
825. Dletbktfg frft^e SIptffofenpflaitme, 

IB. Vug. 



328. 2ange^iSf[^fofenpf[attme,K.6€fi. 
1S&. SBagi^fngton, 91. etpU 
132. $eterg gto|e geKe ^fLaxuae, 

91. 6ept. 
134. Beinedaude Diaphana, s/s 6ept 

D. Qlrüne gtflcite. 

121. Sfrfll^e Steinecloube, SR. Sag. 
219. Oteihie »kaBcOe, (S. tbig» 
259. (Sranet 6(BI^Boni, Ott. 

B. Ottitte ^rfliBte. 

170. üetlotiier 6oBtt, Wt. Vitg. 
17* 9lot^ Sttngfertipflmtme, Sl. Sept.. 
384. Steuer ^bvigoti, (B. eept 



239 



'So. 1. Sisgtnf ei«f frl^tt. 1 : — I, i.A.; Süa^reSiDvMaite^r.e: — I, lB.a. 





^cimot^ unb ©oilommen: nmd&S im ©arten be8 §au8*0ber« 
HaBuiefpft« nnb ÄÄminerl|emi Don ©angen^lm in ajcin^eim bei ©otl^o, 
na^tji^einli^ auS ©amen bei: Sfleineclaube neu auf. ^ittrid^ nannte fle 
ttt^ htm (Sntbedfer non SSangenl^eimB Pflaume, wofür id^ ben 
0iigen, ber gugleid^ i^re i^aupteigenfd^aft genauer bejeici^net, nSfjlltt. 

Sltettttut unb Sononpine: Sbiitt. TL 6. 199; Siegel IL 6.9, 9hp.561. 
Son Spange nteimd $fUume, nur lutj etwa^nt; lm8«fl HI. 6. 16 ^at er 
lle eBenfaO« ffianflen^eimd RrÜ^awct f cfte genannt nnb au«! ü Wtqet be» 
14rtc(en. (fo Beaetc^net fte o(d febr a^nltcb feiner 9Bo(ren %t^itot^^t, \>o^Jfk 
«Jtofe nac^ m. Erfahrungen ibentifcb mit fcietö «uftuftjiwetfdje , ble f^on befler 
«ab ebler, beren ©aum ober wcnia tragbar l|l. ßeft IV. ©. 62 erwähnt Elegei 
bie IBangenbeim aucb unter ben fe^r tragbaren grüßten- — Cerai. nodj »er* 
lanblungen bcä »ereind »für ?om. unb Gartenbau in DUeinlngen n. €5. 41 unJi 
'^naer Dbp!ablnet IV. 6eft Ö.Slef., no fle |iemlt(b gnt na* oon mir mogenen 

*tett abgebilbet Ifl; ferner 3)ittr. D.^iJab. «r, 11, ba« X.D.*€ab, 7. Siefenmg 

II gibt |iemU(i^ gute Xbbilbung. 

«eflart: eifbrmlg, (oMf, Dbetb.) in ber Witte am breiteten, etwa« mtregel» 
»ftlig in ber Xbrunbung, bidneilen mejr runb, bisweilen me^r breitgebrü«, oft 
HO* bem etieU au abne§menb, »ad bef onber« ^eroortritt, wenn man bie ^^t auf 
ber fi^maren eette betrautet, an bem oberen (Snbe me^r ober weniger ilumpf obge« 
tunbet, 35ie gurc^e t^eilt metfl ungleich, brücf t ben »ttden wenig, bisweilen obev au* 
ItWer, befonberS na* bem ©tiete unb 6tempelpun!te ju, unbf^netbetinberfl«^ 
beSletteten, bec Kein iji unb oft etwa« ergaben pe^, gewö^nli* no* etwa« flartet 
ein, »obur* fte ni*t feiten am etempel|mnHe regelmäßig etwa« eingebogen erf*eint 




280 

S>ie ^d^i ifl mittel^roB, IVt" §04, IV«" 5reU unb eBtsfo ober 1"' ipeiiigct 
btd; i^re gr&^te Breite (at f!e in ber WtitU. 

@tie(: aiemlic^ fiarf, fein behaart, nteift ^.i" long, grün, broungefledt, er 
fte^t fc^na^ vertieft ober obenauf. 

$aut: etwail ftarl, im re^t reifen guflanbe leicht abjie^bar, f($iDar)bI«iir 
bidweilen etvad röt^lic^ , ed fxnben ftd^ ^ie unb ba S^oftffed^en unb feine gelb^ 
lit^e fünfte unb 6tt($eld^en. S)er 2)uft ifi ftarl, ^eQblau unb gibt ber Jnutt 
ein reijenbed Unfeinen. 

Sfleif (^: grünlichgelb, unter ber $aut goIbgeCb, ^ättlx^ aber iMniger fejl, 
cid baä ber ©eioö^nlic^en 3»<if4^r unb befonberS in bet Ueberreife »trb ei 
toetd^ unb ^at bann au^ me^r ^flaumengef^mad. 3n rid^ttger Sleife f^metft 
bie grue^t jebod^ fc§r angenehm, ergaben »einigfü^, unb tommt ber (Bemh^tdii^m 
3n>etfc^e fe^r na^e, ja faft uoe^ fü^er. 

@tein: ganj gut oom ^^eif^e (bdUd^, oon gorm nie von mir ge^ei^net, 
na^ bem ©tielenbe gu etioad breit abgefhtmpft, am anberen (Snbe meift feft. 
ftumpf jugefpitt. 2)ie SRittedante bed Stüdene tritt nai^ bem 6tielenbe {u je^r 
ftarl unb fc^arf ^eroor, »oburc^ ber Stein ein oerfc^obened SCnfe^en er^AÜ. Singl 
biefer jtante laufen auf beiben Seiten boppelte fla^e gurren; bie Qauc^fanlett 
f tnb oenig ergaben , fte^en aber »ett aud etnanber unb ftnb rou^. wia^ bie 
SBadtenfeiten bed Steins fiub sUmlid^ raul^. 

Steife unb 92u$ung: bie f^ruc^t reift 9nf. September nacb unb na((, hih 
»eilen au4 f((on }u (Snbe bed Xu^«, 14 Xage bid 3 fBo^en früt^er ald bie Qhmtffo^ 
lt(be 3n)etf 4e unb erhält burc^ biefe frü^e Steife iinb burc^ i^re Sraucbbarteit 91« 
S)ämpfen unb jum Ku^enbacten ganj befonberen SBert^, finbet auc^ auf ben SX&rttci 
ftets fe^r guten 9(bgang. 

(^tgenfdiaften bed Qaumed: ^erfeibemAcb^tinberSugenb Iebb«ft.«tfb 
aber, nie ed f^eint, nenigerftartunb ^ocbalä ber Baum ber ^audgmetfcbe, iftfrä^ 
unb augerorbentlicb tragbar. 3>ad Statt beö Xta^f^l^H ifl oerfebtt einmb, (nnge' 
hbrt tangeifbrmig, Oberb.)» nac^ bem Stiele au iebocb oft ftarf »crfd^mAIcrt, m4 
bem oberen (Snbe bin ftumpf fpif, bunlelgrfin, fein geja^nt^geferbt, oben la^I, unten 
fc^n^ad^ behaart, feilen brüfig. ^ie SiAtter ber Sommerjweige finb größer unb 
breiter, nacb ^^^ Spi^e bed 3meigd bin jiemlicb runblic^ ober eirunb mit balboufge» 
fetter Spi^e unb ed finben ftcb meifi am ©runbe ber 91. Heine S)rfldd^en. 2)ie Jatte 
ber Sommergweige ift oiolettrot^, auf ber S^attenfeite grün ober brftunltil^grfis; 
fie ftnb glatt, (unbebaart). 

SBemerlungen: Sltd Unterf(biebe oon berSßabrengrü^snetfc^e gibt Siegel 
bie frühere Sieife ber letteren , i^re oertiefte Sttel^bble , i^r me^r gelbed flleif^ 
unb ben ebleren ©efc^mact an, ou(b ib' Stein fei me^r fpit na(b oben gu unb ber 
JBaum treibe in fpi^igcnr jener ber SBangen^eimd in fiumpfen 9Btn!eIn, load i4 
beftätigen !ann. — Stit Slnpf langung biefer fcbbnen unb guten grfib' 
{oetfcbe ift angelegent lic^ft )U empfe^Ien.befonberdau((, meiltbrDomR 
febr fru^tbarift unb icb b^be mi(b bereitd befirebt, fte mbq(i(bft au verbreiten. Sie 
tfibie nu^^barfte um er allen mir betannten f^rübsvetf (ben, fiebt 
par in Güte ber SBobren grüba»etfibe nacb, »elcbc fü^er ift unb ben eblen 0e< 
MtnaiE ber ^aus)»etf(be in ouegeaeicbnetem ©rabe ^at, aber man erntet oon 
oiefer immer nur einzelne f^rücbte, n)eil ber IBaum in ber Slütbe febr empfinbü^ 
ift, unb fte ift mebr für ben Sortenfammler ald gur allgem. Serbrettung geeigwC 
Oberb. ftimmt biefem Urtbeile glctibfalld bei. 3«!" ^ 

Xnm. 2rte norflebenbe SnKbt b^t auib bei mir glei(be (gute enimidelt, reifte 
JebiNb in bem tüblen Sabre l6b0 taum oor ber b^er verbreiteten Sariet&t ber 
^aufli^ioetfcbe, Siitte Sept., in anbern ^ab^en aUerbingd früfjer. ^n ben troto^ 
i\af9v.\i iS:\- r»b iSo9 blieb i^r gleifcb etmad trotfen; 1860 toar ber Sef^iMW 
foitont febr ooiaüglicb« 0* 



23 t 



Ko. 2. 'Sit 9vgn|l|ttietMe. 1 : — J, l. A a; aSa^re 310., blaue gfi^. 6: — 1, 1. B 





3U 9Ltt9nfl;mrtf(i|e. «f «a^ SRitte Sept. 



fieimat)^ unb Sorfornmen: SUgfl crl^ielt bte{e ^nid^t 90n 
^ommannd in esin unb bemerlt, bog unter bem Slainett Sritl^roet{<l^^ 
Srü^ gemeine 3n>^t{(^e, SQa^re S^i^iwetfc^e, Sluguftimetfc^ ec mel^rere 
.Sorten erhielt, »ooon ntel^rcre bie SBa^re t$ni^3n)etf(l^e trugeni bie alfo 
mit obiger ^rud^t oft nerioed^felt wirb. Hn^ SDtel l^atte bie SS34re 
9ni^mi\ifyt old anguft}»etf(^, wie ic^ fte 9on i^ erl^ielL Obige 
€orte, beten dtdi id^ oon Siegel betam, trftgt oud^ bei mir nr^er old 
bie ffial^re ^u^iioetfd^e , fielet aber biefer unb no<| me^r ber ^nS« 
an>etf<l^e an @e{^macl unb ®flte merilid^ nadft, unb jeitigt nur gan) 
nnbebentenb frül^ier, a(8 bie ^uSsmeifd^e, oft felb^ erfl mit i(r, fo bag 
fte eine oattig ftbeifUfflge Sorte ifl* 

Stier a tut unh 69non9me: Siegel II, 6. 271 9la<btraa; qo(( genauer 
«<f(|ikben ItL 6. 9 9hr. 15ö. Qcft IL 6. 9 fat er furg enD&(nt eine 9^tlitaer fd^marje 
'ttgnfllivetfc^ 9lr. 237, bie pon ber SBa^ren ^at)n)etf(^e faum verfd^ieben mar 
^0^ «ebcr «tt obiger, noc^ mit 9lr. 93 ber jlttitaer bUiiten grft^iioetf^f oer» 

@eflalt: mUtelgrog, na($ Siegel 1'' 4"'^, 11'" breit unb biet, 
oa gorm ber i^dgmetfi^ &(nli(|. Severe« ifi au^ bei mir ri(!^tig, 
nrie oUge ®eitenanfi<$t geigt, bm| erlangt bie ^d^t bei mir bie ®r5^e 
obiger gigur (Seitenanfli^t) IT" bod^ , 12—13"' bteh, etma« weniger- 
bidC, nnb war nic^t immer m^ bem ®lite ctwad f pift, ber fftidtn aber^ 
loie Sieget ongibt, gegen ben ®tiel etwas dlifgeworfen. ^ur^ fe^r f(a^r 



♦ 232 

nft fel^Ieniv t^titt fafl gleid^. ©tempelpunit (lein, liegt auf ber fU^ etnoS. 
gugefpi^t tunbenben Spi^e ttvoai me^r na^ bem füHdtn ^liu 

@tiel: nad^ Sieget 10"' lang, loar tri mir oft etmaS ffitj^, ift 
lutr luT) bel^aart, oft fafl lo^t, f(|5n grfin mit Stofifleden, fi(^ fafl im» 
»ertieft; Stielfpi^e I&uft l^ftuflg fd^rftg gegen ben Kftden ab. 

^arbe ber bünnen gefc^matffofen, labjiel^baren ^aut ifl int gon) 
reifen 3uf ^nbe fofl f(|mar}b(au mit fe^r feinen golbartigen fünften. 
S)er {larle S)uft ift blau. 

5[)ai%lti\ät ifl etmaS grflnli^ gelb, fefl, faftteid^, oon einem ber 
4>au8}n)etf(^e A^nlic^en, aber mertlic^ weniger norjügnci^en <Skf(|made. 

et ein aUmi^, 11'" lang, 6 breit, 3 biet, jmetfdgenartig, nai^ 
bem @tietenbe etmaS oerj[flngt unb etnmS abgeflumpft 5Die grbgte Sreite 
liegt mebr na<b bem Stielenbe bin; ber 8tü<fen mirft nad^ bem Stiele 
cnbe, ber Saud^ oft na(]^ ber @pi^e bin fi(b etwa« auf. Saud^fut^ 
leiibt, gaAg; 3Rittellante beS StüdenS na^ bem 6tie(enbe b<n f4«f 
9orfiebenb ; Oadeit ffad^, rau^, etnniB afterlantig* 

SHeifgeit unb 9iu^ung: geitigt nacb Siegel mit ber JBtobren 
%ti^iwt^\^t (Snbt STugufl, oft no^ fräber. 8ei mir batte fle 1859^ 
1D0 ber 8aum DoOfa^, bie noOe Steife nur menige Xoge Dor ber $anS^ 
gmetftl^e, 1860 in einem fpSten 3a|re, mo ber 8aum mieber gut trug,, 
litten fogar vor ber i^audjmetftbe bie Sort&uf er f(bon gn Vtortte gebnnbt 
verben fbnnen, ebe an bem fonnig unb günflig flebenben Saume ber 
obigen (Sine 3ru<i^t e§bar mar, bie bie erften eßbaren 9nt<$te erfl 
9titte 6ept braibte. iSi Ifai mir auS mebreren UmflSnben ftb^ineit 
moOen, bag bie biet ftberaü fitb finbenbe ^utjmetftbe nicbt btog grSger 
fei, fonbem au(b fräber iieitige, a(d bie, meldbe Sieget b^t 

IDtr 8attm |(eU(t fc^v bem ber («ni^wetfibe, unb ifl t«bt fru^tlot. McSe 
etwas fhifl0 Ia^(, (raun, nac^ unten ftarf.filto^itttlg* Blatt ntd^ Siegel eifindg^ 
gugefpi^t, na(b meiner 9Ba(tne(muii0 breiteUiptif ((, mitmttet )ttv itmgeMtte» (Kfws 
ncigenb, oben lol^l ober umnerfRc^ie^aoTt. Ql(ütftie( fafl immer brftfenloft. l^en 
Mtf, fhimpffpit, etvaS aBfle^enb« 

Xnm. 2>ie SBa(re ^roi^wetfibe unterf <beibel fi(b ton i(r burc^ ebleren 9ef c^motfr 
geringere 3;ra9(arfeit, unb !amt man in berflatur bie Serf^i^ben^eitbei »eaigcr 
batti|nietf(^enartigen, me^r pftaumenartigen trieBei iunger Bftume ber Sauren geftb* 
|wetf($e leicht »atmeten. SBangen^eimd gra^foetfibe geitigt frfl^er, ifl gldc^faSi 
Keffer, ^at au^ nld^t bie {»elfi^enfOrmigi <0eflalt Xnbtr« fiObe Smetf^öi mtie^tU 
ben M ^ur(b mcrKiil^ wt^t ®rb|e (al< Qki^Iicgaft grob» blmie 8»df<|e acj bie 
9ro|e 3tt<!er|«Mtf^ i^ nii|t nur fr5bet, fonbem bot behaarten 7rieb. 

Oberbtecf. 



233 





1i$$pt* griffe yfluttmf* ffa^ •• «egm aHttte 6ept. 



4>({mat]^ ititfc Sarlommen: S8urbe hcmI £iegels 9tiu|ri^t 
ng^tn burri^ einm 4><tnt Sofepl^ (Sooper in 9tfU'2|etfe9 in KmcrHa 
MB einem Steine ber ^^ermpflaume. 3f^ and^ in Snterifa nod^ nid^t 
wrireUetj^ ba man fie balb n(u| il^rem SufTommcn bef d^utbigte , leidet 
m Saume )u faulen^ mü inbeg bei aOen fe^r noütragenben ^anmeti 
i» «Miffen 3<tlftteii leidet bev ^ ifl, menn ber SSinb fte fe^r aneinanber« 
f^^Uftt« 3n nteiittm Rotten bemerfte id^ in 6 @omment, 00 fie trug^ 
Uefm S^l^ler ni(|t, mie aud^ Siegel bewerft, bog {ie im SRegen nid^t 
Iddbt anfpringe, nnb ift bie gntd^t megen ©röge als SRathfnn^t 
f^lbar. aRiin 9leia crl^iett i^ nra ber Sonboner @cäet&t bttt(^ 
{^* Pfarrer Vkimt4 unb von mit fem bie @orte an Siegel« 

2iittat^t unb etnonawe: Siegel 9iaii.>e(9t. 1666 6. 409, Kr. 94«. 

Cnopetd @rDte tot^e Bn^etfi^« ita bie %tuqi nic^t bie eigentH^e gioetf^enfonn %at^. 

Meint ed beff er, ((rbielBenetinung tßPaume ^u (ofTeti. Coxe in «View of the CaltiTatioa 

«f fruit Tr«et in äifrünüed StatM*" 1817 befc^reibt jie gnerfi. Domning 6.291 

Coopers large mit ben 69non9incn Cooperi larye red, Coopera large Aawrioaa. 

2)oioiiitig bemct!^ bot Sitibiep eine Pflaume La DelieieiiBe bef^rieben ^a6e, $er» 

|lainmenb «nb um 1815 oitd Bew-Jersey na^ (Snglanb gefommen, toelc^e jtirfe ben 

ittugen 6tamm für eine ®uinee oerfaufte, unb bie (err 2:i^omfon für ibentif($ mit 

Coopera large gehalten babe. Xa inbe^ bie Delioiease nod^ SinbtepS Qefc^reibung 

mm ber €(^attenfeite bla^gclb fein foS, fann fte bie Obige nic^t »o§l fein, »enit 



234 



9inaaU genau i{L 2)er Sonioner ^aioL €$. 162 9tt. 72 unb fioga im 
>. 234 fahren D6i({e auf mit bcn od^eba^ten S^uoimmeit, beacn iia Deü« 



1)teft lette 

lüuftnaal6. 

•cieiue o^ne ^oge^e^en betgefe^t wirb. S)te AnnalM geben 18Ö4 &. 99 etite |tt ]. 

fCeine fonfl gan) gute il66i(bung unb fe^en L« Delioieuie gleid^foSd 01^6911009« 

^inju. 

®eftalt: groB, i(| ^atte fiefettfi fe|r grog, 27,'' ^(nI^, 2'' »reit 
unb V iDeniger bid* Sei fel^r ooOem Strogen f&Qt fit {{einer anS^ 
22''' l^ml^, 4 Sinien weniger iid. Sowning nnb ber Sonboner (SotoL 
lejeid^nen fte aU mittelgroß, bo<i^ n>ar fle au<| bei Sieget groß, ^orm 
ooal, bie gri|te Srelle Hegt in ber SRitte, nod^ beut Stiele nimmt fte 
nur feiten etwas ftdrlec ab unb ftumpft fld^ etmaS ab« Souc^ unb 
9t Aden ftnb etvad gebrücft; bie breite flad^e ^urd^e giel^t ben 9tMtn 
etwas nieber unb tl^eilt meiftenS nur etwaS ungleid^. Gtenq>el|mnlt 
ft^t f[a^ nertieft ober obenauf, oft ni($t gong in ber Wut ber Gpttc, 
inbem bie eine (Seite ber f^u(|t fi^ etmaS Aber il^n erl^ebt 

Stiel ftavf, fiat! voflig, fparf am, oft faum medti^ behaart, 7—0"' lang, fi|t 
<n jiemlid!^ loeiter unb tiefet (d^lung, bereu 9tanb n'ac^ bem fHüAm (in abf&St 

garbe ber f&uerlic^en, }iemli(( (eic^t a5|ie§5aren $aut rot^btoit, meiflendfa|l 
tc^toav^Mau; wo jeboc^ Oldttev auflagen, be^&It fte grüttlii^e 6tdKett, bie mttMt^e 
mn leicht ftbertaufen ftnb (»ad etwa SinbIe9S b(a(ge((e gfarb« auf ber 6<(atienf ette 
fein I5nnte). ©olbartige fünfte finb nttr jetftreut unb fein, bo(( finben fi<$ gtbj^ 
iroftfar6ige ^{eden. S)er S)uft i^ (eHbloit, )ie«fi4 fei4(i4 aufgelegt» 

^leifc^ nähert ft^ bem (SoIbgeUen, faftrei^, jort, bo4 ni^t toei^ru^, vom 
'angenehm fflBem, ^inrei^enb geioflr^tem ®ef<(maÄe. (Sg ifl uad^ bem Eoabouer 
'€ata(. ab(5fig oom Stein unb »at av^ bei Siegel fo; Hei mir geigte ei fic^iebo^ 
in falteten Saluten unabUfig. 

et ein 11'" bidl"(ang, 6-7'" (tat, 4 bidt, etmaS oetf ((oben ooal, |temli4 
flac^batfig, tau^ mit ftatfen, fl6et i^n |tn(aufenben Slfterfanien. SDet Baudk tritt 
«ad^ bet Spi^e, bet Siatfen me^t nac^ bem Stietenbe (in ^fttfer (emor. Oft i^ 
tt oud^ ooal, na(!^ bem Sttelenbe etmftS fifttlet abn^meub. S)ie gr9i|to Bicitt 
liegt in bet IRitte, 9au4fttt((e flati; grob geferbt i SOtfeuf anteu flotf nnb bcoit^ 
^ie SRitteKante tritt na^ bem @ticlenbe (in nur etmad unb |iemli4 f<tatf Ott \ 
bie etielfpi^e iß merlli^ abgeftumpft 

Steifheit unb 92utung: )eiUgt (Snbe 6ept., fftr Xafel unb SHatTt fii(&|« 
bar, (ftngt in 6tflrmen fefi am IBaum unb gerfptingt im 9legeir uld^t 

IDet Oaum mftc^dt taf4 unb gefunb unb ift f^t ftu^tlat. 6ommetttiobe fUsI 
4inb lang, nur etioaS gefniet, mit oieien fetoeu ge(blii|oit ^uilteu, bie ni^ vnleit 
l^ftufige gtö^ete fttber^Autige ^(eden 5i(ben, unten gan) !ai)(, na^ bet 6pi|e (in 
«tmad fein be^aatt. Sfatt jiemft^ gro(, fla^ mtSgebteitet, flat! tUR|(ig, bo(| 
«oeic^ oon Oemebe, bteiteifbtmig, nad^ oben faß tunbß((, unten am ^m^t oft 
t€^t gto| unb bteiteOiptif^ ; Slattfliel (at unglei^ ße(enbe SDrAfeit, unb ßaife 
Kftetbiattet ; Xugen üumpffpit^, anliegenb. 

Obetbietf. 



235 

No. 4. 3lidf4()liMl(tSira«.l:— Itl.A.,»a|ve3»..(IaueSr.6:-*I,l.Aa«. 




Jtteifl^e 90« In jtf orm« 2itgeL * SRitte 6ept 



^eimatl^ unb Corlommcn: Siegel Ufam fie unter bem er^ 
«Stuten 3iamta von bem i^anbelSgSttner €ommanB in €5Iii 
o^ne »eitere SngoBe. Obgleid^ n^egen il^refi untSdlid^en ©tcineB nur 
IL ätonget, oerbient fie bod^ als groge f^öne ^ruci^t S^rtpftotgung un^ 
Me Vufna^e inS 4>mbbtt(|* 

Sitetatur iinb 69noit9me: Sieget Befd^rieb fe ßeft III. @. 17. 9{v.207 
«fd Oro^e (laue Su'etfd^e von bec Sßormll. C^itonpmen ftnb nic^t Mannt 

@efiatt: {ie i{i nod^ Siegel nmgelel^rt eifSrmig, n^aä id^ umge- 
Se^ eirunb nenne, oben bidfer alB am Stiele, um weld^en bie t^frud^ 
{tarf abgefinmpft ifi ®ti|te Sreite Vs t^^^ C^^# mand^e grfld^te 
finb m^ üikkI (eifSrmig) oben unb unten giemlid^ fi'eid^, bann in ber 
^DHtte am breiteften. Z){e gfrud^t ifl bem Slnfel^en nad^ {telS miggeflaltet^ 
Slftden nnb Saud^ finb gleid^ erhoben, bod^ ttilt bie eine Seite beS 
9tfl(ten8 oft »eit fifirfer l^ervor* Z)ie meift flott vertiefte gurd^e brflcTt 
kcn aftfltfen fiorl, ll^eilt nngleid^, »oburd^ eben bie eine Seite fiati fc^ief 



236 

iDirb. SDer @tempel|iuntt ijt brSunlld^, giemlicl grog, fte^t niemals auf 
ber @pi^e, f onbem melflniS feitn)&rt& SHe Sn»^ i^ fel^t grog, 1'' 9'* 
l&odj, 1'' 4'" brrft unb 1" 3'" bW. 

6tiet: bis 10"' lang, bünn, lutibel^art, beroftet, in tiefer, f^ftf« 
tetfimtger ^öble. 

^aut: bid unb aS$, gefd^madtoB, gut ab)tt}ie]^n, non S^tle 
1(|n)argblau, bo($ meifl mit etmaB niolettblauem €>(j^immet, bul unb 
blauU^ bebuftet. Ueber bie ganje Oberfl&d^e flnb tSt^Uc^e Ißuntte auf* 
^eftreut, aud^ finben fld^ 5fterS Seberftetfen unb 9lo{ifiguren* 

gleifd^: grünlichgelb, gmetfd^enartig feft, faftig, oon gntferfftlen, 
ted^t angenel^mem ®t\^mad. 

©tein: U3t fl($ nidjt nom gld^e, 1" lang, 6'^' breit, 4'" bW, 
Dongorm mie oben ge3ri(i^net, oben fpi^, unten norgefd^oben ftumpffpi^, 
bei 4 Snl($ten, bie ifi auffd^nitt, ^atte fl<$ nad^ ber im gleifc^ not« 
l^anbenen ^i^le bie @pl&e beS @tein8 freimillig loBgetrennt unb l^e 
id^ fle fp&ter nod^ bingugegeic^net S)ie SRittetfante beS StadenS tritt 
nad^ unten ftdrier b^roor unb wirb fc^rf. Oaud^furcle feid^t unb eng^ 
mit meifi gadigen Jtantem ®r5|te Sreite in ber Stitte. Sodm nni| 
unb aftertantig. 

Steife unb 9lut}ung: bieSntd^t reift 9R{tte Geptembct, in Steltiiiigen 18M 
^^on jtt Anfang bed SDtonatS, in frfl^eren fahleren Sommern bitoeUen oxt^ cc|l 
^egen baS (Snbe beffetben. — (ES ifl, nie £iebe( fagt, eine ungefialtete ober gtopc^ 
-gute unb nod^ frfl^e 3»«tf(^e, bie einen Ißla^ im Garten petbient, imb bete« 
Saum in SDleiningen 5fter8 no^ Srflt^te btad^te in 3a(ren, »o bie mit i|r |IM 
fileid^ teifenbe Staliftnifc^e gioetfc^e, n>et( biefe im ^oftt gelitten ^atte, fe(lf(|l«g; 
-cu^^ btent fle immer |ur Sterbe ber Obftf((a(e. 

(Sigenfc^aften bed Saumd: 2)tefer »Ad^St fiarl, t9irb gro|, ifl geftuA 

unb red^t tragbar. 6ommer3n)eige rot^5raun, aber {iar! {tlber^&utig unb be^|all 

fteSenneife weiBgrau , fa% StAtter |{emli($ gro^ , trac^ ber 6pite be« S»^i8<B 

^ eintnb, (eifbrmtg , O.) i>ft aw^ me^r eSiptifc^, rnft^igi 9mgefpi|t, obcsfcitt 

fa^U unterfeitd behaart, ftumpfgefAgt 2)ie 81. am flhmnbe bed 3velgi ftnb oft 

soeit grb^er unb bretteHtptifc^ ober oerfe^rt eirunb (oer!e§rt eifbrmig, C) no^ 

bem etieU )u leitfdrmig , fUimpfge)a|nt geferbt. SlattjHele bflnn behaart, roti, 

brflfeniod ober mit 2 3)rüfen am (Srunbe beg SlatteS. 

9emerfungen: 3)ie (Sro^e blaue gwetf^e «on ber SBormi 
mod^t fid^ fenntnd^ bur^ i^re oioTettbiaue, faft f Amarje garbe, bc* 
beutenbe ©röfte, lange gorm unb burd^ bte (^araltertftifd| ftumpfe 
^tielfpite. 2)ie mit i$r reifenben StaliAnif ^e unb (Bt^^t 9nqli\4^ 
^»etff^e, totl^t beibe oon einanber nad^ Siegel ^rr^ eine anbere Segctatto« 
unb bie SBe^aarung beS (Stield ber legieren oerfAieben fnb, unterfc^eiben {t(| 
^ur(^ regeCmA^igere S^etfc^enform unb ibren ablbdli<(en ©lein. 

Sab«- 



237 




pioWie 9fttttl]iDttfd)t. 8«ft '• »iit»e.in. 



^timai^ unb SSorfommen: na<^ ben Sqncnpmtn Ungariftle 
^loetft^, S&rlif^c ^ivelf ^(f Oe^eirei^l^c^e {ßflaume mag man f^Uegen, 
tag fte rttna auS UngaTn obn btt 3^üilci abrtftaime. 3f^ betttts oOg» 
vtin DccittHct unb vrrbient, ba fk frfl^i oIS bie ^uSjUKtf^e TCift, 
«ui| sott trlgt, gitin 9lo^mig unb als Warltfru^t läufige tlnpfKanjung. 
— 3Rrin SVriS er^Tt 1(^ von Stcgel unb 3a^n äbnttn. 

Siletal«« unk eiiittBome: S{cgein.e.iOStr. 3StoIftte3>atttI|nctf4C 
PnoM d«tte vtolatto; Htmlb C.-C VIL iit^. Kt. 4. ZHttr. IL e. 300; SWC 
£).:S. 9tt. 21, Bdc^ SicgcH Uct^tilc ju lot^ gehalten; Pomona Ffodoob. X. 11 
91t. IT etna« ju gtog, liemUcbflui, alS S^nonqmPraDod'ADtriohe; JtraUI.X-189 
g. 1, SCtnit SattdpPautnt, tft nii^t ^Intcic^nrbgvt ettrofftn-, ettill Sollfl. fomoL 
e. 88. X. D.'tab. 8. Sief. Kr. 21 mit bnn e^nonpm. SptU SaUdpfCaume nitk 
iBo^f bit re^le fein, ba biegorm rii^tig iß, autb nb.Sli.SfTfl^ecnvqfiix&aiiS* 
vioUtU SalU^i^oumc ooTtoinint, tß a&« bann itrig lotQ coloritt, f aPot SRe^ct 
9ir. 18 o|nt Sbbilbung. 34 n^ielt fit aiti^ noif '" SiiginifAe SubnigSp^aumf, 
waSnait Ißttti.II. 6. 264 oiclme^t 6qnonotnDon Gidlnö gUt^eobn Rp^Ie »an. 
£« Sonhima Satal. (at fU 6. 160 9h. 9 ali d'AatriohB mit bm eqnnqmnt 
PnuM datt«, Pran« datta Ttolalta, unb fommt fit t>icllci4t€. l6&anHongaitaB 
no^moUDOT. äiit^annoDar'f^itn^cibtficallgnnrinUngiirifi^e^v*^^'*- 3><i4"<4' 



238 

im ^fl^tct in. €$. 81 gibt ali S^non^tne noA an CABelpfratime, Ungarif4e 
6dbeIpf[ottmei £ange violette 2)attel3ioetfc^e, @ro|e unb lange gi^^ioetfd^e. 

®eftalt: lang gioetfd^enfSnnig, langer olS bieij>an82n)ctf(|e; nad^ 
fitegel 2" r" lang, 1" 8'" breit, 1" l'"bW; in metner (Scgcnb crrridjt 
fle, wtnn ber 99aum günfiig fle^t, bie obige ®roge. @Ti^e Sreitr 
fi^t meiftenS in ber 3Ritte, oft tttoai me^r nad^' ber @pite ^tn; gegen 
ben ®tie( ^in ma^t fie eine lange, flumpfe Spi^e. 8aui!^ fe^T menig. 
crl^ofien, bi(bet faft eine gerabe Sinie; 9tfl(fen ftarf erl^oben; bie Seiten 
florf gebrfidCt nnb bitbet ber Sau(9 babvr<| eine ftumpfe Sd^eibe. 
$urd^e fla^, t^eitt ungteid^; ©tempelpuntt ft^t nid^t auf ber ©pi^e^ 
fonbem ifi etwas auf bie Saud^feite gefd^oben. 

@tiel: 12—13''' lang, gerabe, bünn, etwas be^oart, meifient grüm 

(aut bitf, etwas fftuerlid^, abaie^bar, ni<^t gut genie|bttt, ifl in ooSer gei^ 
tigung ehoaft meniget blau, a(S bie $aud)oet{((e, ober ftatf mit bCanem 3)ufte belegt 

Sfletf«^: grfinti^ gelb, imetfd^enovtig fe^ ehoaS ffl^weinig nnb angeiic|in 
von Oefd^macf, fte^t jebo(^ in eblem ®ef4mad bem be» $auS)vetfd^e nai^. 

^et etein (bfet fi« gut oom ^leifd^e, ifl i" long, 5-6"' breit, 2Vi btcT, 
na4 ber ®pi(^e (in )iemli(( (an}ettf5nnig, na<( bem @tielenbe $tn lang oorge» 
f^oben, {himpffpll, bfdmeilen (wie bie obere gig.) gan| abgefhift, «tnbem ber 
6tein bad dtgene §at, ba^ bie 6pite beS 6tielenbei beim Xudeinanberbre^en ber 
Sfnu^ leidet abbri^t, maS ^btn fo a»^ bei ber SRarmorirten dierpflaume {til^ 
finbet. Oauc^ faft gerablinig, mäm ^arf geoblbt; bie gr5|te Breite fAKt in 
bie 9Ktte ober meiflenS ^ na^ ber 6tie(fpite |ttt. Bailen nur fein rau|, fU^, 
9tfi(fen!anten fiumpf , SRitteÜante tritt nad^ bem 6tielenbe $in ^oc! nor nnb 
»irb f^arf; 9au<|fur4e mittelmik^ig tief mit f((arfen, meiftenS aasigen itoiten» 
3n ber ^DarjteOttng beS Steint ift oben bie untere f^igur mi^rati^en, nnb feigt 
nur baS Sor^anbenfein ber etielfpi|e. 

Keifaeit unb Stufung: a^itigt im erften 2)ritte( beS September not ber 
^u<an>etf4e unb ift a^ut Sio^genu^ unb aum Verlauf auf SRftrften fci^A^bor. 

2)er Baum rnAd^St raf4, micb gro(, ift gefunb unb red^t fm^tbar. 9>ie 
flar!^{igen, fallen Sommertriebe finb rdt^fii^, ftorl mitaerfprungenenmeitaranen 
Silber^Aut^en belegt Xugen bi<f, ^mpf fpit(, fajt onttcgenb, nid^t feUen asd^ 
^arf abfte^enb. Statt mittelgroß, fleif, meinen« fie^enb, manche oui^.^AngeiA, 
oben fein, unten ftAr!er behaart, fpi| ei^rmig (bie unteren großen neigen amn breit 
£anaettU4en) etmaS »eUenf brmig, boppelt tief gef Agt 8(attfHeI meiflenS brftfenM» 

Xnm. 3ft fei^t fenntli^ buri^ t^re eigenttflmlid^e ^orm, t^eilt biefe gfonn 
mit ber 9lot(en 2)atte(an)etfd$e, bie jeboc^ größer unb rot§ ift, mit obiger aber 
dfter oenoe^felt oitb. 3fl au(^ ntd^t mit ber Ungarifc^en X)atte(|»etfdie, Siegel 
Str* 364 au oenoe(|fern. 

Oberbicct. 



239 
No» 6. 6fo|e CS|L B». l : — I, l. A a ; äßal^re Qm., Blaue Sr. 6 : — 1, 1. ▲ (B) t^ 






Crofie (Knglifilie 3m^iit. •*if, Vi ^ept. 

ipeimatl^ unb Sorlommeti: aud^ biefe l^mt iDert^oode gru^t, 
otoo^C Siegel jagt, fie auf feinen Steifen oft getroffen }ü l^aben^ lommt 
bo(^ bei filteren Slutoren nid^t Dor. $at nad^ meinen ^Beobachtungen 
gleichen ffiertl^ mit ber Staliänifd^en Bmetfd^e, bcr fie audft in ber grudjt 
gttng gleid^t« 3lu3 ben Sudteburger Saumf^ulen l^at fte auc^ im ^an* 
novei'fi^en unter bem ber 3tali&nif(^en ^mtt\^t gulommenben Flamen 
Sd^meiger Qwtt^d^t ftd^ me^rfältig Decbreitet, unb mag id^ bisher unter 
biefem Slamen l^äufig oetfanbt l^be, ift bie obige t^rud^t, meS^alb id^ 
bm Flamen gu Snbern bitte. (SS mug meiter beobad^tet merben, meldte 
unter ben fo Al^nlid^en beiben ©orten nodf mieber ben SSorjug oerbient. 
SRein SReid erhielt id^ oon ^Diel unb Siegel. 

■ 

Sitetatur unb ^^nonnme: Siegel II» @. 16, ißr. 116 ®ro|e (Snglifc^e 
ßtoetfc^e; ^titrid^ IL 6. 204 ©ro^e (Snglifc^e ^fCoumenaivetf^e, ift nac^ ber S3e> 
f^reibuna too^l bie ohxat, unb mar ic^, ebenfo nie 2)ittric^ ber Slnftc^t, ba| bie 
im Z.OM. XX. taf. 22 @. 228 oortommenbe ©ro^e ^»etfd^e bie obige fei; 
nenigftend {iimmen bie aUermeiften Xngaben X.O.&. Sief* 7, 92r. 8 gana gute 
«bbilbung; «rnolb. D.Cab. VIII. S. ^t. 6; S)ittr. 0.(5. ^x. 2; na$ Siegelt 
ainftc^t ^ätte 2)itirid^ nid^t bie redete f^^i na^gebilbet unb befc^rieben. 2)ittrid^ 

^QaiiTiTted ^anblu^ Ux Obflfnnbe. UI. 16 



240 

unterfdl^eibet von i^r tux^ eine aud 2)redben erhaltene ®ro|e Unsanfte tpflaume 
(IL 6. 205) bie au(( i($ ba^ev ^atie unb mit leiber einaing unb »eber bte obige 
nod^ bie Stali&nifc^« Anetfd^e |tt fein fc^ien* Sonb. (£ata(. (5u|>)i»(em. 6. läs, 
9^r, 99^. Duetfc^e gto]$e (Sngl. Siegel erhielt aud Ord^ nod^ eine anbere Snu^t 
unter obigem 9lamen, bie et a(d (Snglif^e fimetfd^e befd^vieb (11. ®. 28, 9lc. 96). 

©eftalt: ^nlid^ ber ber (auSaioetf^e, größer, na4 Siegel 1" 9"' bo^, 1" 
i'" bitf, i"' »eniger breit. 3dJ l^atte fie gor nic^t feiten par! 2" ^o«. IW 
breit unb etmad weniger btd, oft menn bie ^d^t merflic^ breit aebrftot ift^ floif 
S'" weniger hxd. ©efiatt nadf Siegel umQe!e^rt eiförmig, am @nele ftarf f|>t|io, 
am Hopfe fd^ief abgerunbet, bte ftdr!fte Sbxde */, nad^ ber @pi|e l^in faSenb. ^le 
ftftrifte Öreite fanb i^ aud^ bei biefer grud^t »ie bei ber Stalidnifc^ 3">etfi^ 
meiftend in ber SRitte unb bie ©eftalt bdufig fo, mie oben gneic^net, wo a bie 
6eitenanfic(t, b bie Sau^anftd^t barfteEt C^ trat auc^ ber Sftflden Wttx (er« 
vor, wie bei ber gtalidnifd^en 3n)etfd^e gemd^net tfi. Stfldten unb 9<ni^ ftnb 
meiftend |iemßd^ g{ei(^ erhoben, jener ift naA Siegel gegen ben Stiel ftar! nieber« 
gebrfldt, biefer umgele^rt erhoben, ^ie meidend flad^e gurd^e brftdt nait Siegel 
Den Sttüden ^ar!, bei mir ni<|t ftarl, t^eilt ungleiÄ unb fpattet öftere bie B^t 
in )wei unglei(!^ erhobene ^dlften, €^tempelpun!t Aein unb gelblid^, meifteni un» 
vertieft, bidw eilen tn einer 3ur(^e^ p^t nie gam auf ber Spifee. 

@tie(: 10'" lang, md^ig bidC, etwad gebogen, roftig, fa^I, ft^t in einer 
feid^ten, meiftend fd^rdg liegenben $b§Iung, bte nad^ bem 9lüden §in abfftOt 

garbe ber jd^en, gef^madlofen, leidet ab^ie^baren $aut ift buidelMau, faft 
fd^war§, mit ftarfen gelbli^en $unlten meifieng gebrdngt uberfdet. ^uft (eOD^lou, 
md^ia bidC. 

gleifd^ etwas grflnlid^ gelb, nad^ meinen SEBa^rnel^mungen, wenn bie lieber« 
reife eintreten wiU, etwad röt^li^ gelb, |wetf d^enarttg, gan^ von bem eblen, »ein» 
artig fü|en ©efcbmode ber gut geworfenen ^auäjwetfd^e. 

@tein abl5dlt($, nac^ Siegel 11'" bo(^, 6''' breit, 4 bid, bei mir 1' bo^, 
6— 6Vt'" breit, ftorl 3 bid. SDen fid^ fiarl er^ebenben Sauden weggeba^t, iß er 
iiemlid^ ooal, am @tielenbe verjüngt §tt einer wenig abgefhimpften Spi^e, bie ft4 
nur wenig na^ ber Baud^feite Aberbiegt. Orö^te IBreite liegt gtemlic^ in bct 
SRitte, S3aden fla^, raub, SSoud^furd^e tief, Stüdenfanten breit unb ^ar(, unter 
benen bie SRittellante gc^ ^duftg nad( bem Stielenbe (in f<(arf ergebt. 

9ieif)eit unb iRu(ung: geitigt um ben (alben September, etwaS vor 
ber ^aui()wetfd^e. 3» aSem ©ebraud^e, wie biefe. 

2)er Oaum tretbt flarl, wirb gro|, mad^t einaelne serftreute Vefle unb ba» 
bur<b eine lid^tere, auA breitere Sttont, aU bie ^talidnifd^e Snetfd^e, unb ift 
burcp bog gro|e Qlatt oid^t unb fd^ön belaubt. IDie langen, garten, geroben, 
nur wenig ftuf aen triebe, bie, wenn fte nx^t ju lang ftnb, na<( oben o^ wenig 
abnehmen unb oen SIrieben ber (9ro^en Sieineclaube gleichen, ftnb fd^mu^^ig bunlel* 
braun, auf ber Sd^attenfeite gelblicp ober gr&nli(( braun, !a(l, gldnfenb, Jlarl 
mit 6ilber(dutd^en pefiedt, bad aweijld^rige $oU faß gang bamit belegt Olott 
auffaSenb gro(, metn junger Baum ^ai fie (duj^g von 3" Sreite unb 6—6^/4* 
Sdnge; an dlteren Odumen wirb eS bie von Siegel angegebene (Slrö|e (oben, 
A^b" lang, 1' 10'" 'breit, eS ift meifieng langeSipl^fdJ ober etwad breit lanfetti 
lid^, aw( ttmge!e(rt eilan)ettli<b« gldn|enb, mer!li<( (dngenb, liemli^ fla(( oni: 
gebreitet, faff rungellog, na(( Siegel gan^ behaart, wd(renb id( ei wieber fd^on 
xm %uaufi oben glatt ober nur fteuenweife ober an einer 9lippe no(( etwai be* 
(aart fanb, am manht grob unb tief boppelt aefdgt. IBlattftiel meiften^ Moei> 
brflfig. Xugen furg, fpij^ig, an ber Bafig erwettert, nur etwas abfte^enb, ft|en 
auf ftorfen, wulfligen, rippenlofen Xrdgen. 

Xnm. 2)urd( bie angegebene Seaetation, f((on bur^ bad orb^ere, fU(( ani« 
gebreitete, gldn|enbere Blatt unterf^eibet fte fidb von ber StaltdnifAen 3»etfi|e. 
8om Baume fagen Siegel unb 5Dittrid(, ba^ er feiten voS trage, od^tenb !<( ^n 
bier voKtragenb fanb. 

Dberbted. 



241 





(eimail unb Serfommett: ift eine neuere ^vut^t, bie intern ftümtn 

iio(| oiellti<$t fn Steifen enifptungen t^. Kam nad^ ^eutfc^lonb n>o(l lunftc^jl 

ftui ber €k^ei| «on einem $etrn geHenbetg, mib i{l ba§et ant^ unter bem 9tamen 

€(|»eifer|wetf^e, g^Senberger S^tÜl^t verbreitet, unter welchem 9{amen (err 

Sictttenant ^onauer {U (Soburg {te oiel verbreitet §at. ' StegeC erhielt bie 6orte 

«Ott f)ie( atS 3iaIiAnif(|e ^flaumenswetf d^e ; biefe §atte aud^ i^, oon S)iel, unb 

oar mit ber von Siegel unb S)onauer erhaltenen 9^(^t überein. Itann ni^t genug 

angc^an|t »erben, unb flbertrifft bie $au§5n)etf((e bei gleid^er ®üte an ®rö^e, 

f^eint wuSi eben fo tragbar. 

Siteratttr unb e^noni^mt: SiegedL®. 14 9Sr. 101 3taliftmf4e 3n)etf4e. 
mb^ IL e. 202 !3taftAmf(|e blaue 3»e^(be, X,D,^, 7. Sief . »r. 20 gan^ gute «b* 
bUbimg. IDUtr. C.C^. 9lr. 20. Sonb. (^at. ®ttppUment e. 26 9lr. 100». QaMMbe 
dltalia mit ben ®9non. Felleoberg (of tome) Fellenborg Qaetsohe Oioort Im 
Xlbum IV. 6. 79 unb Annales JII. 6. 17 geben 9bbilbung, leitete aut, boii^ 
liegt far burc^f^nittlicb ber S3au<^ ber fSfrft^te tu ^att nac^ ber Spite ^tn. Siegel 
erMt fte nac$ ^eft IV. 6. 64 ttO(| ald Pflaume mit bem $firf(^enb(att unb 
Bio» Stiefemmetff^e, ^at jebixb no4 eine von i^r oerfd^iebene 9iiefen)iDetf<be. 
9a^ S)0(^no9tö oü^rer Iftme fte autb ^^^, a^^ 8^etf(^e oon 2)at(ilon unb ®ro^e 
9rftbtv<tf4e 9or, melcber Ie|te 3tamt bei Siegel einer anbem %iu^t lulommt, 
»ft^mb ber erftere naA Siegel II. 6. 9 mobC nötiger ber narren ^^tnietfdte 
fugc^dri, bie aii4 ald Staliftnifd^e ober ^eOfenberger B^etfc^e gc^t. — 3n bem 
M. be< $ni« X^ierr9 gu ^aelen ^at unfere ^rui^t ben Otinamen Alteote DonbU 
unb Double Baekprulm. 

(Slefk^alt: grd^er aU bie (audametfc^e, oon glei^er garbe unb ft^ntt^er 

Oe^alt, jebod^ mit ftArler aufgemorfenem Äfltfen, »te obige, bie Seittnanfl^t' 



242 

barHeHenbe Sigur ^dgt. 9to(^ Siegel 1'' 8'" §o<$, 1" 3'" bitl in* enu (alBe 
2inie weniger (reit, nid^t feiten au4 auf beiben (Seiten gebrüdt, fo ba| bie 8reite 
bie 2)i(!e abermi^t. 34 ^atte fte größer, von 2" $5^e unb ii/i" Brette, Qhftdt 
na4 Siegel unregelmäßig ooal ss umgele^rt eifdrmig, unb fo lilben ou^ bie 
AnnaleB fte ab; i($ ^aite fle bid^er nte^r faft ooal mit fiar! über badOooI (er» 
oortretenbem Siftden. Vm @tempel9)un!te ifl fte abgerunbet, nad) bem6ttelc ^ 
oft flArler abne^menb; 9iüden na«^ Siegel etioad me^r er§5^t alSberSoud^, gegen 
ben 6tieK aber loeit me§r niebergebrfldt ald ber8au($; grbßte Brette meifienS in 
ber SRitte, auc^ etwad na^ bem @tiele §in« Se^tere Ungabe ft^eint bantit in 
ftreiten, baß fte fall umgele^rt eiförmig fein foS, unb lag bei ben gfrA^ten, bie 
i(^ bisher jebod^ no(b nid^t lal^Irei^ fa§, ber Baucb fafi immer in ber SRttte ober 
ein SBeniged me^r nac^ bem €tieKe $in. ^ie gfurd^e brütft ben Stüden unbtben» 
tenb unb t^eUt etmai^ ungUi((. @tempeIpunSt !Iein, fa|lbar erhoben« fi(t meifient 
neben ber Spi^e unb fle^t man burc^ bie Soupe um benfalben einzelne (aorc 

@tiel: bel^aart, 14'" lang, (bei mir bi«^er 9— 10"Ö grftn, mei^lend gerobe, 
^e$t in flad^er, ft^rftg liegenber, na^ bem 9lüden ^in abfaSenber $5§Iung. 

^arbe ber bünnen, ni(^t fauren, lei($t ab^ie^aren $aut fcboaribloit, fofl 
fd^nar), um bie 6tiell^l^(e me^r oiolettblau, mit oielen golbortigen fünften fiber? 
f&et. 2)er 2)uft ifl bidC unb blau. 

S)aS Sleifd^ ifi grünli(( meißgelb, bfter in ber Stein^b^Ie mit rbt^fid^cn 
Sfafem oerfe^en, (am meiften, nenn bie fjfnu^t ftart reif ift) tioetf^enartig, faft« 
rei(^, von bem er^ben fflßmeinigen ®efd^macte gut gerat^ener fiaui^soetfi^en. 

Stein: Ibfet ft(^ gut oom gieifcje, ijl nadj Siegel H'^^ot^, 6 breit, 3 bttf, 
bei mir V" ^b^r. (Sr ift bem Steine ber ©roßen Gnglifd^en S^^V^ «blig 
A^nlidl, Xxt iBau^feite ift burd^ eine flad^runbe Sinie begren|t, ber ftüdm be»- 
trftd^tlic^ fi&r!er auSgebogen, am Stielenbe eine oorgefd^obene, etmai obge^tr 
Spi^e. ^aden f{ac^, jiemlid^ raul^, Sau($fur(|e breit unb tief, bie breiten 9MUtor 
lauten jhtmpf, bie SRittellante ergebt ftc^ nur etmag unb wirb ^uioeilen etood [(borf. 

9teif)eit unb Slufung: zeitigt im 2. 2>rittel bed Sept., noc^ etnaft vor 
ber $aud)iDetf4e. ßü aSem ©ebrauc^e, wie biefe. 

2)er Qaum w&c^dt gut unb gefunb unb i^ frud^tbar. 6ommer|oeige biknar 
gerabe, oiolettbraun, meiflk gana mit 6ilber§dutd^en belegt, auf ber Sd^attenfeite 
grünli^, Uf)U Slatt mftßig groß, d^aralterifHfcb fd^mal, oft mirllid^ Uiniettfbrmig 
ober umgefebrt eilan^ettlicb ober langeifbrmig (mo^er ber 92ame Pflaume mit ben^ 
$ftrf(^enblatt), meiftend ^ftngenb, rinnenfbrmig unb ^urüdfgebogen, na^ Siegel 
unten unb oben behaart, w&^renb i^ im Xug. unb Sept. eS oben g(aü fanb. 
Blotiftiel fc^ioad^, gweibrüftg; Slugen Hein, ftumpffpi^, feft anliegenb. 

Znm. Unterf Reibet ficb von ber $aud|metfd|e unb anbern frtt^ reifet^ 

Sn>etf<ben burib ©rbße unb bag fd^male Blatt unb burd^ le^tered aud^ oon fer 
roßen (SngUfd^en ^toetfd^e, oon ber fte in ber 9ru(bt fafl nid^t fu unierfd^eibes 
ifl. Sielte biefe. !^egel meint $eft IJQ. 6. 159, baß ber Baum feiten ooS trage; 
inbeß fanb ibn nid^t nur 2)onauer ooStraaenb, f oubem aud^ bie Aimalei rfl^nen 
eben fo bie ®dte alä bie 2;ragbar{eit biefer t^ut^t, bie fie gleit^fofl« ber ^ou^ 
ametfd^e oor^te^en. Sie bat ne(^ ber Großen (inglifd^en ^vetfcbe oor ber ^ttii« 
atoetfd^e aud^ nocb bag ooraud, baß bie ^ücj^te nid^t gu 3;af(|en auiioaibfen* 

Oberbietf. 



2iS 



Ko. 8. SU fnrttMCtftt 1:— I|1.A; flta|(C 3», e(«ae 9r. 6t— I,i.B(A)*. 



iM*»> 




pu Hanf }»etfil|e, Cimiitie ^n^etf^e« ^ * 1 1 ^^«^ 6q^t. Bid in Ott. 

(eimat^ itnb SoTlommen: bat 9BottSioftf4< f^l^ f(aoif<teii tUrf^ngS 
fein imb mag fle auiB 9totbaften ndi ben ^laoen ehtgevanbert feUi. Qlft fhibet 
^li^ bte fta^tiiit, baf a« <^(>< ^^^ 17« So^ti. fl8ftvttcmbetgif<(e eolbaten in fßt^ 
nmanIfAen S>ieimen 3»^4^cnte ans SRotea na^ S>nUf<I^Canb Irt^tcn, feit 
wMfn ^eit bn Baum in ^eutftl^Ianb fid^ aKgentein oer(vefteie. Itaum (at eint 
anbete Obflfottefo aOgemeine Herbreitung unb onSgebel^nte Xn^oninnü in 9>etttf4* 
fonb gemonnen. 6ie i^ cm^ nac!^ ^ranfreii^, (Singlanb, Vmerifa aefemmen unb 
iil es onffaaenb, bat fie bort nirgettb aleid^en Deifal erreii^ (ai Sieffeic^ imtfbt 
iti^t eine eigentliiQ eble Sxoti^^tnvaxxttiA bort verbreitet ; benn ba fle |aufia auft 
itetnen nad^ge^ogen unb von felbll anfgeCaufdt ifl, gilt ei von i(9 ntanJperCei 
Slarietftten mit grileren wib weniger eblen ^4^ n>e^|«fb ei no<l^ immer 



244 

fjfvaifftn i% f» hmdi Scvfbrutig fort|it9>9(m|eii, mtn^^ftn% tu foigm, mt4 biii<> 
tUtdIüufev bU §vi>|e eble 6ovie |u et^aCten. ^affenbct Soben trft^t }ii i^ccr 
®r5Be ttnb (S^flte fe§t viel (et. 

Stteratur unb e^non^me: Siegel 11. 6. 24 9hr. 11 bie $auft}iDetf(te. 
(fo nennt fte au4 thtn fo oft ©enteine 3»etf4e. 2)tttt. n. e. 206. ^.0.0. 13, 
€. 19 2;af. 3, Xeutf^e Blaue Smetfd^e. (S^h^ SoSfU ^omoU &. 83. S^cutfd^er 
^(fitflarten IT. e. 66. «ec^fteind gotli^Sot. 6. 158 unb 455. Anndee 1856 
6« 17 Qaetaohe oommnoe, Qaetsohe d'Allemagne, Coaetsohe. Sbbtlbung fleEt 
»iemUc^ Heine, gan§ ooale ^^t bar. 9)on>nins 6. 3l0 Qmtsohe or Oermaa 
Pnine, Common Qaotiohe, Trae large Oerman pran^ Quetsoho ^roMO, Prane 
d*Allemaffne, Qaetsohe d^Allemagpiie Grosse, Sweet prane, TnrkHh Qnetsehe, 
Leipsio (auc^ in 2)eutf(^(aiib mitb fte nid^t feiten 2etp}tger 3»etf4e genannt) imb 
als unrichtige Spnoni^me no<b Imperairice rioleite unb Damas Tiolei Oroe. £onb« 
üatal @. l69 mx. 98 mit fdft gleid^en Spnon^men, benen no^ Barlr RnssiaB 
unb als irrig Damas Tiolet^ Damas Tiolet croa beigegeben mirb. Bei Qutnttnpc^ 
2)ufiame(. unb filteren franjöfifd^ Stutoren ftnbet fie ftd^ ni(^t. Sortf^aufen nannte 

Se Pmnts oeoonomioa unb ^et^t fte au(9 no4 Sauernpflaume, Sacttoflaume, 
^o|e $audpf{aume, gwefpe, ^eutf(^e blaue &ec6^petf(i^e, nad^ ^o<^na^li S^^rer 
au(^ in ^an!ret4 noc^ Qoetsobe de Mets, Motesienr tardif, Altease ordinair«, 
vie man auc^ in $erm ^^tem|*S (Katalog {u^aelen bie leften Q^noniymen nebfl 
Enkelde Baokpralm ftnbet. 

®eftali: na(( bem beff^n ober fc^lec^tem 6tanborte i{l btefe «hoaS 9er» 
Anberlic^, »i« obige ^guren,' oon Sftumen auf gftnftigeren unb trotfeneren GteSea 
meines ©artettS. entnommeir, bart^un. ©rofe grätete nVlttn fi(^ btfn D«a(, bai 
burt^ aufgeworfenen fiüä^, breitgebrfldte Seiten unb etn)V#^A0*gef(^obene ^ald< 
fpite etioaS entfteKt nirb, maS eben bie 3iD^if4^fonn gibt ^a| bie grd^tt 
Öreite etn>ad nad^ ber Spitze ^in liege unb jie baburcj^ etmaS umgetebrt eifömng 
merbe, wie Siegel angibt, ^abe ki $ier nie bemerlt. (Srö^e na(b Siegel l>/s' 
«d^e, 1" Qf' S)täe unb 13'" »rette. 34 §atte auf hftfHgen, gflnftig ^e^nbm ■ 
8dumen nt<^t feiten grüc^te oon 2'' pifft, Vl%" Sreite unb 1"' mentget biif^ 
größte Breite fietS etmaS nacb bem Stiele ^in liegenb. Stempelpunft fta<§ auf 
oer 6pi(e, oft etroaS unter i^r. 

©ttel: na* Siegel 10—11'" lang, ^ter ^ftufig nur 7—8'" lang, bünn, behaart, 
fift in enger, feic^ter Vertiefung. 

gfarbe oer bftnnen^aut f4ioar|blatt, mit jietnli* ja^lreic^en, feinen grauen 
tßunlten, mie au* 9ioflf{e<ten ober SHoftftreifen ftc^ finben. ^uft blau, llarf. 

Sleif4[: etnaS grünlichgelb, oft faft golbgelb, feß, faftreic^, von erhabenem, 
fft(en,'giemlt(l^ ffl|meinigen ©ef^modfe. 

i>tv @tein Ibfet bei guten gcogen grO^ten ft(^ gau) vom ^leif^e, ifi na«^ 
Siegel 10"' ^od^, 6 breit, 3 bid, bei mir 11— 12'" lang unbbilbet ein nacbbeiben 
Setten etmaS oerjüngteS, mit bem 6ttelenbe ^ftuftg ein äßeutgeS llbergebogeneS 
CoaL IDie größte breite f&Qt oEermetft etmoS naq bem Stielenbe l^in, vo ber 
mel^r erhobene Sifitfen am ftdrffien anSgtbogen ifl. Bau4fur(be )iemli<( breit 
unb tief, i^re jtanten f((arf unb oft gactig; bie aXitteßante bed 9lfl(feniS tritt na* 
bem 6tielenbe etmaS oor unb mirb meiftenS f*arf. Son ber SBaftS beS Steinig 
oft ou* oom 9Mk(fen auS entfprin^en einige Kflerfanten. 

Steifjeit unb 9tututt^: jetiigt gegen (Snbe Sept, in »armen ^al^en V* 
Sept. üebörrte Rmti\^tn btiben bebeutenben ^anbelSarüfel unb S^ti^iitumi^ 
(ihraut, Oefftla) i^ f*mad(afteS (Sompot unb fpart man*ed $funb 8utter. 

daum mft<bSt raf*, !ommt au* in ungebautem ungünfttgem Boben fort unb 
liefert rei*li*e (Ernten, gn etauiS feuAtem. menigjlenS frif*em Beben »erben 
bie größte am grd^eften unb »ol^If*meacnbften. Sommer^», ^ima^ ^ufig, braun» 
trbtl^li*, !a(l, na* unten fUtr! mit @ilber^ftut*en gefledt. Blatt mittelgroß, fte^enb, 
bie grö^^en au* et»aS ^Angenb, na* Siegel oben unb unten behaart unb von 
gorm lanietteifbrmi^ et»aS )ttgefpi|t| »d^renb i* eS »ieber oben fa^l unb eStp« 
tif* ober langcOipuf*, gumetlen au* etooaX finbe. Blattjtiel brÜfenloS ober mü 

tont lleintni mit bem Blatt oerbunbenen S^rAfeiv Xugen Iur|, bid^ etmaS ab» 
;e(enb« " Oberbiecf. 



245 



No 9. W^e atifntifbniWf * l : - 1« l. B ; SBa^t« d»., tet^e gc. 6 : - 1, ff, A a. 





Potl^t |latfetiiflo«nie. »^ aRitte atu^. 

j^eimatl unb SoTlommen: btefe bvrd^ ®ro§e auSgeseid^ncte, 
ff^t fiute S^d^t, beren Saum nur etioaS reid^ti^et tragbar {ein mSd^te, 
jeboci^ Jal^rllcft trfißt unb l^äupge «npftanjung oetWent, gehört ju beu 
alten Sorten, beren iQerlunft nid^t belannt ift. 3Birb 5fter mit ber 
Sioletten Itaifetpfiaum^ Dermcd^felt. 3ft iimü^ überall ocrbreiteL WMn 
StciS er^elt id^ von £{egeL 

Siteratut unb G^non^me: Siegel n. 6.35, 92r. 8 SSot^e Haiferpffaume, 

0flnbcrobe 6. 27 9{f . 4 Imp«ri*le foog», etiDaU |tt Hau coIOTitt; 2>ittr{(^ Ü, 

6. 208 »n^ Neffen C.<^(. 9Zi. 1; ber 2:0.0. XUL 6. 161 ^f. 9 unb bet 

3:eut. gnic^t^ lY. e. 104 l^aben Re bur^ Sensed^iSIiiiig mit ber »ioUtten üaifef • 

pfLaume unter beut 92amen Sloue Jlatferpfloume. ^§r. $anb5. 9tr. 6 unter ben 

falf d^en 9}tmen 9(oue (Sier|)f[outne, ®ro|e ^tü^iw., ®ro(e ttngarifti^e Snti\^t'y 

BoBfrdub. fotnol. e. 9; ^aftot STei^er 5raf. 1, 9r. 3. €ororit fc6(e((t; 6ar|» 

vtannl $omof« 6. 106. itommt oudft unter bem 9tamcn Stot^e Jtoifer}iDetf(&e, 

prfi^e2:ret^)»eif($e, in einigen (Siegenben S)eutf(^[anbft ald Botfi^^obtn ober SMM« 

oiitten vor. Son Bf^xtlUx in (Seile erhielt \^ fie al9 Imperiale hatire. ^urA 

8eTiDe<^9Ittng mit ber Rotten (Sierpflaume ^at fle bei ftiteren 6((riftfleIKem auc^ 

btn 9^amen Bonum macoom. Bei cuglifc^en G^riftfteBem t. 0. ätberfromMe 

lotnmt fte vor ald Red bonvm roaf num or Qreat Imperia) Pjniii. ' S)er Soub. 

<Sat (at fte nii^t unb iß au(( beffen Red nagaiim bonum mit ben folgen 69«. 

lasperiale ronj^, Red Imperial, Dame Auben Violette uubFIorenge eine anbere, 



246 

bo fle ooal feiti, nur für bie Md^e tauten unb im ®ept reifen fdtt. ^Du^omel 
gebenft unferer grud^t »al^rfd^einlid^ nir§ bei ber Impariale Tiototte k fenilles 
panaehÖM. 

©eftolt: fe^r gtofe, nac^ ßieflel 2" ^odj, 1" 5'" breit, l"4Va"' 
bi(f, id^ l^atte fie oft nod^ 2''' I^S^er. ®eflaU unbeftinbig, mttumer 
regul&r ooal, metftend aber gegen ben @tiel etioaS . Derfüngt nnb giem* 
lid^ umgefel^rt rifSnnig. @r5gte Sreite f&IIt giemnil^ in ble ÜJtitle ber 
$ru(^t ; SRflden unb 8)au($ flnb nteiftend etmaS gebrüdCt. Sie breite, oft 
aud^ giemlicl tiefe ^urc^e t^eilt l^duflg ungleid^, fo baB eine Seite mt 
ber @pi|e fiä) ftdrier erl^ebt* ^er gro§e, gelblid^graue Stempelpttnlt 
liegt fla^ neben, ober bei red^t regelnt&^gen ^üd^ten auf .ber €pt^ 
meifienS tixoai mt^v gegen ben Oaud^ l^in. 

©tiet: nad^ Siegel 8'" lang unb bünn, mafe bei mir oft 10"' 
unb mar anfel^nlitfiftarf; er ijl roftflecfig unbft^t in enger, bod^ etioal 
vertiefter ^öl^Ie. 

Sfarbe berbitfen, |&|en, abjie^baren, bitterlid^fauem ^anf ifl rot^bUu« Mi« 
»eilen jiemlid^ bunfel, bod^ bleibt bie rot(e Sf^rbe oor^errf^enb, tmb fii^ be> 
f((attetere gfrfic^te nur bunlel Braunrot^, geine golbartige t^ttnlte ihib ^ftitfis, 
oft ftnben ft(( and^ fiOrfere rofHge, §eKer utnringelte ipunite, fo»ie £eberfle(!e. 

^aS Sfteif4 iji ^eSgelb, feß, gnetfd^enartig, etsmi %tbhlid^, fe^r faftret^, 
von ffi|em erhabenem ©efc^madCe. 

2)er etein ifi abibflg, 1^ 8-4'" lang, flar! 6 breit, 3 bi«, fCai^badEis, ^ 
Siem(i(| rati^, Ian|ettfdrmif{, bo(| an ber 6pite etwa« abgerunbet; bie gr&fic^ 
8reite giemlld^ in ber 3Ritte. Mdfenfanten f^mal, fel^r beut(i(( ^eroortcetenb; 
bie aXKtteRante erl^ebt fid^ unb i^ liemlii^ fd^arf. Sau^furd^e eng, t^cUvetfe 
oenoad^fen, mit sadKgen Mnbem. 

IReifgeit unb Stu^ung: leitigt im legten S>rittel bed Hug.« fur| na^ ber 
jtbnigdpft. von ^ur8, no4 ttaa^ vor ber9tot^en3n)etfd^e. gfic 2^af e( unb SRocft 

5bet Saum »irb gro(, treibt feine flarten SCefte in fpi^en ffiinleln, bie oiele 
Heine 9epe {hervorbringen. Shtrc^ feine bun!e(grflnen, fc^malen, l^ftngenben %tn^tf 
bifttter, fomie burd^ bie f|n|en abfie^enben Xugen an ben 6ommertriebeR na^t 
er fld^ leidet fenntUc^. <Sr bringt nac^ Siegel frfl§ feine Blfit^en, lange vor ben 
er&ttem, i{t ffir iUUte empflnbti^, bient aber |um a:reiben oortreffUil^* 2iegel, 
wie Oftnberobe gogen bie 6orte aug ben steinen ftd^t na<f|. 6ommertriebe fteai» 
l\^ gerabe, oiolettbrann, fa^I, (man finbet nod^ Siegel mol^l !anm bemerlbote 
bünne ^Arc^en; bod^ tonnte i^ im 6epi felbfi folc^e nic^t finben,) ftorl mit 
6Uber$ftutc^en punitirt unb gefietft. IBIatt gro|, flad^ ausgebreitet, etmaft ^ngenb, 
oben lal^I, mat^lftnsenb, nad^ Siegel (dngnd^ eifbrmig, biSmeUen langettfbrmig, 
(umgefe^rt eilan|ettnd^) i4 fanb tu t^eild breiteHiptifc^ unb babei bie grbfte 
Breite dfter etnad mel^r nadft berSpIfe^in, l^&uftger aber umgdebrt langeifbrmtg, 
mit fd^öner Bpil^t, Slattfkiel ^rflftg ; Slugen fonif (^, f pi|, obfie^b, an ber »oftl 
bitf, SEIrftger bod^, an fiarlen S^rieben lang gerippt. 

Xnm. Xyie gnu^t ifl (enntnd^ hut^ (Btb^t, %otm unb frfl^e 3^i^0UiH)- 

Oberbiect 



247 



Jfg 10. t»MfiliCtf<te. It ■- I> U b; Sdo^e g»., tDt^ %t. 6: - I, 2. A 




S]Ptff}10etfll|e* ^afi ** gegen ^tibe Kug. 

^eimatl^ unb Sttlovifiicti: Uefe bur^®t56e unb^orm auS^ 
Seseid^nete, ffitie, bei feinem ^omolageit norlommeiibe ^^t et^elt Sic< 
gel Ol« qiromitastoetfd^e 1816 9om Ißlantaeetittieifier (Stob }u (Sid^fiebt. 
aMn ftris erbielt id^ t^rni Siegel. 3ft nod^ fe^r loenig Derbreltet, oer» 
biest aber befmiberS alS SXttttfntd^t oHeii «nbaiu 

£iiet(itut unb e^nonpme: Steffel IL 6. SS 9lt. 26 epij^petfd^e. 9la4 
Sieaeli Stmecfung M Ho^ttU 6. 2S7 9h. S6 eine Ainli^e Srn^t, au4 le^iel^i 
ex w auf bie 3mtfaIemiSpf(aume 9tT. 58 in SHcM (Satal. ^tefe l^atte i4 inbe( 
«i(( 9on 2){el nnb wax bie Siotette SerufalemSpfUiume. ®))itpflaume »itb au(| 
bie Stütze 3v^<|e genannt. 

* @eftalt: griger al8 bie ^auBiioetfd^, na(9 Siegel 1" 8''' ^o4 
1'' 2'" btett, 1" 3'" Mi, wax bei mit fettft an »oatiagetibem ißrobc* 
imeige gTöger, {larl 2" (ong, oft nod^ etioaB grbger, IVa'' ^i' vnb 
IVs'" loeniget breit« ®e{lalt nad^ Siegel eifSrmig, war bei mir in ber 
Saud^anfid^t (oben a) eine lange Siform, ber am (Stielenbe eine oor« 
gefd^obene, fd^r&g abgeßumpfte Spi^e aufgefegt c>ar, bie oft nod^ {&rjer 
ifi als oben in ber Signr, in ber @eitenanfi(^t (mie oben unter b) nod^ 



248 

me^r jioetfd^enfinittg* S)te grillte S3r<ite fAQt ine|r itd($ bem 6ttele 
l^in, oft au<!^ giemlid^ in bie ^itte. fRMtn imb Sauc^ finb iiemlii^ 
gleidg iDfil n^oUn, bod^ giel^t bie f[a<|e, meiftenS gleid^ tl^eilenbf ^uni^ 
ben dtudtn ettoaS nieber. S)er graue fühlbare ©tempelpuntt ft^t in 
ber üRitte ber €pi^ unDerHeft. 

(Stiel 10''' lang, bünn, etwaS gebogen, bünn bel^aart, ifl no^ 
Siegel meiftend gang grün, geigte j[ebod^ bei mit giemtic^ Diele Stoftfleden 
unb ft^t in enger feilster i^5I^Ie auf ber oorgefd^obenen Gtielfpifte. . 

garbe ber gd^tt, abgie^baren, etroad faueren $aut ift in iH>lIer 
SReife bldulic^rot^, an ber Sonnenfeite mand^mal fd^roargblau. ®ratte 
^untte finb über bie S^ud^t n^eitlduftg oertl^lt, unb Seberfleden festen 
feiten. SDer SDuft ift neigbldulic^ unb nid^t ftarf. 

®ag S 1 e i f d^ ifl gelb, giemlid^ feft, gn)etf(j^enartig, fe^r faftrei^, 
von attgenel^mem, etroad »einfduerltd^ fügen ©efc^tnade. 

©er Stein IJfet M nw^t ^om gleifc^e, ift 1"3'" bi8 gu 1" 5'" 
bo<$, 5Vt bis 6'" breit, 4 bitf, langettförmig, oft ieboc^ liegt bie gröfete 
Sreite ond^ etroaS mel^r nac^ bem Stielenbe bin, unb ift ber 9lätfeB 
bann bort ein n)enig ftdrter aufgebogen. (Sr ift non ^arbe faft l^gelb. 
S)ie nfldCenlonten bilben feine Sinien, non benen nadd .ber Spige bin 
mel^rere fanft gelrümmte erboste Sinien ausgeben unb bis in bie tDHtte 
beS SBaucbeS gurüd((aufen« S)ie 3Rittelfante ftebt nor unb mirb nad^ bem 
Stiele bin ft^arf. S)ie Saud^furd^e ift eng, feid^t unb ftart gadEig. 

»eifgeit unb Stutung: geitigt im leiten ©rittet beS Sngttft, 
ift für Mc 5tafel angenel^ unb eine gnte Sßatttfru^t 

©er JBaum mirb m&gig ftatf, tttibt oiele 3meige, ifl fetiiitli<| 
burd^ feine bunletgtüne Seloubung, ift auf ben Stmtbort «iibt emfiftsfe« 
lieb unb trügt faft idbvUd^ rei(bli(b, maS jid^ oud^ bei mir befUtigt ^. 
Striebe nur n^enig fiuflg, fiart braunrotb, la^l, mit gelben fünften unb 
gledCen belegt unb na($ unten ftdrter gelblicb filber^ntig. S3(att niittrl^ 
grog, flacb, etmaS gurüdCgebogen, oben lo|t, ftarl mngH^ bunfetgrfin, 
breit eiförmig, mand^e fafl ooal; SBIattfiiel bat bid^t an boS 8Iatt ge» 
l^eftete ©rufen* Singen lang, bünn, tonifd^, abflebenb; 3;rdger ffaid, 
mit langen SRittelrippen. 

Änm. Äann bei ©rSße, ®efialt, ©efcbmadt, unablbfigem, cjartf* 
lerlftifd^ langettfSrmigem Steine nidjt lci<bt oermeifelt »erben. 

ObevbiedC 







yikitanet 9al|neit{)flauine* £ie(e( * * i/« €ept. i>bet eäoaft \p&it^. 

^eimati^ unb fBorlomtncn: Siegel empfiitg fie auäbet (Sen« 
triI*Oiflfcaaiiif<|ttle itt ®tdt mit Sfaigobe, bo| fte miS 9titita 
in b«r Itri« ^tlfbmm. 819 dtie f^ne unb gute, tot^^ gmtfd^em 
(titige t^d^ mit ted|l . Mgbatem Saume t^erUtnt fle in nehent Aiti^n 
immer tdoxmbtv px »evbeti« 

Sttftatiit ttiib etfnoni^mt: fte mirbe o^ndieiefisif.VflatimeawevfcUL 
6. U Ißt. 146 luofi unter bem einfadjfen Jtamtn iJ>a^nen^obe bef (^rieben. 
Stac^betn i|m aber bie vitfric^e $ a^nenpfraume, Bognon de Coq ®anbe» 
»bei tc (bereit ^ff^^^inenivetf B. 51. S:ab. 9) befatmt getoorben wnv, befd^rieb 
er bte U|tcte (bte er ovft UMnietfcr auc^ o» 9 01t aparte empfinfl) i^eift IIL 
6. 96 all fila^re ^a^nen^pbe unb m«(^t^ flbcr bie ^er .oorliegenbe ebenbaf. 
6. 127 bte »eitere SRUt^etlung, ba$ fle eine fe^r eb(e gru^t L Slanged (mett 
beffer aU bie lBa(re ^a^nen^obe) fei, fc^rua au(^ ben 92amen 9{inianer &ap 
nen^obe fflr biefetbe oor umbenterfte, bef man fie loe^en i^red gelben gfletfd^ei 
V»meranien)»etf4ie nentm llnaie* *- C^Aiec |ot £tege( jeboa a(i Vorne* 
tan)cn}nietf((e, Orange in ^t IV. 6. 9 eine anbete, Uirn DurA $apeleii 
IBgegangene XmerÜanifc^e Snt4)t befArieben. — 3m Jenaer Obficob. Sect. IT« 
3. £ief. ift bie 9tint. (a^nen^obe nad^ grfl^ten x>on mir gut, tntr in jenem 3al)re 
ctvol Kein tmb in t^rer oftmals aucl vorfommettben, me^ eifbrmigen ^eftaft 
abgebilbft 

(Üt^ali: na^ Siegel nid^t immer bejidnbtg, meifienS fafi ooal, 
(mein eifimig), oben d^aratteriflifcl^ DOrgefc^oben fpi^ig, fafi mie gi^n« 
f5rmig, nad^ bem Stiele }u oerlingett fpi| — (bo(^ finbet \i^, mt i^ 
fie oft fd^on in "SR. ergog, bie gi^cnförmige Seriftngentng nid^t immer 



260 

unb nur bei etncm Stl^tte ber trübte). — tAt qt}^ aSteite f&Ot in 
bie Wliitt, ber SRQtfen ifl mt^t aufgetoorfeiu SMe $ur(|e f(i^neibet etnHd 
rin unb tl^tt meift gleid^. i)er ctoai fühlbare ©tempelpunlt fte^t in 
ber WtU, meift auf ber ®|4^e. 9)ie ®rft§e gab fräl^r Sieget pi flering 
all/ fpSter begeii^iiete er bie grud^t ali mel^r al8 mittelgrol, i(| cr}Og bte 
Sru(it fd^on Sfterfi wn IV4" $il^/ IV4" »reite unb etipa IV«"' me^r 
in ber S)i<Ie. 3^ gebeil^Ii($en 3^)^ren unb toeun ber Saum nid^t ju ooQ 
trftgt, wirb jte gerne \o gro^. 

@tiel: 9"' lang, bflnn, bel^aart, roÜig, obenouffte^enb. 

^aut: bid^ i^t, etmaS fiuerlid^, abgiel^bar, brauiir5il^K<l^, mit 
etmaS weiglid^gelben fünften, meigbliulid^ bebuftet. 

Sleifd^: golbgelb, meid^, fafHg, von meinigfügem, ted^t ongene^« 
men @efd^madC. 

Stein: U3t fid^ ni<bt immer gut 00m S^^ifd^e^ l^at bie oben ge« 
geid^nete ^orm unb @r&ge. (Sr ifl oben lang unb fd^arffpit, unten nor* 
gef^oben fpi|. Z)er Städten i{i mel^r auSgebogm, bie Stitteltente bei« 
felben tritt nad^ bem @tielenbe l^n ftarl unb jd^arf ]^or, bie 9m^ 
furd^e ift feid^t unb enge, bie SadCen finb giemlid^ raul^ 

9(eife unb Stu^ung: bie ^rud^t geitigt im erfien S>rittel bd 
September, unb im ^^ 1859 mar bie« aud^ in tReiningen ber 9^ 
in onbem 3a|ren sergi^erte fid^ bie Steife Uameilen li« %vtt 9tittc unb 
felbü bis gum 20. bcS SDtottotS. Siegel felb^ b^t bieefile ber gru«^ esfl 
fp&ier erlamit unbfagt in 4H t ni. 6. 158 ^Serbient »egen i|rer 
@(^6n]^eit, ©röge unb megen il^reS belitaten ÜtSü^madti 
unb ber ^rud^tbatleit bei 8aumei b&ufige S^ermel^rung. 

(Sigenfd^aften bed JBaumed: ber Bomit »urbc in Veiningea gro( wA 
ftaa, treibt itt fpit^igen mUäüa unb ift fe<^t fmd^tBor, ftlft^t frO^. — Smxu» 
fiDtige auf ber €^onncnfeite otofottl^aun, auf bec €M^tleiifette gcflwtanm, fUif 
filbev^ftittig, ta^l Olfttter }iem(t(9 gro^, tnnhü^ ^fbtm\%, (tunbli^ ooal, 0.> 
mit aufgefetter epi|e, unterfeitd (e^ort, tief boppelt f4arf8efagt eiottjHcU 
bii 9'" long, (e^aori, meiß brflfenloi, oiolettbrautt. 

Semerfungen: bttgnul^t mad^t fk| {ettttili(( bur<b i^te (M mäm 
•cemploren porfommenbe) beiberfeitige ®pi|e »otiftgli^ na^ Oben, 
bur(^ i^re rot^e garbe unb hux^ i^r pomeran^enfarbigeS ^Uif4r 
»ie man ei f((ioerIi(b bei anbem $f[aumen ftnbe^ oeffiall man fte eben 9^ 
ran}en3n)etf(^e genannt ^at 



251 

No. 12, 8Wrtte3enif«C««>fI. l:-I,l,B;«a$re8w.,rüt5eghf.6:— I,1»A». 




^eimatl^ unb äSorlommen: ftitbet fld^ bei Alteren S(utorett 
noA tiU^t, unb mag neueren Urfprungg fein^ bod^ ift ii^v Ursprung nic^t 
(efamit 3f^ eine trefftid^e %m^t, bie burd^ i^ren oorgfigltd^en @efd^ma(f 
mib bie gan) befonbere, au<| von Siegel gerül^mte Sragbatteit beS SBauntS 
bie l^Sufigfte «npjlangung nerbient. "SfMn ffltxi erfielt id^ Don S){et unb 
Siegel flBerein, n^eld^er {entere eS gleid&faQd non S)iel begog, belam bie 
@orte Don S>iel aber oud^ ald Slaue Sierpflaume, unb ftimntte Siegel 
fpäter DoOrommen meinem Urtl^eile bei^ bag beibe Sorten ibentifd^ feien, 
nennt an($ obige bie Sßafre blaue (Sierpflaume* S)a Siegel aber no^ 
eine anbere 93taue Sierpflaume bat, bel^&lt man beffer obigen Stamen. 

Öftctatur unb ©^nonpmc: Sieacin. 6. 64 SUr. 57 r a)ittndj m. 6» 349. 
Wttr. D-'^ttb. 0ir. 65; SDielß ^pjlcni. »erj. 6. 144. «u|etbem |at fic nur 
gjoifette flr, 35. 3)et 2onb. (5at ^at 6. 166 9?r. 69 eine Scrufarem, bie jroar 
als poarple (e^eic^nft »irb, ahex runb, 2« (Brö^e unb t)om Steine nic^t ahlh^xa 
fein ioH, alfo eine anbere tji. ^pnon. n>ftre SBIoue SterpfL, SBa^re blaue (SietpfT. 

(Behalt: @töfie tfi ihi<| bem IBoben merUi^ oevfd^ieben, ba fte am be^en 
in etwa» feuchtem, »enig^enS frif^tm 8oben' gebellt. Qn meinem jjetigentrotfentn 
harten mit fcQoetem Soben l^at fie bie ®xh^e obiger Sipr, mo a bie Geitenanftd^t, 
b bie 3Baud^an|ld^t barfieSt; in Blienburg wat fte nod^ etwai Heiner, in bem für 



252 

aSe spflaumen 5efoii>er< gefidneUn Giittiif « •asten tudt %t^tx nnb ou^ « 
(Bef ((matf Milatet. Siegel f^ai fte tiid^t 96B!ommeii gehabt, bo et i^ve 9tft^e n« 
}U 1" 8'" dd^e, 1' 3'" 2)i«e unb ebenfooiel Oreite angibt 0efla(t nad^ StegcK 
fafi eif&rmig, mon bejei^net biefe Xrt Gejlalt nicOeid^t am beflen ald fwetf^en« 
fbrmig, ber flftrtfie SDurd^meffec fftfft me^v nac( beut Stiele (in. S>er Boo^ i|t 
etnaS gebcttÄ, bet Mcf en met!H4 er^obeni am Stopfe ift {le flttm)»ff|ii|, am 6tiefe 
(at fte eine hxt^t oorgef^obene 6pite, bie jebo^ manchmal audf fajl fe^Ii, fo 
ba^ bie ^4t ftd^ am Stiele runbei Sttti^e )iemli4 ^^h ^i^^ meidend ungleid^ 
6tempelpunh fletn, ft^t oben |ioar in ber SRitte, abet td^t auf ber 6|»t|c. 

Stiel: lang, |iemfi^ gerabe, meifieng gtün, fnt) behaart, fl|^ in f^atj^er 
fb^U, bie (ftttfig fc^rftg ftefit 

gfarbe ber |d(en, absie(baren, fftuerlic^en l^out ifi oiolett, an bet Sonnen« 
feite bunUer unb (ann bun!eloiolett »erben, n»d(renb bef(|attete 9^((te oiel 
9tot(eg behalten. 

S)ag 91<if4 i^ gelbli^, »o fte paffenben Soben §at, golbgelb, loetf^cn« 
artig fefl, faftreid^ von ffl| meinartigem, in gutem 9oben bem ^ef^mact guter 
$aug|metfd^en fe^r ft^nli^cn Oefc^mocfe, in trotfenem Ooben an (B^^mad ttncM 
gerinaer unb meniger erhoben, alft bie ^audpetfcl^e. 

£er Stein löfet ft^ ua4 Siegel jiemltAr in paffenbem Soben ober, «nb 
felbfi in meinem je|igen aan| vom Srleif^e, i^ 12'" (o<l^, fafl 7"' breit, i bitf, 
flad^badtig, bo^ raup ; bie Oaud^feite bilbet eine fUt^ ooale 2inie. S>cr Mtfcn 
biegt nad^ bem ©tielenbe ^in fic^ l^^rf auft unb Iftuft oon baaurSpite in iicai» 
lid^ geraber Sinie; bie Sttelfpife verjüngt fi^ fiar! unb ijl laum etmaft ab^f 
ftumpft« einige Xfterlanten gießen fid^ Don iir (erab. Bau^fur^e ftorf mit fira 
fd^arfen ftanittif bie aRittcliante beft Statfend ergebt fu( etmaf, nad^ bem ®tieie 
$in oft ftarl unb f^arf. 

9ieifgeit unb Stutung: geitigt gegen Sftitte, in »armen Sauren f^on 
Hnf. Sepi, ifi treffli^e Xafct« unb SRarftfruc^t, (gumal jte rec^t großen Soetfd^ 
ifynliA ift), unb t^ fi^er att<( im (aud^alte fe^r broau^bar« tienn ber Ibwm 
fiar! tm Statten fiept, erl^ftlt bie grufl^t tfire re^te @ate nid^t 

3)er ^aum »d^St fiarl unb gefunb, bilbet eine etmad breite, Vnfangt bid|l 
oer|»eigte, f pdter fid^ me^r jerfitreuenbe Jtrone, unb ifi dufterfl fnu^tbot. SM 
Urt^eil n. (B. 56, bat ber Saum iwav fa]i id^rltc^, aber feiten fhro|enb tröge, 
(at Siegel (eft IV. @. 52 berichtigt, unb t<btieb mir, ba^ er |tt ben trogborfUn 
unter auen ge|bre. ©ommeripeige ftarl, fa^ gerabe, furge na4 oben mmn ab« 
ne^menb, Jleif unb bic^t mit nugen bef e^t ; meiflend ftnb bie SIriebe fiarf fahtt* 
(Auti^, oben oioletibrattn, unten grftnlic^, tmb gn (Snbe Sommcrg lal^l; febo^ 
i^abe td^ an meinem 7 gapre ^e^enben träume 1860 nad^ 24. Sept bie ttkcra 
5Criebe fiberaü unb bie ftdrleren. »enigßeng gum grofen S^^eile i^rer DberfCd^i. 
aai^ furg behaart gefunben, unb »et( nidtt, ob bad feml^te 3a^ ober ber etmal 
ubattige Stanb bed Baumeft Urfad^e baoon »ar. CKn iunger Oaum in ber Qau» 
fd^ule §atte gang fa^le triebe. Olatt ^ro|, big felbfi gu V Sdnge, balb fle^enb, 
balb me^ ^ngei^, etmag rinnenfbrmtg, oben fa^l, bunfelorftn, noi^ ^^1^ ^ 
fbrmig ober IdngXiq eifbrmig, »d^renb iA baffelbe elliptiid^ ober brcitcut^4 
unb am gnu^t^olge fd^mal, giemli«^ breit langettlid) fanb, fomie M and) (dnJM 
»Idtter jTnben, bie umgele^rt« eifbrmig ober eilangettlid^ flnb. »lattfttel |at niip 
immer Strafen, bie balo am Stiele balb an ber fearti bed Blattei ^e^en. fhiget 
flarf, fpit, etmaS baud^ig, lonifd, fafi anliegenb, Xugentrdger (o4 unb wnllttg. 

Inm. 9ta(( Siegel ifi i^r fepr d^nlic^ biejebo^ früher reifenbe Spiti»etf((e, 
bie iA »ieber betrdc^tlid) grb|er (aben »erbe unb burc^ i^re flarfe g^pitm 
na(t beiben Cnben (tn fU) oon obiger let<|t unterf^eibd, «ii# »eil frft^^ reift 

Dberbictf. 



353 



No. 13, 9$Ht QSitüßfUnmt. 1:— I,1.B; So^eSiD., rollte gt. 6: — I,2.Aa. 





9inHff CierpflMVU. • • OMbt «ug., mcip «nf . eept. 

^eimatl^ unb S^tlommeii: ottietannte ^ruiü^t, Ue bei xdlfytt 
Zragbartett, exif^t, G^bnl^eit, übnrflie^enbfr 6aftfüae unb gutem ®t^ 
f^vuttf in jebem ©orten eine Stelle Derbient, eintrdgli^e 3Rarltftu^t 
i^, unb nur ben ^e^ler ][|at, bag rottm gur Reifjeit an^altenbeS Stegen^ 
netter eintritt, fte gern oufipringt, fobe rnirb ober fault« ^ fid^ fd^on 
jiemtt^ äbftaS verbreitet. 9)Mn 9lei8 l^oBe \^ von S)iel. 

Sttevatut unb G^non^me: 2ie§cl n. 6. 40 92r.8t2 9totl^e Ciecpftaumt, 
PkVBe de GhTpr«^ mit 8emerfeii, ba^ fie ouc^ (^9Ptif<^e 9fi<uuttc unb 9to4e SRiu 
nrnfe^ciMf bttoeileu «u4 Kiitalia)ifUuime, (ol^eiUpflaume, 9^|effiu|»1laiime«Rb 
Jkmm AvMrt rongo. — (Ei ma^ ithod^ bemet!t »erben, ba^ S)u(amel 6« 112 
enc Pnne de Ghypre bat, bie na4 bem, moM er ftber bercn giAneft S^eif a loib 
* telai6aftfa0t, faimibte Obige fein foim. Sud^ ihroft (ot II. Zaf« 187 eine blaue, 
ftp ninbe 9i^t ali Pnme de Ghypre, nic|t »eniger ber 2onb. Cot 6. 161 
eine De Ghypre, bie aU 2. ®rö^e, nmb, ponrple unb 2. Cluatttftt begeic^et virb, 
init ben G^nen^wen De Melthe unb Damat MuBqa6, »elcbe Damae MneeiiA SHu 
bemel 6. 106 cntfffibrt mit ber Cnnon. «bei iüniaen' De Malthe unb De Ghypre, 
5Dege§fn !emmt Seno. (iai, 6. 166 9lr. 77 eine Red mafnim bemim oor eeii 
eiftar Orb|e eoal unb pAnrpIe, bie au<(2)o»ntng ^otA 312 unb fte an %9tm 
vn ^r5|c ber (Sro^en gelben Cierpflattme gleU^f^t unb 9mmong Xaf . 1 unb 8 
fo «ab tont oiolettblau abbilbet, »elAe offenbar eine anbere Sru^t alg eMge 
«nb mtiD £legelg Blaue StcrpfUnnne nu^t ifi. XI6 bereu 69nen. geben ber Sone. 
€«t «no SDovning an: PovrpleEn, Bed Imperial, Imperial Pimplet MafBom 
beuDB, Florenge, Praae d*Oeai; Dame Anbert Yioletto, Imperiato, ImpMiale 
foog» «ad Imperiale Tiolette» »efa^er (e|te 9lame iebenfolli falf^ei Q^no«, tft 



264 

nnfere Sni<|t finbet Jl(^ S)ittr. IL 6.210, <59pttf<(e ^ftoume, Stot^e eiernfUmiR, 
»ot|c SRaninle; bcffen Ohft^^ab. 9tt. ö; X.O.® 8 %af. 10 ötemU<W tot 
gru^tgarten n. 6. 102, 2:af* 20, Pomona Fruioon. Xaf. 14 Siv. 24 6ienrt4 
^t); S.ID.^5. 9hr.6 (f<i^U(^0 no<^ unlenntlt^ev, @artensaRaga}. 1819 Saf. 10; 
Salior 9Re9er 2:af. 4 (gu !(ein, (S:o[orit fc^le^t). @ie^enod^@a(a.$omol.6. 123; 
a^tift SoOfi. ^ornoL 6. 93. 2)ie Annale« ^aben fie a(iB Diad«me Imperiale, 
I. @. 75, wie fte au4 Sieflel raRon.s6(^r. n. 6. 410 ald Imperiale Diademe 
erhielt unb fo lommt fte au^ bei 2)o»ning e. 298 unter bem fa(f($ett ^aupt* 
namen Diapr^ rouge unb ben S^nenpmen nad^ ^(omfon Boohe oorbon, lümBie 
unb Imperial Diademe oot, »oma^ audf bet Sonb. @at fte 6. 163 9^. 40 aß 
Diapr^ ronge mit benfe(6en 69non. (at Xud^ Siegel et(teU fie (3Roit.«6iit. am 
a. O.) aU IKimmdpflaume. ^ogg im Sftanual 6. 287 unb 228 gibt iebo^, ab* 
mei^enb oon 3)omning, ber Diapr6 roage mit ben 69nott. Mimms unb bnperial 
Diademe, behaarte triebe, fo bog ^ier no(^ SRand^ed aufiulldren x% 

©eftalt: aro^, na^ Siegel 1'' 11'" ^o(5, 1" 7"' breit, 1»/!* bitf, bo« oft 
tto^ etmad gt&fer; @efialt umgefe^rt eifdrmig, bie eine Seite nac^ bem 6tie(e 
ftdrfer eingesogen, »ft^renb bie anbere na^ bes Spt^e $in ftc^ ftatf oufvirft, 
p^iolenfötmig, gegen ben 8au4 ettoad ablaufenb« ^rd^e fLa^, t§eiU metllcnS 
ungleich. 6tempetpun!t fte^t neben bet gegen bie Oau^feite fx^ meidend et* 
§ebenben @pi(e. 

Stiel 13"' lang, bünn, bflnn behaart, metftenS ftorl roftig, {ie§t f[a(( auf 
einer oorgefc^o^enen Spitze. 

garbe berbiden, j&^en, ab)ie65aten, f ftuerticben fiaut ift (eSrot^, unb w\A 
bei june^menber 9ieife giemlic^ buntel. 9la4 Siegel bilben in ber (Srunbf ar(e Itt) 
viele bunlelrot^e Streifen unb Rieden, bie bie ^rud^t an ber Sonnenfeite bunlel* 
rot§ geflammt machen, ©rauli^e fünfte la^lreic^. S)uft bann, ^eSblftuli^. 

gleifc^: ^eDgel5| fe^r faftreic^, conft^ent, bo($ fc^mel^enb, von angenehmen, 
erhabenem, fa^n)einartiaen ^efc^mode. 

2)er Stein Ibfet f[(^ atit oom gleifd^e, i{l bei großen Sra(|ten 1* (oc^, 8'" 
breit, 5 bid, bei Heineren §rfi((ten ftarf 1"' meniger, oft in aSen 8 2)imen|ionen. 
S>ie ^rm be)et(^net Siegel alS umge!e^rt eifdrmig, mie i^ fie feboi^ ni(|t bt» 
seltenen fann, ba meiftenS bie jl&rljte ^ide unb breite etmad me§r na4 bem 
Stiele ^in ober in ber Seilte liegt. (Sr ift oerfc^oben Brett eSipttfc^, fßau^ nad^ 
ber Spi^e, Stflden nad^ bem iStielenbe l^in ftdrler oortretenb, 9aden bid, ront^ 
8aud^fur<^e eng, gröfitent^eiid Dertoac^fen; 9lüdenfanten verbreitern ficb na^ ber 
Spi^e ^in, treten flar! vor, ftnb jebo^ auf ber Oberfläche beS 9lüdend flad^, loo 
bie SRittelfante fd^arf ^eroortrttt unb nac^ bem Stielenbe ^d^ eroeitert. 

Sfteif neit: feitigt gegen (Snbe Sluguft ober Slnf. Sept. 

S)er ^aum vo\x% aro|, unb trdgt fajt jA^rli^, oft flrotenb. 2:riebe etmod 
ftußg, (a^l, an ber IBaftd (aum bemer!bar hef^aoxi, grau punStirt unb gepn<beß, 
mad imten ^u Silber^&ulc^en aufammenlftuft. Slatt gro^, etmad (ftngeiä», mi# 
Siegel oberfeitd tmr etmaS behaart, mft^reitb id^ ed oben !abl, iebo^ nenig gUta* 

ienbfinbe, balb mebr eifbrmig, balb me^r elliptifc^; Xugengro|, bouci^ig, fhimpf« 
pi^r abfte^enb, mollig; SIr&ger ungertppt* 

Xnm« aiud ben Steinen obiger ^nu^t tfl, ba fxt nachartet, eine Mtydj/i 
oan) üJ^nlx^tx S^^te entftanben, bie grd^tentl^eilS bei Obiger ftberflflflig fmb. 
^ Unteren gebbrt bie t>on $erm Sd^iebler %u QMt erlogene Sd^iebKerft Lniaaoter 
»el($e Sättel äKon.sS(^r. 1855 S. 12 aU Sc^ieblerS rot^e S)amaöeene aufffibtt, 
auf meinem SBaume mit obiger gufammenfttt unb bbd^^ä etmad fttrjer gebaut 
ifl, au(^ ebenfo auffpringt, unb bei mir nid^t behaarte 2:riebe, mie Sieoel fit ie» 
geic^net, fonbern obllig fa^le l^at« 9lu($ bie 9iot^e fa|e llönigd|)flaume (SUaeC ÜL 
S. 81) ge^ftrt ba^in, fallft fte nic^t blo^ed S^noiu ift, unb ma§rf(l^nlti9 ou^ 
bie Sänge violette 2)amodcene, fSiegel U. S. 122) mel(|e i^ von Siegel unb 
S)tttn(b übetein ^abe unb beibe bbd^fteniS burd^ etmad meniger d^rb^ von obiger 
untof^eiben !ann. S)a bie Untere etttaH anberd befc^rieben »irb, ^aht i«^ f* 
Vife Siegel nod^mold erbeten. — 9iur 2)dreSd neue $urp«v|oetf<i^e ikbettraf bi 
iRirnburg obige an ®rb|e unb ifi mbglut V09|figli($er. Dbevbied. 



265 

No. 14. Sie tetttiatüMe 3». l : — I, l. B. ; IDa^re 3»., rot^e gt. 6 : — 1, 2. A a. 




9te hxtUqjAxuäU |»etfli|e. '2)ittxi4 (3)onauer}. * (S. ec|)t, au4 etnad frfi^er. 

ig^eimat^ unb äSorfornmen: ^err S)onauer, t f. Sieutenant 
0. S). in 6o6urg, fanb bicfc wegen t^rer Breltgebrüdten ^orm mcrfroür« 
bige ^rott\^t in einem bortigen ©arten, wo fte n)a^r{c|einnc^ auS @a« 
men neu entftanben ift« (Sx fonbte btefelbe an S)ittrt(^, ber fte atS 
^lattrunbe ^wctjd&e bcfc^rieb. 

Siteratur unb Spnon^me: Xiitt. IL 6. 238. — Siegel IV. 6.54 nennt 
fte mit Pfarrer SB. 5to(^ II)onauerd gufammengebrüate 3^^tf($e. — 
^o^na^t fü^rt fie @. 96 in bec von i^m aefd^affenen SCbt^eifung bev itatfer« 
jpetfd^eR, in mtldiet bie Sto(ette unb 9iot§e Aaiferpfloume bie Sor^ut bilben, ald 
^reitgebtftdte ^taifetjwetfc^e auf. (Bit gleicht aber bod^ am meiflen ber 
®eio5^nIid^en 3n)etfc^e, unb paffenber nirb bedl^alb ber gur Uebetfc^rift geradelte 
^tarnen fein. 

@eftalt: 3)ittTi(i^ befd^tieb fte afö (anglid^runb, auf beiben leiten 
{lar{ plattgebrildt, (mug l^et^m, wie bie SCbbitbung geiftt, breit gebrüdt), f afl 
vie eine getrcdnete gfeige, l^/«'' l^d^, faft ebenfo breit unblVibid. «uf 
ber einen @eite laufe eine nur bemerlbare Sinie, anfiatt ber^ur(|e t)om 
Gtiele bis }um l^eHgrauen Slfitl^npunfte l^in, weld^er me^r aud einem 
@lri^d^en, a(8 au3 einem fünfte beftel^e* SBiele ^rüd^te mögen fid^ fd^on 



256 

fo mit angegeben vergalten; an benen, bie t(^ 1859 in 9Reinmgen et» 
200, ftanb ber @tempe(punlt roxt auf obiger 3^i4inung angebeutet, hinter 
bet oft ftart aufgeroorfenen ©pi^e, bie ftd^ bet nteift ungtei<j^ t^len- 
ben gurc^e gegenüber am ßopfe ber ^rudiit erl^ebt« 3(u(j(i bad äJerbilt« 
nig ber ^5l^e gut breite mag ofterS med^jeln, ed geigt ftd^ n)enig{teid 
fomol^I on ber obht gegeid^neten größeren t^rud^t a, mie an ber mitai« 
gegeic^ueten fleineren ^rud^t b ber SBreiteburd^meffer oerfc^ieben. {)agegeo 
trifft bie geringe ^idte ber ^rud^t gu unb ed meifet überhaupt beren auf 
beiben ©eiten ftarf gebrüdte ©eftalt na(^, bag id^ bie rid^tige ©orte be» 
ft^e, gu melc^er id^ bie 3^^S^ ^^n 6^"* Oberf5rfter ©d^mibt empfing. 

©tiel: mittelftarl, Vi W«l" lang, grün, etroaS gelrümmt in einer 
Ileinen ftad^en ^ö^Ie ober an^ obenauf fte^enb. 

^aut: giemlid^ ftarf, lü^t ftdd gut abgießen, ift non ber^arbe ber 
©emeinen ^rt>ti\i^t , boci^ etmad nte^i braunröt^Iid^ , mit nieten ebenfo 
gefärbten, in i^rerSKitte l^eHgrauen fünften, aud^ fein l^ellblau bebuftet« 

^leifc^: feft, gmetf d^enartig , meiggelb, fa^ig, im ©efd^mact ben 
ber ©emeuien 3^^^^^ a^nlic^, angenel^m fÜBmeinf&uerlid^ , bo(^ nie 
mir ed Dorfam, meniger ebeL 

©tein: IVi" lang, nid^t gang '/t" ^^^^^f gmctfd^enartlg mit einer 
giemlid^ ftarlen ©pi^e unb mit ftarl nortretenben 9tüdentanten, non wtU 
d^en bie mittlere nad^ bem ©tiele gu fi(^ ftart erl^ebt; bie SBaud^tantev 
l^aben fd^arfe raul^e Staubet. (St loät fid^ übrigen^ gut oom $Ieif($e. 

Steifgeit unb 9iu^ung: bie t^rud^t geitigt (Snbe September, im 
Saläre 1859 mar fie jcbod^ in SDfeiningcn fc^on ben 6.— 10. ©ept reif. 
6ie ift ^auptfdd^Ud^ megen i^rer eigent^ümlic^en ^orm intereffant unb 
lann, ba fte nad^ S)tttrid^ gu iebem otonomif^en ©ebraud^e ebeufo m 
bie ^audgmetfd^e ju nermenben ift, gur 9lbmec|älung mit biefer ange> 
pflangt merben. 

(Sigenfd^aften bed SBaumed: berfeKe untetfd^eibet ^^ tiii^t n>efeiitii4 
von bem ber ^aud|n)etf(^e. ^ie @ommertrie5e flnb nid^t ftarf, oiolettbraun mit 
Graubraun fc^attirt, an ber @onnenfette röt^lic^ angelaufen, unbehaart*, bieStftttet 
ftnb elliptifc^, meift oberhalb bet 9Ritte nad^ oorne ^in am breitefien, mit aui< 
Uufenberober ^alb aufgefegter ^pi^e , ber9ianb berfelben tfl bogenfirmig, etnai 
»eniger f^atf aU bet bet SBtftttct bet €(e»5l^ttlid^en gioetfc^e gefftgf, oben glatt, 
unten fc^vad^ behaart , am €^runbe ^te unb ba mit Keinen S)täd($en. 2)et in# 
brflfenlofe 6tiel ifi fc^roac^ behaart. 



257 

\ 

No* 15. j$. <^«tt»f#geI0e3»»i: — 1,1.0.; ®«^te8WrÖ«Ä«5v-6:— I,3.Aa» 




0. lartmiß sritie 3»etfii|e. • * ido^i f, «nf. eept 



^eimatl^ unb äSorlommen: biefe belilate fel^r fc^o^bare, no($ 
^2d^ft toenig befannte, aber red^t l^aufigen Stnbau t)erbienenbe {^rud^t er- 
jog Siegel auS bem ©teilte ber ©elben Srü^jtoetjd^e , unb benannte fie 
na(^ i^rn. Oberfien v. $artn)i§, 5Direftor ber jtaiferltd^en ©arten ju 
Jlilita in ber Ärim. SÄein Steig erljlelt idj non 2iegel. 

Siteratut unb ©ijinon^me: Siegel IIL 6. 43 dir, ISO unter oMgem 
Xamen. 

@eftalt: gn>etf4enf}rmig unb giemttci^ leidet fenntlid^ burd^ ben 
Te<|t ftaij aufgeiDorfenen dtidtn unb bie ftarl breitgebt&dten Seiten. 
®r56c nac^ Siegel 1" V' ^b^, 1" 3''' »reite unb 1" 1'" SDicfe. »ei 
mir waren mrillommene f^^rfid^te von 2" ^b^t , ftarl IVa'^ S^^ite unb 
2—3^'' n»eniger S)ic(e. »om »aud^e ab angefel^en erfd^eint fte jiemlid^ 
eiförmig mit etmaS norgefc^obener ®tiel{pi^. S)er Stücfen ifl ftarl er« 
l^oben, ber »aud^ bilbet eine ftumpfe @d^nelbe, mit flad^ ovaler Sinie 
begrengt« S)ie grigte »reite liegt faft in ber flRitte ober etmaS mel^r 
m^ bem Stiele l^in; bie beiben Seiten [xni d^aralterifttfd^ ftarl ge< 
brüdt. S)te §urd^e tlgeilt ungleid^. X)er Heine Stempelpunlt liegt 



258 



unuerticft auf ber ÜRitte bet @)n^ Vlxdft oienfie^eiibeii Sigptrni fßt 
W ^gUT ItnIS bie ©eitenonfid^t, bie ^itr re<l^t8 bie iämi^^^ 

6tiel: naiSt2xt%tl über 1'^ lang, loar an meinen gtigemi ^riUi* 
trn lürger, 9 — 10''' lang, ift bünn, gerobe, bc^att unb fi^t auf einer 
gi^enf Srmigen @pi^, n)el(^e me^r bem Soud^e gugewenbet ift, unb no^ 
bcm gUltfen abfiOt, in Heiner jrid^ter ^i^Ie. 

i^arbe ber bünnen, ni^t gut abgie^baren ^Ntut i{i UNUl^elb, mit 
wenigen Iteinen rod%liä)tn fünften, fo n>ie aud^ rotl^ fünfte ftil^ nur 
feiten ftnben« S)er 2)uft ift n»eigli($ unb b&nn. 

S>a8 Sleifc^ ifi gang cibliUUfy, firal^Ug g»etf<l^enartig conftficnt, 
faftreic^, non fü^em, h\ix^ ttmai feine 6fture geoürgtem, belSoten 
Gefd^made. 

S)er Stein Hegt bo^I Imgleifc^e, ijl 10-11'" ^(h^, flcrfö brät, 
3 bicf, gn)etf(|enfirmig ober me^r eilangettUd^, mit am Jtopfe biefer gorm 
vorgefd^obener unb nac^ ber Saud^feite Abergebogener ®ptl^, flad^badig, 
nic^t raul^; Caud^furc^e eng unb feid^t 9tüdknCante giemlidj^ breit, 
ftumpf; grS^e breite liegt mel^r nad^ bem @tielenbe l^in* 

Steifgeit unb 9lu|ung: geitigt nad^ Siegel im 1. 2>ritte[ bei 
@ept., bei mir mel^rmatS mit ber Keigenjleiner gelben S^tt\(fyt, etmaS 
fp&ter. t^ür bie £af el l^5d(ift fc^S^bar unb ma^rfc^einlid^ m^ im ^asS* 
^aiU fel^r braud^bar. 

S)er Saum mirb nad^ Sieget grog unb i{l tragbar. SHe ^nn^t« 
barleit bef[elben beft&tigte ftd^ aud^ f^on bei mir. ©ommergmeige faft 
gerabe, la^l, braunrot)^, an ber @d^attenfeite grfln, ftdrfere unten einmS 
filber^&utig gefledCt« 891att flein, ftel^enb, giemlid^ fiad^ ausgebreitet, 
runglig, naif Siegel bel^aart unb non $orm umgelel^rt eiförmig. S^ 
fanb eS oben tal^l unb bie ^orm unten am ^rmi^t breitlangettlic^ ober 
eOiptifd^, meiter hinauf eQiptifc^ mit giemtic^ harter Spi^e, mdf oben 
oft gur umgele^rten ®fotm neigenb, am ^rud^t^olge aber lang unb fc^nal, 
meift umgelel^rt eilangettlidg. Stugen grog, baud^ig ftumpffpi^, aufregt 
fte^enb, oft abfte^enb. Ülugentrdger an fiaxtm Xrieben oft ^o(§, [onfl 
feid^t über langgerippt, mooon ber Strieb mtxtli^ gefirelft erfc^int 

Oberbted. 



259 
Ko. 16. »atfe»rt#e»ft|W^. l:-I,l.C.;«tt5te3to.,öettegr.6:-I,3.BC«)*. 




i^eimat^ unb Sottomtnen: btefe für bieCafel unbftd^et au<^ 
ittst Seilen fe^ fd^&ttftaTe gf^4^ ^^^^ SSaum nac^ Siegel empfinblid^ 
i^ in ber Slflt^e, bei mir iebod^ faft jd^rlid^ ret(i^lt(i^ anfe^t, gehört gu 
ben alten, fporabtfil^ fd^on »eit nerbreiteten i^rfld^ten unb uerbient re^t 
^fige Supfbuijung. 3d^ erl^ielt fte uon Siegel unb 3<^l^n überein* 

Siteratut unb S^non^me: Siegel UL 9. 41, 9h:. lU, unter obigem 
Itamen. S)ad Seiioort i^ioa^re* fej^te Siegel ^iitgu, »eil aU SBei^e ^iapri mehrere 
^ ~4te bei ben $otnologen oorfommen, unb er I(. $ 178 fc^on eine anbete 
4t otö ffiet^e S)iaf)r6 bef^rieben ^atte, bie er in jüngfter 3^t fflr ben regten 
et^ ^erbngon |U (alten geneigt gewefen üt. S)u(amel n. 6. 126, ^af. 26 
bfttfte bod^ bie obige fein. S>ubame[ gibt ben Stiel htr| unb bie ^arbe grüngelb 
an. 34 (abe inbef benterft, baf obige aucb nic^t immer glei4 langen ^tiel |at, 
toie bie -gfiguxen oben borftetten. ^ Öflnberobe v5. 185, %aU 27, »irb na4 ber 
9ef4reibung au4 n>obl Obige fein*, itupfer ift )u breit unb !ur) ooal unb )u 
ofergelb. Äraft n. Xaf. iw, 9tr. 2 f^ai, mit f^on @flnberobe bemerlt, nur t>us 
(«me» «»Mlbung co^irt. X.O.eab. 9hr. 14 fdftle^t; 2)ittr. O.Cab. 9hr. 14 6te(e 
no4 2)ittr. IL 6. 247, <^(r. voSfl. $onu 6. 142, 9h:. 48, fianb.fB.». @. 369, 
2onb. ^ot. 6. 163. — 8on obiger in nid^ti oefentli^ oerf(bieben ift S)breSd 
neue xoe\%t S)iapr4 (Siegel n. G. 66, 9h:. 117) von ber Sieael meint, ba^ fte 
iD<4rf4«inti4 aud bem 6teine ber Dubameff^en Srud^t entftanben fei. Untere 
f4ieb foO im ganj (ablen Stiele ber 2)brea'f(ben ^((t liegen, inbe^ ftnb au4 
bei Obiger bie Stiele nur fe^r für) unb menig behaart, alfo fafl gan} la^l, unb 
|at au(9 Seftere einzeln etnad behaarte Stiele, unb mie btd^er fa^ alle mir he* 
lannte, oon ^erm XbuU verbreitete grüßte unter richtigerem 9{amen fi4 mieber« 
fonben, fo ifl etva au4 bie ^brellft »ei^e ^ia)>r4 oon $erm^dreQ nur audUn* 




260 

funbe neu benannt SSftre SerfAieben^ett, fo Idnnie Ie|icte iima tcaq^ntx fein; 
eine x)on beiben ift g&nslül^ über^fftg. 

@eftalt: @r56e nad^ Siegel 14''' ^od^, 12 Va breit, etoaS »eniger 
bid; in fruchtbaren ^Q^ren l^atte id^ [xt bi« ju 16"' $5be unb 14 
SBreite. ©eftalt etioaS Der&nberlid^, oft jiemttd^ ooal, meifl riaäi bcnt 
Stiele timai flirter abttel^menb, mit furjer ober etwas längerer oinrge> 
fd^obener Stielfpifee (gig. b oben, atö Seitenanftd^t) : Souc^ unb Mdm 
gleid^ erhoben, ft&r!fte Sreite meift in ber SRitte; ^nril^e unbebentenb 
ober fel^lenb, tl^eilt balb gleid^, balb ungleid^. Stempelpunit fühlbar 
erl^oben, liegt balb in ber ^itte ber 6pt^, balb neben berfelben. 

@tiel: nid^t immer oon gleid^er Singe, aber bei nieten ^d^ten 
(ober in mand^en 3a|ren?) d^aralterifiifd^ lang biS ju 1", fi^t gang floc^. 

$arbe ber g&l^en, leidet abjiel^baren, menig fiuerßd^en ^ont in 
noOer Steife giemlid^ l^od^gelb* Oefonnte geigen gal^Ireid^e, t^eilS feine 
freunbttd^ rotl^e, tl^eilS größere blutrot^e ^nlte unb ^dten, bie felbH' 
gu i^iguren gufammenlaufen. 2)uft meiglid^, bfinn. 

Z>« Steif(^ ift gtemlid^ l^od^gelb, faftreid^, gl&ngenb, conftftmt, 
bod^ gart, non fel^r fügem, erl^abenem, beli{aten ©efd^made. 

Stein: nad^ Siegel nid^t ablöStid^, mar eS bei mir in guten 3a^ 
ren bod^ fafi, ift 8—9'" f^o^, 5 breit, 3 bid(, gtemlid^ onat, Saden 
ffad^, gtemlid^ raul^, etmaS aftertantig; 3Ritte(tante beS fftidmi nur 
etmaS erl^oben« 

9teifgeit unb 9lu^ung: geitigt im erften S)rittel bed September, 
mit unb nod^ etmaS nad^ ber @rogen Steineclaube, ^Angt fefl am Baume 
unb fpringt nur in ber eingetretenen Steife in fel^r on^tenbem Siegen 
etmaS auf. 

S>er 8a um mirb giemlid^ fiart, unb treibt abfle^enbe 9e{k 
Sommertriebe lang, fd^l^nf, menig fhiftg, lal^I, braunrot!^ unb fei» 
gelbß(§ punitirt. 93latt beS grud^il^oIgeS (ang, langettformig ober unt' 
gelehrt eildngettlid^, in ber Wut be8 SommertriebeS breitlongettUi^, 
na($ oben mel^r eUiptifc^, flad^ ausgebreitet eingeln nad^ bem Stiele ^ 
umge!ebrt rinnenförmig, l^ellgrftn, menig runglig, Ctattftiel f)at ^jtg 
4r-5 S)rüfen« Stugen lonifd^, fpi^, ftel^enb; augentr&ger flad^, menig 
gerippt. 

Oberbiecf. 



261 

No. 17. SteSiltetlOf'IJflllttmM: — I,l.C.;ffio5re3!ö.,0er6e5r.6:-I.3.Aa 




^eimatl^ uni^ Sortommen: fie toitb^ ipie Siegel unb auc^ 
SHttrid^ mittl^eUen, alä t)on d. 9RonS ergogen bettad^tet, unb gmar 
foS fie aus bem Steine ber ®elben (Sierpflaume von i^m gen}onnen 
worben frin. S){efem miberfpnt^t mbeffen 99iT)ott unb bemerlt, fie fei 
im S)otfe SBatertoo entftanben, il§t &}ie^et l^abe fie }ut SBeur« 
tl^eilung an d. SRonS gefenbet, neld^er bonn Dieffad^ $fropfreifer an 
feine €orrefponbenten gefenbet unb fo fei fte bann ald non d. SJ^onS 
l^errii^enb angefel^en motben. 

Sitcra tut unb S^non^me: Siegel bef^neB fte befeitS auSfö^rlid^ in 
IT. @. 8 9?t. 371 mit 8egU0na(me auf ^ttttic^ (ber, IL 8. Q21, eine fune 
»ac^ric^t au3 ben grauenborfer »lättcm. V. Sa^rg. S. 101 S«r. 13 über fic tn 
fein $anbbu4 aufnahm, xoona^ fte d. SRong fflr bie befle aOer Pflaumen erffdrt 
i^abe, beten 9atim aber nur an einem notbneflltc^en @paltere ^rilc^te bringe). 
2)ittri4 aibt a(d franjöftfc^en 9{amen Due de Waterloo ^ingu. -— 9toort 
befc^retbt fte im 9llb. IL aU Prune de Waterloo &. 137; er M fte von 
Jorbe mel^r grün aI8 gelb unb in ber enormen ®röBe oon "^^J' ^ö^e unb l" 
lO^'V" breite abgebilbei. (Sr fügt feiner Sefd^reibung ^inju, baf er Qunb Slubere) 
fte längere R^t für mittelgut pe^alten, f)c^ aber in fpftterer Seit von t^rem ^o^U 
gefd^mac! überzeugt babe, beltfat werbe ftt om mittäglichen Spaliere unb ganj 
oortreffli^, wenn fte 9Rttte 8ept in i^rer 9ieife abgenommen; noc^ einige ^age 
^higeregt n^erbe, fo ba^ fie um ben 6tie[ meß merbe. ^er Oaum trage aber auc^ 
^oc^fifimmig fe^r ooH uno bie ^ruC^t fei getrocfnet fe^r gut — 3<(>nain unb ^u» 
ranb ffübtn eine Reineolande CO80 Qolden Drop mit bem ^^n. Sßaterloo, mei^ 
ober ma^rfcbetnlidl bie SoSiS rot^gefledCte ©olbpffaume \^, benn bie «Jarbe loirb 
als blano d*or6 angegeben. 



262 

®eflalt: »ie oben fiejeid^net, fel^r lingUd^ runb, obm^Üt, 
etioaft fd^ief abgeruttbet, unten flumpffpi|ii auf beiben Seiten fiart ge» 
brüift; bei* Slfiden ifi mel^r audgebogen, ber Saud^ bllbet eine fhtmpfe 
Gd^neibe. ©rögte State mdft md^ nad^- Oben. S)ie ^urd^e brfidt 
ben Studien flad^ unb tl^eUt ungleid||. £er Stempelpnnlt ße^t auf ber 
fd^iefen ©pifte, etoad m^x nad^ bem^&den )u* — SDie^md^t ifl nad^ 
Siegel meür oto mittelgroß, 1'' 8'" l^od^, 1'' 3'" breit, i" 1"' bidf, 
unb bie Sbbilbung oben geigt UebereinfUmmung mit biefen Z)imenftonen, 
menn bie^rud^t beimiraud^ ein mehig größer mnrbe* — 3mmer etreid^t 
fte aber bei und Seiben nid^t bie oon Sioort gejeid^nete ©rSge* (6. oben.) 

@ t i el: oftfel^rlang, felbfiU'", bfinn, faflla^I, in enger feilster ßS^Ie. 

Qaut: bid, ab)iel^bar, grünlid^gelb, n)ei|Kd^, bflnn bebuftet, mit 
rotl^en giuntten unb rotten ^eden. 

^leifd^: meißgelb, ^firtlid^, faftig oon )ud(erffißem fe^r eblem aro^ 
matifd^en ©efd^mad 

6 t ein: (iegt ttac^ Siegel ^ol^( im %lt\'\^t, — an ben von mit erlogenen Sr&4< 
ten n)at er ni($t immer gonifödlt^ unbau<!^8ioortfagt: «fl adh^re enti^reBcol 
& U ohair;« — ifl geformt, wie biea^MIbung )eigtp 1" ^o<|, 6*" breit. 3'"b«I, 
oben unb unten )iemli4 gUid^« etwad flumpffpit ; ber Siikd en ifi me(r audgebogen, 
bie aRitteffante beffelben erl^oben unb flumpf, bie Baden rau^, Qauc^fur^e breit 
unb feiert, i§re itanten ftnb rau(. 

9ieife unb Slu^ung: bie gfrud^t reift in ber SRttte beft September unb tft 
0tt4 na($ £tege( eine aulerlefene tjfru^t, bie Verbreitung oerbient, bod^ meint berfelbe 
bem Sobe, »ad i^r o« SRoni fpenbete, ber fte Aber bie 9ro^e grfinc 
Sieineclaubeer^ob, nic^t beipflichten ju Idnnen, melc^em id^ mi^ ebenfalls anf d^Gebe. 

Qigenf(^aften beS Saumed: berfelbeiftau^nad^Qioortmenigflarfmflc^ftg 

unb bleibt !lein unb fo oerl^&lt fi^ fooobl ein Baum, ben id^ oud 2iegelft B^^MS^ 

«rsog, n)ie einer aud $apeleud äleifern, beibe ftnb aud( gan) flberetnftimmenb in 

betreff ber Sruc^t unb ber S;ragborKeit, bie etmat grb^er fein bürfte. S>ie Gommecs 

)«eige flnb Ia§l, a. b. 6onnenfeite buitfelbraun, grau gefprenlelt, nad^ ber Spi^K b^" 

Diolettrotb, auf ber 6d^attenfeite grfln. %\t Slfttter ftnb t^eild eirunb (eifftrmig, 0.) 

mit auälaufenber 6pi|e, meifiend breitelliptif (^ unb am Xrag^ol|< elliptifc^ ober «er* 

!e^rt eivunb, nat^ bem stiele 3U fiarf leilfbrmig. Oben ftnb fte fa^l, unterfeiti 

U\^aaxi. lDet6tiel ifi gerbtl^et, bid 1" lang, ^at eine ober 9n»eiS)rfifen an jebcr 

6eite ber SBlattbafid unb ifi behaart. 

Semerfungen: 9iad^ Siegel ifi bie Sßatcrioo lenntlit^ burd^ i§re 3U? 
fammengebrfldte ^vi>ti\^cti^oxm, grflnlicbgelbe garbe unb burf 
i^ren eblen Oef^mad. — ^ioort tfttb nad^ feinen neuefien tSrfabrungen, un 
bie Srucbt in i^rer Soriftgli^t^it ^u genießen, bei i^r, mie bei CoSs Oolden Drop 
(Go6d rot^gefledte (S^oIDpftaume j unb bei ber Baoapd SReineclaube bad S^^f^^»^ 
pf luden (entreoaoiUiri, mit Bertidficttigung beift Dbcngefagten , an, tinb nft<t 
3amin unb 2)uranb in $arid, »eU|e fte fe^r etnpfe^len, (dit fte ftcb etioad vor 
ber Steif e gepflftdt im-gfruc^tgemdlbe bid 9looentber, boc^ bftrften fte am Gnbt 
bie Col^s Goldon Drop unter t^r verfielen. 3a (n. 



263 _ 

3^0. 18. «fif r gelle Ssttelgli. l : — 1, 1. C. ; IBal^vt 3»., 0e(6e 9v. 6 : — 1, 3. A •• 




4lrif|e gelbe pattelf»etfd|e. £iegel (S)iel, 2)tt9.) «Oft, fetten SR. ob.(S.@ef^t« 

^eimat§ itnb ^orlommeit: btefe tt^i fd^5ne SftuiJ^t ift jtDatfc^oft (Anget 

(elannt unb »a^rftl^einlic^ fran^5fif(j(en tlrf)>ning3, bi)(( (at fle ft^ in beutf((en 

hätten wenig eingeibücgert, »eil fte wegen i^rer fp&teren Steife nic^t immer gut 

tptrb unb auc^ in beffem Sal^rg&ngen bo(( nur IL Slanged ifi. 

Sitetatut unb G^noni^me: ft^on It^u^amel lannte unb 5ef4tieb giemliti^ 
A(n(i4 eine Prane DaMe, bo^i gibt er i^re ®r5(e )U gering unb bie Steife )u 
SInf. ted €ept an, mad nur in loannen ttotfenen Sommern, wie in bem von 
1859 etwa bei und eintrifft, benn in biefem ^a^re blieb jie meift ungewb^nli^ 
(Kein unb reifte andf unglei^ frflber. 9Iu4 ^iel in feinem G^fiem. Ser^eic^niffe 
9on 1818 @. Uö fü^rt fte ald ®TO^e gelbe ^attelpflaunme, Prune 
Datte, mit Begugna^me auf ^^amel, i|ren (aupteigenfd^aften nad^ für) auf 
unb bemerft: g^n 9um eingemat^t ift fie fe^r gut." dv nennt fte nebenbei Im- 
p6riala blanche, wad ^u^amci nt^t t(at. ®enouer befc^rteb fie 2)ittri4 
^n. e.21ö)atd @ro|e gelbe^a ttelpflaume, ffiei^e itaifertn, Impe- 
riale blanohe, Prane Datte janoe, wobei bemerftic^ 9U machen ift, ba( 
bie 9^amen SBei^er Itoifer, SBei^e itaiferin, SBeifie Itaiferpflaume auc^ ber Selben 
'4Eierpf[aume nebenbei beigelegt werben unb ba| Siegel aU SJBeifie Itaiferin, Impera- 
tHce blanche, und alS wx^t jtaiferpfloume Imperiele blanche 2 anbere ^rttc^te 
unb aufier biefen au^ no4 eine 9leue wei(e Itatferin befc^ieben l^at. — 2)ie i»or« 
Cieaenbe f Gilberte 2ieae( ousfü^rli^ geft IL 8. 68 92r. 59 ald ®ro^e gelbe 
2)attel|wetf4e unb gibt aU Gpn. nac^ C^riftiS SoOft. 9om. e. 143 ®e(be 
Slarunfe, nad^ bem 3)euif(^en S^^tg. IV. 6. 17 au(( SRarunfe an. ;^m 
2.0 ®. XIL 6. 68 ift unter Iftfterem 9lamen au(b eine fi^niic^e Srni^t mit ben 
<€pn. aoialonfe unb $ am m elf ad befc^rieben unb abgebiCbet. GpAter ^at )Biege( 
Jrbofi^ in $eft ni. @ 40 unter bem 9lamen ^elbe.SRar^unfe eine vom 
Pfarrer Ko^ in Surgtonna erhaltene, (Snbe Slug. ober Unf. ^ept. reifenbe fUtnere 



264 

%tn^t (efc^rieben, bie um Gotl^a untet biefent tarnen fe^r oet(reitet ill unb in 
$eftiy. 6.Ö8 fommt er a»f bieOtofie gel^e 2)attelpfl<mme (att auf eine oonber 
®eC(en SRantnIe oetf^iebene gr&^ere^c^O bie inXHein ft^nti^ becSluboIp^d« 
pflaume fei, jutfitf, Bot fle aber ^ter ald faum bed ^|ie§eiiS mertQ 5e)et<inet» 
mad bod^ ni^t ber %at i% — 2)ittT. C^iSad. 9h. 61. 

Gewalt: umgele|tt eirunb, (eif^nuig, C.)r bidmeifen faft eiförmig, (ooaLC.)^ 
om 9tfl(!en unb fdau6ft gebrfitfti oben uemtid^ fla(( aber fd^ief abderunoet, noq bem 
Stiele )U flar! oerjün^tt, ftumpffpit, i^<« gtb^te S)td(e ifl tnetfl */, na^ Oben. 2)ie 
fjurd^e be^eif^net na4 Siegel nur eine Einte, ifi gegen ben 6tie( etn>aS tiefer, brädt 
ben ^ütfen etmaS nieber unb t^eilt ungleich- Sn oen in 9R. er|ogenen ^<i^ten i^ 
bie $ur4e oft )iemliiQ fior! auigeprftgi ^tempelpuntt flad^ ober etmod vertieft jle^enb, 
meinfi m äRitte ber 9tu(|t, bac^ ni(|t ouf ber gegen benSUfltfen etmad erhobenen @ptt^e^ 
er ijl !(ein unb grau. — S)ie g^c^t fommt in ®rö|e fall ber gelben Cierpfloume 
nal^e unb mijt 1" 8'" in ber Sd^e, 1" 6"' in ber -Dide unb V' ö'" in ber tBrnte. 

6tiel: fefir lang, meifk big ju i*\ fa\t !a^(, ober bo4 fe^r wenig behaart, 
ma|ig bi(f , roftfarbig, gerabe, unb fi^t in enger, }iem(i(^ f[ac^er Vertiefung, bie 
fi(( in na^tatten Sommern jebod^ me^r ermeitert. 

$aut: mod^dgelb mit otelen mei^lic^en fünften unb bünn unb mei^Iic^ bebuftet, 
biftm eilen etmad gerdtl^et um ben Stiel, fe^r oft aber avttS^ rot^ pundPtirt ober 
gefledi 2)te $aut an ficb ift biet, jft^e unb abgie^bar. 

^leifc^: gelb, ^ftrtli(^, faftrei^» gut audaereift von angenel^mem, ooIDEommen 
fü^em ©ef^maa, in f^ledbten Sommern bleibt bad ^leif^ fefter unb fc^mecft 
fabefflf;, n>ei( {te nid^t auSjeiti^t 

Siein: ferner» unb nur tn manchen ga^en no^ jiemUd^ Ibd(i((, 11"' lang, 
7*" breit, 4 bid, von ^orm, nie i<^ i^n oben geic^nete. Baden rau^, «rtioaS after« 
fantig. i>tt ytüden ^at 3 ttnaf^ aprif ofenartige jtanten mit erhobener SRittelfante, 
bie gegen bie SaftiS ^in breiter unb fc^drfer mirb. Vaud^furc^e ^iernUiJ^ enge unb 
mft^ig tief, biSmeflen ftellenmeife oermad^fen. * 

Steife unb 9lu4u na: biegruc^t reift im Oft«, bod^ ^atteid^ im3a^rel8ö& 
einige (Ssemplare ungemd^nltc^ frfl(, fc^on ben 3. Sept. reif. — Sie ^at p»ax 
nid^t ben 9Bert§ ber (S^elben (Sierpftaume , bo4 mirb fte in mant|en Sauren re(bi 
f(|dn, au4 gut unb bient immer noc^ a(d gro^e t^rud^t mit anberd gefftrBten 
fpäten Pflaumen oermengt gur 3^^^^^ ber Obflfd^afe, menn ber ®enu( aud^ uti^t 
jjeberseit re(^t besagt. 

®igenf4aften bed IBaumeft: berfelbe mftd^dt in SReiningen flarf unb fhrebt 
^o4 empor, er bittet, »ie auc^ Siegel bemeidFt, frü^^eitig mit grölen l^ronblftttem unb 
ijl red^t tragbar. — Sommerjioeige fa§(, graugrünlic^, auf ber Sonnenfeite rött> 
lic^braun, etmaditlber^Autig. — Bl&tter gro|, am Sfianbe etmaS aufmärtd gebogen» 
(mulbenfbrmig) imter^alb behaart, etmad breit oerfel^rt eirunb (umgefe^rt breit 
eifbrmig, D.) enge unb boppelt gefftgt. a3lattftiele bidC, bur^aud behaart, etmo^ 
rbt^li«! , bidmeilen 2brftftg. 

8emerfungen: Siegel bemerft nod^, ba| ftc^ bief^rud^t fenntlid^ mad^e 
burd^ i^re &tbit, mad^^gc^be garbe, bur(( il^re oorne unb binten 
gebrttdte umgefe^rte ®iform, burc^ btc Unlddltc^feit bed Steint 
unb bie 9lfterfanten beö Unteren. 2)ie ©elbe @ierpflaume unb bie 
©elbe gerufalemdpflaume jettigen früber unb (oben einen meift gut» 
ablödlid^en@teino^ne 9lfterfanten<bie ©elbe SRarunfe mit fc^mer« 
Idölic^em Steine reift ebenfalls früher. Ste§e oben.\ Siegel gloubt 
ferner, ba( ^u^ameld Imperiale blanche unb ebenfo beffen Prane 
Datte (potx von bemfelben a(d grofte gelbe grüßte befc^riebene Sorten) von 
ber oorliegenben ®ro|en gelben ^attel^toetfc^e oerf (Rieben feien, meil er i^ren 
(Sefc^mad ol3 fauer bejeid^ne, mA^renb bie oorliegenbe f^on imni^t ganj reifen 
3uftanbe ffl(ti(^ f^mecte. ^gt man biefem (inj^u bie geringe ®r5|e unb frübe 
Meife 90n ^u^ameld ^d^t, fo erfc^eint beffen Prune Datte, bie er au^ nid^t 
abgebilbet bat, aQerbingd fraglicb ober jmeifel^aft, menn man nid^t annehme« 
miO, ba^ ftd^ biefer treffliche tBeobac^ter boc^ auc^ einmal geirrt ober eine unau^ 
gebilbete gruc^t beurt^eilt (obe. S^^^n* 



265 

Ko. 19. f$m t9l|ge|I(<te 9|I. 1 : - 1, l. C. ; fB(4te 3»., geKe gfr. 6 : — 1, 3. A a. 





Co8*8 golden drop. 



(eimatl unb 93orfommen: biefe l^Sd^fl iDett^DOÜe, l^&ufige 
Slnpflaniung oerbietienbe ^nuj^t, bie fid^ aud^ alS SRarftfnid^t ausseid^ 
net, ufib beten 8aum fel^r tragbar ift, erjog ber ®ftrttier SoS in 6uf» 
fon in <SngIanb. Vlein 9teid erhielt ^ burd^ $m. gifatrer Urbane<f 
pon ber Sonboner ®artenbaugefellfd^aft. 

Siteratur itnbC^nonnme: SiegeUIL 6. 46 9lr. 220 unter obigem 9lamen. 
Pomoloe.-Maffax. 11. 9tr. 57. Sonb. ^atal. 6. 162 92r. 21 mit ben G^non^men 
CoS^s, CoS's Imperial, Oolden Drop, New Golden Drop, Bnry 8eedHng, Faire 
Golden Drop, Oolden Gage; ^oionina 6. 278 mit ben meiften bet genannten 
G^non^me; (Smmond 6. 165 Saf. 5, BioortiS Klbitm II. Xai* 11; Annalee III. 
6. 63 mit guter, Jeboc^ 3U ftart umge!e§rt eiförmiger XbMlbung. 

liJeftalt: biefjcm^t ifl Wrgrofc nac^Siegel 1" 9'"^o4 1"7" 
bfdf, 1' faft 6'" breit. 3($ ^atte ^finflg grüt^te Don 2" 2'" §5]^e unb 
1%" a3reite, unb S)on>ning jetd^et bie ^u^t von 2V3" ^i^, unb 
fagt, baS fte bie ®roge gelbe (Sierpftaume an @xi%t Abertreffe. S)ie 
®ejlalt ift giemtid^ onol mit einer turjen norgefc^obenen @tielfpi^e« !Cie 
(^gur oben geigt bie @eitenan{tc^t , biSroeilen ift fie aud^ umgelel^rt tu 



266 

fSrmig, mliftt %oxm aud^ SDoiottfatgi Sd^nm^ m^t lommt SUuIea 
unb Saud^ ftnb faß gleid^ erl^oben, bie flfirtfie S)i(Ie liegt in ber Wut, 
einjeltt aud^ etnmft tnd^r itad^ bm Stiele ^ttt SHe jiemlid^ ftarfe 
^r(i^e, bie nteiüenft gegen ben6tle( flfirler wirb, unb ben SHUfen ba 
Ikarier htüdt, t^eitt ungleid^, unb fpaltet ^&ufig bie 6|>i|e SHe eine 
€eite ber %tuift tx^At ftd^ meiflend betrfi^tU<$ fiarter alft bie onbece, 
itnb oerbirbt bie fd^Ane ooale ^omu S)er {(eine Stempelpmift ft(t mei^ 
flenft oben in ber SRitte ber %tni^t in ber Don ber ^rd^e gebilbeten 
Spalte. 

Stiel: flarl 9—10''' lang, etn)aft gebogen, fal^t, roflfledKg, {t^t 
auf ber oorgefd^obenen Stielfpi^e in einer {leinen äSertieifung, bie häufig 
Txa^ bem SiMttx fd^rSg ablfiuft, inbem bie S3au(|feite aber bie 3nf ertion 
bed Stieb ftd^ etn)ad ergebt 

$atbe ber bidett 5&(en, gefc^macfrofen, gut ab§te^biircn $ut ifl geU, hti 
^rftnlid^e fpieletib, in rechtet 9teife fe^r fc^dn gelb. Um ben 6tiet unb auf ber 
@onnenfeite finben ft4 f^öne, oft gebröngt fte^enbe rot^e fünfte unb ^(eden, 
bie nic^t fetten gange GteOen fiber)ie(en, fiti( in Streifen unb giguren formtreu, 
imb bie ^rud^t malerifd^ ff^5n matten. Ißei^graue $un!te finben flcj^ ftbcr bie 
gruc^t gerflreut. 9)er l^uft tfk mei^li^ unb bfinn. 

^ad 9IcU4 ^9 no4 Siegel grünlid^ gelb, mar bei mir faft golbgelb, ifi)art, 
Hberflie^enb t>on C^ofi 9on meinartig ffi^em, erhabenem aromatift^en (Sef^macfe. 
Wtan mu^ jebo(( ben rechten Sleifepunft beac^ttn, inbem oor ooSer Steife bai 
gleift^ um ben6tein eimad fAuerli^, überjeitig gu roeid^ift, Slu^ Siegel bemetft, 
baf; mau im redeten 9ieifepunfte bie grud^t gu trinlen glaube. 

S)er®tein löfet fic^ ni(^t gut ober gar ni^t pom ^leifd^e, ift 14'" (oc^, 7 breit, 
5 bitf, (na4 Siegel 13 ^o^, 8 breit) giemlic^ bitfbütfig, breitlangettli^, ober no^ nft^ct 
eifbrmig mit einer am ftO|>fe ber ^iform ftarf porgefd^obenen ftumpffpit^igen ^pit«* 
S)er 9täden ift nur etmad me^r aufgemorfen unb beffen 9RitteUante etmad erhoben, 
bie na4 bem 6tiele ^in oft fc^orf mirb. Sau^furc^e tief unb meit; 8a(fen rau^ 
unb ftar! afterfantig. 

Heifgeit unb ftu^ung: geitigt gegen @nbe 6ept. gflr Xafel unb SRorft. 
$ogg im Manoal eiii|)fiel)It fte au^ gum (Stnmad^en. 

2)er IBaum ^at feAftigen SBuc^d unb ift na4 meinen Sßa^rnel^mungen red^t 
frud^tbar. Slu(( ^omning rü^mt feine gro^e grudf^tbarieit unb fagt, baft bie Sorte 
ftd^ in älmerifa in jebem grd|ern (harten ftnbe. 3ladf Siegeld 9emertung fprtngt 
bie gfi^uc^t in ber SUvife in an^^altenbem Stegen gern auf. ^triebe ftarf, etmas ftufig, 
9io(ettbraun , nac^ unten filber^&utig , {a^l. ^latt mft^g grofi, etmad §dngenb, 
oben fa^l, gl&ngenb, bun!elgran, etwad meSenfbrmia gebogen, nac^ Siegel eiförmige 
tunb, fpi(, mft^renb i^ ed me§r ellipti|4 ober breiteHipttfd^ finbe. 4ugen groi 
!egeliörmig, abfiel^enb; SlrAger ^04, mulftig, f^mad), oft gar ntc^t gerippt. 

Anm. Son Der ä^ulic^en ®ro|en gtlben (Sierpflaume unterfd^eibet fte fti( 
burc^ bie ^Auftgen toti^en gletfe, ebleren ^»efc^mad unb bie oorgefc^obene Stielfpife. 
S)ie aud( ft^nli^e 9ftubo(p§dflaume ^at feiten rot^e %Udt. 

Ob^rbied. 



267 
No. 20. Sttpatet« fttifclUu l : - 1« l. G ; »al^n 3»» 0^« ^v. 6 : - 1, 3. B a. 




rr 



Prontmif ftatfenn« * * D!t 

i^eimat^ unb ißorlommen: biefe fel^r qute, no($ lontig ner« 
Breitete ^uc^t ergog ber belanttte CiSq. jtnig^t ju Sotibon, inbem er bie 
(Brote selbe (Sierpflaume mit bem ^oQen ber Blue Imperatrice be« 
fruchtete. Soionton loar ICnigl^tS Sanbft^. 3Rein SteiS erhielt idl^ von 
Siegel, ber bie @orte von Surd^arbt befam. ®ie pagt auf S>oioniiigd 
Sefc^tetbung. 

Siteratur unb ©^nont^me: Siegel n. 6.186 92r. 105 unter obigem 9^0« 
men; 2)ittr« m. e. 372; l^own. 6. 274 o§ne 9i0ur. £onb. GataL 8. 165 
Kr. 62 Dowton Imperatrioe. Spnonvme fehlen. 



iSejialt: T' 4"' $0(5, 1" 2"' btcf unb fafl jo breit, »ei tii*t 
liarf Doafi^nbem 8aume l^atte i(b fte oon IVa" i^&^e unb 1" Dide, 
nie obige Heinere f^igur, bie bie 6eitenanftc|t gibt, j[a bie grö^eflen er» 
reit^ten bie ®rö§e ber obigen gigur linlEd, votXiit bie 83au(i^anfi(!^t gibt. 
O^alr um bie 3Ritte faft girlelrunb, an ber €pi^e abgerunbet, nad^ bem 
6tiele etmaS oeriüngt; [Rüden unb IBau(j^ gleii!^ erl^oben, grigte SMde 
in ber ^tte. gurd^e oft laum bemertUd^. ©tempelpunlt tlein, fi^t 
oben in ber aRitte flac^. 



268 

@tiel: 9'" lang, jtemttd^ gerabc, laum (emetf6ar (e^art, ft^t mif 
ber @pt^ in \t\^tai^h^U, beren Slanb tiac^ bem dtüdttt oft niebriger 
ift als na^ bem dauere l^tn« 

$arbe bet bidkn, i&^en, nid^t (rid^t abjiel^baren bittertU^cn ^out 
ift gelb. 9Bei§(i<i^e ^unlte flnb gerfheut aufgetragen, r5t§tt(^e $mtlte mtb 
%Udtn an ber Gonnenfeite ^&uftg. Seberfleden finben fid^ nid^t feuert. 

S)a8 Sleifd^ ift etniaS l^eagelb, gl&ngenb, ftra|Iig f aftreic^, \ifmU 
genb, Don fe^r fügem, eblen ©efc^made. 

SDer ©tein löfet ft(i^ nid^ gut Dom ^leifd^e, ifl 9"' l^ikg, 6 bieit, 
4 bid, ovot, an ber @pi^ gugerunbet, tttoa^ fpi^ig, am @tielenbe ffaintpf« 
fpifi, grigte Sreiie liegt in ber SKitte. 9Hl(IenIanten fmb furaipf, 8aiu$^ 
furdde fei^t unb eng, mit fhimpfen JCanten, SSaJen rau^ unb ttmai 
afterfantig. 

Steifgeit unb 9lu$ung: geitigt gegen Snbe QtfU unb imOIt 
9118 fp&te ^rud^t für bie S:afe( aOer Snpflangung mert^. Berfpriiigt 
im Stegen gar nic^t leidet unb ^&ngt feft amStanme. ^ogg im Manual, 
obmo^I er ben @tein ot8 ab(5f!g angibt, begeic^net bie ^rud^t bo^ nur 
für bie StafeL al8 2. StangeS, bagegen al8 trefflid^ gum 6tnmad^ 

S)er Saum m&d^dt Ir&ftig, mirb gro^ uah ift tragbar. Zntk 
etmaft ftufig, rotbraun, ftarf ftlberl^autig, nac^ oben fein gelbltd^ puid* 
ttrt, {ol^t. '»(att giemlk^ groi eOiptifc^, aud^ mobi breitlangetttid^ (ie« 
fonber8 am ^rud^tl^olge f<^mal, faft tangetttid^), metfienS ftel^nb, tüocA 
rinnenf5rmig, gtängenb, obentabl, rungelig. iBlattftiel g^eibrüftg. Xugrn 
ftumpffpi^; mei|li(^ angelaufen, faft anttegenb. Präger ^od^ mit langm 
aXittelrippen. 

anm. 3u i^rer Steifgeit gibt e8 (eine ^ruc^t, bie leicht mit i^r 
oermed/jelt merben Unnte. A'od^S gelbe GpatbamaScene ift runber, ooal« 
runb , unb tritt ber Saud^ am Stielenbe ftärf er oor« S)ie oor i^c get* 
tigenbe Sßaterloopflaume ift betrad^tlid^ grbger nnb me^r langooat, ou^ 
beren @tein abliftg» Sieget fe^te bie gruc^t unter bie 3n)etf(^enartigett 
S)ama8cenen, ba aber felbft bei Siegel fte 2*" l^ö^r mar al8 bid, üsA 
bei mir bie $5^c bie S)xdt faft um Va'' übertrifft, fo ift fie ^ier unter 
bie SBa^ren Swtt\(l^tti eingereiht* 

Oberbi^d. 



269 

Xo. 21. Xu©tilIcltc2iiHit<e.l:-i;2.A.;a)amaäcort.8n).H.3r.6:— I,l,Bb. 




Ple moUtte Piapree* Siegel (iDu^otneO • • f önbe «uß. 

• 

^eimatl^ unb äSotfommen: ftammt aui ^^anlrrid^, ifl bei 
oDcn Sc^riftfleQem ju ftnbnt, bie fte fSmmtlid^ loben. S)od^ eignet 
{ie fu^ nid^t tec^t fflr S^^c^tnann, refp. für allgemeine ^ftanjung, neil 
i§r Saum f(i|on gu ben gäitUc^ern ^flaumcngaitungcn gehört. 

Stteratur unb e^non^me: Siegel II. e. 79 9^ 1!24 unb.IV. e. 52 
»Hb 61. 2)ie Siotette 2)iapT6e, Diapr6 Tiolette« 60 naimte Ite au<ll^ 
2)u6am. IL @. l2ö 2:af. 17 ; p. ®flnbetobe V. @. 127 ^. 25 unb 2)tttr. Hv 
€. 252. PomoD. Franc. 2:af. 15 92r. 28 gu bid unb fu¥). firoft II. Zaf. 190 gute 
SBbilb. (E^tfi nannte fte Sdiant Xiapt^t, Jtraft: IBuntfavIige violette 
tp flaume, Stauer: Blaue ^ersfArmige Pflaume, Siebet: Siolette Sio« 
lenpflaume, ^etnelen: Seilc^enpflaume. — gm 2onb. Gat. @. 161 ^ei^t 
Ite. menn fte bie unfrige ifi, Ghetton unb nebenbei aud^ MatohlesB, fo auc^ 
Bei a)on)ntng e. 290. — 3m ^. Dbft!a5met, 3ena 1856, ©ect IV. Sief. 2 ifl fte 
f(^dn, bodft etnad gu fe^r na4 bem Stiele gu abncbmenb, na(^ von mit erlogenen 
Sifif^ten abgebilbet. SetgU aui^ Dbetbittf 6. 454. 

@efialt: eirunb, (eiförmig OO (nad^ bem@tie(egu am breitefien), 
am fft&dtn gebrädt, ber SBaud^ ifl me^r aufgemorfen. ^urc^e ganj fla^, 
t^eitt ungtei$, unb ifi nur gegen ben @tiet l^in etwaS Dertieft. Stern* 
pelpuult Itein , grau , fte^t ttmA \t\iroixii , nicfit auf ber Spitze unb 
nii^tin ber SRitte ber^rud^t S)iefeifi fafi mittelgroß, 15''' ffoit, 
12V,'", breit unb bid. 

@tiel: 7"' laug, m&ttg bi(f, meiflgerabe, bi(^t behaart, roftfarbig. 
6tiel^ö$le f(ad^, auf einer fd^iefen @pi^e. 



270 

^arbe fc^ioarjblau, mit tixoai frinen grauen {ßuntten. 2>er {)tttt ift: 
bid unb blaiu 

f$(eif(^: gelblich xm^, bur(|fi(|tig. ^TtU($, um ben etcm bi^ 
iDciten töt^Iid^, oon f ügnn, fe^r Ikbtii^ trijoUntm eigent^umltd^cn ® o^I< 
gcfd^modL 

@tfin: liegt frei in feiner 4>5^(e, ifl9'" f^o^, 5 breit unb 3 btdt^ 
Don f^onn »ie oben gejeic^net, unten fhimpf* oben f(l^<n:ffpi(. S)er 
Stüden ifi mej^r auSgebogen, bie 9RitteUante tritt nad^ bcm 6tiele ju 
etnHk8 me^r l^eroor. ZMe Slebmtantcn finb n>enig bemertlic^. Ue 8au4* 
furd^e ifi enge, t^lweife oeroad^fen. !Dte Saden bed @teinS ftnb 
n^enig raul^. 

Sfteife unb Stu^ung:. bie Pflaume reift im legten Z>ritte( bei 

Stuguft unb ge^irt ju ben befien ^rüc^ten, eignet fic^ oud^ jum trodhen 

unb gibt gute ^räneUen. Sarf in {einer ^angung festen. SIetbt 

megen flro^enber Sragbarlelt bed Baumed öftere nur etmad Hein. Srr* 

bient ober megen ^d^tbarleit im @arten ben erflen ^la^ 

(Sigenf (^aften beS Baumed: berfelbe wxct mdBifi gro^, feine g^rftiift 
{ie^enben Kefie unb S^dqt entfpringen in ftumpfen IBinleln, feine tklaitbimg 
ift ooS. itv ifk nk^t empfinbU(| ouf 6tonbort unb Qoben unb tcfug/t oft fbrotenb. 
6eixe IBtftt^e entnidett fid^ fpdt, auffaKenb gebrftngt unb |a^rei(^, oitb ober 
burd^ St&iit unb 92&ffe leicht oetborben. (St fet^t balb unb ^Aufig , frO^er aii 
anbete Sitten 9Iflt$en an, oft fc^on im et jlen Sa^te na($ bet Seteblung. Qlfttter 
oft siemKc^ gto| , f 4ma( ettiptifd^ , ouc^ lan^ettf (tmig , mit aufgefe(tet G^cfe, 
uniet» unb oberhalb raeid^^aatig, bunlelgtftn, ftumpf« unb grobgefftgt, oft hopptfi 
gefftgi etottfüele 9"' lang, flatf, gan) »ei^^aatig; menig getbt^et, biSweilca 
btüftg« kommet) meige mA^ig ftatf, jtufig, btoun, c^ataltetiftif^ hi^i 
»ei^^aatig, fafi nei^noHig, meiffc fd^on mit tSCüti^enaugen befe^t 

eentet!ungen: bte ^^t ift lenntUd^ butc^ ifjftt Qtifotm, fii^wotsbtane 
gatbe unb ftfl^e S^tigung ; fte »itb feiten gans mitte(gto(. 2)ie IBa^te %t^* 
l»etf(9e )eitigt etwad fpftiet, ift gtö|et, ooal, (me(t (ftngßc^) unb me^t oioCetts 
blau, i^t 8aum §at la^U Sommetgneige. 2)iefet 0<ti(betu9g Siegelt füge t^ 
nut not( ^in)u, bafi i(^ biefe an ACtemBAunten aUetbtngj; bigmeiCen etmad Ueiae 
fonfl abet boc^ »ie fle oben abgebilbet ifl, fc^on )iem(i(^ mitte(gtof;e blaue eivci 
tunbUc^e 3rrfl§)oetf4e »egen i^reg mitf Ud^ nu4 ^bten beUlaten |metf c^enft^nfi^ 
®ef(|ma(Ieg ebenfaUg fe^t §oc^ fc^A^e. 6ie trAgt in SReiningen aKiA^tli^, eft 
fe^t ooH ^et SSaum witb inbeffen ni^t gto( unb aU, befommt na^ foltn 
IBintem lei^t etanb^(fen/ unb eignet fhb mit füt gef (^flfte (SAtten unb fftf b« 
fiieb^abet, bet abet, wtwn et bie ^tudi^t einmal etlannt (at, bie Sorte mi^\ l^ 
»iebet »itb miffen »öden. 3n 9lienbutg unb^einfen geigte fu^ inbe^ bettknm 
m^ in freiet Sage gefunb unb gegen Rotten groft nic^t emf>finbli(^. 

Sa^n. 



271 



Na 22 Ctift BstalMtfte« 1: ^ It s. 1.; t^anutlcoieitact. 8o., »taue Jt. 



6: — I, 1, A. b. 





^'eimatl^ uub ^ortommen; o6n)o^l biefe i^vuc^t au moii^en 
Orten bereitft verbreitet ift, bemcrh Sieget bo^i mit dit^t, bag fte bei 
feinem SlutDr oorfomme. ^it im fyanMJ>tx*\^tn allgemein verbreitet 
unter bem fe^r paffenben 9tamen ^tobU^xottStl^, unb verbient bei reid^« 
lieber 2:ragbarieit beS Oaumd foroo^I für bte 3:afe( n)ie aa^ atd ber 
i^aud)n)etf4e febr Abnli^^i abei^ früher geitigenbe 3Rar!tfru(bt ^aufige 
8bipf[an2ung. aReinerfeitS fd^i^e id^ jie nebft ^\ix)\i ^ii^ixoti\äit me^r 
al8 alle anbem mir bidber betannten §rüb)met^<4enr bie^ menn fie grog 
ft)ib nnb iragbor, ber {»auSgmetfd^e an Steife meiftenS }u menig merflicb 
vorangel^en. Viein dtdi erlieft id^ von Siegel. 

Siteratur unb Bynon^mt: fiteaellL 6.81 9lt. 9 unter oBigem 9{ametu 
£iegel benterit; bag fte auA unter bem ^iomtn S9el))ioetf4e (fetebelte 3^^tfc^e) 
btdioetlen au(^ ^nanaiSawtff^e vorfomnte, »eichet 92ame einet anbexn ^ruc^t ge» 
Idrt. 9{a(b $eft UL 6. 155 erhielt et fte aucb old 2)5rcfid ©roge Ungatifc^ 
yjlasmie mit bet Alteten 9lv, 63. bie mit ä>öteafi neuet großer Rxoet^d^t 9lr. 160 
nt($t vetioe^felt «erben barf. ^mgCetc^en be!am et fte na^ $eft IT. S. 54 alft 
jtlobrauet $f[aume. 3(!^ belam bte ^d^t auetft aud ^ertn^aufen, wo man {te 
Qloue (Sietpflattme ftflj^et nonnte, unb bo i<b ben im Hannover* fd^n gangbareren 
Straten bamatö no(b nicbt fonnte, ^abe xuS^ fte ald Qettnbaufet blaue iSietpflaume 
öfter vetfanbt, untet toel^em 9lamen fxt aud^ Siegel 9DI{on.<^c^t. 1868 6. 281 
fttt) befi|teibt. 2)iefe gtu^t unb bie ®xoit Sucfer^ipetf^e geigten 1859 unb 1860 
1t<( vbSig übetein. 

5)flaftTtTtc< ^anbbn^ bei Obfifunbc. m. 18 



iii 



272 

®e[tatt: na# ^j^i etnad gr&§et ali^bk i^S)9dfd^, 1" 7 
5o*r 1" 3V2'" btcUr i" 2"' birf. «cftalt Oüal, auc^ ettoaS ctfönnig. 
@o ^abe *QU^ ^ frü^ -bie f^orm Ileinerer ^rflc^te notirt, (bie au<$ bei 
ber ipaudjioctfc^e mertltd^ attbere gotm l^aben aH bie grogeii). ©ute^riul^te 
iDaren bei mir gtDetfc^enformig, unb niäft feiten t)on ber ®röge obiger ^s 
gur (@eitenan[i^t) 2'' unb barüber l^od^. Suf beiben Seiten ift bie %üiäft 
merKtd^ gebräcft, gegen ben Sandg ablaufenb, fo bag biefer eine breite 
ftumpfe @(^neibe bilbet. SDer 9ifi(tentftftdrterau8gebogen. 2)ergr5gte2)urd^« 
meffer fddt na^ Siegel mel^r nad^ ber Spi^e ^in, bei mir ftetft mel^ m^ 
bem Stiele ^in; bie fla^e^urd^e t^eilt in ungleid^e i£)dlften. S)er6tem< 
pelpuntt ift grog, gelblid^, unb fte^t etvod feitwärtS ber eigentli^eu Spi^ 

Stiel: 10'^' lang, fa^l, bünn, ^eQgrun, n»enig gefledc, ftfet in 
etmad audgefd^meifter ^ö^le. 

$Qrbe ber bünnen, abjie^baren, «tnad fduerlid^ $aut ifl fd^nar)* 
blau. @elbe fünfte ftnb nur n»eittauftg nertbeilt, bagegen ^nben jtd^ 
ifter fleine unb größere Stoftfleden. S)er S)uft ift bid unb bldulü!^. 

S)ag Sleifd^ ift bcOer gelb^.ülS bad ber ^audgmetfdbe, ou^ tiü^t 
fo feft, bocb ni(^t roti^, Md^ cenfiflent, ftral^lig, ttmai burd^fld^tig faft« 
reid^, non ebelnt, fügem, erhabenen @efd^wadfe, ni<^t gan} fo fugioeinig 
als bei ber ^auSgroetfc^e. 

^eretetn ift 13'" ^o^, flar!6 breit, 4 hid, fla^batfig, ni^tfe^rras^, fctf^ 
(anaettförtm^ ober bur$ nac^ bem @tielenbe l^in ftatf oudgebogenen Mtfeit u«b vor* 
gefd^obene, et»ad na^ ber Baud^feite ftbetgebogenc unb etnoft abgcfhtmpfte 6tsclf^i|c 
bem Steine ber ^oud^ioetfc^e ftl^nlic^» I6au(^fur(^ )iemn(^ tief, oftau^pac^, etval 
latfig ; StüdCenf anten nid^t breit , bie SRittellante ergebt ftc^ flarl, bo4 fhratpf . 

9ieif3eit unb9^utung:}eitigt ©nbeSlug., fafil4 Xage t)orber$aud|n)etf($e. 
Jür Xafcl unb Warft. 

9)et aum wirb gro^^ treibt ftar!, ma^i flar! abftel^enbe 9Cefle unb belaubt M 

teii!^. (£r tft f e|r lenntli^ burc^ ferne gco^tn, fUid^ ausgebreiteten ^ngenben Olftttcc 

3n S3elaubung cfl er wUm/^t am 6§nU^fien ber Sioletten SjerufaleoUpfUttne, fot 

aber noc^ grb^ered Statt. 9ta<l^ £iegel trftgt er bei Sraunau feiten noU, nad Siegel 

ben 3etft&rungen ber $f[aumenn>egpe jufd^reibt. gn meiner Q^egenb ^eigt erfid^Mr 

frud^tBar unb fe§lt feiten ein Z^1i^$ ^^^^^ ^ ou^ nid^t oollfommen fo reid^ trftgt, tll 

bie ^aud)n>etf4^ triebe gerabe, auf ber untern @eite oiolettgrün, oben oiolett bu» 

(etbraunr balb nur etwad, balb ftarl ftCber^ftutig, etvad »eü^baotig. Qlott ftbr grot, 

(oftbig4"£&ttge), merllid^b^ngenb, flac^, gumeilen nacb uhten geleiert rinnenfdrvig, 

oben!a^(, run^Iicbr na^ Siegel UngHc^ Breiteifdrmig, 3ugefpi(t, na<$ metner fBa(t< 

ne^mung breitelliptif(^, oft )ur umgele^rten (Sif orm neigenb. SBlatti^iel ^at vuiftaA 

mit bem Blatt« 9enDa<i|fene SDrftfen. XUgen Umg, lonifc^, abfte^b. Zrftger breit, 

^ocb, flarl niuIfHg, fafl ungerippt. 

Xn m. Unterf Reibet ftd^ t)on anbern frühen 3n)etf(!^en burcb %OTm, @rd(e unb bat 
gro^e Blatt beg Baumeg. Oberbiecf. 



r 



273 



M«. 23. «oiiaoa'l 3Mf4c. U - l^ 2. A.; SDamadiaienirt 3»^ Man« ^ 



6? — I, 1. A. b. 




jpetmat^ unb Sorfommen: Siegel erjog tiefe f^ruc^t auS bem 
Steine ber Kotigen Äaiferpflaume unb roibmcte pe fcfnem pomologtfd^en 
greunbe, beut §ni, ^Pfarrer aWatt|ia8 Sajalicja gu SWtra ^PerMjKn^ bei 
Jleutra in Ungarn* S)a fie metHid^ Dor ber ^augjwctfc^c jeitigt, bie fit 
an ©röfee übertrifft, in garbe unb felbfl in ^orm aber i^r fe^ ftl^nltiä^ 
ifl, fo bot pe, ba jugleic^ ber Saum fe^r tragbar i% befonberen ©ert^ 
aU SÄarftfrud^t. TOeln SReiä erbielt ii) xxm Siegel* 

Sitetatut unb e^nonpme: Stegellll. 6.53 9lr. 332. f^ajaüqa'd gro^e 
Blaue 3>*^f<^^* ^^ nntb gefiattft fein, oen 9}amen wie o(en ttb^vHOx^en 

«eftalt: noc^ Siegel 2" |o(^, IVa" breit unb Va'" weniger bicf; 
re^t DoQfommene i^rfid^te erlangten aud^ bei mir biefe @rb§e, bie mei« 
fien blieben 2— 3'^' weniger ^od^ unb nerbattnifemSfeig weniger birf unb 
breit @eftalt oft etwaS umgele^rt eiförmig, wie in obiger ^gnr, 
WC a bie Saud^anpAt, b bie ©eitenanPd^t barpeQt. Sted^t l^Supg nimmt 
pe inbeB au(^ na(b ber@pi^e fo ab, ba§ bie grigte Sreite in berSKtte 
liegt unb pe eiooal wirb, ober bie ^orm ber ^audgwetfd^e annimmt, 
»0 bann auc^ ber dtudtn nad^ bem ©tiele ^in Pcb ebenfo runbet, al8 
na^ ber Spitze bin* X)er diidtn iP ftärter erhoben al6 ber etwas 



, 274 

glfi4 tttib bräcft beii jlftdeir^ am ftftrtftm nail^ bem @tide ^tn. 2)fr 
@tcmpelpuntt ft^t unoertleft ixmli^ auf ber SRitte ber Spi^e. 

Stiel: 9''' lang, roftflecrig, Haart, {l^t in feiertet ^i^U, miigc« 
ben mit einem biorpelattigen SUnge, ber an ber grünen %m^ noc^ 
mel^r inB Suge fSflt, aU an ber reifen unb d^atteri^fil^ i^ 

^arbe ber leidet absie^boren, jA^en, wenig fduerli(^en ^aut ifi 
Diolettblau, au(| f (^n)ar}blau ; tletne golbortige ^ntte flnb gablreU^, bie 
{i(^ oft gtt Figuren unb Streifen geftatten. Slud^ Seberflecfe finbcn ft(^ 
S)er 3)uft ift biet unb Diolettblau. 

S>aft $leif4 ift gelb, faferig, }art, non fflgem, mit etiDaft feiner 
®&ure nermifd^tem eblen @ef4ma(te, ber jeboc^ meniger norjügli«^ ift 
ald ber ber ^auBjn^etfd^e. 

Z)er Stein ift unobUSttd), 18'" (o<$, 6 breit, 4 biet, (iemli^ 
lanzettförmig, na<b bem StieleUbe ftftrfer abne^menb, a(ft na<l| ber Spt^e; 
8au(l^fur(!^ feiert, 9iü((en ftftrfer erhoben, beffen ftumpfe Jtantcn mit 
etmoft erJ^obmer, nur menig fd^arfer ^Rittelfante nad^ ber 6pi^ 1^ an 
^Breite etnmS, oft ftart pmt^mtn. ®a(fen fUü), rau| unb aftertontig, 
unb beren grt^te tSrl^ebung liegt anermeift etmaö me^r na^ ber @tiel< 
fpi^e l^in, bie größte »reite iebod^ liegt in ber Smtte. 

9teif)eit unb Sßu^ung: jeitigt nad^ Siegel mit ber 9tot^en jCaife^ 
pflaume nad^ bem b^I^^n 9uguft, bei mir jeboc^ merflid^ fp&ter, erft 
@nbe Sug. ober 3lnf. Sept., giemtid^ gleid^jeitig mit ber ®rogen 9tmt' 
claube. 

S)er S3aum mad^ät gut unb ift fru^ unb reld^lid^ tragbar. ®om* 
merjmeige bunlelbraun, gerabe, (ur;| 6e^aart, grSgtent^eilS jebod^ fafl 
lal^l, filberl^äutig, gelblich geffedft ©latt jiemlid^ gro§, ftod^ auSgebrch 
tet, etmaä ^Sngenb, bünn, mattgrün, eQipiifd^, oft langeQiptifd^ , nO(| 
Siegel behaart; mä^renb id^ eS oben unbel^aart flnbe. Slugen {himpf- 
fpi$, fte^enb; Slugenträger niebrig. 

9lnnu SBon anbem äl^nlid^en großen, fd^marjblauen J^metfd^en mt» 
terfd^bet fie [xä^ bur^ i^re Steigung }ur umgetel^rten @tform unb ben 
gebod^ten 9üng um ben Stiel in ber Stiell^o^te. 

Oberbiecf. 



275 



No 24. Mriae ^ttfeftfietflte. l: — Itt. A; 2)amaftcentiiatt. S»*, (taue gfr* 

6: — I,l.Bb. 




JUeine jttAeqnetfi^e. Siegel (^te(, 3)itttt(^). ** 1/3 Sept. 



^eimat^ unb SSotfornmeti: fu tft' fd^on langet belannt, io^ 
iDcig man ni^t, n)0 fte entftanben tft. 93ieIIei(^t ift fie ein ©ämling 
ber Siolettcn S)iapxit, bie no4 alter fein ma^ unb mit meieret fomo^l 
ber Saum, mie auc^ bie f^rud^t Diele Ke^nlici^feit l^at. 

Sitetatut unb Gpnoniime: 2)tel (at fte in f. 69{i. S^enei^nil 6. 148, 
anii S)tttn($ bef((rteB fte II. 6. 358, unb lieferte fle in feinem Cbftcab. 92t. 57, 
bo4 ifl fte von Siegel, ^t II, 6- 88, 92t. 64 am genaueren ind Vuge gefaxt 
iDorben. 2)ie ^4t fpH ^ie ünb ba, namentlitb bei (^ommanS in €5ln, tote bie 
^o|e Sutfergvetfc^e, Xnanadjnetfij^ genannt »erben. 

®eftalt: ber gemö^Iid^en ^riyttSä^t etmad &l^n(i<$, ober Heiner 
von $orm me oben gejeicl^net, in ber ^iite am breiteflen, SRuden unb 
Sau(( finb faft gleich erl^oben, gegen ben Stiel ift fte etmaS oerjilngt. 
Sie ^urd^e ift feiert' unb tl^eilt ungleich, toobutd^ fi(^ bie eine 6eite 
me^r erl^ebt. S)er bftnfelgraue Stempelpunlt fielet meift in ber ^itte 
ouf ber epifii. ©ie ^ruc^t Ifl nad) ßieget 1" 3Va'" lang, 1" bicf 
unb faft ebenfo breit, bo($ ftnbe l^ vkU Srfitbte Don ft&rferer S)i(te. 

Stiel: 10''' lang« bel^aart, meift gerabe, roftfarbig. 

^aut: bunf elbiolettblau , fafi f(^iDar}blau, bid b(au bebuftet, bitf 
unb gftl^e^ bO(^ geniegbar, o^ne aupOigen ®efc^mad. 

^leifd^: gelbll($, etmai feft, erhoben fil^, \^madi feinf&uerli4 
V^i gm^tfd^enartig. 

Stein: g&njUc^ lödtic^, oon ^orm mie oben gejeic^net, 9"' ^0^, 



276 

5 breit, 3 biet, mit Mioad etl^bmet ftumpfet SRtttdtonte, Ue m.tia(( 
unten ern)eitert« 8a(ten etroaS afterlanttg unb raulft. Soud^furd^e fe^r 
enge, frid^t, unauSgebilbet. 

Steife unb Blutung: bi e grud^ reift im erfien S)riUeI bed @ep« 
teutber, 3 SEBod^en 9or ber (Seneinen B^etfil^^ lote Sieget in ben grauen« 
borfer Slättem fpSter nod^ mittl^ittf. — @ie Derbient bemnac^ aß 
^^jU)etf(^c fi^on ^ortp^ongung , bod^ nxtr ber ttnterfc^b in SReinin^ 
gen gegen bie @emetne (®em5^nU$e) ^tott\i3it geit^er nÜ^t fo grog unb 
betrug ifterS nur 8, ^bc^ftend 14 S^age, aud^ fd^ien mir ber @e((^macf 
ber letzteren bo<^ ebler, aU ber menn au^ fü^eren ftletnen ^udfergmetfd^ 
ju fein» 

^igenfc^aften bed SaumeS: berfelbe mirb gro§, betäubt fid^ 
ftürf; ift na^ S)iet m&gig tragbar* 3n 3)ieiningen bilbete er jeit^ 
nur einen tteinen Saum, ber trtele bid^tfte^enbe feine S^^eige ina(|t, bie 
oft trodfen »erben, er trug aber in mand^en 3«^fe» jd&on reci^t üoU. — 
@ommer}n)eige nur in ber^ugenb ftarl, fpSter fein unb f(^mfi(^tig, 
f d^mu^iggrau , auf ber @d^attenfeite grünbraun, nad^ ber @pi^ ^ 
bunletpiotett, meid^l^aarig. Statter mittelgroß, unterl^atb bel^aart, läng* 
lid^ eiförmig (Iftngttc^ orat, 0-) ober eirunb (eiförmig, O.), mit meiji 
giemlid^ langer audlaufenber @pt$e, regetm&ßig, }um 3:^it boppett 9^ 
fSgt. »lattftiele Va" I^ng, bel^aart, gerottet, bigweiten mit 2 ©rufen. 

Semerlungen: Sieget oergleidjt fie mit ber ®emeinen flei* 
nen 3metf$e (bod^ ift nid^t etma bie QUvohftnli^t sive ^oMi^ 
jmetfd^ bantnter }u uerfte^en). S)iefe fei i^ in ^orm, ^rbe, ©rifle 
unb Steife Sl^nlic^, aber Ifirger gebaut, l^abe einen jiarf aufgeiDorfeneii 
Sftfiden , il^r @tein fei untbälic^ unb fte fetbft meit f d^tec^ter non @(* 
fd^madt« S)ie uon il^m not^ ermäl^nte Suguftjmetfd^e ift größer, t&xfx 
gebaut unb ber Saum l^at falzte @ommer3n)eige. *- Sl^on ber SioIettcD 
S)iapr^e, auf beren Se^nlic^feit id^ jelbfi ^inmieg, ift fte bur^ fpätne 
3fleife unb meuiger ebetn ©efd^mad unterf d^ieben , unb aud^ bie in mei« 
nem Sefi^e befinbtic^e S)ietfc^e 9(uguftjn)etf<^e (Siegeld »a^ 
^rül^gioetf^e) ift eine ber @emö^ntid^en ^mtt\^t in ^orm ttnb'@ro|e 
A^ntid^e, aber früher als bie norliegenbe reifenbe beffere 
^rud^t, beren Saum leiber aber menig tragbar ifl. 3^^^ 

9[nm. 3n meinet ©egenb ift obige )»ar tragbar unb anft((gut, ber^ef^BU^K 
jiebo(( nur *, unb ba fle jugleid^ Nein x^ unb mit ber ^audjwetf^e reift, bitrfte 
He bo4 )u ben entbeirti^en 9^(^ten ge^bren. 0. 



277 



6: — I, 1. B b. 






ptfli frttl^nieifdie* •• t oto tt ■/» «ept 

^timaX^ uitb Sotlömmcnrbicfe reti^t fc^r rocrt^üollc ^xnäft 
erhielt Sieger uün bem um bte ^omotogic üerbienten ^crrn Baron Don 
troutterifierg in'^rag, (d^ weiter ^erfiammenb Don §errn ^JrofefTor 
?ater §acft in Sehmerifc, unb Benannte flc nat^ bem befannten ^errn 
(higcH '^nx\t, SRebafteur ber grauenborfer vereinigten ©Ifttter, ©o^n be8 
8egrünber3 ber ^flanjungen unb SBaumfc^uten gü gvauenborf. ©erbfent 
afö ftu^c 3mctj(^e bte ^Sufigfle Slnpflan^ung. — SDaS 5Rel8 erhielt i($ 
WK Siegel. 

2tteratur unb e^non^me: Siegel IQ. ®. 58, (^ugen ^ürftd ^^ü^ametf^e 
«T. 210. 

©eflalt: mittelgroß, lVa"^0(!^, 1" 1"' blcf unb 1" IVj"' breit, 
eif5nnig, um bieSKitte ninb; gfofee grüc^le fnib in ber ©fltenanfi(!^t, au(i^ 
oft jiemlid^ ber ^oudjmetjdde ftl^nlid^, unb n&^ern fic^ in ber Saud^anftc^t 
bem OvaL Sfiuden unb Sau^ ftnb gletdji erhoben; ber größte Curd^« 
meffer Hegt etmaS me^r nad^ bem Stiele l^tn ; am Stempelpunite ma^t 
{tc eine bemertbare @pi^e. S)ie jd^mac^e ^ur(^e brflcft ben SRütfen faft 
gor ntc^t, unb t^eilt jiemlid^ gleich* S)er ©tempelpunit ft^t erl^oben. 
SMe ^gur a oben gibt bie Saud^anftd^t, b bie Seitenanftc^t. 

@t{el: nad^ Siegel 9'^ lang, bei mir nur 6—7, mft|ig bidT, turg 
M^aart, rofifarbig, fitt in feid^ter $5^(e in ber !Dlitte bet grud^. 



278 

%axbt bet ykt^tn, aijte^6aten i^aut fc^oriUau mit loettlftufig 
Dcrt^eilten rot^lic^en giuntten, bie gegen ben Stiel ftirler unb |ftufiger 
loerben, fo bag bie ^ruc^t ba btdioeilen rot^Iic^ manntrtrt ober ge« 
flric^elt erj(^etnt S)er 2)uft ift bid unb blau. 

S)ad ^leifd^ ift gtfinli^ toeig, faftrri^, bittltd^r nie bei ber 
^audjroetfcbe, von {&|ein erl^benen genär^rei^en ©efc^made, bet bcm 
bet $Qud}n)etf(^e toenig nat^gibt, füget ift, abet friert DoQIsiitmen bie 
loeinattige ®äBi(%!eit bet $au8}ioetf(^ ^U 

S)et Stein U» fic^ gut Dom i^Ieifc^e, ift 11—12'" ^o^t, 5—6 
bteit, 4 biet, etwad Detfdioben langeUiptifcbr faft lanjettliii^ ; bet 9au(j( 
M^ bet @pi^e, betStüden nod^ bem Stiele l^ineitt toenig ft&rtet auS* 
gebogen, bie Stielfpi^e etnod abgeftu^t* ®tigte Steite liegt in bet 
Sßitte; Sacfen fein tau^, SBau^futt^ tief unb weit, Rüden me|t et« 
l^oben, beffen ÜRitteltante ftumpf etmai ootftebt* 

Sfteifgeit unb 9lu|ung: )eiligt nocb oot bet $audimetf<^ ge* 
gen bie ^iite bed Sept., oft friU^et. ®ibt füt Itafei unb i^ouft^ 
bet ipaudgnetfcbe wenig na^br ^etfptingt im Stegen nic^t, unb teil^net 
Siegel fie mit Sletbt untet bie febt ttagboren unb fel^r ebebi i^tücbte. 

Z)et Saum m&cbdt taf^ utib gefunb, mitb abet na<lb Siegel not 
mittelgtog. Sommetgmeige nacb oben fcbmu^ig btaun, fein gelb gefUb 
unb unten oft mit gelblichem Silbetb&utcben übetlaufen, getabe, flatt 
beboart. Slatt gtog, tunglig, bid« fteif, oben faft fa^l, unten bebaatt, 
in ©eftalt etma« octftnbetlicb r am meiften eüiptifd^ obet breiteiliptt{(b, 
mituntet faft lutgooat unb na($ Siegel fhtmpf gef&gt^gejobnt, mabtenb 
{(b bie 3'^^^ giemlicb fpi$ unb {(batf fanb, menigftenS an ben nei^ 
ei&ttern. iBlattftiel tleinbtürtg, älugen grog, gebtdngt ft^enb, langfpit, 
abftebenb. 

91 nm. 9}on bet gemeinen 3n)eti(^ untetft^eibet fte ftd^ leidet but(| 
ftflbete S^^^iS^infi u^^ bebaatte Siriebe, fomie aucb oon anbeni ftflben 
^Toetfcben burcb ib^e eigent^ümli(|ie ®efialt. 

Obetbied. 



279 

No. 26. aiitle BlMlMC l : — I« Z H; ^amatctncnati 3«., rot^ ^r. 

I, 2. ▲ (Bj, b. 



6: — 




^eimatl^ unb Sorlommen: bie ^erlunft biefer aQer 8ln{>f[an& 
)ung loett^en, rec^t guten ^ludbt i)t unbelanut, uub finbet fie ftd^ nur 
befd^riebcn in Sed^ftrind gorftbotauit @. 1&9 atS @pi|pflaume, SRofinen« 
pflaume, ©piftige tot^e ^flournei ®ie ift in Sapern unb Cefterreic^ 
in bm @&tten ber Sanblcute niel nerbteitet, no ber Saum bur(^ flud« 
Uufer fi^i fottp^antt, aber auc^ aud bem Sttint dc^t nachartet unb 
ttnxid beffere unb geringere 6orte erzeugt l^at. 9Rein äteid erhielt id^ 
non Siegel. 

Literatur unb ennon^mc: Siegt! II. 6. 96, 9^c 47. S)tttn4 UL 
€. 383. Bcci^flein am angef. Ort. Spnon^me tD&reii barnacb 6pitpflaume, 9io^tien« 
pftonme; fte tft aber nii^t |u vcnoec^feCn mit bet oeit grd^eten €pit)wetfc^e. 

Seflalt: erlangt nad^ Sieget in gebautem Soben etmad me^r 
®r&§e als bie ^audjmetfc^e, raar bei mir fo grog alS fiarte l^iefige 
^aud}n)etfd^n, unb bat eine etroad al^nlid^e $orm. @eftalt nad^ Siegel 
ctvad längli^ umgete^rt eifSrmig, om ftopfe unb auf beiben Seiten 
gebrüdt, gegen ben Stiel mit einer fanften Einbiegung ftumpffpl^ aud» 
laufenb, bie grbgte Sreite in ber SSHxxit, bidmeilen me^r nad^ ber Spi^e 



260 

l^in. 8et mit litt Uefe ^rm batitt ehte f(eiiie 1ltrAmm% bog ^Suftg 
bu grüd^te nad^ ber Spi^e bo<i^ aud^ }tt fe^r abndfyaBtm, um als vanff^ 
feiert etfSimig be}ei(|net ju mtxim, toeld^e &e)et<!^nuttg nur auf einen 
SEl^eil ber ^rfid^te pagt. (Sine @eite ber gni^t ergebt fid^ oft me^r, 
Ql8 bie anbere. 2>er @tempelpuntt ft^t auf ber 6pl^ fa^ unvertieft. 

Stiel: 10"' lang, behaart, bunn, wit elnjelnen »oftfletfcn, ft^t 
in enger feidjter Qbfflt. 

$arbe ber biden^ gdl^n, leidet ab|ie|6aren $aut ifl anfangs ^^ 
rot^, mit etmad bürd^fd^einenbem @e{6, in ted^ter Steife braunrot)^, morin 
fel^r uiele Heine graue $un!te bemerfbar ftnb* 

9)a8 $(eifd^ ift gelb, nac^ Siegel trocfen, etmaS teigig. etmaS 
fftuerlid^^ügmeinig, ol^ne befonbere (Sr^abenl^eit, mar bei mir gmar ni(|t 
fe^r faftreic^, jebod^ nid^t troden, unb non red^t angenel^mem @efd^made, 
unb nur in naffen ^affxtn fielen bie f^rüd^te uor red^ter Steife fd^on ab. 

S)er Stein ift bem ber ^auejmetfd^ fe^r äl^nli(i§, giemlid^ Ian# 
cettfirmig ober vielmehr fel^r langgejogen eiförmig, mit einer am ftopfe 
ber (Siform etmaS oorgefd^obenen unb nad^ ber Saud^feite eimaS Aber« 
gebrel^ten furgen, etmaS abgefiumpften Spi^e, 11—12'" lang, 6 breiig 
3 bid, flad^badig, raul^* 93au<!^furd^e giemlid^ breit mit aadigen 9Uf» 
bem; Stüdenlanten fi^mal; bie SDHtktfante ergebt ftd^ nad^ bem Stiele 
enbe etmad unb mirb fd^arf. 

Sieifieit unb 9tu^ung: jeitigt nac^ Siegel im gmeiten S)rittel 
befi afugup, bei mir oft etmaS frül^er, unb gibt an anbem Orten Siegel 
bie Steife aud^ gteid^geitig mit ber ftinigSpftaume non SourS, alfo Witte 
Sluguft an* ^ftr ben frifd^en ®enug red^t angenehm unb gute tSortt« 
fnid^t. 

©er © a u m wirb nod^ Sieget l^Sl^cr unb ftSrfer, als ber ber ^an^ 
gmctfd^e, unb trägt faft ift^rlic!^ reid^lid^, meldte befonbere grud^lbarfeit 
fid^ audb bei mir beftfttigt. Sommertriebe etmaS ftufig, buulfloiolett 
mit Silber^&utd^en belegt, bid^t mei^l^arig. Slatt grog, (Angenb, fla^ 
anSgAreitet, oben unb unten behaart, faft rungelloS, nad^ Siegel eifSnntg 
gugefpi^t, aud^ umgete^rt eilancettlid^, nad^ meinen SBal^rne^mungen 
unten am ^roti^t btd gur Witte eQiptifd^ ober breit lancettlid^, nad^ 
oben meift eiförmig. Slattfliel l^at ungleid^ ftel^enbe Crfifen. Xugen 
nur etmaS abfle^enb. rooHig, fegeiförmig; SrSger nicbrig, ungerippt. 

Oberbied. 



6: — 1, 2. B b. - 




9it UntgBIlliet ^mtWift. sieget *t? @nb< Hng. — XMf. 6ciil. 



^etmat^ unb SBoitommcn: f» Isi" «n Sitgel auS bei <Sni» 
tT0t=O6iif^uIe in®rä^ unter bem unri^tigen Partim Sussina torla 
d'aoTs di Borgogna, auS 3RengQ. 

StterAtut unbe^nonqmt: Siegel U\iiixeb Tic in f. f^ft. Xnl. H. 6. 98, 
»I. 61. — 3)n IT. &cfl e. &t fteUt ei fie aitbnbolt lu b(n (e^i ebEen 
gtatölen. ~ 3ffl S. D6ftra6iMt oon 1857 ift f« '" Sief-ö brtIV.Stct-, bot^ 
etuHiä ;u rotb unb na4 bnn Stiel« }U etmaä gu'ftaif nnjOngt, na4 oon mt 
«jogcncn glühten, btieitö a&gebilbet. 

@eftatt: Siegel befi^reffit fiealg hn ®t:ob^v.li^txi ^xott^e ttmai 
^li(^ in @iöge unb tEieilnieife au^ in ber f^onn. ficgteit bejcü^net 
er no^ genauer ol8 uflißefe^rt etförmig (roofüt ic^ reifc^tt ffrunb jage), 
obm ffi fte obgeruabtt, na(^ bem Stiele gu ftumpffpi^. SU auS feinen 
9triieni eriogenen ^rfl<$te ftnb bei mir intmei nai^ bem ®tie(e ju ^orf 
vetjüngt, nie ii^ fit oben jeti^nete, unb ^^ alfo bea CotteljnKtft^en 
^t^ na^e. %m ftopfe nmbet ^^ bie Pflaume t^etlü fla^ntnb ab, t^etlS 
ou^ dipai flumpffpi^ unb bti flefne, graue, fällbare Stenvclpunft 



282 

fW^ batm auf ber mdft ettoaS et^ietien Cüpi^e. SHe ^t^e tfl fel^c 
feid^t unb nur aÜ Gtrid^ bemertliii^, fte btücCt ben 9lu(fen muig unb 
Stfitfen unb Saud^ ftnb begbalb iimü^ gleid^ erl^oben. ZXe Stn<^ ift 
mittelgrog, \t na^bem fie na4 bem @ttele ju me^r ober weniger üufiS« 
gcjogen iÜ, mifet fte 1" 7—9" in ber ^»fft, 1''—!-' 2'" in ber »reite 
unb ebenso Dtel, meifi ab^ ttnxi^ mebr in ber TAdt* 

Biitl: lan^, oft 5id 9"' bann, behaart» grün, oft Berofiet; et fi^t o^en 
auf bet 6pi|e In einet feierten unb engen $ö§Ie (bie Siegel atö etood vot^e' 
fd^oben bejeictnet unb »omit »o^r bie IBetjängung na<( bem 6tteU |u gemeint ift). 

(aut: bfinn, ga^e, Ift^i fl<| abgießen, ^ie^ovbe i^ blautbtl^li^, ftcaeniDetfe 
f^iDftt^U^blau. ^ttt4 la^Irei^e golbfatbene über bie §tu((t ge^teute fünfte, 
bie in 6tteif4en unb Si0uten übetge^en. wirb bie ^nu^t fci^bn oon Xnfe^ 
fbtx 2)uft ift blau unb bftnn. 

3(eif4: gelbli4, gwetf<^enattig, §&ttU4, faftig unb in guten Sorten au4 
bet eef^teibung £iegeld entfptec^enb oon gudetffl^em, ted^t angenehmen feinen 
fBo^Igefd^matf. 

etein: nac^ Sieget ni((t gang lödlid}, in SReiningen meift unl6«ß4, IS^ 
lang, 6 btett, 3Vs biet, oon^otm wie i^ i^n geid^nete, oben fut) unb f«l(atffpit, 
unten gufammengebtütft unb oetl&ngett, ftumpfff>i1(, am Städten glci^f&rmig ge* 
tunbet, mit ftumpf en 9leben{anten unb etroad tautet, mel^t etl^obenet SRUtelionte. 
fdaud^fatä^t feid^t unb enge; IBaden ein n>enig tau^, 

Steife unb Stu^ung: fte }eüigt gegen (M>€ bed Huguft, ift eine te^t 
f^bne inteteffante 9^4t unb oetbtent nac^ Siegel als ^U^gvetfi^e bie ^dufigfie 
Stnpftangung. $Angt au4 f^ft am IBaume. 

(Sigenfi^aften be» i^aumed: betfetbe bftt gem&|igten fBuc^iii mac^t ab» 
ftebenbe Ste^e, belaubt ft^ etoad (eic^t, ift au($ te^t ttagbat. 2)ie Bl&ttet ftnb 
gtoB, breit, eitunb (eifbtmig, C), mit etmad aufgefeftet Bpx^t, untetfeitä be^aott, 
boppeltgef&gt gelerbt. S)ie a3[dttet bed trag^o^ed ftnb eUiptifc^. unterfeitd oici 
me^r ald bie bet 6ommet)meige be^aatt i^lattftiele ftati, bis 9'" (an$(, be^ott 
meift gang bunteEtot^, bftetd mit ^tflfen am (Bcunbe beö Siatted. Gommergoeige 
meic^^aotig, tot^braun, auf bet 6(tiattenfeite gtän, am unteten Steile graubtonn 
gefptenfelt. 

8emetlungen: bie Stu^t, fagt Sieget, ift tenntlicb but^ i^te befonbetc 
$otm, oiolette, in bet "Uebetteif e faft f^matge gatbe mit golbfatbenen fünften, 
but4 f tft^e !Reife unb eblen (Sefc^mact, auc^ but(b i^ten langen €^tieL — liefen 
mu| xi^ |ebofl|^ anffigen: bie in SKeiningen aemadjfenen gtüd^te ^oben bie eigen« 
t^ümU(|e faft bouteifienattigeiSeftalt unb bie bef^tiebene eigent^mlit^e ^dtbung, 
bocb blieb bod gleifd^ in ben meiften galten fo (att, ba^ ed nut in bet Uebet« 
teife, menn bie gfrud^t am Baume geweift wat, tec^t genieftbat »ot, mo ed bann 
in guten (fonuigen) Sagten a%Ȋ^ ben gefd^ilbetten SBo^Igef^mact ^atte. Xa fte 
iebeitfaDe gu i^tet »udbilbung ein wAtmere^ Slima etfotbert, au4 ber Baum 
fid^ gegen Stdfte empfinbli^et aU anbete geigte, fo $abe i4 bie 6otte in bet 
Baumf(^le gut 3^t nid^t fottgepflangt, unb ^alte fte eigentli^ füt giemlt^ ent> 
be^tli^. 3^t fte^t bie 9tot^e S)attelgn>etfc^e fe^t &bnli4, bie leitete ift abet oon 
9otm no4 tne^t I&ngU((, f(^n purputrot^ unb oon <9ef<i^matf fdb^n beffet, unb 
obgleich ftct bet @tein ^enfaOd nic^t Xodt, mbt^te i^ i^t bo(^ ben Botgug bei 
bet $f(angung geben. 3a |n. 

9nni. Bei moni^en GtempCaten obiger ^tu^t ^at, oon beträte angcfe^, 
bet Ka<fen feine gtöite- <^^bung auä^ etmad me^t nacb bem 6ti<(e bin, fo bot 
fo^e ^semplate in bet @eitenanft(^t. unb fibet^aupt einet ^attdgvetfd^e an •e« 
fiatt f<4r unlieb finb. O. 



Jn.» 



Ho. 28. etolettc «tif crin. i : 

6: 



I» 2. B.; ^fonodctnenoxt« gn^r ^<»t4* 8«* 
I, 2. B b. (a). 




yiillite ftotferilU * * Segen (gnbe ®e^t 

^eimatlft unb JBorfommen: ge^irt }U ben alten ^rfld^ien, 
finbet fid^ nur fporabifd^ verbreitet unb wirb oft mit anbem a^nlid^en 
>(röii^ten nenoed^felt ^H eine fd^^bore 3;af elfrud^t , »enn glei^ f& 
i^rtn SEßert§ eiwaS ^etabbrflift, ba§ fle fafl s^eid^ zeitig mit ber $ftu8« 
jmetfd^e reift- Wein SRciS erließ i(5 ©on Slegef. 

Sttetatiir unb eS9nont)me: 2iegel 11. ®. t04, 9lr.|56, Siolette Katfettn« 
2)tttt. n. e. 205; GWft« Dottft. ?omoL 6. 128; ©ünbetobe 6. 146, 5fhc. 29 fc^etnt 
mi^t bte te<^te )u fein, tfl ioeni(|ftend lu bunfdMau, vielleicht bie Blüue 5?Qtfenn? 
et (ölt feine 9ra4t fftr bie ^vl|amerf4e 9ovte; auc^ tßaftov Steper 9lr. 4,Saf. 1, 
Pomon. Fnwe. Taf. 10, Nn 15» Pomon« A.ascriae Taf. 20<» §a6en ni(6t bie re(|^te 
6orte unter obiqem !Ramen« — Qnintin. I. Tom. p. 257; 2)u(am. ni, @. 127 »irb 
übicte fein, bo4 fo^t er, bie Teritable Imperatrioe Tiolette fei fa{% runb, violett 
ftorf beftftnbt unb ^htn fo f|)ftt ütd bie ^ringefflnpftaume, wobei er feine vovfie^enbe 
9nid^t e^er fflr eine f i»ftte !|ierbttgon l^alten wiU. OeiSftnberobe finbet ftd^ bie 8es 
merftau), ba^ t^onmefort, ber ben 9lamen Imperatrioe violette juerfk ouffft^e, eine 
dtnlid^ runbe ^<|t, mie bie 9Bei(e Jtaiferin §a6e. (Sd finbet alfo (ei ben 9lutoren 
viele Unftc^er^eit Aber bie l^ier vorliegenbe 6orte flatt, unb loirb fle au4 noc^ ^öufta 
mit ber Sioletten Haiferpfiaume venved^felt. ($8 wirb nic^ ftBrijt bleiben, alil ben 
9tamen naäf 2)u(amet nnb Siegel nunmehr nur auf o6i^e f$rui|t 9U fii^ren. 69no« 
niime, t^eitö unric^tioe, ftnb no4 $rin|ef ftn^fiaume, ^o^eitdpflattnie, ^fürfiensmetf 4e, 
unb ifl SU merten^ ha% ed au4 nod) eine XunUiblam 5taiferin dibt, von ber eine aud 
(Snglanb (|e!ommene 9Kaue Kaif erin no4 »ieberverf Rieben feintvirb, beren (Jfrü^te 
i(^ nod) ni4t fa^. 2>otvning €$• 290 (at eine Bloe Imperatriee, bei ber er Impe- 
ratrioe Tiolette M Bynow^im onfft|rt bo4 nod^ feiner beigegebenen umgefe^rt 
eiförmigen gigur ft<l^er unrid^tig, auÄ felbfl ^iveifelt, ha% bie englifc^e unb fran» 
g&Ufd^e ftruAt bed D^amend biefetbe fei. 9Ctt(( berSonb. ^at f^at nur eine umpe« 
fe^ eifbrmtge Blne Imperatrioe mit ben Spnonpmen Imperatrioe, Imperatnoe 
Tiolette, unb §at Imperatrioe Tiolette grosoe alä ©pnon. ber ^audjioetf^e. 

®cftalt: bie ^6)t ^at nad^ Siegel bie ®r56e unb Jform ber 



284 

^nAgmetfd^e, boi| linb gute ^wti\i^tn ^ter oiel gt^er, ttnb gibt au(| 
Sieget bic ©rjfee an ju 1" 5''' §o|c, 1" 2''' ©irfc unb V,'" roemget 
breit, tote fte au($ bei mir mar. ©eftalt mä) ber SSaud^anfid^t (obige 
gigur a; b gibt bic ©eitenanfic^l) ein nac^ beiben ^nben giemlid^ gleid^* 
m&6i9 gugeipi^teS £)t>a(, bie ftarffte SDicfe fattt in bie SRitte; ber Saud^ 
ift nad^ Siegel nac^ ber (Spi^e §tn me^r aufgetoorfen ald ber Stütfen, 
gegen ben ©tiel l^in aber niebriger; x^ fanb immer ben Slüden flarter 
oufgemorfen, am ftartften ein menig me^r nac^ bem @tiele ^in, unb 
bie 6eltendnfid|^ mie obige gigur b, »eld^e bie ^orm ber ^vi^^wti\ij€ 
mixllidf gibt. Sßiele ^rüd^te {tnb gegen bie ®pi^e $tn an Stucfeit unb 
83aud^ merflid^ gebrüdt. $ie unbebeutenbe gurc^e brücft bie f^ruc^t mei< 
ftend nic^t unb t^ei(t ungleid^. S)er @tempe(punlt fi^t balb auf ber 
@pi^, balb etmaS feitm&rtS. 

@tte(: 8'" lang, mSBig lid, (e^aart, rofttg, ft^t ^äuflg auf ber €pt|e 
etioad f($ief, Mdioeilen au^ in einer Keinen (ö^Ie. 

SfarBe ber bünnen, boc^ 3&§en, aM^^baren $aut bun!e(oio(ett, behielt iebod^ 
Bei mir braune Stellen unb ift 9oS von goldfarbenen ^jihmlten, bie ftd^ gu Streifen 
unb fleinen gledfen geftalten. 2)uft blau unb bflnn. 

5 r e i f dSi : golbgelb, f eft, fein, f eljr faftrelc^, oom ebelftcn reinften 3u(f ergefc^maif c. 

et ein: »ein, abfdgn^, S— 9'" l^oc^, 5'" breit, 3 bttf, 3n)etf<^enftetiutrtis, 
ben audgebogeaen 5lfti!en nreggeba^t me^ [oncettfdmtig al% eifftmig, om 0tiel< 
enbe etwa« abgefttt^t) bt^ gi^d^ breite fftllt etiood aocb bem Stiele ^in, ber 
Süüden ergebt ftcb mel^r, bie äSitteUante tritt t)or unb wirb nacb bem (Stielenbe 
^in fc^arf. 0au(^fur(^e feid^t, SSacfen etn)ad rau^, au^ etn^aS afterfantig. 

SHeifjeit unb9lut}ung: jeitigt ettuad oor unb mit ber$aud$n)etfcbe gegen 
(fnbe September. S)ie t^nn^t fpringt im Siegen nic^t (etc^t auf unb fault ni(|t, 
(ftngt feft am IBattme, rnirb feCbft, menn fte etnf(brttm))ft, noc^ füfter, unb ift für 
bie 5Cafel mert^toH. ^etrotfnet unb gefo^i^t ftonbeti bie §rft(bte im ©efctaad 
ieboc^ benen ber l^aud^netfd^e nai$ unb n>aren ettoa^ metc^Iic^. 

£er SBaum mirb mä^ gro|, treibt bie SCefte in fUmtpfen SBinfebi unb 
maöfi ^abnrd^ eine |iemKc| ftad^e, etmad fpervige fixont, ift gegen §t&iu ^art anb 
trftgt faft jft^rTtd^ fe^r reic^ltd^. Sommer^weige machen in ber Sugenb oft bor» 
artige gfru^ifpie^e, ftnb braunrot^, unten fiarf ftlber^autig, fhiftg, ttafai wSb 
gan| !ut) behaart SBlott faft Hein, nacb Siegel oool, bidaeilen faft lancettformtg 
(unfer umgele^ ei^lancettlid^); i^ fanb ed ^ftufig auc^ ooal mit aufgefegter 
htrjer @ptte, grofte audf mnbfi<l^, mtle iebo(^ auc^ eQiptif«^ ober fafi ircit 
eifbrmig; ed ift jiemlid^ flac^ ausgebreitet, bflnn, n^eicfi, oben glatt, unten behaart. 
Xugen !ui^, bid, fpi^ig, abfte^enb, oft ftarf obfte^enb, 

ffnm. ^ie (Sngltfc^e 3ioetf(^e, totl^t obiger ft^nti^ ifl, ^at fe^ langen ^wi^t' 
fliel unb ber 8aum ^at f a§le triebe. ^^ mu^ Jebodt bemerfen, U^ id^ bte ^rtiebe 
ber obigen »itte ®ept. auc^ fc^on faft obttig fa^l fanb, fo ba j i^ !oum mit bem 
®lafe ^n unb »ieber ettooS ganj ftttjeä ^war finben fornite, unb metnerfeitft bie 
obige unbebenüic^ unter bie SBa^en Rvntf^tn einrangiren roücbe, loie fte bem 
Siegel in ber tUberft<|t j>ef 1 4 auc^ in beiben Crbnungen aufgeführt ^ot. Oberbied. 



Nr. 2». 9iif «MbuiXEmtf. 1; 



6: — 



285 

Ip 3. A b. 




^eimat^ unb a^otfotnmen: Sieget erjog fie ouS bem ©teilte 
ber Selben Slprifofenpflautne, unb benannte fie nac^ bem®rafen @us 
ßao Don Sggei in ftärntenr »elc^er Siegelt gangeS tßfCaumenforti« 
ment gu Sinb^im bei jtlagenfutt anytpfCangen gefonnen voax. 

Stteratur unb S^noniime: fie finbet fub befc^ri^^en oon Sieget IIL 
6. 71 9lr. 891 »et S)i)c^nQ^I im Sflbrer e. 105 l^et^t fte (Sgger*f$« <^i«i^' 
Svetfc^e. 3n Ben Annal. de PomoK Yl. 6. 85 ifl fie aU Gomte Onstaire 
^TEggar (Liegel) «bgeHlbet unb oon Slo^er bcfc^viebea; fb reift bei Utietem 
«n ben ttfeni bet SRenfe febe Su^«, ifk aber in einer gform abgebilbet, bie i^r 
ni<^t %viommt, »urbe au(| bort meniger gro^ aU bei mir. 

®e{lalt: Siegel befd^retbt fte alS fd^ön eifitmig, (mein @irunb) 
oben ftumpffpi^, anten fiacl plaltntnbf gtp§te SSceite faft Vs nad^ unten, 
um bie SRltte giemlid^ runb, gegen ben 8itt(^ iebod^ ctnKiS gufotnnten« 
gegogen, eine ftuntpfe Gd^neibe bilbenb, Stutfen ttnb 9«u(| gUi(!^ etl^o* 
ben — groß, l^," ^oif, IV«" breit unb ebenso bi*. ©ie^utt^e btüft 



286 

hm fftUtn faft gftt nic^t unb t|ei(t oft glt1#. S>er Ctmyclyttiift ttegl 
auf bfT ^pitjt in ber ^tte. 

@tie(: 10"' lang, biet, behaart, beroftet, in einer feid^ten, fbubeii 
^5^le, in bcr Blitte ber $nu^t fie^b. 

Ji^aut: bitf, l^eid^t abgiebbor, |cUgelb mit einjetnen neiftti^ben I^U 
ttn, au(b meifi mit rotben fünften tmb einigen rotl^en ^letfen, babei 
bflnn unb wA%l\^ Bebuftet. . 

^ltx\df: meiggelb, fe^r faftig, gtfinjenb, firoblig, b'^tlid^, not ffifien^ 
erl^oben aromatifcbetr eblen (Sefcbmad. 

etein: liegt ^t im ^leif (be, -^at 10"' in ber S^^, 7 in ber »rette, 
4 in ber X)i<fe unb bie son mir be^eiibnete $orm. SHe flSitteltoate bed 
9lücfenS ift erboben unb faft fcbarf. S)ie Saucbfurcbe ift enge unb tief. 
Satfen menig rau^, ouS ber Safid ergeben ficb 3—4 bir}e Sflertonten. 

Steife unb Slu^ung: bie ^<bt trift im erften S>rittet beft 
Sept. unb ift eine f^l^^ue, gut geformte, belifate ^(bt, bie empfol^kii 
metben tann, nur Kcrfpringt fie gerne im Siegen. 

Cigenf(baftenbe9 tBaumeSsbcrfelbe^at einen gemdltgtenS^riebmibfcteiiit 
fttt<btbat |u fein. 2)ie 6ommer)netgemeine< Saumed {tnb bebaart, rot^bram, ttft(( 
ber 6pi|e ^in otolettrot^, auf ber 6(battenfeite grfln. 7>it Blatter ftnb grob eifdr« 
mig (ooal, O,), )um 2;^ei( aucb eUiptif^, meift jlebocb in ber oorbern $AIfte am 
breiteften mit auSlaufenber 6pite, unterl^alb behaart, etwad fei<bt unb ßum^f 
gef agt ; eiattfiieU bebaart, gerbtbet, 6'" lang, mei^ mit 2 Iletnen 2)rafen befe|t. 

Semerfungen: bie ®raf ®u1lao von @gger, fagt £iege(, ift !enntli4 
bur(b i^re regulftre (Siform, ®xb^t, gelbe ^arbe unb bur(b i^ren 
bieten langen etiel. 2)iefem lann i^ nixb g^KgenbeS binsufflgen. 3(^ eri^g. 
fie 1859 )um erftenmale in einigen gtficbten, bie rec^t fd^Ön unb gut maren, am 
6.-^ 6ept. reiften, unb bie von mir gegei<(neten 2 formen Ratten (»elc^e fie 
au4 gan) beutlicb in ben me^rfac^en ^d^ten biefeS Sa^red )eigt), bo(b moSte 
fic^ ber 6tein nic^t re^t I5fen. (Sg mochte bieg Jebocb von bem troctenen 6tanb> 
orte beg Baumeg abgegangen baben, unb f^eint in biefem Sommer (1860) na^ 
einigen gelbreifen ^(^ten, bie i(b am 8. 6ept. entjioei f(bnitt, f<bon anber« p. 
fein, mie biefed 9RerIma[ flber^aupt ettoad fcbnanlenb t^ uni» fl(^ na^ ber Sobre^ 
unb Bobenbefd^affen^eit rid^tet. Siegel fü^rt no($ an, bag er neben ber obigen^ 
bie ber SXutter, ber <9elben SCprilof enpflaume, bod^ |um 2;§eU nod^ &bnli<b H^ 
(»enn fte, nie Sieget meint, bnrib Sefru^tung mit bem BiAtl^enftaube ber nebe«« 
fie^enben ®etben (Sierpflaume auib eine etmad me§r Iftngli^egform angenommen 
^at), aud bemfelben 6amen eine runbe^^t, bie^lubedgKpriCofen« 
pflaume erlogen ^aht, moraug alfo ^ervorge^t, bob fi<b bun^ Gamenougfoit 
non ebten 6orten leiiibt neue eWe gfft(|te etüiebm (äffen, bie nicbt aHein in 
ber form, fonbem ofe onbcee Qei^iele {eigen, w^ felbft in ber 3arbe 
9aritren (bnnen. (60 ev|og au^ ^its ^err ^an^IeiinfpeStor ^romm axA ben 
eteine ber (Selben SKirabeKe eine ber äRutter. in ben meifien etacten dbnttc^e» 
bo(( oioiettblau gef&rbU ^nu^t.) da§n. 



28? 







^eimat^ unb Sßorlommen: bieje treff(t(!^e l^ru^t fod ein^err 
9im Weijenftein ouS ^^alien na<!b 2)cutfd^Ianb gebraut l^abett, unb foOU 
fk bo^ rigentlU^ ReijeitfteittS 3mdf4e l^igcn. 3ft fd^Sa unb gut, 
toft ttb^Iid^ tragbat unb nerbient Iftuftge Snpflanjung, ifl au(| fd^on 
jiemlM^ nerbrdM. 9Mn OteiS et^elt {($ nmt SMel unb Siegel überein. 

Sltevatttv ttnb Sonos^we: Siegel IL 6. 112 Jtv. 43 Sleigenfleiner 3». 
2)a t4 au(j( ehte 9lot^e SCeijenßeiner 3n><lf4e erhalten (a6e, l^a^e i4 ^^1 5et 
enbem f omoloften fto ftnbenbe fMwoxt .aelbe* wieber j^innuaeffigi ^ittt. IL 
6. 210. X.O.®. XT. Xof. 4 menig lemtttt«. Z. Sni^t«. IV, e. 146. CS^rifl 
S5ctc«b. 6. 879. SoDft ^omoL 6. 101« d^tifl §üt ile aber mit bev Q^tlhtn 
6^t|ioetfil^e füt übevein ge^olfteiif unb finb feine Befc^reibungen unbrau^bat« 
6iifler« bem tv Steifer 9on beiben mitget^eitt ^atte, fanb ben Untetf^ieb. Siegel 
erhielt bie Stuckt au($ unter bem 9{amen Snsina tettembrioa qnialla unb in 
IMeli iioM, fti^t fie att Stei^enflelner Pflaume. 

®efiQlt: inrtfd^f&rmig, (at bie ^oxm unb ®TÖ|e ber $auS^ 
»netfc^e, ift na^ Siegel IV3" i^o#, 14"' V\d unb breit, vat bei mit 
grifecr, gut nid^t feiten 2" l^od^ unb 15'" breit unb birf, aud^ bie ®e* 



288 

ffaitt M#t Mof , M «MMfe dMi «^^ «* 

etcfter 1el6ft olftnc Snjifltiflitim fio4 bem ®ridc fie abMlbct, fontat 
loie obige ^gur« too a bie 6(tteiiaiifid^r b Me Sou^fi^ bar^t 
Die fla(^, oft tinbebeuteiibe %axifyt br&dt bc» aUkfen ctnmt unb i^ 
aHermelfi ungteid^, »obitri^ eine 4>&(fte ber 6pi|e fii^ «d^ cc^ 
2>er {bitte Citenti^elimtitt fiit tmoertieft tteboi bief er fiixUxtn dc^ebmg, 
biSiDeilen mäf auf betr 6i^t^ in ber Vüüt. 

etiel: lO''' fotig, flart behaart, gmbe, gtiftkiit^l* topfaxHg, ^ 
in feilster unb enger ^ft^le, bte mify bem 9tMtn ^Snfig f^Sg ni^ 

^arbe ber bünnen, iJU^f etttmS bitteren, nU^ gut abiie|b«at 
$aut ift SnfangS etnwS I^KgeOb, wirb ober mit gnne^menber Ste^ 
bunlter getb unb toirb an ber Connenfeite lieb(i<| unb fanft l^cOrotl 
getufc^t, in «e^er 91511^ man fiJ^nnirjgTatte, mei|eingefa|te $tnfte mit^ 
unter flnbet. Sbtd^ rotl^ jtrei^ nm ^nlte, fomic StoftfUden nnb 9tofU 
figuren finben fi<^. S)er S>uft ift meig unb bann. 

S)er (Stein ift 13-14''' l^M^, 6 brett, 3 btd, fe^r (tad^&adlg, 
giemltd^ raul^ langettfftrmig, jebod^ fo, ba|bie grb^teSreite etmad m^ 
nac^ Um Stiele l^in liegt, am ©tielenbe etma8 abgeflubt. Sand^fnr^e 
breit, gadig ; 9täden(anten f(|mal unb ffaimpf, bk SRittrUante fte^t nur 
üxoai vor. 

Steifheit unb 9tutun0: )eitigt im awetteii 2)ritte( bed 6e|»t, licnli«! 
gleichzeitig mit ber $audi|»etf(^e, fflr bie Xafel angenehm vtib bei i^ro: €M^ 
^eit unb gwetfc^enform au4 fto ben SRMt )tt emt^e^ivtc 

Xtt Baum tDft(^dt raf4, ift gefunb, {ommt in iebem» nic^t aSgutrotfeaen 
Voben gut fort, unb trftgt faß aQji&^rti^ fe^r vo\L (&t tdirb nac^ S)tet 
mittelmäßig groß, na4 Sieget groß, treibt feine Slejle in f|»i(entBin{e(n. 
imeige 'gerabe, ^Arfere na<l^ oben merlft<l^ abne^menb, oiötettbraun, nntn mit 
gelbßd^em 6ilber§aut4en gefie<ft unb unterbro^en ftl^ioa^ »e^^oarig; bo4 bc> 
merft fd^on £ieget, baß frftftige @ommer|meige an jungea^S^ftumen fa^ gaai fo^ 
ftnb, unb nur ftUere etnad meid^^aarig, »ed^atb er bie grud^t mie oben einretite. 
Sd^ bemerfe bidl^er an meinen aSerbCttgS no(^ iftngeren Säumen, feCbß anKetncB 
unb fd^iDa(|en trieben, fo oentg $aare, baß i^ bie fjrruc^t unbebenüid^ in bie 
1« Orbnung gefegt (aben mürbe* iBtatt m&ßig groß, faft fte§enb, fiac^ oudgei 
breitet, auf ber oberen Seite !al^l. gl&njenb, (eEgran, faft burc^meg ft^dn imge^ 
feiert etfbrmigf, nad^ 2ieget auc^ oft tAngric^ eifbrmig, maS iil^ bisher nic^t fanb, 
ftumpf gefftgt fajl geferbt. 2>ie 2)rflfen bed e(att{tietd ftnb ftein unb metftend 
mit ber IQIattfubftanj nod^ oerbunbem Slugen anliegenb, breitfiumpffpit. Xugen* 
träger fc^mat, siemlic^ niebrig, (anggerippt. 

9inm. Statin gu i^rer Steifjeit mit einer anbemf^uc^t ni^t (et(^t oermed^feCt 
merben. S)ie &eiU @pftt3n)etf(|e ift eiförmig, bie SSaterloopflanme etmaS anbeci 
geformt unb nid^t rofenrot^ fiberlaufen, l^at fud^ gon) !a(te triebe. Ob erb. 



Na. 81. mummtmmiiKm. ii— 1,1.8. ;»MM4etMiiMM.S^-.'*»>t»St: 

4t -1,5. A<B>b. 




WarMrahie CitqffkntKt. • • inbc iteg. 

^cili«t) unb Sfirtominen: biefc \ifybm fix lEafel unbftatFt 
^ftgc Snpfbinjung verbitnenbc tih^uc^t, bettn Saum augcrotbcntIi($ 
titgbar ift, tT^ell Htgct oon bnn um btt ißomologfc Miblenien J^frm 
Sinm om XTOutttnberg in $rag, unb btmeilt, bafi ^c btn Stamen 
6irr)»flauii» toenis «rbime, ba fit nit^t vitt giSger fei alä ein SJiubmei. 
aXime ^fril^e non bem omt Sttgtl erhaltenen fRelfc isaren ganj bes 
tT&d|tIi<:^ gri^er, unb erhielt ic^ biefelbe )$rud)t, atö ii^ mir jum jioelten« 
mlc ein EReiS cibot. 

Sittratut unb «pnon^mc Siefltl lH. «. 77 31t. 203. Rpnttnl [onft 
mtgtnb tw> unb ift vicUti^t eit» ncunt oü$inif{4t }nii^ 

(Seftolt: mu^ 8l(flel nur 1" 4"'I)0i:^ unb 1" 1'" bW unb breit. 
!Cte gni^t fti^cint na^ 3<i^"'* ^b'<^ SSoIiri&tn bei fBaumeS, on @t3ge 
unb felbft an @fftalt meilUt^ gu »artiren unb mie it^ -in SÜienburg, bei 
jintiii^ twOfi^enbem $iDbejn>etgr, f^on ^i$te von 2" ^i^t batte, fo 
nuren fie ^ier, ali ber Eßrobejioeig fo ooQ trug, bog it^ bie ^älfte ber 
grü^e ouSbta^, bo^ faft 1»// ^od|. ©efialt ift noc^ giegel foft te» 
gulÄx CBOl, ttn beiben ©eiten gleich abgeninbet Slietne größeren ^(ßte 
milden non biefer gönn fftmmttidi baburt^ ab, bo^ fie nat^ bem ©tiele 
\fia einen turjen D»Tge((|)»benen $al8 bitbeten unb namentlii^ bet ERflden 



980 

^in, ein}dit jugleid^ aud^ im^ ber 9p\Ht ^in ftärtet nieberftfbdMEt VMt, 
fo bag bann eine ^'oeifd^enform mit in ber Vtittc ftart er^K^knc« 
8M<Ien l^erandtanu 2)ie ^<fe betrug bei mir 2f" meniger ntt bie 
Breite. Obige ^igttt gibt bie Seitenanfic^ unb ifl bie fjtwifißVUltm 
%9xm bei 9tittdgtb6e. ^e %tiT^ tbeitt n«b Sieget |iemti<b g(«4r 
an meinen ^rüibten t^eilte {k eben fo oft M^jB^efab* ^ 6tem|»et|^Hntt 
fi^t unnertieft oben anf ber 6|nbe« 

S)er 6tiel ift 9-^10'" lang, behaart, bfinii, grftn, unb ^ in 
\ddftvc ^bblung. 

ZHe ^arbe ber bUtrn, leidet abgie^boren ij^t ifl ein etnNiS^Oei 
•clb, über »ebbe (Srunbfarbe balb leidster, balb flftrfer mit »enigcr 
bnrd^fcbeinenber ®runbfarbe, laoirt unb nenoafcben, eine br&unlUbe 9tbt^ 
ffa^ am gri^en %^U ber ^(bt b^tjiebt, mel<be an ftirfer befonntci 
6teOen bie (Branbfarbe gong fiberbcift unb gumctien fafi f<bmar}rot| 
er{(beint* 2ln biefet ^cbung finb bann an ben befonnten ^teSeii tm 
bie jabbei^en fünfte no(( feinere unb fUlrfere bunfler rotle ^jSuntle 
unb %Udtn verteilt, bab bie f^<b^ ein bunted, marmorirteS Sn(^ 
erbftlt 9lur befdjattete »aren bei mh, nrie Siegel angabt, leiibt rot( 
jttertoufen mit reiben ^nlten. ^n ber ttebemife mürben mir cia}rfne 
%diäfit fafl fiberaa f^&rgliib roi^* 

SDad ^leifcb ift gelb, oft gofbgelb, faftreit^, ni^t brüd^g, bo4 
nicbt mei(b, non filfiroeinartigem, angene^en @ef(bma4e, etmad Uibei; 
0l8 bei ber Slotben (Sterpflaume, ber fie in SBoOfaftigfeit na^bflebtr i« 
{Regen aber au^ ni(bt leiibt auffpringi 3n ber Ueberrdfe mfarb ^e fanec 

S)er Stein ift ablidlicb, bei großen ^xä^itti i" ^o^, V bidt, 
5 bid, breitlangettlicb ober nielme^r gmetfcbenförmig, oben runbfpi^ am 
^tielenbe t)orgef<^oben, bod^ ift biufxg bie eigentli^e 6pibe bed 6tiel^ 
enbeS abgebro(ben unb erf(beint er ftorl abgeftu^t SlfldCen fiStfcr oui* 
gebogen, 8ad!en wenig raub, ftarl erhoben, Breite in ber 9Mtte, 8am(< 
fur^e fei<bt, S^tteltante beS SftfldCend ftumpf. 

Steifseit unb Stubung: )eitigt nadi Sieget im erfien IDritlct 
be8 @ept ^ b<ibe 4mat bie Steifgeit glei^geitig mit ber »otbenCier» 
pflaume, Snbe Xug. notirt. ^x 3:afel unb 9Railt 

3)er Saum xtAifii in ber Baumf(bu(e tcafttg unb fcbeint gto§ gu 
merben« ^triebe bebaart, gerabe, nicbt bid, bunfelbraun, man(bmal 
f(bmubtg filberbautig. Statt eUiptifib, mtttetgrog, etmad bebaart, 9latt< 
ftiel brapg; Sugen fpii aufredet ftebenb; £r&ger l^ocb' O. 



29t 






6: - H» 1. A a^ 



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^eimat]^ unb Sorlommen.: ftammt a^%m^x\ta. Siegel a« 
l^iett fie vöu ^iti. ^einr. Se||reng, ©ecbabbeftgci* ju £vaDemunbe, doii 
loelc^em a^4 ic^ fie aU. Smiths Orleans empfing. 3)t ^^^^ beä 
Seglern SSer^eic^nig In oSitJn amerifanifd^en ©arten fe^r beliebt unt> nac^ 
Soioningg ©tfc^macC bie angenehmste Don allen Pflaumen. 

Sitevatus «tnb . (S^non^me: Siec^el Sbe^t lY^ ^. 2i 9h:. 303; %tax>t'^ 
münb'er Sauntfd^ulen von ^o^i^^ic^ SBet)reiid €. ^7; ^on)ntn(j 6. 304. 3la^ 
Se^etetti iDti^ fie ttttl^flmdc^ in amcriMnMc^en (9&t:tM oft Violette« ^erb« 
ttgpa unb Bed Msküubi bonam (9flpt^e (!^er|)fiaunw) jgeitannt. £onb. (Sat 
nennt fie nur. S)a hac^ bemfelben !Rr. b7 Orleans mit 'Monsiear^ Monsieor or- 
diHAire f pnoni^m ifk, fo fbnnte man bie oorttegen^e Gmit^jS ^errenpflalime nennen. 
2)o4 Mi^ <d gnat^fnetr ben von fiieqel jewft^Uen Flamen |ur UeAerf^rift §)i 
behalten. Slbbilbung geben Annales TII« @. 15. 

^eftalt: ei|ormig (onal, OberbOi nac^ bem ®ticle gu nur eitoaS 
Siroiged siel^. abnc^menb« Suf \^tv Ißam^feite betrachtet eifd^eint fie 
loie oben ti^dflitt, etioad runblid^, nieil ber 9tü(fen bix^ etoKid me^c 
ttttfflciDorfeK ifi S>u grigte Sreite liegt in ber ^tt^« S)ie ^rij^e 
brätft beu 9tü((en wenig unb ift meift )ietnUcl^ ftavt vertieft; fie t^U 
etwa« »nrfet*. SDie gruc^t ift grofe, 18'" ^o($, 16'" bid, 15Va'" breit* 

@tiel: 6'" lang, bänn^ grün, braunrot^ getüpfelt, naij^ Siegel 
la^l, bod^ fanb id^ il^n fein bel^aart, er fte^t in enger tiefet i^5^le. 



292 

^aut: Vtott m« obskur, garte hwMwkkU, f # li^Mftlta^ 
mit efaijtfn nert^lteti gctben ^itftMi. Oitft bitf imb |fBMn. 

gleif«: SM bff^tribt rt «U fiotbgclb, foftig, ^ttUb, m« 
jtt(M&6e«, pttrfflmirtcm CteMmatf. 34 fvib cS jieaiti^ flntf«feri|, 
ttiib Qiu^ bet <8ff(^tmu( «KIT etioaS matt iinb tik^ grtobc cu«gc|eid|Kt, 
obgbfaft bot 3^^ bod^ iMrm urtb cilfo beti ^oumm. gflafUfl aptr. 

etein: fcft »oot^dfilit urnfteben, fl^njlbl unablMIkb, 10''' ^94 
5'" breit, 4''' biet, oon ^tn vrie oben gcseUbset 2)ie SNUEestaHai 
finb flumnf, ouij^ bte Oatubtatiteti treten »entg (eroer, finb |iUgei 
f^Ioffen, i^rer l^ge na<l^ mit Sertiefungen befr^* Bodm Tonl, ctmtf 
ttfterfftntig. 

9teife nnb .3ttt|ung: bie ipfUmme sritigte bei Siegel im it^tm 
Orittfl be< «uguft, in STleiiilngen 18&8 unb 1859 }ii «nf. beS 6cpt 
S)ie ^nul^t ift fd^in nnb gro^, au(b mol^ nik( immer gut, nnb mfab 
iebenfUI« aU Vlarftfru^t gnten Vbgang finben. 6ie ft^ te i^ 
btauen f^rbung om Qdunie munber^ittfib ouC. 

(l^tgenf<])aften beg Daume«: in Weiningen nmdM fr yitlR 
nid^ fiart, blieb m {f^t Hein, bnU^te ober in ben ie^tem 3a(ren ^ 
lidf oiele gfrfl^^te. ^e ®0«mergoeige finb rtt^bcmm, nm| nien cimrt 
violettbraun, fal^I, bie Blitter Rnb mittrlgrol, nntgefe^rt eimnb, (mm 
gefeiert eiförmig, O.) mit aufgefef^tet ®9itjt, nac^ bem Stiele ju meift 
ftn)äg Ieilf5rmig, oberf^iM fabt, unten fein brl^aart, feidbt geterbt, SftecS 
au(| fd^Sn unb regelm&gig gejo^nt^gelerbt, rinftium am Ranbe no^ nnta 
etwas umgebogen, Clattfttfl meift für), bis Vi' lAnS# ^^ brfifmfoi. 

Semerlungen: bie ^(bt entfprid^t nod^ obiger €ilbt(bfnns 
oOerbingS jur S^tii Hfttm fcbSnen Veu^eren ni(^ nnb befonberf \^ Ue 
llnliSlicbMt beS SteineS jn bettogen, mobur^ aOe 9f[aumen fe^ oec» 
Iteren, obfc^on fie au^rrbem gro^ nnb fd^ftn finb. 9^ bfn Annalm 
de Pom. {^ ber 6tein pea adhinrent k la oliairt aBein ba fie ftib bd 
mir mie bei Sieget in fold^ ^infic^t g(ei<b verlieft, fo ift f^merfi«! tu« 
gnne^men, bo§ ^df Mefer^e^ler in anberemOoben dnbem merbe, mens 
ou(b ber 9t\^mad in etmaS fencbtfren S^^ren ebler merben tami. Xkmi 
au(^ bie ^auS}metf(be mor im 3^1^ 1859 meriger mo^(f(|mcdlnib m* 
fd^eint, um ooQtommen gu merben, bei aDer SMrme einen md^igen 9til 
non ffeud^tigfeit *ju T)ertangen unb fomit mlM^te au^ bie ^r befprod^ 
in tfinftigen me^r normoten Saluten nod^ weiter jn prdfen fein. 

3«^«- 



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««.aß. jwf» fi iM M . 



t; -! üi .1. A^V a « i> f #»i mi ft«MClc^ 
6: — n»!. ▲ «. 



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^eimat) unb Sortommen: biefe fftr Safe! itnb Wtaxtt ^lü^ 
fd^bare neiiete (SttgUfd^ S^itd^t iDttt:bc oon bem bftannten 9aum* 
fc^ttleninl^aber Jtirte in Simlaiib auf bem WiaxtU oufgefunbcn unb oer« 
breitet. 2)a !I)ittti^ bie ^rud^t olS tdt^Iit^braim beseic^net, miü i^ 
ouBerfcn, bag ^ unter obigem Stooien oou j>nu Obergeri^tSbireltor 
9iUlev eine r5t^l{(bb raune »enigec gute gmd^t erhielt, ba ntSglid^ 
{meiertei ^<^te unter obigem 9tamen ge^. 9Mn SeiS erl^iett i(| 
mm Siegel unb biefer belom bie Sorte non ber Uonomifd^ ®eff Qfd^aft 
jn Sien unb ift bie 6orte bie ic^te. 

^Iterntttv ttmb e9nofiiime: Steocl ÜL 6. 84, «Rt. ^2; SDittri«^ IIL 
6. 960; Sonbonet CataL 6. \m, 9St. 72; Annalet 1854, p 105 geben Xbbilbung 
»^ |«(e» »ufere Sciu|i Ltedley PMiotog . britaimfo« p. 111; Pomoloe. Magu. 
HL Vr. liU 

«eflatt: groi, 1<^' 1^, V^'"' meniget biit unb i*" weniger 
bieit» Oeflalt siemU4 runb^ am €Me{e ftact abgeftumfift, noc^ ber 
€fi|^ etmag abne^menb unb ftimi^f abgemnbd» bie griüie Z>kfe f&üt 
n«9 bem €ticle l^in. (H gibt }ebod^ mji^ oft gri^te, mo bie giÄgte 
Breite in ber 9Ritte liegt, ober bie etnmS me^r nai| bem. Stiele ai» 
nehmen, unb l|atte id^ unter gflnftigen Umflinben in Sftienburg unb ^ 



»4 

Breite, »ie obige gigur ^gt $uvd^ flad^/ oft unbebeittenb. 2>ei:Ste» 
pelpunit ift nad^ Siegel meiftcnS «ir^nem getblid^en Kreigcben niu 
geben unb ftel^t balb flt4, balb et»a8 irirtieft auf ber VHtte ber @i^t^ 

®tiel: fe^r lang, nteifienS Aber 1^ bAntt, rofttg, ta^I unb ^ 
flad^ oettieft. ', 

^arbe ber biden, etoad fftncrlidSien, gut abgielbaren ^ut i|l 
bunlelDioIett, ritblid^ ißunlte finb niiJ^t l^&u% aufgetragen, bilben jebe^ 
an ber @onne mon^mal neuartige Streifen» SebetftNt^n fniben fic( bei 
Dielen f$rü(bten. 

Z)ad ^Ui]^ ifl grünlich gelb, ftra^Iig, etwaS l^&rtU<!||^ bocb feinet 
genb , überflie|enb 9on 6aft , Bon guderfflgem , ergaben • aromotif«^ 
belilaten @t\d^maiit. 8u^ bie Annales rühmen bie <8fite junb mctaien, 
ba§ bie Sru<l^t in iebem ©arten neben ber Orosse Beineclaudd einen 
$la^ verbiene. 3^P^^^ ^^ Stegen nid^t leidet. 

S)er Stein ift gong oblSrtg, 10''' fft^, 6 breit, 3 bitf, mm 
großen t$rüd^ten 1" l^ocb, 8"' breit, 4 bicf, flad^bodtig» raul^, ooat, an 
©tielenbe Deriftngt unb ber dt&dm über baS OjdoI bajelbft etnmd b^ 
nortretenb, gr&^e S)i(Ie meift etm^^ vnbv mit ^^v @tielenbe b«- 
$au(i^furc^e breit, ftart gactig; gnadenlanten md^g breit, bie aSittctfanie 
erbebt f!(^ in il^rer gangen SAnge f^orf ^tödi, S&ngS bet 9Hi(fenYamen 
geigt ber ®tcln eine breite' IBertiefüng» 

»ieifjeit unb Ku^ung: geitigt im erflen drittel be8 ©ept 
Pr SEafel unb Warft. 

S)er ©aum n)8d&8t fiart, treibt bie «cfte in ^pifcen iBinWn, be* 
Ittubt pc^ ftarf unb iji feljr tragbar. "SDie ©ommertriebe, ©etd^e benen 
ber Kotbcn Äaiferpjlaume fe^ gleitä^en, fmb lang unb ftarf, fluftg, f&bl, 
red^t bunlelbraun, getblicb filberl^fiutig. iBIott gro|; nat^ Siegel balb 
eiförmig, balb breit langettformig (unfer umgdFel^t ei'lanjetttic^}, noi^ 
meiner äBa^rnel^mung eHiptifd^ ober breit eSiplifd^, cingelTie furg ooal, 
nac^ unten unb am grud^^olg m€ift'boeitlatt^tIi(^; e8 ifi ^ngenk^ 
meift flacb ausgebreitet, nad^ Sieget d^aratteriftifd^ oben unb unten to!^ 
md^renb i^ ed namentttdj^ an ben 2;rietnen utiten giemiid^ fhirt behaart 
uub nur an ben aUer&Ite^en Sldttern befonbtrft am fftud^tbolge unten 
foft {a^l flnbe mit ftarten Steften noni^aat on ben unteren ^ilen ber 
Sippen« Stottftiet meiflend brflfig; Sagen lang unb fpi(, giemli^ d« 
fte^etib, Sugentr&ger l^o(^, faft ungerippt. 

Oberbtetf. 



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^eitnatl^ unb Sor^Iommen: ift tieuere et\glif(^e gruii^t, WUi 
ffyctv @ihe im ooCen 9teifpuntt, ®r5|e unt) fräßen Steife bte öDtet^du^ 
flgfie tlnpflonguitg perbienle, loemt {!e bei unS ^itd^t ben^e^ter ^t^ 
fofl ftet« tot ö^^äriger Steife abjufaüeii, fp büß pe ju l&att uni ju 
f&iftllc^ '%feibt. SSo ti an ^iQ^ntd^t fcl^ft, lol^nt eä ft^ ein@paUet 
boDon anjujie^en, bamtt bie ^ru$t Don SBinben ni(^t abgeworfen mx\>u 
Vlt\n Siels erl^ielt ic^ t)on Siegel. 

Siteratur ttnb S^nonnme: £teael IL B. 128 92r. 103 unier obigem 
MtRüi« 2)HHr. Ov'Soi. 9lr. 42« Son^. ^^at e. 167 9hr. 82 unb {)oa$ im Manual 
6. 247 Neotarine, mü bau ^i^non. CaMonia», Howelli L»rge, Ptflok Pnui« 
p4ehe (of some) JenkiuB^a tmpedal, n)o5ei iQoag nod^ bemerft. ba( jpe zuweilen 
on^ Q^lialli b<$<* (090 l|Ut aber 6-. 248 no^ eine anbete Peaeh plume, bie 
et snas &^nUd^ gef&vbi, aber alö uou bar Obigen 9<ih| ucrfiibtfbfttrNmfibinl uub 



ne^r lobt. IDoronmg 6. 306 9lectortne, o^ne (Jfiour mit beufelben G^npni^me«^ 
~ iP ' 



iioi( Louis Philipp« (in9U<tefe|t «irt^« 0(d Peaeh plum erlieft i(b fie von' 
^m. Se^enii |u ^ra o emflube, foWia aiul eiea<( 9on &vu* ^^ftfcK, @0 tf jvu be«- 
merfen, tat auc^ bte Sa^re Oaledonian ober Goliath, Peaoh plum, Pruoe p6oha 
tLtmmmt «itBb, wie Botteat ttnb Tnrpiu trait« (iae atbroa 9hr. 10^ unter biefem 
3Umm bie ®oliat^ (obeu, unb »ieberum bes £on)>. 6alaL e. i65rrbte ^tfttut|( 
an^ ftectartne (of aome) nennt. Jlatb 3)ocl^na^U gfi^rer ginge cm^ bia @mitti 
Orleand unter bem Flamen Goliath, Oaledonian uitb KeOtariao. !Da8 ^ipnon. 
Pouch plum Ummt o^ne gnoeifel nur ber obigen {u negen i^rer Xe^ulid^leit mit 
ben 9{ectarinen unter ben $firf(^en« 

©eftalt; oft fel^r grofe, 1" 8'" ^5^e unb ©icfe, 1'' T" »reUe. 
@eftalt Tunblic^, bem Ooal n&^ernb, am @tiele ftati abgq)lattet, nad^ 
ber @pi6e faft eben fo abnebmenb unb tiic^t t>iel^ meBiger gebrädt. 
Studen ttroa^ mebr erhoben al8 ber 9au4|. f$urc^e flac^, nac^ ber @pi^ 



«HO 

pmülßü^ mMit. f^m wtfloit imiUU^ Der flehe tJNwpcfpiwff 
^tt auf bcr 6|riiK ^ fM^ SntWfmm, Ue om Wt Cdtc ter %nitt 
nieberi^TfiA ^. 3« Wt ^gnt 0feii tritt Me fUhrCnt 4>aifle bcrfn^t 
um 6tent9clim«lt€ efai iDcitis yi fMt l^enwr. 

6tie(: 6—7''' Um%, Wt, ta^, flctobe^ rtflif, fi«t tat mctflaift 
enger imb tte^, Ulweilen tii^ tti<ficV|ior{fter ^^Iifli|, Me w|r m^ 
ber Sau^feite |iM Uent* 

garke bcr bi&n, gll^, Qe^MiAofeii, abikyBaren ^ant Hlt9l|> 
brcittn, ttfillMfte ißitsite fiiib »A^g oertl^lt Ser Cuft ift »ei|» 
blftttttd^ unb bftniL 

£a« 9Ieif4 {fl etm« grfivlk^ gelb« fcfl, bdh^ fe|r Whc^r 
m^ Siegel wn ffiimiiiigle«, eti^benen Cef^^mide ntt Umm nerfr 
U(^ CUbtre, i« loel^er SoOlomvieti^t i^ bie Sni^t w^ in bcs 
maxmm toiiÄfttOeii 3^1^ 1869 ^te, toC^iettb im onbeni 3a^mi ber 
et^mad stt fftiterliilb Hieb. 

Z)er Stein ifi für Me «c«6e ber gnt^ (Mii, bei «»lig reifer 
Srtt(|t big auf etuHig on beit 9til^Ianten bftugnibtelbeitbeg |p(eitd^ i^ 
Ua^, na(b Siegel 10"' M, 9 brät, 5 bid, ioi|retib i^ i^ nur 7 
breit unb 4 bid faab. @efia(t fie^t soifcbcn unigefebrter diform nab 
OnaT, am Kflden fi&rler auggebogen unb tta<j^ best 6tie(ettbe etowi t» 
ffingt unb abgefhtmpft. SMe grSgte breite fADt m^ Sieget eMoi no^ 
ber Spifte bin, idg f anb {ie aUermeifl in ber 9Ritte. Ooibn floi^, raub i 
9au($fttr<be flarl, 9RitteIIante be« 9ifiiIenS ft&rler erbeben unb f^o^ 
Stebenfanten ftumpf mit tiefen ^urd^ begrengt 

Steif ieit nnb Stubung: «eitigt im er^ drittel beg «bign(i, 
balb nodft ber Sa^nigyffatume. 3fi nur Zdfelfnui^t. 

S)er Ca um »ft^gt trdftig, f<jbeint aber, um tragbar yi fein, morme 
OIntbeieit unb morme Sage jn erforbevn. ffr ifl nad^ Siegel itid^ tm 
yftnUid^ für MUt. triebe ^arl, gerobe, oiolettbraiut, (befibattcle etilen 
grAn), ftt^ fttberbAutig gefCeA. Statt groft, bnntetgr&n, ^^enb, vm^ 
lig, oben fa^t, eifirmig, unten am ^meige mebr eUiptifd^, obenfc^onaL 
etoftftiet bot gro^, meifleng uttgleii^ flc^nbe S)rftfen. tttgen gro|, 
fpii bidbottc^ig, obftel^enb* 

Oberbied. 



6: — n, Z C «. 



1 1 * 




miefatistt, nnk fiiifft ft^ niir lei tiateni €k|^ttftflel(fm, 0|iie Wft fller 
i^TCB Qtfpnmg eine Sta^riil^ aufbehalten xAxt. ^x Sdert^ befte|l lanyl» 
WfM^ mit tat gto§er Strodbatfett 6ie f»! auil^ )«« flkUen taugen, 
boi^ ^inb in^ getollte getrodbiete ^rft^tc etiM» fAnett^ fabc, mtb nnir 
Wrgro^etehi beim Oenuffe unangenehm. Dtrin 8Id< et^te(t i^ 9on DicL 

Sitcratttr unb 69non9m<: Stt^cC H & 188 9lv. 10 9lot|e tMMU^ 
tflmbelle rouge. 2)ittr. IL 6. ^0, IDtttr. 0.«(S:a(. 9tr. 67. 9flnberobe 6. 84, 
«c 1^ Zaf. »fc^rtrantt^ o6«eU(b€t €^«ift ««itrdoe e. 150, S»ctev(. 6.374, 
SoSfl. VomoL 6. löO, ^utfc^ec Sn*44- ^* 6- 1^ oU itUiiie jttrfi^pftamnc« 

«eftalt: tiein, 1'' ^l\^ 11'" Sykfe unb etwa« nmiiger Brette, 
0ft fo bid oU bO(b» @eflah turg eifSrntig unb ^en fe oft opaL ^tid^ 
fttfl SttVi f^4r ^ l^uivK mertUd^, t^lt bte ^ru^t gleülb unb brädt bat 
RAden nur n)enig. Stempetpuntt gro§, liegt auf ber Spifte in ber 
Witte oben auf ober nur menig nettieft 

6tiel: noc^ Sieget 7'" lang, war. bei mir ^ftuftg 1 felbft 2'" 
ttttiet, ift b&nn, getabe, beboatt, meifien« grän unb fi^t gau} flo^ 
vertieft 

tfarbe ber )ib^, abetfaum mertli^ faure n, gut ab^iej^boren |^ 
ift br&unß^, fieaenn>eife bunfeltot^, m&brenb an anbetn Stellen bic 
®ninbfatbe ftfttter bttt(^fd^etnt unb bie Siitl^e lallet »ttb* ®tat(e gelb* 
lic^e fünfte ftnb Aber bie $rui^t »a^lreid^ nect^t Vn bet 6<batten« 
fette Utbet bie Sltot^e um btefe fünfte oft nur tot^ Ittei8<!^en, unb oud^ 
in bet ÜArteren 8t5t(e ertennt man, genauet Oefe^n, nod^ fot<be bunf lere 



^98 



SHiige. SMe ip^idM lltfni MW^ntei fd^»atg(U|e ^bnU^m tut. Wkt 
S)uft ifl b&tn unb Uftul^rmi^. 

S>ad 3Ieij(b ift notft Siegel ioei6li(( gelb, bri mir loar c8 fa{i 
golbgelb, eS ifl gart, faftrri^, nad^ Sifgel von ludkrfü^, \tftx erbobe* 
tiem @e{<|ma(Ie, ben i^ mit nur ai9 fflg unb angenel^ notirte* 3" 
@flnberobe »irb osigeinertt,' bafr i^re @üte ^fi|^ niel von ber SttteniBg 
obb&nge unb |}e 1803 naci^ marmer fnubtburer ffiittening befonbric 
®rbge unb ©Ate erbatten b^be. Me ftimmeti barin flberetn, bog fie 
ber (Selben iDUrobfae an ®atc nafbftel^* 

S>er Stein Ufet ft(b in noOer Steife wjli %lt\\äit, ift 6—7"' ^oH^, 
4 breit, 2Vs bid, langooal, am SCtf^ ftum^ffpi^, am @tielenbe etnaS 
abge^u^t. yt&dm unb Saud^ ftpb jiemlic^ glei^^ erboben, bocb tritt 
{euer na(b bem @tielenbe ^in, biefeir nad^ ber ©pi^e l^in ein geringes 
rm^ Si^iaRitMlatHe bfi» 8ttUtQi8 erbebt fi«b fttunyt il^?e S^rbenCanien 
fiinb unbsbeutenb. 3)ie eau^fui^ ift eng» bic iB^den finb ni^ {e(r 
«a«b ttnb jiemlid^ bettgelb. 

... SRfif^ett unb 9i.tt.tiriig: i^ttigt Witte Kuguft nacb wb naib^ »er» 
fltringt im9iegeu nicbtki^tr i^ ober siemltib le^t ab. ßiegfil rmtfi^t 
fie ffir bfti CAftmactt« VnbenmlS f^b ic^ fie tum SBeKrn empfo^Iob 

S)er Saum mäd^dt in ber 3^genb ftart unb treibt S)ornen, macbt 
b^d^t versmeigte Arone, loirb noc^ i^iel fel^r .grog, wo^renb ®iuuberDbe 
unb Siegel fagen, bag er Hein bleibe, unb ift febr frnii^tbar. Sieget 
nennt bie grud^tbarfeit nur mdfetg. ©owmeriilebc etmaä ftufig, braun« 
rotb, ft&rfere na^ unten mit Stlberl^dutcben gang belegt ©tärtere 
iCriebcfinb fabl, ganj ^^xod^t etmaS melc^l^aarig. ©fatt flein, faft 
ftad^ ausgebreitet, nad^ Siegel bben unb nnten behaart unb ban ®fftalt 
eifSrmig fpifeig, wftbrenb i(b c8 oben fa^t unb tjon ®eftalt mdft wie 
Sieget' angibt, iebod^ manche aud^ otiat fanb. jlugen finb baudbig, nmb, 
tu^}{pi|ig/ abfle^enb unb fiel^en gebrdngt om B^^^V- Slugentt&ger 
niebrig, f(^tt)ac|* gerippt. ■ ' ' ' 

Obtrbtedt. 



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tot|^ tt, e« — E, 9. c «i 



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fie falMMtHt^e t9(|e PtiMfmie« Sieget « tfnbe ITitd; 

^etmatl^ unb 9)otIommeit: iDO^r Be Siegel ^at, gibt er xA^ 
OMf ma^ii^nlii^ Iftat er fic att Damas rouge ersten* (Sc toumnle 
jk ii«4 i^^ runbeit, flegen ben Stiel. eimad oorgef(|o6€neii 
$orm ballonartig, afö einem glAfemen ftecipienten, 8allen aber 
oiu^ ^(iole genannt, etoai A^nlidl* 

fiitevatttt unb St^non^me: Siegel 5ef4fte6{ie in f. Vflaumenweele IL 
6. 137 9tT* 184 bie 8«Uonatlige tot^e ^amadcene, OaniAs ballon 
ronge (Pronn» Daraasoena phiolaeformit rubra). B. 172 (at er 
ottf^niN^eine Sadonariige geI6e ^amadcene, Oamaa ballon jaune, 
(fe^T flein, in ^orfte, Ohh^t unb au^ in ber 9i^*^ etmad A^nttd^ bct 9elben 
SBicabeOe unb ber Btifette, febr fft^, nur um ben unlbiUc^en 6tein fftuerH(|j)^ auf 
€L 136 eine Slunbe r atl^e ^amadcene, Damaa roage rond, bie fl(b 
burcb tbre lugelmnbe ober oielmebt etoaft plattvunbe ®efla(t unb etwad vermehrte 
9r&^e »Ott ber uorUegenben unterfcbeibet. Sieget nm&f^ntf bab bie früheren 
Xutoren unter Oamaa ronge oerf<^iebene ^rü^te begriffen iahen, 
oon n>e(c^en feine mit ber nufeftgenannten unb mit ber oorUegenben flimme. 2)en 
Flamen Ballon artige SDamadcenenpflaume finbet man bei 9>ittri(bf ber. 
II. 9. 1M6 unter biefem Flamen eine Meine, faft runbe, am Stiele mit einem ^ort«' 
fa%e oerf ebene gelbltcdgrlkne^i^t befc^reibt, unb Damaa Ballon in einjeCnen 
Obftverjeii^iffcn j. ^. bei $ape(eu; ebenfo }dl^lt ber Sonb, (Sat. eine Damaa 
Ballon, eine Damaa Ballon janne et rert unb eine Damaa Ballon 
Tong0 et janne bem 9tamen na4 auf. S3ad Siegel aU Damaa ballon unb 
Damas ballon pannaeh^, (mooon ber eine 9aum rot^gelbe, ber anbere 
grüngelbe ^px^i geben foUte), aud oerf(||iebenen Baumfcbulen empfing, mar bie 



soo 

9q^el€iii gnu^t bei) fUuneni fctn^ tat« ttbti^x^t jie ali punsAeb^ in lag. 
filffiib, IL Duoliai. — StcgI. 1194 a)illc II(. 6. B64. 

(Behalt: iio4^ Siegel runUic^, ikti gan) {lad), fokag ftc gut tif 
kcni Jt0^e fle^f unten flart atme^menb, fkumpffpit. 9IAden unb Dau^ 
9nk gleich erleben« iCer grft^tc Zhir^meffcr liegt etioaS nrn^ oben. 
^ '^ie gurd^ bejeid^net eine bttnfler gef&rkte Sinie, fie liegt gonglln^ nvl 
r MOt ben 9Uden »enig, t^lt telb gleich, ialb nngtel^l^. S^er 0te» 
yetpunlt ift g^Ibtid^, jlemli^ grog, ^t okn in ber SRitte in einer 
^ten a^cttiefung. Oie ^ruc^t i# Kein, IS'^ («4, ebenfp bi< 
unb fafl um eine Sinie »enigec breit. 

6tiet: 6''' long, gerabe, nt&gig bid, be^iart unb mei^S grlip 
in lei^ier nnb enger ^Al^le, oben anf ber 6piie fitenb. 

j^ant: siemltc^ hid, et»aft fAiterU«^, let^t a^sttiie^en, 9on %mU «ot|ftfaii, 
ehoail Mkunlid^, nHt feinen golboclben ^nnhen, bie fi^ Mtoeilcn ^ etmfes 
unb {Hellen UCben. 9n man4cn^Ü«(ten finbbie fünfte nur an ein^einett 0teBett 
}n fe^en, an anbem festen fle g&n|(i^. SDtr 2)nft 1^ blftnli^ unb tgduu 

gleif^: 0olbgeKb, fe^t fafüg, ^art, oon anoene^mem, ffi^en, etiPoS fein 
oeinfftnerCic^en ®ef((matf. 

etein: nii^t gut Idftlic^ (m «einingen 1859 oömg UAU^) 7'" b^, ibmt, 
3 bitf, oon gorm vie neben bev Xbbilbund oben. S)ie t)atfen ftnb erhoben unb rast« 
IDie SRÜleliantret^bl fi^ ber ganien &&n§e tta<bi bie-Soiulfttr^t ift enge unb fei^t 

Steife unb 9tu^ung: bie 3rru(^t reift gegen bau <^be bed ftugu^, vi 
«armen Sommern frfl^er, bitoeilen SRitte 9ug. Bit ift )ioar üein, aber ii 
mannen Sauren re<ti gut, tmb ba ber 9kium ooU trftgt, fo oerbient fle immer 
in einem Sortiment gortpfianyung. 2)a6 fle, »ie JDittri^ meint, nor btr Steife 
»om Saume anfalle, finbe ic| gerabe nt4t 

(Sigenfc^aften bed Saumed: ber 8aum mirb nu^t gro& ^ot (barafuriftif^ 
fteine Olfttter (mie aUe mit bem 9tamen Dama« ballon bezeichneten ^tü^tt tleni 
finb unb au(^ tieine Mume, SlefW unb gmeige traben, Siegel SJ 175). unb blft^t 
frü( mit {leinen IBIumenblftttem. Sommer^meige b(a|braun, (abl, ulberbAutig 
punttirt. I^ldtter oerfebrt lOngiict eirunb (oertebrt Iftngitcb eif&rmia, O ) nai^ 
bem Stiele p meift )iem(i4.feUfdrmig mit aud(aufenber Spi^, etvad T^ifffbrmigi 
unten behaart, feiert unb fein geterbt^gefägt 9)iattftiele behaart, meift 2brafig, rot^. 

Sem,: bie baHonartige rot^e S)amo0cene ma(bt fi4 tenntli^- 
bur4 t^>^^ oben platte, unten oerffingte runbli(be ^orm unb rot^e 
Sarbe. 3)iefe eigent^amli^e baUonartige iAt^alt, melcbe noä Siegel feiner i^m 
brannten anbern rotben Pflaume gulbntmt, ift aber, mie er felbft (.bei Q^lbtt 
boUonarttger ^maäcene S. i75) bemer!Ii<b ma^t, nur bei ni<i^t oöllig aui« 
gereiften grftc^ten mabr^unebmen, in bec 9leife mirb bie %m^t me^r 
runbltc^ unb tarier gebaut, mie b oben, melc^ed bann bie gemö^ulicte ^erm unb 
@rb6e berfelben ift. 2)er 9iot§e $erbrigon (at mo^l biefelbe garbe, au^ 
aiemiicb bie gorm unb (Bröge, er iffc aber me^r regdmd^ig runb, gegen 
ben Stiel oeniaer abne^menb, oben me^r abgerunbet, ber Stein b<tt ttfter» 
fanten, unb ber ©efc^mact ift beffer, menn glei^ auc^ bie oorliegenbe }u ben guten 
^(b^en gu }ft(Ien ift. S)ie 9totbe Stirabelle ift Heiner, eiförmig (ooai, 
0.)r aiemlitb oon ber gorm ber (Selben äXirabeae, ber fte im (9ef<^ma(t iebocb nic^t 
glet(b lommt, unb gegen bie fie früher zeitigt. 3 a b «• 



nt|< gc. S: — n, I. Jk •. 




^eimat^ unb Sertommcn: oudl Ucfe ft^r gntc, ddlec %n* 
vMnsniig ipen^c ^i^ gc^&rt gu btn j^on feit GÜiintliifefi ^tH be* 
lonntni €oiten unb ftnbft 0<^ ^(^ ^ wtiften ©(driftftcami- O^t 
^■cifct ift fle franjfififc^cn tlTJpninse unb no^ rinnt Oiu benannt. 
Wein 8itia et^U i^ von SMel unb Sitgtl äberein. 

SiKtalut unk eqnonpme; Sieg»! Ü. C 13B St. 7 SamaSctne von 
StongcTOtt, Dmnai de KanfMon. C^t ^(i^ aui^ Damu da MMferon, Mm- 
friroB, MiDgeronj Duintinoe, 3)ul|aniel unbMaiMD Kutiiqae Ic^tribenMaugeroii. 
Wttr. II. ©. 33ö; ©fltibreob« «. 66 St. lO f»^t Tnmtlti§. «toft U, Saf. 196 
tu blmi; X.O.«. X. X«f. 16. 3:nd|(^ gtu^lg. iU. e. 174 £af. 44 iti bttbm 
fa^ r^niaijUt^ unb eolont ft^Ut^t. X.O.IS. 91t. 7 jirmlii^ gut. Xlitlt. D 'Sab. 
Ht. 7 nttb no(t »ittt. Sott IH. 6. 40 loo^l m<S)t bie te*te ^t«*' f""- Voftot 
Saq« Xaf. n Kt. 13 )itiitli4; Pov. Ftaae. Xaf 16 %;. 29 Solottt lieinUi^, 
ealitnonn Kt. 21, &irf(i)jdt> 91t. 8; Siuib. ßatoC. S. IIJT o^ne älununei; 3)q|t)> 
ning 4at fie nid)t Cbti^ ooD^ Leinöl. €. 197, «^Hfl $anbb. 6. (>92 besrii^ntt 
fic ntgni bti tattltn Xtttbt bei Bonnis boiif ni^t anetmcffen al« 3>amaäcencH> 

iioetf^e. Sorfena^I änbcrl nitbet o^ne aQe Slot^ bcn 91amcn )U Sotne^rung 
n &^«ota)tnt in Ainig^pfaume son SRaueerou; Me Sot^e Hptiloftnfiflauine 
unb ^qacint ^pflaumt nnben Bftn mit i^t netioecbfcU, unt« toeK^tm Kamen fit 
Siegel non jliti ettiiilt, m&^tfnb i^ von Siel oli ^^acint^pfEaume eine ftil^ 
irüigcnbe tiaut gtuc^t brfam, Jebo^ ni(t|t bie ät^te. 

Oeftalt: meift etroaS gtöfecr unb ron ber(d6en gorm, alä bie 
©rofee SReinectoHbf, 1" 5'" ^o^, bid unb breit, an beiben (Snben ge« 
btfirft, gegen ben ©tiel laum mcrtUd) me^ atint^menb, ftäcC^e Stccite 



1 



308 

in terSRttte^ ^utE^c fbi4 t^U; uiigld<9^ Qotoi^ fine €eUc ^ ^»tf 
me^r cr^bt. 6tempelpttiitt lie^ in ter SRittc Ut Spi^e in fefa^ 
SerttefunB« 

Stiel: nm( Sieflet ^oltetifHf«, 12—14''' lanfl, M mir oft 
ftmaS ffirier, ift bflnn, me||tend grfin unb {if^t in enger, feister, Mi« 
»eilen etanid au8gef<^nieifli|r 4>S^lung. 

^arbe bet bi^, aft}ie^baren, ungenießbaren ^nt ViinlUfyt^ 
an ber €onne etmad bunfler, \Mti mit graugelbtti^n fünften bcftet 
3n ben meiften S^^ren bifcb bei mir bie ^arb^ nur bunfettot^ Set 
mei§blittl{<(e Duft ift bftnm 

Sleifd^: l^l^elb, confiftent, ni^t fe^r faftrek|, brü^g, oon a»ge# 
nebm fügem, er^a'benem @ef((ma(te, }afl o^ne cSU @iure, ben ftt in 
meiner ®egenb aber etft entmidelt, menn fie bei mnmtem Setter rc^t 
reif ift, wie fte in l^iefiger (S^egenb aucb etmaS gemihrgier fein Onatc 
' S)er etein ifl aUbflg, 8'" ffodf, 6 bteit, 4 bitf, ooal, oi ber 
Cpi^e abgemnbet, nad^ bem Stielenbe eine gnn) furge norgefi^bene 
Spite* Ooden flart erhoben, giemlid^ rott|, l^n d^otteriftif^ fttcdt 
Sftertonten, beten eine fiaxt unb fafi fc^arf erhoben, über bie VHtte bei 
6teind fl<b ganj ttii jur 6p{^ ^injiel^t. ^ui^furd^e tief unb eng mit 
MAffen Itantai; 9tfi<ieiitante {fatmpi bie gutteilante etd^bt mulb kern 
eüeiittbe ^ ^ fi^trf etma«; gti^e 8reite liegt etnmS me^ na# bem 
9tieff ^{ft. 

afteifgeit unb 9tu|ung: jeitigt gegen (Enbe Xugu^ oft Vnf. 
etpt (i(6 ^be 2ma( bie Steife erft ^mai nac( ber ®f o§ett Steincdonbe 
notirt, nteJ^oMiU mit i^r), für ^fel unb SRartt Springt im Kegen 
ni^t Iei($t auf unb ^ngt feft am Saume, felbfl im Sturme. 

S)er Saum mirb groß, treibt fiart obfle^enbe Ste^e unb ifl mü^ 
fnul^ar* triebe gerabe, teilet, oben rot^braun, oft niolettbraun, be* 
fi^ottete Seite meifl gcün, na(^ unten mit gelbtt^^n Silber^&nt^ ge* 
fletft. Slatt grog, flel^enb, etmaB rinnenf5rmig, oben fal^I, unten \^wa^ 
be^rt, ^eOgrün, na(!(> Sieget Idngtii^eifbrmig, n)i^renb id^ eS eDiptif^ 
ober bteiteDiptifc^ fanb. Slattfliet ^at faft ^eti gmei, meiftenS ungleii^ 
{le^nbe iDiüfen. Xugetv grog, 6au<!^tg, abflel^enb, gugefpi^t, Ziifft 
niebrig, fd^nHid^ gerippt. 

9 um. S)te ig^^acint^pfCaume l^at furjen Stiel unb ifl $5^er ald 
bid S>ie obiger i^rud^t fe^r ft^nltd^e 9tot^e Sprifofenpjlaume fyit m(|t 
fo langen Stiel, ber Stein nicbt f o {larte SifterTanten unb ifl bie $nul^ 
weniger buntel gefirbt. OberbiedC. 



H&sa 



908 

et — 1( 2. B % 



• ( 





^eimat^ ttiib »orfommcn: Mcfe gute ^^t, ieren »dum 
au ^ bei mir fidj bctei» frud^lbot jrigtf; crgofl Siegel au8 bcm «tritie 
be8 Dioletten ^ßerbrigonä unb benannte jle na^ S^txm Sfranj Srumni«r, 
OJergftrtner be8 fiabtiWen gRupcr|ofe8 in ®rftfe, ber butd^ fein &o!\[u 
\^t» ©et! ^® 9ftemtttitc^c 6laf|lflfotiün unb »efc^reibung ber in ©teler^ 
morf üorfornmenben »ebforten* 1841, befonnt geworben Ifi. 3»ein 
Steig erhielt x^ von Siegel. 

- Äiteratut unb ©pnonpme; ßicgcllV. e. 27 Hhf. 106 3:rummcrg molcttc 
a)ama8cette. (&f^ wirb geftottet fein ba« Öelroott im «amen iDegsulaffetw Siegel 
M4rieb T^ au^ f^on grauenb. »l&tter 1851 6. 300* 

®cflalt: IJat faft ©rÄ^e nnb ®eflalt ber ®ro§en Kelnecloube, 
16'" ^e^ unb faft 1"' bider unb breiter. (Sejialt plattgebrüdt runb, 
am ©tlele ftarl plottgebrflrft , na^ ber ©pifee etwa« wriüngt unb flad^ 
gugerunbet, ^jumeilen etwa« gebröclt; ber ftftrffie $)ur<^meffer liegt etwa« 
me^r nad^ bem ©rtele l^in. gurd^e jlad^, brücft ben Siücicn ni^t, .tl^eilt 
meifieng eiwaä unglei^. ©er ©tempelpunlt liegt in ber ÜRittc ber 
©pi^e flod^ ober nur etwa« nertieft« 

©ttel: nad^ Siegel 9'" lang unb bflnn, war bei mir nur 6—7'" 
lang unb glemlii^ flarl; er ift fein bel^aartunb flfet in tiefer weit. au8* 
gebogener $5^e auf ber 3Ritte ber grud^t* 

garbe ber bünnen, gut abjiel^baren §attt ift rotl^braun, an ber . 

SUsfMstce ^antftu^ ber Ofiptanbe. in. ^^ 



804 

<Smmfiif€tte hwAtl vioUtt. ^Au yTfcgf ttr »m»** 41"^ fU^ feie {U| 
^ft gu gelfeen ^etf d^ gehalten. SDk ^rtc ifi feiten gleU^ortig nnfe 
ibemertt man lei lebet Sntdftt Untere GteOen. ^e ^nu^t «Mir bei mk 
iiod^ kfonberS bobur^ tenntfi(^ r bog »• bie Onmbf otbe fttrfer bnr^ 
t^i^r itamentUd^ in na|IaUen 3<^]^^# um bie feinen ga^Iteic^en ^^mitle 
bttnllere itreiSi^en ftd^ fanben unb an bet Connenfeite nnb nm bei 
etiel feine, balb Ittr)abgefe|}te » balb oi^ Unsere gelbti^e Ouerfheifn 
1i<i^ jeigten , bie bnr^ 9tlff e in bet Oberflftd^e ber i^oul entfianben fi 
lein f(^inen unb um ben Gtiet oft ga^lreid^e itrcife bSbeten. SieOei^ 
VHK bieg golge von Stegen. 2)et S)uft ift bünn, meigbUluU^. 

S)aS gleifd^ i^ ^Ugetb, jA^t vMi, foftrei^, noc^ Siegel mi 
fflfem, ebel aromatifd^en 9t\ifmödt, ben id^ oud^ |<er te<^ wmto^m 
füg mit etnmd n)e{nfiuerlid^er Seintif^ung, menu aud^ nid^t gou} fp 
D0r)üg({4 fanb. 

S)er etein ifi nad^ Siegel obliSIid^, l^ing jebod^ bei mir mit ben 
^leifd^e feft gufammen; er ifiS'^' 1^, 6 breit 4Md^ ctmaS nerfc^obm 
eifirmtg mit einer gang turgen, etmag flbergebogenen abgeffatmpften uotg^ 
fd^enen 6Helfpi^ ®rb|te Sreitc liegt nad^ bem etieteube l^in. 
eadfen erl^oben, menig raul^, 9tfldten(anten ^myf, unter benen bie 9tit^ 
lellante fl^ ftumpf merlttd^ er^bt 

Sieifgeit unb Stu^ung: geitigt im legten S)rittel beS Sugsfi, 
gtemli(| gleid^geitig mit ber AdnigSpjlaume, S^ffetjon, Slotl^ äKOii\^t x 
Pr Zafet unb aRarlt« 3m ^ol^re 1856 fprangen am ißrobegmeige Vt 
^rfid^te fd^on vor eintretenber Steife in an^altenbem Stegen gang auf nnb 
faulten; 1860, mo ber Siegen me^r in ber 3^it ber fd^on gune^men« 
ben Steife ftarl nmr, fprangen fie nid^t auf. 

5Der Saum n)&(^8t raf (b, belaubt fid^ bld^t unb ift frud^tbar. €b» 
mertriebe gerabe, oben rot^braun, unten grün, nad^ Siegel la^l, bm) 
fanb id^ 1860 bie nid^t gang ftarbn triebe meinet fd^ngemd^ vooäj^ 
^enben jungen SaumS felbft @nbe @ept« nod^ überoJl fein unb gang 
furg bel^aart, fo bag id^ bie ^rud^t mol^l unter bie SS^^ren«S>amadcesa 
gefegt l^fttte. ®latt grog, oben lal^l, ftad^ ober nuretmad rinnenformig, 
breit eQiptifc^, oft me|r eif5rmig. Sugen Hein, lurg, mollig, ffaivpf, 
etmaS abftebenb, Sugentrüger niebrig, rippig» 

Snm« 3n ^orm unb ®r5|e ift ibr fe^r i^lid^ bie ^rocureur, 
mirb aber etnmS griger unb bleibt ft&rfer rotl^, faft ^eSrot^. ^ 

OberbiecL 



905 

»r. tft. CnwtttXlaflf IMMHIiraMrllL ii^lLUB. \ Sttetfc^emni. ««w., vM^e gt. 

6: --. fi. :2, B (A) m. 





^eisiat)^ unb iBottoiitmeii: biefe fel^r gute, m^ toenig U^ 
f annte %tu<fyl er)09 Sieget auS bem Steine ber rotl^en Xprito^enpflattine 
imb nribsiete fie betn um bie ^omotogie oerbienten i^errn Smanuel, 
%xd^ttxn 9011 ^rauttenierg ju^rag. Stein fRAi etl^ielt id^ vm biefem 
unb 4>erm Stebicinalaffeffor i^a^n in tIReiningen überein. Serbient 
^Sufige ^npftangung. 

2itevotiir unb ^^^nonpme: Siegel III* 6. 96 9}r. 116 untev obijier 
Ocnennung. Xmolb OBfUGo^« 9 £ief. 9{(. 9 gut, mtv eioai» flein. 

®efia(t: mittelgroß, nad^ Sieget 1" 5'" 1^0$, ebcn^fo bid, unb 
%'" loeniger breit; bei mir maren gute ^rüd^te ftad IVa ^o4, mond^e 
fo gto| otS obtge nad^ redjit DOltfommenem @;emptare gegei^nete Sigur. 
@eftalt regelm&§{ger ^^lü^te o))at, gegen ben €tiel etnjos oerjüngt, SRuden 
unb iBoud^ faft gteid^ erl^oben unb bie größte Srette in ber "SfiHU. S)ie 
^ru(i^t mirb burd^ ftarfeS SBortreten ber einen @eite aber l^&uftg >tn)a8 
itngeftattet unb oer&nbertid^ in ber %oxm. ^urd^e flad^, brfldt ben 
fftMtn ttwai unb t^eitt meiftenS gteid^« 3)er etempeTpunIt liegt in ber 
SSRütt ber ©pi^e unb ift bie f^ruc^t bei bemfetben gern aufgefprungen. 

©tiel: 10'" lang, tanm merlUd^ bel^oart, meiftenä grün, fifet in 
feilster i^5§te. 



806 

« 

braunrot^, re^ mit golkfatftigm .^ndtifii ttnb SCectd^en bcfe^t. Sud^ 
noflflectd^eii flnben fl^. Kn redeten Gonncnfidleii »trb bie Sirbimg 
^ufig bl&ulid^totl. 

S>ad Steifi^ ift ^agetb, ftto^Ug, ^tflfa|, faftte^, omt fe^ 
\iifm, erhobenem, beUIaten e^^vxaOt. 6e§r ft^e, bag bie ^nn^t^ 
»aB au^ Sieget anmertt, ^M lange vec ber Reife in l^ftitjSgeitiit Megen 
gern auffpringt, inb^g faulen bat>on bo(( bie meißen ^rfii^te nU|t nnb 
n>etben nod^ (eibU^ gut 

Z)er 6tein ifi a6I58lfa|, na^ Siegel 8''' $o(«, bd mit fietl 9, 
oft 10"' l^od^, 6 breit, 4 bid, ooal, na^ beiben Cnben itwai jugefpifet 
unb babur^ faji oSOig eOiptifd^; Mdta unb 8aud^ fafi gteid^ erboben, 
nfldenlante fafl flac^ unb fhimpf, 8au^fur(be feid^t unb eng, Soden 
n^enig tau|. 

Steif seit unb Stu^ung: jeitigt mit berStotl^n SierpflanQie im 
erften S)Tittet beS Gept* %ix S>ife( tinb o^ne 3meifct ' av4 für ben 
i^au8]|att braud^bar, unb f($abe, bag fie ben ^e^ter beS fiarten Suf« 
fpringenS im SRegen $at 

SDer Saum l^at gemäßigten SBud^S mit fiart abftel^enben Xefieii 
»nb ift tragbar« €etbfl meine jungen Binme tragen oft doO. £rie6e 
gerabe, t>io(ettbrattn, labt. Statt mitte(gro§, fte^b, oben tobli nnten 
ftar! bel^aart, ftarl runjiUg, bunlelgr&n, unten am ^meige siemti^ eOip« 
tifd^, meiter l^inauf ooat ober gum Runbli^en netgenb. OIottfHd wA 
ftenä brüftgr 9lugen fpi^, gebringt, abfte^enb; 3;rftger Rein, tur^ fbnt 
gerippt. 

* 9lnm. aSon ber SRotl^en Stprilofenpf^aume unterfd^eibet fie ft^ 
burd^ wenigere Stunbung, Suffpringen ber i^d^t im Stegen unb ben bei 
fe^r Dielen f^rfid^ten fid^ finbenben, namentlid^ nor ber Steife flairiC ^ 
nortretenben , etn^oS Dorgefd^obenen $ald ber @tietfpi^e, nrie i^n bie 
^igur oben barftedt. S)le8 unterfd^bet fie au(^ oon ber ^augerou Iefa|L 

Oberbied. 



3or 



1 1 .1 



6i «- n, 1 B (0) a 




^cimatl »nb SAtlommen: 0e^rt }« beii lenge UCaiiiiten 
fril^tfit mli 4{l {ImlMft 9eit oetMtet Berbimt bnti^ 4Mtc Mt 
ScMMdtt j^ftu^ni SAbo% bo^ sidei^t nur in f^^oerem Sobe% ba mk 
ia &iliii|ni «Hb Sinibiirg au^ fd^on iicmlid| ct^iAte eouve immer 
nn eingellte grüd^te brod^ten, toi^renb 1^ ber nod^ lungere Sonm unb 
iar l|^ob^mi| fl^ fnt^bar irigtcn. SReis «eis ev^ieU i^ mh !CieI 
nHb Sieytf Abereiii^ usb nriO atmetlcB, bai bie )B&ume in ®itl{ngen 
mb StteBkBTg SM XHelB Keife erteil ntren, ber ^iefigt dm Siigeld 

2itetatttr unb 6iinontitnc: ifl oon ben meiflen 64tififieSem ft((t bc« 
MtleBeiu Siegel U. 6. 144 9lr. 14; SHttr. TL. &. 297, beffen Obft^lEab. 9{r.30; 
OftabcreW e. 183 Ihr* 36 Mte WbUbung » bo4 baft iUlotii etwai iit U«it, 
tJD.(M. 8 ieUf. 9(» 30 eilte XMUbuna, beftgL bei jbraft ILSaf. 17&; huhema 
IL 6. llö %aU 20, Sig. otüfter, ald td^ bie gruc^ je |ab unb na4 ben (Snben 
jl&rfet abne^menb. Dmnttnpe e. 221;.S(nflfi 9B5rierD. B. S75, fianbbud^ 
6. 7B9, Sdllfl. $ont 6. 184; tpa^ot tRaper 9^. 24 taf.8 92r. 15|iemU((fenntIt4, 
be^ ColMTi« f^e«^ SDom. e. 819. Eiegel erhielt nad» $eft IT. 6. 54 obige 
6nte miil aU ftobiebsiber ^fiaiinie* 

«cflalt: ifi nat^ eieget Hein, l'' 2''' (0(9, faft eben fo bld uiib 
etwas »eniget breit, ®e{lalt ot)a(<rttnb, oben unb unten fafl glefdl ju« 
(owibet, nnb fonb m^ 14 bie gnt^t oon biefer ®eftalt unb (^rfige. 
Sil ber 6intof ift bie ghrud^t eUMS mcbr gebtütft olS am @tie(e, SRäden 
imb Stu^ ftnb glei^ erhoben «nb bie größte abreite foia in bie SRitte« 
SHe imbebetttenbe ^urii^e t^eilt balb gleid^, balb unfllei^. Der tleine 



906 

gcOe eumpelpniA liegt ni Ut Ottlte bcr ^SfV^, Mifknit itocA wr* 
tieft, unb ift bie %xu^t M i^m ifttr ctoNiS aufgefprungen. 

Stiel: ttad^ Siegel 8"' long, bid, gebogen, rojlig, war bei mit oft 
etwas tfirger, oft ond^^o lang, nnb fnnb i^ ifya htri bel^Mtt, «eU^ 
(Eigenfd^aft Sieget ^ p. 6. 156 glei^foDS nad^trSglbl onomtL Cr 
fi)}t auf ber Gpi^e in flad^er Vetttefung. 

, ^arbe ber bidht, jA^en, abjielbaten, gef<^iMitf(of en 4^ ift no^ 
Siegel rotiftblau, »ai^renb id^ fie a» bunfeUirld^ot^ nottctc 0o(btTtige 
fünfte fmb io^tteid^. S)er S)uft ifi bflnn unb Mduli<|; mä^ m biefer 
grud^t, wie an ber Stot^en Wirobcae fanb i^ bie feinen ^tte oft ndt 
bunfelrotl^n ItreiSc^en umgeben unb au|erbem ^ unb »iebcr gri^eie 
Stofiftgtiren. 

S)a« %UiS^ ifi obUSIid^, getb^ fftfticid^, confiflmt, bod^ vxt, 
}ttd(erffig, unb tt^n aromoti^ 

tkt 6 t ein (Sfct fi^ Dom SMf4<# iß ^ Siegd 9"' |od|, 5 
breü, 8 bitf, wax bei mir nur 6"' (o«, 4 IvcUtutb SVi"" Mdt unbip 
oieSei^t bie Vngabe in Siegels SSeile ein 2>nidtfe]^(er, ba ein mir g^ 
ftnbter, oben bargefteOttr 6teln girnj bie Ortle Ifttt, mle bie non mir 
^* gewonnenen Steine. ®efta(t oihiI, omStidenbe finrnpffirt^^, (Mte 
fiod^, »enig raul, aftertantig; 8«ud^furd^ brrft unb feilet; VHtidtaie 
be« atudtoiB etnmB erl^oben, ermeitert fid^ oft n«^ bem Stiele |ta ctmot 
unb mtrb fd^rf • 

Steifgeit unb Stützung: geüigt «Htte ScfiL, ifl betete ttlj^ 
fmd^, mlrb inbe§ oud^ gum Xrodhien tntgen, mogn Siegel fie tmoflf^ 

Ut «•um «M|<t Mftio. »fcb w^ 2kt%a ^^, tum okii f*m Sß^ 
unb in bet 3ugettb2)oni<ti unb j^otten meine aOerbingi no<t Jungen tMtame ¥tß 
«etfioeiote nrone. S)er 8aum oectrftgt na^ SiegeU Crfalrunoen ^a^en Atte> 
Orob unb ift fnu^tbar* 6eine Blfit^e erfd^eint fp&t. Commeriaictgf goiK' 
braunrot^ mit feinen geiatül^en fnnltcn unb «a<| unten fioclcrcn gcl6fU| fUbo* 
^ftuiigen ^f(e(fen bebest, !tt((, gegen bie8«flO etmft untetbro^en fe^lUf|bMEl|( 
eiatt !(ein, ^e(enb, faft fla^ auSgeireittt, auf bet obetn Seite fotl, giftninb, 
fein gef Agt, oon ^orm m^ Siegel eif5nnig«f|^itigr »&(renb k( baffeCk fa^ 
tif^f oft me^r onal fonb. »fottftiel bot aUetmtilt S gtlblUbe SMfcu. 
fiten gebr&ngt, flnb oBfie^enb, h\d, hit}, legetfOrmlg. «ugentrtger uiebclo. 

SInm. 2)ic Sm^t iß lemitlii« bui^ i§m iUein|eit, belüften meWmi«, 
rotbe Sarbe nnb bie na4 Biegeid S<b(ttbbemerlung etvaO ybiolenarttge (b. b- «4 
bem «stiele etwa« pdrfer abne^menbe) gorm, oel^e lejte 1^ an meinen gM^tci 
nod^ ni^t n>a§tnal^m, unb bie gnu^ in obiger gigur gegeben babe, mie i^ fit 
fanb, ]eb0d^ no^ nii^t gebbrig)ablrei<be9rft4tefa|. 2^ meine gcA^teno^m«! 
ge|btig ooBfommcn gemefcn fein fOnntn, |d^e üb oben nb« b. bie omi t^ 
Dr. Siegel mir ftberfanbte Seic^nung beigefft^t Ob erbte«. 



309 

No^ 41. «Hilf iMMktlifnnif: ir-^U» i.B«;fiiMtf4nitft»«ii., t^^tflti 

•; r- n, «^ A» m 




üeitli 3wtlwfl|^flMW. Eifgtl (tili SKOiMteii) * Inf. 6ept, »UtMUen lug. 

^timat^ unb Oorfommen: bie JtSnigL batdf(|e 5foiio^ 
mifd^e <Befe(lf(^aft in VI fi n il^ eit fanUe einen Oaum biefetQattung 
nntet oBigem Stomen on i^tn. Br« Sieget 

SIteratur unb ^pnoni^mc: Siettel 6ef4tleB bte Sruc^t $eft lY. 6. 26. 
eitee kifeOl^ ft^imbe l«r* ills&l.« 2)«<jiial^K (at ^e im fja^xtx III. 6. 183. 

Oeftalt: gebrflcft ruiA, etnmB nierfritig, oben unb unten flad^ ge< 
brilitt, mi^ bem 6üe(e gn mel^ ftbnd^enb, Btfiden unb Soud^ me^r 
f[^ unb aiem({i9 gtei<( auBge biegen , in ber SRhte am breitefien. S)ie 
tatttt fit^bate 9fail|t brftctt ben tftMtn uieber unb trefft ungteld^. 9)et 
Stempelpuntt 1ie|t lla^ in btt VHtte beS jtöpfefi. 2Me '^d^t i^ gro|, 
P 9«' ^ unb eben fo bi«, 1'* 8'^' breit 

Stiel: S""' lang, bftnn, l^aorig, fl^t in einer tiefen auSgebogenen 

Wie. 

^aut: bitf, absie^bot, l^^rotl^ mit ga^Ireiil^en grauen Ißuntten. 
S)eT Shtft ifl bi< unb btftutt«. 

%lt{[^: weingelb, ftra^Ug, gttnjenb, faftig »on einem ffl^enpori« 



8W 
ftairtc» QfMm^ tookl ^ aal^ ittfll^iivgoi iwtlfiJiMftrt, Mm 

6t ein: liegt l^o^Um $Mf(^e (oiu^ iitVt oWifl USß«), iftfciiier 
Sorm na(| oBen gegei^et^ %U 2 6tiitte netoieitimibet flnb Steine einer 
5Dappelfru4t. dt ift 9*** ^^, 7"' tieiu 6''' bi«; StJUentanttn mit 
abgefonbert unb er^ben, eon^ftttil^ feiil^' eoden (eoSlbt nnb naclig. 

Reife nnb ftn^nns: Me ^nt^t geltlgt tmli eieg^I im ecflen 
5Drittet beS ^epb nnb fo »Irb fh^ bie $nnl^t in geio5^nß<l(en 3«|ven 
and^ f(!(on oe^olten. 3« 3<>(t 1859 mit feiner «m^ SomMuvftnne 
mar fie iebo^ fcfon ben 21. Kugufi reif« lOie fd^ne gcnd^t ift i|(er 
Xufmetifamtelt »ertl^, ba fie onfelnlid^ %tü% nnb aml^ gnt ift, na^ i^c 
ber 0emeinen S^^^^ i^H^ unb i« Stegen nid^t anffpringt, «m 8anit 
fcft^ingt nnb {l<9 au^ lange boranf gut er^tt. Sieget giebt i§t L 9iu% 

^Sigenfd^aften bed OanmeS: berfetbe treibt mittelmd§ig ni 
ift firo^nb tragbar, bringt mei^enS gepaarte %A^\t. S)ie 6«mver> 
gmeige {inb la^t, bo(& giemttd^ fül^tbar burd^ fleine margenartig^ ih^ 
benbeitcn fteBenmetfe nneben, rot^brann, nnterfeit* grftn« 2)ie Otttter 
finb groß, eimnb (e^Armigr O.) mit ^tttanf gefegter , giemfi^ fanger 
®pi^e, nnten behaart, gefigttgeterbt, am ^mnbe mit* 2 Reinen SMfen 
befe^t t>tx eiattfliel ift bel^aart, rotl^&rbt nnb bift V' lang. iM 
Olitter an ber 6pi^e beS ^n^eigeS {Inb o^ fel^ groBr tnnbUi^ nnb 
gwbgefftgt. 

Oemerlungen: Ottger ber nprttegenbqt lemu i(^ nnr n0d| bie 
Pflaume mit l^albgefüater Sliltl^e, meld^ norgttgtmeiff SDoppetfifid^ 
liefert, benn einjelne ^m\Hin^\xiiitt lommen me^rfad^t bcfonbcaci bei 
ber Stetigen Sierpflanme unb ben mit biefer Dermonbten Sorten, 3. S. bei 
ber 6d^mal8 i^rbftpflaume n« f. w. vor. 8n ber S)oppe^nti|t ber 
norliegenben 1^ febe ^albfmd^t i^ren befonbercn Stempetpnnlt , mie 
oben in gig- ved^td angebeutet, and^ iebe i^en befonbcren Stein, ber mit 
ber breiten Aante (Sündtentante) in ber gmcbt bcm anbecn Steine gegen^ 
tlber fi^t, aber Heiner, ald in ber einfachen, oben befd^vtebenen ^jnid^ i{L 
S)ie S)oppelfrud^ b^t nnr eine gcmeiiiMfa|tlid^ ^un^, Ue aber cingl« 
um Uuft unb auf ber einen Seite tiefer al8 auf ber anbem einf d^neibct 
2)iefe fc^Stfer eingefd^nittene Seite ift alS bie eigentlid|e %nx^iüt 
ber 3n>iQin8^f nid^t gu betrad^iten , benn bie gurd^e Uuft b^^r in bii 
Stempetgr&bd^en auB unb eS gibt biefelbe andb m erften nod^ Selegen^ 
beit, Oetnubtungen über bie Sntfte^nng ober Aber baB ^Uf^mmennNU^ 
fobber Z)oppe(früd^te anguftellen. 3a^n. 



lk.4S. 






6: -, U, % k. m. 






% 4 




■ i 



I > 



I • I. 



4>eimat| unb Sorlomwen: biefe nik^ .fe|r nmig »crbrdttte 
grillt, Ue bei Qkh^t, 9^ti]^ unb gutem ©efd^toad aOe fhff^mimg 
Detbient ittib fid^ befonberS aU SRarttfrud^t eignet, erjofl ' ber bebmnte 
SoHinf^^iiiii^v ttnb ^ßornolose, ^r. Sil^amal yi. ^i^i^Niiloii in 
CS^meit, Don bcm {(^ »ein ffM» er^iett» Sie ift oifat ^mtl\^l onB 
ctann 6tei«e bev 8toU^ SteTfifUiuBu eiUftanbeiu 

Sitetatur itnb fi^non^me: Sieael bef 4tie6 fte t^pn Stauenborf et Bffttter 
1646 6. 2SK) unter oHgem 9{(imeii unb oenaimte fle nad^ intern C^ieber. 6ie 
ifl «icber anfftcffll^ «eft IlL O. 96 9hr. 86. Dk Anvata 1659 6. 81 ttlMi 
«mibMf, Me «»er a« <Mi UKb |tt ftiitl Uott bebiiftit i{L Sswlb Dbi^Sob» 
Stcf. XL 9U. 18 8i»t letmUtibe Sloiibilbuiig. 

®eftalt: grofi, nad^ Sieget ±*' S'""^^, Ifiinie tk^eniget bid unb 
feeit 3iJ^ l^te {ie bi^er mectli^ grb^, unb fmb itgeub gute ^[riU^te 
2" (0^ unb gegen 2"' »enigec bi« unb bveit, 0f» fafl 3''' loenigev breit. 
Ccpalt umgete^ eifbrmig, am ftoyfe flQ<| abgerunbet, uad^ bem 6tiele 
wiiangt uib etnwS voigefd^ben fiunipffptl. SUUfin unb Soud^ finb 
nur ettoai gebrütft unb giemlid^ gleid^ fi^0bem SMe mifleiil beeilt 



ber VHtte brr 6vit}e ge»ftlM14 rtmA vertieft, efaijeltt fiail^. 

etiel: iiac^ Sieget Aber l'' laim, loar M mir bei inc^r «rb^ 
ber Sntd^t nur 7-8''' In^ ifl la^ unb bftmi, fMt in fd^t«^, gegeR 
ben ffOäm abbufenbet S^i^t unb (ot ba< <Eifleiif , ba^ bei feiner 3"^ 
f eftion in bie Srw^t i(n l^flg runbunt ein rmsenartigcr ICciner Stel^ 
nmlfl umgibt, ber no^ bem Wfiden 1^ immer mit bemCMele, nn^ kern 
Soud^ ^n mit ber Abrigen ^ut ber gru^t |uf ommenl^ngt nnb fi^ 
grbBtentl^* mit bem 6tiete (erouliie^ tt^ 

S>ie f$arbe ber Mm, abjietbaten, fftueilfa^en ^ant ifl no^&cgd 
^rot(, mar bei mir bunfler unb brounrnt^, uitb finben fld^ no4 knnt» 
lere, faft f(^mAr}li<l^ rot( gefdrbte CteOen, bie ieb^ii^ ^olgc non S>m< 
im Sinbe ^ fein fd^einen unb U^ an re(^ ooatmnmenen Stuften ni^t 
falft. 9olbartige fünfte finb fe^ fein, nü^t in bie Rügen fnOenb, neben 
biefen Itelne, bnnfler rMI^ ^Itd^tn^ mand^mot lui^ S(ber|[eden, bk 
wn Befähigungen ber jungen Srml^ entfiel 

!Da< 9Ui\ii ift etnmS ^Ogelb, firal^lig, i<rt, fd^mel)enb, nii^ f» 
faftooD, mie bei ber gemutl^ma|ten SRutterfm^t, Um bei ber Heber» 
reife ^Ibft etmo* troden mcrbtn. Der fikfi^inacf iß fflfc bnr^ etuMi 
Cfture gelben unb fe|r angenehm. 

Ser etein Ufet fi« M« au^ Mt flUUtentotten gut Mm SKeiM^ 
ifi bei mir 12"' lang (na<^ Siegel 11), Tbrdt, fiartbbid; er ifi onol, 
mit norgeft^obener 6p<tK; Cou^n^ breit nnb fei^, Witteifatttf bei 
breiten RftctenS mitb fj^arf; Catfen ]^o<| gemblbt, menig rau|, ^rt 
afieiniung. 

fKeifjeit nnb Stu^nng: {eitigt im le^^en fhrittef be«6ept, eft 
eril Vnf. Ott., unb ifi für Xofel unb SRartt fe$r braml^bar. 

Set Baum »ft^it in herSugtnb rei|t fM^ f^elnt «ber, no^ meine» 8inn» 

in 9{ien(ttrg unb (ier |tt uvt^eilen, bnr^ gro^e unb frül^e Snu^tbarleit im fBmbfe 

balb na<(|u(aifen. triebe beft jjutmen Saume!) Tang unb ftad, na^ oben medn# 

abne|menb, f afk gerobe, f a((, bunfelbrauit, unten iiCber^utig gefMt. IBUttt p9%. 

fle^enb, fM^ aulgebreitet, ölen f a^f, «im ^otm mIs^ Siegel breitOMi, mn ber 6pi|t 

notgefd^oben fhnnpffiii|, am 6tie(eiibe gcnmbet; \(Bi be}ei<bnete ei a(t breit ettytftfibr 

Qa4 bem 6tie(e fall gerunbet, oft an^ me^r breüeifbrmig, niij^t fdten aui^ nm» 

gefe^ri eif 5nitig« Xugen bitfbauc^ig, {himpffpil, an feinen trieben etmag abfleteab» 

an ftatfen f afk anliegenb, ehoag »ei$li<9 angelaufen. S)et 9[attfHe( (at meift 2 Mif cb. 

Knm. 3n i|rer 9leff|eit lann fle mit feinet anbem ^^t »etmeAfeit vet* 
ben. Ha^ gat mannten ftgemi^aten ifl biefe Snn^t mettfi«^ ^bb^ ali btei^ uab 
Ibnnte oielleic^i bann fo gut a(g bte Siot^e dierplUkume nu (S.U I. gebdren. Bit 
ifl au(| babur«! np^ ftmtW^, ba( fW, eben fo mie bie 9iot^ ^ietpflaume, nk|t 
feiten etmietne SDoppetfra^te bringt. OberbiedL 



SIS 

«( ^ Ol ^ B «, 




,« i 



« . • • - • . . . • 

%tui^, mUit Siegel 1841 von 2>ittt^ ct^ S^ec ^ «die« lUranM 
iß itU|t Mmnt uA ^iMi fk id feint« tpMiotefleN wqidnwmetu 
et Ctkn« ijl eine et«M MSqon, tmb i^Mt ^nu^ bott «Udi^; 
ctai^diaifi^ BciMeiit ^tat^tu «oMu «tt beB(«tt XofelMit »* 4^ 
fi<^ iitm tTOtfiicn \tißc gut. ■ Wein 9Mt er^ft i^ tmi Sieget» 

Siteratut unb 69non9me:£te8eriIt.6.989t.876ttitteroMaem9rameii. 
Sif^I (X^ielt fie «im^ ooii Bcntittim tmUr bem no« ¥cf lni|l»«>|eiiS(5?iilg «M** 
gcf^^eiitn 6tk(f^ j^crgenommaiitt Hcmeti IRamclomi^i Me tv i« beti Ba* 
einfgtett Svauenborfft Ofattem 1845 6. 269 befc^tieb, fp&tet abet ebenfo loie iö^« 
«It Mdcr M flbnein ei^aimte. f^ogg im 9{«mia( ffl^vt bU €^t Mettne w^ 
bk 9laiiic(9Mi^ i^ if be fite fk| auf, bcf^vtibt fit ob« flmlUI (M<(. 

«eflatt: 1* 5"' ^o^, i" 4'" W* uwb etwtf ttenljet btdt. 
9Miie (ieftgett %ta^it oon irid^t flarl ooHttaflenl^eiR ^to^it wntfx, Mn^ 
yaar Knien grftger, n^ie obige ^igur geigt, wo b Ue 6e(tenaiiftt^ gttt ( 
in SHfnbttrg oon ber angegebenen ®riB<^ ®eflatt fur| eiffttmig, mit 
«orgeft^obener Gtielfj^^e, atn Kopfe tlnmpf fpi^, Ue gri^ Stfite liegt 
meitlidd nad^ bem Stiele ^in. Stftden unb 9aud^ finb giemH^ gleich 
er|oben. S)ie ftad^e, oft oud( tiefere gfurd^e t^eift oteifteiM glei«!^« 6tem* 
peljmntt tlein, liegt batb ai^ bet Spifre, Bdb etnMA oertieft i\mW^ 
in ber 3Ritte be8 ItopfeS. 

€tiet fa^I, 7'" lang, ftarl braun, fi^t auf einer flarl oorge* 



\ifilbtnm, «tf >bit Sm#fift( tatfyt er|i|tni f#tafen iBifÜj/t^ k#4 lovncit 
ottd^ ^-rfi(|te Mr, benen bkf e ^irifyl^ vNiiiB<It 

^atbe ber gtf^matfldfcn, }a^ mit b&niiem iDri§lU^em 2>iifte be» 
lanfenen S^oxit ifl gtflnU(| gelb, in ttd^ter Steife gelb, uni bie 6tieIfIA4e 
unb an ber Conneitfeite läufig ftaxt m^ pmdtht nnb ge|Iecft, ntowj^niol 
fo^ gang rot^ angetaufen* 

t>ai %lti\^ ift gefb^ fira^Iig, )«rt, nra ffi|em«gtii$ etj^oben 
OTPniatifi^em (Befd^made. Slot^ meinen Xnnototionen fd^eNt eS mir 
jebocl, als ob bei mir biefe ®ftte bie t^nt^t nur in marmhi 3<>^ 
ge^bt l^ttt, unb l^abe id^ imeimol ben <B^mad nur alg gut, in trode» 
nem Soben lUib S^i^ren fogar emmal ben 6iein üi unabl&fis notict 
SA fol^ no(| nic^t «ft genug grAd^te, ba ^robegmeige butdb ttnfal 
mebrmal t^erbarien. 1859 uhtt bie 9md^ tto^ ber ^errf^^enben S>ftrre 
nrieber tbftttd^ 

Z)er Stein Hegt nod^ Süegel l^ol^l im ^fd^ nnb mar ou^ bei 
mir obibfig; fr i|^ i)erl^i|t9i|m4l<t *n^ «Ml,anb#bfii (Silben etnwt 
iugefi>i|)t, faft eOiptifd^, am 6tlelenbe tur), fd^ief fpi^ Stüden nur »entg 
wt!^ txf^nlitiif.'ffci^t'Vtv^it in ber. SMttt* «SAdtattonten breiig f^4# 
Mkn fiadf, tmilfy, oftetfantig. 

ffttl^i/dt nnb 8bn|u«e: ieitigt im l^dben ttag^ft mit bergenea 
^fcii^gmctfcbe nnb ttl^ flttifeq^Iattme k*^ faft tmüi mit ber itteigii 
i/lfamt nMi Zonti, serfprbigt imftegen iridftt imb ge^fct in i^Mt* 
bmmen^ett ^ ben belHoitflen Xafclforteii* . 

SDer 8a um 1^ gernft^igten Strieb. Selber cimftatirt tUM| ni^t ge» 
nng, ob er bei nnS linreiibenb frud^tbar iR» ^ IJI e. 98 fogt 
Eiegel „\^vtt tragbar gu fein." ^^ IV. ©♦ 57 nennt er il^ ^jiern^ 
fid^ tragbar." Striebe an ber 6annen{eite braun, an ber @^attcn{eite 
meift grän, gerabe, fa|l, btSmeilen efat Senlgeg behaart Blatt mittd^ 
gy«i^ etmot rlnncnfbrmig, oben lal^l, nuten nur menlg bel^art, faft 
rmueUol, bunlelgrOn, nad^ Siegel eifbrmig, id^ fanb baffelbe ooal, mit 
Inrier aufgefegter 6(11^^ oft mc 1^ eOiptifd^ Slottfilel mangelhaft brfipg, 
tjugen bid, furj, fpib, obfte^enb, nad^ oben unb m bannen trieben 
aud^ anliegenb. S:r&gerlttr), l^d^, mul^ig^ balb gerippt, bolb ungerippt 

Snm. J^nn bei il^rer eigent^ümlid^en ®eftaU ni^^t leicbt oenoed|fcU 
»erben. 9>ie gelbe grulimetfd^ unb (SHtbomeS ^metfibe, bie beibe etma 
^leid^tig reifen, finb grb^er, l^aben anbere @eftalt unb fene am| meü 
meniger eblen @efd(|mad unb unabibjigen (Stein. 

Oberbied. 



315 

No. 44. «nrtlrt?! KiMMt. U -11. 1. C; 3Ml«mit tm^ tflk 9>. 

6: -n, >, B ». 





I ; 



fUmslef f f IWfobettt. • « «nb 100^ f t He t>tmtl Stt^. 

■ ■ • ■• 

4>eimatl^ unb {ßorlommen: biefe l^öi^fi fc^ft^bare SEafetf€ii#i', 
bie ebenfo ioett|DolI für ben ^augl^att fein bftrfle, ergog Siegel au8 einem 
Geine ber Sronnauer apritofenartigen Pflaume (92t. 101 ). (St nHb« 
mde iU bem ißflaumenftennbe $etm i^eintid^ 9tang]^ri^ ^anbtungS« 
9tegoglanten in Ißrag. 3ft ii'^^I ^4 l^^f^ ^^^^S verbreitet, Derbient 
ober bie ^äufigfte Slnpftongung. Stein 9leiS erhielt id^ oon StegeL 

Literatur unb ®9non9me: Siegel IV. 6. 31 SKang^eti'd frfl^e ge((e 
SRirabeOe 9tt. 207. 9(molb O.«Sa0. IX. 9tr. 8. S)er 92ame fommt in Slegeld 
Cki^riften ror mit ben Variationen 9lang^eri*d fr&l^e 3Rira5eIIe unb 9tangl|en*S 
aelbe SX^trab. @d nirb t^unCid^ fein, i^n, »ie oben, abnuiar^en. S)o(^na^( im 
9fi^rer nennt fte 9lang§eri*d Stprilofenpflaume. 3n SiegeU $flaumennerfe bat burd^ 
einen SDniif fehler aud^ bie ®ro^ Haue Sioetfd^e oon ber SBormd 9lr. 207 ftatt 297. 

©epalt: fafl mittelgroß, 14"' ^oc^, IV2'" n)eniger bldf unb breit; 
Tunb OPal, nad^ oben unb unten glei(^ abgerunbet, um bie ^itte fafi 
gMetrunb; ber fiSrlfte S)ur(j^mef[er liegt in ber ^itte. SDie unbeben* 
tenbe gurd^e brüdt ben Sauden faft gar nid^t unb tl^eitt g(eid^. SDer 
fühlbare @tempelpunlt liegt fd^mad^ oertieft in ber ^itte beS ^opfeS. 

©tict: T" lang, nad^ Siegel bünn, bei mir giemlid^ bidf, ift be» 
^art unb fi^t in Heiner ftadger i^Sl^Iung. 

fifarbe ber bunnen, genießbaren $aut ift l^eOgelb, nad^ Siegel nm 
ben @tiel unb auf ber @onnen|eite mit einem lebl^aften Stot^ ange« 
taufen, oft aud^ nur — unb fo bieder bei mir, rot^ punitirt unb rotl^ 
gefledt, mag bie grud^t fel^r \6)in mad^t. S)er bunne iDuft ift meißlid^. 



816 

iii<|t »cid^, fonbtrn fcft^ vm belilatem, fe^t suderrdd^en 0cf<!^de 
mit Um cbd^eti ^arf&m. 

Der 6tein USt fid^ oom S^Ieifc^e, i{l 7''' ^, 5''' hdt, 3 Mi 
SVs'^' bU(# omL 8tfi(fcti laum etwas mel^ erl^obes, Jtatttcn ^»vf, 
bie Stebenlmteii ftnb burd^ tkfe gutil^en 6e(|reiiit, Oatulfttnl^e Ihtit 
«nb lief, Sacteti fein xm^ üit €fwctn von Sftedantiti; gf}|te Breite 
liegt in bet SRitte. 

{Reifjeit ttnb Ru^ung: aettigt na^ Siegd im goeiten Drittel 
be* VugufU, bei mir gegen Snbe Sugufi, fa^ nod^ mit ber rotl^ <£ier< 
l^flamne, ober etnMiS 9or i^r. 31^ eine miSertefene S'ud^ bie ondl im 
Siegen ni^t ouffpringt. 

Der Saum wirb wt^i^ Siegel gjog nnb trAgt bie Corte tn(| M 
mit fafl i&l^rlid^ fel^r ooK. Gommeriweige gerabe, (ol^I, buntelbraim. 
eiatt mtttelgrot, breit, eOipttfd^, oben Ia|l; SlattfUel brflfig; Sitgn 
gro^, gebrftngt fi^b^obfiel^enb; Xugentrftger l^od^, jc^nnu^ gerippt ober 
nn§erippt 

Oberbietf. 



aiz 







^eimat^ uiib Sotlommen: Siegel etl^t ftc um (bwaunti 
in iSiln ititb bewerft, ba^ et fie )tterft in bemiSotalog ber ^ol^enl^eimer 
Stttuifd^Ie nen 1823 «etjeUi^net gefunben, loeU^e lurje Se^dlTeibttne 
on$ S>tttritl^ in |. ipmibb. IL 6. 294 entlehnt l^be. 

Sitetatitv uitb C^non^mc: Siegel IL 6* 157 9hr. 189 Uc Dttoman. 
^ftifcf pflaume, Imperiale OitoBeBn«. ^itirU^ILnti •Qpn; Oberbietf 




Obflcabitiet eect. lY« Sicf. 2 ifl fle liemUc^ gut, bo4 etioad |U (Angnd^ abgetUbet* 

@e{latt: Siegel befd^bt f^e al8 )iemli($ nMit}€nf5rmig*oiMit, oben 
unb unten )icnili(i^ gteidft abgerunbet, bod^ breitet aU bid| n>eil auf beiben 
Seiten etnniS gebtüdt; bie t$ur(|e btfldt ben Städten wenig, bogegen ift 
bet Soud^ }u einer ftunipfen @d^neibe erl^oben. SDie ^[urd^e ift flac^, 
t^neibet nirgenbS bemerlUd^ ein. S)ie grudgt ifl in ber "SJUiit am brei« 
tepen unb bidften, mäfeig grofe, 14'" ]^(^, 13Va"' breit unb 13"' birf. 
34 ^H^i fte meift ein)aS griger« 2>er @tempelpunlt ift Hein, meift 
fühlbar erl^oben, jt^t ^Un in ber IBliitt auf ber ©pi^e ber ^rud^t 

@tiel: fe^r lang, migt faftl", bünn, unmertUÄ bel^art, gerabe, 
grün, ft^t fafl ganj flad^ in feid^ter, gegen ben SBaud^ geneigter ^l^(e. 

^aut: bid, fel^rg&l^, fauer unb ungenießbar, lä|tfl(^ aber gut ab< 
giel^. garbe n^eiglid^gelb mit gränlid^em Sd^immer, (ma8 id^ menig finbe, 



916 

bie Seife fitiaft wit gbttflritt uiib fo fftnb fk M^f^OMli^ Itfefaic iod|e 
Ibmtte ßsb nur nesig oert^eUt, \ifyc fdtcn fbib rotl^ ^nlte unb ^(edE^eit. 

St^if4* grünl^gdb, bei mir unb Oberbiect golbgdb, burd^jti^ 
glin)^, nxid^, fc^melgenb, fe^r faftig, oon fel^ \ä%tm, ongenebnai 
(Befd^madt, bod^ o^ne befonbete Stl^benl^eit, wobei man nod^ biSmetlm 
etma* fein Seinfftuerlid^ benortt 

Stein: liegt l^l^l im %M!{^tt bod^ bleibt mei^ m ben 9it|eiu 
tonten eHoaS ^eif($ Qeben, er ifi 8"' $0^, bVa'" i^, * Mdt, iioii 
gorm wie gqetd^net. X)ie Stttfen Pnb fiorl roitl^, afterfasüg, SJüttel« 
(ante bei StüdtenS ftart erhoben unb fd^arf, btSmeilen nacb unten fUlgeU 
artig enoeitert Oaud^furd^e feid^t unb breit, mit {fatmpfem, bo($ no^ 
ber CfH^ l^in meift jactigen Kontern 

SHteife nnb Slu^ung: fie gettigt im lebten Z)rittel beSXug. mib 
ifi eine gute, giemti^ ^rü^e Sru<bt, bie ouf bem Obfimortt ttbfo^ flnbet 
Sie ^Angt feft am Ooume. 

Sigenfd^often beB Soumei: berfelbe l^ot einen Irdftigen 
ffittd^S, mirb grog (fhtbt 1^ empor) nnb tr&gt fho^b; er blü§t 
fvftl^ mit großen ftrmibidttenu Olfttter m&gig gro|, breit^et^hmtig (brtit. 
oool O.), otmoS htr; )ugefpt(^t, unter^olb etoMiS bel^ort, fofl fd^acf bop« 
peb geftgt, am ®runbe oft vOt gmei S)rüS(ben. Oloü^ele 7''1 Umg, 
bftnn, fd^mad^ be^oort, rotl^braun, meift brftfenloS« SommergOMige oft 
fe^r flarl, gerabe, oioUttbraun, fal^L 

SBemerlungen: bie Ottomannif(^ ftoiferpflaume ma<bt fii^tenni» 
lid^ burd^ iiemlid^e 3]tittelgr5gq ligulir ooale, etmoS roaljenfinnige Se« 
ftalt unb golbgetbe $arbe. S)te S)urd^ftd^tige, n)eld^ mit i^ reift, tjl 
grSger, grfln ober gelblid^ grfln, im ®efd^macf. überaus $ontgffi§, ober 
ibr Stein ifl unablbeiid^. S>te oon Oberbiedt belannt gemad^te gftfl^ 
Xprilofenpflaume, bie au^ mit il^r reift, ifi runber, bleic^gelb, unb ber 
Coum ^ot beboorte 3n>^fl^- 'u<^ ^'^ ^^^^ fP^^^ jeitigenbe SSetge 
3ungfenipf[oume ift runber. ^ bin mit biefer $fbiume mo^t sufrieben; 
fie reift gn einer 3^it loo anbere gelbe pflaumen fehlen, bie gelbe Vpii« 
lofenpflaume unb ^Iprifofenortige merben fd^on fpiter reif unb fie bient 
fo iur3icv^c ber ^floumenfd^ale, flnbet auc^ immer Seifdl, umfome^, 
als ber ©efd^modC nid^t etmo fd^Ied^t ift, fonbem bei geringer Sättigung 
nnb in guten Sommern fann man i^n aud^ erl^oben nennen. 2iegel 
fd^eint na^ S(^tlberung i^rer ^rbe fie nid^t im gehörigen @rabe ber 
Sleife ober oon einem Stanborte, ber fd^attig ift, gefoftet gu b<^bcn. 
tlud^ Oberbiedt tobt fie, namentlid^ oud^ megen Zrogbarfeit 3<>(v. 



319 

No. 46. SMIe 3ll|ftl«|fUK«iC l: — n, l«C.; Ssoetf ^enavt 9>am., ^tm%t. 

6: — n, 3. B. a. 




Tirginala ä froit blano» 

^eitnatl^ unb Sorlommen: gel^Srt )u ben fd^on I&nger Uß 
famtten grüd^ten , bürfteaber bod^ no(| fel^r toenig verbteitet fein, lotnmt 
att(^ bei immobgijc^en @<l^tlftftellent toenig Dor unb i{l i^r ttrfprung 
unbetaimt. )iBetbient »cgen groger Stragbarleit unb @üte al8 %a\tU 
unb aRarftfrud^t aOgemetne Snpflanjung* allein 9teiB erl^ielt id^ non 
SHel, burd^ ben bie grud^t }un&d^ft Derbrettet ifi 

SiteTatur unb S^nonnme: Siegel II. S. 165 3tx. 22 unter oMger 8e« 
ttciomiiQ. SHttr. IL 6. 240, ^tttt. O.^ab. 9tr. 61, Srnotb D.(S. X. 9lr. 10, ^iel 
Bj^tanat. Sergeic^niS 6. 136. S)er giemlic^ !eimtU(^en IQegetatton nac^ »erbe 
i4 biefe gnu^t oon^m. ituti^&rtner ^artioig gu Sflbed aud^ a(g Double benrr^ 
iritie erhalten l^aBen, wal^rf(!^einK(9 aud^ aldoon ber Sodet6 ran Mona alS Pmne 
• precl^ oieQeid^t aud^ nochmals a(ii alteBse blanche. 

®eftalt: etn)ad lleiuer a(3 bie groge SHeinectaube , mit ber fte 
fajl gteid^e gorm fyxL ®rö|e nad^ Sieget 14"' $5l^e unb ebenfo niel 
©idtc, biswellen aud^ Va'" ^««^^; bei mir mar bie grud^t meiftenS IV2" 
l^od^ unb bitf* S){e Sreite ift laum merlltd^ geringer, a(d bie S)ide, bie 
^orm ift runblid^, nad^ bem ©tiele etmad SBenigeS mel^r abnel^menb, 
ald nad^ bem ftopf, mo fie merllid^ gebdldt ift, ntd^t feiten aud^ nad^ 
beiben Selten gleid^mä^g abne^menb. S(m dtidzn tft fle nur mentg 
gebrüdtt, mo bie fla^e %nx(!^t, bie oft ganj fel^It, meiftenft gleid^, oft 
jebod^ anäf ungletd^ ll^eilt« SDle größte SSreite faOt in bie 3Ritte« S)er 

3ai#tiTtcl ^anbfiu^ bei Obfifunbe IIL 21 



320 

bunfelgelBe, fid^tfiare @tempelpunlt liest oben in ber Wttt f[a4 vn» 
tieft, oft lebod^ au^ etiooS mel^t nad^ bem 9tMm ^in. 

Stiel 9'" lang , bel^art , bünn , etnmS gebogen , meißenS toflfIeiH|, 
fl^t flacl^ auf, in enger, fet<l^ter ^biflt. 

S a r b e ber garten , etnxid burci^ftd^tigett, abgie^baren ^ut , iß mei^ 
Udf gelb unb geigte bei mir aud^ immer burd^fc^einenbe ftarfe grünlidj^ 
©trelfen unb $un(te, ober ftott Unterer »eillid^ feine Xupfen, gar 
ni(|t ielten fanben fi(i^ aud^ an xt^t befonnten ^rflc^ten bei mir bbtt« 
rot^e fetten , eingeln felbft an einer ©teile ge^uft unb l^en biefe 
Siede mand^mat einen f c^margen tDlittelpunft. 3^genb befc^attete gräd^te 
finb iebo(^ einfarbig. S)er S)uft ift n>ei|lid^ unb bflnn. 

iDall ?fleif(b ifl gelb, gart, bod^nic^ met(^, unb von fe^r angp 
nel^mem ffl^en ©efd^mode* ^n red^ter 9leife mar ed bei mit fafl gang 
ablbSHc^, mdl^renb Siegel e&atS unobtS^lid^ angibt, felbfi. 1860, m 
bie 9ftetf)eit naglalt nmr, fonb i^ eS fo. 

Der @ t e i n ift nad^ £tegel runbli((, mit einer am Stielenbe etmoi 
Derl&ngerten ftumpfen Spi^e; id^ mbc^te i^ nöd^ genauer begeld^m 
als ooal, nad^ bem ©tielenbe otrjlflngt unb abgeftu^t, eingeln fanb ü) 
ibn au($ gtemlicb fDiprif*. ©ie ®tb%t betrSgt 8'^' ^^t, 5-6 «reite, 
4 S)i(fe; bie grigte «reite faOt in bie 3Ritte, berdtutfen ift mebr auS' 
gebogen, bie «acten etmaS raul^, gtemltd^ erl^oben; bie Sau<^furd^e $ 
feid^t unb meit, mit meiflenS gadigen Tanten; bie 3Kitlet!ante bei 
9lfidend ift erhoben unb fafi fd^arf. 

Steif gei t unb 92u6u ng. ^eittgt Slnf. @ept. etmaS oor, tl^rili 
nod^ mit ber ®xo6en SRetnecIaube. ^ftr Slafel unb ilRarlt ©pringt 
aud^ in anl^altenbem SRegen ntd^t auf. 

2)er Saum Meibt na$ Siegel flein unb itftgt {iemli^r bei mir {ebod^ reic^ß^r 

gumal er balb viel htr^ed gfru^tl^oli moc^t. (Sr treibt feine Srflt^en fpftt Bomau»^ 

gweige aerabe, braun, an ber @4attenfeite grün, mitbur(^bro($enem@iber4&ut((en 

belegt, la^I, bod^ gegen bie Saftd !aum merfCid^ lur) »etc^^aarig. Statt mAfig 

gi30^, flad^ ausgebreitet^ oben fa^f, unten bel^aart, nad( Siegel breitoool, bei orir 

mel^r balb breit unb fpi^eifötmig, balb eiooal, oft au4 giemlic^ cUt^^tifd^. SUdtt» 

fUct l^at Prüfen; Slugen flehen gebrftngt, ftnb bauchig, fpitfig# (^araftcri^f^ 

ftarf wei^voUig unb abfte^enb. 9(ugentrftger fc^mat'unb rippenlod. 

Snnu Son ber |iemli($ |ug(et($ reifenben unb ft^nlic^en ^ü^en St^rifofenpfiaume 
unb ber etn>ad früher reifenben (ubfond gelben grü^pflaume unterfc^eibet fte fl4 bnt^ 
me(r weingelbe garbe, etnad me^r ®rö(e unb bie fallen triebe. '2)ie Srottnaucr 
apritofenartige Pflaume geitigtfpater, ift ^ö^er als breit unb an ben Seiten aebrütft 
5Die an ^orm ft^inlic^e 9(pti{ofenartige |!flaume unb äXeroIi^tg Süeineclauoe finb 
a(ei4falld gelber unb seitigen erft nac^ ber großen SHeinecIaube, (aben auc^ no4 ebKeien 
©efd^mad unb ooUfommen ablöftgen @tein, ^ie ®e(be 9leinec(aube mit ^albgefflOtet 
Stütze nimmt na^ ber Spi^e pftrfer af>. Ob erb. 



> 821 

1^0.47. ftictac gelte CICfMIiase» it-*n, uG.;B»ctf4etiatt fbauL^^Ob^ ^. 

6: — II, d. B. «. 





Idiiut jeibe -ttutpfUittiiie. * * «nf« eept 

^eitnatl^ uitl) SorTommen: biefe fel^t gute ^rud^t, beten 
9aum fl<l^ ebenso burd^ ^&rte unb ©efutib^ett, loie burifi augerorbeitt« 
Ji(|e, faft nie fe^Ienbc gru(^tBarfcit augjcidjnet, fanb td^ nor 30 Sauren 
in 83aTbon)i(f im (garten eineS neben ber $fane liegenben SonpnifatS 
unb wit fle mir fonft aud^ in unjerm Sonbe no^ nid^t norgetommen 
ifl, ]t> finbet ftd^ bei pomoIcfli|d^en ed^riflfieaem nichts i^r «e]^nlid)e8. 
?Jerbient bejonber« aud^ als 3Rarftfrud^t redjt |iSufifte flnpflangung, 
}umal bie gmd^t burd^ 9legenn)eiter nid^t leibet. Obigen SRamcn legte 
iif i^v bei 

2iteraiur unb Si^nonnme: Siegel IV. 8. 7 9lr«79 unter oBigem 9lamen. 
- ^«ttleitung* 6. 666. 



©eftalt: ®r5&e nat^ fiicgri IVa" ^0^9, W birf, 12 breit, unb 
red^net Bieget, weil ble $6l^c bie ©reite um meistere ßinicn übertraf, 
bie ^d^t «gu ben VDa^xtn ßxDti\(!itn. äSoUfommenere {^lad^te fanb id^ 
inbeg fomol^l in Satbon)icf, ald @uUngen unb l^ier immer nur etma 1''' 
P^, al8 breit, 1" T" ^oi), IV2" breit unb etwa« n)enigcr bicf, unb 
ba fte aud^ in tl^rem Slnfe^en nid^td gmetfd^enförmiged ^at, l^abe ic^ fte 
eingcreil^t, roie oben, ©eftalt neigt ftarf gur umgele^rten ©iform, mand^e 
^rfi(|te nel^men jebod^ nac^ bem ©tempelpunfte* faft ebenfo ob, ald na<^ 
bem €tiele. 8au^ unb Sftutfen finb etn)aS gcbrädtt 9)ie flad^e 
Surd^t tbeilt faft immer ungleid^, fo bag eine Seite ftc^ mel^r ergebt. 



322 

Set etemperpunft liegt auf ber 6pi^ siemti^ in ber 9titte, «eifkn» 
flad^ vertieft, oft oud^ oben auf« 

@tiet nad^ Siegel furg unb nur 5''' (ang, ma^ bei mir iotner 
8—9'", ift )iemli($ bann, n>en{g rofIfledKg, fafi ober nrtttO^ Id^I nnb 
fiectt in fe^ frid^ter i^i^Iung. 

Sarbe ber bflnnen, leicht abiie|barrn, etnwS finertid^ j^out ijt 
in ooQer Steife fafi l^od^gelb. Sor ooDer Reife ifi {ie etnHtft grflnli^ 
gelb, unb flimmern bunKere grüntid^e Streifen burd^ bie 4>aut burdi* 
Sn ber Sonnenfeite finben fid^ 5fter rot^e^edb^, bie l^ier jeboc^ bcn 
weiften f^d^ten fehlen, »ft^renb bei Siegel bie Sonnenitite öfter fdb^ 
rotl^ angelaufen war: S)er JDuft ift »ei^gelb unb leidet 

SDaS $Ieif(( ift gelb, gart, faftreid^, non fftgem, fe^r angenehmen, 
etnmB gewihrgten ©efd^madte, ben Siegel felbß fe^r ffii, fel^r angea^ 
nnb aromatifd^ bejeid^net. 

S)er Stein ift ni(|t ganj abliflg, für bie ^d^t Ilein, 9"' |oc(, 
5 breit, 3 bidt, gelblid^, flad^badig, nid^t rau$; bie ^Ifte nod^ ber 
Spifte begrengt fid^ ooat, ol^ne mertbareSSpiftd^en; nad^ bem Stielenbe 
nerjlfingt er fid^ unb enbet nur menig abgeftu^t, wobei bie Saud^feite ^ 
oft merKid^ eingießt, w&l^ren^ ber 9tflcfen fid^ ft&rler auSbiegt; eon^* 
furd^e flac^, etwaS gadtig; Stücfenlanten fdlinial, bie SRittellante er^ 
fidb oft nad^ bem Stietenbe (in etmaS fc^arf« 

Reifgeit unb Slu^ung: geitigt @ube Sluguft ober Anfang Sept . 
giemlid^ gleid^geltig mit ber großen Reineclaube unb rotl^en (Sierpflami», 
für S:afel unb SRarft. ^n Silneburg nmrbe baS gjfunb biefer %m^ 
für 2Va 3lgn t)crfauft. 

Z)er Saum m&d^ft rafd^, wirb frül^ unb xt^t rei($ tragbar. (St 
ift fd^on in ber SBaumfd^ule an ben faft fc^nurgerabe in bie $5(e ge|en« 
ben rStl^tid^en SErieben lenntlid^, bilbet eine bid^t oergioetgte fd^on be» 
laubte JCrone unb wirb bei reid^er grud^tbarCeit nur ma^ig grog. Xriefie 
ftati, fteif, gerabe, rötl^lic^ braun, an ber Sc^attenfeite (iufig grün, 
lal^l, m&gig filberl^autig gefledn 93latt grog, fteif, gieml|d^ nmgeltg, 
f[a((, fte^enb, unten am S^tl^t lang eOiptif^ in ber SBHiit eOiptifd^ 
oft aud^ eiooal, am SRanbe mit ftarfen oft fd^arfen 3&(nen befe^ Sugen 
bid, ftumpf, etmaS abftel^enb; Sr&ger faft ntd^t gerippt« 

31 n m« Unterf d^eibet fld^ non anbem gleid^geitig reif enben gelben 
Pflaumen burd^ bie oft-umgelel^rt eiförmige %\%nx. 

Oberbied. 



823 
ITo. 48. Sttimct iittbfcttftiieWbm^ 1: — II, iC: Stoctf^enavt JDatiu, 

gellte St. 6: — n, 8. B. a. 





Abrioot^e de Brannau. 

^eintatl unb SBotiDmmen: biefe fel^r eble, bet l^&ufigften 3(n« 
pftotjung loert^ gtud^t etiog Siegel fd^on um 1818 Ter gibt nid^t an 
wn welker anbem ©orte) unb Derbreitete fle onfang» al8 Sraunauer 
neue Aernftu^it, loeld^en fpater gu loetiig bejeid^nenben Flamen er nat!^« 
mald, toie oben, ab&nberte. 3f^ ^W i^ oermed^feltt mit ber etmad frfll^er 
}ebigetiben 8raunauer SIpritofenpfiaume, bie bei Sieget aud^ al8 9raun< 
euer neue Xptilofenpflaume Dorfommt unb bie Üftro. 176 ^at, oud^ Don 
Sieget nur erft lurg in ber SnonatS^Sd^r* 1858, @* 7 d^aralterifirt ift. 
3A trl^iclt mein SteiS non Sieget unb beAOg fie qu(^ f4ion frfll^er non 
Bibffer in SRippen alS Sraunauer neue Aernfrud^t« 

Literatur unb 6i)ni>nnme: Siegel IL 6. 167 9lr. 101 Sraunauer aprifof en:; 
ertige $f[aiime, Abricot^e de Öraunau. 2){ttr. III. <S. 370. @ie fommt in Siegels 
Secgei^nifFen. auc^ ald Svaunauer aprifofenartige 2)ama8cene oor. 

©eflalt: grofe IV2" ^odj, faft \o breit unb 1*" weniger bid, 
nteiflend etoa8 ^5l^er a\i breit, oben unb unten faft glei^ }ugerunbet 
unb boburi!^ für) onaL Singeine t$täd^te ftnb jeboc^ aud^ bidCer at8 
%i^, anbere fo bidC als ^od^, bie beiben Seiten finb aber bei regetmdgigen 
v^c^ten immer merflid^ gebrfldt. 9)ie gurd^e ift flod^, Dft nur nad^ 
iem @tie(e l^n bemerlbar ober fel^It gang, unb t^eilt meiftenS ungteid^. 
S>er 6tempelpunlt fi^t. ftad^ nerticft meiflenS auf ber 9Ritte ber grud^t« 



324 

eticl: laf^l, grfingel», wenig tofUg, w4 SStid il"" lws%, id 
mir tnelftetig 9'" lang, fi^t in fe^r feid^ter GHet^ö^Ie faft oben auf. 

S a r b e ber gieml^ jd^en, ab^iebbarni, etnad fiuerlu^ii ^oitt til 
load^dgelb, gumeilen grfinlid^ gelb, mit burd^ftj^rinenbeii eitigelneii gtftn» 
H<9en Streifen. Stot^ ^ecfe ftnben fi(( ni^t l^duftg unb nur. )ttmeileii 
ift bie f^tu^t an ber Sonne etnmS rot^ angelaufen. S>er Duft ift 

S)aS ^leifd^ ift gelb, fefi, faftrei^ von gudecfagem fc^r eUem 
Gefd^macfe. 

S^er Stein beb&It in guten ^[al^ren nur an ben Rfidentanten 
etmaS ^ei{4 ift au^ in t&Iteren bei red^ter Sfteife ber ^d^t faft gang 
ahmiidf. er ift 10''' ^o^, 6V2 breü, 8V^ bitf, giemlit^ floi^badtg, 
ooal, ber Stücfen nadg bem Stielenbe bin nur etmad ftftrler aufgebogen» 
Coden m&gig raul^, etmaS afterfantig; Baucbfurc^e eng unb tief; Küdtiu 
fanten ftumpf bis auf bie SRittellante, bie fic^ merSi^ ergebt unb no^ 
bem Stiele bin f(|arf mirb. • 

aieifjeit unb 9lu^ung: geitlgt Xnfongd Sept mit unb no4 
etmaS nad^ ber großen Sleineclaube. %ix Xafel unb SRortt, nidbiibt 
aud^ )um Srodnen braud^bar. 

k>tt Saum toixh grog unb trägt na^ Siegel oft fho^enb; teU^e 
^rud^tbarleit befUtigte fid^ aucb f4^n bei mir. triebe etmad flnftg, nio* 
leitbraun, labT, reid^ fllberl^dutig gefledt unb punttirt eiatt grog, fLaÜt 
ausgebreitet, gegen ben Stiel oft umgefe^rt rtnnenförmig, menig ruttglig, 
oben tabl, nad^ Siegel Idnglicb eifbrmig, todbrenb x6f eS eOtpttf(| oft 
felbP breit langettltd^, feiten eiooal fanb* ©S ift febr felti^t unb tegu» 
Idr' am 9tanbe geterbt. Slattftiel bat meiftenS gmei ungleicb fhbenbe 
S)rüfen. Sugen fte^enb, lang, fegelfSrmig. Stügentrdger ^i^, (urg, 
nacb oben am S^ti^t gerippt. 

9lnm* 93on anbern dbnlid^en gelben ^rfid^ten unterfcbeibet obige ftcb 
tbeilS burd^ fpdtere Steifgeit, t^eilS hainxä), ba§ fie meift etmad böb^t 
als breit unb an beiben Seiten merllub gebrßdtt ift. SefttereS unb etmoi 
geringere @röge unterfd^eibet fie namentUd^ aud^ oon ber nur eben na4 
ibr reifenben SSperenS @olbpf[aume. iBon ber ®elben SprilofenpfLomne 
unterf^eibet fie fub burcb breit gebrüdte ^orm unb baburd^, bag Se t^tce 
me^r feituNlrtS ftebcnben Stempelpunit bnt 

OberbiecL 



825 t 

No. 49. StKTibfatrt. IMtaPUr* 1: — n, i. C. ; goMtfitenart. Z)a«i., geKc 9i^ 

6:— n, 3. B. a. 





Hprikifettottise Jßfianmt. • ♦ 1 1 SRitte eepi 

AbriootAe, Abrieotte de Tonn. 

^eimatl^ unb iBorfommen: ift ättcre, fd^on mit Dcrbreltete 
^ntd^t, bie bo, wo beren SBaum gerne ^fld^le an{e$t, gu ben Dorgüglid^ 
fc^a^baten @otten gel^5rt. 9Rem Steid erhielt id^ Don Siegel, fotoie Don 
SMel, unter bem 9lamen @elbe Slpritofenpflaume, unter rotl^tvx fie in 
{>ie£3 (Kataloge oortommt unbS)iel fte oer[anbt ^at. @ie ift aud^ mit 
btr @clben Spritofenpjtaume (Prune d'Abricot) fe l^auftg bei ben 
ed^Tiftfteaem vtxm^\zU, ba^ eS \^wtt rxAth beibe Sorten bei i^nen 
ge^rg audeinanber ya, finben. S)ul^amel befc^reibt fie guerft genauer 
unter obiger frang&ftfd^er Benennung mit {enntlü^er ^tgur. 

Literatur unb Spnonnme: Sieael IL 6. 175 9lr. 24, (Sranbetobe 9hr. 2 
Saf. 2 mit fe^r !enntU($er «bltlbung ; 2)tttr. n. 6. 244 ; ^ittv. 0.»(l^a5. 9^r. 27^ 
Duhamel IL %^f. 18 SUr. 28: Pomona Fraoo. %al 8 9lt. 12 Abriootie, Xprtlofetm 
pflaitme, iphrb aud^ bie Obige fein, itcaft n. Xa^. 173 {^ig. 1 S(prt!ofcnartige$fIaume, 
Abrieot4e mit gan| guter Wbilb. <S;(vift voU% $omo(. e. 96; $a{)or SRaper 
Zaf. 5 9tr« 27 unb 6. 8 $cft d imt )iemli4 fenntli«^; 2)otonin(| & 372 9lr* 2 
Aprieot mit ben St^nonpmen Aprieot pium of Tonn, Apricot6e de Tours, Abri« 
eot^e, Yellow Aprioot, untet Se^te^ung auf ^u^ameld 6orte unb einet auf obige 
|iemlif^ paffenben Sef^teibung, bod^ feft et bie 9ietfe f(^on 9{ttte 9lug. 9ta(& ®ün« 
betobe fommt fte guetfi bestimmt bei (S. 9au||in unb 2:ounTefott, ouc^ bei Dutnttn^e 
unter bem Flamen Prane d'Abrioot 9ot. @ie^e no4 $itf(!^felb 92t. 20, 6al)imanti 
6. 110. Siegel et&ielt fieoon^iel auf^afdSelbe ^aupl^inSpflaume, ®elbe Steinen 
claube, unb fanb oie Gotten ^tfl^e gelbe Itaifetpflanme, 2ief(ftnber gelbe Pflaume 
unb fBetfe 9prifofenpf(aume, au(6 bie aud ®t&if befogene Buuna Masaina piooola 
mit i^t flbetein. SDoc^ma^I nennt fte im ^^xtt Keineclaubenatttge S(f>tiIofenpf[atmte. 

<8eftalt: in ^^orm unb @r&ge ber @rogen Dteineclaube äl^nlid^, 
1" 4'" l^od^, 1" 5"' breit, 1" 4'' bW. ^orm etroaä unbeftSnbtg, ^dufig 
breiter ald ^o^, meiflenS ein an beiben (Snben {larl abgeftumpfteS, 



• 326 

« 

Ooal* Saud^ bitbet 5ftet rine breite ffatmpfe @d^tieibe. ^rd^e flfri^ 
unb breit, itad^ bem itopfe |in tiefer nerbenb, »o fie oft etwoi auf« 
fpringt, tbeilt nad^ Sieget ungleid^, bo<| fatib id^ cm \i)hnta gcc%ai 
^d^ten l^&ufifl, bag [xt faft ober loirttid^ «leid^ t^eitte. 6tempelimntt 
Hein, ft^t in flad^er SBertiefutig meiftenS in ber SRitte ber 6|% ober 
neben berfelben, »enn eine Seite bet ^rnd^t fi($ flarler er^bt 

@tiel meiftenS ?"' lang, 'lurj be^aort, biet, siemli(^ rofii|L fitf 
in etwas auSgef^roeiftfr feid^ter $5ble. Sieget bemerlt, bag S)ul^iiid 
ben @liet gü lutj abgebttbet b<^be, »aS bie nteiflen Xutoren nur nail^ 
gefd^rieben l^&tten, bod^ ifi roal^l ebenfo bei {ßflaumen als bei Ithfdböi 
bie Sdnge unb ©tdrle beS ©tietS nad^ ttmftftnben etnaS oeränbertiit 
unb finbe i($, bo^ id^ fd^on 1837 ben @tiet oon SHetS ®etber Xfnrito' 

fenpftaunte alS Va'' ^^^9 ^^^ ^^^i^^ ^^^ ^* 

fifarbe ber bidCen, )&^n, fiuerlid^, ab}ie|baren j^aut ifl iut4 
Siegel an ber 8d&attenfeite grflntid^ gelb, fonft n)a(^SgeIb ntU ange» 
fprengten rotl^cu fünften unb ^eden. ^^ notirte fie als fe^r ^o4« 
getb unb faub tStl^ttd^e ^(ecfen bisher fetten, geine »eiglid^ $unBe 
unb jiemlid; bauftg unb bentettte id^ oor ooDer Steife abgefegte burd| 
bie ^aut burd^fd^einenbe grüntid^e Streifen» S)uft roAflLv^, in flarfer 
Steife etn)aS rSt^Ud^ fd^einenb, reid^Iid^ aufgetragen. 

^teifd^: gotbgelb, abtoSlid^, l^firtti^, bo($ fein unb gart, faftreid^, 
oon fflgem, etmaS ffigmeinartigen belifaten ©efd^madCe, &^nUc| bem ber 
(Stoßen Sfteinectaube unb faft fo betilat. 

©teln: abtoSli^ meift flac^barfig, jiemtidj raub, 7'" bod^, 6'"breit, 
3Va— 4'" bidf, lurg, ooat, nad^ ber ©tietfplfte etwaS oeriflngt, rotU^t gorm 
burd^ bie nacb bem Stietenbe ^in oorttetenbe, f^arf merbenbe SRittetanft 
beS StüdtenS etroaS oerborben mtrb. Siüd entanten f d^mat ; Sauc^furd^ nett 

SIeifseit unb 9lutun(|: leitigt nac^ bet groBen 9teinec(aube SRitte 6e^ i^ 

beßcate Saf eCfrud^t unb fu ^on^tuvenunb ^rüneSen f e^r Itoud^bar, nivb oBev vitUd^i 

burd^ bie ganj gleid^e, aber fruchtbare 9Reron>td S^einecloube oetbtftngt »erben. 

S)er )B aum nirb gro(, trftgt bie Sefle ftarl ab{|te$enb, ift gefunb, aber nac( fite» 
geI8 unb meinen 8eoba$tungen nenig fru(^tBar. £iege( meint, ba^ bted »o^I m^i 
aKein an ben oft etwaiS gefflSten SBlflt^en Uege, bie i<& wenig bemerlte, f onbem an b« 
Senoflflungen btr äRaben ber ¥f[aumen»efpe. 2)0^ oiefe ben ^(^ten fe^r nac^ßeSt, 
bemetfte i^ autb, f anb aber, ba^ ber Saum, ben i^ in 9lienburg ^iemlic^ erfiarft iatU, 
aud^ l^ftufig fa^nic^t anfeifte. (Sr verlangt n>o§( mftrmere ®egenb. 6onimer|n. fUtcf, 
nuret»ad|tuftg, rotl^braun, unten fiarfftlber^dutia, lal^lunb nur gegen bteSafti 
ftu^erfi lutB^aartg. Slatt grot, ftel^enb, rinnenf brmig ober aud^ fia^, oben tc^t, runi« 
lig, bunfelgjrün, (Angli^ ooal, oft and^ für) ooal ober fafi runb. BlattfHet fa^ 
regelmäßig mit 2 I^eagelben2)rüfen. afterbfötter ftarl unb ^ftufig. Xugenftumpffptti^ 
^e^enb, unten am 3toeige anliegenb, am ©runbe breit ; ^[ugentrftger ftarf , fut) gerippt 

OberbiedK. 



327 

No. 50. WUi0M9 Keinccltttkt i: — n, l. a; Stoetfc^enart. SXim., detBegfr. 

6: ^ n» 8. B. a. 





üeriiibtf Hdtttclimte. • * f f satte 6q)t 

|>c{matl^ unb SoTlommen: i\t\t \Sii,%laxt, teilet l^&ufiAer 8n< 
pflangutig loettl^e ^ritd^t ergog $r. Dr« SReroIbt gu Slf^m^ in Ofi^men, 
6(^Qget beS belanttten $emt (SlemenS Stobt gu Stetloroi^, t)Oti beut 
i(( bat fReiS tr|ielt, unter bem 9lamen SRerolbtS gelbe SReinectaube. @{e 
ift tlfy^t ^wA\tl ein ©ftmlig ber S^rifafenartigeit fßflauine, ber fte in 
f^rud^t unb SBegetation faft g&nglid^ gleid^fommt, ber Saum geigt fid^ 
$ier aber red^t tragbar, n^ft^renb e8 ber ber 9i>rtIofenartigen ißfbiunie 
loenigftenS in meiner n5tblid^en @egenb meniger ift unb b&rfte bie Se^s 
tere bei obiger äberPffig merben. 

2iteratttr unb e^tion^me: Siegelffl^rt {te$eft IV« 6. 66 unter 9lr.404 
nur erft bem 9tamen na^ auf unb liefert mnoIbiSO.sGab. unter 92t. 8 gute9ta<j^ 
bübung, nebftoon mir conci;)irter9ef4rei5una. 6iefonteoieIIei4tpQfTenberaReroIbtd 
a|nri!ofenarti()e Pflaume l^eigen; ba obiger STame inbefi fürjer ift unb Qermec^dlung 
mit ber Xf^rüofenartigen Pflaume verdaten »irb, bleibt er beffer fiel^en. 

©eftalt: ®r5^e guter grfld^te IVa'' «ac^ ött«n brei SDimenponem 
§onn gerunbet, gum OdoI neigenb, om ©fiele mtttti^, am jtopfe nod^ 
flftrler abgepumpt, mcift na^ bem Stiele ein SBenigea ftfirfer abneb» 
menb; ate nad^ bem ©tempelpunlle, ber in weiter unb tiefer ©entung 
auf ber ÜJHtte be8 ftopfeS liegt unb um ben bie ^^ud^t ^idf flacbrunb 
milbt. Surd^e flad^, brfldCt ben jRücten nienig unb tbeilt faft glei^; 
bod^ erl^ebt bfter eine ©eite ber grud^t an beiben (Snben fic^ etmaS me^r, 
als bie anbere^ 

Stiel furg, 5—6'" lang, maglg bidf, oft bünn, etma» rofifledig, 
fein behaart, fi^t in mittelmAgig tiefer, oft gang flacher ^jSQIe* 



338 

$arbe ber etoHiS {Suetttd^ nid^t XfU^t abjicl^batcii J^ont «ot 
ooDer Keife grüngelb, mit burd^fc^eineiiben grünlid^en (Streifen, in ooOer 
Steife l^od^gelb mit einjelnen roftfarbigen ober oud^ Tit^li^oi ^itdex, 
l^äufig aucb blaggelb. ^uft bünn unb meigli^. 

S)a8 Steife^ ift in ber Steife golbgelb, jmdf^enortig feft, fein mib 
faftteid^, Don belilatem, ffl^em, fein fftg meinartigen &t\^madt, ber be« 
ber ®rogen Sleineclaube d^nelt* 

®tein oom^Uifc^e ganj ablSjig, V Icng, 6 breit, 4 hid, jiem« 
Hcl lur], ooal, ober gur runblfa^en umgefe^rten (Siform neigenb, fo bo^ 
bie dlüdknlanten, meiere nac^ bem @tiebnbe l^in fi4 etmad ersten, 
biefe |$orm etmaS oerberben. Städenlanten giemlid^ fd^mal, SRitteOcoite 
tritt nac^ bem @tielenbe (in mtttlx^ unb ctmaS ft^arf nor* Baiu^ 
fur<$e meit unb tief. 

Steif geit unb Stuft ung: gei^igt Wut @ept., etmaS ncu^ ber 
®rof[en Steineclaube, ift bettcate 3:afe(fru((t unb mug nad^ IBefd^en« 
l^eit beS SUifc^eS ftd^ voOlommen fo gut trocEnen taffen, als bte jw 
£rO(tnen gfrfi^mte %prtlofenartige ißjlaume« 

S)er Saum ift in ttbm ber Xpritofenartigen g^aume SJfynVt^ 
mdd^dt ftart, {((eint eine etmaS breite jtrone mit gerftreuten Sleftai gu 
maijtn, unb (aben ber junge Baum unb ber ^robegmeig {i(( bei mir 
feit 3 ^a^xtn j|d(rU(( red^t fruchtbar gegeigt, n>d(renb ein ebenfo ato 
JBaum ber Stprilofenartigen Pflaume ni((td trug. @ommertriebe foft 
gerabe, 9ioIettbraunrot(, Ia((, no^ unten mit ©ilberb&utc^eit {torf |r« 
fledt unb fteüenmeife belegt. .Slatt giemU(( grog> ftebenb, bunletgrii^ 
ftort run)Ii<(, (aufig rinnenförmig gebogen, oft au(( ^a^ auftgebreitet, 
oben Ia(l, neigt me(r gumOoal al8 gum €(Upti{((en, ift oft faft rnnb, 
am Sru((t(oIge aber lang, breitlangettli(( ober umge(e(rt eilangettti^* 
Stattftiel (at faft immer beHgetblic^e S)rüfen. 3tugen ftart, me(r brci« 
edig, ald toui{d(, etmaS mollig, meift faft anliegenb, oft fte(enb. Sugdi^ 
trdger ftarf, turg gerippt, naiif oben am triebe langgerippt. 

91 n m. 34 tonnte bie $ru((t mit ber 9lprif ofenartigen Ißflaume bi^ 
(er iio(( ni((t (inldnglic^ Dergleichen, um gu feben, ob ein anberer me« 
fentli^er Unterfd^ieb ald ber größeren Sru((tbarteit ftc( finben Id^. 
93iellei((t fehlen aucb gang bie eingeln ettoad gefüllten Slüi(ett ber 9pri- 
lofenartigen Pflaume. 

OberbiecL 



829 

6: — n, 3. A« •• 





«freteiw Colti)iflauiite. ♦ • afnf., meifl «ittc eept 

^eimatl unb S^orlommen: tourbe et}Ogen Don bem belanitten 
Stajor (S\pttm px Vtt^An. ^ngt bttrd^ i^re ®flt( bereitd an, ft(^ loeU 
tet jtt oetbreiten unb ift n)0l^( no<i^ beffer, alB bie gerfil^mte, mit i^ 
reifenbe 2|efferfon. 93erbient bie l^ufigfte 9[npflan)ung. SDaS SteiB et» 
(ielt f(^ i$ Don $m. Sel^tenB gu Straoemünbe. 

Siteratur unb ®9nonnme: 9ioort8 V(5um IL 6. 67 Drap d*or d'Bt- 
pereo. aRon.'64T. I8ö8 6. 282 hirge Xiiflaften von Siegel, unter beffen fix. A2U 

9e{ialt: ooal, ^o(i^Qudfe(enb ober virllid^ l^5l^er ol8 breit, an 
Mben Cnben etraaS abge^umpft S>er Sau<^ ft^t metftenB in ber Witt 
unb noSIbt ftd^ bie ^^rudgt bann nad^ beiben Snben gleid^m&jsig, oft aud^ 
ein ^eringeB niel^r nad^ bem Stiele l^in, woUi bie ^rud^t nac^ ber ©pi^e 
^in etnniB fidrter. abnimmt** @ute tjrüd^te ftnb ftart IV»^' ^oif unb 
breit unb ±"' weniger bid. SRanc^e ^rfld^te finb auc^ ±" 8"' ^od^. 
^urd^e breit unb flad^, brfldt ben SRücfen nur menig unb tl^eilt meift 
gteid^; bod^ erlebt bie eine Seite ber ^ruc^t am ®tempelpuntt ftc^ l^auftg 
fldrler alB bie anbere. @tempelpuntt mei[t auf ber SRitte ber @pi^e 
in Heiner fpattenartiger ©enfung* 

Stiel: ^iemlid^ ftarl, V4^ ^^%f bel^aart, in meiter, tiefer ^il^Iung* 

i^ a u t : fein, menig fauerlid^, gelb mit grünlid^en SteOen unb Streifen ; 

rotl^e fünfte unb i^leden geigen ftd^ feiten, unb untetf^eibet bie 



1 



ft30 

gnidlt fi(9 tard^ Ue geni^nlid^e eiiifa^e S&vfmig uon ber Seffctfmu 
Oitft bünn, loeigUcI^. 

3Ieifd|: fafi golbgeli, faffareid^, l^inrric^ confillent, tia(|£iegeC 
utioiUfig Dom @tettie, in ber rechten {Reife f anb i(^ ed 1858 imb 1850 
oiOig ablofig, Don füjsem, etnaS loeiiiartigen, Dorgflgliilat Oefc^modt 

Stein: 1* lang, 6—5'" breit, 5'" bicf, na« berSvifee fa|l omI, 
nad^'bem Stielenbe ner^ilngt ; -bie gr56te Breite liegt nteiftenS in ber 
SRitte, oft au(( etn>aS mel^r nad^ ber @pi4e l^in, fo ba^ er bann gienf 
Ü^ umgelel^rt eifirmig erf<!^eint ; $arbe braungelb, 8a<ftn giemlid^ ras), 
SBaud^furdde breit, etnaS geterbt, Stüdtenlanten ftarl unb gerunbet. SHt* 
teUante tritt ftumpf ober nur n>enig fd^arf nur etwas oor. 

Sleifjeit unb Slu^ung: geitigt mit ber ®rogen Keinedanbc; 
ber i^efferfon unb anbem 9nf angS @ept. VIS SCafel^^ unb SRarftfrui^t 
fel^ f((d(bar, oieOeid^t an^ )um SErodnen brauchbar. 

9ötx Saum n>ft$8t rafd^ unb gefnnb, trSgt fietS f (|ott in ber San» 
fd^ule unb fag feit ben brei legten €omntern ber $robes»eig fo 1K>II, 
bag ein S£^l ber grüd^te ausgebrochen werben mugte, fo bog bie bc 
fonbere $n4tbar!eit l^inl&ngHd^ erprobt, ifi. ®ommertriebe fd^Ian^ 
{iemlid^ ftarf, unbehaart, braun, auf ber @<^attenfeite grünli(!§, nad^ nn« 
tett mit fc^bnen feinen, gelbßdgen ißuniten, fetfener mit gelblichem &Sietß 
l^utd^en geflectt, baS erfi am gweifd^rig^n iE>oI}e red^t ftarl l^ortritt 
Statt gro^, etmaS l^ingenb, t^IS fUtd^ ausgebreitet, t^ei(S etnmS rin* 
nenfbrmig, faft ooal mit aufgefegter ®pt^; manche )ur nmgrfe^tlai 
Siform neigenb, oben glatt, unten bel^aart* Xugen ftart, lang, lonifc), 
«bfiel^nb, auf giemlic^ norfte^enben (urggerippten Hugentrftgenu 

S n m* ^iemlid^ gleid^geitig mit il^r reift bie etmaS il^nlic^e Siauo^ 
auer aprilofenartige Pflaume, bie tl^eilS deiner ifi, tl^eilS auf bot 
Griten ftarler gebrüdt. 

OberbiecT. 




Mo. 52. «Alt (EttInbKiMnIbinic 1: -n,l.O.;3att(i|tniicta)ara.,0«»*S«. 
6. — n, 3 B. «. 



-3- 



Cribt dßUiantawffltmmt, * ■ ■;■ snbe eept 

$tim'at:^ unb Ißotloininen: iß fdgon lange Mctnntf, unb nric 
efi f^rint, aui^ melt vnbxtUttt, bmno^, tco^ i^ier AenntU^Icit ^tutia 
nii^ ri^ltis fltlannte ^^t. ^xt @üti \&v unfttc @tg«ib fileibt ba« 
buTt^ gmcifd^oft, bafi SiettelS Saum nie voSgetTagen ^at, unb aii^ 
meine fßrofiejnKige unb jungen ^iami Mälzer auf leine groge ^4t< 
barleh ^inbtuten. !CaS iRelg ei^tett id^ von S)iel unb Sieget afiercin. 

2i t ciatut unb ®qnani)Dte babieettvodnetntSat^OTinenpflaumeniRSluf 
fmb, oBmo^l fle nitHei^t sor unftitt Sru^t mit t^ttliocife anreitet ninben, fegtt 
Bitft btf nntig tlutottn. £itg«I IL ®. 1Ö2 Selbe Sat^atinntp^aumt, et <£at|nitit ; 
ecltnbetoee @. 113 3ft. 22 gut; Sittrit^ U.6.22D, bcffen 0.c€a6 9ti. lö; Ataft 
HXaf. 166 gute SbBtlbung i AnnalM 1656 6. Söft^t lenntlt^; Pomon. Franoon. 
X. 17 9tT. 33 trat giemltc^ gut, nac^ ncnigcr gut^aflot Stoßet Xaf.5 9tt. sa Ut 
foBbttBcolotittjuQtOadb; 2nt6ante[IL Xafel 19, Ouintinqe Tom. 1.8.221, 223, 
334, 2&7. e^tift $anbb. S. 274, lOSrttrE. @. 366, SoQft. $omoI. €. 99; ea[)> 
Burnnft ^omol. 6. 116, Z)on)ning 6- 283, Sonb.eataI.e. ITO «t.lU- emmonA 
6. 166. SitatI bdam biefe Sorte als 3)amaacene oon Staugetou, oU Bttfette unb 
6p&te Sttiaoelle (nie bie Srifette aui^ genannt n>itb) unb bie Annale» f agtn, bofa 
inSelgien bie Tiolette Imperiale gembbnli<^ als St. Sat^attna gebe, loaB beiaeilet, 
untet nie untit^tigtm Kamen giQt^te [o manchmal ge^en. Sud) munleremSanbe 
n^elt ic^ blaue ^rflc^te alä Sat^anntn;iflautne. Son $m. ^offner |uAabi)I)burg 
tctam t(^ eine St. Catherine de Tonn, bie mit mit obigtt in ^nit^t unb Segetation 
Banj ibentift^ fc^eint 

®epalt: umgefe^rt eiförmig, unb ift ber ©tempelpunitftärlerein». 
fit}Ogtn, lann man bie i^gui umgete^rt ^erjfönnig nennen. @iÖ^, 
1'3— 5'" ^«1^, i'" weniger bltf unb breit. ©etÄopf ifl pa^ gebvfldt, 



832 V 

fb bag bie gnt^t meißcnS gut blirauf fteft; Ütfiifni unb Sou^ fM 
fttoaS gebrüdt unb gIeU6m&§ig erl^o&en. ZHe flache %üxdit »irb no^ 
am 6tempelpunlte tiefer, fpaltet bie ^rud^t etnmS am ftopfe unb tl^ 
l^ftuflg etmaS ungleich. S)et ©tempelpuntt liegt in ber Stttte in fei^ 
Sertiefung. 

@tiel: ±i'*' lang, ta% jtarl, oft ganj toftig, meiftenS getobe, 
li^t in feid^ter, enger ^5^Iung: » 

$arbe ber biden, gdl^en ^aut ift tlnfangft grünlid^ gelb, julett 
bunlelgelb, oft mit gal^lreid^en rotten fünften unb gleden angtfprengt 
S)uft roeifeK^ • 

gleifc^: gelb, I^Srtlid^, fe^r faftreid^, non fel^r füB^, erhabenem 
^efc^macf. 

Sytx Stein, »eUger nad^Cul^mel abtöSttd^ x% I58tft(^ bei wA 
nnb auc^ noc^ S)ommngft Angabe nid^t, menigfienS nU^t immer vom 
^leijd^e, ift 8-9"' l^o^, ßbrnt, 3 bid, na(^ Sieget umgelel^rt eifinmg, 
nad^ bem @tielenbe d^aratteriftifd^ oeriflngt, bei mir me^r am @tieleabe 
f uTg oeriüngt , bie grSgte »reite in ber äRitte ; Sadkn ffad^ , giemtui 
tau^; Saud^furd^e breit, SftfldCenfanten ftumpf. 

Steif geit unb SRu^ung: geitigt im l^alben €ept. unb ift (et 
und mol^t ^auptfftd^lid^ eine Stafelfrui^t. fftaSj ben Annales unb Domnittg 
tt)irb fte um $ariS in großer STtenge gebaut unb gur Bereitung vn 
IJJrflnetten nermanbt* 

S)er Saum mad^St rafd^, mirb nac^ Sieget ma§ig (od^, treibt is 
fpi^en ©Inleln, fd&eint aber nur fel^r mS^tg frud^tbar. Xriebe gerobc, 
Diolettbraun, mit eingelncn gelbtid^en jpunften unb ftotfere nac^ unten 
mit gelblichem ©ilber^autd^en gefledCt, lal^I, nur gegen bie Saftd m 
SBenigeö behaart. ©latt groß, meiftenS ftel^cnb, faft f[a(j^, oben fojl, 
etwa« runglig, lang unb fpift eiförmig. SBlattftiel l^at ungleich ftejenk 
S)rü{en« 9lugen me^r anliegenb als fte^enb, etmaS bauchig, fpi^ig, 
angelaufen; Präger ma^g l^od^, turg gerippt. 

Oberbiecf. 



533 

So. 53..3ÜTCM flirltorn^flaaMt. l;-n, J.C.;Smetf(*en(trt.»om., itttt^. 
6: — n, a. B. «. 



99ltllB JljlrifcBftlH^unit. Siegel. * * t Xnf. — SSUU DR; 

©timat^ unb Sartommen: Sieget erhielt fle oon Dr. üDSrett, 
^offoPcUp^ißta^ gu Äiillenbetg in ©Birnen 1836 untec bem Warnen: 
X5reIU neue 9I|)ritiiIcnpfiautne unb beuieilt II. @. 274, ba^ 
XiittH fle aai einem ©teine her ®elbot aprifotenpflaume etjcß. 

£ittiaturunb iSiinon^mc: SiegeUIL 6. 101, Kr. 72. St M^rieb fit 
mä) ^auenbotfra ^lätitr 1846 6. 161. 6te ift (na4 tn Sfttininflm mi Sieselt 
Sndge mogratn ^^ttn) gan) gut im Knien Cbfitabintt o. 1857, IT. 6(clion 
b. £ief. abgtbilbtt. Etcil Tic Hein ift unb mit tixin (SttbtttfUixabtÜt ai(^ in bet 

tmn unb in b« Selc^afftti^tit btä Slcift^«« me^i Ke^nUt^leit ^al, aU mit tina 
pntofcnpflaume, fo tnai^te fic eEiet ben Slnmtn SDiieOS mirabtae nerbimen. 

@e[lalt: oiia(, oben unb unten jienili^ gleid) abgeiunbel, etnxtS 
nrniiger bid alS bieit, bie beiben Selten laufen nai^ bemSaud^ etmaS 
oi, bie Srrite ifi in bei Snitle; IRüilen unbSaui^ finb glei<$ erhoben. 
S^ie fladK ^ui^e brfidt bie gruc^t fe^c loenig unb t^eilt meift gleii^. 
5Der ©temptlpuntt fte^t in ber iUlitte. SSie gruc^l ift flein, 1" ^o^, 
faftl'" tnenign breit, au^ fa^ tben \d bid. Oberbied ^attebie Scut^t 
fltöfeer, ftott IVi" ^01^. 



n 



3S4 

&titU fi^t feU^t in ber Wdt^ ifl iimu, lang Behaart, mi^tlO''^ 

i^aut: bünn, nidgt gut abgiel^bar. ^^arbe gr&nlu!|; gelB (ht odkr 
Steife golbgelb), ftarl rotl^ pun&itt unb tptl^ gefledK. S>er S>nft i^ 
oeigttc^ unb \(ltwai^. 

gteild^: gelblid^neitr faftig, l^Sttlid^, Don fa^ (beteeOcn Wß 
tabeOe obev Kpritofenartigen ^flounte Sl^nlid^en), erhoben aroniatif(|e8 
®efd^ad. 

Stein: liegt ^ol^I im $lrif$e, i{i 7''' l^o^ 5 bttit, 4 bicf, ^ 
bie non mir gegeidlnete ^orm, oben nnb unten furjf^ Stfidkn inb 
SBaud^ iiemli^ glei(b auSgebogen, Sadm etn)a8 oftertantig, »enig roa^ 
eauc^furd^e breit unb frid^t, Slfidenlanten ftumpf, bie grS^e 9Mte in 
ber aRitte. 

Reife unb ttu^ung: bie ^rud^t ge^tigt nad^ Siegel im Itifim 
drittel beS Suguft, in SReiningen ungleid^ fpiter, biSmeilen erfl 8nf ang 
ober amtte Oft. jBei Oberbiedt seitigte fie nad^ ber ©rogen Reineclonbe 
mit ber @rogen (Snglifd^en unb ^^^^^i^if^J^en 3^etf(|e. <S8 ifl eine 
Heine ober belilate t^tud^t, bie oud^ iumSCrodCnen gang geeignet ifl nnb 
gebbrrt fo füge $u^e(n, mie bie SRirabeUen liefert 

eigenfd^aften beS 8aume8: berfelbe xoiifii in SReiningoi 
nid^t ftarl, mad^t einen {(einen, bem ber (Selben üßirabeHe i^nlul^ 
8aum, ber fe^r tragbar' ifl unb gn)ar fo, bag oft mel^r Srflilbie ott 
8lfttter an bem Saum fein mbgen* SDie Slfttter finb mel^r (lein, oü 
gro6, eifSrmig (eiooal, Oberb.), mit auSlaufenber 6pi^, oberl^alb f(^aK4 
behaart, unterl^alb ft&cler bel^aart, etmaS grob gef&gt^gelerbt, SbtttfUde 
bel^aart, meift mit 2 lleinen S)rfifeli befe^t. Km ^rudgt^olge finb bk 
Sldtter oft nad^ bem @tie(e gu etmaS leitfirmig, alfo eQiptifd^ ober 
langettf5rmig, mie id^ fte neben bie ^ruc^t geid^nete« S)ie Sommergmeige 
finb labl, meifl etmad ftuflg, rot^braun, auf ber @d^attenfeite ^gcäs. 

9 e m e r ! u n g e n : bie ^5rellS Xpnf ofenpflaume ift toeaen ber @(l$&n(eU ber gcCiai 
oft loiemtt O(utdtro))f en bef prettgtenSrflc^tettnb toegen beten ®üte unb SenoenbBoslat, 
f oioie wegen ber Xragbar lett bed 99aume8 in neuetet 3eit eine meiner £ieb(ingäpf[aiioicm 
geworben. @ie fte^t ber Oftobermirabelle, bie ic^ von Süing in Sranffutt beftt«, 
fe^t Al^nltd^; ber Oaum ber leiteten ma^t aber fel^r rifftged unb grinbtged ^oI| 
unb erfriert an feinen Qxoti^tn gerne, roft^renb ber ber oorliegenben gefunb i^ 
unb weit größere ^ragbarleit UfÜ^U S)ie grud^t l^at bie 3ar5e unb ben ©cff^motf 
ber Selben anirabeHe, ift nur me^r lebhaft rot^ pun!ttrt, etwas Mnger gebaut uab 
geitigt ungleich fpftter. 3>ag ^Ux]^ ifl etwas me§r l^drtli^ unb bie S^out ift^cc. 
«e^nlic^ ift aud^ bie Jtleine IBrifette, bie f^(|te ber leiteten ftnb aber etmd 
größer, runber unb noc^ fpftter reif; in fd^le^ten 6pfttfommem bleiben fle meilt 
ungenief(bar. 3 a b n» 



385 

No. 54* ti4l(|ri[ie3fMi«l:-II,l.C.;3«etf<bMrtSDam.,(eIbeSt.6:-II,3.B.A« 




%0d^f ffiKte PamaKene. isiegei *« Dft. oft eept. 

* ■ « 

^eimat^ unb SSortommeii: Siegel ersog biefelbe aitd bem 
6teln ber Kehien SMfette unb betiottnte fle nftd^ bem botnaligen ^^ 
b{0tttiittft«Catibibaten itnb 6etretftr beft X^fibinger ffiattenbauoereind in 
Sofl^a, $m. aBil^etm Jtod^, jlefet gartet in eutg^Zonna, }uerfl 
fto^ft gelbe 6|>StbQina6cene, in feinem 93er}ei$nig aber mie 
oben unb )ogen mir biefen ato ben I&rjeren vor. 

£iteTatur unb Si^nonpme: Siegel (eft^rteb fle fd^on tn f. Uebetf. ber 
Mottmen, faffftu 1847 6. 38, auiSfa(fa($et jebo^ in i>eft UL ®. llo 9tg. 278* 
j)p4na^( naimte fte imgü^rer 111.6.101 Jlod^d fpftte Xprilofettpflaumc* 

(Behalt: tttt^ Sieget mnilrunb (ober mie id^ fte be^eid^ne, runb# 
Bd^ eifSrmig), oben iitmVU^ ^aüf, nad^ bem Stiele 3u gegen bie Smtd^ 
feite etmad Dorgefd^oben, berSaud^ ifl etmaft mel^r erhoben, bie größte 
Sreite liegt in berSRitte. S)ie Sto^t brOdCt ben Mdm nur menig unb 
t^ nngleid^. ©tempelpuntt grog, f&^lbar, balb flad^, balb etmai oa« 
tieftr in ber äRitte bed Jto)>fe6 liqgettb* S)ie ^ntd^t ifl nid^t ga»} 
mittelgroß, 15'" l^od^, eben fo bxä nnb etmM meniger breit Oegen 
biefe 6d^ilbenntg SiegeU |abe id^ nnr jn bemerfen, boß bie in 9Re{« 
Hingen aaii feinen gmeigen erjogene ^d^t, mie eft bie obige %bbiU 
bung jdgt, red^t gut oon aRittelgröBe würbe, 1" 4«/»'" ^oäf, 1" 3'" 
breit nnb 1'' 2"* bidt, ftd^ alf o etmaft me^ linglid^ bante unb bie an mel^ 
reren gfrfid^ten )iemlt4 einf d^neibenbe ^tird^e ben Xfiden nad^ bem stiele 

3Cv1lrittct «aabls^ ber OblKnnbc. UL 22 



386 

)tt itttd^ immer etioaft nkbetioe, nrfe bief^ Sef^MM^tt MiMgcnft an» 
Siegeto unten nod^ mttgetl^eilten Sd^lu^bemerlungen ebenfaSft J^erauA^dU. 

Stiel: 7"' long, ftier Vt" ^i» 9"' ^»B)' '^^' *^*^ «*«' 
roflfledig, feid^t ober wi^ in einer fldnen ^S^e ^el^enb. 

6aut: 0rfinli$0elb (in MHerSteife inSRelntngen wie in Seinfen 
nmd^ftgelb) mit rotl^m fünften, bie btdn)eUen ^Änje SteOen einnel^ 
nnb rptl^ färben, on^ mit «ritläuftgen n)ei|ii$en $uttIle(L S)er S)nft ifi 
meiglid^ unb bMn, bie ^ont f el^fl ebenfolft bfinn, sefd^maeQoft, obii^boc 

$Ieif#: »eiBflelb, ^^rtltfi, firof^Iifl; »ort unb faftift, fd^d^i 
non anderffliem, fel^r ebel «^oBenem ®ef^ma<I. 34 bemetfte mir hm 
Aber „ergaben ffl^, opritof enarti^, f el^r gut non @^^fymad, nur bie S^ 
ifi S&ie unb bas ^leifd^ bi(|t unter ll^r etmaft fauer.^' , 

®tein: nad^ Siegel nid^t ganj löftlid^ (in Sleinin^ giemli^ I5ft# 
m), 7'" ffoüf, 5"' breU, 3"' bid, elnfeltlg onal, unten fiumpf, Stfiden 
me^ erl^oben, mit meit obgefonberten fhimpfen Slfidenlanten, Scm^fnr^ 
enge unb feid^t, Saden nur menig rau| unb etnM» ofterfamtig, in ba 
SRitte am breiteten. 3d^ fanb ben ©tein toie oben gejei^net unb Uß 
merlte barftber: ^bie Sifid^nte iß lav^^ n^ie bemimp^ i^e @ettcn^ 
lauten ftnb aber fafl nUM, au4 bie 9au(i|(ante iß etmoA f^orf. SXc 
Stein l^at ümai Slfterburten, ifi überhaupt apribfenartig. 

SReife unb 99u|ung: bie^d^t reift ünOlt, bo^ l^&ngti)ieft 
9on ber i^errf^^enben SEßitterung ab. ^tf, toarmen Sommern mirb {ie mie 
anbere ebenfo fpäte g^ftoutnen fd^n Gnbe @epL reif unb 1859 ^ 
i4 f^ \oQQX am 10. @ept nöDig geitig. 

Gigenf Mafien beft fSaumei: berf^tletoftd^dtgernftfiidtr i)l isaitfaiiniH 
BIS ietft mir m&(ig fm^tBor* 6ommer)tDeige ta^i, oben buideloioUtt, bcffcr 
«Uten am d«<i9^ nioIetaTOittt« t^ fltt»l(ftitil§ geffeift »Ifttter mUtcCgnil, 
long, V 10'/' brtit, IdngU^ u«g<f e^ti «irunb (umgeU^tt elfdraig £X)» ob« M 
o(Ke 6pi|e, itadft bcm 6üele gu feiten etioaS feilfdrmigi unterhalb f((ioo4 be» 
(aatt, limix^ grob boppelt gef&gt^geferbt »lattfttere ^/i" lang, bitf, oberfriii 
beljaart, bunfeltot^, mit oom Blatte entfernten 3)tfifen. 

9emerfungen. 2)ie Srut^t ift fenntli^ but4 ^^re IXtttelgrbfe, 
gtOtilid^gerbe (ober 1l^a<|^gtlbe) 9atbe, bie fiar! mit 9lot| felefi 
i;^ bttrtfi i|te tnnblt^e form unh 4at4{tetiffcifc^ buri^ i^cea«} fei 
Ittng iin birI^au4feUeboiber6iielib9(i^mogl0cn§icr bie SKk^o» 
ffifte flarf niebergebrfiitt \% maB "bie 9tunbung ber 3fru((t oetn» 
flaHet. S)te SBrifeite., nelc^e mit i^r zeitigt, au^ A^nri^ geformt unb gcfftsbt 
x% mitb etwa nur l^arb fo grof, nnb fle^t i^r aud^ im •ef(|aiaffe 
foi^tnail. 9«in. 

Vnm. 3)ie %m^t «utbt aii4 bei mir obiHg reif «i^ (b^fl fi^^fL O. 



»r.Mi a)m«i(>|Mll)t.it-ll>l.l>.-,8«><Hi|ptaiim,ttlii«gi.«i-ll.<.B.. 




(«inatl^ unb SoTtommeit: no^er btefe f^Aft»«!« {^^t 
fimnme, ifl unManiit, fle finbet fic^ imi in SQljmartnfi ^om. 6, 114 
fui} anstjetgt. SSeibtent aU gute geiit Itagenbe ^rfi^pflaume aOt Sil' 
pRoiijwfl ttnb i^ tun f^c, ba^ bei Stein aa<$ Siegel ni^t.gamab' 
UMli, M mir wubmUd^ ifL ÜRtin 91ei« n^ieit ii^ pon SicflcL 

£ittiatnt unb e^nonf mti Sitgtl IL 6. 169 Sit. 163 blr ZitnAMt^*. 
Fim« tnutpumta. XÜiX. m. 6. 37S. 3NU i^t ibentifd ift bic ära&e ee»t 
»riMcIaubt, i»tl(6e oon ütatl U- ©■ IM »ob. Sil. 62 bt\i)xubm x% tit]t gnujt 
(ttte Sieoel ddh £i(I. 9u^ auf mtincm jungen Saume tragen befbe jufammen 
unb finb in ^nii^t unb Seethitien ibrntlf^, nte mtd/ Sltgti fte fanb. 

©epttlt: grttdite mittler« ©rö&e Rnb 1" 5—6'" ^o4 I" 4'" 
but, 1". 3'" Breit. SJIon^e fmb no^ etmaS ßröfeer. gönn abgeflumpft 
ODti, am €tie(( flitrl, an ber @:^it, bei i$rüd|ten, roo bie ^r^e glei^ 
t^t, ni^t oiel meitifier gebrüdt; [e^r fi&ufig i|l jeboc^ eine Seite meit* 
[{4 ^t^er al< bie anbete unb bie €tie[fpi^ unregelma^g. Um 9tMn 
ifi fie etmad gebriltlt, nacfi bem Stem^elpunfte ^Sufig ein nenigfläi^a 
abttc^meab atft so^ bem Stiele, feiten umgele^rt. X)er Stempelpuntt 
liegt bei regeinft^lgtn ^rü^ten in ber aRitte ber Cpi^e in jiemfi^ 
fia^tx älectiefung. 

Stiel 8—9'" long, »tcmli^ bi(f, tut) behaart, fitt in Pa^« 



888 

t 

%tLxbt bcr bftmiai öfter iiU^ pü oi^^ami» ftecdU^ j^ 
if} fitfinnd^gelb, fo bog man bie ^d^t oud^ faß eben fo gut px hm 
gelben red^nen Idnnte. t>m^ bie feine fiaut tann nton nad^ Stege! bit 
f^fem beft S^^eifd^ee liegen fe^en, unb ifl fie fo bnrd^fld^tig, ba^ «an^ 
gegen bie 6onne gel^alten, ben Stein liegen ftel^, wie oi^ bet geringer 
2)rudt ^edCe ntad^t ®an) fo bnrd^ftd^tig unb gegen S)nul enqiftnbß^ 
fanb id^ bie fi^tut nid^t, iebod^ rfll^rt eft von bec 2)nrd^{t$tigfott ber 
4^aut fter, ba^ bie ^d^t wie mit grfinen nnb gelben Streifen gcfireift 
unb gefledt erfd^eint geine rollte fünfte unb Keine rot^ ^eifd^ 
fxnben fid^ }er{lreut unb faOen nid^t inft Suge. 2>er 2)uft ifl »ei|Gc^ 
unb bflnn. 

S)aft ^leifd^ ifl nnd^ Siegel gdb, etmaft fefi, fe^r fein unb b«rd^ 
{td^tig, f e^ foftrei^ wn &tt§erfi l^onigffi|ent, feftr angenel^en ®efd^maile. 
^ä) fonb eft grfinlid^ gelb, )iemlid^ »eid^, fel^r faftreid^, ober bot 9tß 
fd^modt nur fel^ ongene^ ffl^, fd^wod^ mit etwoft 6&ure gemengt, nid^ 
^ottigfüi 

2)et 6tein I^f et {l(^ ita<^ £iegt( ni^t gut t)om ^(eif^er inbctn etofti ^«14 1» 
ben Kflitenlanten ^fingen bleibt.« Sei mir leigte et fl4 gaiti utiablftdn^, uoietüe 
von trotfenem 6tanbe hU Baum« lornmen !5nivte. (Sic ift na^ Siegel 8^', bei 
9—10"' Um%, 6 bveit, 4bid, fia^bailig, oben fe^r taub, »icgeneltiii^bttM 
I&ngli^e difotm, beten ito^f |u einet fait|en, timai abgrfhimpften 6|»^e »otgefi^bcft 
ift; bie gt5(te Sreite fftOt etwaS nacb ^^^ 6tielenbe ^in. Sei Siegel mtt| bie 
tjrucbt, bie et auc^ a(3 fut^ ooa( bejeicbnet, ^^ Tfltget bauen, inbem ttben6teai 
a(d vetfdboben ooal, bie gtb^te Bteite in bet SDIfite bejeic^net. S>ie Miadadeft 
{inb au<^ bei mit fhtmpf unb bie SKitteßante nacb bet 6tiel{4ii|e ^ eteoi f^of 
potttetenb. S)ie Bau^fut^e ift meifteni^ etmaft oetmad^fen. 

9ieifseit unb dttt^ung: bie 9ieife fftSt nacb Siegel in baft fffie IbMA 

beS SCugu^, bei mit SRitte Sug. mit bet i^bnigSpflaume von S^outd, «ie fte Siegel 

au6f bei bet gtü^en gelben 9ieinedaube angibt, unb mit ^ubfoui gelber %c^ 

^{ioume. gflt Slafel unb SRatlt* 

3)et Saum n&ä^it taf(b, mitb nacb Siegel fe^t gto| unb flatt. Belaubt M 
bi<l^t, tr&gt abet feiten ftto^enb. Xttebe nut etmad fhtfig, oben bunXelbtaitn, af 
bet untern 6eite gtftn mit gelben unb »ei|en fUberMutigen ^^unften befc|i; U^jL, 
an ber Qaftd etmafi futa mei^^aatig, Qtid^t ftat{e Stiebe fanb \df jebo^ SKtte 
9ug. nod^ bid ^ut Gpi^e etmad be^aati). Slatt giem(i(b gto^, fiebeiib, fall füai^ 
oubgebteitet. oben fabC tunilig, na4 Siegel eifbrmig, »&brenb iA ed cBIptM, 
na<b unten oft breit lan^ettUcb, na6f oben breit elliptif^ finbe. «ugen romi4f 
ftumpff|yit, etmad moSig, fle^enb; t:t5get bo(^, fcbmad^ geti|>pt. 

9inm. He^nlicb ifl ib^ bie ^to^e »eibe ^amadcene, bat abet {mar eintfeiae 
gegen S^twA Att^et^ em^nblicbe, bo^ niibt fo but^p^tige ^out unb f« 
me^t fftuetlicben ©ef^ntatf. 2)ie ^rfl^e grftne gvetfc^e (at ft^licb gtünael 
abet anbere Jfotm, nnb seitigt f(bon 9nf. 9lug. S)ie |uglei(b seitiaenDc ^ 
gelbe %t9^pfiLumt ifl tunbet unb ^ot mf)t l^ft unb begatte Xnebe« 

Oberbietf. 




889 

Nt. 56. VlwirtI Xlgtn« t: — < Et 1* D.; S»cifAtn«rt tarn. mH grauen $r. 

6; — n, 4. ▲ «. 





.. ; 



j!>etiiiat$ unb SorlommtTt: Sieget evl^ielt bk 9"^^ ^* 
S^BiDdlir 1887. Serbient otf liemO^ gri>|e, fd^Site, stftiie, nod^frOl^ 
9ni4tr bie 9011 0ef #0^1^ fiM} gut lutb bete» Smtm tt#t trugbir ifi; 
wHÜitt Sei^cdtMg. 

Siteiotut uab eanon^m«: Sttgel II. 6. l^lflr.dSl. S)e«f#fle in SRotu 
m^ L € . 368. — Siegel Mam bief e»e ^c^t p*m »oSi9cUey aiM| olft O e 9 rg lY. 
jDtc Ponbemfel6enmic2iiQe9«n0ciie3a!fon, »el^e ti<u( ^ft IL @«266 Mdtoeilen 
cinCnnonnm ber Saf9tnQton, na^ ®* 290 aba eine ind|ig gro^e ninbe^omad« 
cene t^, bte Cnbe lug. |eitigt, lann ic^ nit^t 00m HbmiraC Siignp unterf^eiben. 

@e{ialt: eiförmig (ooal, D«0 auf bet breiten 6ette betrautet 
oiui^ eicunb (eifSrmigi C), auf beibett Seiten et»oi gebrfttft Kftdk» 
mb Smi4 ^ttb {iemlid^ gleU^ erloben^ oben ifl fte ßiraq)ff|ii| abge^ 
Gilbet, ometfele {lemli^ abgefla<!^t Diegfntd^t l^itt 1" 9^ft*^ in ber 
4^5^, 1" 7'" in ber »reite nnb 1" 6'" in ber JMde. Äiegel gibt bo« 
SHoag geringer an« S)ie ^urd^e ifl f[a(| nnb brfidt ben Slfiden mtr 
«penig nod^ bem Stiele unb @tem)ielpuntte l^« fie tl^eUt meiß etmaft 
»ngleid^. S)er Stempetimnit ifl Rein mtb fte|l meiß mf bec 6|ri|e 

etiel: Inngi bift 9"^! bflnn ober etmaft ftftrfer, {ieif, fo^I, mit 
Slofifledfen; StieC^ö^le ouftgifd^eift unb {temüd^ tief. 



840 

mit feinen nmllid^en unb rStp^en fünften nnb »it blauen nnb rot^ 
Streifen nnb il(einen Rieden an ber Sonnenfeite wie bei ber 9leineclftid)e. 
S)ec S)nft iß ^De^lid^ 4tnb bflnn« 2>ie QoM ifi nom aSeginne bei Stete 
feni an burd^fd^iinenb nnb man fann bie ^em beft ^eifi^eft miter 
i|^ ali mei^Ild^e Reifen erlennen, nobnrd^ baft ®rfln ber j^ont ßdk» 
»eife gelbae|hretft-erf$eint, vnb maft bie ^rti^t fe>r fd^9n ntad^L 

SIKfd^: gr&nlid^gelb, vkii^, fel^r foftig, nnb wie ei Siegel f^il^ 
bert, n/n inderffigem, fein aronl(itifd^en0ef<j^adunb<ittemei8<iit|fknk 
li^en y etwai mnilateUerartigen gSarfüvu Xu^' in 9tQn.^S<l^# L 
6. 3^8 lobt Siegel n)ieberl^oIt be^ ®ef<^mad(. 

^tein: nld^t oba nl^t guf nom ^eifd^e UsKd^, ifl ir" (o^, 
8 breit, 5 bid, non ^omt vAt gefeid^nefi er 1^ ^^^ f«^ bttte fd^arfe 
Gpi^e. 5Die mittelfie ber Stfidetilonten iß fafi fd^rf unb tagt etnwi 
9or. Soud^Ianten ftumpf, na^j^ ber 6pi^ ^in raui^ mit ti^er unb 
breiter Soc^e* Saden raul^/ oft etnmi aftetCantig« 

Steife unb Slu^ung: fte )eitigt gegen Siibe Sfaig., inSRciningft 
nteiil )uanf*6ept unb iß wegen beintelßJd^»erlöiIid^en6teiiiei]Mr 
feine ^d^ I. Stongei, bod^ ^Vt i^re Steife in eine igelt, »o ei menv 
nbei^e gute gicflne ^Mbottnett gibt imb ifyc Xnbau iß f e|t tu ets^Icn. 
ß\t ntadftt auf berCibßf^ak nebe« gdlbeit^ trt^ nnb tfUmm ^iwiar 
^t«i Sidt tunb gkid^ im StfdMod etnM berfl(r9(Kn grtenflifaie^ 
daube, bie 8— 14 2:age fp&ter zeitigt« 6ie wirb |ici grtftciv l^fiM 
mgibt, m» ba nw ber Vonm bfirftlg ße^, bleibt ße fleiner. 

(Itdenf^tfteii beft OaKmft: bev»auml^atft«ftfgciintt49,BIfl^fcfi|adt 
großen Xrondfttient« @r \fk fel^r ftu^tBot. SfAtter maf ig gto^, ooal, aud^ (reitflt^ 
.ti(4fy ^od( weiß in ber ootbetn $a(ft< am Jbreitejleit, tuK|)Ugef)>i|t, ttniet^oObUi 
(e^oart, bogenfönnig geja^nt ober aud^ nur feic^t.gelerbt. s6er fc^wo^ N^aartcBbit^ 
ttief iß 7—9^' long imb (at mei|l2tUlne^rflfen. tf ontmerawetge ßnb btoimcvCI, 
ilc «lA bft eh»«« fttbei^ktttlfi, itnter|atb grfln dbor ^fliibMtim, Ca^t 

m imirlun ein bir gntfl^ iß fewttli^ >in# i^te «mn ui* Ota^iM 
^09 w#ht (9rtn b^ 9«sbe^ i9«ringetblii|e (Streifigen iemerKt^ßvbi «mc« 
SfitH. fEflne3iDclf^e |at» bie ftc^ aber bur^ i{^e gvetf^cnfornt unte^4eiM. 
114 ijt {(r ^ie ®ro|e n)ei|e 3)ama0cene, allein lefUre ift mei^r geI5 unb ber 9c(((ai<< 
Iß fauerlld^. '!^ie mit i^t gl^idl^ettig na4 unb naC^ rcifenbe Srfine 3tafienif4< 
ISoetfc^e iß »«m Stellte nM) f^f^eret IMR4 «nb ^t bie ttntttgenbr vomBiVK 
1«|c let^tallfiifoSfii^ io#tfn bltuprlfaiHs^e ßaili|«f|tr üfL 

Xaim* 9fi inir vAw$it obige Sru^^t iiU^ ftüfl oif ge{u|ibniiB«inM •Mfe 
^tt^le ttic^t, iudj iBar ber&tein 9iet aleiAfalti^ Hic^t ab(5f^, ber (lefi^matf jiMft 
in ooOer Steife ffift,<i9entt bif 8rui|t.fo Um^ M^' ' ' * CX 



6: — n, 4. B <L 

^-- - T I- • - -■ ' ■■-■> ±.Ä . . . ■-.- ij 




|^€iinat| mtk »otto^mmett: SiegeC emfififis biefe gJflamne 
«Her 'b€iR obigen ttameit trdti DK ^iv4i, ber fte von d. ^fitibetobe 
MoMten labm totO. fie|terct (at fle cfter eine Sl^lid^e ^rud^t aber 
iM^bef^ebat 

r 

Sitetatitr unb e^nonpme: man finbct fle Bei Siegel II. 6. 196 unter 
llf.9ö, unb Moni fieWifev au^ olSIDei^e 8io(en)>fIanme an< ber Central* 
Oftp^mfc^ttle iniMt. ^Diegcu^t ^tmd^t« 90tt 9eUdett>#e«u^ »berdef^otf 
imb £. ^at ben 9tamen im Wegtfler fpOter aui( .SBei^ S^iofon^aume' ^ef^rieftcs, 
grgenbmo gab berfelbe ald Si^non. no(^ SiefIAnbtf4e grüne S^tt^^t üvl 
in(( 3)htr. in. 6. d76 (at fte M SafpiiSattige tßf[aume, 9Bci(e Siolenpftaume. 

@eftalt: cunblU^,. oben, mttai unb omSflieit sebtfldt^ oft ott^ 
etoM^l^ero(4bU^ nad^ utrten bt«iDeiIett etoaft Derjlflttgt, ^^(enetttig. 
SHe ^tttd^e ifl meifl mtr atft bttnietgt&ttet ^trid^ betnetttid^, bod^ ifl 
Üe gegen ben ®tiel ^In etwas inel^ Dettieft, fle {iel^t ben ^Mm etwa« 
ttieber unb tl^eilt gleidg« S)er @temf)el|^amlt ifi KeiUi flelblid^ unb fte^t 
obenauf in ber SRüte. Siegel betetd^net bie ^rud^t dft Hein, 13''' ^4 
ebenftf bidCunb etwa« nwniger breit, bad^ olrb ^e bei mir fd^on mttteli* 
grog, unb id^ lann fle int je^igen ®Qntmer an IÖV2''' |lo<$, 14 breit 
nnb 15 bicf angeben« 

etiel: oft fe^r lang, biftlS'", bttnn, grfin, faftio^f, in )iemlid^ 
tiefer unb weiter ^i^U fle^enb. 



342 

iebo$ a6)ie^eiL Sie ^rbe ifl gelblid^dtfi« mit toeiglid^ ^tudtot, ftfteci 
aud^ mit rot^ fünften unb Sledftt. S)er S>uft i{t »eiglid^ unb bftmu 

gleifd^: fielbttd^fin, meid^, ^, fd^md)mb, faftrd^, i« gutrn 
Sommern uub gel^ang aMgereift dou te^t aiifiertcl^em, ffigmeiitigm, 
ober mie il^n Siegel be^eid^net, su^erfftlen Qkfd^d, n» beii etm 
aber fouer. 

Stein im ^Hfnm oom^eifd^e, ift 8''' Mi 6 breit unb 3biil 
oon ^orm, mie i$ il^ )eid^nete, am oberen @nbe mfigig fi>it, mit« 
fhtmpffpift, ber Stflden i^ mel^r erhoben, bie aRttteSonte tritt {iemß^ 
^eroor, ifi ober jiumpf, bie Saud^fnrd^e tief unb giemlid^ breit, bie Soto 
Jtnb etmaft raul^. 

Steife unb Stuftung: bie ^rud^t reift meifi )tt Xnf. beft €epL« 
je nad^ ben dal^ren aii# etmaft frfl^ ober fpAter, 1859 fine fie fii^n 
nd^ bem 20. Sug. }u zeitigen an« Siegel edtSxt fie megen i^rer inou 
fel^nttd^en garbe unb geringen <Sr&ge, m^ megen iljlreft unablSftSd^ 
Steine» unb beft fftuerlid^en ^eif^eft um benfelben ab nid^t ber ft* 
gie^ung merti, wmn gleid^ ber ®efd^ma(t fbnft gut fei — ba fie aba 
b^ fo Hein ni^ ftbetaSifl unb ber Siwn unter aSen wdmm^fim 
menb&umen ammeifien imb felbft innstgfln{ii«eftd<ü^ trft^ fo ml 
i^ fflr beren iiMbe|altung in einem grftgeren Gortbnent« bod^ fpc^e^fi* 
Sie lögt ftd^ auf ben 9R&r{ten immer nod^ oenoertl^, ^onbcrft «Mm 
anberft gef&rbte Sorten untergemengt ftnb. 

©t^eiifd^aften bed Saumed: berfelN loftc^St au^orbeniim^ {totl, «ol 
gt0(, ^(fl^ friu^ unb trd^tf wie enoftl^nt, fletd ftn>tenb. ^^ommer^ioetoe melctt« 
teoun, etwas fUier^duitg, faflla^t. DCftttermä^g gro(, oberhalb fd^wacl^?, imter» 
feiiil bi(^t Behaart, breiteifdrmig ((reit oval, O.)* tegerm&^tg {iumpfgcfdgt, liiq 
jugefpttft. Blatter bed grud^t^otged nac^ bein Stiele ^u me^r ober loeitigcr teil« 
^nnig, tia^ •ome meiffc tm Brettt jlcii (ioob«r4 bie UknoK<|«i>erf<^rletruiibt [vm 
gefe^ (angeiförmife, C,], (Skf^^t ^eraiülfonintt} unb lOngec gefint^t IKattftMc 
meifi 2brüft9, behaart, Iura» büsa, röt^ti^« 

Semerlungen: bie Safpidartige Pflaume moc^t {!<( !eitRiIt(( bn^ 
i^re gelbtid^grane ^arbe, ntnbK^ eiförmige (runbooa(e, O.,) ®e{ialt unb bn») 
i^ren unf5ft(t(^ii 6tetn. 6ie ift ft^Ii^ iiKSiri^^e, ^orm unb^ürbe ber JKetueH 
0^tnen KeitiecUu^e, boi^ ifl bi4e fUk$ niebriger a» breit unb lief imb |tt 
dmn nwp ^afb fo langen fa^Un 6ticL Vuf fie foCgt unter ben mir (daantit 
gr&nen ^fKaumen unmittelbar bie 2)ur((fi(!l^ttge, ober fU ge^ t^ mn^ «^ 
9oraug. 2)iefelbe ift |idr!er eiförmig (ooal, O.)» größer unb beffet, nn^ ber fiteiii 
f(^on me^r löglic^ unb nod^ me§r mirb fte oomXbmiral Siignp inOrö^e unb 
€U^n|eit Abertroffen; »er olfo nur größere unb ft(on beffere grüne $|laumen j« 
liftan^en mfinft^ti mag bie genannten »ftl^len. S^ln. 



848 

6: -- n, 4. B (A) «. 





•fi|t ItfteffkiAe. ^«t M- ^^t. 

»tut auf 9tmhci(^ (In, snb ifl Dirintiii^e ber ttfU, bei fle aitfffk^, fMie L« 
GMsd d'Auity in Yie priT^ des Pnm9aM fagi, bii| ^9 i|ren Hamen von einer 
»4lef Si^9i«i XU, «kmcllin oon^fftn^ I. er(«lten (oBe ; inbe( meinenSte^ tmb 
Mnbtrobe, batbte %ü^t äUn fei, nnb nml ber ftefUmiimnobei oc«|iglt(^it ftol|«< 
f^Mi M ComcMvitti ^ fhtbe in ben SBorten: Ohmm, qnae poatrtBo VordMU 
a Tiridi oolor«, in Ikalia TooaDtnr, «t alito ptMiarantar^ fo bo^banui^ bteSnidl^ 
ctHHi iKcr^ Mi Oteie^tentoiib tta^ Statten tmb ooti ba na(| graiUtei^ ^etemmen 
»ire. Aavm eine anbete ^ftouine l^«t fl^ f » %an^ aDgemetn oevHeitrt vnb »eSen 
mn^eipfUingeefatleeneanbereyllaniieti, n»af» fliennfie auc^bie jtdni^ber^fionmett 
Meibt, bo4 nic^t angemeffen Ifl, befenbet« in leii^ttm fonbigen Beben, »o bie Stabes 
bcv yiliiitmemeeftpe bie iungen 9(M|te a8)ufe^ Herberten; (fle|e (Sinteitung). — 3» 
{|fer 9ftte erforbert fte fonntgen Stonb bei Bontnd, unb ein Gpatter, boft id^ an 
We 9{orbfeUe beft ^oufei fe^te, trftgt |n>ar »tele ober fabe ^rüt^te. 

£itecalttr unb e^nani^me; hwnntfaftMaOenpemeI.e<9riftfleaenii)av; 
iUt I5anen mir ble «o«|ftga(bffen gcnannl »erben. Sieeel IL e. 198 9hr. 4 ^#fce 
oro^ ai^eineclaube; S)ittr. U. 6. 240 unb beffen 0.*M. Wf. 0; S>tt9a«el IL 
Xaf. 11; SJ>.eab. 9{r. 9 tiemU<| gut; Kraft IL % 19 fentitU^; P«nion. Frano* 
St. 7 9tr* 10 fe(r are|, liemlub gut; ^ gr, «. I. %al 16 giemlt^ f^fe^t* ttiiitKÜ 
Sibum IT. e. m JUioMlaada d^or4as AmialM 1868 6. 99 BoNiMlMda trn^ 
«•eDne, mit ben f rangdf. 69nj»n. Abriooi verti Oraaee Boin« Oiand«, Daaua ¥itl| 
P a nph iüe» Ghrooia Eeiae, Bnorin Torti v^rta boano, unb ben engL Gtbmi öafa^ 
Bradford Gaf •, Brnyj Gage« Bragnoai Gafo^ Bobnjlert Gaga» lUewartk GroMi 
Ga^e, Wümota Green Gaca, Wiiaota new Oreea GoM Wi^oioti lote Green GMOk 
2)cr £onb. doL 6. 166 unb^ooninge* 276 unter bem^oupttuimenGraeiiGage ^tim 
^iemitit biefeI^€^)uen9^le, »ie bie Aaaalen^ bod^ aMi44 5&e«Niiiig beiSebuylen 
Oage^ »elc^ed mök im ämb. dal fe^U, ein ? unb \^n% mäf meliere bcr oubee« 
engt Ch^non^me ffir falf<| fu galten. <lr (emerft no(i^, ba^ ber !^ame Gage oon 



814 

«nee engl. St»We ktt^mmn, bir im^bet ip«fifer^t«^f«Viiii9ia4ttli«MI(^ 
)u benen ber Spante oettoren oing, unb beten ©ftrtner bte miter^aftene lUmecIaiibc 
bona OrftUL 6«Ke noimie» (xBonn »irb bief e j^aitpt(|uelU bn 69110«. (sihlt4 >a> 
ftopft fein?!) IDer 9lame Daupbioe loitb niit mit bet bei 3)ittr. m. 6. 363 
ooriommenbenunabßdri^enDaapbioöe-^fCauwroenoec^feUiperbenbfitfen. 2)tebettt* 
fÄen Gnnon^me finb t^eitd Ueberf etungen beft ^nibftfcj^ aI8 ^rftne Xpttlofe, Jt5« 
mgin (Mttubia. ^oc^na^I im ^üf^ttx nennt allMS^non^me , bie bet (Sns&^mnig 
»ett^ ftnb, jto4: Reineolande yerte tiqaet6e,'Trompe Yalet, Trompe GaroM, 
Gros Danas-Tert, (8ute ®tüne. -— Son (ettn Cft^renS pi XxaottnSaaSbt ct|telt t4 
ol< Boyal Green Gage ganj bie Obige.. jmi^ idu'^vmui etioa but(( beit 9eifa| 
Royal ne oon anbetn Green Gage8 ^'fd^eiben gefud^t ^ilH>i* . 

(Beftalt: ©tb^e! «a^ Siegel i" A"'^o^, l"6'"bi(l unbV»a«»entgetbteit, 
bo4 »itb fie in ^teli|^bcn nic^ir feiten no<( ehoad gtb^et. ^irm tunbUc^, oben 
«nb no(( etnaS tie|t am Stiele, ^u^ am M<ten ctmaS gcbtüift. %ia^ ^ud^, 
t§eiU meifk g(ei(^. ibtuttpclpuntt Kein, Uegt aitf bet 6pt|e in ^a<^ SettUfong. 

Stiel 10'" lang, bitf, gtd^tent^eild toftfatbig, etwai gebogen, fitt| unbbibm 
be§aatt, fift in feiertet (ö^le. \ / 

gatbe bet etmad butd^ftc^tigen, bannen, nic^t gut al^e^baten j^aut, but^ 

»elc^e man (eSete unb bunlfete gafetn beS ^Lüiift^ f(ii^'^^ gelbßd^gtfin, in tt^ixx 

. Keife oft fafl gtünlic^gelb, unb fte§t man bei befonnten au<^ bie gonuc a feit e 

töt^lid^ angelaufen unb tot^ gefMt wiß^ pifafMn Cfi jtnben fi(( aiu( pone 

netattige ©tteifen obet blaulicbe Ißunfte. ^uft n)et$(i4 unb bünn. 

S)ad 9(eifcb ift abibflg, gtftnii^gelb, fital^iiir ^^ bur^fu^ig, tai^aft {oct 
«Hb bo^ cttofllHnt, iitflbt me^; bet floce fftfie ^(e ge»ftt|^«fte, mMRü^ bdüale 
3tttfetgeftl^watf tfl 3^bem bctoint* 

eteiii: 0'" (04, 7 boeit, 4Vt bf(f. M44oben Im^piwU 8«ta ^maü^ m 
loben, etmad tau^^ bütDeUe« «ftetlantig; M^nfankuftaimpf imb «ie|t er|obcB 
«a b«t«oue^; »itteUante »txb na« bem Stiele ^tn bteftnnb t#«f; Bos^fw^ 
bteit unb t^\ %tJ^U Smte ettoail m^ bem Stiele |tn« 

Xeifaeit unb IRu^ung: }eütgt Knfongfi Se^ gOrXcfel nnb |>an<|afl; 

bei fic auc^ Ibftli^e i^nqiote nnb Confituten gibt, unb Bocftd^tig getvotfnct, «ri| 

lectii^e ^neSen, wenn gieii| bie ^fel feiten gum Spotten ^«a^le flMg liffet, 

aw| bie itleine fteinedaube aum SCtoinen etnaö beffer ift 

S)et IBaum witb gro|, ift gefunb, unb n«mentft(| in fc^wctrm Boten tc4( 
ttogbat. Sommetiraage etxoaü pftg, f^mu^g tot^btauu, ftlbetlftutig finita 
unb gefletft, fafi fabl, gegen bte JBaftd unb ^et fd^roaiben 3n>c<9^n etnoS Hau 
be^aatt. Blatt gto(, fte^enb, tinn^fbtmia, ctioäS )tttfldgeoogen, oben ia^I, gfftnaeab, 
ettptif«« am Stuibtbol»e of t umgetebtt eiftemtg, mit anfgefetftet Spi^K* Blottftiel 
tat u«g(ei<^ ftebenbe trafen, «ugen fte^enb, luty, ^^M^ fi^ifr tagenttagct 
4ooaItetifti{c^ fkacli nmiflig itngetiypt 

Sl n m. 9(U(b bie Sto|e Xeinedlatfbe gel|5tt jn ben ^ffaumen, bie but^ bie ITetn» 

Wgftnna(|f«tttn, nininglei<| fetten in gleichet Q^flte mit bet Shcttetfmc^t SNu 
betdU eine 9temli(be Xnio^i fofi^t^i^te, bie leibet attBenDed^ilungrnVidai 
geben wetben, mA^ten^ bie SRnttetfrui^ <m &ttt Unb ^agbatfett laum etwa« p. 
lOftnfi^en fibtigt«ffet Hft^tihlbt« von eHoa gret(|etSftte mit ber 9nitetfnt(|C fm 
mit big t^ b^anat gei90tb«R ftetmoelaiHle de Guigne, (gtötn aE8 bte SRvÜets 
fnUbt; ffvtugt im Hegen feiertet auf), von Beffe^yf^ gi^e Steineclaabe, Retnednda 
AAüce, Baow^ 9Mnecliaibe; oon üong üelnedoube i^ Keiner, bo<b t^gbar, 
Sohtiea gtftne Beined«ubo f^eint fc^ mefffi(| fc^le^tet. ^e etwaigen Untetf ^i^ 
Mgen bei biefen Sotten ongegebeft metben. Obetbfed!. 



345 



6; — D;4.A,a. 



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Sfnt^t er)O0 £err aRoior (Sfpeten in BA^im auft bem Cfeto ber 0to^ 
9MitM{«ibe inA toiatoite fk 1848 nad^ fätieni gfmmi^ bem bdbmnten 
^^ologoi DO« 0mm9 jit SHltKtfbc SHe iHgifd^ <i&ftas botcit banoH 
(mffliiead^ fUtm innge» ftidlfbunm 3« iO^tmU». «ifi^ ms M^diier 
MMgot e^M#e ^^ !Rettf#W| bif baft 9S^mct gern fSr baft 0»Pe 
(allntr 1|veti 9ktf nodl Demel^. aMti 9tdft ed^elt i# «on ßicQel 
imb Simn fäeiAmmt ^omtMc HbtüAti. Siegel bejog bie Sorte qm 
tn^^im Orte« «^ m^ hoii (Sfiiereii bitect ftbetoln* 

Siteratur unb e^nonjme: £te9e( in« B. llß 9lr. 29. 8it)ortS BtlBum 
HL 6eite 117; Sotib. (Kai C^p^itotent 6. 16, 9hr. 106*. «mmmid S. 164. 
n^thxt^tt ifl ^ miA U» 5DccemM4#fU IJM6 bey Revue hortifole. ^bUQ^iM^ 
6iinon igouij) ^u Kef natmicn {te Reineolaude monot. 

€le1ltUMmAi4 dra&rv «il« Ue (ir»ie ^Mttedml^ uitb «|t 
etmo« ^5^er qU biefe imb ^teaftmoL €kiie gcM^ ^abeo obige ®«ifet 
Xm Stiel unb Stopfe ifi fle fiati gebtttdt; bie breite ^rd^e brfidt 
cndi ben 9tfitfen etiooft* Oft {tnbet ftd^ aud^ auf ber Saud^feite nad^ 
bem Stempelpttttlte ^ist ^mad x)o;t ^d^ett, looburd^ von ber Seite an^ 
gefeiten bie ^d^t bann nad^ bem Stempelpttnlte fi&r(er abnimmt S)er 
Stempelputtit fi^t in meiter Vertiefung auf ber Spifte. 

2)er Stiel ifi 6—7''' lang, rofifUdKg, bel^aart, unb fifet in tiefer 
^Sufig aud^ metter j^Sl^lnng* 



346 

5E>fe,9afbe bcr )S^, gtonlid^ gtit a^sf^teten ^^ iß gettfid^ 
0Cüit. Sott 9l5tl^e tntb roU^ett fputdten fal^ {$ Mftl^ trtd^t viel. 2)er 
S)uft ifl loelgli^ unb bfittn* 

Z)aft9Ieifd^ ifi etood J^eUer gelbO^gritai oli boA bet 0togm 9ld^ 
ttcclottbe, faftrtid^, f d^mel)eitb, obldfig, Qoit f ftlem Qmtafcdlkm Sefd^muL 
S)er@efd^d lontmt ittbeg bod^ oti enftifileit uitb ItöfUU^ boignt 
gerat^etiett Steittecloitbett nid^t goit) bei« Siegel bemecft bieft gld^oOf 
Ott attgeffli^en Orte, red^itet fte ittbe| bod^ mit Siedet lY. 6. Ö2 {H 
bett fe|r eblen gfdU^tett* 

S)er Stein ifi lO"'' lattg, 7 breit, ftarf 4 bid, nO^ ittOefkoIt 
einent Doal, baft ttad^ betit Stielettbe oeriflitgt ifL Sotfett )iem04 
roitl^, afterftttttig, Soitd^fard^e jiemlid^ tief, SUfalettfaitteti fUoA mtrfirt, 
SRittellattte tritt fd^ctrf iietnOd^ 09r, bie Sdbetilftitte» biegen iut4 ba 
6)n^ l^iit {14 genmbet na(| )um Sandte paSd. 

9teif}eit uttb 9lu«ttng. Seitigt um 10—14 Zage fpater ob 
bie (8ro§e Steineclaube, nrnft, oerbunbett mit bem ber Sieiiteclattbe fi^ 
0^ Or^d^iiuulc i^enffiert^ onimadlt fftrXbfdusbStortt; «ogoit^ 
Im ^uii^tte fe^ broti^bac feitt« 

^ S)er9attm nU^t cofd^ ititb g^ttb, wirb gvo^ imb tMgbuc Mb 
M 9^ W ottfbied^ettbe Slfttl^ SimiiiiirtiDdee fiact, f/mi^ 
ttt^i^aim, oft f^Ibfl 9iolettbr«m, fkkrf gelblid^ {Hberl^lUttlg gefbft 
nttb f cd^ 9Iatt grol mib breit, l^genb, fioi^ oitfgebrei^, oben toK 
nmiOg, breit dfbrtitig (dfSmtig fpitig, Siegel), fnß nod^ ifter fntib ii| 
m breit eOi^tifd^ »tottfüel N nur bÜMtlen Bein^, m bot »iüt 
gel^eftete S)rfif em Sbtge imfred^t fU^b, na4 oben and| oft antiegenb; 
Xttgentrftger ^o<|, oulfKg imb flad^pig. 

tinvL tbiterfd^bet fidg bur^ i^e fp&tere Qd&Q}v^ nnb (BrS^ 
Itnb l^abe id^ oft bemerft, ba| bie Inngen gtäd^te be^oort ftnb, nnb 
{loar weniger alft bie ber ®ro|en Sleineclaube oon ben SRoben ber 
IpflamieniNApe Mben, aber — loenigßeni in <B Artenmit dngefd^bff ener 
Sage ~ leid^er bnrd^ 6onnfnl^i|e im 9nni obfoDen* 

OberbiedE* 



347 



Ifo. 60. 9ntt 9mif$»»mt. i: - A i. B.raiDttH»«H»t. 9mu, »«nt« 9h 

6: — n, b. C (B) a. 



f « 





Puttte Jt^V^mm. * SRitte oft Snf. Sug. 

^eimat^ unb Sorlommen: biefe ^^ruci^t ^dfdnt hiSfjtx nur 
im ^aiittiverfd^en üetbreitet gemefen ju fein, too fte auf aKen üR&rlten^ 
üi bisher ^ier etfte Ißftaiimenfrud^t beS ^oJfxti porfotnmt/.unb läufig 
aud^ in ben ®&rten beS SanbrnannS fid^ ^nbet, inbem fie fl(| burc^ 
SBurgeltriebe fortpflanjt. $at bei gutem ©efd^macf aud^ nod^ ben SBert^, 
ba§ auf S(u3l&ufem biefeS Saum 3 anbete ißfKaumenf orten gut anf dalagen 
imb gebeiben unb biefe ^uSISufer namentlid^ aud^ gut mit $fltrt<3^en 
unb SCprilofen oculirt »erben fSnnen, bie barauf feQr gebei^en. 9lid^t 
3Dentgfr geben bie Steine ber g^ud^t gute Sßilblinge. Studd biefe Pflaume 
neig im ßanttiDer^fd^en iRiemanb gu nennen; obigen |)af[enben Slamen 
gab Id^ ibr unb t^eilte fte Siegel mit. 

Siieratuv unb ^^nonpme: Siegel IIL B. 118 9hr. 269 unter oBigerOe» 
nemiung* Kommt fonfi ni^t vor. Unter ber Plummer 191 ^at Siegel ebenbafelbft 
no(( eine Sunte $f[aume, bie mit o5iger nic^t oenoec^felt »erben vm%. 

@eftalt: giemlid^ runb, etnmg gum Oual neigenb, oben unb unten 
abgeftuinj>ft. i" 1—2'" l^oc^ unb jiemUc^ ebenfo breit unb Wdf. ©er 
Soud^ fi^t in ber SRitte. fftai^ bem jtovfe runbet fie fid^ etmaS er* 
l^oben }u unb ifi nur menig abgefiumpft. gurd^e fe^r flod^, mit feiner 
Sinie, tbtilt nur wenig ungleid^« Z)er gelbgraue Stempelpuntt ft^t auf 
ber @pi^ nur etnmft nertieft. 

®tiel: lO''' lang, bAnn, bel^aart, fi^t gang flod^. 

$arbe ber g&^en, giemtid^ abgiel^barcn, fduerlid^en, mit bldulii^ 
rü^lid^em X)ufte belauf enen ^ut, ifl ein unanfel^nlid^eS, etmaS fd^mu^igeS 



348 



iSklh bei 6^<|amtcii f^^eti Qfflngetfr, ioeU|rt M Mfmnileii ^tMfita 
faft runb ^erum mit eintr ferSunlid^n SÜSt^e fo ükriogm iß, bal 
jleOentoeife unb loDirt Derlaufenb bie ®runbfarbe balb me^r telb 
iDeniger burd^fd^eint ober, no cttoaS (tuflag, fafl rein bbttt. S)abei 
I^Sttf t um ga^lreid^e getbli^^Staue ^nlte bie 9l5t^e fid^ fiJlrler an mib 
bUbet bunnere ^Udi^tn, fo bag bie gnid^t bobittd^ ein nutmuiirtei 
anfe^en erhalt. 

SDaS ^I^U^ Ht d^ttlid^, fe^r faftteid^, gart, von angenel^mcm ge» 
guderten, mit etmaS ©Sure gemfirjiten ®ei[(|ma(f, ben au<l^ Siegel all 
jag unb aromatif d^ ityti^ntt unb bie ^ru^t megcn ^tü^geitigteit, Zrof 
barleit unb (ci il|rem guten ®efd^motf ber Serme^rung mertl^ (Sit 

S>er Stein ifl nur in manchen ^a^ren gut abliPg, in anbemnfa^t, 
ift T" lang, 5 breit, 3 bitf, breiteOiptifd^, oft me^r onat, Pai^batfig, 
jiemlid^ rau$, ^au^furd^en breit unb tief, RfldCenlanten fiunq)f. 

S)er Saum lommt in {ebemSoben fort, ifl fe^r gefunb, frü( unb 
angerprbenlHd^ tragbar, maS aud^ Sieget beft&tigt (St mad^t eine giem« 
(id^ bid^t T^erjmeigtei reid^ 6e(aubte Jtrone« Sriebe ttroai fein« unbc 
(aart^ {iemtid^ ftarl ftuftg, fd^mu^ig braun, wl^ oben rSt^lid^, no^ 
unten mit otelen getblid^-grfinen fünften be{e^t, unb am imeii&^rigen 
^^otje filberl^ftutig überwogen* Statt gtemlid^ grog, unten am 3^^ 
^ngenb, oben fte^enb, breit eOiptifi^, oft faft breit tanjettlii^i faft ober 
whlli^ flad^ ausgebreitet, oben la^t. Slugen lonifc^, fpi^i abfie^enb, 
auf ftarl norße^enben, faft ni(|t gerippten Srdgem. Stattfliet l^ot nic^t 
immer SDrüfen* 

8 um. @e^r ft^nlid^ ifl i(r baS ftot^e Zauben^erj, meld^eS ond^ 
gugleidg jeittgt, unterfd^eibet ftd^ aber fd^on buid^ ben ablSStid^en @tdn. 

Oberbietf. 



No. 6Iv 9nm f«ri|*iu "ü — n. i. R 'a»etW«.aH. SDo«., Bante ßt. 
. .&= ~ ft 'S *• •■ . ■ ■ ■ .. • 




^timatV unb a)oc(»«tntn: biefe titRü^ 4iii3td^ 9itT>f[aii< 

i4 <«8t«iAvt nnb. bmn »«wb sui^ üb« Siestte Urt^U f«ft ii^Ii« 
uK trtgt. oc^iett Siegel anS bn ft^M« IStBmftfoiU unter o&igeB 
Slmni awb veint, ba^ f(e oUleic^ mdE) untn lubtmn Sltaaim d»x* 
lOmiiicn «A^tt, bft 4k^ oOtö i&ati mit @tfr; Derbreikt ^obe, onb man 
Uc gtst^t «ntet oHgtm 9tanm BirgaM aufgefaßt finbc Wt Ift ^ 
gU^fdSS IW4 ttirgenbfl D*TBtf ommtn. 2i)tta Steig ec^ittt i^mnt^gd. 
fiitexatui unb Sqitsnqflie: 2UgeI n. <i. 200, Stt.SS. SnSnte^c» 
btigoK. Xttti. m. e. 376. Stnolb. D. Hab. Xt« Sicf. Efit. 11. SUiBcnem 
RUng findet Siegel intofcni nii^t gatii paffenb, als bit ^(tbnsont EefonberS bui4 
tinaB fllktittt Wina^mt na^ btm fititle ^\n lic^ fcnnaei^netm. 

$eflalt: ^itac^fiicQel Ht ©löge unb^ntm etiiei@rogai!Rdne* 
cicube, iu4 Mt^ obn bet JCSaiflSfilaume, f&c bie min ^ ^oUea 
ttante, «mm fü bnnUer gefärbt niArt. @ie mit ob« bd ntlc fd^ 
in Nienburg beatnfn($ gr&ßcr, als ftatfe ffldtiKlanben unb erlangte 
^ nt^t fetttn bie obige @tBg(, ^o bag fle fii^ In ®rige, ^rbung 
«ab bui4 nu^r CoftffiUe von btc fiinigSpflaunie merllt^ unterj^ieb; 
icbnt tng ^n bei junge Skum no^ ni^t vtQ. @rigc bei Ü^cl 
1' 4'" $i^ «nb faft eben fo viel- S)idc unb ^Teite, bi4 gibt e< 



350 

oudli %t&^% bie itnUat ititb bidcr ob 1^ ftrib, inft mAm Ue auf 
betben Seitm gebrfidCt ftnb. «m Stiele i^ bie ^md^t fiarl gebrfiA, 
gegen htnptmfdpmtt m^ £iege( üma% abnd^enb, loaft i$ an 
meinen ^d^ten bi«^et feiten näfymfyxu 2>ie gang flauet ^ fnfl nur 
bnrd^ eine Sinie beaei^nete ^rd^e brfiA ben Küden nnc »enig, mib 
tl^eilt l^iufig nngleid^, wo bann bie ^fntd^t ein etnmft nerf^obencft S» 
feigen gewinnt. S)er Heine Gtenqielpnntt ifi f&^Ibar erJ^oben, nnb fttt 
in ber SRitte JM Jtopfe« , bei fold^en, beten eine Seite I^Bl^ ift ab 
bie anbete, neben bet @pi)}e, nnb ifi bie ^ö^t bei beotfelbett bii^ 
»eilen ttma% onfgefimtngen. 

Stiel nad^ Siegel 9'^' lang, bei mir etvmft I&t}er, Üß |ientid^ 
VUt, be^oatt, getabe, meiflenft gtfin, nnb ft^t in flati onftgifd^elftct, 
jiemlid^ tiefet j^öl^le« 

$atbe bet siemlid^ bftnnen, etma« )&]^en nnb fanetüd^en 6<nt 
i^ an bet Sonne fafl trtolettblan, oft fafi fd^matablon, meld^ 9^bnng 
nad^ ben meniget befonnten Steffen getnf^t in ein etnm« ^Oe« 91o^ 
oetl&ttft, nnb nad^ Sieget anf bet Sd^attenfeite meifienft etma« mei|Itd^«gtta 
bleibt, wobntd^ bie ^^t bunt mitb. 2>.er 3)tt^ iftmetUblfinUd^ nnb b&mt. 

S)a« ^leifd^ifl gtfinßd^ wei^, etwa« butd(»fid^tig, f e^ f aftnott nob 
fil^me^enb, oon ffi|em mit feinet, angene^et Sftnte gemifd^tn &f^<imaL 

S)et Stein IdM fid^ gutjoom glelfd^, ift 8'''(0d^, 66tdt, 4 Md, 
&tt)mMl, nadb bem Sttelenbe et»aft netjtegt nnb <ti9a4 abgef^ Oote 
Siemlid^ bitf, mfi^ tan^, am Stiebnbe oftettanttg, SSaud^fntd^ }iemBd| 
tief, Ȋdkntanten breit nnb ^nmpf , aRitteOante ttitt mt menig not. 

Steifheit nnb 9lut(ung: »dtigt im legten S)tittet bes Stagsft 
mit bet Sßeigen ^ungfetitpflattmc. %ax Xdfet nnb aRorCt Sinringt 
im Siegen nid^t leidet auf, plodfi aber beim herabfallen nom Sonme 
burd^ il^e SaftfftQe leidet, fo bc^ man fie beffer pflfidCt 

S)et Oaum »itb na(^ Siegel nux mftf ig gto^ unb x^ ftuf;erfi fntil^t5at, »el^e 
3fru(^tBar!eit ftc^ au4 bei mir beflAtidte. eommet|toet((e m&|tg fiaxf, getabe, 
bttnfeKraun, fafl Ia§(, gegen bieOaftd etioaS htt), loet^^aarig, fein unb nii^t 
^ftufig ininftirt unb etwad ftCber^ftutig. tBIatt gto(, ntriftend ^ftngenb, ffadj 
g€b9etiet, unten fl«rf, oben fafi nl^tbeQaoft ober »trlCi(| fa^I, {laflnui)Kg, 
frfin, nun ^otm, ma^ Siegel oval, etoo« sugefiNtt, a»l^ etoo« Iftnglil| eifaf«ri|, 
«A^ttnb ic^ bie %9xm lieber aUS breiteSiytifc^ be^eiil^ncn md^te« {ie ondft dnfcta 
umgde^rt eifbrmig fanb. Sugen gro|, bauti^ig, ^umpffpit, ctoad »oOig, ab« 
fle^enb. Kugentrftger fla^, laum gerippt. 

Vnm. Son ber 5(5niggpf[onme tmterf (Reibet fte fid^ an^ m^ bur^ Mc fall 
lallen Zriebe unb ift a«t«rbem f enntlil^ \mt^ i^tc bunte ^Irbnng unb 6aflfftlc. 

. Cbetbieif. 



351 



Nr. 62. 3)le 3rffCf f OIL l : — II, 1. E. ; Swetfc^tiiart f>am , hrniH gt . 6 : — H, ö. A 




5te Seferfon* ♦* atnf. Sept. 

^eitnatl^ unb S^^ortommen: ijl neue ameritanifd^e ^rud^t, 
bte nad^ ber 9on ^oirnitig gegebenen 3la^nS)t uan bem berühmten 
Defonomen unb 9ii(i^tct Suel (no(ä^ bem au(5 bie Suel« g^öoorite be* 
nannt ifi) erjogen unb tia^ bem belannten ^räjibenten O^ff^^f^^ benannt 
würbe» ^t burd^ ®röge unb @<i^Sn^ett ftd^ rafd^ verbreitet. 2)oiDttin0 
min fte allen anbem Pflaumen oütjiel^en, fe^t fte im ©efd^mad ber 
@TO§en 9leineclaube pfin^ na^e unb jte^t fie wegen ©röge unb ®d^9n« 
$eit berfelben 9cr. 9lud^ bie Annales rfil^men fte fe^n ©anj fo fd^ft^« 
bar Ifl fte in meiner ©egeub niätt, jetgte ftd^ inbe^ fowo^l bei mir ato 
bei Siegel mitflid^ mert^noH unb t)erbient ^Auftge S[n))f{an)ttn0, jumal 
ber 93aum ^öd^jl tragbar ifl. üßein Steift erhielt id& burd^ ^m. 5ßfarrer 
Urftanet jn SRa^t^n? von ber Sonboner ©artenbaugcfeQfd^aft unb von 
3. Oootö llberetn. 

Siteraittt utib S^nonpme: Siegel 5ef4^«( fie mir erfl in betSRonail« 
Wtift 1855 e. 75 mit 9ilr. SOÖ. ^ie Annales 1857 6. 99 atben gute ^Ibbilbimg. 
tCotpning 9* ^ o^ne 69noii9me. tSmmond 6. 162. Sono. Qiat 6. 166 9{r. 66 
nennt fie nur* 

©epalt: me^r art uitttelgroB, bei Sieget 1* 5'" ^oi), i- 1%^"' 
M «Hb breit 3d^ |iatie merKid^ grftgere ^rfld^te von 2V*' ^% unb 
20 Sreite. 1860 maren fte mie obige Heinere ^igur IVa'' l^od^* t)ie 

38BfhiTte« ^anb6u<^ bei 0>fl^xnbf. IIL 23 



352 

Atinaled )ei(|tt(m fte 2^^ l^od^ uitb ffairf, 1 Sinie toeniger btAt unb S)oiDnntg 
etioa e6enfo. ©eftalt ift nad^ SSDen ooal, mdt bem @ttele ein @eringe4 
[tarier abnel^menb unb i^öl^er aU breit unb bid inft Suge faDenb, an 
beiben @nben etwad abgeftuatiiff , bei S)on)ning unb in ben Anoales 
eine ber beiben bargefteQten i^rüd^te am Stiele gerunbet. Sluden unb 
Saud^ {tnb gteid^ ^^oben , bod^ brüdCt bie }iemlid^ ftarfe ^rd^e ben 
StüdCen nad^ bem Stiele l^iu etm^ft ftärfer alft nadg ber Bpxiit ^vl 3)er 
©tempelputtft liegt oben in ber 3)Mttc flad^ , oft ergebt fxd& au^ bie 
eine ©eite ber grud^t etroaÄ über ii^n. SKeifienft tl^eilt bie gurd^e gW^ 

Stiel 9'" bid 1'' lang, fal^t, fifet in enger feid^ter fiö^luttB. 

f^arbe ber biden gut abgiel^bar^n $aut ifl etmad grflnli(^eli, 
gule^t fiber ben großem S^eil ber ^rud^t giemlid^ bunfelgelb , an ber 
©onnenfeite braunrot!^ angelaufen unb reid^ rot^gcfledEt unb punftiit 
S)iefe 9?ötl^e flnbet [xd) erfl red^t mit gunel^menber SReife ein. SJerSJiift 
i|l weißlid^ unb bünn- 3n bem na^lalten ©ommcr 1860 blieb bei mir bie 
©runbf arbe grünlid&gelb, Sludd größere Äofifiguren finben jid^ ni^t feltei 

S)aö ^teifd^ ift gelb (nad^ 2)ou)ning deep orange), faftrei^i^^ 
t)on fel^r fügem, oorgüglid^en ©efd^madte, ber felbft in bem naffen Bm» 
m» 1860, mo Diele anbere Pflaumen fabe maren, nod^ mirfltd^ fuftioai« 

2)e« @tein Idfet ftc^ fotoo^l n(U6 Siegel nic^t gut vom tSfleifil^, M au^i^'^ 
felbft in ben »armen Sauren 1856, 58 unb 59 unaHöftg fanb. 2)on)nlng (e)ei4iet 
i§n Q(d ganj abloflg, mai au^ in mannen ©egenben von SDeutfc^lanb no^f f^ 
fclttwirb. (grlUfaft 1* lang, flor! 7'« breit, faflöbicf, bllbetna*ber@|ntfei!««i 
Ooa(, bad na4 bem 6ifelenbe (in ft($ fiarf ^u «tnermir loenig abgefhimpfkt, ^ 
ou^ ein SSeniged ü^ergebogenen Spi^e ontflnQt, von. ber me^f m SCftccfonten tfcti^ 
laufen. Sacfen ntft|i| f^o^, tou^, Baud^fur^e i»eit unb tief, SUdtenfanten lies- 
li(| ftumpf, bo4 tritt bie SRitteirante ftar! unb liemli^ fc^arf «or, unb ef|e|t 
nad^ bem Stielenbe l^in ftd^ ni^t feiten f^arf ftftrfer. 

Äetfgeit unb 92utung: zeitigte bei mir flctS einige i:age vor ber ©tote 
9Uinec(MAe «nfaua eeptembet. Siegel feft bie Keife 9tttti6ept. S)mm88Mt 
fte 14 ^age nac^ ber 2Baf§ington reifen, gflr ^afel unb SRarli. S)ie %a^ 
(ing 1860 in ftarfen ©türmen feft am »aum, 

S>ev eoum treibt rafc^, bOtfte aber bei fr^tt «nbteidQiec3fni#tbatfntw 
gro( »erben. S^ricbe ftarl, fajtgerabe, oiolettbtaun, nad^ unten flarl mit ^IbH^ 
ober filberfarbenem ^&ut(^en gefletft, fiellenneife bamit fiberjogen, nal^ x)o«»ii 

i^matb bel^aart, oft^renb Siegel bie grudit unter bie inetfi^arttgeti SDamaftceM 
eft, unb au4 i^ an meinen jungen S3&umen laum bie @pur o^n $aar fm 
lad nur einzeln an ben 9t\pv^ ber Ku^entrftger ftd^ «eigte. Statt gro(. m 
oben flel^enb, fa|l fia^ auiSgebreitet , »emg runaliA, oben unbel^aart, unten iff 
Smeige breiteHiotifd^ ober auc^ breit eif&rmig , in ber äKitte eni^tlfA , no4 »^ 
oft «mtite^ tifbfmi|. Rügen unten Wn, ««4 ^^^ S^^ \?% f^i^uh, mM^ 
mal fa{t anliegenb. %;rftger fiart oorftel^enb, langaerif»pt. 

mnm. Son ber gleichseitig reifenden Qf pereni ttolbpflauttie wxUtf^^P 

fM| babuc4, baf biefe »entg ober feiiMSIdt^awitmvit unb bccftt6tetn aUMif^F- 

Oberbied. 



353 

No. 63. ttM iKtoletle. l: — n, l. E. 3ioetf4)tiiori. iD«m., (unte St. 

6: — n, ß. C. a. 





Colitis fMxühtllt. * * aßitte eept. bid in Ott. 

fieimatJ^ tittb Sorfonunen: btefc Mitatt, eben fo fi^&nc afe 
leidet fcnntlid^e %xu6)t erhielt Siegel üon $errn §cltirl(ä[i t)on Äö|n, 
ßenf^aftöBejtfeer »on 9Äamlttifl in DberÖfierreiti&. ^ittbet ft^ fonft bei 
leinem ^ßomologen wnb ifl loo^t nod^ fe^r tüenig befanttt, t^erbient aber 
^Sitfigcn 3lnbau. aReiti 9iei« erhielt i6) uon SiegcL 

£iteraiux unb e^nifnpme: Siegel HL e. 120 92r. 327 930^ geftreifte 
SlttrabeEe; Srnolb D.^Sab. 11. Stef. üi^r. 14. 2)a nur (Stnegruc^i nQ(^$m.9o^n 
ieiuimit ift, mirb ber S^amen »ie oben etioaiS abgefftt^t loefben f&nnen. 

® efialt: ^ud^t Kein, 1" l^od^, etoad weniger biet unb breit, ooat, 
nad^ bem Stiele ^in etn^ad flärfer, oft aber auc^ faum bemerf (id^ ftärler 
abne^enb« ^urd^e taunt bemerfbar, tl^eilt nad^ Siegel ungleid^, bei 
mir fe^r häufig gleid^. Der @tentpelpnntt ft^t nad^ Siegel oben in ber 
SRilte flad^ unb iß ber itopf ungletd^ gerunbet; meine fyröd^te xoaun 
am jtopfe meiflenft fiarl gebrttdtt unb fag ber @tempelpun{t etwod oertieft 

@tiel: 6''' lang, bfinn, (q|i1, gerabe, ft^t gans flad^ auf. 

garbe ber bid(en, nid(|t gut abjie^baren $aut ift nad^ Siegel gelb, 
aber ntnbum mit rotl^n fünften unb ^ledCen befe^t, bag bie ^rud^t 
tot^ gef{ed(t, rot^ gefheift unb mand^mal fafl ganj rot^ erfd^eint: an 
meinen ^d^ten fa^ bie ©lunbfarbe rein, tlfdü in feinen fünften, 
t^eito in längeren, oft felbfi banbartigen Streifen burd^ bie 9l3t^e burd^, 
»oburd^ bie ^d^t merllid^ gefheift erfd^eint« 

S)aft ^teifd^ ift nad^ Siegel meiggelb, bei mir faß golbgelb, etmad 
faftreid^, 9on ffl^ belilaten ®efd^mad(* 

Der 6t ein löfet jid^ fafl ganj, ^äufig mirtlid^ gan) oom ^eifd^e. 



364 

ifi faß V ^od&, 4 breit, 3 Md, ooal, an ber Spi^e nt»b, unten \tamp\i 
ffri^. S)er Stfiden ifi nur nienig mcl^r aMqtboicn als ber Saud^ ; SRit' 
teltante etvaft f^arf; Sond^furd^e breit unb tief; fßaäcn rau^, bil« 
n)ei(en etmaft afterfantig; ^rS^te »reite fäOt in bie SRitte« 

Steifheit unb Stu^ung: geitigt im2tett 5£>xxüd be« Sept mil 
l^&tt ftd^ bift in ben Oft. 3fl eine belilate STafelfrud^t unb mügte na^ 
Sefd^ffen^eit beft ^eifd^eft fid^ gen)ig aud^ gut trocfnen laffen. 3» 
einem Serfud^e l^atte id^ nod^ nid^t f^iüd^te genug. 

Der Saum treibt banne SmüQz unb wirb nid^t gro^, i{i abci 
red^t frud^tbar. @ommer)n>eige molettbraun, lal^l, menig {hifig, unten 
mit gelblid^em 6Uberl^autd^ett gefledEt. Slatt Hein, nur 2" lang, long« 
eiförmig, giemlid^ fpifeig, oft au<!^ eiooal, oben ta^I, unten hir) behaart, 
menig run^Iid^r f^^t gefägt^ge^a^nt. S3IattfHe( ^at meißenft Heine, ^aufig 
am Slatte ftftotbe SDrftf en« Sugen Hein, aufrecht fie^enb, fpi^, gärängt 
ft^enb; Xugentr&ger Hein, fd^wad^rij^pig. 

Xnm. S)ie ^rud^t ifi bei i^rer eigentl^flmlid^en 3^nttng nid^ 
leidet mit einer anbem }tt oerwed^fetn« S)ie aud^ fpät {eitigenbeSrifette 
ifl mol^I oft flarl tot^ gefledt, aber nie geftreift unb ^at anbere %mL 
^err Dr. Siegel nennt unfere @orte ,,eine red^t gute f^rud^t, ber Siu 
Pflanzung mert^, jebod^ nur für bcn redeten ^ßflaumenlteb^aber xm 
9Bertl^'' 3d^ fd^ä^e fie mel^r unb öfter fd^on gefd^o^eft, ba^^erfoneo, 
bie fie gegejfen Ratten, fid^ angelegentlid^ einen ^aum au«baten., 

CberbiedE. 



i-. 



366 
No. 64. Siinetd 9tM||(Iaiimc 1 : — U, 8. a ; SSa(re9)am.« hla\xt gv. 6 : -- II, 1 . B b. 




RiT«n «Uly Fftvonriu. 

ßeimat^ unb Sdrlomnien: biefe befonbecft burd^ e$rül^)el% 
iett fd^ft|6ftre gnt^tr bie bie gol^aiittUpfiaume an ®&te mib Xrogban* 
feit fibertreffm mb^tt, nmrbe nad^ bet ooit 2)on)ning, bot A anales 
^ 0009 tntUmn Kail^rU^ in Suglanb etjogen oon 4^m. Sltoerd, 
^anolod «itb Sanmfd^ttlmUil^abev tu Saiobrlbgeioott^ au« einm ©teilt 
bcr PreoAce de Tours. S)oniiiii0 mo&^nt unter bem Stomen Biyeis 
eariy, bog ättnerft 2 frfll^e ^ptanmen, 9fh;. 1 unb 2 an« bem eteine 
ber Preoöce de Tours erjog, non benen bie eine glatte, bie anbete 
»eid^l^tige abriebe ^abe. 3^ nod^ fe^ »entg nerbteitet, oerbientabet 
oSe 9ea4tnttg. Stein 9)ei« et^ielt i^ nan Sieget nnb ^nt ^tfyctM 
itt Zravemftnbe fiberein, ber eft birelt 9on 9ti9erft ^aben »icb. 9% ifl 
iAod^ att)ttmetfen, ba| ^^9^% im äRannat non Obiger fagt, bag ße glatte 
2;riebe (Shoots smoth) ^obe, nnb mäBte er, fall« baft ni^t ein 6d^reib« 
fe^kr i^, bomad^ eine anbere <S0rte olft nnfere l^aben. Xtt<^ ätoper 
in ben Amiales, n^Id^ fagt, fein 9M^ bitctt wn 9liner« }n j^aben, 
bejeid^i^ bie Stiebe all bel^aart ' 

£itcvaittt anb Ganoname: SieueC aaBooail^mitctflfucjeS^ardfetiflü 
ia Vct 9toa,«6<(v. 1868 e.'t, tab. 9hr. 811. i>owmnq 6.814 Riren early. Anaal. 
1866 CSu 87 Fraae early VaToarite, atit bcai 6faon. Frane faroiile pr6e^M de 
BiTsia. SHe nMbnag ta bm Aanal. ifl m» |ienai<| aatufsttreu, ba bte ^wtm |tt 
jMial anb btt 2)aft lu (cI aab ftarf ift. GS ffl ftbrieeaS anfere gnu^t, ati^i et»a 
SOonninaS 9^. 1 , ba bie Xmbt glet^faSS a(S oolßg beietc^nei nerbesL fbtt 
£onb. (fot (oi bie Qm^t as^ nid^t 

(Behalt: runblid^ ober oielmel^r mnblid^ eiförmig, am6tie[e fiorf 
obgefhtmpft, nnb erfd^rinen bie ^rttd^te, bie an ber ®tidl^ft^te mertlid^er 



366 

eingebogen ftnb, }iemlid^ ntnbli^ l^fSrmig. ®t5|e l'' 2'" l^o^ vxA 
jiemlid^ eben fo breit unb bii Vtan^t fxnb 1—2'" Keiner. Oben 
gibt a bie Saud^an^d^t , b bie €eitenanft(it Sm Stiele i|l fie M 
abgeftumpft, an ber 6|)i|e gerunbet. 2)er Slfitfen ^at flad^e, oft fa|l 
leine e^urd^e, unb erlebt fid^ nad^ bem @tietenbe ^in ^rter alft bec 
Saud^. £ie f^urd^e t^eilt meiflenft etmad ungleid^. 2)er Stempelpinift 
ft^t aOenneifl etioaft unter ber eigentlid^en 6pi|e nad^ ber niebrigeteii 
€eite ^in. 

Stiel: htr), 5— 6'" lang, rofUg behaart in weiter, jiemUd^ tiefer 
^ö^Iung. 

f^arbe ber A&leni.nnr n)enig fänerlid^en, gfemlld^ ab)ie^baret 
$attt fd^warjblau, fofl fd^vor}. ©olbartige fünfte ober etmaft fl&rlere 
^ledtdgen ftnb mfi^ig l^äuflg. S)er S)nft ift btan unb bflnn* 

S)ad ^leifd^ ifl oom Steine nU5flg, fd^mad^ grünttd^gelb, in 
florier 9teife etwaft röt^Iid^gelb, gn^etfd^enartig conftfient, oon red^ oiu 
genel^mem, jebod^ ctioa^ nterflid^ f &tterH(9ett ®ef d^matf e. ^n ^U>Ci4eces 
Segenben tonn fie, ebenfo wk bie Sl^nlid^ fd^medtenbe ^o^mttifpfbmie 
belifat werben. 

Z)er Stein ift furj, ranl^ nnb bidR>ad(ig, 9erfd|b6nt oool, T^'Mang, 
5 breit, fafl 4 bid; ber Soud^ tritt nad^ ber Spi^e, ber SHUBett no^ 
bem Stielenbe ftftrfer Dor. 8and^d|e ti^, mit etmae {«figeR JtmtaL 
9ifltfen!anten breit unb flarf; bie Kittdlonte tritt etma« vot imbiM 
nad^ bem Stlelenbe ^in föft fdjarf* 

Steifheit unb 9lu^ung: jeitigt gletd^jettlg mit ber Sd^axa^ 
pflanme ©nbe 3ull ober «nf.aug. ^r Änf el unb Shxrft }86»fpr«k 
gen Me f^rfld^te in anl^altenbem 9)egen, dlft fie fid^ nod^ nid^ fSrbtet, 
fei^ 4nf; 1860 traf fie 9legen l^anflg im Meffwerben ; ber ^wen «k|t 
fd^abete. 

^er Bdttm i9S<|di «af^ ttn>» tyftg» mit fett ine|terew ^jäXjfnn in ber »■■f #rf^ 

\Hon oolf fo b«|.crfi^ft«e|tterfelttt9M. 6MMRei9«iiic:fUisl, mjß9%m9tm 

men beneit ber 5tdnigd^f[aume etioad &^n(U(, ««4 oben fUeifift fcmbt, Ific|i(i w# 

oben oenigi obne^menb^ fd^mi^ig unb unanfe(n(i4 braun, nacj^ nnten mit €$ilbec^lit> 

(|en gefleiß unb t^eild bamit überwogen, n>ei(^aarig« 8Utt unten t« 3vMgc Ii*| 

tnb fiof;, tenfcBiiiitfc^, tti%erttiMem|reaM^fi»obectoqB«>finui§»(ni4oMX, 

Hngtnb, 9en% gCtotsenb^ Mn9li0f etwat'titmnifdiiRif,b«4Ml(o^f«^fta(l^, 

ibolig. 8tattfHe( mef jlenB 2brüft9. Xugen bitf , an ber QafI« Brett, ftumpff^« 

ablle^enb; ^rftger btdf, merüid^ gerippt 

Xn«. Xlnterfc^eibet fU( ogn anbem alri^ieitia reifenben f^on bux4 %'< 9eMtr 
f efmiber« aber «n<fr baburA« bt^ {lefl<| f J^n |iemiU| fange 9or ber Skift »b 8 Zage 
fpOler a(g bie 9oVmnftgff(auBie fAtbt DberbtetfL 



367 
No. 65. Ssltnii^amif . 1 : — OL, 2. A.; IBa^tt ^m., (laue g«. 6 : — JO, l. &(C) Ik 



■^i^k^MMM*- 



^ i« ■■_-,. ^ ■ tf 




SMmWffUiym»^ \ fflb^u^ **, «nbe 3tt(.| »nf. «ug. 

^eimat^ unb fßoxlommtn: gel^ört )u ben alten meit oerbreU. 
tetqi ^cfic^teiit loiib iebod^ mMifyt mm 3(nbau me^r ^^fol^Un , lodl 
fie frii^er a(4 be^ fnl|e^ ^flaumenfrud^t fe^r .gefd^&|^ »urbe, ali 
«eil it< au<i^ ie|t no^ läufigen Slnbou oetbiente« ^n Dn Sieget nennt 
fie IV. 6. 53 a^ )U i^onienbe Sorte, mtm ^tmax^ nur dtaum för 
3 ^flanmaibäitm« ^abe, fogt iebixi^ $eft lU. ®. 157, ba| Re fi^ in 
bem l^ii^tn Sonmer 1842 voajijmbig iwbi Steim geldfet ^be, »a# 
t^ fett 89 Solaren ntd^t oorgefomnten fei, and^ feien bie meinen ^fld^te 
üttgemö^nnd^ gro& unb x)pn föfllid^ arontatifd^em ©efd^maete gewefen, fo 
bag ber Saunt einen »armen @onnenfianb belohne* Senn x^ 
fte meinerfeitft in meiner ,,Xnleitun0'^ von 1852 alA ffir ii5rbli<i^e ®e^ 
0Mb m6r«d|liir ganj 9em>erfen »sUte, >o ^ot baft cOerbinoft batauf 
beruht, bag id^ Don S)iel }n>ar eine d^nlid^e, aber nid^t bie redete ^d^ 
erl^alten |atte* 9lad^bem td^ fie Don Sieget unb nod^malft von ^n 
fibereiu unb ad^t l^abe unb bie fd^on etma« erflarlten 93iume feit 3 
^aißtu totgeii, fittbe id^ fie pocec bcaud^b«» unb oon sutem, jebod^ ztmf^ 
mtdUU^ fauertid^ 0efd|m<Mk, ond^ in micmen 3a^ren abUftg, bo# 
anbere frfil^e Sorten n>enigflend eben fo gut itnb it)eit tragbarer. 

2Hetaiut unb ©^nonome: 2ic(ieIIL6.208 9{r. löbieSo^aniiid^flaume, 
Fnmo de 8t. Jeao. ^tttr. 11. b. ^7% eie fiei^i au4 %ta^t [^maxu ^\Laumtf 
9n>|e SrfitfPauine, ^tfl^e grofe 6(^wat|e, €5(b»ar|e von iRoittreutf, Damas noir 
hadf, Groate iioire hati?e, Koire deMoohreailf imtcv w€U|^m 9lamcii fie MSHl»> 
lamedL €.106 Unb ©flnberobe 6. 41 Zaf.? au(^ na4 Siegelt UrU^eile potfommt, 
menn gUi($ f^Dn 3>ttliamel onmetit, baft man mtt htm Spanten Groate Doire haÜTe 
au4 nod^ eine anbete gfruAt Bejet^ne. eie^e no4 G^riftd iB5ttetb. 6. 272, $anbb, 
®. 738; 9üU% ^omol. 6. 104; ^aftor SRei^et e. 15 Xaf. 2 Jlt. 7 mit ieibli^ 



368 

aiiiet XbbUbung; Balm. ^ovmI 6. 104, OartemaSaga«. 1809 tof 32, 2)Utr. 
D.<((ab. 9(r. 8. Sieget iemerft, ba^ fie von ben ©ebrftbern 95aumafin IBtder^llonRe 
unb Don einigen 9(utoren au^ SRaroccopfloume genannt »etbe, unter verein 9anei 
ü^rifk eine gro^e blaue gvetf^e befcbheben ^abe. 9)ieieni|te ^vnid^t, melcbc i4 oon 
IDtel aU Waroccopflaume erhielt, (at Siegel nac^^er ald gru^r ®4»ar|e bcfd^rie^en. 
eie^e untere ^t. 66. 

©cfialt: fafi «ein, 13"' ^od^, 12V,'" buf, 12"' brdt ®cjleü 
nadf Siegel unb bei mir nid^t immer gleid^, mie ^i)oxx obige 2 ^guren, 
bie beibe bie Sau^anfi^t von f^rfid^ten geben, bart^un« 9tQ4 £tegd 
ifi bie®efta(t meiflenft etmaft perfd^oben ooaUeiförmig, gegen bie Spitc 
nur elmaft mel(ir abnel^menb, »a« obiger gigur a nal^e {ommt 6eita 
etoad gebrucft, SlfidCen unb 9auil^ gleid^ erhoben, flatt ber gurd^e fiiM 
ftd^ nad^ Siegel nur eine Sinie; meine ^ßd^te Rotten flad^e, alermdil 
ttngleid^ t^eilenbe ^rd^e« S)er ©tempelpuntt liegt etmaft feitm&rtd bec 
Gpi^e, nid^t in ber Slitte ber ^rnd^t, in feid^^r Sertiefiutg. 

Stiel: bic^t behaart, gerabe, meiflenft rofif arbig, fiedt in eiiga 
$Ö^Ie. 

f^ a r b e ber j&^en, nid^t gut ab jie^baren, f auren ^aut f<$var}6tei 
mit vielen gelbbraunen fünften. SDuft blan, bidt aufgetragen. 

gleifd^ grfinlid^gelb, ^inreid|ienb confiflettt faftreii!^, oon ange»|» 
mem, ffiBioeinf&uerlid^en, nad^ Sieget aud^ etmai^ parfümirten ® eft^mofe 

Stein: Ibfet ft(( meiflen« nic^t gut «om Bleif<|e# i1ldfleri«iUt0t|c«9tiM« 
fofetn umgel^, ttt^tti((t fetten flnM «Min ber 9rttc(tatu(fl|Mi«i^^^ 
Cr ifi 8'" ^od^, 6 breit, 8Vt bi<f »erfi^oben onal, on bcibcn Snben «tt itnpfa 
69ite; ber 8au4 tritt na4 ber 6pite, ber anatfenna^bemettelenbenM^t^er; 
SKittellante ragt na^ bem 6ttele ^in ein IBenige« oor unb Mttft na(| ber 6Ft|( 
<(ara(teriftif4 gerabHnig« Jtanten ber tiefen unb breiten 8att<l(furi(e f^arf, m^ 
etwas )a<fig. 0atfen b<9 6teind rott^. 

SIeifieit unb 9«|ttng: lettigt «hibf Snii ober 9Uif ang Viigii^ gtrStM 
unb SRaift* 

Skr Baum wirb grol« treibt bie Keße in fbnnpfen f&infeln unb ift n«4 2m|cI 
fe^r fru^tbar, bo(( faOen bie %tiL^U Ceic^t ab. Qommerjneige wenig fhtfig, rdt^fi^ 
braun, an ber 6onnenfeite mit Gilber^&ut^en belegt, bi^t weici^aang. Oiott gnl, 
na<l( Siegel ooai<elfbrmig ober UlngU<|seif5rmtg, na^ meiner ttol^fnc|mnng mrtn 
an dweige fafl ot>al, in ber VHtte mei» eaiptftf4, M^% «bcn Infi fa^, florf iM|fi|* 
0lattfliel meifi brfifenioi. Xugen fUin, ftumpfjoitr faft anliegenb. 

91 nm. Ibic ber do^annidpflaume ft^nlic^e (S^rofte S)amaO€ene oon i:onri ieiti|t 
lOS^age fpAter, ifl etwafl grb^er unb gegen ben 6tiel etwod abne^menb. SKocii 
grft^pflaume fftrbt fld^ betr&c^Ui^ frfl^er aU obige, (at ablbftgeuGteinnnbMt 
onb«^ regelmA^igere ü^eflait. 

Obexbie^ 



859 

lfo.66. 3tr Stille CiNMRSe* l;-II,2.i.;»«|9ca)am.,U«ueSf.6:-n,l.Bb. 




fieiwat^ anb Sorlomnieti; fitciel Uhm Q^^üit wn biefer 
Sorte 9M Obetbied oM 9tt€iibwrg, bet bie 6orte 90tt SHel al4 
^ft^ fd^wofge ^piaume, Wacoccopfloitine etl^iett. 

Sitettttttf «nb ^fnonpvie: fUtbet M hecüH tut} bcf^tieben iwa fMd 
in bcffen eif^at. Seriei^nift 9. m^ 9tt. i 6. i^ M ^tft^e fc^navie 

Iflaume, SSatoccopftaumt. ^0($ ^t (S^rtfl, »te £ieael Qeft IV. ®. 15 oti 
obt6 frft(ev jta^et ipflatim<n§fiittf4< mitt^itt» mt bkfer Ie|tcfen in 
lEem a^ntif^e ^fUiuaic ald SRaro€Copf(aume bef^riefttii. Xuftfü^diA bcfc^tieb 
fle fp&tet SiegellV. 6 35 Blt.Zbi at% grille 64iDQt)e. 3)o4na^ im ^rer 
in. C 138 b^ fle %xmt pUtle 2)am«ftcetif ^eiuniiit. Ob fte bteaStoMcc»» 

fftaitme bei 2oiib. (Kot 9tr. 80 tmb bei S)o»ninii 6. 806 ifk, ^«(t ba^in. 2>n 
onb. Cat. ^at aud^ bei Prec6oe de Toun atS G^notu Noire hative tmb von 
0c(fcnd l^abe i^ atft 9lar0eco|»fUmme bie ftbnigfipflitumc oen Xouci ^iteltcii. Saft 
SX).& bUbet Sief. 7 »7. 8 eine grft^e f 4»as|e ^fUmme eb, bie nii^t bie obige ift 

3eftft(t: pI«tl0ebfMCtxit}tb, tiftd^obett etMA oerjikiigt, omKiUteii 
vtib eaii^e, Q«^ obett mb ttstm gebiMt. 3>er ^idfkt S)iivd|«usRet 
pvbet ftd^ in bcr Stttte, WUtoi »ab »tm^ fUib gbU| i« ü^m ftü^ 
UefKii0, nb ber SUkioi »if b Mn bcr 9>n^ Mr M flebfML Scr 
CtönpdpMtt liegt oben in htt SRUte etoai oertte^ 2)ie Unid^t ül 
IMb, l"" ^ mb eben fo bmt, mb nur %"" bkbsr. 

etiei: bift V"" Imq, tttt) be^Mrl, Vd, bnmn, ^(t in dnec 
engen tiefen ffilflt in ber IRitte ber ^noSfL 

S^ant: bftnn, oon ^arbe f^nxtrjblau mit Keinen mfd^einlUben 
^Witten nnb J^eOHan bebnftet. 

Sleifd^: grünli^gelb, prtlid^, nad^ Siegel von einem fflgen er^ 
l^benen ®ef(^madfe* ^d^ bemerfte bajn ^gnt, bod^ etmaft fftnerlid^ fft|, 
meil hat gleifd^ unter ber jftben fi^ttt faner fd^metft.'' 



360 

Stein: me oben ge{etd^, 6''' |od|, 5 bUt unb 4 brdt. 5Der 
Mdm ifi nt^r erhoben, fdne 9Rittelfante ifl etioad fd^arf, bie Steben^ 
lattten ftnb fiumpf. 2)ie äSaud^fuc^e ifl feid^t, ibre jtantett finb ebeiu 
faQft ettDQd fcbarf« ^it Saden l^aben Sfterlanten. 2)er @teiii liegt 
^ol^I im ^leifd^e. 

9ieife unb Stu^UTrg: bie ^d^t reift mit ber 3ob<ii^ni6pf[auiiie 
im erflen drittel be« Äug* 3p aßeiningen max fte 1859 mit ber ÄiJ* 
ttigftpflaume Don 2;ourd, ben 20, Sug. teif. Obmo^I fte nur eine Keine 
Pflaume ift, fo ifi fte begun^ead^tet megen il^rer ^rübgeitigleit lutb 
megen il^red guten ®ef($mad&' '}ur Snpflanjung }U empfeblen. 

eigenfd^aften beft Saumed: berfelbe b^^t au(b in SReinittgen» 
n)ie ibn Siegel fc^ilbett, jur 3^t nur gemäßigten SSud^ft, er bemeiftt fidb 
aber red^t tragbar, ©eine St&ti^en entwitfetn fi$ frft^jeittg, finb aber 
Hein« S)ie9l&tter ftnb }iemlid^ Itein unb n&b^m ftd^ ber runblicben 
®eftalt, bod^ befonberd nur bie an betSpi^ UtSxo^e fte^beit, bie 
fibtigen ftnbeiruttb (eifbrmig, O.) Mb tSnglid^ eirknb, mit audtouf ettber; 
oft fel^r lurjer Spi^e, fdmmiftd^ am Stiele etnmö b^jfbrmig, oben fd^nntdl, 
unten btd^t bf|aart, regebnttgig oft boppelt geterbtgef ägt ober möf hUA 
geferbt. Sie fteben meifl an ben aufred^tfieb^nben, turjeni etma« getbtfetett 
mb bei^arten SlottfUelen ümai^ ftd^lfdrmig nad^ unten getrimmt ober 
l^abeit einige meSenfbrmige Biegungen. 6omnier}n^eige fdn wdS^ 
betorig, bttufel' fafi fd^mar^Ud^ mobitbraun^ gegenüber mel^ ttibtbfaim 
ober grün mit ierflreut fte^enben fehlen . fd^mu^igmeigen ^ttofretu 

9emer{itttgen: bie g=räb^ 64bmar)e unterfd^^ibet fi() 

oon anbern frühen blauen ipflaumen, oon ber SoJ^annift« 

Pflaume, ber Stillen £ei|>)iger Sateadcene, ber lotben 

^vlUlbamaAcene, burd^ eive nttl^i: ptattgebrftd(t,e Oe^ott, 

loAi^esb bie geiMitiiten9>^ibbte etmad. otval gefomtt f tMib, au#i{l 

b«ft %yUiif «m bm CMn i^mrarni^t, wie hni ber Sb^^ ^bnmdk 

oene, bie 1859 }ttw Sa^etf mit ibv }ugbid^ )u reifen an^ng, mijt ro^ 

tben f^afern bu^trdljogea (StiMft mel^r @<mät) l^ttte üe i« 9U* 

niKgen ^dben bftrfm , b^d) ft^fft ber Staum betf elbe» tttoM f d^ttig. 

3n Nienburg mar fie fd^suidl|oft 

3a^tt. 

iinm. $u biefet Pflaume »emnle ic^, boS fie M mirJ»o|IlVt'" etd^er 
M i)(i§e Bflgur. 3(^ j^atte in S^ien^urg oft Bfrüc^te. - 



861 
No. 67. )DKl(tl('#SiMtfcffM:— II.8.A.;ahi^»e2)a«i.,WaiM8».«:— IIti.B.>< 





* • 



^eimatl^ itnb Sotlotnmen: biefe re^t ^fiufiger Snpflanjmig 
»ert^e ^d^t erjog Sieget aud bem Steine beA Stonn&itnifd^en gietbri«» 
gon, bem fie in ^ovm , ^orbe unb S^fl^ng }temlid^ gleid^ geblieben 
ifi, unb nrtbntete fte ben pomologif(i^en SSerbienßen beft ^rn. Dr. 3ofep^ 
Onberfo; 1 1. aRebidnatrat^ in £in)* Stein 9teift erlfiielt id^ oon Siegel. 

£iietatur unb e^nonome: Stegel IT. 6. 36 9hr. 267 unter obigem 
Slameii. (Sr iefc^rieb fie auc^ fi^on ^auenb. Sl^Ifttter 1861 6. 342. 

®efia{t: na^ Siegel IVs'' l^o^r faft eben fo bid unb breit; bei 
mir mar fte meiflend 1"' nad^ oQen S)imenftonen Reiner« ®e^It ver^ 
fd^oben rnnbKd^, gegen ben Stiel l^&ufig ein menig fl&rler abnel^menb^ 
ato nnd^ ber @pi^, am Stiele unb Stempelpunlte giemlid^ fkrl gebr&dtt 
2)er 9lAden ifl meiflenft etmaft mel^r aufgebogen a(d ber Saud^« SHt 
melfiend ^d^e, oft aud^ tiefe unb breite ^rd^e tl^eilt ungleid^ unb er^ 
l^ebt eine Seite ber ^rud^t fid^ allermeifi betrAd^tUd^ flärler aU bie an^ 
bere. S)er Stenq^Ipuntt liegt {iemlid^ in ber 9Ritte ber Spi^e in 
fiad^er, oft aud^ )iem(id^ parier Vertiefung. 

^arbe ber bidEen, gut ab)ie^baren ffinerlid^en ^aut i{l fd^mar)« 
bbut ®oIbfarbene giunfte ftnben ftd^ nur menig. S)er S)uft ifl ^eOblou. 

S)aft ^leifdd iß gr&nlid^elb, ^ftrtlid^, bod^ }art, faftreid^, nad^ 
Siegel wn fft|em, ergaben aromatifd^en, fe^r eblen ®ef<!^maife, ber aud^ 
bei mir ffig mit etmaft angene^er Saure gemitrjt unb ebe( mar« 

^er Stein ifl gai^ ablöftg, unb mar eft bei mir felbfi in bem 
naifalten 3a$re 1860. Cr ifl 9'" l^od^, 7 breit, 4 bid, ben flarl 9XM 



362 

gebogenen dt&dtn obgere^itet, ooa(, faft umgefel^rt etfdnnig ; 8attd^fitt4e 
toeit, Siädentantm fiuin))f, 9Ritte(!aitte erl^e&t ftd^ nad^ bem ©tielenbe 
^in flarl unb etioaft fd^arf. 

Sieifjeit unb Kttttung: jeittgt im etfien 2)tittel be4 Sq^t ndt 
her fftoü^tn, Oinpflanrnt unb gtogen Steineclaube. Springt im Xegtn 
nid^t auf itnb i^ fftr Xa^d unb 3Radt f<l^fi)}6ar. 

See Saum lo&d^M raf<i^ unb tfi iia(| Sieget fru<l^t6ar, waftf^on 
bie Saumfd^ttlenfl&mme bei mir befUttige«. ©ommertrid^e ettoaft fhtfigi 
loeid^l^aarig , fci^mu^ig braunrotl^i, auf ber Sd^ttenfeite grfin. 9bÄ 
{iemlid^ gro|, buntelgifln, runjlig, etma« Iffftugenb, oitd^ oben mit ein* 
}elnen htrjen paaren befe^t, nad^ Sieget eiförmig unb fpi|}, mA^mb i^ 
eft breiteDiptifd^ ftnbe. Xugen flarl, moSig, fbtmpffpi4(, etnxt« abfie^, 
9lugentr&ger l^od^, menig gerippt. 

St um. S>er Al^nlid^ geflaltete Starmftttnifd^ ^ierbclgon }eitigt etnwl 
fpAter unb ift grd^er, ^at aud^ in ber Ueberreife r&t^tid^e« Bf^eifd^» 

Dberbiedf. 



H63 




tloriKiiitttf^et yeririgi«* *• mtu Sept. 

ficimatl^ ttttb Sorlommett: ifl filtere, fd^oii t)Ott 55ii^antel httj 
Befd^riebene f^ru($t, jebod^ nod^ iDenig bdanni, unb metft Siegel an, ba| 
bie meiflen ?}omologen, roeld^e fie aufführen, fall robxÜiH^ nur SDuI^ö* 
meto Sefd^reibung ^aben, 3fl eine trefflid^e 2;afeU unb a»arltfru(^t, 
bie häufige anpflanjung oerbient SBcitt »et» ftatnmt t)on S)ieL 

Stteratur unb C^non^me: £tlgein. 6.225 9ir. 69 92ormftimtf((er $er* 
bttgon, Perdrig^on de Normandie; S)ittci(( IL €. 298 Korm&«iiif<^ Vem^on^ 
e^tDotget ^etbrigon; beffen £).*aab. !ttr.46: Mtnalh O.iS. 9.£ief. Kr. 7; a;JD.(S. 
Sl.Sicf. öat bie Sorte falW; a)u§ame[ U. 6. 116; Äraft IL Xaf. 177 ifl gleid^* 
faSd loo^l ni(^t bie redete @otte, ba bie gom faft ooal iflunberbi<9lelf)eil9Htlt 
Ibig. fe|t, faSiS et bied nid^t 6ro| 2)tt|ame( ntilcef^vie^ J«l. « ifl ato bie 
Srage, o5 unfere o5tg« gnx(!^t aud) bie 3)u§amer|(die ifl, ba Su^amel fagt, fte fei 
am Stiele bitfer aU am Itopfe, faBd bei biefer Xmtabe ni^t eine Smmg ober 
«erf^rettoi au €)runbe liegt. (Sl^rift SBörter^ 6*376, 4>anb6ii# 6. iOl. 

@ eflalt: bie ^md^t tfl merOid^ girier, al# Me ®(«|k SteiMcIaubi, 
17—18''' l^d^r et&Ktft bider, ober etoot Mnigtt (reit Ci gibt iebo^ 
mt^^d^te. bie fo ^ alt bid, ra IfVIfet oü (ceit tn^ Ud fittl^ mb |<itte 
id^ 1858 etltd^e bcfonberft gto^ ghrt^tc mx S^ j^S^e n«b 11''' 5SM^ 
ttt4 tu eOin^ea |atte id| fd^n 9rtd(te mh 1^«" »vdte »b 4^%. 
SHe (Sefittlt ift ctnMft meredKg trustblid^, «» 6tkfe »erittd^, o« tm 
6|ii^ nod^ flOrfer, am Saa^e »eniBer Mb m KMtai HiMec girier 
gebrfldt, uad^ bem ®tie(e $in fafl immer fUbdrt «ted^HMb^ dt imm| 
btr 6pi^, fo bo^ bie grftgte )9rctte m^^% Aoei flU|r im# ber 
@^4e l^in liegt, ^rild^te, »eld^e $5|er alft brett fiub, neigeu {ur vm^ 
gefebrten (Sifoim. 2)er flarfe 6tempd|mi(t {kgt in ber SRilte btt 



364 

6t>i6e in einer tiefen, meiflenft etoadtfe^td^ ouftgef^dften 6iii' 
fenfung« 

©tiel: na^ ßiegel S'" lang, meiflen« gcrobe, war bei mir oft 
etwa» fürg^ unb meifi ^tJoi^M, oft fclbfl ftarf gefrümmt, ifi btdjt behaart, 
Tofiflcdig unb pfet in tiefer, auftgefd^weifter ^l^ng. 

^arbe ber jä^en, giemlid^ leidet ab}iel^baren, nid^t fSuerli^en, mit 
beObtauem S)ufte belauf enen ^aut ifl fd^marjblau, (id^ l^abe fte früher 
felbfi ald tief fd^marjblau notirt) an befd^atteten SteDen rot^blatt. 
©elbe feine fünfte ftnb nur m&Big aufgetragen, bod^ bemerft man, 
befonberd n)enn bie @onne auffd^eint, burdd bie ^aut burdbfd^innnenibf 
rotl^e gtedfd^en* 2lud6 Slojlfiguren finben pd& ^in unb wieber. 

SDaö ^leifd^ ift gelb, in ^öd^fter Steife etwaft rStJ^ltd^^elb, conftfient, 
faftreid^ unb fein, t)on fU^em erl^abenen, gewürjreid^en ©efd^macte. 

S)er @tein mit rotl^en ^leid^fafem umgeben, ifl faft gau) ablSjtg, 
9''' ^od^, 6 breit, 4 bMt, oon flarfen ^d^ten iebo^ oft fafl l'' ^od^ unb 
T** breit, umgefel^rt eiförmig, an ber ©pifee gerunbet, bie Sau^fette 
biegt fid^ faft immer nad^ bem @tielenbe |in flärler ein unb ifi bie 
©pi^ nad^ ber Saud^fcite übergebogen. SBadten 2i^(i<d erhoben mib 
roui^, 9lüden{anten Ttnb oermad^fen unb fiumpf. 

aicifjeit unb JJufeung: jeitigt üJlltte Sept., oft im erflett^ril^ 
Ul bed @epL, ifl für Safel unb 9{arlt fd^ägbar unb mo^I aud^ im* 
^ouftf^olte braudftbar« 

S>er Saum treibt ft&ftig, betäubt ftd^ bid^t unb ift nad^ Siesd 
w^ig tragbar. S)iel bemerft, $t fei im freien frud^tbar, unb nne i4 
benfetben ^ier ^nrtid^nb unb f oft lAl^rUd^ tragbar finbe, fo toiü er M 
UUbt aur nid^t eingefd^Ioffene Sage, triebe etiaad {tufig, etmaft gdbfit 
Diolettbraun, meid^l^aarig mit getblid^en ftlber^tigett^imftm imbgftal' 
Hi^en be^t Skktt mft§ig groig, etooA i^Sngenb, fdfilla^ auftgelreitct, g^ 
gen ben Gtücl iebo^ gem n«d^ unten rittnenf 5cmig umgebogen, (it»geh^ 
tinnenfBrmig), ^famwxi^aatt, runjüg, jiemUd^ bmfelgdtn, Mdft Siefil 
Mnglid^ eiföciirlg, nMB^reiib.i# et breit eiK|Mrtfi|i mtb tmten am 3oeige n* 
•«m %tiafi^ki «ft utttgeltl^t CongeifSrmig fonb. 2)i3Hfeii begatetüWl 
meifl mit imf$laU$nttfmßbt%. Sugen gro|, fegcifannlg, siemfU^ A 
llel^b, etioM iBÜlstDoStg. 'SKgentvöger lang getippt, wcbuxif bie Zcidc 
«MRMp gefwiiff ctf^^eimu 

ULmn. tarn M ^iref tif cn«|ftmfl#ett QkfMt itU|^ lek|i ote»e((Mt «etbii. 
JBittel neittL man lAnve tmctfeC^aft fein, ob man fte au ben rotten ober Mai* 
Straten ISpien tofft)^; befonnte fanb ^ meifltni) nmbum fctvanifati wak if fk 
m^^l ^«n| rt^Hg «aon ftitgel dof^ficift Ohtxhitd. 



865 




Qeimatf) unb Sorlotnineti: fiabet fid^ oQgemtinittti SBvdUMU 
in bell @ftrtett bet Smibleute, 100 fif ^(j^ btir# fludläitfer foctpflattit 
uttb mit htm ®tlbea Spilling l&ufig. pi SDlos^ %thxQ/llft loirb .unter 
bem 9{amen ^aferfrie^e. Db^fte onbetioett bereit» ftd^ ftttbet, ifl mir 
itid^t bebtint, uttb tan fie mir in meiner Gegenb uod^ ni^t vor. 
Stein äieift erl^ielt id^ oott Siegel. 

Literatur utiV epttdtti^me: £ie(eML 0.296 9taLS6ö aiot^e 8tft|bamai> 
cme; a>ittY.IIL 9.896. e^n. bei ben £anb(eiUen JQaferhiec^e, 

®efialt: ®rdge fofl mittelmdliSf bei Siegel 14''' ^od^ unb Vs'^' 
»enigrt btcf Wßb breit, bei mir, tnenn ber Saum nici^t ü\l^r>oVi trftgt 
ober oMgepRfidt mar, 15''' ^od^; ß^^U tnn odoI, am @tiel etmod 
flad^ OebtAdtr omJtopfe a&gerunbet; 9tüden unb Saud^ {tnb gteid^ er^ 
iobot, bif grftlte iBreiti (ie^it in ber SRitte. 9ladf Siegel finbet fi^ 
^tt ber ^rd^ nar eine Sinier bei mir nod^ mirttidEie flad^e %xixi9t, bie 
ben Mdm mcnig brfidft unb meifi giemlid^ gl^d^f oft aud^ ungleid^ 
t^eilt, mo benn, mie oben ^^g. b bie eine @eite ber f^rud^t ftd^ etmaft 
mel^ ergebt. S)er Stempelpunit ifl Hein, gelbtid^, unb ft^t meifienft 
auf ber SRitte ber Spi^e. 5Der blaulid^e 2)uft ift bflnm 

Stiel : 9'" tang, bel^aart, rofiig, nad^ Siegel bflnn, bei mir jiemlid^ 
hid, fx^t in giemlid^ flad^er ^ö^le. 

$arbe ber bidFen, }&^en, abjiel^baren , etmaft fSuerlid^en ^out ifi 
rot^braun, an ber Sonnenfeite meifienft faß fd^marj ; golbartige fünfte 
Itnb barouf nid^t gn ^Anfig oertl^eilt. 



366 

. . 

gel loeiMi^O Q^% ^inreid^mb cottjtfient, faftreici^, oonffigem, tni^taii« 
genel^men ©efd^macfe. 

Z)er @ teilt ifl 8''' ^od^, 6 breit, 4 btd, Dtrf droben oool, am 
jlopfe mit feinem ^pi^m, am 6tielettbe etxmA SBenigeft unb ^i( 
oorgefd^obetir bie gr&gte breite liegt in ber SRitte, bec 99attd^ tritt xui^ 
ber Spifte, ber 9tüd(en nad^ bem ®tietenbe me^r l^en)or. !&ie Saden 
flnb raii^ itttb etwa« ofterfotttig, bie 9l&dten!antett jiiemßd^ flad^, bie 
9RitteIbrate erlobett unb enoeitert ftd^ etmaft nod^ bem Stielenbe ^in 
irab mirb meiftenft fd^arf ; Soud^rd^e tief itnb breit mit meifUnfl )<uIU 
gen nnb fd^arfen ftanten. 

9ieifseit nnb nu^ung: jeitigt nad^ Siegelim erflen Drittel beft 
Sttgttfl nad^ ber doj^anniftpftaume, bei mir nod^ ein paar 3;age frül^er 
ober mit i|rr gugteid^; bod^ ße^t ber Baum ber obigen im ©arten im 
Orte, bie Q^ffantA^i^ovMt vot bem Crte. 9fi bei an^erorbentlii]^ 
^md^bartrit be« Saum« eine gnte SRarftfritd^t 

S)er f&aum treibt in fpi^en SBinleln, mirb mS^ig groft nnb i| 
anlerorbentlid^ fmd^tbar. @ommertriebe {iemlfd^ lang nnb ftorl, fajl 
gerabe, fteif, oben iHolettbrami , nnten meiflenA grflnlid^, mcUb^atrit, 
etmaft fttber^ftntig. Singen legelfSrmig, }iemlid| fpi(, flarf meiglid^ an* 
gelaufen r abfle^b. XugentrSger breit mtb ^odft, Statt m&gig gnHk 
breiteDiptifd^, oft jiemKd^ ooul, fl^enb, flad^ onftgtbreitet^ bidC, grobg» 
rippt nnb ^ar( run)l!g, bunfelgrftn, nad^ Siegel flarl (e^art, »a|teMb 
id^ e« oben lal^l ftnbe, nnb nur unten |iart bel^aart. 

Xnm: S)ie ^o^^nttispflaume ifl deiner, ^t anbete gferm mb il 
bunlelblan. 2)ie @roge S)amaftcene oon S^ourft }eitigt etmoft na$ ebi« 
ger, ift aud^ nid^t fo regelmäßig geformt nnb me^r Man, fmift ober ber 
obigen f el^r S^nlid^« 9Hoerd gM^flaume ifi Iftrjer, mnber mnb fd^mori» 
blau, au^ nebft ber 3o|anni6pffaume im ®efd^madk ftaerCU^. 

Oberbied. 



SIT 



NflbW. 



it-B^a.«.) 



m * 




*' 



I 

fie üU gränftd^ mb lotr f^dii SJttl^d unb Ouintln^e bdoimt; 
^e tm^AsCUHn Üigettf d^oftm ^6«i fie Ifrdt« m# in vide betttfd^ 
(Satten riogeffil^ct, aber fie oetbieni immer nod^ metter unb allgemeinem 
betunit {ttnicfben* 

Sitfvatmt «nb C^nonfsiet 8i««ein. Ci24192t.40i Zyitiait.IL^e.lld 
X«f« 90 gi^. d Eoyale 4« Tovvc PonMi taPMa L e. 128 Slaf. 4 Shr« 3^' 

P«Kk A«kv. Zdf. IM; CMP «bv^- C^ 874. «0n MttbertN nnb »iMrf(<ni^ 
6. 37 Str. 6; Senaet Cbficai. lY. 6eci 1. Sief. |tt buiMIfa»; SHttt. 0«»S«». 
ftr«fl6elMiiff0hi. ChmiHnitte: ÜBnialii 9d« S^uvS, itftitiali(|e 9f(oume 
9 0II Xostt. «(14 Obctb. iWtmiMnt. m. e. 16^ tti* M^ fli«4 Siegel ^ 
Diel tit «lü bet MnlBiiiflamRe^ B«y«l*iiemf$fcß «* Miere «s i^ctr etoit «en 
fcii^ei «nb Jie lammt be(|ai6«»# oft Ifeieli nftni 9 S pflaume rnnr. Sonfinb 
HcIcaHft litbe 14 fte att SXofOCct^fUviiie erlufleitt SMHitegMHefe6*w6 
aiilben€9iL IsrlyMof^eeo^Bla^kMorooeo, Barly DaniMk, Blsel^ 
DftBfttk (ftii4, oonil^mfeUfiald ttinid^bciei^imt, irfft Iftaliaa DftttiAtk) firau 
04 il|ii04, bo# mit M mtttdfrol M^eieben. a«il i^ t«ner wm Sicoä, 9ov 
109«9cen etvn, «ü ^vftM&eYTtt^fltitmt eel^iitt, ifl di4 «ur bit ««sKtegitbe 
imb ^t fbu Dr. 9tf|el im IT. «efit e. 66 boMif ^ii0molefen, b^ bie gfr«^ 
O ew wvftom iw S)tttatt. moM bcv M^w4e cyif to» tt«b (db bie ItMgft^Mmif 

(Sefl^U: tmBe{lft«bi|, mcifl ehMi^ finmb, (eiförmig, OOi bo^ oft unb)»«i 
{m beiif#in4Nii9likc|ee«» mit fiem^übbilbioigieigf, MI fcgeffbrmig, imi ben CWef 
(enm plttltw^i fo bat fie ottffte^eii fann, tmibeit6temfeI^mtiK9emmf4rieffEad)< 

SIbifrirtcf ^taMs^ bn Otjibibc. IIL ^ 



8» 

MWf 'www VW 9Wipir^lW^*9ilf ^MW(K 9WWI| Wv^^fW'^i^ ||ffMBW «If v^il^ 

mOfx tx^t, fo baf bie 9nu|t «uf bUfcm (Enbe meifi tiü^t tufMt» ^^ 8«4t 
t|eUt aM4 «nb ifl tui(| befbe« CMeti j^ ctMi »wtUft S)cr 6t(W)wlinmlt ifl 
fUin, 0(fMi(|, fU(ti«^rflKtteberf^nii|t vefte« b<r69i|innibwbai cte(c9daw 
«etttefuii0. <DU9fUwme ifl gc«|, 1« 6— 7"'|«9, neifl den f0bWwibi'(y--4'*« 
breit. UnUtniOtnffM^Un^t^ftmmtiiqf^ 

etitl: e-8'" limgr.fciii be^aatt, florf, gopiltv^. etWi« «Mitt, » dvci 
otiiicf^weiftw; oft liemU^ tief^ ^bl^U* 

$ au tf bann, abfdlli^ §tnie|b«r, bo4 ft^metft fU fftV€r(U|. a>U fncbc til 
•ioUtlfei^ , an ber 6«nncttfdtc bl^tak^rot^, fibctreif me^ btwftOUm, m bcw 
Il9t| 8fta>ai^rt wwi ^dUn 6twif^ itnb gMd^, bt^ feint bcntflite« IknUe. 
a)er SDlift ift bftnn nnb %UM^. 

ffUifc^: |Dei|oetb, ^a^ ^totC^r f<iftMt(^ »pk M^t nnton fitw^nitwi, 

getf<beto^nli<i^en wefc^matf« befonberd »enn man bie^wtt entfernt t^ In (jitcK 
»mmer% fe^ i^o^lfd^wetfenb. 

6tel^! ««Kommen VbHiäf, non 9«rm wie oben gcieii^aet, ^ IM, 7^*^ 
breit unb 4Vi"' IHtf. 5Die Oatfen fhib flo(t nnb raub » f4»o4 nfteifwiäg, mit 
rinnenarti^en Sertitfnnaen an bei^ 9lelenlanten btr ^auptnuiten, ttttm wittfRc 
1lttnq»f unb mlb.ben Mentonteir etmaft oerwaitfen 1^ .ibie j|(Mii|fHi^t ifl |uw* 
ti^ tief, offen, brett inib*#«t nnr wenig fil^rfe Itonten. 

Keife nnb [Rnbung: bie ^m^t reift im ^weiten 4)ritte( beftSnoiL MI 
na(b Der ^tobannttotninnci SA Ül eine bcsrfiAe» -Mbenb UMmw ft^frrjwwffiwif 
bie bur($ il^re ®tdfie , garbe uno SdU^retf e am Baum f 4on ftbercaf^t nnb bie 
nfU dro^e gute Ißflaume bed 3a|red* Segen i^reft etmag fe^ |wetf<|cna|» 
fU^ %Um^ ttt^ OeMinc^ tatt lie t« MM «ld|l 04 » m mni k^ werben. 
6te f&fit nwf lei(^t oom Saume unb jerfprinat auA gerne im Steten. 

Gigenfc^aften beft Oaumefl: b«rfme nNi^dt gnt, ftreSt lieKÜ^wf' 
wirtb unb belaubt fk» biÄt, ^ ^IWiA bfft#MI M|» W0*|n(b bte tttnibi i|i 
oft befc^dbigetL ift gegen lobe XAltegrabe em^nnblit9, trdgt ober fcfl^ unb ««tf|' 
ti4 , nu^ in freigoegenen 9ftan3unaen. S)ie wlfttter finb iJkmüJi gro| . «tani 
IftngliA eiförmig, (ooa(, ), oft cStptif4 mit anUaufenbcr MMi MtWfriMüii 
oud^ bie oft 2brfifigen rdttUc^en OlattfÜele bid^t behaart, ooen lo^, nti4r obec 
weniger fei^ aeferbt«jeffot. Wm fungtm Mnnwn ^ bie SMftUmr fcfe |eo|« 
brcitaeifbrmig, (ooaL O.) Mg |n|efipitt, grob nnb nwlfi birntt ift« fwtt |^ 
lerbt^efftgt, mai» l^gel oia ^araffeitfttf«^ » w oo r^ t 2)fo giwWBHWijM Iwb 
fcrobe, färf oft etwa» bemtig, U^t ww(^n«rig, nntwfettft grinlUb, otai m» 
nioleU, bie unb ba fifbeij^ttutig. ' 

tBemerfungen: bie ^m|t nnttcM^eJbei M no« «nbftn MwnwUwifMb» 
wen, wie Slit^ bewüt bwi^e, bu«4 ibre einftel^e i eg»t»ni »eben 

^^^•^^^•^••w^ •••••# 9Hw^^ VW ^^''^wnnnw ^»•w nFwwn #w^Fv^vnwpnnwv#9 iw^F ^^^^ä^^^w^p^ n^B^ 

bingd bei nnbem ^^ffaxumen fo bentfi«^ tk^ßf/Oifl^ nU^t oft fwbet. 



bwibe^feft mtt bertbmgbirllaWiw, aMn leftwo le&igt 14 Zone f pftter , ift b 
fifftobt, weit fi^^kesf, t^brMtt wnib^ um bwi glempelynitfl wirlwlpi, 
mnbet unb im Mfibinatf on^ cUer wA fMer«. S«ba* 

Xnm. €MbDn te ber Wsbitttn« a 902 ifl fl^fngt, b^ i« i« Stcninii w* 
ftecnfen bicfe fflcnme, bie i^ non 9«^ w|lell, nnt m« teiiniw @Mi fw^ 
3# l^obe fle oon 3M M Itbnlgiiflannw, w^fite S^Mlt flU^ tw# no« 
18ttO bei wir gan| (fe(bfl in. ber er^ %Mnmq, wo bw %mM fdc temfi« 
ift) teigte, fc^n (an^ »tob fU ow. «mne fM tcif, fn Iftfte HNad|nft, niw 
fte fdSt fafi ftetft |u frft6 ob unb bleibt ber eefcbma« ^u fauertiib. ^ ^e 
bon Siegel no^wali etnWeld fomtiten liffeii, ftdd meCWfflilb an mecntnMnmcn 
geieitn |tttr. ^nbcfl ef|ielt i^ fie nM) itflg n» PoiwpW gntwiiiK «ab gieng 
ei mit biefor, bio 1«60 trug, fcfton eben {o. £). 








Pb ftNffntflttt«!, ** 9<0^ enbe «ug. 

. itim^t^ n%k 8ot|i»in««n: 91^ m te« aUMtmtei^ «eil 

ifiet 4ft «it Wk HftgtjlpPttiiWie vmtami «eaoc^tfett pttboL 3|iaU 
Z^ mlb aMtfmd^ }« |bi{i«n^ Xnpfkmytiit iß m^^^^Uä. 80» 

Ml Sl^^ 

SitfMtut »Hb eisovfses dteftfl IL C^ift 9N. 08 Ut JIMgMIattme, 
BoTAle. Sflitbcrtbc 6. 8o 9hr, lö ctnaft tUiiu Su(am. IL taf« 10; Kraft IL 
ttf. 1^1 lUrmle tfot groMo. SntI latte «nb oerftubte fle, »k Mm gebaut, ititlet 
^mMmmilM^vonXmKdlit mm («k imidc^ bie »M^Mkmm •oiiXoiitt 
lll'JtM||j»pIaiiiiie de^oM unb oetfanbi, beten S^flc^ie t<9 fo»oM fc^on frfiQer 
tfi ca(4 1104 ^860 mit bet Jtdnigd^^flftuiiit »mt x^urt ftdniM ftoerein fanb, f» 
W| ftf feimi fuglelcliwb 4et|fo fi4 vdt^elm« in iMAev fieriobeMftditi^pfUninnt 
90« %W9 feunüUiet ifL M im reifen 3ufl<<nbe. £te Stegel'f^e A^nigdpfEaume 
|Rle M booegm nnt SHelS Jtbnigin »on Storni mxf einem fmiaen €flamme |ttf am« 
ManfM#feii l<4l<tt| «üb Jhib bie iMitlkle StfilaÜMi unb $nM(( flbenin. ^ii( 
Wie bim ^tttnm boroni erlernten !5nnen, ba| feine itbnigiSpflaume frfi^er reift 
A feine Mniain von tCourS, mol na<( J^tf^amef «mgele^ft fem mnlle* Forntn, 
AoMcok Xai 6 9 iMt bie «NUe; XJD.Sob. 81. Sief^ ttv» JBbitevb, e. 878, 

tinbb. €»728, IBoKft Comot ÜAU, 6a[imann8 $omaI. 6.109, Ij^a^or Kejer 
t. XU menig Yennift(9; Sonb. Cai Q. ifO 9h:, 100 mSb S)m«fti« 6,811. Ma 
lin loib mi^cr oH befonbett Sm^i onhefftf «le S>i€l0 SOnif (^aum« mii| mhI 
Sor^^fttbem oieber ebmc^en. 

e^flalt: l^fittfig ctm» grftgesolft bie Otoge Kebteclottbc, oftitttt 
fo «co% i" b'" |od^, 1" 6—7^'' breit imb büt gönn pIottgebrlMCt 
nwb, 0» GUmfdfwäit wn etna« »eiliger ed)rft(It ato am Stiele, 
Ifler ober «o^ bem etenqie())iiiitte (in et» ®ecitige« fU4tt tbiie|miiib. 
(Brütet 5Diir#Bteffer faOt meiften« in bie Slltte, StiUktt »nb era4 



37« 

ttod^ ber 9^ l^Ut, ido ber fbmit ftd^ mmdM^ ctvai ed^t, »rt«r# 
bu6tidfi^ nuifl ctmti f(!^ »irb* ^Kr^ella^ t^ «cifIcKi gld(|. 
etmpdpmtt Hegt oben itt ber 9Rttte nebelt ber {U( ebMi er|e6ciAcn 
eond^ette in ftod^ Serttefnnd. 

Stiel: 0"'^ tang, mA^ bU, roftfleAs, bi|Mrt, fi|t te ni^t 
tiefer ^^IM^lnng. 

fjfatbe ber}&l^ absieJ^baren, eboo» f Aneißd^ ^H^t i^ blonoll, 
Ott ben regten (ConnenfteOen oft foft iJ^waxfiHm^ m%ettb m ben 
mel^ bef^Mteten eteOen 9t8t^ bleibt afo&acti0c titelte ftnb vettttafig 
9ertl^ Oeinere unb grbgere SeberfWte ftaben fi^. 

9(e{fd^: ^Oiäb, it»tfMD#, bo4 fein, gUbQenb, }ie«(kbftfl» 
reid^, 9on fd^ ottfien^mem, ffiBen, er|abenen, in meiner Ckgenb 014 
nod^ mit einer feinen angen^men 6fittre gemif^^ Oef^modBe» 

9)er Stein, für bie Orb^e ber ^md^t Hebt, IBfet fi^ goK} wm 
Sfeifd^, ift B^' Mi ^-7 «tcU, 4 bi«; onol, meU|e 90cm biRsd| |tail 
cdtfgeibufrfetten SMUfen Derbovben tuitb \ Gttdeflbe nbgefln^ Omni ml^ 
meiftati flo^, BondHntd^e eng, Stfidtentattin Itmf^wA «d^ Me aiilM» 
tante ftd^ {toni^f etmaft, bie SMenlonten fbtb ndt 9M)m b^gKc«|t 

Sleifieitttnbfttttttttg: zeitig gegen Ca^lENff. mit bec^efeifii 
9lot|en eterpftonme, SSetgen 3ttngfem))flattme 2c %lot talfd wtb WbctL 

t>tx eanm mitb mittebnigig gro| «nb fnbert m4 £iegef gnten 
Soben nnb gefd^flftte Sage, wo tt bann )iemQd^ tmgbsr i& 3n mctner 
0egettb (dt er fid^ tragbarer g^gt wnb l^en fd^on te (et^tenSItrho* 
notier nnb SuÜnger Soben nid^t i^onberft gefd^^t fle^be SS&mne ber 
SHePfd^en JtSnigin v. Xovai mel^rmato fktUoolL ^CMt faß gerobe, 11» 
)ere Mr tiefen nad^ ohtn »enig ab, befd^attet ftnb fU fafi gan} $da^ 
»0 bie Sonne flirler anffd^eint, f d|mn$ig bronn, nad^ nnten ffnrf {ilbcp 
l&nügr bid^ toeid^l^aarigi nnb ^e an fungen SMumen oft int^ bfc 
oon ben Sugen j^erobbrntmenben SfKppen Rorf geflreift« Clatt gro|, ftef 
anegebrdtet, oben faft lol^, unten {ioäC bd^oart, etnaft l^&ngenb, H^t 
flarl mnaeHg, dHpttf# ober breitelBfrtifd^. »latt^ ^ faß fktft 2 
Statte entfernte, nngleid^ flel^enbe JDrftfen« Xugen für), baud^ig, foft 
liegenb. ^r&get ^iemlid^ ^od^, an flarfen trieben oft lang gerippt an 
anbem trieben »enig. 

Unm. fßon ben Steinen ber itditlgBiilamite fß fd^on eine Sii|ft|l ^ttWbäkt» 
fnt^t ft^nfi^er 6otien erio^en »orben, lUttccf^be mftffen Bei ben daidaai 
aiie«9clben «erben» JDBetbiedL 



Ih. 7^ «>pii«iriT»»wii i=-M.t. fc;grtwftw., tollt ybfc-g,fc Ah . 





fü WvMt'fpnau. iUgil. ••erflf« drittel eqrt. 

(ciiiatl »Kb 9oxt»m«eit: cl ifi bie« efiie aaettlanif^e 
8n4tr »4 Xwimtie »a^^ciiiU^ mm Vtt. Süvatmct, tpon idcI^ck 
«4 WcUwTMMe'si^TOohte ■b^annit, lufit^oa a)O0at, (nuMd by 
Hr. L»wno«e, %t Hiukoa). Siegd, «e i4 felbß, er^ Tte von ^rs. 

mr nk ««noKUMe: SimdfetfllT. e.iO 9lr.904 
. BM bcbni« Mm»! CHT; Srnnittg C. 393 C«liiBbl> 

^ jl Mrfm Mm taCuffiy tdf. S»b.e«L finnitm. 6. 2B. » 

«onitifAt.Le.383. 3« 3««R Ofi^ob. CScet-IT. £lrf. 1 ift ^ ncA 

■M mit aSatHIM. M fiuib ahr ininiMn, ka« f)e ik«nttf4 tfl <mt - 

(m. -Start, sononet fat ^Butg ooc ctnm lO sb^'o tr^olttntn uio«HbM Von 
Hefe, miÄt 14, ba «ir intnMM Mc 99*9ät*i •»« »MS>«ORiM <iUg>tK> 
' )mUi4* MMMita Bm Buk bttOHRt gMBKMn vu aU 



ÄivtekM 



■0 fic mm ktm Mftinn »Mrttmkn nöim dtgcn bie SobimMa mtgltitb gmn 
nfi|<M: ko4 W (B taiMCT «iu «* MtfeU« ^ni^t mk 14 «|Ukc {ift Mc Co> 
te«« Ikeii ml tm bof«»«« «i^M- 

Schalt: Siegel bcfc^ieiüt fte a(« ^otts^riUft nutb, oben mc^ 
|ta4. il« iia4 btm Stltle ja, Äfl<tni unb iBau^ frab gIeU() cd^aben, 
bU gi9|te StcUe Ifl ia bn SRitti. SDU J^it^e btüdt bot »fiden nw 
nfg ttsb t^eilt jinnlitJH g(fli$. Cer €tflttpcMnmft fi^t obn in bec 
Slittc In tinn tiefen breiten fiö^ic S)ie gnuigt iß nad^ l^m feniec mittel« 



872 

Sie id^ fic itt «einem f^veten Sobeii er}le§e, W beit ^fUtnmi k^ 
fottberl )ii)ufa0ett f^eint, »itb fie oft 2^' ^ »4 ^^ f^ ^' "^ 
iü Tie aber 1^'^ imb we^ gegen bie tAdt ttiebri^nr. 8nd^ SDranrint 
l^at fie wn biefer i{Hr&6e obgebilbet 

j9ttel: Uhm, an trogen gfriU^teit m^ bül i«b {bttt lii|(, IC" 
laiMi' ober oiul^ Vkiyn imb fle^t in en^er tiefer fl^mic, |iemlid$ \ti bec 
SKltte ber gtudH. 

/ 6ant: bid, ab}ie|bar« gNttbe braunrot^ mit )al^(rei4en fioOfo^^ 
fünften* 2)er alft bl&nlid^ nnb bfinn befd^ri^ene Dnft ifi an mtam 
i^rfid^ten oft fe|r {lotl, fo ba| fie ^{rrbnrd^ am Oonme tod|b(a» erfd^Mk- 

SIeifd»: meigad^detb, MKg, ^firtlUI^, foftig, 9on tttdecftgai 
dblen ®efd^ma(f« 

6tein: oolffornmen ÜHUi, lO"" ^, 8 breit, 5 bicf , obettitqnlii| 
abgermibet, nad^ bem Sitelenbe )u ootgefd^obeni fiitmpffpil, bie erifite 
»reite iH in ber IRitte. S>er Städten ift melr ec|oben, |at 34vrifofdi{lei8f 
artige Jtonteni bie meitoon einonbei fle|ett. M^b oon»el#en Me mittlere 
fd^arf ift £ie Saud^furd^e ifi feid^t nnb breit. OadFen rau^, aftcrtimtig. 

Steife unb 9ln|ttng: bie ^i^i jeitigt im erffen S>aM bd 
€e}pt nnb ift eine fel^r fd^ftne ebte ^rud^t, <dler 8nfmer(fa«nftt m«fl^ 
6ie ifi nad^ Siegel in SDem, felbfi ond^ im Steine fe^ i^tSU ber BbMt 
9teittec(aube, i^ (S^ü^mad fd^ien i^ aber nod| me|r et^obett infeh 

(Sigenfclafteii beS BaumeS: bet9airaini»b« iftSliMa|fn «MMiHl 
iPfc(«ti«§liVfBnDi(#fk(ii(ert^giti ^(eAda«0Mbeitk^g«ii|baiieybaft ruS^PH 
mir ein t»»p^amr »mim im »tote 1866 wtt ffiwin 2g« a Ü&IU mt^o ü <wi*i 
eie ifi aCfo afd amevüatiifcleeoi^ ift (^[^et $iti]l(^t ^e«fo «m^ifiiM^ Ott Me mil^m 
berunftigen. 2)ie Sommer^iDeigc fhtb gtonBtatnt, auf ben6eiteti m^mi#9brs|li 
s»e|r rotj^j^rottti mit ^Mii^en^mttin, bie 6((aitat(eiie ift brfttmnd^tva»; fc |M 
fd^4 M«m^ SbU Wütn finb eiftaiit (omI> Oteb.) mit tUBergtitg im Oiyt» 
f4cn, »ifbemtmii^viefe, Motibettbte^tefMtni^^ m* mri) bfai0tkb|ifi 
fl>ft al8 nod( bem anbetnSnbe (in fhib. eie finb tegelm&llg misbll^ tmb Bo jeaHw ii| 
%t^ni ober ou^ nur aclerbti oben §Iaü, gt&nienb, bunlelgrfltti unier^fttl Ibml 
be^otfi mib «atttrOilif mc^t bcAfenM, »ie oii^ ber Vt-- V ^«"^ W«tt{M. 

8emerlttn0cn: 9la(^ meiner gHtt|eiteittim8eiiaetO.(ial.lictt U) Mesaefi» 
genbe gni^t boma» f fir ibentifdimitSiegeliQaUbonicii, »ai t4 9iermU boi^lif«! 



elenfb bie ^imoeifung auf bk i|r ft^nlid^ fc^inenbe B^lto d% BeÄtonbr«. SiefcS 
Ifotte SUinecUnibe it ft^te i4 n»<i lu« Aeit nic^t »um Sft<^taL !bU eetambit l| 
eine fe^ fAdne gtucl^t. eine ber fdjönften, bie i^ ftnat. iRn 9ottm «11 blf|ci 
Stfld^en belangen, fielt rei^b ani. man alottbt BloiieVcyfel bormi » almi n^' 
«en. X><a Sleif^ ift e^oi 0t«bf«f eng wib 9fttttl4« ob« ber <Se^bnmtf it am w 
menn bie ?^(l^t barin au($ manAen anbenii befonberg ffeineren na<!^e(i, yb •f^ 
bient bei 9a»n b«4 i^ iebem OMtrten aitge|^f(an|t i« «etblti. 3*4^ 



018 



]fe.73.J> l i Trt li jt i T » tW | i i:-TH,»»H«»fcwg)<^pi^.8«.< 



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i « 




^fiiiittl]^ imb VotlomMt«: bkfe ^ bm f<^i|afMleii eM| 
flittui ^flMiiiteii gillkreiibe 9^^^^ Me ftQe 9fo|y|(m)mig otrMent, eiflM 
»$tltl bciefK^ ^ ä»eiHlf(9 mit Go«8 flne tete led Flnm, (E»M fe|t 
\pmt teilet f fMtme (SiegeC in. S. 14»)« 3|1 Meft, nrie i# {^dM 
Mri^ bcr Sesetatton tiM^t tmifle, (^ift^te tratite U^ tio# «i#t iHfMb 
iRcn DcrgleU^en) rid^tig, fo loftre fte, loie augegebot »irb, et|«geii «Ott 
Im €ii0tif#ai Somif d^tt(ctt6€^|er Go^ Iti Ssffelf , «mngleU^ S^Mimig 
itf Mt fia|r^ Ucfet Xiigdbe f d^ttt eteifet Snm^I f^K« }» tooOeit 
Attb itid^t Dcnoedlfclt loerbett mit ber von v, SRoM etio^eiiett Qk(beii 
Ofli]*et|yfMitme, bk lelbfr loieber «titet^dttgeii }« ftlit fci^iit 3Rcin 
üito l^e {# 9011 Sieget Sfeget er^üelt bie ^nt^t ttm Commmft ü 
Wn a(« Olt0btq)flaitme, a«$ VM ettilarbt aU Catfaeriiie violett«^ 

Slteiatuvunb epnonpme: Siegellte. l&8.!Rr. 208 unter obigem 9iameit, 
M fk knm OttiMriM ■firt t fct » mur €9». #fttt». W« Cote Am. lito itAoiit Dt« 
fffDiwiiim Sl, Martia imb 8^ Martin rovfe Somwi fU im 2ßn^ (Sai«1.6. 161 
91t« 20 ttnb 2!)ommng 9. 105 vor, ber jte tarier CoSs late red nennt Dittt« 
DMt». 9tei 48 ^i iM tmM «IfttgM tele« mkb ^Nrffenben 9}«lReti. 

• •{ialt: |at Md^ Sietel bie@rbie mbf^orm ber «toben Reim 
dnbc; bei »tar blieb üe bibber itmaä tUam, M^mf^um px^m^. 
£)H0e 9l0iir gib« «citeiimMt «rbbe na^ «egeC 1^ 3"'' |o<b Mb 
breit, 1" 4'" bitf, niebtiget ab bid unb oft ettooft stoeAi, oben, uitloi^ 
m9HMM ifüb M^MiSoiri^e gebdMb^ itdd^ bem Ctempelptttifte etioaft 
me^ obiui^mettb, ü& ttod^ bem stiele. Oft fUtb ai4 bie ^tfi^U um 
6tWe ei« Sßeii^eft f^ioleiitialit ^^i€tL -- ffttt^ 3kmtt#tiff, 3if|l 



md^ft dleid^ a)ec Ctfmyfrpmrft ft^t ctMft MCtieft ni bcc Slitte 
bM Jtopfci, »U^ Mif bcc epi|e, Me1||g«gcii bi< Sm^fctte ctM« 
fibec il^K «^«bt. 

6tie(: 8'" («IS, ft^ U^l, blcftttiti, «tmtf nfKg, fttt ta cnecc 
tnib feUltec^k. 

$axbe bec bUka, }ft$ai, «^ii|bareit, gef dj^flaffifoi HjtKi ift ab* 
Icttblou , «K bet 9ratt(itf(ite biMveUm f«^ f4«MC}tii|n mb g^cSaft 
«it ctvM i9tbcxü^^ff$Stm, l(fMb«t «t bcc 6oia|piifdt«r ibccfSct 
S>cc S>uft i|l wi'^hUam uiib ««K« bUL ] 

2)a« $Icif4 iftlci^clb, ctiM«bm#4% tUi|ÄA, i/kmJU^ ftigt, 
f^ foftcci^ tt«b «OK fe^ fft|cM 9cm«tX(<iai Ocfd^lUitfe. 6ic i^ «wf 
ts mdoft (SkQCttb fe|c fd^mutl^ gcMotbcK... 

S>cc etein Ufct p^ mtc bei tUbctjeitiovig gut o«m ^(c^dK 4^ 
8'" l^o4 6 bceit, 4 biet, »4 bec epi^e au otHd, 0(4 bcM 6tietciAe 
|«t et One |»vic veilflitgM, «(irmWa bertQ«i#fg(e ftbccfd^lNe ab' 
gefhitte @|pi««. <Bc9|te Oceit« tt«gt in bec fKtle; IM»4 «4 b« 
fl^^ 1^, 9tMktt ao^ be» StieUnbe ^ cImi «mgeb^seiw <■* ■ 
gort (|c»5(bt, c«u| imb e^MofHiQ, fdmii^»xätt tief «it iwifi |afi< 
#» Stäabcm; SUtiel&wte eowitcKt fi4 it^ bm etidatbc ^ «ab 
iBicb f<^cf. 

»eifaeit a«b 9l«|u«e: )ciiigt fettp »M i«tt«B CiL aab 
bleibt tto^ l^s»» «K»« <»4 f^ bie SljMtet falle«. 3fk lanyltM 
(i<^ £afclfnt^. 

Idt biift Q^^toiRifilfv bft§ feine 6oHUite()mige fU| f#ef gcMtcVr 
Mttb {id^ «d^en« ato&tt«, uim^U» ou^ aufiiMft ttcigat. SMcftcf» 
ifobe, braun, ftArfere mit fttterJ^äutigen itab g^tlbUd^en ^ttntten Mmt 
Itl^l, bo# an bet »aftd mb Spi^etiDa« »eid^Mi«* fdä^e» fnitK 
totl^er^ttume bejetd^net Siegel fte aU fibed^aiipt odd^aane, imb fnb 
td^ bie ni^t fiatf mel^ teeibcsbe« Sricbe «etee« iimteii Somm bcr 
nUgen cutd^ fo. Sbrtt m&git §tdft, dEi^tifdft, «f t )» mgefc^ctm Wfoni 
srigeiib, eteot i^ngaib, neifieM {ühj^, Ä« M^It tmß% imb (taHU 
«MBenförmig. Xuges iMn, f)ritt(, etoad ««%, ab^e^tb; Zlrl^ccfll^ 
bfigf fdbiMd^ geripiit* 

«nm. €o«d fi«ter YtIKar 9PMiif fMIt IdkMl «I« ffwtafdtlili mm Wwk 
no^i vaManau 6i(i9et|<t VfUatme (bie gkiAfa|ift 6t Wavttu geiiinm »isb) is, 
ba| Mefe am 6tieie ftArfer Dcrjftnat fet, itnü bev fbmm Uf^lt 5Crie§e \§ht, We 
ÜRlUte «etHMHlMne 4^ f#iDaf|»UM tu* fot iftHiftilcR «Mm DfnbieA 



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fitivxat^ ttttb So rio mm elf: gehört }ubmfJ^on alten Stfi^leiir 
ifi iei i^rec fteimtfi^Mt faß Dott alDten SEutoren rid^tig aufgeffll^rt c^ 
ttod^ lon^e xd^t fo necbteitet, ald fle bei ll^em SBert^e fftt bie ZafeC 
fettb ttod^ mel^ ffir ben ftaM^alt dl fein foSte. SDer Saum ifl felbfl 
f$on au fieileitliilbtmgen bemt^t motben, uttb oerttSgt Sefd^nelben mit 
bet ^ed(etif($eere. CQ^rifl berfal^tet, ba| bei jtconberg, gfranlfutt 2C. grofe 
jQttoittit&teit bopon getrodnet unb aui einem ein)igen Smtftgorten in 
einem 3a^e fto 200 fl. fotd^ $rfi$te Dertonft mürben. Stein 9leii 
erhielt i^ Don S)iel. % 



Biiefatttv.ttitb 99li«n9tne: SitteCIL 6, 261 9lr. 13; ®flstberobee.w. 
Hr. 18: «tthr. IL 6.2»!; WffetiD.»eaK 9hr.8i; SH^meia t;af. 14 L» Mit«- 



oit ftUinc SHyoMm 
miM. Z.4fhr.4|tti 

b(« 69II. Mirabelle petite» lurabelle jasne. feraortd ailhtm 3 6. 87. 



. %A fhr.4 ut m| imb auA ««4 SWgmXnflcll iti(M bie redte; XJD.CaB. 
Ir» M |i«9fi4 tut; 5Dm9iitoa 6. ffiS, Süib. «ot e. 167 ». 79lttrabeUe init 



MI»; tfttfl IL SC«f. 1U\ SeJb.«. IL «tf . iS mi^ t* gr.«. L «of. 16 jicmß# 

«; rbie ®fo^e ober jDop^ette jß bie ^o(bi»f[amiieO_Pefmoflu 

» peilte» juraoeue ja« 
preedee, MiniMle AVrieot4e, Petüe MrabeUe ifl 9USei<|t tii^^t bie tt #te. «m» 
iRMii 5&if • 1 mtfflPrtM^ 

OefMlt: iUin, mifb bo# mei^ 1'' |o<l^, V" tMtiger b^ nnb 
bi& gfom onoli mon^ me^ mnb abec im# aa^ bm £tleU ein 
fK«if| ß&sf«( abaeinmb. 9m|e bcMt ban SUUen etma« au)b tl^eitt 
mtfUt^wgUUk mo baii)tei»^^&Ifteber9ni#tfi4etmo»me|^ er^c^ 
Ser eum^wät ft|t mf bet SRiite bet gM«tiDM nertieft. 

etiet: %'*' («ng, biii^t be^tttrt» bftmi» etiMA gebogen^ menig np 
lledig, ft|t in etma« anftgefd^meiftet feid^er ^b^le. 

gfarbe ber bidten, etmad f&nerlid^en, nid^tMc^t abjie^boren j^ant 
ein etma« ^Ded ®elb, oft att# bunlleteft 9db, melfien« mit rotten 
$nnften unb gletfen an ber 6onnenfeite freifltiettber gfrfitl^te. Ser 2>ttft 
ifk »eilKd^ nnb bftnn* 



d^Qlb fdfttrid^^ 9011 ct^ottncni pifetfB^di Scft^nnrik* SAe 9^8^ |ri^ 

aRmge ifL 

S>er 6tei« I5fet1M( «»t tum 8fiafi^e/i# 6''' ^od^, 4V, Mt, 
3 bU(, omC. SHe CMni Ttid^ gtatt, Me 9tAdtiitgMm ^nwpf, 0m4« 
fntd^e ms imb fdd^t 

Slelfaeit ttnb nttfitiig: )elti0t gigen Ailbe anttt^ 3ft wie 
fdftott gebadet für bie Zäfel tto« il^er Aldii^t tmi SBect^ wA ym 
S)5trat von f el^ bcbctttnibem IBec^ mM «um, «ad^be« bic 9cft4te 
etüKift im Ofen Qtm^m flub, mi4 Ue 6tciiie bi|tr# etaen S)nid UU|t 
h^Mn» tont Sie ^d^t fprittfit im Stegen tti($t auf* 

2)er Saniii bleibt Qein, dtert Bei ou^erotbentlid^ec ^d^ttocUt 
Oa oft 3, la felbfl oft 4 ^d^te cm bemfetben gemetnf^aftTid^eit ha* 
)ai 6tielabfaie ftgeitO fr&i^, »irb inbeg na(!^ Sl^rift« Seobad^g, 
»em man i^» burd^ Sefd^neiben ober fonft oerjangt, 50 ^a^re alt 
Sc treibt ^ftuftge, oenoirrt fte^enbe Sefle unb l^itf Keine Slflt^eiu 3« 
meinem iegigen fd^weren Soben flhb bie f^rüd^te größer nod^ nnb fd^ö« 
net al% in 9Kenburg, fo bag fd^merer Soben bem Saume )tt|ufagett 
fd^eint. il^urd^ ben Stein pflanit bie ^orteJtd^ äd^t fort, gibt aba 
goobl^nlid^ nod^ etnmft Heinere ^d^te, me^^aiD man fte bürd^ Sereblimg 
eriielt» ^flaSf (^ri|t foOen bie Sitbtinge auft ibren Steinen bie Sercb« 
fttttg nid^t gern mnelmen nnb nov bet geit einge^ ^lAAt %fai^ 
i^mt^ braun, flarl {übermütig, bid^ weid^^aatig. 9Iatt Kein, fte^enb, 
ffl^ ftnd^ ani^ebreitet, auf ber obent 6ette fafi Cal^ * xMm be^ioait, 
bunlelgiran, menfg gUin)aib, long^ nnb fpi^eif9nnig, auä^ me]^r elBpttf^r 
(nad^ Siegel aud^ (angonol, maft id^ nid^t fanb). «m ^nri^otje oft fÄ 
fanjcttfbrmtg. (Kattfiiel ^at nteifl mit bem Blatte oenoad^ene it^rftfen. 
fltttgen gebrftngt fiel^enb, (Afte^enb. fnt}, fpi| ; KngettMger ^emR^ crfiobcs. 

^nm. Sie <Bolbpf(aume (hopptltt atirobeffe) f^ merSiil^ grtfiet 

^^ !^gt fttl^er; bie Hprüofenattige VKtabdIte ifl etmoA tUbm, tat» 

ber, geitigt fr&l^ unb ^t fal^e STriebe« 3d$[ ^be ona j^mnlMf^ 

nod^ eine treppe grft^ere ®f(bf 9HrabeDe mit M^tek SMebm, bie 

and^ netteood trAgt 

Dberbiedt. 



OTT 



iÜB> 75; IMrMlIiltlte. l^^ll, t.«; MllcVtK, <(l»«9c. «:^^^ t.!». 





fit INf^iaston. *• Xnf. etpi 



t. 



4^eimat$ unb Sorfomnten: biefe SfmeriRmerin ^ imt4 
€(r^e, 64iitt|rit mib OMUe ber ^nid^t ft(^ f(|m »eU oeifoeitet pib 
Derbient in lebem ®attnf eine SteOe. 3tQ($ ber mm ^Cotoning gegebenen 
92a(|rid^t (bie in ben Annales in einigen 9ie6fttnni^tebm anbert gi» 
geben »Irb) »n^e ber Shttterfiamnt anf ber f^drm bed j^m. ^dnncq. 
dfitUI wm Somr^ bei 9t<»»DarI, entging ober ber Setd^timgr »eil 
er mit einer anbern Sorte gepfrop^ n)ar (nad^ ben Annales Bro^ et 
in einem etnnne ob) bid ein äS«r}elf^öglittg bonon, ben ein JtanfnuiM 
9tamens Solmar in 9len)^Dor! auf bem flarfte faufle, nm 1808 ^(|t 
brocbte unb bie ®flte ber @orte jeigte, bie 18^ bnrd^ Dr* 6»fal an 
bie Sonboner ®artenbatt<'®efenfd^aft gefonbt nmrbe. Wein 9le!a erl^ielt 
Ufy wm Siegel« 

Sitetaittt unbS^nonpnte: Sfetiein. 6.^3 9hr.135; Domnina 6.3M 
mit ben Gynon^ttien Bolmar, Mlman Watblogtonf New Wadiiiigtoiit ImiiMB» 
St90tt Sm. IV. 6. 145; Annales 1866 6. 20 gute IftBilbuaft mit beut 9tamcii 
ITasliington jaane nttb ben Cvnon^ttten bolman Washington, jlTew Waabiagtoni 
Franklin, Philippe L tmb Jakton. lUitet Reiben Uhtm 9lmnen 9^/klt fle ttnii 
Siegel Secaldne u. 74 auie, nur etmai %u grftne nSUbund. £imb. Cat S. 171 
f{r. 123 mit S^oioninge gTpnotkt^men. 3m 6ttiix>(ement 6. 25 finbet fi^ o«l( eint 
Bivvoorts Ponrple, ein 6&mlin(| von be» ttattinfton, mit ben Chanen. ftrevoMti 
Poorple Bolmar unb Breroorts Ponrple WtfMngton, wnM i^iaer fc^on baS 
Selmort oette Saf^ington gegeben fein »itb. ^ogg im Manual €^. 267 ^at (mfl» 
ben 9on 3)0ioaing anttefft^den Chmon^men nei| J^'^^'Nfs Bolnu» milb Parken 
Mammoth« «molb D.^ab. 8. Sief. mt. 3 fe^r !enntlt(^. Son l^ittrid^ erhielt 2te§4( 



1 



8T8 

imic( ^<n Slomeii Qttiff 0« n^aUtii (ctwai |5|Br «li foeiL no^ tan 6tfmKf»twlt 
cteaft §JMimuä, scIMI^sfaii, an Okf^««' 8tKne» M Mc Slciiieclai^). 

• eflalt: 8M4t 8»|, «t« BkffcC 1" 9«'' (a«, (i« ^tte fi« ftM|C ftO», 
iCI tili ^ow^imfeK f^ti «tu oUEif f ^i^c imb Ibommif »ctlt «, ^ er wh 

«KT Im dfitt^ifcm 9obeii). Ocftatt 09C1I, m (etben ünben fM^ fAtft«^ inii^il 
Rianiit fU tto^ bcr eiH|f ctooi flicler «a «nb erfd^t l^ik^fc^ ober ifl 
»Mß^ l^ft^ all bfiL Dif flMfie Brcitt imb SHtfe fASt te bie SKUe. Ser 
Mtoi i^ ämA ^MUtt, pngfMm tn^ ber »aud^ S)ie fto^e bfdle Swe^c iii(t 
btK Mtai cftvod Hiebet «nb ^citt ^teflfr bo<^ «U|t inoncr vm^UUi, 90 M 
bann an bev eiH|e dnc 6elif eimift fUaUf t«|fbt etcni|>f iirnnft Hrin, ücft in 
bcr aRttte bcr 6pt|e in einer Iftnglii^en fkrUefnng. 

6ticl: biif . 8"' long, behaart, et»a9 aebogen, grd^lent^d tfrtkn, flc|t in 
f(a(|er ^d|(ttng, ik fegen ben 9lt4en alfftlUL 

9arbe ber |A|en, Mnnen. al|iel^5aren, reif nii^t fftttberli<|cnf bmAMtiten 
l^t, bur4 toelf^e num bie Sof^tn bed SUifi^ei ctfennt, ifl oeMi bie Beitifinm 

Selblid^ , nnb leiot an ber eonnenfeite eine MAte fd^maift xofenrdt|e . btc bie 
fm^t molcrif A f#5n nui^, »e^e Mtbe nai| Siesefft Semetfnng (woi m M^a 
no<^ niAt fal)) {l(b )«(e|t »eitieni Ober bie wm%ti^^ßf¥* ^tr 2)ttft ^ btan 
nnb »etlihbj nnb »if<bt man benfelben ab. fo oer»if At f i^ and^ grb^ten^mft bie 
geborte mtbe nnb bU 9rui|t mirb brAMnOMb. l^liiPir ftebt man an^ b»* bU 
no4 grflnliil^ garbe oiele aelbe^letfen nnb etreifen burd^f^einen. IKetneveiBli^ 
f nnite flnben M ni(t|i# bM^9* 

2)a#;|leiftl(i{t0olbaelb. anfberec^atienfeüegtflnficbfeCb. conMent^ lrft<ttf, 
bb<| faftrei<9 nnb f^meiieno, no^ Siegel oon ongene^ fftHiif bp4 biiiieilwi 
el»ad matten ikfibmade, ben ii| biib^ noriftaiiiber.fanb, nnb einmal ott f«n| 
reineclaubeartig , in einem anbem So^te aU löfllU^ nnb mi^cr att im QkvAti 
ber KeinecfatAe mäflt^^eif^ n^tttU. 

a>er Stein ifi a«n»«bldfl9, 10— ll'^bo^, 8breÜ, 5bi«« soal. ametielcnibe 
yerjfinot unb abge{h^ft. Baden ftar! eri^oben, ronb; vom 6tiefenbe lie^ {14 einige 
feinerellfierfanten ^erab; ber MMen bat 3 ftm mocmte, aprilofcwRÖg abgtff|iebeae 
Aontenr bie M <>^ g(ei4fbrmig auteebogen nm ben Stein |ic|en ni^ von bencn bie 
Xebenlanten ftd^ nim Qau^e etwag furftcfbiegen. SRitteflante tritt naib bemStielei^ 
Iht amb oft etwa* oor. OambfOMb^ breiti ibreilantenfaftf^rfsabbäMijadi§. 

fteife^eit unb 1ltt|nng: jeitigt Knfang September ^bm nwb bcr SMbcn 
CierpfCanme. ^r Slafei wib IXarh unb wa$rfd^einn(b otub tei (on^bolt fc^r 
IranÄbar* 6|Nrtngt im Xegen niibt anf. 

wt Baum «AAgt febf ftarf , belonbt fUb bmA f^iu* g(0|cn BIAttcr oaf* 
faOenb ^arf mib ifl febr fnubtbar. (Siegel bemetft felbfl, er fiiecne ftrobciA |n 
tragen.) Sommerameige port, lang, gerabe, f<bmutigbraun, an ocr 6<battcnfclte 
§/BMil4, gegen bie Spibe etmoi rotbli^, no^ nntcn ftart f^mnlig gdbgron 
fttbcrbAn^ggcffetfty lnr{ oeidbbaarig. Statt febr ortb» b^N ^ "4^ ^>^ "># 
Siegel eifbrmig. an<b laimeifbrmig, mdbrenb i4 badfelbe auib breiteSiptlt#, aft 
|nmOoa( neifcnb ober fafi mnblilbf feiten §«r umgetebtten ^fma neigenb foalb; 
fi tft bteoeob, {l«b anggebreitetr unten flar! bebaart, oben lonm merfii^ ober 
!ab(, menir mnaag, gelb(iA|ran. Blattpet mei^enA 2bcftfla mit Carlen Sflers 
blAttem. mgen grofu m^lt, etmaft »ottig, mit ber 6pfi|e etomg gegen bca 
«Smeif bin gelogen, «»i^trager bo(b# (ong gerippt. 

«nm. ^onn bei ibrer ©röbe unb bcm fin<bä bed Boumel mdit leiibt oenoeAf^ 
iperben. (Hperenl 0olbpf[aume ifi obne 9ibtbe unb fo mie bie Sefferfon, bie fürte 
Wbtbe annimmt, nt#t fo grob «nb efaoag mebr Unatub, beibe baben aucb nnbeb^t^x^ 
«riebe. ^ « -^ Dberblei 



» 999' 

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i&eimati usb Sorlanunoi: i$ 6ela« bm Saum wx eboa. 
ck|t 3<4rai OH« SoDtoeilec imb ^ ifi o»^ in bem 93er)d$tilg t)oit 
Xtt9. 9209« Qottmatttt alu Belle de Schöneberg, (Stord^Ju 
ed^ftne von 6$0neberg je^ nod^ mtl^alteiL 

Siietatttt unb 6onon9mc: in $af»e(ettS |U SBeiteten Katalog fanb i^ 
f»ftlerbtefeI6e!^9auiiie tid01oired»8cli8ii«bevg, Bell» d«Seli5iiebergv 
dwnfidtt «dt bem fluf^^l 9i0t^, (fo b«# (ti(fo »4( 6tonb ft; ef|OMit |atO beü 
9aiiin )U 2Vt StottciS aui0e(oiett. 3m gcnaer Obftcabinet IV. 6eci 4. Strf. gab 
i4 9^o4t{4t 9011 i^v. 2)t« 9^4t evfc^eitit ober mtf ber XMibmig Mt ftacf ^lottfu«^ 
lab. m akk^fbfmit 8erbl|eL m^lteiib fle mir mit »ietn xQiütM ^mifleii beprewl 
fein iütfit* Von Siegel ^aU i4 wt l&ngeter 3«it btefelbe Pflaume alg 9iot$« 
aefletfie ®o(b)»fIattme erballen, biH| §at fie Siegel trirgenbg bef^riebetir 
2)er Ie|iere ftmm brfttft cigenttt^ bM eigeafMien bec Sru(^, soell^e ber Otolbti 

gCosme fe^r na(e ^e^t, gut aug, aber ic^ oefiftlie bie Benennung Schöne von 
d^bneberg bei, weit ber onbere fttr JBenoe<l(g(ttng mit4^bg ro^g^edKer Metbpftmmie^ 
einer grb^cn |ni^4|enfbrmigen gpelben rotbmMten ghm^t (Siegel IIL e.4d) 8er« 
anlaffirog geben !5mtie. 6e^r ft|ttlU|, bocb im ®ef(bmä weü weniger gut, na^ bem 
steine aita «erfAieben «nb (ftnger gefltelt ifi: Denniitont ^bany Benntr vmt 
i^m. IdtHtttA, bie «m^ e^mnin^ «. 276 }ieml^ ftl^iiä^ bef(|celbt« 

Se^alt: nwUi^, olM mib imlai itaaf abgqsilaltet, «irf bet 
gte^otfitte gibtUt tu* imdl bon 6lraqid|naAe |hi «ttf biffer Bdte 
jicnß^ ftal abne^mmb, ofi^raib fic ü^ Mf b<t ggfeniMle^teii 
melr etl^ebt lUe 9itc4t if^ n«t ^t, mei^ tn» oli binrito ge^iMft 
®tct4 ftoMOer* S)ct 6t€»|ielpmilt iß IMn tmb %0H »evig t^ertt^ 
«e^tnd^ifitefd^itttfkrratebUbimge^ 16'"^fi4 ITteitt 

mb ebenfo bid ober um Vs— 1''^ bider. dtt tcotfettcnd«^ imb brt 
iDettifier Mftigem 2:riebe beft Qaumeft bleibt fte etioaft Ileiiter. 31^te 
gri^te Srette ^at fit melfl etoaft aber ber SDtitte tiad^ bem 6tiele ju. 



ober etioa« Be^urt, gribibrattii, in ebiar feilten unb oeitm 8ecticfittt0. 

iiaut: )ie«U4 fbitl, bod^ ^eniegbirr,. golbgclb mit giftiiB^^ 
Cd^hKMct, ttit fc^ oidm fcineidi ttnb gtftbftfR, oft ttoyfciiA^lUb^ 
braimrotl^oi ^mriteii mb gfteden ftbetfM« 6ie hdommt int 9lcgni 
fe^ lei^t Ci^rftttge utA tft bleibm fd^ oft luir «aiise gfrtt^te i» 
befd^ibigt S)er !^ft ifl blftttO^well ttnb bfimt 

Steif d^: golbaeO^ gUnteiib, ffan^ttg, burd^ftd^tlft, Ir^ foftts iisb 
f dMeI}e»b , vfy, fe^c angeiielmeiii , et^en ffl§eit ttnb ' geofirj^eii 
Oefd^nitta. 

Stein: ooOimnen Ibolid^, nid^ gtog, oon gfona »ie oben ge» 
^ntt, oprttofenartlg, etnmft Wt, flnmpffi^it. 2)ie Mdentotten finb 
von^, bie »ittkre tritt florl ^or, mui^ ftnb Xfticfantett oor^osben. 
SHe Sand^fanten ßnb ebenfaD« roul^ nnb iltmli^ auftdnanber^c^enb. 

Steife ttnb Kut^nng: bie^anme reift Sufang« ober im crßcn 
ttrittel beft SeptenAer mtb nArbe loegen 6d^5tt$eit ttnb€Mtte ehte f^ 
empfel^tungtoertl^ ^i^t fein^ loemi bat Suff^iringen im Siegen «{#t 
»Sre, »orflber meifl ber grbgte ^etl ber etntt verloren ge^. 

Sigenfd^aften beft SJaumeft: berfelbe »Ad^ft (riftig nirt» fd^, 
mod^t eijte etmad breite Jtrone, gleid^t mid^ barin bem ber i^ 4l^nli^ 
«otb^tiiMf, Ihip4X)r. Me 8iattwr ftab elf»nnig (woA, derb.), oft 
im oorberen S)ritte( an brdteHen, oft ou^ eDtpttfd^ ober nad^ bem Stieb 
gtt teilfBtttig, Inxi* nnb {innipfgeff>{|t,.feid;ft gelerbli'gefftgt ober «4 
giob«bo|>|>ett^Agt, oben glatt, unterl^Ib fd^ioad^ be^aoi^ e&d meijt 
brftfenloA, Vs^^'/a'^ Ittng; fd^iond^ belontt. Sonunerjwige fbtcf nnb 
gfrobe, bnntetrot^braun, etioao filber||Autigr fe^ fein bel^aart 

Oenterlnngen: bie 9^^ iM^ ber (!k)lb|^)lannie ine|rfM^, 

nantentU«^ «nd^ im (Ek{dN<^d( nnb bie ffiefpen ge^ i^ ebesfb gerne 

nad^; fie ifl aber gr5|er, fUrler roti^efledtt, etmad fpftier rtlf, mU^ We 

Segctmion ift Irdfttger nnb blett&ttcr (oben dne onbere me^ breite 

Sfmn. flM^rfd^eWkb ifl fbt oni fi^nnn Sttin entfpmngen. ^N( mBdlte 

tollen, bicfe mUHid| fd^toe nnb btlMolf ^|}{Innnie an ein 5ftild|e# 

Cipoüer )n pflM}en, nm fle fo gegen SIegcngtffe in fd^fitKE, bie «nf 

i|re gfcftdN* nerbeilbHd^ a(a anf oBe mir BeBonnten Ißfbnmtn cin^ 

mtnen, intern tte, einmal omfgefiymngen, wuft me^r fonrei)en, tonocm 

ttnm^Mnmtife wi 0anme oerfauten, 

Sa^n. 







• 9 



ftüi^e ikÜtdMAe, ••! SRitU Sug., Oft Mer. 

#» fliifd <t» < M»t «— ^ fl«^ HtMMbi ill, Mb «tt ebte 
k« b^kn 9tf|9itoiMM fU^ liftft .Mit ■irfir^ftn Wktftc, H ife Mb 
mA ^r 4M|idiaiiaiUiM|* nMt mib -ia flkNhMdt bot AMftoi flUi^ 

ftabol^btttg mit ber Smerhwg: ^Stnc na» §M|t^^ mh fbiM MK 
ii SMtaiiU» Mtaic «A Uf MmAt Jtmiilfii lAW^, fa te6 fte 
lif» te SkMrinUft iMH ci9«|iii »A^« »«» ii^f jkmi bit JtliBi 
iiil f» b«n ttnte $aMilM# «#M {»8» iMl^ tir 1866 f^tim 
fri« «ta^ ba te WcMt dt^ ^Od ite f^M^^MflcM» IMii Kcü 
■*fait M nun itiMf 

SiieYahir «nb ^tinott^^f : iUtt4 I^ & If HnHr «Mglnt 9tMii«ii. 
Am i« MmumI «. 2a |ii eine Jul] 
fcinoM itnb ald ber ®rü|ei 
fif He o9l9€ ^tttR Utndi«, 

(Beüalt: mittelfic«!, l'^ S««' ^, l"* k!"* Mt i«b 1'" jUdkr, tft 
fo Mdt 4fii ktA, ixMSt tniik, a» Ctble #^ oM^M^f^ m4 ber 
6|)t^ merOid^ fUtler mit genmbeten Sinim abtte^ntcrib. We gttlltt 
Steite IU0t «idfiniA in ber SRltte, maiid^mal oud^ etooA nad^ bcm Gticle 
l^ht, 1D0 bamt au$ bie gfnt^t bei bem 6tie(e fid^ etioaA fi&rto: einjiel^t 
«nb }ttr fieraform neigt Stfiden unb Baud^ fUtb gleid^ weit attAgebogm^ 
bie flQd^e ^itsd^e brftift ben 9lfi<Ieit fafi gar »id^t «nb tl^eilt meiftenft 
itngleid^. Ser Gtempelpunft Hegt auf bem Aopfe in ber SRitte flad^ 
oertieft, bo$ ergebt bie eine 6eite ber grud^t fi4 bfter etmaft Aber i(n. 




flttAcv. M ^fw iiir fftft »\ ¥ m whtinfhTt ftHHItfW vmAi^ w i ttcr filMwii- 

Sar^c bcr bUtm« iil^i^teciii ftmt ift ficaHd^tite, »U id ber 

®to|ai »cittccimbe, wi^ fUik md^ gut MM«te SMd^ o« bo 

Sttft iü wiim rab'bftnii. ^ ^ ^ 

S)«« 9Ieif4 Vit Md^ £iegd loi^b, bii mir firitelU^ 0oIbgA, 
f cif ttcUj^ , c0iifi{UMt| bo4 }ttttf tKW {ü^kcfft^ciii, cc^tftciicn flkfd^vMC» 
ber bem bet <Bt0|ai SUiiudasbc itoriO^ fi^ttfU| i^ 

Z)cr etdii ifl obOfiSr 8''' li^( 6 Btctt, 4 bidC, ocrfd^ben omI, 
fo ba§ berB<m4 iii#^bft6|»i6e^illct«Hi«, bo 9ltdm Md^ bm 6tirfe 
1^ fbnl oottritt imb bk-^teü occfftliste BfÜ^ luui ba: Sond^dte 
j^tii fibececbogeii tmb ctoM abgefluvvft i{t XHe BondMvrd^ ift mit 
lutb fcid^t, bie 9t&dEeiiCaitteit {tiib Breit mtb ffatrf, bod^ f[ad(|, im4 Siegcb 

St<if«)eit nutk flt«|tttts: yMelt SHIto Si|B^ »^ fcl|cr «ib 
el«)«Iiu pnanu ^Mißm ftmlt 185» all 18t9 «k w^ «dt k« 

di|MMiMMMM^ Me ytfif mh WUeA, mit mi pfh yt ToifHM<[|[ te 

tra^tt }it f 4« «üb ff|l« wlR etl(t 8 d4«e attatftoob^Mld fd^Ei« 
Stell mb iiodi «al^r i» Stttt tiwmMr griM^ m, m er mI M; 
trftgt «4 186i »Übet gnt, m et «Mig IfHbUMm 0ibt XiMc 
fd^mu^g braunrot!^, nur ettoaft flufig, md^ utttttt gM} «itfttbal^aitiiev 
^ßwOka mib^Mte bife|t, mid^loftrig. »lott groi bift )tt i'', untat 
fttn 3^^^ J^ftngfiib, obftt ^^nfbf f[ad^ oitigArrftet, oben M^ 
imt» ftarl bid^aart, eOipfif^ ober breitelDptifdft , SlottfUet brit4 
Sbtgett Hein, )iemlid^ bid, {htmpffpi^ , nur ettoad obfM^b, oft %Bafi 
wA^ßMo^ Sbigentcdger bidC^ f 0(1 nid^t gerijE^t» 

VLnvL B$m )tt,i(«er 9Ulf)fit mit mtbeni grüdHet nfa^t 9cc» 
mcd^elt merben» 

JD^^rbied 



-i- 



383 

No. 78. SHe 9»|(«Cf miWti* l: - I, i. A. «Bo^re 8w««**r Mm ?«»<** > 

6: — 1» U B. (A) «. 




pe 9ttl|U(IUerii|0fei. Stegd **iiiibe8[ttg. 

igeimatl^ unb Sorlommen: Siegeletiogficauft bemSteine 
ber loal^ren Sr&l^)wetfd^e unb benannte fte nad^ ^erm SuJ^I^ 
(Slterft^ofen }u Slterd^ofen beijgaK in Sßfirttemberg, umbeffen 
pomologtfii^e äSerbtenße bomit ju e^ren. 

Eitevatiir «nb Ganon^me: €Ke finbet {1^ kef^tUBm omi SUgel IIL 
6.1i.92r«344. S)odhia^l nannte fte eu((«@aerd^of eng 8»^^f4^C®* ^7. 
»t. 11. f. ffü^ret» m. Bb.) 

@e{lalt: )»etf(^enförmig'Ooa(, oben nnb mtten fl»mpff|iitr ber 
9tüden ifl nad^ unten me^r aufgeworfen olft ber Saucj^, ber fUr^ 
S)ur(l^me{fer liegt me^r nad^ unten* S)ie gfurd^e brfltf t ben Städten fafl 
nid^t unb t^eUt ungleid^. S)er Stempelpunlt liegt auf bet Gpi^e beft 
ftopfd, biftmeilen neben berfelben. S)ie0ru(|t ifl nad^Siegel mittel 
groi IV," ^od&/i" 2"' bldf unb breit. 3n aReiningen »urbe fie 
grdger, wit bteSbbilbung oben j^gt, aud^ nmr bie2)id(e metfi ßärler^ 
a(ft bie Sreite, oiele »aren gou} auffSQig auf ben Seiten gebrfldtt 

Stiel: ^U" lang, bel^aart, bünn, fie^t in einer feid^ten fiö^Ie 
n%r nad^ bent Sandte )U* 

^SiilkriYte« ^aMbvd^ bec 061lbinbc. III. 25 



384 

^aut: bämi, 0enie§6ar, ponf^arbe \^mfxif>Ua^ an berSomau 
feite, auf ber entgegengefe^ten ifi fie ste|t ober toeniger btaungerö^et 
unb ed finben \xä) einjelne rötl^Iid^e fünfte unb oiele bla^otl^e fi&iigd« 
flrelf en, bef onberd utn ben @tiel l^entm, toaft bie ^d^t f(|ön tna^t 
S)er 2)uft ifl bläitlid^ unb bfinn. 

^leifd^: n)ei^gel6, firal^lig, l^ärtHd^, Don ffigem, erl^aben aroma« 
tif($en ebten ®ef(i^a(f. 

@tetn: liegt ^ol^I im e^eifd^e, l^at bie oonmit gejeid^ncte ^rnt, 
ift oben fpitf, unten flumpffpi^, bie Saden finb rau^ unb aftertantig, 
bie SSaud^futd^e iß enge, )ut ^&tfte nad^ ber Spifte l^in oenoad^fen intb 
von ba an raul^. SDie SRitteHante bed 9ifidCend i{i erhoben unb tttxM 
fd&arf. 

Steife unb Slu^ung: bie ^d^t reift Gnbe Sbigufl vüx ber 
gemeinen 3^^^f<^^- ~ ^^^^ ^^^ f^^ ^^ äReiningen ben 24. äUig* reif 
ober fing ju biefer 3^t an }u reifen, unb ei »ar um biefe Sät ou^ 
bie SBangenl^eimd Pflaume nod^ oor^anben. ffienn fte alfo aud( fd|^ 
etmad fp&ter wU i^re äßutter, bie SSal^re fjrfil^imetfd^e tfl, fa g^&rt {te 
bod^ immer nod^ )u ben frül^en blauen Qxotfiiivx unb (ann fo )ur Sb^ 
pflanjung ald äRarttfrud^t entpfol^lm merben. 

@igenfd^aften beöSaumed: berfelbe l^at einen Ir&ftigeii, 
flatl aufmftrtd {teebenben SBud^s unb trfigt gerne. — Sommersiodge 
{al^l, graubraun. Sltttter gro^, nad^ Siegel eiförmig mit auslaufenber 
Spige, bei mir unb aud^ bei Oberbiecf meifl eDiptifd^, etn)eln pm 
Doal neigenb, oben lal^l, unten bel^art, grob feid^t ge!erbt. S^ieSIU^ 
ter bei Xxß%^o\%t& l^abett bie gri^gte SIreite mciß in ber oorberm S^% 
fmb alfo oerld^rt eirunb (umgele^rt eiförmig, DJ). SlattfHele be^aort, 
oberfeitd graubraun ober rot^braun, meift mit }mei S>rüfen befe^t 

Semettungen: bie %tu^t ifi nad^ Siegel ffi^nlid^ in ^m, 
$at^e unb ®tii%t ber gemeinen S^^^^^f f^^ unterfd^eibet ftd^ ober 
burd^ einen flart auf geworfenen Stüdten, bnrd^ me^r Statte 
unbburd^ein f«§ete«gleifd^* — 3nüReinlttgen würbe fie größer 
otd bie (gemeine S^^^^^ ^itb glid^ fel^r bet aSiorettendernfa' 
lemfipflanme inf^ormunb Färbung, nur mar fte an ber @ommerfette 
me|r fd^morsbau. 3^ bemerlte mir ju i|r „eine gute ^d^, fte ^ 
Smetfd^engefd^madf, ber ®tetn ifl oöHig imidf.'' 

Sa^n. 



385 



No. 7d. fMM StaffH. 1: — I,l.B.;8B«^«e8»etf4«, »ot|c^.;e~^t.i.«v 



■ I ' 




^eimatl^ unb SSorlommeti: i{l engTif($en mtb neueren Ur« 
fpntngd, unb niurbe nad^ bet von S)on)nbtg gegebenen Sla^tid^t juerfi 
Detbteitet burd^ SKr. Somuef $onb, Sauntf^ulenbejt^et bei Sofion; 
ber atutterfiamm n)ud^d im ®arten einei^ £r. ^enr^ $ill, @dq. in 
»oßon. (i&ogg im;SRanuaI fd^relbt alö (grjiel^er fJonti^IL) 3fl fftr bie 
3:afel Don rntttelwä^gem SBert^e, wie fie oni^ 3)onming, ber Sonb. 
Cotol. unb bie Asnales dte vm itoAttt Dualität begeid^nen; $ogg nennt 
fte jebod^ eine n>ertl^t)oIIe ftüd^enfrud^t, unb ifl ber Saum tragbar unb 
bie ^d^t gro^ unb f($5n* SRein Sieid erl^ielt i($ tion Siegel; befom 
bie Sorte aud^ nod^ aü SDiamantpflanme, in 93enDe<|dtung mit ber 
malten S)iamantpf{aume. 

Siietatut unb e^notinme: Siegel m. 6.88. 9{r. 169. $onbft eftmling, 
Fonds 8ee<ttliif. S>omfiln9 B. 809; 2oni. 6at e* 169« 91t. 96: ^ogg IRamtol 
e. 249. S)9»ititig ttsb ^oaa gefot aii( e^notonne Ponds Purple; AimalM Y. 
(1867) 6. 9. ted^t gute 9l65iWg ; Sit). Xtt. IV. ®. 6L 

©eßalt: ^d^t ifl fel^r grog, l^äujtg über 2'' l^od^ unb nod^ 



386 

etoaft ffa%tt a(d obige ^igur a; bie Qmi^vMifynt^oxm Ift vm%d^ 
eiförmio, am Jtopfe flad^ abgerunbet, nad^ bem 6tte[ i^in Derifingt, bodft 
fommt fte aud^ doh mel^r ooaler %ütm wt, unb »ie fiogg unb bei 
Sonb. @at fte ald opal bejeU^neit; fo i^aben bieAnnales emeii berab' 
gebilbeten (Sfmj^u aud^ gana ooal batgefieOt Kflden mtb Sau^ finb 
giemlid^ gleÜ^ weit aufgebogen. 3)ie flad^e, nad^ ber Spi^ an Zicfe 
ehoad sunel^menbe ^urd^e tl^eilt ungteid^. S)er gro^e 6tempetpunlt ftit 
auf ber SRitte ber ©pi^e unoertieft 

Stiel: 11''' lang, bidt, fafi fa^(, ftt^t mägig oectieft 

$aut: hid, ab)iebar, ungenießbar, mit meigblMid^em 2)uftebe' 
legt, ifl nad^ Siegel ^eSroti^, id^ fanb fte bunfler, fafi blutroti^, fUDemodfe 
fd^m&rjlid^rotl^; unb aud^ ^ogg unb bie Annales bejeid^nett bie ^otbe 
ald bunlelrot^ 1861 blieb fte aud^ bei mir l^eOrot^. 

f^letfd^: gelb, meid^, faß ol^ne befonbered ©enriir). 

Stein: unablöÄlic^, l"l^od^, 7—8'" breit, 4V,"'bi(f, bdred^tgtoft« 
^rüd^ten nod^ größer, fiad^bacKg, raul^, nad^ ber @pit}e ^tn meifl )iem* 
lid^ ooal begrenjt, oft mei^r ettiptifd^, nad^ bem Stielenbe l^in matter 
eine ettoaft nerifingte, abgefiumpfte, fiarfe Spi^e. S>ie größte 2)ub 
liegt aSermelfi etmai» nad^ bem Stielenbe l^in, bie größte Sreite }ie» 
lid^ in ber aßitte. Oaud^furd^e meit unb tief, JRüdtenbnte fiarl, bie 
amtteltante tritt balb flumpf, balb felbfl fd^arf merttid^ nor. 

Steifheit unb %u|ungt jeitigt umben l^alben Sept, oft geges 
ßnbe Sept Sud^ bie Annales feigen bie Steife in bie 2. ^ülfte bei 
6ept. S)ie ^rud^t -jerfpringt im SRegen nid^t unb nerbient megen Sd^n* 
^eit, ®r&ße unb Xragbarleit beft Saumft , aud^ Sraud^barfeit für bie 
jtfid^e, i^auftgen Slnbau* 

S)er Saum m&dgdt rafd^ unb begeid^nen il^n aud^ Siegel unb bie 
Annales aU red^t tragbar. Sommeqmeige niolmbraun, la^t, an ber 
Safid etnmd bel^aart, gerabe, mäßig fiarl mit gelblid^em SUber^utd^oi 
gefledCt Statt groß, runglig, flad^, oben glatt, oon 0orm meiü bat 
onal mit aufgefegter Spi^e. SlattfUel f^at nom Slatt entfernt ^enbe 
2)rüfen« Singen breit, mel^r ^erjförmig, ald tonifd^, aufredet fi^enb, 
ft^en auf niebrigen rippigen £ragem. 

SInmerltttig« 8on ber in Sonna(iai((en rotten (SietpfLaumeimterfd^etbct fie 
m burd^ dft btttttlece SfarBe, Iftnger gebaut« (Sifonn, etmftft fpfttete SUtfe^ wi^ 
unobföflgen Gteiii. Soopcvd grofe Pflaume unb bie ^amantpftottme {tob ne^ 
fd^toatabtott unb oon (Seflalt alletmeifienS ooal. ' 

Oierbtecf. 



387 

■ / 

No. 80« 9ttetttng(t CietUflmwe» 1: — 1,1. B.; ffia^e Swetfc^e, tot^^^t; 

6: — I, fi, A •. 




9ittAnt%n (ürtiiflanme. ** SRitte eept. 

^eimatl^ unb SSorlommen: biefe fe^r fd^ät^bare f^rud^t, bereit 
Saum gang augerorbentli^ tragbar ift, fanb x6) im Pfarrgarten }u 
ätienburg* @ie toirb eine ben homologen nod^ unbefannte f^rud^t fein, 
unb »ie id^ nid^td il^r @ntfpred^enbe6 finben !onnte, fo l^at aud^ £iegel, 
bem id^ fte mitti^eitte, fte anberioeit nid^t gefunben. Sfi ber Slotl^en 
eierpflaume äi^nlid^, jeitigt nad^ i^x, unb Derbient vor biefer infofem 
beu äSorjug, alft ber Saum nod^ reid^Iid^er tragbar ift, unb biegrud^t 
im Siegen nid^t leidet auffpringt 

2\ttvatux unb 69iion9me: Siegel UL @. 35 unter obigem 9lamett, 
SReine Slnleitung @. 457. 

@eflalt: gro^, nSl^ert fid^ ingorm oft ber umgetei^rten @iform, 
nrie Siegel bie ^orm aud^ angibt, ^atte inbeg in 9Uenburg bod^ meifiend 
bic größte S)id[e etn^aft mei^r nad^ bem Stiele ^in, unb bilbet nad^ bem 
Stiele l^in eine hirje n>ar}enf&rmige vorgefd^obene €pi6e. S)ie ®rbge 
gibt Siegel 1" 10'" ^od&, 1'' 5'" breit unb 1''' weniger bid an; bei 
rec^ noKtragenbem Saume mar fie bei mir aud^ fo, oft jebod^ etmad'' 
größer unb bidCer, nod^ etmaft größer alft obige, bie Saud^anftd^t jeigenbe 
§igur. S)er Saud^ bilbet eine flad^runbe fiinie, ber 9tfidten mirft fid^ 



388 

om ftattfUtt etooa mib bem Stiel i^itt ftiif, oft imd^ ut ber 9Ktte, f« 
bag tote Siegel angibt, fte il^te gt5§te »rette in ber 9Ritte 1^ %At 
Seiten ftnb gebrfidFt unb bilbet ber f)imd^ eine flad^e S^ndbe. SXe 
gfnrd^e brfldt ben Mdm etioad, ifl oft vertieft, oft fla$ unb ^eilt watß 
gleid^. 2)er Stempel^unlt liegt f{a($ oben auf ber Slitte ber ^ntd^i^ 

Stiel: 1" lang, (o^I, grfinli^ rofifledig, fielet ftad^ aitf ber ^nt^t: 

Saut: fein, abjiel^bar, bunlelbraunrot^ mit )iemtid^ }a^(reid^ 
rötl^Iid^ grauen fünften befe^t; fiort befonnte SteOen iHoIettrot^, 6e^ 
f $attetete Stellen laffen bie gelbe ©runbfarbe me^ ober weniger bnr^^ 
fd^einen. S)uft l^eHblan unb bfinn. 

.t^Ieif(|: golbgelb, }art, nid^tweid^, faftreid^; ® ef ^ad ou^ nod^ 
Siegel {nderfflg, erl^aben aromatif^. 

Stein: gan^ abI5fig, giemlid^ bidbadigunb toonl^, fd^rnntig gelb 
ober bräuttlid^ gelb, 10"' ^o^, 6'" breit, 4'"bi(f; oongorm fafl eOip* 
tif($ mit etioad über biefe $orm aufgebogenem SRötfen. Xn ber €pt(e 
iÜ er ooal ober e&tptifd^ jngerunbet, nad^ bem Stiele l^in ffatmpf^it. 
2)ie Saud^furd^e ifi eng, oft venoad^fen; bie SWhIenlanten flnb brdt 
unb tritt nad^ bem Stielenbe ^in bie !BKtte(fante etmad fd^arf dot, 
tl^eilt ftd^ bagegen nad^ ber Spifte l^in gem&j^ntid^ breit aufteinanber; 
mo fld^ benn fel^r l^&ufig eine Deffnung ftnbet, burd^ metd^e man ben 
Jtern ^inburd^blidlen fte^t. 

SReifjett unb 9lu^ung: }eitigt ctma^ fp&ter, ald bie 9tot^e 
(Sierpf[aum^, loenn biefe pafftrt i^, um ben l^alben Sept. ^ftr Sdfd nnb 
SRartt fd^ä^bar. ©etrodFnet l^atte fte feine redete ®üte unb mar )U »eid^. 

2) er Saum, beffen fho^enbe ^ragbarleit audb bei Siegel ftd^ letgte, 
$at in ber Sugenb ein etmad mitbeft ©emSd^ft, ifl gefunb, fommt in 
leidstem unb fd^merem Soben gut fort unb mtrb gro| unb alt 2>ie 
Sommertriebe ^nb rotl^braun, an ber Sd^attenfeite grfln, ta^l, mtr an 
ber Safts etmad bel^aart, lärgere etmaft fhifig, härtere weniger mb wdi 
oben merfßd^ abnel^menb. Statt mitte(gro§, eif5rmig«ooal, bie grBgtt 
Sreite in ber 9Ritte, oft fafl ooal, flad^ ausgebreitet, ni^t fiotl xm^Vi%, 
unten unb nad^ SiegeC aud^ oben behaart. afterblStter lansettfürmig. 
SlattfUel l^at meifienft mit bem Statte oerbunbene (teine Z)rilfen. Sagen 
baud^g^tonifd^, aufredet fhl^enb, mand^e aud^ abfle^enb, filmen auf fto^en 
t;ragem, unb fiel^en gebrÄngt. 

SInmtrfung: Son bn toi|en (ElerpfLaittne URierf (l(eib(t fte fU$ Wi4 bunSot, 
Btauntot^e Sof 5e, ettoaS fsAtere äleife unb etioaS conftfienteseS ^fifd^. DtobM. 



389 
No. 81 , giattüiiliWe MfettUhMt i : - 1« i. B. ; nn^ 8»«H4«r »i^ Qm^t ; 

6: ~- I, 1« B a. 




$eimai$ unb Sotlommen: Siegel er^ieU biefe fd^fttbare 6orte 1835 aujS 
SoKipcilfr a{8 Inperiale de Milan tinb ift ber Snftd^t, bai fle von leinen i§m hts 
fomten fbtto? btfi^itbeiifei.9$etbienti9e0en®fltebed®efd^mad(d, unb baftefkl^ 
otti^ )um 2:ro<!nen broud^Bot ift, ^ftuftge SCnpflangung. 9tein Sfleid er^iat \^ von 
Stegfl unb no^mali von Soi^n überein« 

Siteratttt unbepnonpme: 2iegeCn.€$.62.9hr.ll9. aXailftnbifc^e Jtaifer« 
pflaume, Imperiale de Milan, ^ittr. HI. 6. 348. gm Sonb. €ai. 6. 166. 9tvM 
linbet fi(^ eine Imperiale de Milan, bie $ogg im IBtanaalt B. 242 ehoaS na|et 
t^^ett unb Cbige mo^l feinfann, memi ni(|t entgegenflt^t, ba| bie Steif )eit 9nf. 
Cd. gefegt wirb, madiebo«^ in ISnalanb rii^tig fein fonn. 9bM^ ber Si(9orber Gatal. 
mm 1868 ^t eine Imperiale de Milan, mit bev Vngobe gros, allongA, riolet, 
6ept ^Öa9 b. ObfUGob. 91eue VufL 4. etct 7. Ü^ief . giebt etmaS für} unb nrab ge« 
HUeiie WMIbung, wie icb ii«be( bie gf^u^^ in weniger gflnfHgen 3a^i^^ auc^ fd^on 
^atitf unb be^^alb eine 3<tt lang bie med^tHt meiner 6orte besmeif elte. SKan fann 
in ber %^at in mannen Sauren bie 9^4t obSig in Kbt^ettung IL fe|en. 

et^aiii bie gruc^t ift gro|, 1'/,'' §od^, 1" 3'" bid, 1" 2"* breit, bie^e« 
fkilt ift ooal, ^Attfig, h9^ na(( meinen SBa^mc^mungen ni^t immer, gegen ben 
6üel $in etmad fiftrfer abne^menb, inbemic^ aud( t!ftü($te ^atte, beibenenberSoud^ 
etmad mel^r nad^ bem stiele l^in am ft&rifien oorirat, unb bie gru^t nac^ ber 6pite 
^in ftdrier obna^m« 9lm itopfe ift fte f^ief fia^ gebrttdt, am 6iie(e nur menig 
obgefhtmpfi 9tflden unb 8au(^ finb aiem(i(^ gleid^ erhoben, erfere etmaS ge« 
brfldt, leftere etmaS erhoben, gegen ben ®tie( aber oft me§r abne^menb ; ber ft&rifie 



390 

f>ttr4miffec liegt ftOameifk in ber SRitte« ^nx^t 6vfit unb ti^, mci{l imglci^ 
tl^eilenb, Iftuft oom (5tie(e l^crab noil^ Aber ben 6tempe(punlt (inaud, no ber 
Keine graue 6tem|)elpuntt in ber Sftitie ber ^^t, neben ber ficb no4 etvad er« 
(ebenben &p\%t in ber Vertiefung ber gur^e f^e^t. 

etiel: 10"' lang, r>xd, fanft gebogen, fe^r für) behaart, ro^, fte^t in oft 
}ientU(^ tiefer, meiftend iebO(b enger unb flad^er unb nad^ bem 9tHdtn ^m \^it% 
abfaOenber $ö^te. 

$aut: bi(f, et»ad }&§e, gef<j(ma(f(od, Ift|t ^ nic^t (ei^t abgießen, von 9arbe 
bunfetoiolett mit gelben ^unlten unb GtrU^el^en mft^ig bic^t befeft. 2>er 2)itft 
ift {tarl unb J^eOblau. 

^(eifd^: feft, bo^ sart, faftrei^, nac^ Siegel loeiblidftgelb, biftoeilen golbfielb, 
»ft^renbiÄ edme^r etniad grflntt^aelb unb in ooITer 9leife golbgelb fanb. 3)en 9e> 
fc^mad gibt Siegel aliS autferftt^ &uf erfi mttdürt, aromatif«^ unb flberaud angenehm 
an, ben i^ gleicbf alKd ffl^ un^ oor^aglid^ fanb, bocb nic^td SRüdttrted bann oo^r» 
nehmen fonnte, fonbem i^n mir aU ge»ar)rei(^ ebe( bezeichnete. 

@ t e i n : nad^ Siegel nid^t abibftg unb notirte (d^ i^n me^rmatö au4 f o, »ftbrcab 
iA i^n in anberen 3abren a(d giemticb ablöfig (f elbft in bem fatten gobre 1860) unb 
1858 ald obaig ablbjtg beaeicbnete. @r ift 10'" lang, 6'" brdt unb l"' bitf, inet« 
fcben^etnförmig unb bilbet eine <Sif orm, an ber nad^ bem stiele ^in eine |iemli4 fux^ 
unb nat^ ber 8au(bf eite etmad übergebogene, Dorgefc^obene, abgeftumpfte 6p^e {14 
befinbet unb ble Slüdenlanten mad^ bem 6tielenbe bin Aber bte (Siform binaudgeben. 
6eine gfarbe ifi f aft beOgeib, 8atfen giemli^ flad^, nid^t fiarf raub, etmad aftetfantig. 
IBaud^furd^e breit, feid^t, etwad }0<ria. S>ie ftd^ erbebenbe SHtteOante btd fftSidttd 
»irb nacb bem @tieUnbe binfd^arf. ^ie Stielfpife ift in obiger $igur etnad |U breit 
bargefteHt. 

Sieifaeitunb Blutung: §eitiat nad^ Siegel Vt@<pt„ bei mir natb ber 9|»nCor 
fenartigen Pflaume mit ber Siubolföpftaume, eben oor ober noäf mitberftaudsmetfcbe. 

3)er S9aum n>&d^dt rafc^, ift reid^ unb fc^ön belaubt, treibt feine Xefie fktttl 
abfie^enb unb »irb nad^ Siegel grofi. lieber feine ^raabarfeit, bie Siegel fftr nur 
inftf[ig b&lt, lann id^ no($ nid^t genügenb urt§eilen, bocb fcbien fle ^ier gm. 6o■«c^ 
iweigc ftar{, ftufig oiolettbrottn, ftarf mit gelblidl^, oft me^r grouvei^ @tlbcss 
^ftut^en geftetft, lab(f Olatt gro^, b^^^^r 9«4f noc^ ^i«0^I auf beiben 6citai 
fa^l, mft^renb icb ed in mebreren Sauren unten fo bebaart, »ie anbere fanb, fojt 
runaellod, t^eilb lang unb fpi^ig eiförmig, bfter aber nod^ eHiptifd^, unb in biefer 
gorm oft nacb vom ftftrter abnebmenb mit langer fd^arf er Spibe. IBlattfHel bftt mei^ 
nur Heine 2)rüfen. 8lugen !omfd^, fpib, nacb oben oft ßart unb bann abfle^eiib, 
ft|en auf bo§«n, mulftigen, »enig gerippten ^rftgem. 

SInm. 9lad^ Sieael ift ber Obigen bbdb^ftbnlicb bie «ioletU Jtaif erpflomie, fo 
bab er beibe fflr gletcb b^lten »flrbe, memi er fie ni(bt in ber ^ru^t temte. 8cr» 
fcbiebenbeit ftnbet er nur barin, bafi beim gfArben Dbiae angefangen ^aJbt, ftbcr 
bie gan)e Qftud^t blau aniulaufen, »ft^renb bie violette üaiferpflaume ft<b nuroif 
einem t5a<ten rötbete, unb bab obige gan^ table, unten nur an ben 9Kppen bc> 
baarte QlAtter babe, Seftere aber oben tur§ unb unten ftart bebaarte. Sßad idft wm 
Siegel unb S)ittrid^ in Segetation Qant aberein M IBioCette itaifespftaume babe, 

«eigte ben le^teren Unterf^ieb memg oeutli(b unb bitten bie ßlfttter oben bbdb« 
tend an ber ^ittelrippe einzeln ein paar ^aare, o|ne unten flarf beboort |tt fetn. 




ober ift ooal, fo n>ie ber 93aum n>eit unfruchtbarer 3U ]eln f^eint, ba i(b btSb^ 
iiO(i^ feine fjfrud^t fab, »d^tenb ein eben fo alter Saum ber Obigen bereit« feit 3 
Sabfen jftbi^Hd^ trftgt. 

Oberbiecf. 



Ka 82. «lOc «fl||»etMc i: 

6: 



391 

I, 8. B a. 




^eimatJ^unb^ortommett: biefe but<$ ^^jeitigteit unb groge 

a:ragbarfcit rcd^t gute fjruc^t, Mc DOtt leiitem ^omologett vot Sieget 
bef daneben au fein fci^eint, finbctfid^i itibcr®cgcnb t)on35raunaul^äufig 
bei bem Sanbmanne, loirb gctDöJ^ntid^ burd^ Slu&läufer fortgepflanjt, Siegel 
hmtxh ober IL @. 273, bag fte fi(i^ au$ auö Steinen ädj^t, nur nid^t 
iwnter in glei(|er ®töge f ortpfianje. 9Rdn 9teid erl^ielt id^ tM)n Siegel 

£iteratur unb G^non^me: Sieget n. 6. 59. ll'lr. 45. unter o6{gem Spanten, 
^ittrtc^ ni. S. 3dl. Siegel 5entertt, ba^ i^t A^nli^ S)u^aiiieU SBei^et Itaifet fei. 

©efialt: Oröße nad^ Siegel unb feit 2 Sauren bei mit 1" 8'" 
l^od^, l"ö"' breit unb T" loeniger bid. 3al^n l^at fie gröfeer gehabt 
nad^ feiner oben unter b gegebenen g^i^i^^i^O* 3^ ber gorm ift fte 
Uttbeflänbig unb ungefialtet, meiften« ooal, biöroeilen (unb fo bei mir) 
eiförmig. S)ie bciben ©eiten finb nuretraoö gebrüdft, berSflüdfcn (bei 
mir nur nai^ bem Stiele ^in) etmad {iärler erl^oben ald ber flad^irunbe 
Soud^. SDie gurd^e, nad^ Siegel laum bemertbar, bei mir breit unb 
flad^, t^eilt ungleid^, moburd^ bie eine @eite ftd^ mel^r erl^ebt« S)er 
graue, etmaö fühlbare @tempe(puntt , fi|t meiftend ttxoaf^ me^r nad^ 



392 

ber äUhfmfeit^ ^n, unter bet ft^ etwa» äfec i^n arl^cbenbm €iiiMk 
bcr grud^t 

Stiel: 9"' lang, nad^ Siegel behaart, Q)%enb i(| i^n l^tec fafl 
gan} fa^l fanb, ifi bünn, gebogen, grün mit wenig rofUgen ^Uim, 
unb ft^t in gan} feid^ter, nad^ ber Stfidtenfeite abfoQenber QS^lt. 

$aut: bünn, fimaft ift^e ttib bittet, (ft^t fic^ abstehen, ^be anf angd gcfts* 
Ud^gelb, fpdtet toac^Sg^ tmb bei ooSer SeiHgung Tbi^Itc^ gelb. 3n§et^en3a^rcft 
bemetft man borauf häufige rot^e ^unlte unb tot^e ^lecfen tmb iium<faial ip bie 
9ru(^t gegen ben 6iie( auf bec Gonnenfeite etmad rot^ angelaufen. 2)ct SDitft t^ 
n)ei^K4 unb bflnn. 

2)ad gleif 4 ifi gelb, n^eid^, faft f ((mierig, faftig unb angenehm ffi^ bo^ 
ttmtii matt 9on Ölefi^mad. 

2)er 6iein Ibfet ft^ nic^t gan) gut vom gfleifi^e, (1860 bei mir gor ttii^t) tft 
nad^ Siegel 1" ^o^, 1%**' breit, 4'" bid, aiemlt^ ooal, no^ bem JTopfe etmaS f)»cttg, 
am 6tie(enbe eimaS abgefhift, 9tü(ten me^r audgebogen unb bie gr5|te Qrette in bcr 
SRitte. 9ei mir mar er nur 11'" l^o^, 6 breit, 3 biet unb bitbete fall eine oerfi^obcie 
eHiptifd^e, na<!^ ber 6pite (in me(r }um Opal neigenbe ®eftalt, mo ber 8auiJ( nai( ber 
Gpite bin, ber 9lfl(f en na(| bem Gtielenbe (in fiftrler oortrat, »ad in obfle^enbet Stgsr 
ni((t gehörig wiebergegeben ift 8a(f en fla(b, etmad rau(, (oben Xfterfonten. Kittel» 
!ante bed 9iü(!end etmaS erhoben unb f aft f^orf, unb Don beiben e$eiten{anten laufen 
na(b ber 6f>i(e (in 1,2, biömeilen mehrere erhobene Vbcm au8, bie {!(( in ffanspf eai 
9Bin!el umbiegen, unb gegen bie SRitte ber Baden it(( neigen. Oatt<(fur((e eng unb feti(t 

9eeifaeitunb9tu4ttng: ^eitigtumbie^fie bei$ Vuguft f afl gan| gleiii^ttg 
mit ber ilönigdpflaume pon Sourd unb ^errenpftaume, ^ur4ft((tigen unb ^frCk^en 
9Uineclaube. 3ft }^ (Benuffe angenehm unb bei reifer Xragbarfeit bed SanmeiS all 
9Rar!tfru((t fi^ft^bar. 2)ie gfrui^t (&ngt f ejl am Saume, ferfpringt im SHegcx nt^t» 
fault aber bei naffer iBttterung gem. 

S)er8aum (at eine sn>etfc(enbaumartige Segetation, blfl(tfrfl(e unb iflnai| 
Siegel abipec^SlungSmeife ftu^erft fru^tbar, fo ba^ bie ^r^te in gebrftngten fUm* 
pen (&ngen, mobur(( fle im Siegen faulen. 6ommer|meige faß getabe, tot^tanm» 
gelblii( punittiri unb na.^ unten fein geftedt, {a(l, eimad glAngenb. Blatt nn^ 2tc|cC 
gro^ (4" lang, 3 breit), etmad (ftngenb, rtnnenfbrmig, oben f((ipa((r unten fUd 
be(aart, runielig, (eSgrAn, etmad lAng(i((*eif5rmigsfpit^^. §(( fanb eS nur mtttai' 
gro|, in ber SRitte bed ^riebeft jum (Saiptif((en neigenb mit {iarfer f((arfef Gpit^ 
na<li^ oben fleiner unb me(r eioval, oft tmii^ furgooal, f afi flatl^ audgebreüet unb obc» 
feitft gan§ unbehaart; bie Vlfttter bed ^((t^ol^eS marcn gr&|er, et»ad rtaac» 
förmig unb faft f ftmmtli(b umgeSe(rt lang eifbrmig. 9tugen,bie9ebtftn8tfie(e«,tb» 
fie(enb, bau^ig, ftumpffpi|, bid, etioad mollig. BlattfHel ameibrftfig, Xngentciicr 
3iemlic( (o(b mit langer SRittelrippe unb fftraeren 6eitenrippen. 

9nm ^ie 9ru((t ijl |iemli(b &(nli(( ber glei(()ettig reifenben 2)ttrfl((ttgen, boib 
bleibt biefe grünlicher, nimmt feine 9löt(e an, ijl etmafi far^er gebaut, eblec oon 
®ef<(mad unb ber Stein neigt fiArfer gum Ooal unb ifl btdbadiger. 2>ie glei<|ftB 
A(nli((e gro^e mei^ ^amadcene iji etmaft fauerli<(er unb nimmt beim gerin^fte 
%vxd Rieden an, ift aud^ gleiibfalld Iflrger gebaut. Oberbietf. 



Ho. 83. «tut 



- 1, 1. c. aitßti SM» 8>»(tf4(i 0*U' 9twiM- 

— I, 8. A k. 




SrUre Ciet|iPiinmt. • t «nf. Stpt. 
^etmotld unb Sottommen: nKn:fc^i)ti3)u^ame[aIeDaiiie- 
Anbert ittamt, ja f(i&tin3.a9ou^ln M^tleb fiel650in (einet Bist, 
plant. aU@rünlidE|e Satte[|)flaume von Sefan^on, fo baft 
fi$ iiir UTfpnnig ron bortlier roo^I herleitet. —SPjiemltc^bie größte 
oon alten Pflaumen, äugecli^ fe^c f^ön, in guten Sollten au^ 
vo^Cf^fdenb unb botf beg^alb in ehtet ^paumcnfammtung ut^ fehlen. 

SilcTQlui unb S^nonDine: SRan finbtt 9e Ett aICen Sbitorm, |. 8. (et 
SHiftoMtl n. 6. 136. Xaf.XX, gig.lO: Dame Anbert, Oroaie Loniianto. 
'XlU a)aiBtXnbcT^ bie l3to&eaian|cnbe, bet UefietfebK.] — Pom. Franoon. 
L «. 133, St. 13. — Pom. Aoitr. Saf. 188. — I.D.®. XL 8. 28, laf. S, 
jiKt^ auSffl^lt^ be^t^tiebm, unb gut, boÄÜigrog, 3>/.' boA aBflebilbtt.Cpnon. 
»d eidln: ÜSeigct Saifct, Bonnm Maguam, SQti^t bolUnbifcOe ober 
MofluUpfUume, Mofnl Plum (no* SRilUt], White Bonnm Magnam, 
Egg PlBin, b. i. »icipfUume (nat^ SObei], White holUnd Plnm [au^ noi^ 
^nnbunp).— Sti @ünb«obe S. 45, Ellc.6 ftbt ^ttbf(§f Übbilbung. — Sbenfo im 
b. OefrUaB. neu« Sufl. IT. «ect. 7. Sief. — ltu(« Stillt. H. S. 2l3 unb eiegel n. 
6. 62. Rt.21bd4cel6enfte;StttnnamSoI[|1Bnbigpnt. — Sqnon.flnbaugetben bf 



S? 



394 




Sonate nisnoue, i/ume A.uDerc uianone, ju/amo AiiDtirt jaune \jm 
atalogen ). 8. von Serop itiSngetd); D amas Anbert (Siegel): Yellow Ma^ 
nnm Bonnm, Wentworth, White Mogul (Gatal. Sonb.l White Mag- 
nnm Bonum, Egg Plnm, Yellow Egg, White Egg unbHagniim Be- 
il um ftnb nad^ S)oiDniiig &. $266 i^te 9tamtn in 9lmeri!a. — Smg virb fie |te 
unb ba iDet|e ftaifetin unb Ptune ae Moasien genannt $ogg im WtanntiU itt 
nod9 bad Spnon. Askews golden Egg. — Sergl. noö) (S^^rift ^anb»b. 6. 369, 
05erb. «nleit. 6. 466, 2)od^na9l e. 103, Siegel lY. 6. 57. 

® e 1t a 1 1 : eifdcmig (ooal, D:)» auf ber ^utc^enf eite etmad gebrflfft gunl^e beut» 
(i($ bemevfli(l^, f(i$neibet oft nad^ bem €{tempel|mnfte ^in etmad ein unb t^eUtm* 
gleid^. @tempelpun!t flein »eisgrau, fi|t oben auf ber Spi|e in ber SRitte ber 
gru^t. S)iefe ifl gro^ ober fel^r gro^, imSRittel S" ^o^, 1" 8'" bid unb meifiesd 
ebenfo breit, erreid^t aber fe^r oft bie ®9&(e auf obigem $ol^f(^nitte. 

6tiel: meift fel^r lang, biS |U i*\ bid^t behaart, siemlu^ {tarf, gerabe, fioi! 
beroftet, in tiefer unb weiter $ö^le. <Sd legt ftd^ dfterd nac^ S)u$amd ein ring« 
artiger gleifd^fd^muljt um i^n on, ber nad^ ©flnbirobe etmad mit bem Stiele wt» 
n>&(|dt unb fid^ mit i^m audgie^t. 

$aut: burc^fd^einenb, etmad ftar!, ab^ie^ar, mac^dgelb ober röt^Gij^gelB, 
feiten mit etmad rotten ^un!ten ober gfledc^en; bagegen gema^rt man loetfßd^ 
fünfte unb 5fterd au($ Sloft« ober Seberfleden. S)uft mei|Ud^ unb biknii. 

%Ui\^t mei^gelb, etmad gröblid^, l^&rtlid^ f aftig, gut audgereift oon rec^t guten 
fü|en ©efc^madE, in füllen unb naffen Sommern mftffrig, fduerlic^ unb gef<l^ntadlod. 

Stein: meift ooafiftnbig Ibdlid^, ^at bie oben gegeid^nete grorm unb <icb|e. 

9lüd(enfanten aprifofenfteinartig audeinanber fte^enb, äKittefante ft^arf. Badtcn 

raul^, Sau^furc^e tief unb breit. 

Steife unb Slu^ung: reif t im erflen 2)rittel bed Sept. unb geminnt bei guter 
SBitterung fe^r an ißert^ burd^ lauged (dngen, ^ftet au(^ feft am Saume, ftbets 
reif mirb \xt jjebodg unfc^matf^aft. 3n naf[er SBitterung fault fie no(^ unreif leiibt an 
fl^aume. Bei il^rer ®r5$e unbSd^on^eit bleibt fle immer eine gierbe betCbfni^e 
unb man !ann über i^re ^e^ler, bie fie in f d^leAten Sagren mit oielen anbern großes 
$flaumen t^eilt, ^inmegfegen. 9Bie fcgon (Sgrift fagt unb Siegel erinnert, ^ot mos 
ftd^ 3U guten, 6Amlinge ober eine oermilberte, im ^anbel oerbrettete 9rt oon^ 
)u pftanjen, ba fte ftdg )mar oft, jebocg uicgt immer fticgt aud Samen fort(Uia|t 

^er 8 aum mftcgdt ftart, gegt go(g. tr&gt jdgrlidb unb ret(^li(g, jebofg nur in 
nagrgaftem Soben unb auf mannen Staube merben bie $rü(gte f($ön unb gut, in fdgat« 
tiger falter Sage bleiben fie meift unacmejbar. — ^ie Sommer^meiae obecfeiti 
oiolett, unten graubrau ober grün, mit grauen fünften ober etmad ftlberpftutig, tagt. 
IBiatter gro|, breit eiförmig (ooal, D.) mit ctmod aufgefegter nicgt lanaer Sinfe, 
flacg, meid), bünn, grobgeabert, nmsltg, unterhalb bicjgt bebaart, oberfeitd f<fina^ be« 
gaart, giemlid^ buntelgrün unb glftn^enb» am 9lanbe meHenfbrmig, grob, met^boppeß 
aeaagnt ober gef&gt, am ©runbe bidmetlen mit 1 ober 2 2>räd(gen. ^ie Olfttter bei 
^^tgoljed nnb ebenfo befd^affen, bodg finb fie bidmetlen etmad oerf^fktftlert iw4 
bem Stiele )U, unb igr grofite 'breite liegt gierburtg in ber oorbem ^dlfte. 

äagn. 



395 



No. Q4. 3t|8i gelle 9mi^m9$fhamt. l: — I, i.C.;®a9te8»etf($e, geUif 

^nu^t 6:--I, 8. A a. 





^eimat^unbSSorfommen: Sieget erjogfleaudbem Steine 
ber ©elben^erufalemdpflaumeunb benannte fte nac^ bemlln^ 
tetjeid^neten, beffen Sotliebe für bie 5ßflaumen, eine Stellte vtm Sfal^rett 
]^ittburc5, i^m bcfannt war. — SDie fjrud^t ^at unflefftl^t Bfet^en SBettl^ 
rofc bie ©elbe Serufalentfippaume , nötige fi$ t)on i^r bur(5 il^e SBcr* 
(angentng nad^ bem @tie(e gu unterfii^eibet, an$ ifl ber 93anm ber vor« 
liegcttben tragbarer unb mad^t nic^t fo ba« jener gnfommenbe fperrige 
®en)&d^d* 

Siteratur: Siegel (efc^rleb fte m. G* 44. Jtx, 349. 

(SeRalt: eiförmig (ot)aI, D.j, ober etroad eirunb (eifSrmig, D.), 
veil ftd^ ber 93aud^ befonberö na($ bem Stempelpunfte l^tn mel^r ergebt 
S)te Slbplattung nad^ beiben (Snben l^in ifl au6 biefem ®mnbe aud^ etmaft 
fd^ief. ajie größte »reite fftHt in bie 9Witte. Die meifl menig bemerfUd^e 
f^urd^e brüd t ben 9tftd(en oft gar ni<$t, bidmeilen f d^neibet fle jebod^ na^ 
htm Stempelpunft l^in flart ein, meld^er le^tere am @nbe ber ^nrd^e etmas 
fettn>Srt& ber ©pi^e balb ^a^, 6att) in einer Keinen $öl^le liegt, bie 
bur^ bie le^tere unb ben nad^ oben l^in aufgeworfenen SSaud^ gebilbet 
wirb. S)ie gfrud^t ifl grog, nad^ Siegel bebeutenb größer alö bie ®ro|e 



396 

IRelttecIattbc, 1" 8'" ^o^, V* &" Wt tmb 1"' »eiliger Nett, bei vm 
erteilt fie geiDö^tttid^ bie obenge^eU^nete (Sröge. 

Stiel: oft furj, oft länger/ biß ju 10"', fiemlid^ fiarl, fe^r furj 
bel^aort; fiart berofiet unb fielet in einer tief en uiü) }iemlid^ toeUen l^b^Ie. 

£ Q u t : bünn, la^t ftd^ jebod^ ab}icl^en, tfl faum merlHd^ f auerß^ 
unb mit beut ^(eifd^e genießbar. SHe ^rbe ifi »ad^dgelb, an ber Bovi^ 
nenfeite flarl rotl^gefledt unb punltirt, bidn^ellen um ben Stiel ffttm 
fd^fln rofenrotl^ angelaufen, aud^ bemerft mau ^e unb ba unbeutü^ 
mei^e ^unlte. 2er SDuft ifl »etllid^ unb bünn« 

gleifd^: l^eOgelb, etwa« l^firtli^ überfliegenb faftig, oon f&gem 
aromatifd^en eblen ®efd^mad(. 

Stein: lödt fid^ in guten Sommern 9öQig oom ^eifd^e, inbem 
naBtalten 3a^re 1860 mar bied freilid^ nid^t ber gaU Seine ^orm unb 
®röge ift oben ge)eid^net S)ie flad^en 9tüdEetdanten fie|ett mett oon^ 
einanber, bie 9RitteItante iß nad^ bem Stietenbe ju etiDaft rou^, bie 
Saud^Ianten ftnb nad^ ber Singe l^in meifi vermad^fen unb fd^orf^ bie 
SadCen raul^, fd^mad^ afterlantig. 

9ieife unb Stugung: bie ^d^t reift nad^ ber aRitte Sept, meiß 
gleid^geitig mit ber ®emei»en 3n^etfd^ 9lm rtoMift frAl^er mb oerbiest 
ab eine etnmft fp&tere, fd^bne, groge, gute ^d^t tiielfad^, angepflanit 
|U merben. Sie l^&ngt feji am Stiele unb f&Qt fd^mer nom Saume, 
auf meld^em fie fi6er)eitig meid^ unb gefd^madCtod mirb, megl^alb bie n(4 
unb uad^ reifenben gfrttd^te SvA\^wffiMtn oertangeu. 

(Sigenfd^aften beft Saumed: ber Saum mad^t freubig,mirb 
}iemttd^ grol, treibt weniger flarl abfte^enbe SIefle, ate bie ©eCbe Seruftu 
lemilpflaume unb trug oud^ fd^n oft in SReiningen red^t x>o\L — SHe 
S mm er)n)eige ftnb giemlid^ fiarl, Diolettbraun^ auf ber Sdbottenfeile 
grfinlid^, etmad ffatfig unb dou itnofpe )u ftnofi)e lanttg, glatt Sl&tter 
^o| eiförmi(( ober t)erle|ftrt eirunb (oval ober umgele^rt eiförmig, O.J o^ 
boppelt aber lurj, oft aud§ {l&r!er jugefpigt mit l^albaufgefegter Spiti; 
^elerbtgeial^nt, oft boppelt, aber fiumpf gejai^nt^geferbt, ober^ali %M, 
unterhalb bel^aart, flarl runjelig unb am 9{anbe meSenfSrmtg, ait$ 
meifiend fid^elförmig gebogen* SlattfUel fiart unb fleif, ^rf iel^aatt 
Diolettroti^ , oft gmeibrflfig« 9lm ^d^tl^olge finb bie 9l&tter nadb bem 
Stiele ju oft flarf feilförmig oerfd^mälert, meniger fiarf rutt}eUg nnb 
bie meHenförmigen Siegungen am SNTanbe fallen ftart in bie Xugen. 






1 : ~ I, S. A.i SaiMluiiniatt. fiiutf^c, bliRU ^. 
S: — 1,1. Ab. 




jptamantpllaati». • Sfnf. $cpt 

ficimat^ uab aSottommta: ifl ntuece essttf^t gru^t trab 
M^ bn oon 3)on)iitng, naii^ Xliomfo«, gesebaun 91a<^ric|t et^ogen 
von ein«« ettglfinbec tn Jt«nt, JUanetA XHamonb, tsonia^ Tte 3)tamonb&' 
Pflaume ^|ni foSU. Siegel eci^elt bie ®orte von j^etm ^fanet fl»!^, 
fifl^erett ©ehetfir btr ®oÜfaec @artcnbuigefellf(i^ft ®te ^ ^oupt* 
jJb^Ud^ nuc neem @rSge tinb aagnorboitlU^ XiagbaTleit für ben 
SRaxtt SBert^, ba ba« gfleifc^ unabUtflg ifi unb etioal fiO^ tcodm »icb. 
2)im| rü^ ^Og fie im äRomiale ol« eine ber beßen )iun Sinmoc^en 
lutb f&t bie Ä&i^e, )u nKle^em Qwtdt it^ fie no^ ni^l «cnoatibt ^e. 
SRein 9)d& eci^ielt i^ von Söbifei inane|ii>en, unb flammt n)o(|[ todtei 
aon 9[. Sootl^ ju Hamburg. 

£itccaturunbejRoni)ine:SieaeIIIL@.b?,9)t.67.£UXlam)UittifUiuine, 
Xtamtfitb. — S>ittT. n. @. 235 ; l)tf{enOoit>Sa6. Itr. 37; 14dntnD([tiU9iegeI|d^e 
^w^t p frin, bi< bnii^ l^cnm Vo^itoc^ bann mritci M^mt mfonbt »ftit. 
2)tttrt4 tT^itlt bie ^XMift oom (ofgitvtiMT ffietnct tu 6<&bn^auftn sti SScrlin unb 
citiilCpMa.n. 2.$(ft e.l20, mofe DonWetati M^tictoi fri; baib-C-Sob. 
neue Hufl. 4. 6ecl., 9. Sief. gibt gute letmtli^c SttbUbung. St Urint olft Sia> 
ntontv^aunte aui^ eint anbne nicbt blaue Siuc^t |u ge^m. 2)n Sonbonn Satol. 
e. 163, St. Se, Xoisning 6. 298 unb SnnnonB 6. 166, Ni. 39 ^oben inbe( 
unter bem 31amnt S)tamanb eine bCaue gnu^t Sta^ SlonningSSefi^cibungtami 
mim nitbt inriftlti, hai tx imfere grui^t (»tte, bie et olS nenig gut, son lu 
ttoitnnit gMl<(e imb rnnbui^erBbennt^DOlIbeielitnet. einctoenigjlendAtnIiqe 



308 



ntAt ;at b«r X.OA. XX, Xttf 22 M (Btote3o^4«r 9^U^ ^ etneBcffm 

:u^t - - . . ^ 



unb möglich nur ein gar groftcd 9s^mp(ar ber Stolientf^en 3n><tf(l^e ifL Ctnc 
)iamantpf[aiiine, bie xd^ von $erm 2)ire!tor grtdert gu 8redlau erhielt, mar ^onbl 
6&mling, ber alfo oieKeic^t mit obiger in Sngtanb fc^on oenvec^feU »trb. 

® eftalt: ^tud^t groB; nad^ fitegel 1%'' i^o^ 1%" bid unb loitm 
iDeniger breit ^ ffcMz f^rüd^te von mel^r a(d 2" $ö^e unb au(i^S>oiDniii9 
bejeid^net bie ^d^taU fel^r grog; bei {lotler S^ragbarteit be« Saume« 
ober Ratten fte bie t)on Siegel ongegebene ®rö§e. ®efiatt ifi mal, na^ 
bem 6tie( nur wenig fifitfer abnel^ntenb ; 9tü(f en utib Soud^ {tnb )iem« 
lid^ gleid^ erhoben; bie ft&rlf}e Sreite liegt in ber 9ßitte; bie etoaft oet' 
tiefte ^rd^e tl^eilt aOermeift ungleid^ unb brüdtt benSiüden et]oaft;ber 
Stempelpuntt Hegt flad^ auf ber SRitte ber @pl|e« 

6tiel: 9'" lang, bftnn, la^I, fi^t in tiefer aufgebogener, no^ 
ber ^urd^e^in oft f;>altartig fld^ bffnenber ^öl^Iung. 

S)ie 1^* a r b e ber bidten (eid^ft ab)ie^baren ^aut ift f d^iDar}6Iau unb 
bemertt man golbfarbene fünfte ^efyc menig. S>er l^eflbl&ulid^e S>ttft Gegt 
bid auf. 

S)aft $Ieifd^ ifl gelb, nid^tju fafiteid^, ja mirb leidet felbfl etoa« 
trodlen unb ifi 9on ffl^einfäuerlid^em (Sefd^madCe, 

S)er @tein ifi nad^ Sieget nid^t gut ablödttd^, mar eft bei mir gar 
nid^t, ifl 1'' ^od^, T'' breit, faß ö'^bidt, fafl flad^bodRg, tiendid^ ran|, 
onat, bod^ nad^ ber DorgefdtK>benen, siemlid^ fnrjen, fafl nid^t abgefhtmi4' 
ten etielfpite ftftrfer abnel^enb, oft aud^ ^iemlid^ eDi^itifd^. Ueberbie 
aRitte beft eteinis Uuft eine flarte aftertante; »audbfurd^e jiemlid^ fUaS, 
9{fidten{anten flttnq)f, bie SKittelf ante fifirler erhoben unb mand^mal fd^orf. 

9leif)eit unb Slu^ung: jettigt im U 2)ritte( beft 6ept ^ 
bei ®rbge unb reid^er Xiragbarteit gute 9tarttfrud|t 

S>er S3a um l^at (räftige Vegetation, fi^t fd^on in ber Saumf^nle 
^Aufig uoD, unb trftgt auftgeppan^t fafl i&^Iid^ ooQ. triebe finb fd^iKu|ig 
braun, fiar{ fllberl^äutig , gerabe htt) meid^l^aarig. Ofatt grog, oben 
lal^t bunfelgrfin, gl&njenb, runjlig, eiooal, ^Suftg gau) ot)a{. Slott« 
füel Keinbr&flg; Sbtgen gro|, fafl anttegenb, augentrfiger ^od^, ri;^ 

X nm. 9lad^ Siegel ifl i^r ft^id^ ber Sttibling von e^ropf^tte, ber mir n»^ > 
nic^i trug. 

^ Cberbieif. 



399 

No. 86. KthMn äliftf^t. i : — 1, 2. A. ^amaUtntnatüqt Btoetf^c, »loue gr. 

6: — I, 1. B b. 





i^eimatl^ unbSBorrommcn: Siegel erhielt biefe ^^ruc^t Don $rn. 
Sörgenneifler 9lo§9 gu Sd^önberg In aJlä^ren* 3[t ftü^ereti homologen 
titelt be!aiint getoefen unb iDo^t eine neuere ^ruc^t. f^rfll^jeitigleit unb 
Xragbarfeit machen i^ren ^auptroert^ Qu8, au^ gleld^t fte ni(^t foroo^t 
ben eigentli^en 3n)etfd^en, ald ftet)ielme^r ben Pflaumen SJ^nlid^er fielet 
SReitt 9leiS erhielt i($ von Sieget. 

Siteraiur unb 69non9me: 2te(|e( IL 6. 86 9}r. 118 unter obigem Spanten. 

®^^aU: ^at nad^ Siegel fo giemlic^ bie ©rö^e, %oxm unb f^arbe 
ber ^auAjmetfd^e, V* 4"' Q'i^t, 1'' S)i(fe unb Sreite, ^orm regelm&gig 
eiförmig. Sefttired iß, naü^ obiger f$igur au^ bei mir ber 3<^0, unb 
bie ©röge fibertraf bad angegebene 9Rag nid§t t)iel, aber bie ^audjmetfd^e 
ifi in lieftger @egenb nie eifSrmig. S)ie ^urd^e gegen baft ®efid^t 
gehalten erfd^eint obige f^rud^t etroa« l^erjf Örmg ; am Stiele ifl fle abge# 
runbet unb laum abgeflumpft; nad^ ber B^ii^ ^xn fpi^ runb. ^urd^e flad^, 
oft nur eine fiinie, brfldtt ben 3lM^n etwa«, aber biefer ifl bod^ mel^r 
erhoben aU ber Saud^. ®egen ben Stiel l^in mirb bie flfurd^e etwa« 
vertieft unb t^eUt nur etmaft ungleid^. iCer Stempefpunlt jt^t unoertieft 
auf ber Spi^e. 

@tie( lang, gerabe, 10"' ^od^, bfinn, fa^I, ft^t in etroaft audge» 
fc^meifter $ö^(ung. 



400 

%axbe bec hxdm, i&^tn, etmaft fftuetlid^en, gut a6}ie^6areii $aut 
ift bun!e(6[au, einjelne SteDen bleiben mel^r rotl^btau« @o(bfarbme 
fünfte fxnben ^li) ia^Ireid^ unb ni(^t feiten audg Sebetfleden. S)er S)uft 
iß bflnn unb blaulid^. 

S)ad gleifd^ ifl g^fintid^ ^Ob, mei(^, fafttg, oon fügem, red^tan« 
genel^men ©efd^mode, ber inbeg bem ©ejd^ntad ber ^auftsmetfä^e »cit 
m6)^^^t, mie aud^ baft f^teifd^ ml meid^ec ifl. 

SDer ©tein (öfet ^x^ nid^t 90m gleifd^e, ifl 10"' ^od^, 5 breit, 
4 bidt , t)erf d[|oben eUiptif d^ , ber Soud^ nad^ ber fd^arfen 6pi^, bec 
SR fidlen nad^ bem etmaft abgeßumpften Stielenbe l^in flftr!er Dortretenb; 
SSaud^furd^e eng unb feid^t; Saden l^od^, foft glatt, fein aftertontig, 
SRüdlenlanten flumpf unb breit, bie 9Vlittellante ergebt ftd^ etmaft unb 
ifl fein fd^arf. 

Steifjeit unb 9lu^ung: reift nad^ Siegel @nbe Stugttfluttbim 
erflen S)rittel bed @eptentber. (Sinntal l^abe id^ bie 9ieif)eit gleid^jeitig 
mit ber 93ioletten S)atlel)n)etfd^e notirt, einmal gleid^ nad^ ber Slot^en 
@ierpf(aume. Steift alfo allerbingA merllid^ frfil^er als bie £auft)iDetfi^e, 
ifl aber im ©anjen entbel^rlid^. 

5Der Saum l^at fraftigen SBud^ft, treibt feine 3[efle abfiel^enb unb 
mar oud^ bei mir red^t frud^tbar. 2:riebe gerabe, an ber Sonnenfeite 
braungrau, mit gebrod^enem @ilber^äuld^en belegt, lurj meid^^aarig. 
93latt groB, länglid^ eiförmig, bidmdlen runblid^ eifbrmig, etmad }uge' 
fpi^t, meifl l^&ngenb unb f(ad^, oben la^l, aud^ unten nur menig be^iaort. 
Slattfliel l^at nur biömeilen fleine, mit bem Statte oerbunbene Srufen. 
9lugen abflel^enb, !egelförmig, Slugenträger magig ^0^, ungerippt 

9(nm. ^urc^ i|re ^orm unb bie bel^aarien^nebr utiterfc^eibet fte {t(& lei^t 
Don anbern frühen Swetfdjen. 

Dberbted. 



No. 87. RmitlM« StPttMe. 1 : —1. 2- fl-; ©omo(c«iien«rt. Smrtf^e, wöif 
6:— I, 2. B b. 




fiminbiAf 3»ttf4t' * iSnbt stug., Snf. etpt- 

^eimat^ uttb SGottommen: Siegel erjog biefe f^iuc^tauS bem 
©teilte ber 3)ürelle neuen groEien B'»^f<$^ u>i'^ raibmete fie bem Qecm 
¥eter ©ott^arb aJIo^etbÖd, ©^affner unb gorftmeifter im ©tifte Sam< 
bad^ in Oeftetreid^. SJidn 9{eii er(|ielt id(i sott Siegel. 3)te ©oite jeigt 
ftd^ auc^ bei mir reic^ tiagbar, ieboc^ oon @äte unb ©efc^mad roenig 
mertliooa unb ift, ba fie [^on in mannen unb (älteren 3(it)cen bei mit 
ttu0, fon)o(il auf ^robejnieigen alfi auf jungen ^oc^ftfimmen, menigfitena 
für nötblic^ere ©egenben oline reiJiten SBeill^. Siegel fc{t fie •'. 

Sitttaturunbe^nonemcfiieaeinL 6. 62 91r.353. SKoqerb&dlSioeHtee. 
Sie fonnnt in feinem Snjeit^niffe au^ aU Xtoqnb&de rot^e 3iDt>f4* oot. Saä 
3)-0.6ab., 9tfuc 9ufl., 4. 6tlt., 3. Eitf fliebt unlenntlii^e obn fa[|d|c Blbtlbung. 

@eftalt: i"7'" E)oc^, l"-5'" bid unb etmas meniger biett. ©e« 
flalt ooal, on beibeit Snben jiemlicfi abgeflumpft, bei grÖBte 3)UTC^me|fec 
jiemlic^ in bei Snitte, oft iebod^ auc^ etnaa me^r na^ bem Stempel* 
punFte E)in. 3)ec Saud) ifl etmaft me^T ec^oben, alfl ber di&dm. S)er 
©tempelpunit liegt nur menig vertieft, nii^t auf ber 3nitte ber Spi^t. 

©tiel: 9'" lang, bei mir oft auÄi nur T, ftarl be^aoti, bid, ftgt 
meiftm« in tiefer ^ölile. 

garbe ber biden, jä^en, abjielibaren^autifl braunrot^, mitgolb' 
farbenen $untten unb mand^mal bunlltn ©treijen befe^t- S)er ^uft 
ifi ^cDbliSutid^ unb bünn. 



402 

S)ad %lt\]6) i^naüi Siegel l^eUgelb, l^ftttti^,^fil&tt)enb, oon fft^em, 
erhabenen ®ef(j^matfe. 3(| fanb eft l^ier fa^ golbgelb, hoä) nid^t etgatt# 
lic^ {äg unb oft etiOQö fd^mierig, aud^ ntd^t immer oom @tdne abUftßd^. 
am meifien ablöftlid^ , au(| oon etmaft befferem Qkfd^made mar eft in 
bem feudalem unb falten @ommer 1860, unb mU ber Saum atfo oieU 
leidet etmaft feud^t {leiten. 

SDer Stein ifi 9'^' ^od^, 6 breit, 4 bid, nad^ Sieget ctblM^, 
etmaft oerfd^oben ooa(, fo ba^ namentlid^ ber Städten nad^ bem BüiU 
enbe l^in flarf aber bad Ooa( oortritt; nad^ ber 6pi^ ift er tur}, 
fd^arffpil, am ®tielenbe giemtid^ abgeffat^t, etmaft )adig; Saud^furd^emeit; 
9RittelIante bed 9läd(enft tritt beträd^ttid^ t)or; »adten )iemlid^ rau^r 
afterbntig* 

Steifheit unb 92u^ung: geitigt nad^ Siegel Gnbe Xugufi, bd 
mir einige Zage fp&ter mit ber 9tot^en (Slerpflaume unb ®roBeii Keine« 
claube. ®d^eint nur ium 9tol^genuB brand^bar. 

S)er Saum l^at flarten 9Bud^ft, i{t reid^ tragbar unb mirb na^l 
Siegel grog. Sommergmeige etmaft ßuftg, mdd^oarig, braunrot^ ; Statt 
grog, ODal, oben fal^t ; 9lugen aufredet fte^enb ; augentr&ger ^od^, gerippt. 

Dberbied. 



403 

No. 88. (SütttUn\\Htt e^iSivg* l: — I,2.G. SomaScenenanige Sn^tfd^^ 9«^ 

gtu(it. «:— I, 3. C b. 




Heimat; unb »otlommen: fie »ar (cmgc geit biefrtttfte oon offen fflau« 
men itnb i^ aU@iata(onif(^e fflaume, FninsB C«taloDioA Catalana, 
Catelana, Prane Oatalane, Castelane? fd^on I&nget belonnt SRan (at 
fie lebod^ mel^rfa<( mit bem@em einen gelben 6p i ( ling oerweti^felt unb i^ren 
SBert^ bamii ^fxah^e]t%t 6te ift aUt in guten Sagten rcd^t wo^lfd^med enb unb 
netbtent wegen i^ter frfl^en Steife, in wek^ec i(r nur gmei Don £iegel aud i^rem 
Cttcitte neu et}ogenen @orten, bie^rieb^eimfi totl^e 2)ama<cene unbBion* 
htdi rot^e^rfi^gioetfc^ebenSlangfheitig molken, in iebemOosUn eine etefle. 

Sitetatur unb S^nonpme: ^u^amellL 6.102 tab.I.: Prane janne 
haüTa, Prane de Oatalogne, @el(e fvft^e IßfCaume, Giotalonifc^e 
9flattnte ber Uebetfetev. — Pom. Aosiriao. 6. 40. tab. 192. — Pom. Francon, 
6. 120 tab. 3, ^ier nur etmai gu fka?! abne^menb nac^ bem 6tie(e gu, audbnirft 

Ite SRajer mit bem ®emetnen. gelben epiffing, 6pmbelf5 rmige n Pflaume Pnuiaa 
Btea, Beobsteln gufammen. — S^eSgt. ei(f(ec im %.ü.®. Vlu. 6. 319. tab. 18. 
tnfofetn, aM ev ben (Selben 6piSing Pnrne jaane hative nennt. — 9u(^ ^§rift 
tot beibe nic^t getrennt, bad im^anbb. 6. 703 beigegebene 69n. Pr6coee Ueb 
er im $b»6. 6. 377 »eg unb fügte bafflr Prane d^aToine ^intu. — Son Q(fln> 
berobe unb 99orI(aufen 6. 74 rügten bereits bie erwftbnte Sermecptblung, bilbeten 
bie %tud)t audf re^t ^^hn, bo(b am 6tiele |u runblic^ ab. — Genauer befd^neb 
fie fpfiier £iege( 11.6. 106 9{r.41 unbiy.6.62.^69nonnme{inbno4 Prane 
janne pr^coee, jtleine gelbe ^rfl^pfUnme, fiirfc^felb; Jean wbite, 
fRiOer; Tbe earlywhite Plnm imSngL, na^eidfler, oad ober (^atat. Sonb. 
nid^t me^r ^at, berne bagegen auf|A^U ald Janne hatire mit ben 69n. Janne 
de Catalogne, DeOatalogne, Gatalonian, WhitePrimordian, Am- 
berPrimordian, Saint Barnab6unbd*AToine. S)omning fügt bief en no4 
EarljTellow ^inju 6.279 unb ^ogg im SXanual Ceritette blanehe, Arant 



404 , 

pnine blanche London Plom iinb Piekei^B Juli. — fßitfil no^ 2)iitr. IL 6. 261 ; 
CBerb. 6. 472, in beffen ®egenb bet »oum »entg trug; ^o^na^KG. 114; 6d|« 
mann $oni. 6. 103. 

©eftalt: eirunb (eifdrorig, D.'), (idneilen faft eiförmig (oool O.), vm ben 
6tempelpun!t flac^ a^gerunbet, na^ htm Stiele gu {hmtpfjugefpitt, (nie fte o»! 
^u^amel unb SRapet }ei(^neten> ^üdtn unb IBauc^ flnb gteid^ erhoben, et»ai 
unterhalb ber äßitte nac^ bem Stiele. gu ifl bie^d^t am fIMfien. Cie ill 9on 
Siegel als !lein, 1" ^o4, 10"' bic! unb ehoad »eniger bveit, bidweiCen fe^t Hein 
befc^rieben, tttti^t ober (ei mir oft bie obengeseid^nete (Srö^e. IDie gfunl^ brfiitt 
ben dlüdtn nur eimad nac^ bem Stiele ju, unb f^neibet ein »enig nad^ bem Stern» 
pelpunite ^in ein, t^eilt auc^ meift ungleich* — Stempe(pun!t !lein, grau, in ber 
SRitte ber Spi|e ober etwas feitm&rtd in einer fleinen Vertiefung ^e^enb. 

Stiel: Md 8'" lang, bcroftet, fetnbe^aart, in feister $5^le, auf ber ffeinm 
auf ber einen Seite nod^ etwad me^r erhobenen S|)i|e. 

$aut burc^fc^einenb, fo ba( bie gleifti^fafern bgrunter bemerfliüb »erben, oo« 
Sarbe erbfengelb mit unbeutlid^en »eitli<j^en $UnIten, babei vei^Iic^ oflnn bebuftd. 

%Uii^: neilgelb, etnad fefi, bod^ aiemlic^ faftig, md^ig ffl|, gut ausgereift 
rec^t mo^[f(^me(f enb unb angenel^m fiarfümirt rie^enb, in fc^lec^ten Sommern freilii( 
etmaS matt. 

Stein: obllig lödlid^, bo<^ bleiben einige 'Jafem an i^m haften. Seine ^orm 
unb ®rö(e ifi oben gejeic^net, bie Sacfen ftnb etmad rau^, fc^mad^ afterfontig, 
bie jtanten flac^, nur roenig fc^arf. 

Steife unb 9lu(ung: bie ^tud^t reift no^ }ur jtirfd^engeit, (Enbe SuTs 
ober Inf angdXugufl, bidmeilen attil|8 2:age f pAter unb burd( bteftfrft§e9letfe»iib 
fie fo mert^ooKmie auc^ bie obengenannten beiben, benenft^^alb bie9lot|e3ltec» 
tarineaufd^üe^t, att4etnige2;agefpftter bieg o^anni 8 pflaume. Z)ef bernorfie« 
genben ft^nlid^e ©emeine gelbe Spilling (menigftenS bie in (iefiger Oegenb fo 
benannte, ftc^ bur^ äBurjelauSlftufer fortpflanjenbe Slrt) reift 8 2;age nai^ i^r, unter« 
f^eibet ftc^ bur^ feine mel^r Iftngli^e (eiförmige) ®e{ialt unb ^b^er geCbe S«iH 
ift eine oom Steine lödli^e, nid^t oenoerfUc^e ^cu^t (weit beffet unb großer ott 
£iegeB 2)oppelter Spilling), nur feine ^aut i^ merTli^ ffttterli4. 

@igenf($aften bed Saumeg: biefer mac^t ein feined ga^mei 0emA((ft mit 
bflnnen jcrbred^Hc^en S^ix^tn, bleibt Hein unb ift auc^ frud^tbar, boc^ nur bei 
S($ut, benn er ift gegen itAlte cmpfinblic^. ^ie Sommergmeige ftnb 9et^ 
paarig, graubraun, auf ber Sonnenfeile rot^braun, ftlber^ftutig gefledt unbpunltixt 
2)ie mittleren Blatter an benfelbcn ftnb mittelgrogf lang unb fd^mal, nonSors 
lan)ettf5rmig, nadi beiben (Snben fafi gUid^ |uge(pt(t fiad^, b&nn, mci^, fcnge» 
rippt, o^e ^ar!e Slunjeln, unterfeitS me^r ald oberhalb fein behaart. S>te obcm 
glatter flnb am Stiele mel^r abgerunbet, wogegen bie unteren unb bie bed Sru4t- 
(olged j^or! feilfbrmig na4 bem Stiele au oerf^mftlert, oud^ öfters breiter unb 
lür^er sugefpift ftnb, fo ba| bie größte »reite im oorbem ^Drittel liegt 91 att« 
ftiele mit 1—2 fleinen ^xU^tn. 

5a §n. 



405 
Nr. 89. fiMfi nrif Sii)itt. u —l^ZCrt ^cmai^ctntnatt Srotüi^t, gcI6e %t. 





|t0Oki neue fhfXt* * ober faft • * axitte Sag. 

Seimat^ uitb SBorfornwen: Siegel etjog biefe ^ntd^t in jiDeiter 
Generation wn ber ^ol^anniftpffanme, unb benannte fte nad^ feinem 
pomoCogifi^en ^^reunbe, ^etm ^latttagen^dnfpeftor ftoot )u Sfieubtann^ 
felft in 3:eraft in aUnecila. SRein Steift erl^ielt i^ non Siegel S)ie fei^r 
tragbare Sorte oerbient Xnban« 

Siicratur: Siegel m. 6. 67 9lt* d5K $eft HL 6. 164 nennt er {le au(( 
ftoofö gette S)iapce. 

@eßalt: mitte(gro|, IVs" ^o4 lä"' bid, etmaft weniger breit 
3n ben l^ci^n nnb bflnen^a^en 1858 unb 59 »aren bie^rfid^bei 
mir 2 Sinien weniger l^o^ alt obi^e gigur unb entfpred^enb weniger 
breit, ©efiatt ooa(, gegen ben Stiel faum merKid^ oeiifingt, bie grd^te 
Sreite liegt in ber SRitte. Stflden unb Soud^ ftnb gteid^ erl^oben, oft 
jebod^ tritt aud^ ber Stfiden nad^ bem Stiele ^in etmad aufgeworfen 
^emor, fo bo^ bie Seitenanfid^t bie größte Sreite etwa« nad^ bem Stiele 
l^in l^at. S)ie ^urd^e brfidt ben Mdm etwad, unb t^eilt giemtiti^ gteid^. 
3>er Stempelpunft liegt auf ber Spi^e unoertieft. 

Stiel: 10''' lang, bfinn, bi^aait, fledt in feid^ter £ö^(e in ber 
aRitte ber ^d^t. 

£aut: bttnn, nid^t gut ab)ie^bar, nid^t fäuerlid^, grflnlid^ gelb, 
jule^t ganj gelb, mit Keinen weisen unb rotl^en fünften, nacfi Siegel 
mand^mal aud^ rotten ^ledten unb Streifen gejiert, waft id; ^ier nod^ 



406 

nid^t \a^, wo aud^ bie ^äft, f elbft in »ameii S^a^vm, me^ nur grün« 
lid^ gelb blieb. S)er ^uft iß bfinn unb loeiBbläußd^. 

gleif d&: 9rünlid& g^I^, fein, jart, firal^Hfl, nad^ ßieflel faftreic^, non 
fügem^ angenehmen, gen)är}reid^en ©efd^modfe* 3<^ fanb eö elnmd wt* 
niger faftreid^, bod^ füg unb fel^r fd^mad(§aft 

@tein: liegt nad^ Siegel ^ol^l im ^teifd^e, mar bei mir in troif« 
nen 3<^^ren nid^t gut, in feudaleren meifl gut ablöfig, t{t nad^ Siegel 
12''' l^od^, 4 bid, 6 breit, roor bei mir aM ben meifl auc^ nur 16 Sinien 
l^ol^en ^d^ten 9 biö 10'" lang, 5'" breit, 3 bid unb ifl aud^ ber oon 
Siegel mir gefanbte ®tein fo grog. 6r ift giemlid^ eSiptifd^, mit etmaft 
aufgemorfenem Etüden, nad^ bem @tielenbe ][|in etmad t^erjungt unb nur 
menig abgeftugt. Sm fiopfe ^at er ein feined ®pi(d^en. S9aden {{ad^, 
mägig raul^, of t afterf antig , Saud^furd^e meit« ^a^ }adEig, ^fidentan^ 
ten etmaft flad^, bie SRittelfante am flärfflen erl^oben* 

9leif}eit unb Stu^ung: jeitigt im 2. SDrittel bed Sugufi etmad, 
nad^ ber jtönigdpflaume oon 2;ourS, fafl gUtddjeitig mit ber Siolettm 
S)iapre, S)urd^fic^tigen unb ^rfil^en Sietneclaube. 2)ie ^rud^t serfpringt 
im 9tegen ni^t, unb n)irb ftd^er aud^ tarn äßelhn tauglid^ fein. Siegel 
Bejeid^net fie ald eine fd^öne, fafit regulär opole, fe^r gute, no^ fifi^e 
Srud^t, bie l^&ufige äSermel^rung oecbient 

2)er Saum l^at gemäjsigten Srieb unb trägt nitd^ Siegel t>oD, »o« 
fid^ bei mir bereits beflätigte. ©ommertriebe ftufig, behaart, buntel* 
braun, ftarfe triebe giemlid^ l^od^ l^erauf mit grauem @Uber^äutd^en 
faft gan) belegt, ober flatf bamit gefledt. SSlatt mittelgroß, gl&njenb, 
oben fal^l, nad^ li^iegel eiförmig unb fpi^ bei mir eOiptifdl ober breit' 
eUiptifd^, einjeln umgefe^rt eiförmig, mit aufgefegter @pi^e« SlattfHel 
meiftens brflfig mit an ba« Slatt gel^efteten ^ftfen. 8liigen groß, na4 
Siegel aufredet flel^enb unb entfernt fi^enb, ni&^renb id^ fie me^r ob« 
fiel^enb unb gebiängt fanb; Slugrnträger furj. n>ulftia, fd^road^ getippt 

Vtim. Sil gu t^rer Stetfjeit nic^t U'idft mit aitbern 9^4ten ju oenoe^febt. 
S^ie ^eupftomBe (^cft^e grflme gvetf^e) i)l au4 %Ml\^ grfiit, aUx »fit qth^ 
tmb von anderer i^eflalt. 

Dberbied. 



407 

No. 90. 0iltonif9 B^Ctf^t. l: — I, 2. C; Xama^cenenaxt 3»., gelbe gr. 

6: — I, 8. B b. 




(»bortiei 3wetfll|e* * * ©egen (Sobe «ug. 

Qtimat'^ unb Sorlomnten: SHefe ttefflid^e ftfi^e %xu^t erl^ielt 
£tegel oon £rn. SDod^na^l nod^ auii' Sleufiabt an bet ^aarbt , ber in 
feinem %ü^xtv ®. 109 beife^t ^^rantrei^ 1848''. X)et 9lmne unbbet 
Umfianb, boB ber Sonboner 6ata(og bie Sorte aufffll^rt, laffen jebod^ 
auf Utfprung in Snglonb fd^Iie^en. SSerbimt ^ftufisen anban nnb ma^t 
bie i§r A^nlid^e« leboci^ fr&||er reifenbe, vom @teln ni^t abUfige (Selbe 
Srfi^)»dfd^e, oon ber fle mfOetd^t ein edmting iflr n)0^t äberffüfftg. 
SReitt Steift erhielt i^ von Sieget. 

Stteratur unb Cnnoni^me: Siegel m. 6. 68 9{r. 163 unter oMgem 
9laneii. £mib. (SMt 6. 164 9ir. 64. OiibornM mit ben e^nmv^mm Giibornes 
Early unb Patereont. ^od^na^t im Rubrer nennt fte Dpalrunbe 6prenle(f)gaume. 
9tan t^ut ber Homologie einen mefcntKccien Sbxeu% wenn man bie ^o^l ber 92amen 
ni(^t o^neSlott venhebTt, unb ifi bicfeOeneniiung aftn)It(^ftberflft|fig, feMftnic^ 
einmal iraetfmA^igf ba fie auf mehrere grüc^te paffen mürbe. 

eeflalt: IVt'' ^4r IV4" breit unb etmad weniger bidt, bri 
mir von mflgig tragenbem 99aum etmaA grSger, odqI, nad^ oben nnb 
unten fafi gleid^m&gig abnel^menb, Stflden unb Soud^ gleid^ meit aM^ 
gebogen. S)ie größte Sreite liegt in ber 9Ritte, bie Seiten ftnb etmad 
gebrflift, fo bag ber 89au^ }u einer breiten flumpfen Sd^neibe neigt. 
%nxi^t ^adf, brflät'ben diMm menig unb t^eilt etmaft ungteid^. S)er 
etempelpuntt ftfet auf ber 9Ritte ber ©pi^e. 

@tiet: nad^ Siegel fiber 1" lang, mar bei mir etmad lürjer, ifl 



408 

bünn, bi^aaxt, unb ftfet in tiefer auftgebogenet ^i^U, auf ber Stitte 
ber Stielfpi^e. 

$arbe ber biden, a6)ie^6aren $aut ifl anfSngliii^ grätttt(i& %di, 
fpäter toad^figelb. fünfte ftnb loeitifiufig gerfireut unb mentg bemeclbar, 
bagegen finben ftd^ — bei mir nid^t ^fluftg — vit^ü^t fünfte, ^eden 
unb Streifen. 2)er 2)uft ifl bid unb roeifelid^. 

3^aft$$leifd& ifl gelb, faftrei^ conftflent, von ffl^em, ttma^ptx* 
fflmirtent (Befd^mad. 

©er Stein liegt §0^1 im 5Wf*e, ifi 9—10'" ^oc^, 5—6 breit, 
4 bid, bie obere ^älfte nad^ ber Spi^e ^in begrenjt fid^ eDiptif^, mJi 
bem Stietenbe 9er)flngt er ftd^ flflrler )u einer norgefd^obenen , etvaft 
abgefiumpften Spi^, t)on ber einige 9(fterlanten ^eroblaufen. Soden 
rau^, Saud^fürd^e f eid^t, oft jadig, bie breiten flad^en Stfidenfonten a* 
l^ieben ftd^ etwad me^r a(d ber Saud^ unb mirb bie 9litte(tante m^ 
Siegel fd^arf, maft id^ feiten fanb. 

Steifheit unb S^U^ung: jeitigt merHid^ nad^ ber @eI6fn ^ä^' 
}n>etfd^e faft jugleid^ mit ber meinen ^ungfernpflaume unb JtSnigftpflaume, 
meiß erft gegen enbe-flug. S)ie ^md^t jerfpringt im Siegen ni^t, 
^ängt feft am 9anmt unb ifl ber Saum fei^r fmd^tbar« 3fi aQer Sb^ 
pffanjung mertl^, für Xafel unb SRartt. 

S>er Saum l^at (räftigen SBud^ft unb trdgt fletd fd^on in^ber 
Saumfd^ule, fo bag feine ^rud^tbarteit bei mir ftd^ ^inl&ngHd^ bcßitigt 
Sriebe gerabe, für) unb fein behaart, fd^mu^ig braun, an berSd^tnt^ 
feite grün, nad^ unten mit gelblid^em Silber^dutd^en gefledt Statt 
gro^; oben la^l, nad^ Siegel breitlanjettUd^ (mfirbe nad^ unferer Xer« 
minologie l^eigen, umgele^rt (ang eiförmig mit fd^öner Spi^) id^fonb 
ed unten am S^dQ^ fd^ma(, faft breitlanjettlid^ , in ber 9Ritte umge' 
lel^rt eiförmig mit aufgefegter Spifte. Sugen aufreij^t fle^enb, ^dujit 
mel^r abfie^enb, fhimpffpi^. SugentrAger langgerippt« 

9inm. Son ber A^nlic^ geformten ®elben ^^atoetfc^e unterff^toei ilc ^ 
burc^ f festere Steife , betrft^tlic^ ebferen ®ef($macf , ablöftge« ^^^ «nb bie le« 
garten 2;rtebe. OberbieiL 



409 

No. 91. 4^ta)itmtiii Mt4l»ff# Wtmmu i: - n, l. A.; 3»etf(|enari f>wn. 

MaueSr.6: — II, 1. B.a. 




9iti1»imann Ititi^j^of« l^flattme« **t ®nbe 6ept. 

^eimat^ unb 93orIommen: auf ber Spontane 6d(|äfet^of bei 
SZicnburg loar ein abgcbrod^cttet Swetfd^enbaum au« bcr SBurjel wlcber 
au60en}a(j^fen unb ^atte fic^ ein nid|t Btoger^ mirabedenattiger Saum 
gebilbet, ber obige Sorte trug, bie idd mdi bem mir befreunbeten $&d^ter 
ber S)omane; ber ben 93aum ^atte empormad^fen (äffen, benannte* Siegel 
meint, fte neige }u fe^r auf bie tteine Seite; in i^rem urfpjräng^ 
liefen Stanborte, nal^e bei einem SEBaffergraben, mar fie oon nod^ an« 
fe^nli(&er ©röge unb belilatem ©efd^mode, unb aud^, nad^bem x^ fie 
auf frembe Unterlage gebrad^t ^abe, ^at fie nod^ bie obige ®röge. Sie 
)u trorfnen ^abe i^i nod^ ni^t oerf ud[|t, bod^ taugt fte ba)u ^öd[ift ma^r« 
f^einlic^ fe^r. 

SiteratUT unb ei^non^mt: Siegel in. 6. 81 9hr. 176 unter obiger 
IBenenimng. 

©eftalt: ©röfee gibt Siegel an ju 10"' fib^e, W" S)idte, 10''' 
Sreite ; biefe ©rbge fann bie ^tn^t nur bei aQjuooUem 2;ragen beft aOer« 
bingd oft ftro^enb tragenben Saum«, ober in ungünfHger Sage ^aben. 
^if ^atte fie oon obiger ®röge. ^^orm runblid^, jumeUen nad^ bem 
Stiele ein menig oerjängt, ^äufig nad) beiben Seiten giemlidb g(eid^« 
mä^ig gemölbt, ben größten S)urd^meffer in ber 9Ritt6; am Aopfe ifl 
üe mettlid^ gebrfldft, am Stiele etmaft; dtüäm unb Saud^ ftnb gleid^ 
meit aufgebogen, ^ie giemlid^ tiefe ^urd^e brüdft ben 9tAd(en nur menig 
unb t^eilt meiftend gleid^. S)er Stempelpuntt liegt oben in ber SRitte 
fafi unotrtieft 



410 

Stiel: 6"' lang, W, ftfet in feister S^it in her 9Ritte b<r ^udjL 

^arbe ber bannen abstellbaren £aut ift bunteloiolett mit la^l 
reid^en golbfarbenen fünften. S)er Suft tfl meigbfautid^ unb bid 

5Daft e^Uifd^ ifl faft gplbgelb, gart, faftreid^, l^inreid^enb conftflent. 
t)on 2Ud(erfügem, erl^abenen '@ef($mad(e. 

SDer ©tein ifl abld«Ii(i& 8'"l^o<3^, 5*/, breit, 4 bicf, ooal, weld^e 
^orm burd^ bie nad^ bem ©tielenbe ^tn flart unb fd^arf oortretenbe 
äßttteUante bed 9Hid(enft oerborben oirb. 9{ebenlanten bed Studenft ftnb 
flad^, bie Saud^furd^e jiemlid^ tief; ein paar Sfterf anten gießen fid^vom 
@tielenbe l^erab. 

9leif2eit unb ^{ulung: ,)eitigt gegen @nbe, oft 9Ritte @q)t 
nod^ ettoad Dor ber ^audjmetfii^e. f^üv S^afel unb n)o^[ aud^ ^auft^att 

2)er S9aum bleibt jiemlid^ Rein, möd^ an ben Heften balb tnd 
f eined ^rud^t^olj, ifl gefunb unb ftu^erfi frud^bor. 3>ie ©ommerjiDeise 
finb lal^l, nur etwad fluftg, fd^mu|ig violett braunrot^, nad^ unten mit 
@U6erl^äutd^en gefledtt, tl^eitd bamit flberlegt, mit gebr&ngt fi^enba 
9(ugen. S3latt Hein, fle^enb, faft flad^ ausgebreitet, mel^r oval a(d elli|itif(( 
(nad^ Siegel eifSmiig), ftarl runjlig, unten behaart, me^r gelerbt« aU 
gefägt^gejal^nt 0(att{iiel l^fiuftg brfifenlod. Slugen ((ein, furj, bid, flutnpf« 
fpi|, nur etmad abftel^enb. S^räger lurj unb hirj gerippt. 

OberbiedC. 



41 i 

No. 92. 9f oilnirtlll StiMPffwmr. l : — II, l. B. ; ^mctfi^nart. f£)am., toti^e gfr. 

6: — I, 2. B b. 





IFreuibetibetset Tfx^ffiaum. f^aft * * dnbe Suii. 

Qtimat'fy unb SSortommen: biefe fd^äft^ote, ^ter f}et# nod^ oor 
ber Soi^atintfipffaume geitignibe J^tuii^t fanb id^ t)or etioa 25 Sauren im 
Snttdgarten ju ^euben^etg bei Soffum im ^o^aifd^en, mo 9tele groge 
alte ^Pflaumenbäume fianben. 3d& l^abe fte lauiflece 3eit für S)ieU 
^rül^e £ennf)Paume ober ble SRotl^e grül^bamaftcene gehalten; fie untere 
fd^eibet fid^ inbe| bod^ von beiben. S)a ber Gatalonifd^e SpiSing in 
meiner ndrblidgen ©egenb fel^r menig trägt, bie Sol^anniftf^flaume unb 
Stioerft ^rül^pflattme aud^ giemlid^ f Auerlid^ ftnb , nirb Re , menn nid^t 
bie mir nod^ unbetannte von ^lotomft aSerfr&l^efle SRirabelle fte Aber« 
trifft, in meiner (Segenb bie befle friU^eße ^flaumenfntd^t fein, unb ge§t 
felbfi ber Slotl^en e^rfi^bamadcene um mel^rereXage ooran, mit ber fte 
an fid^ jiemlid^ gleid^en Sßertl^ ^t, bie aber bei Obiger ilberfl&ffig mirb« 

£itevatur unb B^nonymc: ^etr Dr. £iege((ai in ber SRonot^fd^r. 1898 
B. 281 unter feiner 9lr. 87 eine von mir erhaltene ^reubenberaer pflaume htri 
f^oroSterifirt, »cU^e von bet obigen bnn^ Steife etil 9Ktte ftngirft vertrieben i% 
3c^ §aite aus bem Sbntdgarten )u greubcnbere 4 Sorten pflaumen, bie id^ buvc| 
3a(Un unterf^ieb, unb »erbe mehrere baoon an Siegel gefanbt ^aben, fo ba| bie 
etoi gebac^ie meine Jtt. 2 fein wirb , bie id^ beim Umzüge ^ier^er oerlor, au^ 
eiitbc9rli(( loar. JDBige finbe ii^ nirgenb bef<l(rieben. 

(Befialt: oval oberlui^ oval, 15—16"' l^od^, 1" 1"' breit unb 
bidE; bie grögte Sreite liegt meiflenft in ber SUtte, am Stiele ift fte 
nur fe^r menig abgefiumpft, am Stenq^elpunft, ber fel^r flod^ vertieft, 
ober o^ne Vertiefung auf ber SRitte ber Gpi^e Hegt, gemnbet S>ie 



§ur$e fe^It ganj ober ifl flaci^, tl^ettt giemlid^ qlAi^ imb brudt ben 
Stüäen nur toenig. SBeniger oolllommene ^rfid^te ftnb oft nur 1 M4 
IV3'" ^<i^^ <ild b^^it, }un)ei(cn faft fo breit alft ^o(^. 

Stiel: 6-8'" lang, jicmlic^i flarf, rofifledifl,- fa^r, fifet in enger 
ftad^ir $ö^(e. 

$arbe ber {iemlid^ flarlen, m($t abjie^baren $aut< ifl in voller 
Steife bunte! braunrot^, bunteloiotett, faft fd^n)är}(i4 an ber Sonnen« 
feite, jtleine unb etmaft gföj^ere gelbtid^e ^(edfd^en ftnben ft<!^ an oielen, 
bod^ nid^t an aOen grüd^ten. S)er S)uft ifl röt^Iid^ ^eOblau. 

3)aft S I ei f d^ ift faß golbgelb, 00m Steine gau) ablöftg, ^inreid^enb 
conftflent, gmetfc^enartig, oon fflgem, burd^ etmaft Säure gehobenem, 
fe^r angenehmen ©efd^made« 

S)er Stein i{l fd^mal ooal, nad^ beiben Snben sugeffri^t, oftfajl 
lanzettförmig; ber dtüdtn ergebt ftd^ nur fe^r menig ftärter, alfi ber 
9au(!^. @c tu 8'" lang, 5 breit, 3 bidC, flad(»badtig , magig ratt|; 
SSaud^furc^e ifl breit, etroad gadfig ; 9iüdtentanten fd^mat unb ^mpf unb 
erl^ebt bie 9RitteIfante {tc^ etmaft. 

Steifheit unb Slu^ung: geitigt gu anfange be4 Slugufi, oft 
fd^on (Snbe ^^uli, fletft nod^ etmaft oor ber 3o^anntftpf(aume unb ber 
äiioerft f^rül^pflaume bei gau} g(ei(!^er Sage, ^ör 2:afel u. 9Rartt fd^ä^bar. 

2)er Saum mSd^M rafd^, mirb giemlid^ gro§, unb trägt faft jä^r* 
Iid& fel^r reid^lid^. Striebe jlart, fafi gerabe, fein behaart, fiarfe on jungen 
Säumen nur nad^ oben ein menig behaart, fo ba^ man ben Saum no^ 
iu bem g(atttriebigen red^nen möd^te. Stärlere SIriebe ftnb mit gelb' 
Hd^em Silber^äutd^en gefledCt. Statt ot)al ober mel^r eOiptifd^, oft }ur 
umgetel^rten (Siform neigenb , fafi flad^ ausgebreitet ," oben gtatt, unten 
behaart, flort runjUg, flad^ unb. fafl geferbt gejal^nt. Sugen bitfbau^ig, 
flumpffpi^, mertlid^ abfte^enb. Sugenträger Hein, fiarf genippt, roooon 
V fiärfere 2;riebe oft ftreifig erfd^einen. Slattfiiet ^at oft feine 2)rufen, 
oft nur je|ir üeine. 

Xnm. Sott bnfe^r ftl^id|en Rotten gfrft^bamadceiie uitterfc^eibet fle fi^ f^on 
baburc^, baifie am Stiele nod^ meniger abgeftuntf^ft x% aliSMefe, befonberd a&er 
burc^ ben 6tein, inbem bte 9tot§e ^rfll^bamadcene einen etmad täqeren u« bi(f «es 
i)«rf(^o6en ooalen 6tein ^at, bie Obige einen fc^mal opalen, faft lan^etUtilcm 80a 
ber gIei4faSd ^b^ft ft^nlic^en 2)ierf4en grül^en $ermpflaume| (bie freili^ bie h^U 
nid^t fein tann, wie benn bie ^^e^ermpflaume oieUeii^t nirgenb me^r &(^t esiftirti, 
unterf^eibet ^e fid^ butd^ 6—8 %age frühere 9ieife bei fibrigend gleitet £agc, atut 
butd^ loenigete Se^aatung ftatter 3^ebe unb etwad fCeinered Siatt. SCud^ bad Slott 
bev anot^tn ^Ibamadcene ift meift mertCi^ größer. Oberdietf. 



413 

No« 93. f^ttni ft9sit<^fltitme» i : — n, l. B. ; Bmetfc^enart. S)am., vot^e ^t. 

6: — II, «. B Ä. 




Qtimatf) unb äSorlommen: Siegel ergogbiefe fel^rgute, red^t 
§dufige ^npflanjung perbienenbe ^üd^t oufk bem @teine ber fiönigft« 
pflaume i)on 2;ourd unb benannte fie nad^ bem um bie Homologie f e^r 
Derbtenten $erm ^eiutid^ Sel^renft )U £taüemänbe bei SfibedC. SRein 
9letd erl^ielt id^ oon Siegel unb jeigte bie Sorte fid^ frül^ unb reidd tragbar. 

£iteraittr unb ^pnonpine: £ie0eIIII.e*9O9lr.314ttntero6i(|em9tamcn. 

©eflalt: bie grud^t iß me^r alft mittelgroß, oud^ grojs, 1'' T'' 
^if, ebenfo breit unb V" weniger bii. S>ie gorm ifl gebrfld(t runb« 
lid^, nad^ beiben Seiten aiemlid^ gleid^förmig abne^menb, bie größte 
Sreite liegt in ber äRitte. Mäm unb S3aud^ ftnb aiemlid^ gleid^mfißig 
erhoben unb bilbet ber 9aud^ eine fhtmpfe Sd^neibe. S)ie Seiten ftnb 
etmaft gebrädtt« €ine merflid^ere ^rd^e }etgt ftd^ nid^t immer , bie menn 
fte nor^anben ifl, ungleid^ t^eilt. 2)er Stempelpunft liegt auf bem 
ftopfe in ber SRitte, aber nid^t auf ber Spifte, inbem fid^ bie S9aud^« 
feite etmaft über i^n ergebt. 

Stiel: mittellang, 7-8'", bünn, lal&t, jtjjtin enger tiefer fib^le. 

fiaut: bicf, leidet ab)iel^bar, mitbid(em, meißbläulid^em S)ufte be^ 
legt, ift oiolettbtau, an ber Sonnfeite fafl fd^marablau* ®olbf arbige 
fünfte finb Aber bie ^d^t meitläufig oert^eilt. 

S)aft gleifd^ ifi gelb, gart, f(!^meljenb, faftreid^, Don fel^r füßem 
erl^aben gemfirgreid^en ©efd^madte. 



414 

S)er 6tein ißablödlt^ 8"'l^o4 7 »reit, 4 Md, ooal, betSIudett 

etmaft über baft Goal aufgebogen, bie größte Breite in ber IRUte. Sie 

Saden finb raul^ unb flad^, bie S3au(^furd^e breit, bie Stfldentanteii 

mertlid^ t)on einanber abgefd^ieben, bie äRittellante enoeitert ftd^ nod^ 

. bem Stiele l^in unb wlib fd^arf. 

9ieif)eitttnb Sluftung: jeitigt nad^ Siegel im falben angitfl, 
gleid^jettig mit ber JtBnigftpf[aume von Zlourft, unb gibt Sieget an, ba| 
fte 1848 fd^on (Snbe ^uU gezeitigt fei 1856, mo mein ^obejiDrig 
fletteooO fa^, fo bag id^ auftpflfiden mu|te, reifte fte bei mir merDi^ 
nad^ ber ftönigftpflaume oon 2:ourft ; biefe jeitigte 25. 9ug«, obige erfl 
4« @ept. unb mar {te ffir meine ®egenb meit fd^a^borer, ol« i^ fldft 
}u frii^ abfaSenbe SRutterfrud^t Sud^ Xrummerft violette Skimaftcene, 
bie aber im Stegen auffprang, maft obige nid^t t^at, reifte fafi mit i|c 
gleid^jeitig* 

S)er S3 aum mSd^ftt rafd^ unb gefunb unb oerfprid^t frfi^e unb rei(t 
reid^e XragbartelL dt f e^t bie Qm^Qt in menig Rümpfen Sinlebt a» 
unb bilbet eine fd^önoersmeigte firone. @ommertriebe gerabe, (ang, ta|C 
Diolettbraun, oft fd^m&r^lid^oiolett, glSnjenb, fein gelblid^ punfürt, wi 
unten etmaft gefledFt. S9(att jiemlid^ grog, mattglänjenb, oben unbehaart, 
an {td^ fafl flad^ ausgebreitet, bodd feiten in feiner f^Iftd^e eben, mrill 
etmad gebre^t ober gebogen, flarl runjiig ; nad^ Siegel eifdrmig, mi^resb 
id^ ed oon ®efialt etmaft oerfd^ieben unb me^r fd^mantenb jmifd^ hxY 
ooa( unb ooaleiförmig fanb, mit Steigung jum SDipttfd^en* S>er 9Iatt« 
{Mel l^at nid^t immer S)r&fen* Singen bid, etnmft baudbig, fürs, flmnpf* 
fpit , etmaft obflel^enb , unten am SmA^e me^r anliegenb , ft|en a>f 
jiemlidü niebrigen Xrftgem, bereu 6eitenrippen meift fifirler ftnb, all 
bie aRittelrippe. 

Knm« 8ott ber i^ ft^Hd^es It5m0<|)flaume oon XouvS tttitecf<|eibet fle M 

t^etld but(( runbete Sonn, »o^( auc^, nad^bem {ie auf fremben Q^nm^fiairai sf 

hxa^t ift, eüoal fpfttere 9%eife, (efonberS aber bur«^ bie fallen Stiebe, Mc jic 

aud^ oon ber il5mQgpf[aume unterfd^eiben. 

Oberbictf 



415 

— -" --■ ■ 

No. 94. li4StitttttÄ»trg«3«*»(8fc.i: — n,i.B.;Swetf(^cnart.S)ttm.,rot§egr, 

6: — n, 2. B a. 




n. Qrttttttenber90 JuAerfttfie* •♦ unb too^i f. Vs «ug. 

^eimatl^ unb 93 orlo muten: ifi ido^I eine böl^mtfd^e ^ud^t 
mtb erhielten Skgel fomol^I, aU id^, B^^S^ ^on bm befannten, itm 
bk Homologie vctbmtm ^rm ^e^erm oon Srauttenberg , bamato 
»oi^n^aft }u SöJ^ifd^Seipa, ie|t voo^l n>ieber )u $tag. 3ft eine eble. 
^(|t, beren SBoum aud^ l^iet tragbar gn fem fd^int, unb nHrb, nad(^ 
Sefd^ffenl^eit beft ^^leifd^ei^ fid^ ftci^er au(| gut trodnen lojfen. 

Siletatnt unb 09non9me: Siegel IT. 6. 40 unter obigem Jtcantn tmbi 
92s; 252. IIV1knbti4 faate mir ^r. fßaxon r>, ^rauttenberg bei feiner Slnwefen^eit in 
fBieiSboben pn $omou>aent>erfamm(iing 1858, ba$ fte au^ ^onigjwetfd^e genannt 
»erbe« Ob bie gru^t tn Sö^men fc^on lAnger befannt if^ »ei| ic^ nid^t. ^{l 
Siegel fie IT. 6, 40 unter ben SBa^ren ^amadcenen auffahrt, ift no^I bur($ 
Srntng 0ef(^e$en, ba er fie in berUeberfid^tlY. @. 66 unter ben 3n>etf4enartigen 
S)oinadcenen mit auf^^lt. 

©efialt: wittelgrofe, IV4" l^od^ unb bidt, 13"' breit unb auffattenb 
bider ald breit ©eftalt nad) Siegel gebrfldCt^runb unb l^atte id^ {te 
ond^ fo (obeue^ig. a), io^ me^rmald aud^ fd^on in berSRe^jal^I ber 
aUerbingft nod^ nid^t ^a^Ireid^ Dotl^anbenen ^rfid^te nad^ beut Stiele 
ttfßoM ftfirler abnel^ntenb, n^ie ^g. b. älm jtopfe i{i fie flarl gebrfidCt^ 
am Stiele oft n)eniger; bie größte S)id(e liegt meift in ber 3Ritte. S)er 
Stfiden ifi etn)ad flärler audgebogen aU ber ä3aud^ unb n)irb burd^ bie 
etnaft t)eTtiefte f^urd^e gebrflcit. S)er groge <Stempelpuntt liegt in ber 
aRitte ber ®p\%t ettoad oertieft. 

^Hv^TittH «aabfeu^ ber Obflfante. III. 27 



416 

@tiel: flarl, behaart, na$ Siegel 6"' lang, bei mir etioaft Utitgap, 
fifet in feid^ter SBertiefung^ 

^aut: bünn, abjiel^bar, n)enig f&uerli^, nad^ Siegel bunlel tot^ 
braun, bei mir menigfienß fleüetimeife f(i^m&r)li<i^ braun, fo bo^ \äf Üe 
%tnil^t mol^l unter bie blauen gefegt l^ätte. 2)er l^eObtaue S)itft ifl 
bflnn* ®olbfarbene $unlte geigen fid^ mS^ig l^&ufig. 

f^leifd^: fafl golbgelb inft @rilnlid^e fpielenb, faftreid^ )art, ii 
DoDer Steife t)on gudCerfügem, eblen ®efd^mad!e. 

Stein: na<$ Siegel nid^t gut lödlid^, mar bei mir ablftftg, iflsienu 
lld^ flad^badig, ooal, bod^ nad^ bem @tielenbe etmaft Derjttngt unb ftempf 
gugefpigt, raul^, fiarl afterfantig« SSaud^furd^e giemlid^ flarf, 9ifidteirfattten 
fd^mal, unter benen bie SRittellante ftd^ etmad etl^ebt unb faft fd^ 
mirb; bie größte S)id(e liegt aQermeifi nad^ bem Stielenbe ^vu 

9teif)eit unb Slu^ung: geitigt nadg Siegel im l^atben anguP, 
bei mir etmaft fpäter, unb nur 1859 um 15. 3lugufl« $at 9Bert| fftr 
bie 5£afel unb tomn ber Saum, mie bei fafl aOen berartigen (letnai 
$rad[|ten ber %oXi i{l, fel^r tragbar ifl, mirb fte aud^ 9ßert^ f&r be« 
jßaudl^alt l^aben. 

S)er Saum m&d^dt in ber Saumfd^ule augerfl flarf, fd^eint aber 

im Sßud^fe balb nad^gulaffen unb balb fmd^tbar gu merben« Sommer 

triebe lang, fai^l, piolettbraun , mft^ig, bod^ an flarf en Zriebm no^ 

unten fiarf mit @ilber^&utd^en geftedCt, etmad ftuftg. Slatt mittdgroft, 

an ftarlen 2;rieben grog, bunfelgrfin, mattgl&ngenb, oben glatt, unten 

nid^t flarf bel^aart, f[ad^, breiteHiptifd^ ober eOiptifd^, unten am ßmeige 

me^r gur Sangettform, oben me^r gum Dval neigenb. 9ugen Rein, bül, 

flumpffpi^, nur menig abflel^enb, oft anliegenb, ftgen auf flarfen , faft 

nid^t gerippten Slugenträgem. 

OberbiedC. 



417 
M 95. j^a|fnrt9 Sünifl^^iflaiimr. i: - n.i.B.j Sroetfdjenart. a)am. rot^egfr, 

6 : — n, B (A) a. 




$af ners IRSnigspflattine* gap •• enbc «ug. «nf. «ept. 

i&eimatl^ itnb Sorlommen: Siegel erjog biefe ^$t auö bem 
Steine bet JtSnigftpftauine PonXourd unb iDibmete fte ben pomologif^en 
ISetbietiften ber @ebrflber ^affner gu ftaboljburg bei Slflmberg. äRein 
Steift eid^ielt id^ t^on Siegel. 

Siteraiur unb 69non9me:2ie9eliy.6.2Ö9hr.374ttiite« obigem 9lamen 

©eflolt: grud&t na^ Siegel mittelßrofe, IV2" ^o*r 1 Sinie 
weniger breit unb V^'^toenigerbicf ols breit. Qd^ l^otte fie aud^ fo groß, 
bod^ 1860, toie obige ^^igur )eigt, größer, unb Siegel fanbte mir eine 
^eid^nung Don 2f' $d^e unb 2''' n^eniger S)ide, wie aud^ ber mitge« 
fanbte oben mit bargeßeUte Stein größer ifl. ®e{ialt ifl runb ooal, 
UQd^ beiben Seiten jiemlid^ gleid^m&gig abgerunbet ; SMiden unb 93aud^ 
gleid^ flarl erhoben, bie größte S)id(e in ber 9Ritte liegenb. ©rögere 
iS^nnplare maren bei mir an beiben Snben etn)ad gebrüdt. S^iejiemlid^ 
tiefe ^rd^e brfidt ben 9täden flad^ unb tfieilt meifl gleid^. S)er @tem^ 
r^elpunft liegt auf ber Witte ber Spi^e, nad^ Siegel unoertieft, bei mir 
bei größeren ^rüd^iten etmad oertieft. ' 

Stiel: bid, nad^ Siegel Ö''' lang, bei mir länger, nur etmaft 
U^aaxt, oft glatt, fifit in feid^ter SSertiefung. 



418 

^aut: bann, a6)iel^6ar, oiolettblan mit einjelnm golbfartotm 
ißunften, nnb mit btdem, l^eOblanen 2)ufte belegt 

5Dad $(eif d^ ifi mH^ Siegel meiggelb, ^&rttt4 f^^ftig, Donfft^ 
fel^r angenehmen ®ef(]^ma<Ie. 3<^ f^nb ed jebod^ 1856 unb 1860 etnmft 
troden; in noDer Steife tief golbgelb, fafl etmaö rötl^Iid^, nnb ben @e^ 
fd^mad nur mittelmäßig, ni(i^t gen)flrireid[|. 

S^er @tein ifi. nad^ Siegel ablöftlid^, mar bei mir iebod^ unobß^ 
lid^, 11''' lang, 6 Vi breit, 4 bid, flad^badig, )iemlid^ raul^, afterbmtig, 
opal, na^ bem Stielenbe l^in ein menig oerjangt unb auf ber Soud^eitr 
flarl eingejogen; 99aud^furd(ie fd^mal, nerroad^fen; 9tfiden!antett f^mol, 
bie ^ittelfante tritt etmad unb nad^ bem Stielenbe ^in ftfirler unb etaDOi^ 
f d^arf oor ; bie größte ^ide liegt etmaft mel^r nad^ bem 6tielenbe ^ixu 

Steifheit unb Slutiung: jeitigt nad^ Siegel im legten S)Tittel 
beft älugufl, bei mir Slnfangft September, gleid^^eitig mit ber ®ro6eii 
9{eineclaube unb 9Iot^en (Sierpflaume. Ueber ii^ren SBertl^, menn fie m\ 
fremben ©runbflamm gebrad^t mirb, flnb nod^ meitere Srfa^rungen {it 
fammeln. Siegel bejeid^net {te aU eine fd^öne, red^t gute, ber SSerme^tuiiK 
mert^e ^rud^t 

SDer Saum l^at (r&ftigen Sßud^d unb ifl fe^ tragbar. 6omm(p 
jmeige rot^braun, ^uftg, lal^l, menig mit @ilberl^äutd^en gefledt. SUt 
mittelgroß, nad^ Siegel eiförmig unb ^ugefpi^t, bei mir ellt|>tifd^ ober 
ei^oDal, aud^ oben einzelne $aare jeigenb. S)er bflnne 8IattiHet ^ 
feiten S)rflfen. 9)ie älugen ftnb (lein, bnifd^, aufredet {lel^e«b ober 
nur tttoaf^ abfle^enb unb ft^en auf niebrigen, gerippten SlugentrSgem. 

Vnm. ^ie fafl glek^aeitig veifenbe Oe^veitA MnigSpfkmme, Ue fjLdäiHiU 
aus bem Steine bev KönigdpfUiume oon 3:outd erlogen ifl, fonb i<^ »ctt Keffer 
a(8 o(ige, i9ir!U(( ebel oon ©efd^mod • ^ie man^ttUi ftönigSpflaumen ftnb ato 
einanber "fo A^nlid^, ba( bie Unterfc^iebe f dornet fi($ angeben (äffen unb }ttr 9e^ 
nteibung oon Errungen mehrere »erben eingeben muffen. 

Dberbied. 



I 



419 
No. 96. 8(er!er* T0t)e yflanme« i : -- n, i. B. ; Bnetfd^enatU S)atiu, tot^e gfe» 

6: ^ n, 2. B a« 




yieeketi tot^e Pflaume. 3)ie SomSavb. gafl ** 9nf. eept. 

^eimatl^ unb Sorfommen: ifl neuere mnerifontf^e gtttd^t, bie 
)tDac an ©fite bed ©efd^madd ni(^t gatt) ben erflen SRang einnimmt, 
iiber bmdg fe^r reid^e ^d^tbarteit eine gute SRorlfrud^t ifl. SHe 
9artenbau^®efeDfd^aft )u SRaffad^ufetft nannte fte Sombarb nad^ einem 
$erm Sombarb }u Springftelb (SRaffac^.) , ber bie ^$t guerfi belannt 
mad^te, unb fte Dom SHd^ter $(att ju SBI^iteftbotougl^ (3lm*^ovt) erl^aU 
ten l^aben f oD, ber {te erjog. SKein 9leid erl^ielt i^ oon 3« S<>0tl^ ttnb 
l^e nad^ Somningft Sefd^reibung bie redete Sorte. 

Sitevatur unb epitonpme: !OoiDning6, 803 unter bcm9tomen2omBarb^ 
mit ben G^non^men Bleeken soarlet unb Beckmann» loarlet; bo4 bemet!t et, 
ba^ fte unter ber Benennung Bleekers icarlet am befannteften fei. (Smmond 6. 169 

©eflalt: ooal, on beiben Snben merHid^ abgeftumpft, IVt'' ^od^r 
IV4 bid unb breit. S)er 9aud^ erl^ebt ftd^ jumeilen ein 9Benigeft mel^r 
naii bem-@tempelpunfte l^in, ber 9i&dm nad^ bem Stiele l^in, einjeln 
m^ umgefel^rt. S)ie unbebeutenbe f^urd^e t^eitt fafi gleid^ unb brfidCt 
ben StfldCen nur menig. S)er 6empelpunlt liegt auf ber Spi^e in 
ftad^er, weiter SSertiefung« 

Stiel: ixmlid) (urj 6—7'" lang, oft rötJ^Ud^ angelaufen unb 
Tofifledig, fein bel^aart, ftfet in m^gig tiefer 65^lung. 

^arbe ber}iemlid& feinen, ab)ie||baren, f Suerlid^en $aut ift etmai 



420 

»nanfel^nKd^ xoi^hxam, mit @teDen, wo bie @ttttibfar6e ft&rler bucd^ 
flimmert, in ooOfler 9Ieife bunfelbraunroti^, feine golbartige $iuttte fuib 
^Sufig, ber 2)uft ifl bttnn, rötl^Ilci^ J^eOOblau. 

2)aft ^leifdi^ ifl golbgelb, )iemtt(9^ fein, Dom ®teine nid^t gan) 
ablöftg, etoaft toeid^, in redetet 9^eife von ffi^cnt, red^t angenehmen @e» 
fd^madte, bet jjebod^ nid^td Sr^abeneft l^at. (Snd^ S^omning fagt, baft 
baA i^Ieifd^ nid^t ablöfig unb nid^t „rieh'' fei) 

S)er ©tein ifl 9'" lang, 6 breit, 3<^ bidf, fafl ooal, nad^ ber 
Gtielfpi^e etmaft neriüngt, )iemlid^ raul^, ft^^mu^ig gelblid^ non ^be, 
Sandiifurd^e breit ; SRittelfante beft 9ifidend oorfiel^enb, bod^ fbtmpf, nad^ 
bem Stielenbe l^in faft fd^arf. 

9leif)eit unb 9lu|ung: jeitigt SInfangd September mit ber 
®rogen äteineclaube. 3^^ frifd^en ©enuffe unb bei fel^r reid^er Zrag^ 
bar{eit gute 9RarItfrud^t. 

!Cer Saum treibt m&^ig unb trägt frfil^ unb noD. ^^riebe mir 

menig fhtfig, {al^I, niolett braunrot!^, unten nur etmaft gelblid^ fUber# 

l^dutig. Statt ftel^enb, faft flad^, nid^t flarf runjetig, }iemlid^ gl&n}eiib, 

oben lal^t, breiteOiptif d^ , oft ei^ooaL »lattfiiel l^at meift 2 am 9(atte 

fiel^enbe 2>rttfen4 Singen lur), fiumpffpi^, me^r flel^enb al& obflc^ettbi 

ZxiQtx mägig l^od^. 

DberbieA 






421 

ÜQ. 97« %piAt$\tnM\gt Miralelle« l : — n, l. C. ; Sroeifd^enart. ^am., ge(5e ^t. 

6: — n, 8l C a. ' 




« 

^eimat^ unb 93orIommen: Siegel erl^iett biefe $rud^t, bieber 
@elben aRtrabeüe an ©fite tpo^I nid^t nad^gibt , von ^erm SDoi^nol^I, 
ttift biefer no($ in Sleuflabt an ber ^aarbt mar. ©(|eint ben ^omo^ 
logen btdl^er nid^t betannt geworben }u fein unb ift oieSeid^t neuere 
9rud|t. aRein Steift i^abe id^ oon Siegel 

2itetatur unb G^nonpme: £ie9el m. B. 100 Htt. 161 Vprüofetiartiae 
WlixabtUe, Mirabelle apncot^e. Sltt^erbem fUtbet man ben 9^amen Mirabelle apri- 
eot6e, 3ttfantmenaefteIIt mit Petita Mirabelle, Mirabelle pr6c6oe, nur nod^ in 
8i90ttS SIBum IIL e. 87; »a^rfc^einlid^ foK biefe inbef bie (Selbe aKitabeOe 
fein, ba et fagt, ba^ bie @otie fd^on l^ul^amel belannt aewefen fei. 2)ie XbMlbung 
tf auc^ no($ einad grft^et alS bie (Belbe 9Rirabeae, unb gleicht bet ©cperlten SHtabeOe. 

@eßalt: dein, nad^ Siegel 12''' l^od^ unb eben fo breit unb bid; 
gute f^rfld^te waren oudg bei mir fo grog, anbere 1 Sinie Heiner, wSl^renb 
Siegel mir eine H*" grojse 3etd[inung fanbte unb aud^ ber mitgefanbte 
Stein merlli^ größer ifi, a(ft oben, fo bag {te alfo oft gr5|er mirb* 
@efiaU ooal, an beiben Snben nur etmaft gebrudt, oft nad^ bem stiele 
ein SSeniged fiftrier abnel^menb, grSgte Breite in ber ^itte, Saud^ unb 
Stflden gteid^ erhoben* S)er Stempelpunit liegt auf ber Spi^e etmaft 
me^r bem Sifitfen jugemenbet. S)ie ^urd^e brfidft ben 9lfid(en nur wenig 
unb tl^eilt ungleid^. 

Stiel: T" lang, tttoa^ behaart, fi^t gau) f[ad^. 

^arbe ber bttnnen, abjie^baren, mit mei^d^em 2)ufte belegten 
ßaut ifi gelb, mit oielen rotl^en $un!ten angefprengt, bie oft )u Rieden 
^ufammenfliefen, unb mooon felbft bie €d^attenfeite nid^t ganj frei ifl. 

S)aft ^leifd^ ift golbgelb, ^ärtUd^, faftreid^, oon juderffigem, aro' 



422 

matif(|em @efd^ma<Ie. & ift no^ medtid^ fikgec olft boft ber (SettcK 
aßirabeae. 

SDer Stein löfet ft$ t)om ^leifd^e nad^ Siegel nid^tgaii) gut, 6d 
tnir bagegen in xoaxmta doloren fel^r gut, in filteren giemli^ gut, i^ 
etwad Derfd^oben oval, ber ä3aud^ naci^ bem Stempelpunfte ^in, bet Stfidei 
müi bem Stiele l^in ßärfer audgebogen, l^äufig nimmt er mit no^ 
bem Stiele merf (i(| flfirler ab unb ifl fa{l umgele^rt eiförmig, 6"' ^oäf, 4 
breit, 2% bid, 93aden menig raul^, afterlantig, 93Qud^fur(9^e enge, Mim^ 
lanten flumpf. 

Sieifjeit unb SJu^ung: }eitigt nur etmaft nai^ ber @dbeR 
aRirabeDe,' mug nad^ Sefd^affen^eit bed ^leifd^ed eben fo ate biefe, 
t)ieaeid^t no(i^ beffer, jum SBeßen taugen unb menn fle ft(^ eben fo 
frud^tbar }eigt, mie ed ben Xnfd^ein l^at, »oriiber id>od^ nod^ nid^t ge« 
nfigenbe @rfal^rungen vorliegen, fo mug verfud&t merben, ob ^e meleU^ 
}u ^odbßammen nod^ beff^ pagt« (Sine von beiben n)trb immer über» 
pfftg fein. 

JDer S9aum ^at fd^n)ad(ien 2:riebr bleibt Hein, fd^etnt abtt xtiß 
frud^tbar }u fein« Sommertriebe unbeirrt, braunrötl^ttd^, flfictere vta^ 
lettbraun, mit Silberl^fiutd^en gefledCt, giemlid[i gerabe. Slott mittdgrofi, 
oben faß !al^l, unten am ^w^ige ^äufig langeiförmig, metter ^anf 
eEipHfd^ ober ei^ooaU SBIattfUel brfiftg, Sugen tlein, gebrftngt, fpi^it 
abfiel^enb, S^räger l^od^, turjgerippt. 

Unnt. S)uv(( bte unbel^atrtett ICtiebe uttb flArfere IBefetfung mit tollen ^kta 
nnterfc^eibet fte fld^ ^nlftnglid^ von ber Selben SRtrabeSe. 

Oberbied. 



423 

So 98. fMUWTMtt fitttc 7WM9tt9it i : — n, l« ; Sioetf<$enart. ^avtu, 

gelbe Snid^t. ß : — U, 3. C a. 





faViauüxt%%t selbe yamascetie« • ijUfi S)itttei @ept. 

ßcimat^ unb SSorfomniett: tfi ein ©rjcuflnife bcr neueren 
3eit Don nur mittelmäßigem Sßext^e, ba bie t$nid^t Kein tfl unb ber 
©efd^mad feine SSorgfifle ^at. S)em Flamen na($ flammt jte aus grant 
reid^ unb erl^ielt Siegel fxe fomol^l aud ^ol^enl^eim, ald aud^ aMSdolU 
m eiler in 2@t&mmen unter ben Benennungen Damas ballon jaune 
unb Damas ballon panach^ vari^tä, bereu ^did^te (Siegel $eft III. 
®. 157) fid^ ibentifd^ jeigten. Dblge erhielt \(S) von Siegel; bie 
Se|tere, meldte td^ bur(!^ Mobiler in SReppen aM SoQmeiler l^abe, trug 
nod^ nid^t, bod^ finbe idd gleid^fcDd bie SSegetation t)öllig uberein. — 
1!)er 9Iame meist au\ bie Sallon« ober pl^iolenförmige ®eftalt ber ^ntd^t 
§in, unb mag man, menn man bie grud^t umfel^rt, felbft SeJ^nlid^Ieit 
mit ber ©eflalt eined SuftbaQonö gefunben ^aben. 

Stteratur unb Gpitoiipme: Siegel U, @. 172, 9^r. 242 unter obigem 
5iamen mit 8eifa( von Damas ballon janne. Gpuon. nacb obigem Damas ballon 
paoAob« ruiM. ^o^enl^eimer Obftforten -, 1823 e. 226. S)ittti4 n. S. 246. 
8alIonartigeS>am(iflcene, »fI4er9lame nic^t gcnflgt, ba ed aud^ eine SBaQonorttge 
tot^e ^amadcene gibt. Sonb. ^atal. 6. 163 nennt fte nur. 

@e{lalt: HeiUi oft red^t Hein, in §arbe unb @röge äl^nlid^ ber 
gelben äRirabelle, 1'' l^odt; unb hid unb etmad meniger breit; bie &tf 
fialt i{l nor ber B^^^uttg baQonartig, b. 1^. runb, mit einer gegen ben 
®tiel ttmai^ oorgefd^obenen ftumpfen Spi^e , meldte bei voller 9Ieife faft 
Derf d^minbet. Slm Äopfe ift bie f^rud^t f(ad^ gebrädCt unb lann auf bem 
itopfe flehen, am Stiele ift fte etmaft neriüngt^abgerunbet unb erfd^eint 
fo umgete^rtilur}^ eiförmig. S)er 91fld(en ifl etmaft me^r eripoben, alft 
ber SBoud^, unb bie größte Breite Hegt oft giemlid^ in ber 9Ritte, oft 
etmaft me^r nad^ ber ©pi^e f)xxL 2)ie ^urd^e ifl unbebeutenb unb t^eilt 



424 

tneiftenft ildif, S)er Heine, gelblid^e Stempelpunft liegt in einer flad^ 
aSertiefunfl. 

Stiel: bünn^ tal^lf etoad roflig, meifi gebogen, ft^t in feU^ter 
gen)öl^nird^ etoad fci^ief Uegenber Qi^U. 

Qaut: nta^ig bidi, gefd^macfloA, abjiel^bor, mit »eiglid^em bfimteni 
2)ufte belegt, ifl gelb, etn)od in'd ®rfinlid^e fpielenb, mit ^dufigm 
totl^en fünften unb ^cden befe^t. 

^leifd^: etmaö grünlid^ gelb, jart, fafttg, Don ffi^em red^t on^ 
genel^mem ©efd^made. 3ft bie ^$t nid)t DoDfi&nbtg auftge)ettigt, fa 
ifi baft e^leifd^ um ben Stein l^erum etmad fouerlid^. 

Stein: löfet p* nid^t t)om gfleifc^e, iß 5%"' ^o^, 4"' btdt, 
3 bid, fafi onal, m&gig bidbadig, nid^t roul^, am Stielenbe ein Oe^ 
ringe« Deri&ngt. Unter ben Sifidenlanten tritt bie aRittelbrnte f4<nf 
etmad t)or, S)ie Saudbfurd^e iß breit unb feid^t« 

Steifheit unb Slu^ung: jettigt im erßen S)rittel beft Septemb. 
Siegel nennt fte eine }n)ar Heine, aber red^t gute e^rud^t, bie fflM 
S)5rren taugen möd^te, moju fte mir megen bed unabUdlid^en Steinet 
weniger }u paffen fd^eint* 

S)er Saum l^at mäßigen abrieb unb iß tenntlid^ burd^ bie fe^r 
}a^lreid^cn Heinen Steige mit Keinen Slftttem. 3)ie Keinen StiU^m 
erfd^etnen fe^r }al^Ireid^, jebod^ bemerlt fd^on Siegel, ba^ ße nid^t immer 
f^d^te anfe^en, maft bei mir fogar bift^er fel^r menig ber %a1L loar, 
obfd^on ber junge ^od^ßamm bereits ßeben^a^re ße^t Sommerjioetge 
bünn unb lang, gerabe, braun, fa^l, ßärlere ßar{ ßtber^Sutig, fd^mfid^re 
nad^ unten nur gelblid^ geßedt. Statt Rein, fdbmal, ße^enb, rimtou 
förmig, oben fa^l, menig run}lig, iiemlid^ ^eDgrfin, non ^orm eiood 
ober ooat, einjeln jiemlid^ eOiptifd^^ oft aud^ umgele^rt eUott)ettlt<^ 
eiattßiel l^at ^Iten 9)rüfen. Slugen bidbaud^ig, gugefpifet, ßten ge^ 
bringt, ße^en ab; älugenträger )iemlid^ erhoben, lurggerippt. 

Xnm. 3fi unter bnt fleinen ^tlhm grüßten fetmtlic^ buri^ ^re %om. 
fM ber Orifette iß btefe ttmaü ft^titi^, bo^ f&Ot beren Seitigimg merfTu^ fpAter. 
Sic gelbe SRirabette ^at behaarte triebe. 

Oberbietf. 



425 

No. 99. Wit^e Slllilof m^illntme« 1: — II, l. C; Bmetft^enart. 2)ain., bunte gn 

6: — II. 5. ß a» 




iQeimatl^ unb 93or!omTnen: bte^ethtnft biefer n)o]^I ^ictnlid^ 
»erbrcitctctt, aber mit bcr SJQTnoficcnc t)on SRaugerou öfter renoed^felten 
grud^t ip «id&t Halber befonnt. 6ie gel^ört ju ben fel&r eblen S'öfet^ 
fotteti, bie rcd^t ^atiftge Slnpflaniung oerbtenen unb fibertxifft bie Sta^ 
madcene t)on 9Raugerou an ®fite bei^ ©efd^madtft. 9Rein 9ietd erl^ielt 
\^ t)on SiegeL 

Siieratut unD Gononnme: Siegel IL 6* 202 9lr« 108 unter obiaem 
9lamen, nebfl ber franjöftfc^en Benennung Pmne d'Abrioot ronge. ^aä ^.0.(^. 
9leue l[ufL 4. 6ect. 6 Stef. gibt na(^ oon Siegel gefanbten, ungewö^nltd^ großen 
unb na(^ bem €$tiele {ifttfer abnebmenben ^c^ten Xbbilbung oon 2" Breite unb 
etvad me^r $ö^e. 2)tttri4 IL 6.95 unb S)ittr. 0.«<Sab. 92r. 12 ftnb tta<(£tegelB 
Snfic^t nt^t bie redete grud^t fonbcm e^er bie S)amaCcene oon SRouaerou, »elc^e 
Siegel auib oon ^iel {»eimal aU rot^e SCprüofenpftauine erhielt, vafior SReoer 
e. 18' 9h;. öl (?) obne Hbbilb. (l^tift Sßbrterb. 6. 865: Praft IL %al 172, 
S(priIofen|)f[«unte ift eine gan) anbere unb gleicht e^er ber 9iot$en (SierpfCaumf. 
S). £)• Gab, 7. Lieferung Jlv. 12 liemlid^ lenntliA, S)otttting 6. 289. Abrioot^e 
ronge or Bed aprioot plnm, o|ne Sigur. £obt fte ni^t, gibt fte qtt bla^rotb an 
unb ffti^rt 3)u4am. unb 9{otfctte ald Sd^riftfleOer an, bei benen fie oorfomme, fo 
ba^ er f(b»erli($ bie obige bat. 2)tefe[be 6orte nirb (aben berSonb. (SatcL 6.16 
!Rr. 2. Siegel erhielt bie Obige aucb mebrman aCd %hxfktnitUtt Keineciaube unb 
Mr^enaeVer ^ftaume unb glaubt, ba^ bie ^ruAt unter bief em 9tanten ^ftuftg oer« 
breitet fein »erbe. 3n Stegeli heften !ommt DL 6. 164 noc^ eine ®ro|e rot^t 
f[prifofenpflQume , jebocb ""' ^^^ Tränten noc^ oor, bie mit obiger ni^t itt 
oenoeclfeln ifi. 

@eflalt: ]^atbie®Tö§e ber gelben älprifofenpflaitme, ber fte attd^ 
in ber gotm glH(|fontmt; IVi" ^od^, 1" 5"' breit unb Vi"' weniger 
bid. ®e{la(t ni^ft ganj befiänbig, meift Derf<i&oben runblid^ Oüal, am 
(Stiele flad^ abgernnbet unb biftn>eilen bie eine Seite etmaft erhoben, 



426 

am ftopf e erl^ebt ft(| an ber SBaud^feite eine flumpfe 6pi|e. S>er 9Mm 
ifi inel^r erl^oben, ald ber Saud^ unb fd^tef, bie €eitm fxnb gebifidt 
unb gegen ben Saud^ ablaufenb, bie grögte Sreite Hegt in ber SKtte. 
S)ie f^urd^e, n)eld^e l^&ufig nur burdd eine Sinie bejeid^net ifl, t^eilt 
ungleid^. S)er @tempelpun!t ft^t in flad^er, !aum mertlid^er (SinfentmiK, 
jiemlid^ in ber SRitte, aber bie @pi^e ber grud^t erl^ebt fid^ fiber Vß. 

©tiel: 8'" lang, bünn, lal^I, grün, meifl gerabe, lt|t in enga 
feid^ter fiöl^le, oft felbp ber fjrud&t gleid^. 

$aut: ii^t, lägt ftd^ abgiel^en, etwad fSuerlid^, mit bannem 
n)eigbläulid^en S)ufte überwogen ; bie anfangd metglid^gelbe ©mnbfatBe 
flberjiefit ftd^ gegen bie 3^tigung mit einem leidsten ^eDen diotJfy, baft oft 
um bie gan}e ^cud^t gel^t, oft bie g^rud^t nur iur $&Ifte überji^t, 
n)ai^renb gebrängte rotl^e fünfte bie entgegengefe^te @ette fiberjie^ 
Statt befonnte f^rfid^te n)erben an ber ©onnenfeite faß bunIelrot|, 
n)ä$renb befd^attete ^rttd^te oft siemlid^ gelb bleiben, oberfeit« M 
rotl^ punftirt unb gefledt erfd^ieinen, maft fx^ malerifd^ fd^5n mad^t 

f$(eifd[i: l^eQgelb, oft aud^ jiemtid^ golbgelb, etmaft l^&rtlid), faftreidftr 
nad^ Siegel oonfilgem, mfiditrt aromatifd^em, föfUid^ erl^abenen ©efd^mad«, 
ber ben ber ©elben SIprifofenpflaume übertrifft, m&^renb id^ ben ©efd^mmt 
bidl^er iwox nid^t gan) fo oorjüglid^, jebodg füg unb ebel fanb« 

@tein: abUftg, 9'"l^o4, 8 (reit, 4bi«, in Heineren ^rflc^ten 8"' ^o(^, 6 breit, 
4 bid, rau^, !ura « eUiptif (^ mit ft&rfer audgebofle^em Stttclen; am ftopfe Ifiuft er 
in ein Spitzen aud, om Stielenbe in eine Breitete, tima% abgefhtt^ie €SpitK* ^ 
9iüdfen!anten ftnb erhoben, bie SRittellante am flftrtflen, enoeitert ftt§ nad^ ben 
Gtielenbe l^in unb n>irb fd^arf. 9{eben{anten unbebeutenb, mit gu^d^en begrcait 
0AU(|fut(l^e breit unb tief, mit fd^arfen itanten. Xfterfonten niil^t flad. 

Süeife^eit unb S^ufung: )ettigt im erflett S)ritte( beS 6ept. na^ bet ^feOei 
Sprifofenpftaume , in Ifll^Ien Sauren bei mir erft gegen 20. September. 3» 
Siegen ierfpringt fte. 

2)er Baurnrnftd^dt rafd^ unb gefunb, treibt feine 9f|le in flumpfen Stafeb 
tinb ifi fel^r fruchtbar« @ommetmeige fiar!, etvad fhtfig, hellbraun, gelMi^ oUt 
grau punüirt. Slatt m&^ig gro(, et»ad ^ngenb, meiftenS fla^ auSgeSreitet, 
mft|ig runzlig, oben ial^l, nac^ Siegel ooalseifbrmig unb fpitigi »ft^enb id^ bol» 
f elbc f<^dn fOipHf d^ f anb , ein§e(n ouc^ ei9M(. »(attfüel ^ mei^eni 2 gIcUI« 
ftel^enbe vom Statte entfernte S)rüfen. Sugen gro^, ^pVk\%t me^r breit, M fanif4, 
aufredet fte^enb, ft^en auf flarl erl^obenen, mulftigen, faß ungerippten Xrftgenu 

Knm.: 9on ber^amadcene oon SRaugerou, welcher gan) rot^e (^emplare Ut 
Obigen fe^r A^nK^finb, unterfi^eibeifieflc^burcb mcniger (angeneticl, bur^f^nitttitt 
mebr bunte Sf&rbung unb faseren ®ef4matf; bie SRauoerou nimmt audft g^^ ^ 
6tie( gern etmaS ao unb ihr etein (at flatf erhobene Slfterf anten. ä)ie 9elbe Kpn* 
fofenpflattme ^at oft siemlid) vM Kdl^e, bleibt ober fletd gelber unb tiefer ge& 

Obevbteit 



427 

No« 100. Sliue 9c9)felimi9cni& l: — n, 2« A.; SBoJ^re 2)am., Maue^ntd^t 

6 : — II, 1. B b. 




yiaiie JtfAflamMttnt. • ober «^ Vnf. ^u^. 

Qtimat^ unb äSortommen: Siegel er)og fte aud einem steine 
ber S^^onniftpflautne Don ber 3. ©eneration, unb I^SIt {ie wegen S^it^fi^ng 
mit, ober gleid^ nad^ ber ^ol^annidpflaume, meldte fte an ©ügigleit übertreffe^ 
ber 93ermel^rung mertl^. Sei mir trug ber ^robejmeig erfl einmal voü, 
unb fann id^ über ben SSevtl^ nod^ nUlit beflimmter urtl^eilen, bod^ fd^eint 
and^ ^ier bie ^ud^t gut SRein 9ieid exl^ielt id^ oon Siegel. 

Siteratur unb Qpnon^tne: £iege{ (efd^eb fte Mo8 txft furg in bet 
SRoimiSf^rift 1866 @. 411 unter obigem Flamen unb ber 9{r. 416. 

@efta(t: ©rbge mittelmäßig, 1" 2—3''' l^od^ unb bid, etmaft 
weniger breit, ^^rüd^te, bie flarl ungleid^e @eiten l^aben, erfd^einen 
l^od^aitftfel^enb. @e{)alt geninbet, am Stiele merllid^ abgeftumpft, cm 
ftopfe etmad weniger, StfidFen unb Soud^ etwas gebrfidCt unb )iemHd^ 
gleid^m&tig erl^oben. S)ie bolb nur flad^e, balb ftSrIere ^urd^e tl^eilt 
meiflend ungleid^ unb ifi red^t oft bie eine @eite ber grud^t weit ß&rler 
al6 bie anbere, unb erl^ebt ftd^ am ©tempelpunit merKid^ mel^r, wo«* 
burd^ bie f^orm etwad entfieHt wirb. S)er @tem))elpunlt liegt )iemlid^ 
auf ber 9Ritte beft Jlopfed, unterhalb ber l^öd^ften Spi^e, an ber Seite 
einer oft etwaft fpaltartigen SBertiefung. 

Stiel: 9 felbfl 10'" lang, behaart, roflfledfig, fi|}t in feid^tcr 
Vertiefung. 

f^arbe ber nid^t gut abjiel^baren, fäuerlid^ bittern $aut ift fd^war}« 
blau ; feine gelblid^e fünfte ftnb l^äuftg unb l^in unb wieber fd^wär}Iid^ ein^ 
gefaßt Sud^ Sioßfiguren finben ftd^. S)er J^eObl&uHc^e S)uft ifl leidet. 



428 

S)ad f^leifd^ ifl etoad grünliii^ gelb, nid^t wd^, fafl brfi% 
jiemlid^ faftrei(9^, t)on fü^em, angenel^mem ®^^madt, mit eboad beu 
gemifd^ter Säure. 

S)er Stein ift bem ber Sol^annUpflaume )lemlid^ fi^nltd^ ge« 
blieben, ifl t^erf droben o^al; fo bog ber Sand^ nad^ ber Spt^ ^in 
etmad t^ortritt, bie Sliicfenlanten nad^ bem Stielenbe l^in ftd^ )iemli4 
ftarl ergeben* ®t ift 8'" l^od^, 5 breit, 3 bidf; »a«d6furd&e jiemB* 
ftarl, mit fd^arfen SRänbern, Slüdfenfanten fium|)f, bod^ breit, ^ttben 
mit bem Steine ber 3ol[iannidpf(Qume bad flberein, bag bie äRitteUante 
ctm Stielenbe ftd^ fc^arf etmaft erl^ebt, nad^ ber Spi|e ^in aber eine 
}iemttd^ gerabe Sinie bilbet* 

äteifjeit unb 9lu(ung: jeitigt Snf. Stugufi, gleid§ nad^ ber 
3o]^annidpf[aume* 3fi )um rollen ®enu| unb filr bin SRartt brami^bac 

S)erSQummäd^ftt in ber Saumfd^ule fiart mit langen, fd^IanH 
meid^l^aarigen, gelblid^ gefledCten unb nad^ unten mit gelblid^em Silber« 
l^&utd^en ftarl geftedtten ober flberjogenen fd^mu^ig Diolettbraunen Xriebcn 
S9Iatt 2iemlid^ grog, meift etmaö rinnenförmig, runjlig mattgrfln, obot 
nid^t, unten fiorf bel^aart. ^ »lattfliel §at melfi 2 fiarfe Prüfen, auje« 
breit; lurj, fafl anliegenb, auf fiarf Dorfiel^enben furjen gerippt« 
trägem. Statt beö ^rud^tl^ol^ed ift merflid^ glänjenb, gro^, mrijl 
umgelel^rt lang eiförmig, ober breit lanjettlid^. 

Dberbiei. 



429 
1^0. 101* l^cmM^ffaiime. 1:--II, 2.A.; fBa(re3)am., Maue^.6: — II, l.Ab. 




V 

^eimatl^ unb Sotto muten: biefe f^on lange belatinte ^S)t 
mag franjöftfd^en Urfprungd feiti; l^ieg in älteren 3^iten bafelbfl Brignole 
violette, unb n)urbe )u (Sitten bed Monsieur, Sntberö Snbioigft XIV* 
Prnne de Monsieur genannt. ®ie gel^5rt nod^ immer ju ben guten 
frül^en Pflaumen, ba fie non red^t angenel^mem ©efd^made, siemlid^ 
grog, nom Steine gan} ablöfenb unb DoDtragenb ifl, aud^ gleid^ nad^ 
ben frül^eflen Pflaumen jeitigt. ^ä) erl^ielt bie Sorte DOn S)iel unb 
5Dittrid^ fiberein unb gut flimmenb mit Siegeld SSefd^reibung* 

2itecatur unbe^noni^me: Siegeln« 6.213 9{r. 99, ^etmpflaume, Prune 
4e Montienr. S)ittn4 n. 6. 277 ; SDittr. C. (Eab. ^v. 25 ; ®flnberobe 6. 87 ^af . 17 mit 
guter HbMlb.; S)u^ameK @. 1 10 XafJ. gn granhei^ ^ie| fte e^emald Brignole rioletie 
unb jeft Moniienr, au(^ Moniienr ordiDahre, um fie t)on j>u^ameld Moniienrhatif, au(( 
einer Montienr tardif au unterfc^eiben, »ie ^ogg im SRanuale bie 64»ei)e¥pf[aume 
nennt, ^ft mit bn; S^^en $erm;)flaume, bie oenigftend tn2)eutf4lanb ni^t ec^t mefir 

St ecifliren f Aeint, dfter venoe^feU loorben. — (^^rift 3B5rtetb, e. 871 unb SßoU\i, 
emoU e. 115 (mit f^Ied^ter i^igur) ^at fte unter bem ^auptnomen $eT§og von üu 
Uanü, mit f rauc^ genannt »iro. Pomon. Frano. Slaf. 15 aiemlic^ gut; Saftor SReper, 
e. 16 Xaf. 1 fftx. 8 liemlic^ ; Sit». SlIBum lY. 6. 164. Sonb. ^at. ®. 167 9lr. 87 
Orleans mit bem Seinamen Bed Damaak. Monsieur, Monsieur ordinaire, benen 
^omning ®. 304 no4 Old Orleans, unb $ogg im Skaru Anglaise noire (in|ufflgte. 
S)od 2). CBfi.>(Sab. 9h. 25 unb SUtgem. harten« äRagag. 1818 Saf. 18 ^oben fie 
folfc^ ober menigftend unlenntlid^, unb auc^ im S). C.'Kab. 9leue Vufl. 4« 6ect 
7. £ief. ifk fte au rot§ unb au runb abgebilbet — (Sd mu^ no4 Bemetft »erben, 
bofi t% iekt aucp eine (Selbe ^ermpflaume (Monsieur jaune) unb 9^eue ^errnpflaume 
Dt unS ba| M Orleans mefirere neuere ^c^te benannt ftnb, ald Smith Orleans, 
llmots new early Orleans, Knerett's late Orleans (genb^nli^er Nelsons Victor j) 
Wilmots late Orleans (or GoUath) unb ba^ nac^ ®flnberobe*S Slnmerlung in Jtnoopd 
Fmotologie tradnite de rHollandois, Lenwarde 1766 au^ bie gelbe (Sierpflaume 
Pmne de Monsieur §eif e, inglei(!^en Soumefort, ©rotian unb SRiller i^re Pmne 
<le Monsienr alt Prunus frnotu orato maximo flaro befd^rieben. 



430 

©efialt: ®rö6e nad^ Siegel nur 14"' ^öl^e, foft foBtel Sreite 
unb V" toeniger 2)i(ie. ©o Hein l^abe i($ fte l^ier btdl^er nid^t gehabt 
unb iDenn ber SBaum ober ^robe^toeig ntd^t gu voU fag, erlongtea 
fotool^l ^ier, aü au^ fd^on in S9arbon)icf, gute groge grfid^te bie ®r9|e 
ber obigen ^igur, IVi'' l^oci^ unb breit, ^nbt^ blieben mele aud^ Keiner 
16'" 1^0$ unb breit, xoa^ aud^ bad SRaag einer t)on Sieget mir ge^ 
fanbten ^igur tfl. ^orm bidn)eilen giemlid^ platt gebrüdEt, meifl flad^ 
gebrüdCt runblid^, unb balb gegen ben €ttei etwad mel^r abne^menb, 
balb mit ber größten breite in ber ünitte, n)ie bei mir aSermeifiend ber 
$all xoat. @in}elne ^räd^te {tnb aud^ n)O^I ^od^aufifel^enb. S)ie gurd^e, 
nad^ Siegel laum ftd^tbar, bei mir fletd fel^r fld^tbar, bod^ flad^ imb 
breit, tl^eilt l^äufig ungletd^, fo bog bie eine @eite ber ^d^t {lir!er ijl 
aü bie onbere. £)er gelblid^e Stentpefpunlt, nield^er nad^ Siegel (bei 
mel^r Äleinl^eit ber ^rud&t) Pad^ fifet, fonb fidd bei mir in weiter, oft 
jiemlid^ tiefer ©enhing. 

@tie(: nad^ Siegel 9'" long, bei mir nur 7, aiemlic^ bid, gebogen brötmli^, 
fein tinb nt((t fiar! 5el^aart| ft^t in weiter flad^er @enVung. 

$ Q u t : bflnn, e(5ar, etnaS Bitter, (fi^t fi^ nid^t gut a^aie^en. ^arbe f^tDOT} 
Hau mit aienili(| vielen feinen geldid^en ^uitften befeft, ber blaue Shift tft bid. 

Sleifc^: ehoaft grünlich gelb, neic^, boc^ ni^t fc^mierig, von angenehme» 
fflfen ©efd^made, bo($ o^ne befonbere (gr^aben^eit 

S)er Stein ift vom gleifd^e gut ablöftg, unb bleibt nur am Mdett et»aft 
greif dj gangen, (gr ^at tiadj ©röfte bergmdjt §-9'" §b^e, 6— 6^,'" »reite, 
4'" ^tdfe, unb bilbet ein Coal, bad nad^ bem Stiele (in auf ber einen Seite oer* 
|üngt abnimmt, w&l^renb auf ber gegenüberfle^enben Seite ber Iftüdtn merflul^ 
vortritt. »au4fur<i(e fein, meiflend gef^loffen, SRfidfenVanten jlarf unb fhunpf; 
»aden raul^ mit fc^wad^en SCfterlanten. 

9ieifdeii unb Slu^ung: neittgt im erfien S)ritte( bed 9(ugu|l, iwd| eben 
vor ber it5ttigftpf[aume von Xourd , ber i^urd^fi^tigen unb gfrft^en Xeinedoabe. 
gar S^afel unb SKarft, unb l^ftlt Siegel fte an^ aum ^brren brau^bar» S)aB fie, 
wie Siegel angibt, e^er abfalle, atS {te (inrei((enb reif ifi, unb im9legen auff)»ringer 
l^abe id^ (ier biiB^er nic^t bemerft; vielmehr 1861 bad ©egent^eil angemedt gdr 
^ieftge ®egenb gie^e i^ fte ber ItönigSpfCaume von Xourft noc^ vor, bie 1801 ober* 
malS auf 3 Oftumen, von 3 verfc^iebenen Orten beaogen, vor ge^brigcr 9Uife obfteL 

S)er Saum ift flarl, nic^t emfinblic^ auf Sage unb »oben unb fe§r frud^tboc 
Sommerameige fa^ gerabe, jlarf f^mu^ig, bun!el violett, befcbattet an ber unten 
Seite grün, mit Silber^dutc^en gefledt, llar! »ei^l^aarig. »latt gro|« fiebenb, 
}ieml{4 flaA, oben Ia§l, unten bflnn behaart, runzlig, bunfelgrün, nad^ Siegel 
eiförmig, bei mir mel^r eHipttfd^ ober eiooaU »lattlliel meißenS imeibraftg. Xug« 
gro|, baud^ig ftumpffpi^, moSig, {i^en auf m&^ig erl^obenen, !ur|en 2;r&gem mät 
meiftend unbeutlic^er SRittelrippe. 

9nm. 2)ie groge 2)amaiScene von ^ourd, meldte mit i^r aeitigt, ift me^r oval; 
bie Sol^anniSpflaume »eit Heiner unb me^r eiförmig, mit ganj anberd gefloTtetcm 
Steine. Cberbietf. 



431 
No. 102. C|ri1tf2)Mrteeite«l: — IIt2.A.;9Ba|reS)ain.,5(aue^. 6:— ILlCb. 




(S^r^li iawafcette« ** f im i. 7>tmd bes Btpt 

Qtimai^ unb Sorlommen: Siegel etl^ielt bie ^ntd^t Don S>itt' 
rid^ 1837 unter obigem 9lamm unb glaubt bei beten Sef^reibung, bQ§ 
ed eine nta^ ^ud^t fein rocxbt. S)iefe Snftd^t virb baburd^ ge&nbert, 
ba^ er md^ ^eft IV. @« 156 bie erhaltenen ^räd^te S^voaxit 3RM^ 
coteder, @p&te fd^marje 3)amaftcene, ^eine 2)amadcene (Damas fin) 
oon obiger nid^t loefentlid^ Derfd^ieben fanb. 9Rit ber 6d^n)ar)en 9Rud^ 
cateDer fanb er wieber nad^ IV. @. j58 eine von Saumann erl^altene 
Phine Damasqninäe ibentifd^. 9lad^ IL 6. 273 erl^ielt er bie (Späte 
fd^matje SDamadcene aud ^tatien ald Sasina grossella piccola. — 3ß 
eine fel^r fd^madR^afte, I^Sd^fi tragbare ^d^t unb muß fel^r gut )um 
iDorren taugen. Sßenn id^ in meiner ^Xuleitung^ non 1852 bie Sl^rifid 
2)amaftcene ald fd^led^t nermarf, fo ifl bafi baburd^ oeranla^t , ba^ ber 
9lien6urger 8aum burd^ ein SBerfel^en bed Slrbeiterd bei berSereblung 
ein wilbeft Steift vxa^ erl^alten l^aben, bag eine auf bie 99efd(irei6ung )iem^ 
lid^ paffenbe ^rud^t trug. (Einen {meitenSaum brad^te id^ mit l^ie^er, 
unb biefer l^at bie redete $rud^t gebrad^t S)ad Stelfi erhielt id^ t>on Siegel. 

SiteTatutunb69nOK9me: Siegel IL 6. 321 92r. 263. S>ie G^nonpme 
et^eUen f il^on oitd OMgem. S)ie ^eine ^madcene Bef^veibt 2)itttic^ IL 6. 257. 
3)te e^mant SRui^lauaet bcf<j^rftbt Siegel IL 6. 227 9lv. 70 tinb citttt babei 
Duintitipe Tom. I. p. 224, fernes ^u^amel 6. 107. aRuSiivte iDamadcene mit 
69non. Pnine de obypre, Prane de Malthe, ^^riftS $anbb. 6. 735, Pomon. 
Aateriaoa tab. 180, GaCimannfi ^omoL e. 110, 2)ittriA n. 6. 281. 3)ie G^^ate 
i^mw^ ^amaictnt befqreibt er IL 6. 219 ftt, 90 unb dtirt Duinün. Tom L 
p. 221; ^u^ameie. 107; @;§riftiS SBbttetb. 6. 367; Pomon. Anstmoa tab. 178; 
Xoifette 6. 264, X)ittr. IL 6. 286 tc. 2)ie SBefd^reibungen biefer ^rfi^te ftnb auc^ 
ft^nii^. Sinbfle SbentitAten, »orflber iA meinerfettS nocfi nic^td erfafiren (abe, fo 
»ftren ftitere ftamtn fflr obige %tu^t bo. i>ü fte inbe^ nac^ oen Alteren Oenennunaen 
leiil^t mit «nbem gtftc^tcn »flrbe oermec^f elt merben unb Benennung no(( einer ^erf on 
loeniger leii|t ju Strünken 9ln(a^ gibt, f o geben mv bie ^xn^t oorerft um fo me(r 

^OuftTtTtce ^a8b6u<^ ber O^jltunbe. III. 28 



432 

unter obigem Flamen, a(d Bieget unier ben gebadeten Betiemiimgen leU^t ou^ v» 
rid^tige gtüc^te !ann erl^alten ^aben unb man }. 9. na4 2)u^ametS 3;af. 20 9r.3 
unb 4 n)o§l glauben mag , 'ba( feine SRudürie 2)amadcene unb @p&te ft^vorie 
2)amadcene oerf Rieben naren. Son KraftS beiben Sorten fd^eint beffen 6päe 
fc^warje 9)amaScene am erften auf obige %tu^t pi |)affen. 2)ad 2).0.(labv fteue 
SlufC«, 4. @ect, 1. £ief. gibt von Obiger ^iemUc^ gute, et»ad}U ^e&blaue ^bbilbintg. 

©efialt: tfi Hein, 12'^' l^od^, fafi ebenfo bid unb breit. (Seflalt 
runblid^ lurjoDal, nad^ bem @tiele l^in l^&uftg etmad fl&rfer abnel^menb, 
Qm fiopfe f(ad^ abgerunbet; ber ftärlfle 2)urd^mefTer Hegt in ber SRittc. 
S)ie gurd^e — nad^ Siegel laum bemerlbar — war bei mir bo^ faft 
immer f el^r ftd^tbar, jeboci^ breit unb ^a6), brfidt ben Städen n>etti9 imb 
t^eilt gleid^. S)er Heine ©tentpelpunlt liegt nteiflenft in ber SRitte ber 
.@pi|e ^a^, oft j[ebo$ aud^ ttma^ ntel^r nad^ bem Slfltfen l^in, mrtec 
ber {td^ nod^ ein SBenlged erl^ebenben @pi^ ber grud^t 

Stiel: nad^ Siegel bid, 9"' lang, mar bei mir aOermeifl t&cyt 
unb mägtg ftarl, ifl bel^aart, gebogen, menig rofUg. 

$aut: bxd, )äl^e, gefd^madtfod, lagt ftd^ ab^ie^en, ifl grögtent^eilft 
fd^marjblau, fleQenmeife mel^r Diolett 2>er 2)uft ifl btou unb btiL 

f^Ieifd^: gelblid^, gUnjenb, fd^meljetü), bod^ nid^tmei^, faftrei^, 
von fel^r ffl^em, gemilrjreid^en ©efd^modte. 

5Der Stein Ufet ftd^ gut, ifl in DoDfier Slelfe mit rStl^Kd^ gleifd^ 
f afern umgeben, ifl nad^ Siegel 6'" l^d& (bei mir fiarl T"), 4 hA 
3 hid, t)erl^ältnigmä§ig bidtbadCig, nid^t f el^ raul^, afterfantig ; nad^ bet 
@pi^e l^in ifl er eDiptifd^ begrenzt, nad^ bem Stiele l^in mad^t er m 
Deriflngte, abgefhunpfte , oft etmad nad^ ber SSaud^eite ftbergdbogene 
Spi^e* S)er S3aud^ tritt mel^r nad^ ber Spifte, ber SRütfett nad^ ben 
Stielenbe l^in etmad l^emor, bie Sittdenlanten ftnb flod^, unb bie 
83aud^furd^e feid^L 

Steifheit unb Slu^ung: }eittgt gegen (Snbe äbtgufi, oft ecP 
Slnfangd September, gleid^ nad^ ber Selben V&xabOit. %to bie Zdfd 
angenel^m unb im ^audl^alt red^t broud^bar- 

. S)er Saum mftc^St gem&^igt, bilbeteine bid^t oer^neigte, gut belaubte Itrooe, 
unb ift fe^ frud^tbar. Sommertriebe fafi gerabe, graubraun, fUberJ^ftuttg, tkii^' 
l^aarig. SBIatt Hein, flel^enb, etmaS rinnenfbrmig (oft nad^ unten), oben eivtlr 
unten fiar! behaart, runzlig, bunfelgrün, nac^ Siegel eifbrmig, auc^ tur| loxtudt? 
förmig (unfer umgefel^rt ei4an3ettli<i§), »ft^renb id^ ed eSiptif^, oft breitelßi»tt(4t 
einzeln ooaleifbrmig fanb« Sugen gro|, bidE, fhtmpffpit, weilooKig, gäflnit 
fttenb, abfiel^enb, ft^en auf üeinen, niebrigen S^rftgem« 

Slnm. 2)ittrid^ im ^anbbuc^e m. S. 391, mo er Obige gan| »a^ Siefd 
bef d^reibt , f agt nod^ , bat er fte auft Sßi(^elmft^5§e erl^ielt , unb boB bie {ugM 
reifenbe Spftte f d^war^e 2)amaScene Keiner unb i^r SIeif(| me^ trodten fei. OÜs« 
tauge fe^r aum S)5rren. CberbiedL 



433 
No» 103. e^itnftthtittn^ 1: — II, 2. A.;aBa5rc a^om., Blaue gr. 6:— n,l.Bb. 




Spater |letlin901l. • • snutc ®ept., au(^ fpftter. 

^eimail^ unb Sorlommen: biefe Stuckt fd^eint fd^on mt^tfoc^, iebo^ 
imtev Derfd^iebenen SBenennunaen oerbreitet, benn Siegel befam fte a(d ^^fttev 

{erbrigon oom ©artenbiveltor Sentit in Ganfifouct, ald 6p&te 
5nigdpf(aitme von S)itttt(l^ unb ald 6eptemberbamadcene oon 
Commannd in (S5In. 

Sitevatuv unb ^^nonpme: Siegel IIL 6. 128 9lc. 346. S)erfeIBe 
oeidt auf bie in feinem fpftaumenoette n. S. 229 bef unebene, non bet oorliegenben 
oerfc^iebene Gepiembetbamadcene l^in, aud^ auf iRoifette'd (voUft. 
$bb. n. 2. e. 268 9tr. 42). e|)&te aßonfieurpflaume unb auf (S^rifi'8 
(ooHfl. Vom. @« 119) e9>ftten$etbrigon, Perdrigon tardif, ben (S^tifl üü^ 
bn $biob. 6. 975 gan) ft^nlid^, aud 9Re( abfiammenb, fc^ilbett — unb meint 
Siegel, ba^ alfo bie S^dftt unter ben 4 9lamen: BpMtv ^evbtigon, &pttt 
l^errenpflaume, @pftte itdnigjlpflaume unb (bem unrid^tigen) @ep« 
temberbamaftcene im Umlauf pi fein fc^eine. — IDoc^na^I lU. @. 127 
citirt noc^ l^ittric^d, IL 8« 286 6pftte itönigdpflaume aud $ariä, la 
fioyale de Paria tardire, unb eS x^ biefe, bie an S)ittTid^ oon gürft in fjrauens 
baff lom, aSetbingd bet Bef^veibung nad^ oon bet ooiliegenben wenig 9et» 
f^ieben, bod^ befa^ id^ ftfl^er Don Siegel (ober S)ittrid( ?) unter bemfelben 9camen 
eine me^r plattrunbe gruc^t mit fe^r gutem, bo(^ ^ftrtUd^em gleifd^e unb fe^r 
ift^et fiaut, bie ftd^ j[ebod^ gegen S)ittricl^S »efd^reibung )ule|t nic^tfd^mar)* 
(lau fftrbte, fonbem oioiettrot^ blieb, aud^ anbere Segetotian l^atte, mie ^ 
von mir auc^ im 2).D.(^ab., 92eue 9uf[. IT. 6ect«, 4. Sief. Don 1857 abgebilbet 
i^ , loovauf unb ba^ unter biefer Benennung am (fobe bod^ eine anbere Snui^t 
ecifiirt, id^ ^ier aufmerffam ma^en loiK.* Obige ^at S)ittrid^ IIL 6« 360. 

®eftalt: fd^ad^, (anglid^ runb (ooalrunb, SiegeQ, oben f[aA abgerunbet, 
ttttd^ bem 6tiele ju etmaS mefr abne|menb, mag bei ni^t gan§ reifen ^d^ten mel^r 
(eroortritt 9tftdcen unb 8aud^ finb glei«^ erhoben; in ber IXitte ifl fie am breiteflen. 

^ SReinerfeitft fanb iA bie 9on ^ittrid^ erbaltene 6pate ftdnigSpflaume von 
$atid unb bie 6pftte Kbniagpflaume von Siegel in ber Segetation ibentif^* 
^rüAte fa§ id& noi^ nic^t S)ie Obige gibt bad S).O.Cab., 9tette 9(ufL, 4. 6ect., 
9. Stef« unb fd^eint nad^ ber Kbbilb. von ber oben citirten Späten itbnigdpflaume 
nid^t verf^ieben« O. 



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S)ie ^rud^t i^ lUxn, 1" V" ^o^, eben fo (teit unb um V' ^^^^^ 
S>ie Sfucd^e ifl !aum {t(|t(ar, brfidft ben fftüdtn mmi% unb t^eilt (alb gieülft, bdb 
ttitgleid^. Sm (ettetn ^aSe ergebt ftd) bie Saud^feite luc) »or bem Gtempelfnodtte, 
fo ba^ bie Urunbung nid^t gan^ eben, fonbem toie an b oben ift S)er €toii|Ml» 
^unlt ift fft^Ibor erhoben, fie^t flad^ in ber SRitte obenauf. 

6tiel: 10"' fang, bftnn, behaart, in enget (b^le, etvaS vertieft, in ber 
aRitte ber %tn^t 

$aut: bid, §A§e, gefd^macflod, Ift|t fi^ abgießen, von gforbe bunfeCbUtufmit 
nic^t fe^r lo^lreid^en feinen golbfatbenen ^unüen« 2)er 2)nft ifl blau mtb bUt. 

9Ieif((: loei^Uc^gelb, etioaS ^MH^, oon sutferffi^em, fel^r eblen (ief^nttif, 
«eld^er noc^ beffer »irb, toenn bie gnui^t am 8aume §u fc^nmi^fen beginnt 

Stein; lödt ftd) nid^t gan) gnt vom Sleifd^e, ift T" §o4, 5^' br